Archiv der Kategorie: Demokratie & Frieden in Gefahr

Senatsprojekt „Queere Freiheitszone Berlin“ – gesäubert von Querdenkern und anderen Corona-Kritikern

Zweierlei Maß im Wertewesten

Wie schon im April und künftig vermutlich Hauptstadt-Standard:
Berlin verbietet zwei für kommendes Wochenende geplante „Querdenker“-Demos – wegen Infektionsschutz-Bedenken , [1].

Keine Bedenken hatte man dagegen, am letzten Wochenende die Parade zum Christopher Street Day (CSD) zuzulassen.

„Wegen der Corona-Pandemie sollte der CSD einige Nummern kleiner ausfallen [20.000 Menschen waren angemeldet]. Dennoch waren laut Polizei 65.000 Leute unterwegs, die Veranstaltenden sprachen sogar von 80.000. Eine frühere Schätzung von 35.000 korrigierte die Polizei am Abend noch einmal nach oben.
Damit war es die größte Demonstration in Berlin seit Beginn der Coronakrise.“

Keinerlei Auflösungsgefahr für politisch korrekte Demos?

„Auch der Polizei fiel es nicht so leicht, den Überblick zu behalten – was auch daran lag, dass die fünf Trucks mit Musik mit reichlich Abstand losgefahren waren. Trotzdem war es nicht zu verhindern, dass es stellenweise immer wieder zu dichtem Gedränge kam. Und die vorgeschriebenen Corona-Masken haben längst nicht alle getragen.“

CSD: Christopher Street Day?
oder: Corona Superspreader Date?

Wie auf dem TAGESSPIEGEL-Titelfoto unschwer zu erkennen, standen die CSD-Teilnehmer eher häufig als nur „stellenweise“ dicht gedrängt, [2]. Und an anderer Stelle (Twitter-Zitat von Tagesspiegel-Mann Ingo Salmen) räumt der Artikel doch noch offen ein:
„Das Gedränge war groß, nicht immer wurden Masken getragen.“

Angeblich haben die Veranstalter mit Durchsagen konsequent daran erinnert, sodass am Ende auch die Polizei zufrieden war:
Die Teilnehmenden hätten sich „größtenteils an die Hygieneregeln gehalten“, sagte ein Sprecher dem Tagesspiegel.
(Man sieht halt nur das, was man sehen will / darf.)

Anders die Sicht von Nadine Lange (seit vielen Jahren verantwortlich für das Ressort Pop im Tagesspiegel und gründete den Queerspiegel mit“) in ihrem im Artikel veröffentlichten Twitter-Beitrag:

Kein Durchkommen mehr, kein Abstand möglich

Die Leipziger Straße ist total verstopft. Kein Chance 1,5 Meter Abstand zu halten. Ich fühle mich gerade ziemlich unwohl hier, auch weil nicht alle Leute Masken tragen. Auf meine Frage an ein Gruppe junger Leute, warum nicht, kommt mit einem breiten Grinsen die Antwort: „Weil wir auf die Polizei scheißen.“
Offenbar aber auch auf die Gesundheit der Community.

Alles kein Problem für Kultursenator Klaus Lederer (Linke), wenn nur die Gesinnung stimmt. Er „will Berlin zur ,queeren Freiheitszone‘ machen, kritisierte Polen und Ungarn.“

Vielleicht sollten sich die Querdenker auch ein zusätzliches „e“ zulegen, um in Berlin als Que(e)rdenker wieder die volle Bewegungsfreiheit zurück zu erlangen?
(Sozusagen die Berliner Variante der E-Mobilität.)

Gute Demos, schlechte Demos

Die Privilegierung des CSD 2021 ähnelt der Privilegierung der Anti-Rassismus-Demos im Juni 2020 nach der gefilmten 9-Minuten-Erstickung des schwarzen US-Bürgers George Floyd durch einen brutalen Polizisten:
„Denn während die Demos gegen die aktuelle Beschneidung der Grundrechte bereits im Vorfeld von Medien und Politik stark angegriffen wurden und auch mit Schikanen des Demonstrationsrechts belegt wurden, war das bei den Großdemos vom Wochenende nicht der Fall. Während bei den Grundrechtedemos das angebliche Potenzial der Virusverbreitung durch Demonstrationen extrem in den Vordergrund gerückt wurde, wurde das an diesem Wochenende (vergleichsweise) tief gehängt“, [3].

In Sachen Schikanen haben die Berliner Senatoren immerhin dazugelernt: Während Ende August 2020 das Berliner Verwaltungsgericht das Demonstrationsverbot kippte [4]
– das Schikane-Motiv war zu offensichtlich und es galt [5]:
„In Berlin enthält die Infektionsschutzverordnung kein Demonstrations-verbot. Rechtlich wird es deshalb schwierig“,
… so hatte man dagegen im April 2021 die Verwaltungsrichter wieder auf Linie gebracht.

[1] https://www.rbb24.de/politik/thema/corona/beitraege/2021/07/berlin-polizei-querdenker-demonstration-versammlung-verbot.html
[2] https://www.tagesspiegel.de/berlin/csd-berlin-2021-im-blog-65-000-leute-bei-parade-groesste-demo-in-der-coronakrise/27450424.html
[3] https://www.nachdenkseiten.de/?p=61739
[4] https://www.tagesschau.de/inland/corona-demo-berlin-121.html
[5] https://www.tagesspiegel.de/berlin/verbot-des-querdenker-protests-warum-die-demo-gegen-die-coronamassnahmen-in-berlin-nicht-verboten-werden-sollte/26129426.html

Staatsgeheimnis Länderstudie „COVID-Schulen“ – absurd niedrige Inzidenzen – Impfung für Schüler überflüssig wie ein Kropf

Laut einem Bericht von t-online vom 26. Juli 2021, geben die Länder eine Studie zu COVID-19 an Schulen nicht heraus.

Die Begründung der Hamburger Bildungsbehörde liest sich bizarr, denn Zitat:

„Andere Bundesländer könnten verärgert darüber sein. Informationen müssten nicht herausgegeben werden, „wenn deren Bekanntmachung die Beziehungen zu einem anderen Land oder zum Bund gefährden würde“, teilt die Bildungsbehörde mit.“

Weiter heißt es bei t-online, Zitat:

„t-online hat alle Kultusministerien angefragt und um Antwort bis Montag, 14 Uhr, gebeten: Hat Ihr Bundesland Einwände gegen die Herausgabe der angefragten Informationen? Geantwortet hat bis Ablauf der Frist keines. Das Abtauchen haben die Länder offenbar untereinander vereinbart.“ Zitat Ende

Gestützt auf das Hamburger Transparenzgesetz hatte ein Vater zweier Schüler die Offenlegung beantragt.

https://www.facebook.com/sichereBildung/photos/a.117319030170462/288190839749946/

Friedensblick wurden in diesem Zusammenhang Informationen zugespielt, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit das Ergebnis der COVID-Schulen-Studie vorwegnehmen. 

Demnach geht von den Schülern in Bezug auf COVID-19  nicht einmal der Hauch einer Gefahr aus und schon gar keine Gefahren, welche über den Gesundheitsgefahren  der Jahre vor 2020 liegen. Überspitzt könnte man formulieren, dass von den teilnehmenden, ausschließlich gesunden oder asymptomatischen Schülern, nicht einer auch nur einen Schnupfen hatte, welcher sich auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 zurückführen ließe.

Dies ergibt sich aus den Daten, welche im Zuge eines Modelprojekts zwischen dem Burgenlandkreis und der Uni Halle-Wittenberg erhoben wurden und Friedensblick für den Erhebungszeitraum vom 15. März 2021 bis 16 April 2021 vorliegen.

Quelle

Nun sollte man annehmen, dass derjenige, welcher über 102 000 Schnelltests an Minderjährigen im Rahmen eines Modelprojektes mit der Uni Halle-Wittenberg durchführt, ein Interesse daran hat zu ergründen, welche Gefahr denn tatsächlich von den infizierten  Schülern für diese selbst und für deren Kontaktpersonen ausgeht.

In vorliegenden Fall war eine solche Analyse auch ohne großen Aufwand zu leisten, denn wie gezeigt, waren von 102 000 Schnelltests im Erfassungszeitraum lediglich 8 (doppelt) positiv. Deswegen war es naheliegend, in dieser Sache nochmals beim Burgenlandkreis nachzufragen, u.a. wie folgt, Zitat:

„Bei wie vielen der 8 doppelt positiv getesteten Schülern manifestierten sich im Verlauf der Quarantäne COVID-19 Krankheitssymptome?“

bzw.

„Wie viele Aufsichtspersonen/ Erziehungsberechtigte/ Haushaltsangehörige, welche entweder die Betreuung der unter 1. erfassten Schüler während der Quarantäne gewährleisteten, und/oder dauerhaft mit diesen in einem Haushalt lebten bzw. leben , erkrankten im Verlauf der gegen diese Kinder und Jugendlichen verhängten Quarantäne selbst an COVID-19?“ Zitat Ende

Die vollständige Anfrage kann hier abgerufen werden.

Die Antwort des Burgenlandkreises ist indes verblüffend, Zitat:

„Diese Daten werden im Symptomtagebuch während der Quarantäne vom Patienten bzw. den Eltern des Kindes geführt und im Gesundheitsamt in der Fallakte abgelegt. Es erfolgt eine Einzelfallberatung. Eine statistische Auswertung erfolgt nicht.“ Zitat Ende

Die vollständige Antwort des Burgenlandkreises kann hier abgerufen werden. Die abweichenden Zahlenangaben im Bescheid beruhen auf der ursprünglich gestellten Anfrage, welche sich nur auf die Daten von Mitte bis Ende März 2021 bezog. Dieser Umstand ist jedoch für die Beantwortung der Fragen unerheblich.

In den Quarantänebescheiden werden den Schülern bzw. deren Eltern nämlich verpflichtende Auflagen wie folgt erteilt, Zitat:

„Bis zum Ende der Quarantäne muss Ihr Kind:

  • zweimal täglich Körpertemperatur messen
  • täglich ein Tagebuch zu Symptomen, Körpertemperatur, allgemeinen Aktivitäten  und Kontakten zu weiteren Personen führen“ Zitat Ende

Und zwar aus folgendem, eigentlich nachvollziehbaren Grund, welcher in den Quarantänebescheiden ebenfalls benannt wird, Zitat:

„Die angeordneten Maßnahmen sind notwendig, um festzustellen, ob sich das Ansteckungsrisiko realisiert hat und damit tatsächlich das Risiko einer Weiterverbreitung des Erregers in der Bevölkerung besteht, ….“

Der Staat droht also seit über einem Jahr damit, dass Kinder bei Nichtbefolgen der Anordnungen in gesonderten Einrichtungen isoliert werden. Derselbe Staat macht u.a. „Symptomtagebücher“ für die Kinder zur Pflicht, welchen er auf Grundlage der Quartantänebescheide die Grundrechte abschneidet. Im Weiteren  behauptet dieser Staat, die vorgenannten Anordnungen seien notwendig um festzustellen, ob von den auf diese Weise eingesperrten Kindern tatsächlich eine Gefahr im Sinne der Weiterverbreitung von SARS-CoV-2 ausgeht.

Und wenn es dann konkret zu werden droht, die Aufklärung des Sachverhalts also nicht nur geboten, sondern mit Leichtigkeit und ohne jeden größeren Aufwand zu leisten wäre, dann verhöhnt derselbe Staat seine jüngsten Bürger und deren Eltern mit  Aussagen wie dieser:

„Diese Daten werden im Symptomtagebuch während der Quarantäne vom Patienten bzw. den Eltern des Kindes geführt und im Gesundheitsamt in der Fallakte abgelegt. Es erfolgt eine Einzelfallberatung. Eine statistische Auswertung erfolgt nicht

also nicht einmal in 8 „Fällen“ im Rahmen eines Modelprojekts macht man sich die „Mühe“, gründet damit die Basis, um zehntausende gesunde Kinder auch weiterhin einsperren zu können.

Natürlich wäre das weitaus mildere und deswegen gebotene Mittel, über die tatsächliche Gefährdung durch angeblich oder tatsächlich SARS-CoV-2-postiv getestete Kinder, eine gesonderte Statistik zu führen. Dies ergibt sich nicht nur aus dem Schutz des Kindeswohls, sondern auch daraus, dass der Staat über ein Jahr Zeit dafür hatte, die in den Quarantäneverordnungen angegebenen Aufklärungsziele, auch in der Realität zu erforschen. 

Da hier keine Beweislastumkehr besteht, der Staat unseren Kindern die Grundrechte abschneidet und deswegen auch begründungs- und darlegungspflichtig ist, gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit für die Annahme, dass von allen Schülern, welche im Burgenlandkreis am Modelprojekt teilnahmen, keiner auch nur einen Schnupfen entwickelte, welcher auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 zurückzuführen gewesen wäre.

Und dies führt auf direktem Weg zu der naheliegenden Vermutung, dass sich Hamburger Behörden genau aus diesem Grund weigern, die selbst erhobenen Zahlen zu veröffentlichen.  Wie man aus dem Bescheid des Burgenlandkreises vom 5. Mai 2021 ersehen kann, war eine Veröffentlichung der im Modelprojekt erhobenen Daten für den 15. Juli 2021 geplant. Meines Wissens ist diese ganzheitliche Präsentation jedoch bisher ebenfalls nicht erfolgt.

Am 7. Mai 2021 antwortete die Landesregierung Sachsen-Anhalts auf eine Kleine Anfrage der AfD-Abgeordneten Funke in dieser Sache. Aus der Antwort der Landesregierung lassen sich Rückschlüsse auf die Anzahl der teilnehmenden Schüler ziehen (Beantwortung der Frage 3a), Zitat:

„An 79 Schulen im Burgenlandkreis wurden regelmäßig Testungen mit „Lolli‐Tests“ durchgeführt. Freiwillig haben sich in der ersten Testwoche (11. KW) insgesamt 22.612 Schülerinnen und Schüler testen lassen und in der 12. KW bereits 26.138. Ab der dritten Woche sind die Testungen Zugangsvoraussetzung für den Schulbesuch gewesen.“ Zitat Ende

Die Anzahl der teilnehmenden Schüler steigt also im Verlauf des Modelprojekts kontinuierlich an. Für eine grob überschlägige Schätzung der im Laufe des Modelprojekts an den Schulen des Burgenlandkreises  ermittelten Inzidenz, wird  hier die Anzahl der teilnehmenden Schüler einmal auf 25 000 pro Woche festgesetzt, wobei dieser Wert bereits ab der ersten Woche dauerhaft überschritten war. Teilt man nun die 8 festgestellten Infektionsfälle gleichmäßig auf die 4 Wochen andauernde Studie auf – also 2 Infektionsfälle pro Woche – dann ergibt sich daraus eine durchschnittliche Inzidenz von 8 in den Schulen des Burgenlandkreises, für den Zeitraum vom 15. März bis 16 April 2021.

Unterstellt man einmal gedankenexperimentell, dass alle 8 Positivfälle innerhalb nur einer Testwoche auftraten, dann läge die maximale Inzidenz in dieser einen Woche bei 32, während sie in den anderen 3 Wochen bei 0 gelegen hätte.

Diese – immerhin amtlich unter wissenschaftlicher Begleitung – , an den Schulen des Burgenlandkreises festgestellten Inzidenzen,  sind jedoch geradezu absurd niedrig, wenn man einmal die amtlich bestätigte Inzidenz, außerhalb der Schulen gegenüberstellt. Der Burgenlandkreis war im Erhebungszeitraum nämlich der Landkreis mit der höchsten Inzidenz in Sachsen-Anhalt. Siehe hierhierhierhier und hier mit einem Überblick der amtlichen Inzidenzkennzahlen im Abstand von je einer Woche.

Herrschte am Beginn des Modelprojekts – 15. März – außerhalb der Schulen noch eine Inzidenz von 211, so stieg diese im Laufe des Modelprojekts kontinuierlich auf 379 am Ende der Studie – 16. April – an.

Konkret lauten die amtlichen Zahlen für den Burgenlandkreis außerhalb der Schulen – nicht durch Massentestung ermittelt!:

  • 15. März  – Inzidenz 211
  • 22. März – Inzidenz 216
  • 1. April – Inzidenz 345
  • 7. April – Inzidenz  259
  • 16. April – Inzidenz 379

während in den Schulen mit einer Massentestung an praktisch allen Schülern, lediglich eine Inzidenz von durchschnittlich 8 festgestellt wurde. Wobei erschwerend hinzukommt, dass nicht einer der positiv getesteten Schülern auch nur einen Schnupfen davontrug oder seine Eltern bzw. Aufsichtspersonen infizierte!

Aber selbst wenn jemand einen Schnupfen oder Husten davongetragen hätte, so ist nicht im Entferntesten zu Erblicken, wieso in Schulen weiterhin getestet werden sollte, wieso asymptomatische oder gesunde Schüler bei positiven Testergebnissen ihre Grundrechte entzogen werden und einer Quarantäne unterworfen werden sollten, bzw. aus welchen Gründen Schüler in- und außerhalb der Schulen überhaupt Masken tragen sollten.

Mit Infektionsschutz hat dies selbst nach den amtlich ermittelten Daten nicht das Geringste zu tun. Insofern erschließt sich auch die Begründung der Hamburger Bildungsbehörde, warum die in Hamburg in diesem Zusammenhang erhobenen Daten nicht herausgegeben werden könnten nicht, Zitat:

„Andere Bundesländer könnten verärgert darüber sein. Informationen müssten nicht herausgegeben werden, „wenn deren Bekanntmachung die Beziehungen zu einem anderen Land oder zum Bund gefährden würde“, teilt die Bildungsbehörde mit.“ Zitat Ende

Zu erwarten ist vielmehr, dass alle Länder unabhängig voneinander Daten erhoben haben, welche die vorab gezeigten Ergebnisse und daraus resultierenden Schlussfolgerungen bestätigen. Denn warum sollte sich SARS-CoV-2 in Hamburger Schulen anders ausbreiten, als in den Schulen Sachsen-Anhalts, Bayerns oder NRWs?!

Den Regierungen von Bund und Ländern droht demnach ein Supergau. Es ist deswegen zu erwarten, dass der Staat alles unternehmen wird, um die Wahrheit zu unterdrücken. Letztendlich Bedarf es auch keiner weiteren Erörterung, dass die vorgelegten Zahlen eine Impfpflicht für Schüler ad absurdum führen. 

 

Gibraltar hat trotz 100% Impfquote eine Inzidenz von 600

Die SÜDDEUTSCHE berichtet vom „Corona-Rätsel um Gibraltar“: „Die Halbinsel südlich von Spanien meldet eine Impfquote von sagenhaften 100 Prozent gegen Covid-19. Trotzdem ist die Inzidenz jetzt auf mehr als 600 gestiegen.“

Der letzte Satz des Teasers verspricht vollmundig: „Weshalb das kein Hinweis auf eine schlechte Schutzwirkung der Impfungen ist“ – was der Artikel dann aber nicht einlöst,
https://www.sueddeutsche.de/wissen/covid-19-corona-inzidenz-gibraltar-impfquote-impfung-1.5362937

Nach Erreichen der fantastischen 100 Prozent hatte der Chief Minister am 8. April die Halbinsel für Covid-frei erklärt, da es erstmals keine aktiven Infektionsfälle unter den Einheimischen mehr gab. Zu den bis dahin 94 Todesfällen kam seither keiner hinzu.
Bei nur 34.000 Einwohnern und Sommer-Effekt dürften sich allerdings auch bei uns viele ähnliche Kleinregionen ausmachen lassen (vor allem solche, wo der „Sterbestopp“ zusätzlich auf eine Impfquote von weit unter 100 Prozent trifft).

Die wegen Frühling und Sommer generell milderen Verläufe kann man halt nicht einfach als Erfolg der Impfung feiern.

Die SZ meint listig, trotz knapp 80 000 verimpften Dosen stimme das mit den „100 Prozent durchgeimpft“ nicht – zusätzlich zur eigenen Bevölkerung seien auch mindestens 8000 spanische Pendler geimpft worden.

Und von den gestrigen 18 Neuinfektionen seien zehn vollständig Geimpfte und acht Ungeimpfte. In beide Gruppen seien alle Altersklassen vertreten – was bei letzteren wohl als Hinweis auf den Einheimischen-Status und damit Widerlegung der 100-Prozent-Durchimpfung gelten soll.

Es hilft aber alles Leugnen nichts: Wenn bei nahezu 100 Prozent Impfungen immer noch keine Herdenimmunität entstanden ist, dann findet eben in Gibraltar jetzt gerade die natürliche Immunisierung durch Ansteckung statt.

Auch wenn dieser Immunisierungsweg von der impf-begeisterten WHO letzten Oktober noch so feierlich weg-definiert wurde: das Virus hat sein Veto eingelegt und jetzt umgekehrt die Impfung bzw. den Schein ihrer segensreichen Wirkung weggeschoben.

„Fast alle Infektionen lassen sich auf die Delta-Variante des Virus zurückführen“ – den Appell an den Delta-Panikreflex im letzten Satz des Artikels hätte die SZ sich schenken können: Delta ist längst auch bei uns dominant, hat aber die Inzidenzen von 5 nur auf weiterhin winzige 15 hochgeschraubt, nicht auf 600 wie in Gibraltar.

Aber wenn trotz besseren Wissens auch ein Söder noch auf der Delta-Panikwelle reitet, warum nicht auch seine Hof-Presse?

Tatsächlich ist nicht das System dumm und fadenscheinig – sondern Helges Publikum bei den „Strandkorbkonzerten“

Oder was kommt als nächstes?! Helge tritt vor 2000, mittels Filtern belüfteter Plastikboxen mit eingebauten Klarsichtscheiben auf, aus denen heraus ihm dumme und fadenscheinige Menschen in der Erwartung zusehen,  trotz der „Corona-Restriktionen“ für ihr Geld bespaßt zu werden?

Selbstverständlich ist während der „Pandemie“ auch lachen unter der Maske, im Strandkorb oder während der Isolation in den eigenen vier Wänden erlaubt. Nur ist es nicht mehr ansteckend, weil die Voraussetzungen für nonverbale Kommunikation damit größtenteils wegfallen.

Bei einem Publikum, welches von den Schergen der Gesundheits- und Ordnungsämter flankiert wird, welche ernsthaft der Meinung sind, dass die häusliche Absonderung Gesunder im Falle einer „Infektion“, ein geradezu großzügiges Entgegenkommen der Behörden darstellt, Zitat:

„Das Gesundheitsamt hat als Rechtsfolge  die häusliche Absonderung angeordnet, damit bleibt es noch weit (!) unter der legal möglichen Absonderung und Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung.“

kann entspannte Heiterkeit im Sinne eines Gemeinschafterlebnisses vom Künstler schlicht nicht mehr erzeugt werden. Man stelle sich einmal den folgenden Auftritt Helges unter dem bedrückenden Einfluss der allgegenwärtig unverblümt angedrohten Restriktionen vor. Jedes befreite Lachen würde im Halse stecken bleiben:

Ich habe Hochachtung vor Menschen, welche als Clowns verkleidet versuchen, den bedauernswerten und meist unheilbar kranken Geschöpfen auf Kinderkrebsstationen, ein wenig Freude in den erdrückenden Alltag zu bringen. Dies ist nicht nur eine Kunst und harte Arbeit, sondern insbesondere auch für den Künstler ungeheuer belastend, wahrscheinlich sogar hochgradig traumatisierend.

Der Gipfel der Zumutung ist aber, dass ein Publikum welches physisch vollkommen gesund ist, eine vergleichbare Dienstleistung durch Kauf der Eintrittskarten von einem Künstler wie Helge Schneider erwartet.

Auf der einen Seite also ein Publikum, welches sich im herrschenden Corona-Wahn auf das Trefflichste eingerichtet und arrangiert hat und welches es nunmehr nach „Bespaßung“ im „angemessenen Rahmen (hier Strandkorb)“ gelüstet, um sich derart aufgerichtet, dem Wahn der Zeit auf das Komfortabelste hingeben zu können.

Auf der Bühne dagegen mit Helge Schneider ein Künstler, welcher wahrscheinlich im Inneren ein solches Publikum ablehnt, dies aber natürlich nicht sagen darf.

Denn ins Hier und Heute übertragen müsste es ja heißen:

„“Herr Vandenberg ihr Testergebnis ist da. Wie soll ich’s Ihnen klarmachen? „Sie sind Corona-positiv“. … Überrascht?““ und Vandenberg darauf: „Nö, dass hatte ich schon erwartet“.

Tja, was will man machen?!…. bei den alltäglich gewordenen Verlosungen von Infektionsverdachten.

Während die Nummer in Bezug zur Krebserkrankung die Geldgeilheit und oft fehlende Empathie der behandelnden Ärzte, gegenüber ihren nachvollziehbar mit der Situation überforderten Patienten auf’s Korn nimmt, darf man aktuell den Menschen – und also auch den Patienten -, eine erhebliche Mitschuld daran geben, weil sie sich geradezu bereitwillig von der Pharmaindustrie und von Ärzten und Beschäftigten des Gesundheitssystems derart entwürdigend behandeln – neudeutsch „abziehen“ – lassen. Die wenigstens leisten  Widerstand.  Hier einer der seltenen Beiträge zu diesem Thema. Wie üblich machen (fast) alle – auch Helges Publikum – solange mit, bis alles mühsam Aufgebaute zerstört ist. Hinterher will dann wieder kaum einer etwas gewusst oder mitgetan haben.

Unter dem Einfluss der alltäglichen Gehirnwäsche setzen sich Menschen zum Schutz vor Viren  nun also tatsächlich in Strandkörbe (sic) – einige haben bestimmt zusätzlich noch Masken getragen -, weil sie sich ernsthaft einbilden, andernfalls andere Menschen oder sich selbst in Lebensgefahr bringen zu können. Und selbst wenn sie einem derartig irrsinnigen Glauben nicht anhängen, so tun sie doch dabei mit, diesen Wahnsinn durch ihr Handeln in der Gesellschaft zu implementieren, indem sie im Strandkorb Platz nehmen um sich unter diesen Bedingungen von Helge bespaßen zu lassen.

Ein solches Publikum erstickt bereits dem ersten Anschein nach jedes Aufkommen unverkrampfter Gedanken.  Humor wird zum Kraftakt – siehe Kinderkrebsstation –  mit dem Unterschied, dass der Künstler hier von einem physisch gesunden Publikum psychisch vergewaltigt – also praktisch für Geld zum „Lustigsein“ genötigt werden soll -, und auf diese Weise letztendlich ebenfalls traumatisiert endet.

Abschließend noch ein Fundstück zur sogenannten Presse. Auch hier war Helge seiner Zeit voraus. Genial der Mann und schade, dass es so enden muss.

Impfstrategie(n) der Politik – von der Zwangsneurose zum Zwangsimpfen?

Die auf Anti-Corona-Demos zu sehenden „Impfen macht frei“-Plakate führten oft zu strafrechtlichen Ermittlungen, z.B. wegen Volksverhetzung, obwohl die Plakatträger bestimmt kaum den zynischen Original-NS-Spruch „Arbeit macht frei“ verharmlosen, sondern einfach zwischen zwei in ihren Augen verwerflichen Einstellungen eine (beide anprangernde) Analogie setzen wollten.

Von „Impfen macht frei“ zu „Ohne Impfen keine Freiheit“

… ist inhaltlich kein Unterschied mehr (und auch von der Wortwahl her kaum): Einerseits die verteufelten Plakatträger, andererseits Strahlemann Söders aktuelle „Knallhart-Ansage“ (Berliner Zeitung). Wenigstens brauchen die Plakatträger jetzt keine „Schauprozesse“ mehr fürchten – sie könnten sonst Söder in den Zeugenstand rufen.

Söder verspricht „mehr Freiheit“ für vollständig Geimpfte, u.a. sollten Urlaubs-Quarantäneregeln für sie nicht mehr gelten – obwohl man weiß, dass Geimpfte hauptsächlich vor dem eigenen schweren Verlauf geschützt sind, so dass auch sie das Virus mit zurück in die Heimat bringen und verbreiten können.
Dies ignorierend, schwingt er sich auf zum Don Quichotte, der als unser Retter unbedingt gegen das von außen kommende Virus anreiten muss: „Wir sind im Wettlauf mit der Zeit – mit der Delta-Variante“, [1].

Das große Fakten-Ausblenden

Auch hierbei verschweigt er etwas: In Sachen Varianten-Verteilung hat Delta bei uns nach rasantem Anstieg schon einen Anteil von 75 Prozent – der Wettlauf ist also längst vorbei, sprich: verloren.
Füllen sich folglich verstärkt die Intensivstationen?

Nicht wirklich, aber die Inzidenzen (die trotz – oder wegen – ihrer Fragwürdigkeit nirgendwo mit so akribischer Hingabe gezählt werden wie in Deutschland) haben sich vom Tiefststand am 6. Juli mit 4,9 auf jetzt 9,4 fast verdoppelt – und ab 10 werden die ersten alten Einschränkungen wiederkehren.

„Anstieg“ klingt sehr dramatisch, die realen Zahlen sind aber im Vergleich zu denen der Angelsachsen eine Lachnummer:
New York hatte im März den Lockdown bei Inzidenz über 300 aufgehoben und in England streitet sich gerade der Londoner OB mit Premier Johnson darüber, ob es im Fußball-EM-Nachgang und bei Inzidenz 360 wirklich sein muss, kommenden Montag 19. Juli sämtliche Corona-Beschränkungen (inkl. Maskenpflicht) aufzuheben! [2]

Politik-Konzept 1: „Kini“-Ukas statt Viren-Wissenschaft

Bei einem 36-fach so großen „Alarm-Wert“ steuern Angelsachsen also ernsthaft die völlige Freiheit an, während „Zügel-Anzieher“ Söder weder diese Tatsache erwähnt noch den bei uns bisher so wichtigen (derzeit aber winzig kleinen) deutschen Wert – ist das eine spezielle deutsche Viren-Wissenschaft oder der Machtergreifungs-Rausch eines absolutistischen Herrschers, der vor den Augen eines verängstigten Volkes endlich eine Grundrechts-Zuteilungbefugnis an sich reißen kann wie kein „Kini“ vor ihm?

Politik-Konzept 2: Experten haben auf Linie zu sein

Das hat beim Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung in Rheinland-Pfalz (KV), Peter Heinz, nur zeitweise geklappt: Er habe sich zur Frage, wie man einer Impfmüdigkeit weiter begegnen könne, „offenbar unglücklich und missverständlich ausgedrückt“, so Heinz vor einigen Tagen. Es sei weder seine Absicht noch Intention gewesen, Unge­impften ihre Grundrechte in irgendeiner Form abzusprechen, [3].

Söder macht unterdessen weiter Druck auf die Stiko (Ständige Impfkommission, von der er eine „schnellere“ generelle Corona-Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren  will.
Er scheint zu glauben, ein Durchimpfen bis Sommerferienende hinzubekommen und dadurch Präsenz-Unterricht „herbei-spritzen“ zu können; von Bedenken will er nichts hören.

Stiko-Chef Mertens (der sonst Talkshows meidet) setzte sich daher am Donnerstag zu Markus Lanz und betonte die Unabhängigkeit der Stiko, deren Stellungnahmen bei Politikern aber nur Akzeptanz fänden, wenn sie ihnen ins Konzept passen. Insbesondere stellte er klar, dass „schneller“ in Sachen Minderjährigen-Impfung für ihn kein Kriterium ist, da Impfen für Kinder ein schlechtes Nutzen-Risiken-Verhältnis biete und erst recht kein Kriterium, solange die aus Sicht der Herdenimmuntität wirkungsvollere und vorrangige Impfquote bei Erwachsenen noch Richtung 75 Prozent erhöht werden kann, [4].

Weitere Mertens-Argumente, die man z.B. von einer Alarm-Heulboje wie Lauterbach nie zu hören bekäme [5]:
„Long Covid ist kein Krankheitsbild bei Kindern“
„Anders als bei Corona sei beispielsweise eine Krankheit wie Ebola zu betrachten, da liege die Sterberate bei 60 Prozent und natürlich stünden da die Nebenwirkungen einer Impfung ,in einem ganz anderen Verhältnis‘ zum Risiko einer Nichtimpfung“ und es gebe
„Erkenntnisse aus den USA über Herzmuskelerkrankungen bei jungen Leuten nach der Impfung. Da wisse noch keiner, ob dies nicht langfristige Folgen habe etwa in Form einer Herzinsuffizienz.“

„Astra-Zeneca-Entwicklerin stellt generelles Impfen von Kindern infrage“, [6] – vielleicht macht bei Söder und Konsorten wenigstens die brandaktuell veröffentlichte Meinung der Immunologin Prof. Sarah Gilbert den nötigen Eindruck? Als typische Pharma-Kritikerin kann man ausgerechnet sie nämlich nicht abtun und als Pharma-Insiderin dürfte ihre Meinung schon einiges an Gewicht haben.

Politik-Konzept 3:
Gegen Impf-Müdigkeit hilft … die frühe Impf-Auffrischung!

Die laut SZ „federführende Entwicklerin des Astrazeneca-Impfstoffs“ vertritt auch die Meinung, dass Auffrischungsimpfungen für die allgemeine Bevölkerung nicht nötig sein werden. Letzteres sieht die Konkurrenz von Pfizer/Biontech anders und ließ letzte Woche verlauten: „Auffrischungs­impfung wahrscheinlich erforderlich“, [7].

Direkt nach der Pfizer-Ankündigung zierten sich die Behörden noch, sowohl in den USA als auch in Europa (wohl um den Eindruck zu vermeiden, als Pharma-Büttel auf Zuruf strammzustehen):
„Die US-Gesundheitsbehörden würden die Frage untersuchen, sich dabei aber nicht ausschließlich auf Daten von Pharmafirmen verlassen. Auch die Europäische Arzneimittelagentur Ema sieht noch keine ausreichende Studienlage“, meldete am 9. Juli die ZEIT, [8].

Die Wahrheit ist (im Web nachzulesen schon seit 1. Juli):
Pharma und Politik sind längst dabei, die Deals in trockene Tücher zu bringen. Spahn will „mehr als 204 Millionen Corona-Impfstoffdosen für das kommende Jahr beschaffen. Auch Auffrischungsimpfungen spielen dabei eine Rolle“, [9].
Die Menge reicht, um nächstes Jahr 68 von 82 Millionen Einwohnern (also 83 Prozent) je drei Dosen reinzustechen!

Warum erst nächstes Jahr, fragt sich nicht nur der MERKUR vor wenigen Tagen, [10]:
„Dritte Corona-Impfung noch 2021 nötig? Spahn will schon Dosen zurückhalten – Patientenschützer mahnt /
Deutschland impft fleißig vor sich hin. Dennoch ist ein Ende der Immunisierungen im Akkord ist so bald nicht in Sicht. Nun laufen die Vorbereitungen für die Auffrischungen.“

Politik-Konzept 4: Impfen hilft für und gegen alles, mühelos

Im Anschluss an die Mertens-Äußerungen fühlte Lanz dem anwesenden SPD-Vorsitzenden und Kinder-Impfen-Befürworter Walter-Borjans auf den Zahn, inwieweit Politiker z.B. Luftfilter beschaffen etc. könnten, sie aber passiv warten und eigene Anstrengungen in der Schulferienzeit (im jetzt bereits zweiten Corona-Sommer) wiederum unterlassen, dieses Mal weil sie alles bequem von der Kinder-Impfung erledigen lassen wollen.
(Impfung – auch darauf hatte Mertens hingewiesen – kann sowieso kein perfektes Mittel für Schulen sein, weil sie für unter 12-jährige, d.h. etwa die Hälfte aller Schüler, nach allgemeiner Meinung nicht in Betracht kommt.)
Walter-Borjans konnte mit seinem Rum-Geeiere den fatalen Eindruck dieser impf-fixierten Politiker-Passivität in Sachen Schulen ganz und gar nicht entkräften.

Politik-Konzept 5: Sicher ist sicher und viel hilft viel

Schlimmer geht nimmer, könnte man meinen, aber trotz des deutlichen Panik-Vorsprungs der Deutschen vor den Briten, werden wir von Mauritius getoppt, obwohl der Inselstaat mit seinen insgesamt 1,2 Millionen Einwohnern erst 20 Pandemie-Tote zu beklagen hat (umgerechnet auf Deutschland wären das nur rund 1.400 statt 80.000 Tote).
Erstmals seit März 2020 hat Mauritius jetzt seine Grenzen für ausländische Touristen wieder geöffnet. Statt alternativ wie bei uns, gelten die strengen Corona-Auflagen aber parallel, denn Einreisende müssen …
– geimpft sein
und einen negativen PCR-Test vorweisen
und nach Ankunft 14 Tage Quarantäne im Hotel antreten, [11].

Vielleicht darf man es gar nicht zu laut sagen, um Söder & Co. nicht zu inspirieren. Allerdings werden hoffentlich nicht erst künftige Historiker hinterfragen, warum das fortschrittliche China das Land der zünftig-ausgelassenen Oktoberfeste ist (und während der Pandemie blieb), während im Reich des bayrischen Kini Markus selbige Feste abgeschafft werden mussten, [12].

Politik-Konzept 6:
Wenn Impfen nicht hilft, dann hilft eben noch mehr Impfen

„Israel kämpft trotz hoher Impfzahlen mit der Delta-Variante“, berichtet das Ärzteblatt von einem rasanten (Testungs-)Fallanstieg in der zweiten Juni-Hälfte, [13].
„Nach Untersuchungen des israelischen Ge­sund­heits­mi­nis­teriums haben rund 90 Prozent der Neuinfi­zierten die aggressivere Delta-Variante – und rund die Hälfte ist geimpft.“

So richtig scheint der Impfstoff (in Israel: fast nur Biontech) also nicht gegen Delta zu helfen? Jedenfalls nicht gegen die Ausbreitung des Virus – gegen schwere Verläufe dagegen schon, wie man uns wiederholt versichert hat, [14].

Wo liegt also das Problem? Versteckt im Text: Man will auch dort ran die Kinder, die bisher ungeimpft im Flugzeug neben ihren geimpften Eltern in den Auslands-Sommerurlaub fliegen dürfen.
Die meisten der Infizierten seien nämlich Kinder und „mehrere Ausbrüche in den vergangenen Tagen waren an Schulen geknüpft“.
Ebenfalls versteckt im Text: „Die Zahl der Schwerkranken blieb mit 26 zunächst stabil und niedrig“. Man verkauft uns also eine harmlos sich ausbreitende natürliche Immunisierung (die es laut der WHO-Neudefinition des Begriffs „Immunisierung“ ja gar nicht mehr gibt – immun werde man nur per Impf-Spritze) als Problem.

Und Ende Juni konnte man bei uns Deutschen Delta noch als eine deutlich „aggressivere“ Variante bezeichnen. Starke zwei Wochen später dominiert Delta jetzt aber auch bei uns – bei Inzidenzen von weiterhin noch unter 10 „leiden“ jedoch wohl hauptsächlich die konkurrierenden (und jetzt eben von Verdrängung bedrohten) anderen Viren-Varianten, nicht die „befallenen“ Menschen, auch und gerade nicht die Kinder.

Virologin und Kanzlerberaterin Melanie Brinkmann, eines der prominentesten Gesichter der No-Covid-Gruppe, ist dennoch ungerührt „absolut dafür, auch die Zwölfjährigen zu impfen“ [15].

Und „Karl Lauterbach fordert aufgrund der Delta-Variante mehr Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche. Kinderärzte widersprechen ihm“, [16].

[1] https://www.nordbayern.de/politik/soder-erhoht-den-druck-ohne-impfen-keine-freiheit-1.11211204
[2] https://www.kreiszeitung.de/welt/inzidenz-in-grossbritannien-ueber-360-london-meutert-gegen-corona-lockerungen-zr-90862499.html
[3] https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/125487/Corona-Debatte-um-Einschraenkungen-fuer-Ungeimpfte
[4] https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-15-juli-2021-100.html
[5] https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stiko-chef-bei-markus-lanz-unter-druck-nur-einmal-verliert-mertens-die-ruhe.e957b704-25ea-4a09-a85a-58c6c85d3d17.html
[6] https://www.sueddeutsche.de/politik/corona-weltweit-astrazeneca-kinder-impfung-1.5348933
[7] https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/125447/Pfizer-Biontech-Auffrischungsimpfung-wahrscheinlich-erforderlich
[8] https://www.zeit.de/wissen/2021-07/coronavirus-impfstoff-pfizer-biontech-auffrischungsimpfung
[9] https://www.pharmazeutische-zeitung.de/spahn-will-204-millionen-impfstoffdosen-fuer-2022-126638/
[10] https://www.merkur.de/welt/corona-impfung-booster-auffrischung-spahn-senioren-wieler-rki-virus-delta-90826669.html
[11] https://kurier.at/freizeit/reise/mauritius-laesst-erstmals-wieder-touristen-auf-die-trauminsel/401444527
[12] https://friedensblick.de/31757/fruehling-mit-vorfreude-aufs-oktoberfest-in-china-moeglich-bei-uns-nicht/
[13] https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/125084/Israel-kaempft-trotz-hoher-Impfzahlen-mit-der-Delta-Variante
[14] https://www.nordbayern.de/panorama/delta-variante-wie-gut-schutzen-biontech-astrazeneca-und-johnson-johnson-1.11148566
[15] https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/melanie-brinkmann-ueber-impfungen-bei-kindern-und-die-delta-variante-17422822.html
[16] https://www.fr.de/politik/coronavirus-karl-lauterbach-impfungen-kinder-delta-variante-zr-90828382.html

PCR-Misere: Peinliche Rückzugsgefechte von Merkel und Lauterbach

Corona darf nicht sterben: Wir testen uns durch den Sommer

Die Ärztezeitung meldet aus Hamburg:
„80 Prozent der positiven Corona-Schnelltests falsch-positiv“, [1]. Es sei allerdings keine „überraschende Erkenntnis“, dass mit sinkender COVID-19-Inzidenz die Rate falsch positiver Ergebnisse bei Antigen-Schnelltests steige. Während letztes Jahr die Medien aber wortreich auf Sensitivität und Spezifität verwiesen und die Sache zu einem erwartbar gewesenen statistischen Bodensatz-Phänomen erklärten, verweist die Fachzeitschrift dieses Mal nur kurz auf die Wortmeldungen der Opposition (Es stelle sich „die generelle Frage, wie aussagekräftig Schnelltests tatsächlich noch sind“) und auf die fehlende Kontrolle der aus dem Boden geschossenen Schnelltestzentren.

Die Labore als Konkurrenz der Schnelltestzentren haben sich inzwischen über ihre Laborverbände zu Wort gemeldet [2] mit der Forderung: „Auch bei milden Symptomen gleich ein PCR-Test!“
Die PCR-Tests seien zuverlässiger, gerade bei der neuen Delta-Variante. „Der BDL unterstütze auch die Forderung des Europäischen Parlaments, die Antikörperdiagnostik als Genesenen-Nachweis und auch als Nachweis neutralisierender Antikörper nach Impfung.“
Was immer noch fehle, sei eine einheitliche Standardisierung der Teste mit Grenzwerten, die einfach nachvollziehbar seien. Die hierfür notwendigen WHO-Standards existierten bereits.

Reichlich Tests, aber keine Standards – auch noch nicht bei PCR

Das kommt einem doch irgendwie bekannt vor: Spätestens seit September 2020 ist es Wissenschaftlern und Medienöffentlichkeit in Deutschland wie in den USA bekannt, dass bei CT-Werten (allerspätestens) von 30 und höher die getestete Virenlast der Ausgangsprobe zu klein war, um infektiös sein zu können, [3].
Wer also nicht bloß „PCR-positiv“-Alarmrufe ausstoßen und blinden Panik-Aktionismus betreiben will, sondern gezielt echte Infektionsketten nur dort sucht, wo sie wirklich zu erwarten sind, müsste sich intensiv mit den CT-Werten beschäftigen. Die verantwortlichen Wegschließ-Fanatiker haben ihre Lektion aber immer noch nicht gelernt und man muss ihren Lernwillen ernsthaft bezweifeln.

Meldung vom 22. Juni:
Corona-Studie zweifelt an PCR-Tests: „Nicht hinreichend für politische Maßnahmen“ – Lauterbach kontert scharf, [4].

„Ein positiver RT-PCR-Test allein ist nach unserer Studie kein hinreichender Beweis dafür, dass Getestete das Coronavirus auf Mitmenschen übertragen können“, schildert Prof. Dr. Andreas Stang in der Pressemeldung der Uni Duisburg-Essen die eigentlich nicht ganz neue Erkenntnis, die ein Lauterbach aber entrüstet zurückweist.

„Geeigneter wären zum Beispiel verlässliche Angaben zur Intensivbetten-Belegung sowie zur Mortalität, also zu der jeweiligen Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19“.
Liege der CT-Wert bei 25 oder höher, gehe man derzeit davon aus, dass die getestete Person nicht mehr ansteckend sei.
Dies sei bei 60 Prozent der Getesteten mit Covid-19-Symptomen der Fall gewesen, „in den Wochen 10 bis 19 [8. März bis 16. Mai] waren es sogar 78 Prozent, die sehr wahrscheinlich nicht mehr ansteckend waren.“

In Sachen echter Brauchbarkeit sind positive PCR-Tests (zumindest wie sie bei uns gehandhabt werden) also keinen Deut besser als die Schnelltests: Vier Fünftel sind für die Tonne.
Und positive PCR-Tests führen bekanntlich nicht nur zur Quarantäne des einzelnen Testlings, sondern sind Basis der Inzidenz-Berechnung und damit des gesamten Lockdown-Theaters.

Lauterbachs angeblich scharfer Konter ist daher ein jämmerlicher Rohrkrepierer. Zur neuen Studie twitterte er:
„Das ist, mit Verlaub, Quatsch. Ct-Werte wurden meist mitgeteilt.“
Er macht nur ein kleines Zugeständnis am Rande:
„Man hätte am Quarantäne Ende Noch-Positive mit hohen ct Werten früher wieder aus Quarantäne befreien können“, [5].

Lauterbachs PCR-Behauptungen und das wirkliche Leben

Dazu die Erfahrungen einer Rentnerin, die ich persönlich kenne:
Am 26. April bekam sie vorab zu einem kleinen Klinik-Eingriff einen (negativen) Schnelltest – der zeitgleich abgenommene PCR-Test wurde ihr zwei Tage später (nach dem Eingriff, denn die Klinik sah kein Problem) jedoch als „positiv“ offenbart.

Mit (man höre und staune) einem CT-Wert von 30, womit sie in die zweite Quarantäne kam (die erste hatte gerade eine Woche vor dem 26. April geendet und war ihr ab 5. April – ohne einen Test – als völlig symptomloser Kontaktperson aufgebrummt worden).
Die ungehaltene Dame vom Gesundheitsamt wollte nichts davon hören, dass seit August letzten Jahres ein Wert von 30 (oder zwischenzeitlich auch schon von 25 bzw. – wie in besagter Klinik – 28 aufwärts) als harmlos gilt und die Rentnerin im übrigen weiterhin (wie schon seit vielen Wochen) völlig symptomlos ist.
Was als positiv gelte, sei von Labor zu Labor verschieden, manche Labore würden noch Werte von 35 – 37 als positiv einstufen und das Gesundheitsamt übernehme eben den Befund „positiv“.

Da war ich (der das Telefonat für die Rentnerin führte) schon etwas sprachlos – hatten die deutschen Verantwortlichen (RKI-Wieler voran) im Herbst nicht feierlich versprochen, genau dieses von der Dame beschriebene unhaltbare CT-Wirrwarr zu klären und zu vereinheitlichen?
Ich kann schließlich bei einer Verkehrskontrolle dem netten Herrn Polizisten auch nicht vorschlagen, er solle die Profiltiefe meiner Reifen doch bitte an einer anderen Stelle messen, die noch nicht so abgefahren ist. Und schon gar nicht kann ich ihm ein halbes Jahr später die immer noch gleichen Reifen mit dem Argument präsentieren, es gebe doch immer noch einige Stellen an meinen Reifen, die die Mindestprofiltiefe aufweisen.

Die resolute Dame bestand auch noch darauf, dass ein für 29. April bereits angesetzter PCR-Test beim Hausarzt um eine Woche verschoben wird – sie ahnte wohl, dass wir uns vorzeitig aus der neuen 14-Tage-Quarantäne raustesten wollten (was uns dann letztlich auch gelang: das neue PCR-Testergebnis bezeichnete das Labor als negativ, lieferte aber leider nicht den CT-Wert).

Die Dame vom Amt meinte in dem Telefonat dann noch, die (sehr impfwillige) Rentnerin könne sich aufgrund des PCR-Tests jetzt ein halbes Jahr nicht impfen lassen, denn sie sei ja schließlich eine Corona-Erkrankte (und eine künftige „Genesene“).
Da war er wieder, der alte Witz von den symptomlos Erkrankten – hier humorlos vorgetragen aus amtlichen Munde. Mein Tonfall wurde gereizter und ich machte ihr durch die Blume klar, dass sie trotz amtlicher Machtbefugnis nicht zur Hausärztin der Rentnerin aufgestiegen ist und dass ihre Wünsche zu den Test- und Impfterminen der Rentnerin genau das bleiben werden: Wünsche.

Lauterbach redet sich um Kopf und Kragen, Medien schlafen

Weiter in seinem entlarvenden Tweet:
„Aber für Politik spielen ct Werte keine Rolle.
Alpha und Delta Variante haben gar gefährlichere ct Werte“

Da muss er etwas falsch verstanden haben. Laut Drosten vermehren sich die beiden Varianten evtl. schneller und erreichen dann eher die Mindestinfektionsdosis, wodurch (vielleicht) eine kleinere Kontaktzeit für eine Infektion reicht.
Genaues weiß Drosten aber auch noch nicht, die Forscher seien „gerade mittendrin“ in ihrer Arbeit, [6].
Schneller zu einer kritischen Menge zu kommen, ändert aber jedenfalls nichts am Punkt, wo die unkritische Menge in eine kritische umschlägt – mit seinen „gefährlicheren CT-Werten“ ist daher Lauterbach derjenige, der „Quatsch“ redet.

Und was will er uns mit „für Politik spielen ct Werte keine Rolle“ denn eigentlich sagen? Dass der CT-Wert nur für die Quarantäne des einzelnen Prüflings wichtig sei, nicht für die Berechnung der Inzidenzen?
Oder gibt Lauterbach damit zu, dass die Politik (entgegen Wielers Versprechen im Herbst) nie die Absicht hatte, endlich mal zu standardisieren, bei welchem CT-Wert die Labore die Grenze zwischen positiv und negativ zu ziehen haben?

Merkel klärt auf – keine Sternstunde des Bundetages

Dass jedenfalls für Merkel CT-Werte „keine Rolle“ spielen, zeigte sich in ihrer Antwort im Bundestag auf die Frage eines AfD-Abgeordneten: Sie halte nichts von der neuen Studie und verwies auf „gute wissenschaftliche Antworten, die ich hier nicht wiedergeben kann, z.B. von Herrn Professor Drosten in seinem letzten Postcast gegeben wurden“.
Sie erklärte ihm, dass der „PCR-Wert“ eines Kranken sich auf- und nach einem Höhepunkt wieder abbaue. Weil man nicht wisse, ob jemand auf dem auf- oder absteigenden Ast sei und man mangels Test-Kids nicht alle eng getaktet ständig testen könne, habe die Politik eben nach besten Wissen gehandelt, [7].

Im FOCUS-Video fehlen die anschließenden, noch peinlicheren Merkel-Äußerungen, die der RUBIKON aufgezeichnet hat, [8].
„Ich werde jetzt mal ordnen, was sie hier gesagt haben.
Ein PCR-Test ist positiv — dann hat der Mensch SARS-CoV-19.
Zweitens: mit einem PCR-Test ist ein CT-Wert verbunden, irgendeine Konzentration in Abhängigkeit von der Zeit. Und dieser CT-Wert kann über oder unter 25 sein. Ist er über 25, ist der Mensch ansteckend.
Ist er unter 25, ist er nicht ansteckend. Sie wissen aber nicht, in welchem Moment des Krankheitsverlaufes sie diese Messung machen,
also hat er morgen einen höheren CT-Wert oder einen niedrigeren CT-Wert, und davon hängt ab, ob er morgen noch ansteckend ist oder nicht.
Das heißt also, im Grundsatz ist der PCR-Test immer ein hervorragender Indikator für die Frage, ob jemand krank ist.
Und wenn ich mir den Zeitverlauf von CT angucke, kann ich auch sagen, wann ist er mit großer Wahrscheinlichkeit ansteckend und wann nicht.“

Der Autor kommentiert unter der Überschrift „Gefährliche Ahnungslosigkeit“: „Nach anderthalb Jahren Pandemie immer noch Begrifflichkeiten wie SARS-CoV-2, COVID 19, PCR und CT synonym zu verwenden, durcheinanderzuwirbeln oder kreativ neu wortzuschöpfen bedeutet, nicht zu wissen, wovon man redet.“

Treudoof gewinnt

An die Ahnungslosigkeit der Doktorin der Physik kann ich ehrlich gesagt nicht glauben. Physiker sind in Mathematik sehr fit. Bei über anderthalb Jahre konstant mit 20.000 Menschen belegten Intensivbetten (obwohl jederzeit Tausende weitere freie Betten verfügbar waren) kann man nicht mal von einem linearen Anstieg reden, geschweige denn von einem exponentiellen, wie Merkel aber bereitwillig ihren Stichwort-Gebern nachplapperte, die den Blick nicht auf die 20.000 richteten, sondern alarmistisch ausschließlich auf die (schwankende) Teil-Menge der Corona-Intensivpatienten.

Merkel mag zwar (wie schon oft) listig so tun, als richte sich ihr sorgenvoll-vorausschauender Blick nicht so sehr auf die Intensivstationen, sondern eben vorrangig auf die Getesteten. Dann müsste sie sich aber gerade auf diesem Teil-Gebiet schlau gemacht haben und sich bestens mit CT-Werten und deren Bedeutung auskennen.
Wodargs frühe Anprangerung (je mehr man testet, desto mehr findet man) ist sowieso eine Basis-Weisheit, die Merkels Intellekt bestimmt nicht überforderte.
Getreu Spahns früher Prophezeiung („Wir werden einander verzeihen müssen“, [9]) spielt sie lieber treudoof-gezielt mit ihrem Ruf als übervorsichtige Bundessorgenmutti, die die Welt nicht völlig versteht, aber sicherheitshalber noch etwas strenger sein will als die („richtigen“) Experten. Damit kommt sie leider bei der Mehrheit vermutlich auch problemlos durch.

[1] https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/80-Prozent-der-positiven-Corona-Schnelltests-falsch-positiv-421053.html
[2] https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/SARS-CoV-2-Auch-bei-milden-Symptomen-gleich-ein-PCR-Test-421106.html
[3] http://friedensblick.de/31204/robert-koch-institut-positiver-test-heisst-nicht-unbedingt-infektiositaet/
[4] https://www.merkur.de/welt/coronavirus-pcr-tests-studie-massnahme-regeln-grundlage-daten-werte-lauterbach-schwellen-zyklus-ct-zr-90814899.html
[5] https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1406751155707842561
[6] https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript306.pdf (Seite 4 Mitte)
[7] https://www.focus.de/politik/deutschland/regierungsbefragung-im-bundestag-als-afd-mann-merkel-nach-sinnhaftigkeit-von-pcr-test-fragt-haelt-sie-ihm-vortrag_id_13429796.html
[8] https://www.rubikon.news/artikel/gefahrliche-ahnungslosigkeit
[9] https://www.tagesspiegel.de/politik/wir-werden-einander-verzeihen-muessen-warum-jens-spahn-mit-diesen-ungewoehnlichen-worten-richtig-liegt/25772260.html

Phoenix-Moderator erscheint Satan in Gestalt der Wahrheit

Nicht das da noch ein Exorzismus auf Kosten der Zwangsgebührenzahler nötig wird. Schließlich kann man nie wissen, wer und auf welche Weise in Corona-Zeiten durch die Mächte der Finsternis mit der Wahrheit infiziert wird.  Persönlich wünsche ich Florian Bauer gute Genesung.  Hoffentlich bleiben keine Langzeitschäden zurück und er kann auch zukünftig seine ganze Kraft der Bekämpfung des Bösen widmen.

Sebastian Leber schreibt Artikel über Kiesewetter-Mordfall bei correctiv

Am 28. Juni 2021 veröffentlichte „correctiv“ einen Artikel von Sebastian Leber über den Kiesewetter-Mordfall. Einerseits informierte Leber über fehlende DNA-Funde des „NSU-Trios“ sowie Kontakte zu Rockergruppen und der organisierten Kriminalität, andererseits hält er aber an der Hypothese fest, bei es sich bei der Tatmotivation um Rechtsterrorismus gehandelt hätte. 

So kritisierte Leber die behördliche Darstellung, es hätte „keine Anhaltspunkte für strafrechtlich relevante Verbindungen“ zwischen den Terroristen und dem Rockermilieu ergeben.“ Gleichzeitig hinterfragte er nicht, ob die Tatmotivation sich aus der organisierten Kriminalität ergeben könnte. Dann wäre das NSU-Trio keine „Terroristen“ gewesen sondern Mitglieder einer schwerkriminellen Organisation.

Dieses Vorgehen von Leber untersuchte ich bereits, festgemacht am Abschlussbericht des nordrhein-westfälischen NSU-Untersuchungsausschusses. Damals kritisierte ich die Abgeordneten in dem Artikel „NRW-Parlamentarier auf der Jagd nach dem NSU-Netzwerk“ am 07. April 2017: Einerseits glaubten auch die Parlamentarier nicht an lediglich drei Rechtsterroristen, anderseits hielten sie an der Tatmotivation „Rechtsterrorismus“ fest, konnten aber gleichzeitig trotz großer Anstrengungen keine Hinweise auf andere Rechtsterroristen ausfindig machen:

„So werden einerseits die Aussagen des polizeilichen Staatsschutzes und des Geheimdienstes angezweifelt, es würden keine konkreten Hinweise auf eine rechtsextremistisch motivierte Tat geben, andererseits liefern die Parlamentarier selber keine eigenen einschlägigen Ermittlungsergebnisse, trotz intensiver Nachforschungen: Auf mehreren hundert Seiten beschreibt der Bericht verschiedene rechtsextremistische Gruppen, Hinweise auf Aufenthalte des „NSU-Trios“ in NRW, Aussagen von Informanten, mögliche Tatortauswahl nach in der Nähe umgekommener „NSDAP-Blutzeugen“ oder ob die Tatorte, in einer Karte eingezeichnet  und mit einer Linie verbunden, geografisch ein „NSU-Logo“ ergeben.

Paradoxerweise lehnt der Ausschuss gleichzeitig die von den Ermittlern bis zur „Selbstenttarnung“ favorisierte sogenannte „Organisationstheorie“ ab. Sie besagt, dass hinter den Morden eine Organisation steht. Hintergrund dieser Theorie war, dass sämtliche Opfer der Mordserie vor ihrer Erschießung bedroht wurden, meistens ging es dabei um Geldforderungen.“