Alle Beiträge von Georg Lehle

Eigenartigkeiten und Widersprüche beim Polizistenmord von Heilbronn – Zusammenfassung

Am 25. April 2007 verlor die 22-jährige Polizistin Michèle Kiesewetter (MK) ihr Leben, als sie in Heilbronn ihren Dienst verrichtete, ihr Kollege Martin Arnold überlebte den Kopfschuss. Er hat seitdem Erinnerungslücken.

Seit Jahren untersuche ich den Heilbronner Polizistenüberfall, aufbauend auf Polizeiakten aus dem Internet und Wort-Protokollen der parlamentarischen Untersuchungsausschüsse (UA), betreffend den „National-Sozialisten-Untergrund“ (NSU).

Anlässlich ihres baldigen Todestages fasse ich die unglaubliche Serie an Zufällen, Eigenartigkeiten und Widersprüchen im Fall zusammen, die bis heute trotz UA der Aufklärung harren. Sie sollen sich im Vorfeld der Bluttat ereignet haben, am 25. April selber und danach, sowie während der Ermittlungen der Sonderkommission (Soko).

Wie realistisch sind diese Abweichungen von der Norm? Für mich hat die offizielle Rekonstruktion kaum etwas mit den tatsächlichen Begebenheiten zu tun. Folgende Auflistung fasst die gravierendsten Ungereimtheiten zusammen:

Zwei-Drei Wochen vor Tat

Auf dem Gelände und in der Kaserne der Bereitschaftspolizei (Bepo) Böblingen finden Fortbildungen mit Bereitschaftspolizisten aus verschiedenen Standorten statt. Die Schulungsunterlagen des „zivilen Aufklärungstrupps“ (ZAT) kann die Soko nicht ausfindig machen, obwohl sogar das baden-württemberger Innenministerium um Mithilfe gebeten wurde. Der angereiste ZAT-Ausbilder von der Bepo Bruchsal sagte: Am 5. April fand eine „Observationsübung statt, bei der Michele Zielperson war.“1

Martin Arnold nimmt an einer der Fortbildungen teil. Laut der Soko wäre er anschließend Anfang April von der Bepo Göppingen zum Standort Böblingen gewechselt. Die Soko weist ihn zwar Einsätze zu, allerdings steht sein Name nirgends in den böblinger Einsatzlisten.

Gemäß der Soko wäre der „Blizzard“ Anfang April abgeschlossen gewesen, ein Schlag gegen die Drogenmafia in Heilbronn. Einsatzlisten der Bepo beweisen allerdings, dass die Aktion auch danach weitergeht. Bereitschaftspolizisten gehen gegen eine Bande vor, deren Mitglieder als „NSU-Russen“ bezeichnet werden, abgeleitet von der Abkürzung von Neckarsulm (NSU) und dorthin eingewanderten Russlanddeutschen. Die Kriminellen übernehmen im April den Markt, da der „Blizzard“ die ortansässigen Händler vertrieb. Es kommt zu Drohungen gegen Bereitschaftspolizisten. An der Wand des Trafohauses, dem späteren Tatort, ist das Grafiti „NSU“.

Vorwoche, Montag, 16. April, bis Sonntag, 22. April

Mitglieder von Kiesewetters Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) schreiben sich in eine Liste ein, um bei „sichere City“ am 25. April teilzunehmen. Die handschriftlich erstellte Liste verschwand laut des BFE-Büroleiters nachträglich. Bei der als harmlos geschilderten Aktion wird durch uniformierte Präsenz in der Heilbronner Innenstadt eine Gefühl der Sicherheit vermittelt. Gemäß der Soko hätte sich Kiesewetter am 24. April in die Gruppe eingetauscht. Erst 2011 wird der Tauschpartner gefunden. Ein BFE-Kollege hätte dafür ihre Nachtwache am Kasernentor übernommen. Dies dementiert sowohl das BFE-Büro, wie auch ihr Freundeskreis: MK sicherte sich am Donnerstag, 19. April, den Heilbronner Einsatz. Sie hatte keinen Wacheinsatz am Kasernentor. Warum wird die Tauschgeschichte hartnäckig aufrechterhalten?

MK hätte in der Vorwoche nur zwei Einsätze gehabt: Sie ist am 15/16. April von 21:00 bis 07:00 im US-Objektschutz. Am 19. April wieder ein Objektschutz, der allerdings abgebrochen worden wäre. Ihre Gruppe sollte einen Prozess in Stammheim absichern. Laut des Bundeskriminalamtes (BKA) betreut Martin Arnold am 20. April einen Zeugen in der Böblinger Kaserne. Warum steht der Zeugenschutz nicht in den Einsatzlisten, genausowenig wie seine Observationen? Brachte Kiesewetter einen Zeugen am 19. April von Stammheim nach Böblingen?

Ihr Freund und BFE-Kollege Dominik W. bezeugte einen Einsatz, der ebenfalls in keiner Liste steht: Sie waren kurz vor der Tat zusammen in Heilbronn eingesetzt. Ihre Anfahrt auf die Theresienwiese fand entweder am „16.04. oder (…) 09.04.“2 statt. Sie kommentierte, dass hier doch ein guter Ort zum „beobachten“ wäre. Ab dem 16. April stehen am Trafohaus immer wieder Streifenwagen, teilweise sogar zwei gleichzeitig.

Schausteller bauen ein Volksfest auf der Heilbronner Theresienwiese auf. Landfahrer stellen dort ebenfalls ihre Wohnmobile und – wagen ab.

Nach einem dienstlichen Anruf kehrt Kieswetter am Samstag, 21. April, vorzeitig aus ihrem Urlaub in Oberweißbach, Thüringen, zurück. Laut einer ihrer SMS ist sie am Montag, 23. April, in der Böblinger Kaserne.

Tatwoche, 23. April – 25. April

Kiesewetters BFE-Einheit hat im Tatzeitraum eine Urlaubswoche. Ausnahme wäre nur die Gruppe gewesen, die am Mittwoch nach Heilbronn geht. Das BFE-Geschäftszimmer ist nicht vom regulären Leiter besetzt, sondern von einer Ersatzperson, die zum ersten Mal diese Arbeit machte.

Am Vortag, 24. April

Bereitschaftspolizisten aus unterschiedlichen Standorten führen Kontrollen in Heilbronn durch. Sie melden sich mit ihren spezifischen Funkrufnamen „Bruno xx“ bei der Heilbronner Datenstation, die die Abfragen protokolliert.

Laut der Soko hätte es einen Uhrzeiten-Tausch mit der Böblinger Gruppe namens „Taktischer Einsatzzug“ (TEZ) gegeben. Daher wäre der TEZug erst um 12:30 in Heilbronn gewesen, die Kiesewetter-Gruppe dafür schon um 09:30. Die TEZ-Kräfte dementieren aber einen Tausch oder Änderung ihrer Zeiten.

Ein Schausteller sieht neben dem Trafohaus ein geparktes Wohnmobil.

Trotz Urlaubswoche ist Dominik W. (BFE) im Objektschutz an einer US-Kaserne. Statt wie normal als Teil einer Gruppe, steht er in der Einsatzliste nur als Einzelperson. War er dort alleine? Hatte er einen Sonderauftrag?

Tattag, 25. April

Kiesewetter übernachtet in der Böblinger Kaserne der Bepo, statt wie normalweise zuhause. Sie ist aufgeregt, sie weiß in der früh um 06:30 noch nicht, ob sie zivil oder uniformiert eingesetzt wird. Eigentlich wird die Kleiderordnung Tage vor dem Einsatz festgelegt.

Gemäß der Soko wäre die Streife Kiesewetter/Arnold zum ersten Mal zusammen unterwegs gewesen, Arnold das erste Mal in Heilbronn. Kiesewetter hätte zum ersten Mal Pause auf der Festwiese gemacht. Deshalb wäre ein gezielter, geplanter Angriff unwahrscheinlich, außerdem hätte sich Kiesewetter ja erst am Vortag eingetauscht.

Laut der Soko hätte der Heilbronner Einsatz sichere City“ schon um 09:30 begonnen, nicht wie „eigentlich ausnahmslos“3 erst zur Mittagszeit. Der Heilbronner Einsatzleiter Uwe Z. dementiert: „Sichere City“ fing regulär um 12:30 an. Nach dem Angriff eilt der Büroleiter ins BFE-Geschäftszimmer. Er wird ebenfalls nicht über die Änderung der Uhrzeiten informiert. Was machen die Bereitschaftspolizisten am Vormittag in Heilbronn?

Obwohl zwei Böblinger Einsatzgruppen (BFE und TEZ) nach Heilbronn kommen, mit zwei Gruppenführern, wäre nur ein einziger BMW-Streifenwagen dabei gewesen. Ansonsten gab es eigentlich immer4 zwei BMW, die sogenannten Chef-Fahrzeuge der uniformierten Gruppenführer. Der uniformierte Gruppenführer der TEZ ist Manfred E. – er hätte zur Tatzeit kein eigenes Fahrzeug gehabt und hätte sich ein Auto im Revier ausleihen müssen. Kiesewetters Gruppenführer Timo H. (BFE) wäre in zivil mit einem „Fiesta“-Zivilfahrzeug unterwegs gewesen.

Im Heilbronner Polizeirevier gibt es zum Einsatzbeginn „sichere City“ um 12:30 immer eine Besprechung, stattdessen wird eine Schulung für die Bereitschaftspolizisten angeboten, wie Anzeigen in Computer eingegeben werden. Die Teilnehmerliste der Schulung ist verschwunden.

Nach dem Ende der Schulung um 13:30 wird die Besprechung nicht nachgeholt. Stattdessen hätten die Bereitschaftspolizisten beider Gruppen ihre Mittagspause angefangen und dazu verschiedene Orte in der Stadt aufgesucht. Kiesewetter wäre mit Arnold zum zweiten Mal zum Pausemachen zum Trafohaus gefahren. Um 10:30 waren sie zum ersten Mal dort.

Bereitschaftspolizisten aus Göppingen führen kurz vor dem Angriff eine Kontrolle in Heilbronn durch und melden sich mit ihrem „Bruno 2“-Funkrufnamen bei der Datenstation. Gleichzeitig sollen Bereitschaftspolizisten von verschiedenen Standorten eine Übung in Bruchsal gehabt haben. Übungsteilnehmer Manuel B. hält telefonisch SMS-Kontakt mit beiden Opfern, aber aus privaten Gründen. Er meldet sich nach dem Mord nicht bei der Soko. Als Ermittler ihn fragen warum, war seine Antwort: „Ich wusste nicht, dass ich irgend welche Angaben machen können.”5 Der Gruppenführer der Übung war der Ausbilder des Böblinger „ZAT-Lehrganges“, dessen Schulungsunterlagen der Soko nicht vorgelegt wurden. Manuel B. wechselt nach der Fortbildung in der Böblinger Kaserne von der Bepo Göppingen zum Standort Bruchsal.

13:59 Uhr: Unbekannte schießen den Bereitschaftspolizisten in die Köpfe. Laut Antonia S. (Bepo Biberach) tten die Opfer einem Drogengeschäft bei einer „Kontrollstelle“ zugeschaut. MK stand außerhalb des Streifenwagens, Arnold wollte im Wagen eine Abfrage machen.6 Offenbar wurde der Angriff beobachtet, aber warum griffen die Kollegen nicht ein?

Es gibt keine Tatzeugen, obwohl die Festwiese belebt ist, gut frequentierte Fuß- und Radwege am Trafohaus vorbeigehen. Die Angreifer verbleiben sogar am Tatort und berauben die blutenden Opfer. Revierleiter Andreas M. kommentiert: Keine Zeugen – „das kann doch überhaupt nicht sein. Aber an dem Tag war es einfach so.“7 Die Heilbronner Polizeiführung geht am Tattag von einem „gezielten Hinterhalt“8 aus. Im Jahr 2016 spricht dagegen der führende NSU-Ermittler des BKA, Axel Kühn, von einer „Zufallstat9, Zufallsopfern.

Wolfgang Fink vom Stuttgarter Landeskriminalamt (LKA) schilderte dem Bundestag eine ihrer Hypothesen, dass der Täter den Tatort vor der Tat „observiert“10hätte. Ihre Untersuchung ergab tatsächlich Kreuztreffer von Handynummern, die sich dann in die Tatort-Funkzelle einwählten, als dort um 10:30 und 13:50 die Opfer anwesend waren. Die grüne Bundestagsabgeordnete Irene Mihalic fragte ihn, was mit dem Untersuchungsergebnis passierte. Seine Antwort: Ja, es hätte Kreuztreffer gegeben, „aber mit denen ist nichts gemacht worden.” „Der Ansatz wurde nicht weiterverfolgt, ja. Also, das Ergebnis liegt vor, wurde aber nicht überprüft.“

Die Soko sicherte zwar sämtliche Funkgespräche, die Polizisten im Zeitraum von 09:30 bis 18:00 Uhr in Heilbronn führten, aber: Es wurde lediglich der Zeitabschnitt von 13:30 bis 14:12 Uhr ausgewertet. Außerdem sollte nur nach Funksprüchen der späteren Opfer gesucht werden.11 Sabine Rieger erklärte: Als Ermittlerin steht für sie fest, „ich habe eine gute Soko-Leitung, da muss ich nicht jeden Auftrag hinterfragen“12 .

Ein Zeuge fällt um 13:15 eine Landfahrergruppe an Wohnwägen (ohne Autos) auf, „direkt nach der Schiffschaukel“. Anhand von Luftbildern, die von Hubschrauber aus zwischen 14:45 – 17:25 Uhr gemacht wurden, bemerkt der Zeuge „aufgeregt“13, dass die Gefährte verschwunden sind.

Die Wohnwägen und Wohnmobile der Landfahrer können nach der Tat die Festwiese verlassen, zum Teil ohne Vernehmungen, ohne erzwungene Durchsuchungen. Ein Oberstaatsanwalt untersagte dies.14 Die Regionalzeitung „Stimme“ fragte die Staatsanwaltschaft, warum sich die Polizei „an anderen Orten in der Stadt, wo sie zum Beispiel Busse und Bahnen gründlicher durchsuchte, nicht so zurückhaltend verhielt, beantwortet Lustig nicht: „Ich kann nicht mehr sagen, als ich gesagt habe.“15

Am Bahnhof gibt es „keinerlei Aufzeichnungen“16 der Überwachungskameras der Bundesbahn, da sie „derzeit defekt“ sind. Das GPS-Gerät des Opferfahrzeug ist kaputt, weshalb vergeblich versucht wurde, „die Aufenthaltsorte und die letzte Fahrtstrecke des Dienst-Kfz zu rekonstruieren.“17 Eine Auswertung beschlagnahmter Videoaufzeichnungen war teilweise nicht möglich, „da die Festplatte defekt ist und die CDs nicht lesbare .vfs-Dateien enthalten.“18 Wegen Softwareproblemen konnten die SMS aus dem Opferhandys erst am 30. April ausgelesen werden.

Im nördlichen Bereich der Theresienwiese stehen keine Autos von Pendlern. Normalerweise ist der Bereich wegen der Bahnhofsnähe vollgeparkt.

Ermittlungsschwerpunkt „DNA-Phantom“, „organisierte Kriminalität“

Mehrere Wattestäbchen mit DNA der unbekannten weiblichen Person (uwp) werden über Tage fast immer im gleichen Bereich am Fensterrahmen festgestellt. Kontrollstäbchen immer negativ. Wahrscheinlichkeit einer zufälligen Trugspur der Nachfindungen laut Staatsanwaltschaft Heilbronn „1:625 Millionen.“19 2009 soll dieser Zufall eingetreten sein. Der bisherige Soko-Chef Frank Huber wird Dozent für Kriminaltechnik in der Hochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen. Er sagt: „Ich gehe mit einem guten Gewissen. Es sind in dem Fall nur noch wenige Spuren offen.”20

Bei der Beerdigung Kiesewetters machen manche Kollegen gegenüber der Pastorin Beate Kopf Andeutungen, der Mordfall würde nie aufgeklärt werden: „Dass sie schon damals also eigentlich ja schon Vermutungen geäußert haben, gesagt haben, also dass, es entsteht der Eindruck, das geht in Kreise hinein, das wird nie aufgeklärt werden. Weil es nicht aufgeklärt werden soll.“21

Die neue Hauptermittlungsrichtung war ab 2009 „organisierte Kriminalität“. Nach der sogenannten Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) im November 2011 waren dann auch diese Ermittlungen laut der Ermittlerin Sabine Rieger für den Mülleimer“22 gewesen. Sie wollte eigentlich diese ZAT-Beamten noch mal nachvernehmen wegen der Einsätze.“23

Es gibt keine Anhaltspunkte, dass die angeblichen rechtsterroristischen Täter Böhnhardt/Mundlos in der Nähe des Tatorts waren: Keine Zeugen, Phantombilder passen nicht, keine DNA-Spuren, Fingerabdrücke, Videoaufzeichnungen, nichts.

1Polizeiordner 11, S. 436, Aussage am 02.05.07

2Polizeiordner 12, S. 65, Aussage am 04.05.07

3Landtag Baden-Württemberg, UA, 31. Sitzung, Aussage am 26.10.15, S. 98

4Polizeiordner 11, S. 257, Aussage am 14.10.10

5Polizeiordner 9, S. 339, Aussage am 30.04.07

6Polizeiordner 8, S. 188, Aussage am 02.05.07: „Es wird behauptet, dass das Ganze bei einer Kontrollstelle passiert sei. Er sei im Fahrzeug gesessen und habe eine Abfrage machen wollen und sie sei noch draußen gestanden. Ein weiteres Gerücht besagt, dass die beiden bei einem Drogendeal zugeschaut haben. (…) Es weiß aber keiner etwas Genaues.“

7Landtag Baden-Württemberg, NSU-UA, 7. Sitzung, 07.12.15, Wortprotokoll, S. 174: „Das war also unser erster Kontakt auch, und da war niemand. Es war zu diesem Zeitpunkt, in diesem Zeitfenster, als diese Tat passiert sein muss dann bis zum Meldungseingang, da wirklich niemand. Da waren keine Fußgänger unterwegs, da waren keine Radfahrer unterwegs, wie man vermeintlich hätte annehmen können oder annehmen müssen, wenn man sich sagt: Mensch, das ist ein belebter Ort; das kann doch überhaupt nicht sein. Aber an dem Tag war es einfach so.“

8Polizeiordner 2, S. 508, „(…) Protokollierung von Einsatzmaßnahmen“, 25.04.07: (…) der Spurenlage entsprechend ist von einem gezielten Hinterhalt durch die Täter auszugehen, es ist anzunehmen, dass sie fest geplant hatten, Polizeibeamte zu töten.“

9Bundestag, NSU-UA, 39. Sitzung, Anlage 24, Aussage am 24.11.16, S. 49

10Bundestag, NSU-UA, 35. Sitzung, Anlage 19, Aussage am 20.10.16, S. 85

11Polizeiordner. 30, S. 138, Bericht über Maßnahme Nr. 46 vom 11.05.07

12Landtag Baden-Württemberg, NSU-UA, 37. Sitzung, 07.12.15, S. 71

13Polizeiordner 34, S. 354, Vermerk vom 14.06.10

14Vgl. Polizeiordner 11, S. 286, Aussage am 02.05.11

15Stimme, „Suchten die Fahnder an der falschen Stelle?“, 01.04.09

16Polizeiordner 3, S. 80, Vermerk vom 25.04.07

17Polizeiordner 2, S. 24

18Polizeiordner 3, S. 85, Vermerk vom 30.09.10

19Landtag Baden-Württemberg, NSU-UA, 25. Sitzung, Aussage am 24.07.15, S. 30

20Vgl. SPIEGEL, „Abgang des Phantomjägers“, 26.10.09, https://www.spiegel.de/panorama/justiz/Heilbronner-polizistenmord-abgang-des-phantomjaegers-a-657396.html

21ARD, „Tod einer Polizistin, Das kurze Leben der Michèle Kiesewetter“, 24.04.17

22Landtag Baden-Württemberg, NSU-UA, Abschlussbericht, 20.12.18, S. 866

23Landtag Baden-Württemberg, 2. NSU UA, 25. Sitzung, 24.07.15, Wortprotokoll, S. 155

Warnung vor Terror unter falscher Flagge

Joe Kent war der Leiter der Anti-Terrorismuseinheit des weißen Hauses. Er trat aus Protest wegen des US-Angriffes vor ein paar Tagen zurück. Laut ihm gäbe es keine iranischen Schläferzellen, die Terrorangriffe in den USA durchführen könnten. Die Sorge sind Anschläge von “einsamen Wölfen”,  die sich durch die Ermordung der religiösen Führer des Irans radikalisieren, und auf eigene Faust ohne Einweisungen handeln. Sie können auch durch die offenen Grenzen einfach in die USA einreisen.

Joe Kent teilt ausdrücklich die Sorge von Tucker Carlson, dass ein solcher Terroranschlag dazu führen könnte, dass die Meinungsfreiheit eingeschränkt wird. Kritik am US-Krieg im Iran könnte kriminalisiert und bestraft werden. Hier ist das Interview zu sehen: https://tuckercarlson.com/live-show-march-18-2026

Der Journalist Tucker Carlson warnt immer wieder vor Terroranschlägen unter “falscher Flagge”, die dem Iran untergeschoben werden. Damit könnte dann die US-Öffentlichkeit in den Krieg gelogen werden.

Krieg ist ein totsicheres Geschäft

Vor Jahren fing ich an, die Öffentlichkeit in meinen Blog “Friedensblick” aufzuklären. Ich schrieb viel über Freiwirtschaft, Silvio Gesell und warnte: Aus der Renten- und Zinswirtschaft ergeben sich Überschuldung und Übervermögen, die am Ende für 90% der Menschen unfinanzierbar werden, nur eine Zahl:

Im Jahr 2024 zahlte allein der US-Staat Zinsen in Höhe von 1 Billion (1.000 Millarden) US-Dollar an seine Gläubiger aus! Dazu kommen noch die Zinszahlungen von verschuldeten Privatpersonen und Unternehmen, sowie Bodenrenten (Mieten, Pacht). Durch die eskalierenden Vermögen (die Ansprüche) und Schulden (Verpflichtungen) wird die Marktwirtschaft immer weiter außer Kraft gesetzt. Der Kapitalismus kommt nur noch einer dünnen Schicht von Super-Reichen zu Gute, die ihren Reichtum und ihre Macht immer weiter ausbreiten, und so am Ende auch über dem Gesetz stehen.

Es wird zu einem Vermögens- und Schuldenschnitt kommen müssen, so dass das Unrechtssystem danach wieder von Neu anfangen kann. Leider gelingt es, Menschen davon abzulenken und gegeneinander aufzuhetzen, siehe die verbitterten Konflikte im nahen Osten oder in der Ukraine. Nationalismus oder Religionen dienen zur Rekrutierung nützlicher Idioten und als Vorwand, später Sündenböcke für die Verluste verantwortlich zu machen. Der Fehler liegt stattdessen im System begründet.

Vor 10 Jahren hätte ich mir niemals ausmalen können, dass Kriegstüchtigkeit, auch bei uns, wieder mehrheitsfähig wird. Ist den Leuten bewusst, dass es in Wahrheit um die Auslöschung ihrer Pensions- und Rentenansprüche geht, ihrer privaten Altersversorge und der sozialen Sicherung?

Die Ursache der nahenden Weltwirtschaftskrise

Corona-Wahnsinn aufklären

Julian Nida-Rümelin sagte im BR: “Die Welthungerhilfe und andere Einrichtungen sagen, dort [globaler Süden der Welt] ist der gesamte Erfolg seit den 1990er Jahren in der Armutsbekämpfung schon verloren gegangen. Und sie erwarten durch die Shutdown-Maßnahmen 30 Millionen zusätzliche Hungertote.”

Dazu im Vergleich: Bis jetzt starben weltweit 2,2 Millionen positiv getestete Menschen (Stand 01.02.21).

England/Wales: Im April 2020 starben 83% mehr Menschen an Demenz als gewöhnlich. Der Tot von 10.000 Menschen wird auf die Isolierung in Altersheimen aufgrund des Lockdowns zurückgeführt. (Guardian)

Stephan Sturm, Chef des Gesundheitskonzerns Fresenius: Der einseitige Blick auf die Corona-Toten “hat ja unsere ganze Gesellschaft stark belastet: ein verlorenes Jahr für viele Schüler, Verwahrlosung von Kindern in prekären Situationen, eine Rekordzahl von psychiatrischen Fällen in unseren Krankenhäusern. Diese Kollateralschäden darf man nicht einfach ausblenden, nur weil sie nicht so leicht messbar sind wie die täglichen Corona-Toten.“ (Focus)

Heribert Prantl der Berliner Zeitung: “Eine Demokratie kann nicht hinter vorgehaltener Hand leben. Wir müssen offen darüber diskutieren, was der richtige Weg in und aus der Krise ist.”

Doku “Geächtet und ausgegrenzt – Die Corona-Kritiker!” ServusTV

Die “Great Barrington Erklärung“: Renommierte Medizin-Professoren der Elite-Universitäten Harvard, Oxford und Stanford kritisieren den “Lockdown”. Sie befürworten “Herdenimmunität”, mit Schutz der Risikogruppen.

… 250 weitere Gesundheitsexperten warnen: Vom Virus “SARS Cov 2” ausgehende Gefahr wird von Politik und Medien übertrieben dargestellt! Über 99% der Menschen überleben Infektion. Link auf: http://blauerbote.com

Es gibt keine Pandemie “nationaler Tragweite”, keine “Jahrhundert-Pandemie”

Das Robert Koch Institut informierte am 19. Januar 2021: „Von allen Todesfällen waren 89% der Personen 70 Jahre und älter, der Altersdurchschnitt lag bei 84 Jahren.“

Im Vergleich: Die Lebenserwartung beträgt 82 Jahre.

Bis 11. Februar 2021 verstarben 113 Menschen kurz nachdem sie geimpft wurden. Die Aufsichtsbehörde, das Paul-Ehrlich-Institut, gibt Entwarnung, Klaus Cichutek: „Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass sie von der Impfung verursacht wurden.“ „Es handelt sich häufig um Personen mit Grunderkrankungen. Es ist plausibel, dass diese Grunderkrankungen zum Versterben geführt haben.“ Thomas Mertens, Virologe und Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (STIKO): “Wenn Sie in einer Gruppe von Menschen impfen, die sowieso ein statistisch hohes Risiko haben, in nächster Zeit zu sterben, dann kann es natürlich auch sein, dass jemand im engeren zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung stirbt.” https://www.tagesschau.de/

Fazit: Mit positiven Corona-Test versterben ältere, vorerkrankte Menschen immer “im Zusammenhang” mit einer Corona-Infektion. Wenn ein Mensch allerdings nach einer Impfung verstirbt, dann immer aufgrund des Alters und der Vorerkrankungen.

Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, stellte am 23. März 2020 klar: “Wir melden alle Fälle, die Covid-19-positiv sind und gestorben sind, als Covid-19-Sterbefälle.”

Belegungszahlen in deutschen Intensivstationen sind normal: https://www.intensivregister.de/#/intensivregister

Hinweis: In der Vergangenheit kam es während starker Grippewellen zu Engpässen in der Krankenversorgung. Dies ist verstärkt in südlichen Regionen Europas zu beobachten, da es dort wesentlich weniger Krankenausbetten gibt.

Dr. Martin Marianowicz: „Jeden Tag sterben in Deutschland rund 2600 Menschen an Herzinfarkten, Krebs, Verkehrsunfällen oder Altersschwäche. Das sind im Jahr 950 000 Tote„, so der Arzt.” (Bild, Interview Ende August 2020)

Im Jahr sterben “in Deutschland (…) rund 120.000 Menschen an den Folgen des Rauchens – darunter 3000 Passivraucher.” (Tagesschau, “Welt-Tabak-Bericht der WHO Acht Millionen Tote durchs Rauchen”)

Mit positiven Drosten-Test werden Verstorbene zu “Coronatoten”, unabhängig von der Todesursache.

Welt.de vom 30.01.21: “Mehr als 50.000 Menschen sind in Deutschland bis heute an Covid-19 gestorben. Trotzdem sehen Statistiker fürs gesamte Jahr 2020 keine deutliche Übersterblichkeit.”

Klarstellung: Ein positiver Drosten-Test weist nicht nach, dass die Person an COVID-19 gestorben ist, genausowenig weist der Test eine Infektion nach, oder Infektiosität. Symptomlose “Infizierte” sind so gut wie nicht ansteckend.

Das Wissenschafts-Magazin “Nature” begutachtete und veröffentlichte am 20.11.2020 eine Studie über die fehlende Ansteckungsgefahr von positiv getesteten Menschen, die keine Erkältungssymptome haben:

“Viruskulturen waren bei allen asymptomatischen positiven und repositiven Fällen negativ, was darauf hindeutet, dass bei den in dieser Studie nachgewiesenen positiven Fällen kein „lebensfähiges Virus“ vorhanden war.”

2020 gab es weniger Atemwegs-Erkrankungen als in den Vorjahren. Quelle: GrippeWeb, Robert-Koch-Institut: “(…)unter dem Niveau der Werte der Vorsaison.” Die Fälle in Krankenhäusern behandelter “schwerer akuter respiratorischer Infektionen” sind vergleichbar mit dem Höhepunkt der Grippewellen in den Vorjahren.”

Samuel Eckert erklärt die Sterbedaten in Europa. Höhere absolute Todeszahlen sind mit der Alterung der Gesellschaft erklärbar. Youtube

Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V., https://www.mwgfd.de/

Außerparlamentarische Aufklärung: Corona Ausschuss

Corona-Initiative Deutscher Mittelstand, cidm.online

Arte-Doku über Schweinegrippe (SARS Cov 1), “Profiteure der Angst”: https://www.youtube.com/watch?v=0mlim_sQsRI

Englische Doku über WHO-Korruption, “trustWHO” (2018), https://www.bitchute.com/video/y8MfHar0JPCD/

Polizistenmord von Heilbronn – wechselten Polizisten kurz vor Angriff die Streifenwagen?

Am 25. April 2007 verlor die Polizistin Michèle Kiesewetter (MK) ihr Leben, als sie in Heilbronn eingesetzt gewesen war. Jahrelang untersuchte ich den Mord, aufbauend auf Polizeiakten aus dem Internet und Protokollen von parlamentarischen Untersuchungsausschüssen. Das Ergebnis meiner Nachforschungen ist, dass aufgrund des „Staatswohles“ die Ermittlungen fehlgeleitet werden, bis heute. Ihr wahrer Einsatz wird vertuscht, damit auch ihre Mörder.

Ich veröffentlichte in meinen Blog verschiedene Auszüge meines Buches, für das ich keinen Verlag fand: Nach meiner Hypothese gab es zur Tatzeit in Tatortnähe einen zweiten BMW-Streifenwagen. MK und ihr Partner Martin Arnold (MA)  mussten neben dem Streifenwagen hinknien, als Ihnen Unbekannte in die Köpfe schossen. 

Angesichts des heutigen Jahrestages behandel ich einen Aspekt, den ich bisher ausgespart habe. Die Neuigkeit ist, dass MK ihren Dienstwagen, den sie am Vormittag nutzte, mit diesem zweiten Streifenwagen am Tatort tauschen wollte. Sie wurde an einem Streifenwagen erschossen, mit dem sie vorher nicht unterwegs war.
Polizistenmord von Heilbronn – wechselten Polizisten kurz vor Angriff die Streifenwagen? weiterlesen

Erschoss heilbronner Polizistenmörder das Opfer kniend?

Am 25. April 2007 schossen Unbekannte zwei böblinger Bereitschaftspolizisten in Heilbronn in die Köpfe. Die Polizistin Kiesewetter starb, ihr Kollege Arnold überlebte. Der Angriff wird heute dem „National-Sozialistischen-Untergrund“ (NSU) zugeschrieben und als „heilbronner Polizistenüberfall“ bezeichnet. Nach meiner Recherche sollte das Verbrechen eher in „Polizisten-Hinrichtung“ umbenannt werden. Erschoss heilbronner Polizistenmörder das Opfer kniend? weiterlesen

Täterprofil – das verbindet alle “NSU-Morde”

  • Selber Täterkreis: Ceska-Mordserie und heilbronner Polizistenüberfall

Kiesewetters Onkel Mike W. schloss 2007 unter anderem aus dem „skrupellosen Vorgehen“ der Täter, dass der Hintergrund des Polizistenmordes organisierte Kriminalität gewesen sein könnte, „im Bereich russisch oder georgisch“. Es könnte ein „Zusammenhang mit den den bundesweiten Türkenmorden“ bestehen. „Ein Kollege von der KI 1 hat mich nur angesprochen, dass ein Zusammenhang bestehen könnte.“1 Ende 2011 wurde bekannt, dass der „Kollege von der KI 1“ Uwe M. gewesen sein soll. Der thüringer Untersuchungsausschuss (UA) vernahm Uwe M. und Mike W. am 06. März 2014. Dabei traten unlösbare Widersprüche auf: Beispielsweise hätte laut Uwe M. ihr Gespräch nicht „so nah nach dieser Tötung stattgefunden (…), glaube ich persönlich gar nicht, sondern ich denke, da war eine ganze Zeit vergangen.“2 Es ist ungeklärt, vom wem W. die Informationen erhielt. Laut des Journalisten Thomas Moser wäre für Mike W. der Polizistenüberfall bis heute nicht aufklärt. Er würde sich die Frage stellen: Warum kann der Staat einen Polizistenmord nicht aufklären?” Und die Antwort, die sich der Onkel des Opfers zurechtgelegt habe, ist gleichfalls eine Frage: “Wird der Mord vielleicht nicht aufgeklärt, weil der Staat beteiligt war?”3 Täterprofil – das verbindet alle “NSU-Morde” weiterlesen

Verständnis statt Ignoranz gegen Russland

“Ignoranz ist eine Massenvernichtungswaffe”. Dass dieser Spruch zutrifft, zeigt die Eskalation im Ukraine Krieg.  Nicht erst seit dem Eingreifen Russlands in den ukrainischen Bürgerkrieg, nein schon seit dem sogenannten “Maidan-Putsch” im Jahr 2014, spielen bei uns die Argumente und Interessen der Ost- und Süd-Ukrainer sowie von Russland keinerlei Rolle. Folgenden Artikel schrieb ich schon im Jahr 2014.

Ukraine: So verdrehen Medien und Politik die Wahrheit

Nur wenn die unterschiedlichen Interessen beider Seiten gesehen und anerkannt werden, ist eine diplomatische Lösung möglich.

Folgender Spruch fasst die unterschiedlichen Interpretationen, was vor sich geht, zusammen, alle Seiten haben auf ihre Weise Recht:

Für die West- und Nord-Ukrainer ist ein Angriffskrieg,

Für den Donbass ist es ein Befreiungskrieg,

Für Russland ist es ein Verteidigungskrieg gegen die NATO-Osterweiterung,

Für die USA ist es “Big Business”.

Der Niedergang von Bündnis90/die Grünen

Mitte der 90er Jahre war ich bei der “grünen Jugend” in Bayern aktiv, etwas später studierte ich Umwelt- und Betriebswirtschaft am Umwelt Campus Birkenfeld. Daraus entstand mein Buch “nachhaltige Lebensfreude, Wege vom inneren zum äußeren Frieden”. Während meiner Studienzeit merkte und kritisierte ich bereits Parteifreunde: “Ihr wollt die Probleme doch nur mit Steuererhöhungen, Subventionen von grünen Technologien und Verboten lösen.” In Diskussionen kam heraus, dass manche Grüne ein sehr negatives Menschenbild haben (“Der Mensch ist zu blöd”). Inzwischen fühle ich mich von dieser Partei getäuscht und missbraucht. Woran mache ich den Niedergang fest? Der Niedergang von Bündnis90/die Grünen weiterlesen

Woher kommt die Obrigkeitshörigkeit?

In dem Artikel der Journalistin Susan Bonath …

Die Mitläufer des übergriffigen Maßnahmenstaats sind Produkt einer auf Gehorsam gedrillten Lohnarbeitsgesellschaft”

… merke ich die mir bekannte Fassungslosigkeit, angesichts der politisch irrationalen Entscheidungen der Mehrheit der Bevölkerung.

Die falschen Entscheidungen der Regierung betreffen zunehmend negativ den Wohlstand und die Gesundheit der Bevölkerung. Viele Mitläufer verteidigten sich, dass sie zur Durchsetzung der Corona-Maßnahmen genötigt worden sind. Zum Beispiel die alleinerziehende Mutter, die als Verkäuferin von ihrem Vorgesetzten gezwungen war, die Maskenpflicht im Supermarkt durchzusetzen, ansonsten hätte sie ihren Arbeitsplatz verloren, aber so einfach ist es nicht: Woher kommt die Obrigkeitshörigkeit? weiterlesen