Post-Vac-Syndrom – Lauterbachs neues „Nebenwirkungsfrei“

In (nicht nur) Karlchens Welt gab es keine Nebenwirkungen …

Im August 2021 hatte Lauterbach kein Verständnis dafür, „weshalb eine Minderheit der Gesellschaft eine nebenwirkungsfreie Impfung“ ablehne, [1]. Dabei sei sie doch gratis und so überaus nützlich.

Die große Booster-Welle (mit entsprechend vielen – noch nicht ausreichend aufgearbeiteten Impfschäden) lag da zwar noch vier Monate in der Zukunft – aber von den gehypten vier westlichen Gen-Impf-Produkten (mit staatlich garantierter Monopol-Stellung) waren damals bereits zwei „disqualifiziert“: AstraZeneca und Johnson&Johnson.
Um das Aufsehen in Grenzen zu halten, war der Rausschmiss durch ein Nicht-Nachbestellen getarnt. Dass dabei aber bedenkliche Nebenwirkungen im Raum standen (zudem bei Johnson&Johnson Zweifel am Vorhandensein der Haupt-, d.h. Schutzwirkung), blieb nicht einmal den Mainstream-Medienkonsumenten verborgen, schon gar nicht also einem Impf-Jubler wie Karl Lauterbach.

Ebenfalls noch vor der dezemberlichen Booster-Welle schnappatmeten Medien und willige Experten heftigst von der angeblichen Pandemie der Ungeimpften. Prominente Impf-Zögerer wie Joshua Kimmich mussten im Oktober 2021 kampagnen-artige Belehrungen von allen Seiten über sich ergehen lassen:
„Nebenwirkungen treten nicht erst spät auf“ – außer Schmerzen an der Einstichstelle und leichten Erkältungssymptomen trete in den ersten zwei Wochen so gut wie nichts auf; und was danach komme, habe mit der Impfung sowieso nichts mehr zu tun, [2] [3].

… sondern nur nützliche Hauptwirkungen, was aber ein Mitmachen aller Menschen im solidarischen Gleichschritt erfordere

Die reine Angst vorm Stich hätte man den Ungeimpften vielleicht gerade noch verziehen, wenn sie sich als unwissend-beratungsbedürftige Schäfchen gegeben hätten. Aber wer wie Kimmich auch nur leise Zweifel an den absoluten Wahrheiten der amtlichen Narrative äußerte, bekam die volle Breitseite ab:
Man verteufelte Ungeimpfte als unsolidarische Egoisten – an ihnen scheitere die Herstellung der notwendigen „Herdenimmunität“ (und damit das Seuchen-Ende), denn sie seien schuld am endlosen Kreisen und der nicht endenden Weitergabe des Virus.

Das Volk als Herde: Immunisierung gegen unerwünschte Fakten

Das Konstrukt Pandemie der Ungeimpften stürzte zwar nur wenige Wochen später wie ein Kartenhaus zusammen – plumpeste Daten-Fehler und -Fälschungen konnten nicht mehr unter den Teppich gekehrt werden. Und auch manchem Otto Normalverbraucher fiel auf: „Impf-Durchbrüche“, d.h. Corona-Erkrankungen von dagegen Geimpften, werden immer zahlreicher und die Ausnahme zur Regel.

Aber man braucht sich nicht lange wundern, warum die nie durch irgendwelche echten Fakten gerechtfertigte Hass-Kampagne weder medial noch politisch aufgearbeitet und die Täter-Clique nie belangt wurde.

Das zweite Kartenhaus (die Illusion einer Herdenimmunität) stürzte nämlich zeitgleich ein, was kaum zufällig-planlos gewesen sein kann.
Denn beides war absehbar – auch für Nicht-Datenexperten:
Das (phasenweise) große Vorbild Israel begann schon Ende Juli 2021 mit dem Boostern, weil Impfen nicht lange bzw. gar nicht vor der Virus-Weitergabe schützt. Die angebliche Herbei-Impfbarkeit einer Corona-Herdenimmunität war also dort schon damals eindeutig als Illusion entlarvt – und damit auch das dafür angeblich alternativlos notwendige „solidarische“ Sich-Impfen-Lassen aller.

Aktuell meldet die Virologin Jana Schroeder bei Markus Lanz völlig Ernüchterndes zu den erwünschten Impfwirkungen:
„Früher habe man sagen können, man bekomme Corona früher oder später. Heute müsse man sagen, man bekomme Corona früher und später. In dem Krankenhaus, in dem sie als Chefärztin arbeitet, hat Schroeder Pfleger kennen gelernt, die sich sechs Wochen nach einer Corona-Erkrankung erneut ansteckten – trotz dreimaliger Impfung“, [4].
(Ob trotz oder wegen, betrachten wir unten bei Link [9] noch etwas genauer.)

Booster-Start: Terminierung mit Zwecklügen,
damit möglichst alle Menschen alle Impf-Runden mitmachen

Die beiden Fata Morganas (Pandemie der Ungeimpften und Herdenimmunität) waren Zwecklügen, um ein paar Monate Zeit zu schinden, in denen man die „Grundimmunsierung“ (2. Stich) der Bevölkerung noch auf einen hohen Prozentsatz hochtreiben wollte. Erst als dieses Ziel erreicht war- dann aber ganz schnell – schwenkte man um auf den Weg der Israelis – das Boostern (3. Stich).

Genauso schnell erfolgte der zeitgleiche Narrativ-Wechsel:
Die „deutsche Wahrheit“ (Impfen schütze vor Virus-Weitergabe) wich schlagartig der – bereits schon vier Monate zuvor verfügbaren – „israelischen Wahrheit“ (Impfen schützt nicht vor Virus-Weitergabe).

Obwohl hochentwickelte Länder deutlich vorsichtiger vor allem an das Boostern mit Biontech herangingen (Anfang Dezember 2021: Japanisches Gesundheits-ministerium warnt vor Nebenwirkungen bei Impfungen“), [5] –  unterblieben kritische Fragen nach Hintergründen und Lauter(bach)keit des plötzlichen deutschen Narrativ-Wechsels fast völlig – und ebenso Fragen nach Nebenwirkungen.
Das Volk in Advents-Stimmung lief in Scharen zum Boostern und hoffte auf Pandemie-Ende und friedlich-harmonische Weihnachten.

2022: Neues Jahr, neues (Impf-)Glück?

Zwei Tage vor Heiligabend war ungefähr der Booster-Höhepunkt und laut ZDF unser Karlchen im (Impf-)Glück:
Er „zeigte sich zuversichtlich, dass die angekündigten 30 Millionen Auffrischungsimpfungen seit Mitte November bis Weihnachten verabreicht sein würden. Bereits jetzt seien 27 Millionen Booster-Dosen verimpft worden worden. Ziel sei es, insgesamt 60 Millionen Booster-Impfungen zu verabreichen“, [6].

Er warnte vor Omikron – und das was im Herkunftsland Südafrika als (beruhigende) Eigenschaft der neuen Virus-Variante erkannt und publiziert worden war (nämlich kaum schwere Krankheitsverläufe), deklarierte er keck um zum kostbaren Schutzmerkmal der Impfung:
Der Schutz vor einem schweren Verlauf liege wahrscheinlich bei „deutlich über 90 Prozent“.

Dabei hatten die Südafrikaner ihre Erfahrungswerte seit November 2021 mit einer nahezu ungeimpften Bevölkerung  gemacht, bei der jedoch ein hohe natürliche (d.h. durch vorangegangene Infektionen erworbene) Immuntiät vermutet werden darf.
Dass hingegen die durch zwei bzw. drei Impfungen „vorbelasteten“ Mitteleuropäer eine Infektion viel härter erleben könnten als Südafrikaner, hätte Lauterbach spätestens im Januar 2022 einleuchten müssen:
Da gab die US-Behörde CDC bekannt, dass Personen mit natürlicher Immunität in der Delta-Welle besser geschützt waren als Geimpfte (die Forschungen für Omikron liefen damals aber noch und die CDC hielt weiterhin an ihrer generellen Impfempfehlung fest), [7].

Nach dem Impfen ist vor dem Impfen

Aber bei so viel weihnachtlicher Impf-Dynamik gönnte sich der vom Stechquoten-Erfolg plötzlich verwöhnte Lauterbach erst mal ganz offen den sehnsüchtigen Blick auf den nächsten Umsatzschub, d.h. auf die bereits nächste Impf-Runde; ZDF:
Man müsse davon ausgehen, dass im Kampf gegen das Virus eine vierte Impfung nötig sein werde.
Das war eine neue Offenheit: Zuvor hatte er immer unermüdlich gepredigt, der gerade aktuelle 2. bzw. 3. Stich werde die endgültige Erlösung bringen (und man soll daher doch gefälligst recht zahlreich den Oberarm hinstrecken, um die Sache zu Ende zu bringen).

Hohe Impf-Taktung:  nutzlos & sogar schädlich für den Impfling
– Anfang 2021 erkannt, Ende 2021 wieder vergessen?

Lauterbach war nicht der einzige, der im Dezember 2021 in einen regelrechten Impf-Rausch verfiel, denn plötzlich schienen allerorten die Verantwortlichen beim Thema Fristen für Auffrischungs-Impfung einen Unterbietungs-Wettbewerb zu veranstalten:
Durfte ein Impfling kurz zuvor noch glauben, Schutz (und Ruhe) für mindestens  ein Jahr zu haben, sollte er auf einmal spätestens nach sechs Monaten seine Coron-Impfung „auffrischen“ lassen, wenig später hieß es: bereits nach drei Monaten.

In NRW hatte man den Impfabstand sogar auf nur noch vier Wochen verkürzt (nach einem Aufschrei der Verwunderung aber rasch wieder einen Rückzieher gemacht), [8].
Vergessen schien bei den meisten, dass auch die beste Impfung zunächst mal eine (wenn auch ggf. abgschwächte) Infektion ist, also für den Körper kein Heilmittel oder Zaubertrank, sondern eine (bloße, aber anspruchsvolle) Trainings-Chance und damit eine vielleicht notwendige, aber möglichst sparsam einzusetzende Zusatz-Belastung. Abgesehen von der Belastung (Nebenwirkung) kostet auch das Herstellen der Hauptwirkung Zeit: die Impfung muss „reifen“.

Schon am Beginn der Impf-Kampagne Anfang 2021 machte man mit dem teilweise auffälligen Sterben Geimpfter in Altersheimen die Erfahrung:  Ein zu kurzer Abstand der Zweitimpfung (=die  ja die Erstimpfung „auffrischen“ sollte) verschlechtert nicht nur den Impferfolg (sprich: die erwünschte Hauptwirkung), sondern  kann für den betagten Impfling schädlich bzw. lebensgefährlich werden. Das Thema verschwand bald aus den Schlagzeilen (man wollte ja ungehindert weiter-impfen können), aber den mit zwei Wochen viel zu kurzen Impf-Abstand hatte sogar Lauterbach (rückblickend und aufs Ausland bezogen) mal als Problem erwähnt, [8].

„Die derzeit verfügbaren Daten sprechen für eine sichere und wirksame Auffrischungsdosis bereits drei Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung.“ So lautete die Auffassung des EMA-Direktors für Impfstrategie, Marco Cavaleri, noch am 9. Dezember 2021, was die auf Hochtouren angelaufene Booster-Welle zu bestätigen schien – und ebenso die Fans kurzer Fristen.
Der Schein trog: „Zu häufiges Boostern schwächt das Immunsystem – Europäische Arzneimittelagentur warnt vor zu häufigen Auffrischungsimpfungen“ – die Kehrtwende kam am 13. Januar 2022 in die Schlagzeilen und war damit eigentlich recht zügig, [9].
Leider zu spät für die übergroße Mehrheit der Geboosterten, denn die waren schon im Dezember und Anfang Januar genadelt worden!

Der gleiche Cavaleri gab jetzt seiner Hoffnung Ausdruck, die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante könne bald zu einer endemischen (statt pandemischen) Lage führen.
Und: Omikron würde wie ein „natürlicher Booster“ wirken.

Konnte (oder durfte?) er das fünf Wochen zuvor noch nicht „wissen“? Hat er die vielen Feiertage dieser fünf Jahreswechsel-Wochen im Labor durchgearbeitet und eine wohl in Monaten gewachsene Schlussfolgerung recht schnell in ihr genaues Gegenteil verkehrt?
Oder war ihm die Sache zu heiß geworden – distanziere ich mich lieber mal schnell vom Turbo-Boostern, bevor sich dessen krasse Folgen herausstellen und ich vielleicht dafür mit haftbar gemacht werde?

Ebenfalls im Januar 2022 beschrieb ein (Chef-)Arzt  mit jahrzehntelange Praxis-Erfahrung unter dem Pseudonym Hubertus Voigt zum Thema Melden von Impfnebenwirkungen lohnt sich nicht seine Erfahrungen mit ärztlichen Kollegen, die jegliche Deutung verschiedener Schäden als Impfschäden „per se kategorisch ausgeschlossen“ hatten. „Gemeldet wurde nichts.“
Reitschuster hatte ihm die exklusive INSA-Umfrage vorgelegt, der zufolge 15 Prozent der Geimpften starke Nebenwirkungen haben, [10].

Als Beispiel: „In meiner Familie sind zwei Menschen innerhalb von 14 Tagen nach der Impfung an Schlaganfall gestorben. Ohne Vorboten. Beide Fälle wurden nicht gemeldet. Die behandelnden Krankenhausärzte sagten jeweils: ,Es ist hoch unwahrscheinlich, dass dies mit der Impfung zusammenhängt’. Daher wurden sie nicht gemeldet. Damit wird auch verhindert, dass Schlaganfälle (oftmals verursacht durch verschleppte Thromben) überhaupt anerkannt werden.“

Regierung und Opposition nach der Bundestagswahl:
Argumente gegen Impfpflicht und / oder Impfen unerwünscht

Auf Twitter hatte Ex-Verfassungsschützer und CDU-Außenseiter Hans-Georg Maaßen „über angeblich schädliche Impfwirkungen“ geschrieben. Solche Wortmeldungen hätten „mit CDU-Politik nichts, aber auch rein gar nichts zu tun. Wir weisen sie auf das Schärfste zurück“, sagte (wenige Tage vor seiner Abwahl) Noch-Generalsekretär Paul Ziemiak im Januar 2022.
Die Warnung des CDU-internen Bürgerschrecks vor angeblichen Gefahren durch das Impfen sei unwissenschaftlich und gefährlich; der CDU-Bundesvorstand rufe die Menschen ausdrücklich dazu auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, [11].
(Auf wissenschaftliche Details geht Ziemiak nicht ein; seine beiden  eigenen Studiengänge blieben ohne Abschluss; namentlich die Erste Juristische Staatsprüfung versemmelte er in beiden Anläufen.)

Nach der Booster-Welle (am 13.02.2022 bei Anne Will zur Impfpflicht-Debatte) war auch Lauterbach ganz (Interessen-) Politiker auf Propaganda-Tour (und weniger der Pseudo-Wissenschaftler, den er meist raushängt), als er darauf beharrte:
Man müsse „vermitteln, die Impfungen sind mehr oder weniger nebenwirkungsfrei, das muss immer wieder gesagt werden“, [12].

Kann stimmen, was „immer wieder gesagt werden muss“?

Man kennt das Long-Covid-Syndrom (=Beschwerden dauern mehr als vier Wochen nach Ansteckung an) oder das Post-Covid-Syndrom (Beschwerden, die noch nach drei Monaten bestehen und mindestens zwei Monate lang anhalten oder wiederkehren).
In beiden Fällen ist das Virus schuld, nicht die Impfung.

So jedenfalls die bisherige Mainstream-Harmonie; am 12.06.2022 titelte der SPIEGEL jedoch (Bezahlschranke): „Post-Vac-Syndrom –
Unerklärliche Symptome nach der Coronaimpfung – und alle ducken sich weg“, [13].

Boris Reitschuster (Weltwoche) am Tag danach, [14]:
„Der Spiegel titelt, was er einst nur mit «Querdenkern» in Verbindung gebracht hat (…) Was ist da los?“
„In vielen Fällen von ME/CFS, «einer komplexen Erkrankung, die unter anderem mit chronischer Schwäche einhergeht», gibt es nach einer Impfung keine eindeutige Diagnose, und sie werden deshalb nicht an das Paul-Ehrlich-Institut gemeldet.
«Tabu unter Ärzten?», fragt der Spiegel dann gar in einer Zwischenüberschrift.“

Bekehrte oder nur kokette Journaille: Ist das ehrlich gemeint?

„Nein. Das Blatt wäre nicht der Spiegel, würde es dann doch im letzten Teil des Artikels nicht zur alten Linie zurückkommen, und bringt dann doch noch einen Mediziner, der alles relativiert und das offizielle Narrativ bestätigt: Alles gut. Die Betroffenen hätten wohl auch ohne Impfung die Symptome entwickelt.“  (Reitschuster)
Laut SPIEGEL also letztlich doch nichts Neues – aber gut dass wir mal drüber gesprochen haben; wir sind ja offen für alles und wollen in künftigen Rückblicken auch genau so gewürdigt werden.

Vom SPIEGEL und seinem PR-Gag mal abgesehen, tut sich allerdings doch einiges. Der MDR hatte schon seit längerem in mehreren Beiträgen geschildert, dass (z.T. heftigst) Betroffene sich nicht selten alleingelassen fühlen und die Fakten- und Studienlage spärlich sei (denn wenn man etwas nicht sehen will, schaut man halt gar nicht erst hin).

Was der öffentlich-rechtliche Sender MDR offenlegt

Deutschlandweit gebe es bisher nur zwei Anlaufstellen für Patienten mit Verdacht auf das Post-Vac-Syndrom – jedoch:
„Dort ist der Andrang ist enorm: Laut dem deutschen Ärzteblatt haben beide eine Warteliste mit bis zu über zweitausend Betroffenen“, [15].

Die Experten wissen noch nicht viel; am Uniklinikum Marburg gehe man aktuell davon aus, dass vor allem junge Frauen mit einer Autoimmunstörung zur Risikogruppe zählen.

Dagegen trete (so der MDR) laut Ärzteblatt immer häufiger das sogenannte Multisystemische Entzündungssyndrom (MIS-C) auf – vor allem bei Kindern. Die vielseitigen und unregelmäßig auftretenden Symptome wie Fieber, Magen-Darm-Beschwerden, Erbrechen, Bauch oder -gliederschmerzen plagen die Geimpften etwa zwei bis sechs Wochen nach der Impfung als Folge einer Überaktivierung des Immunsystems.

Multiple Entzündungen – hier vergisst der MDR allerdings auch die anderweitig vielfach erwähnten Herzmuskelentzündungen, bevorzugt bei jungen Männern.
Und Hirnvenenthrombosen nach Impfung auch bei älteren Frauen führte die Pharmazeutische Zeitung [16] schon im Mai 2021 nicht nur auf das daran gescheiterte AstraZeneca zurück (85,5 %), sondern zu 14,5 % auf das immer noch (und ohne Alters- oder sonstige Einschränkung) gespritzte Biontech-Produkt.

Man sieht: Es sind also doch für beide Geschlechter und für alle Altersgruppen schwere Nebenwirkungen dabei. Die verschiedenen Relativierer, die der MDR als öffentlich-rechtlicher Sender halt wohl auch pflichtschuldig zitieren muss, lügen vielleicht nicht, geben aber mit ihrem unverkennbar selektiven Blick indirekt nur kund, dass ihnen der vollständige Überblick eben fehlt.

Nanu: Lauterbachs plötzliches Eingeständnis von Impfschäden

„Es ist ein schlichter Tweet und doch dürfte davon eine enorme Wirkung ausgehen: Gesundheitsminister Lauterbach hat Corona-Impfschäden erstmals als wichtiges Thema benannt.
Wer über Impfnebenwirkungen sprechen wollte, hatte es lange schwer“ – Vorwürfe von „Panikmache und Sensationsheischerei“ ließen meist nicht lange auf sich warten.

Und nun meint sogar Lauterbach, der bisherige Grandmaster aller Impfschadens-Leugner: „Muss erforscht und behandelt werden”

„Guter Artikel. Post-Vac-Syndrom muss besser untersucht werden.” Lauterbach betonte zugleich, der Nutzen der Impfung übersteige die Risiken in jeder Altersgruppe – ohne hierfür einen Beleg zu nennen. Aber er betonte auch: „Trotzdem ist Post-Vac kein Tabuthema und muss erforscht und behandelt werden”, [17].

Motivation: Echte Einsicht oder taktische Winkelzüge?

Dem tkp-Blog war schon einige Tage vor SPIEGEL-Artikel (und dem Lauterbach-Tweet am Tag darauf) aufgefallen, [18]:
Mainstream berichtet über „plötzliche und unerwartete“ Todesfälle

Autor Thomas Oysmüller sieht darin jedoch weniger einen Drang zu objektiver und schonungsloser Untersuchung. Insbesondere bei den Angelsachsen deutet die Behandlung in der Boulevard-Presse (Daily Mail) und die Schubladisierung („SADS“ heißt das neue Syndrom und gilt als Sammelbegriff „für unerwartete Todesfälle bei jungen Menschen“) auf ein Bemühen in der impffreien Sommerzeit hin, „dass plötzliche Todesfälle normalisiert werden sollen“ – dann ist das Thema beim Beginn des herbstlichen Impfens sozusagen „abgefrühstückt“ und bei den breiten Massen durch Gewöhnung entschärft.

Statistisch inzwischen belegt: Impf-bedingte Übersterblichkeit

Denn in der Wissenschaft haben sich die unbequemen Mahner trotz anfänglicher Anfeindungen faktisch längst durchgesetzt.
Dass seither Politik und Medien das Übersterblichkeits-Thema beschwiegen haben, verdeutlicht den wissenschaftlich Interessierten nur noch umso mehr, dass es um unbequeme Wahrheiten geht:
den Mächtigen unbequem-lästig, aber eben Wahrheiten, deren Leugnen ggf. auf die Leugner zurückfiele.

So wissen wir u.a. durch die statistischen Auswertungen von Christoph Kuhbandner seit Anfang 2022 [19],

– dass Impfwellen auffällig mit den allgemeinen Sterbewellen korrelieren (und daher schon allein das statistische Profil einen dringenden Verdacht auf Kausalzusammenhang nahelegt)

– das eigentliche Sterben begann nicht im ersten Viren-Jahr, sondern im zweiten, d.h. dem ersten Impf-Jahr =2021
(und dort betrifft die Übersterblichkeit auch jüngere Jahrgänge – anders als 2020 beim hochgespielten Drama „an oder nur mit Corona verstorben”, das überwiegend sterbenahe Hochbetagte betraf)

– Beim Impfen nach Altersgruppen zeigte sich eine auffällige Übersterblichkeit der jeweiligen Altersgruppe in genau jenem Zeitraum, in dem sie dran war

Vergleich mit der Schweinegrippe 2010:
Damalige „Corona-Generalprobe“  noch ohne großes Sterben

Bei 80 Millionen Einwohnern, die im Schnitt 80 Jahre alt werden, sterben folglich jährlich 1 Million (und werden durch eine Million Neugeborene ersetzt, sofern es um kein schrumpfendes Volk geht). Selbst wenn in einem Statistik-Jahr ein paar Flugzeuge abstürzen würden, wäre das in der großen Menge kaum bemerkbar.
Man kann sich also nicht oft genug verdeutlichen: Wenn Kuhbandners Impf-Kurven nicht in den Kurven des allgemeinen statistischen Sterbens untergehen, sondern sich dort klar widerspiegeln, dann geht es um deutlich mehr als nur ein paar einzelne Tote.

Zum Vergleich die Schweinegrippe 2009/2010, die letztlich harmloser war als andere Grippe-Jahre, die aber zunächst gezielt aufgebauscht wurde u.a. durch eine schnell geänderte Pandemie-Definition – zum Wohle der Impfstoff-Hersteller.

Wie bei Corona seit 2020, gab es somit 2010 eine Hysterie einerseits um das Virus (Pandemie) und andererseits um ein (allzu schnelles) Impfen. Bevor die Impf-Nebenwirkungen zu einem Aufschrei führen konnten, war das Pandemie-Kartenhaus allerdings mangels echter Größe und Gefährlichkeit bereits eingestürzt und damit auch das damalige Impfen an ein Ende gekommen.

Der SPIEGEL berichtete 2018 über die Impf-Kampagne von 2010 (im Vergleich zu Corona-Zeiten) noch recht offen und kritisch, [20]:
„Schon damals kritisierten viele, dass aufgrund der Eile die Standards zu stark heruntergesetzt wurden. Ein aktueller Bericht in der Fachzeitschrift ‘Britisch Medical Journal’  bestärkt nun, dass der Impfstoff-Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) schon früh brisante Informationen zu Nebenwirkungen des in Europa eingesetzten Impfstoffs Pandemrix hatte, die Warnzeichen aber ignorierte.“

Das mangelhafte Testen und Erheben möglicher Nebenwirkungen „verdeutliche, wie riskant die Impfkampagne war, sagt Becker-Brüser. ,Meines Erachtens wurde das Risiko von den zuständigen Behörden negiert. Man wollte impfen, man wollte den Impfstoff loswerden, den man gekauft hatte.’ Zumindest von der irischen Regierung ist laut ‘British Medical Journal’ bekannt, dass den zuständigen Behörden die internen Nebenwirkungs-Berichte von GlaxoSmithKline vorlagen. Dennoch lief die Impfkampagne in Irland uneingeschränkt weiter.“

Auch das Thema Evaluation erinnert an heutiges (Nicht-)Handeln:
„Problematisch ist aus Becker-Brüsers Sicht auch, dass von den zuständigen Behörden nicht ausreichende Zwischenauswertungen gemacht wurden. ‘Bei so einem Großexperiment müsste man eigentlich nach einer bestimmten Zahl an geimpften Dosen innehalten und sich anschauen, ob das Nutzen-Schaden-Verhältnis noch stimmt. Das ist nicht passiert, obwohl recht bald absehbar war, dass die Schweinegrippe viel milder verläuft als prognostiziert.’“

Ab 2016 musste Pandemrix-Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) sich Schadenersatzprozessen stellen. Hierbei kam heraus:
„Unter den etwa 30 Millionen geimpften Europäern kam es zu rund 1300 Fällen von Narkolepsie, die mit dem Mittel in Verbindung stehen sollen. Betroffen sind vor allem Kinder und Jugendliche.“
Das waren zwar lebenslang schwer geschädigte Patienten – aber über damalige Impftote sind kaum Zahlen erhältlich.
Heutzutage – mit insgesamt höheren Impfzahlen – dürfte die Quote der Impf-Toten je Million Geimpfter höher sein als damals die Quote der „nur“ Geschädigten.

Bei den Corona-Impfstoffen haben die Konzerne vertraglich sichergestellt, dass ihnen keine Schadenersatzprozesse drohen, sondern Vater Staat (letztlich also die Impflinge selbst als Steuerzahler) die volle Haftung übernehmen.

Aber auch schon zuvor waren Konzerne und die sie schützenden Behörden ein Herz und eine Seele:
GSK und die europäische Arzneimittelbehörde Ema sahen es bis zum SPIEGEL-Bericht 2018 „nicht als erwiesen an, dass die Fälle auf Pandemrix zurückzuführen sind. Es brauche noch weitere Untersuchungen, um zu bestätigen, welche Rolle Pandemrix bei der Entwicklung der Narkolepsie der Betroffenen möglicherweise gespielt habe, erklärt GSK dem ‘British Medical Journal’“.

Quellen:
[1] https://twitter.com/Fkarl_lauterbach/status/1426323236019650564&usg=AOvVaw2g1m-maCksvRRw6Ja-ABGE
[2] https://friedensblick.de/32803/joshua-kimmich-und-sahra-wagenknecht-klassischer-totimpfstoff-attraktiver-als-genetisches-roulette/
[3] https://friedensblick.de/32889/totimpfstoffe-rueckt-sie-endlich-raus-wenn-ihr-hoehere-impfquoten-wollt/
[4] https://www.n-tv.de/politik/Das-ist-die-erste-Welle-ohne-Massnahmen-article23399326.html
[5] https://tkp.at/2021/12/07/japanisches-gesundheitsministerium-warnt-vor-nebenwirkungen-bei-impfungen/
[6] https://www.zdf.de/nachrichten/video/wieler-lauterbach-massnahmen-live-100.html
[7]  https://tkp.at/2022/01/22/cdc-bestaetigt-infektion-schuetzt-besser-als-impfung/
[8] https://friedensblick.de/32955/spahn-nachfolger-lauterbach-kuenftig-vierteljaehrliches-und-noch-kuerzeres-boostern/
[9] https://reitschuster.de/post/zu-haeufiges-boostern-schwaecht-das-immunsystem/
[10] https://reitschuster.de/post/melden-von-impfnebenwirkungen-lohnt-sich-nicht/
[11] https://www.tagesspiegel.de/politik/nach-posts-ueber-vermeintliche-impfschaeden-cdu-bundesvorstand-distanziert-sich-von-maassen/27962004.html
[12] https://www.youtube.com/watch?v=liJawtN4jvE
[13] https://www.spiegel.de/gesundheit/post-vac-syndrom-unerklaerliche-symptome-nach-der-corona-impfung-und-alle-ducken-sich-weg-a-6b3ea94e-138f-4ed0-b459-d86377daf08b
[14] https://weltwoche.ch/daily/der-spiegel-titelt-was-er-einst-nur-mit-querdenkern-in-verbindung-brachte-unerklaerliche-symptome-nach-der-corona-impfung-was-ist-da-los/
[15] https://www.mdr.de/brisant/post-vac-syndrom-108.html
[16] https://www.pharmazeutische-zeitung.de/hirnvenenthrombosen-nach-impfung-auch-bei-aelteren-frauen-125430/
[17] https://www.nordkurier.de/politik-und-wirtschaft/lauterbach-bekennt-sich-ploetzlich-zum-thema-impfschaeden-1348535106.html
[18] https://tkp.at/2022/06/09/mainstream-berichtet-ueber-ploetzliche-und-unerwartete-todesfaelle/
[19] https://friedensblick.de/33062/unstatistik-das-neue-wort-fuer-unerwuenschte-statitistik-zu-impftoten/
[20] https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/schweinegrippe-impfstoff-pandemrix-risiken-wurden-ignoriert-a-1229144.html

Warum leben Bundestagsabgeordnete in einer medialen Blase?

Heute entschied der Bundestag mit großer Mehrheit, den pro-westlichen Teil der Ukraine mit schweren Waffen zu beliefern. Genauso wie bei der Impfpflicht-Debatte wurde auch hier überdeutlich, dass die Mehrheit der Abgeordneten einfach der medialen Erzählung folgt, ohne sich ausgewogen zu informieren. Das würde heißen, beide Seiten des Konfliktes ernsthaft anzuhören, und eine Verhandlungslösung statt Krieg anzustreben. Warum leben Bundestagsabgeordnete in einer medialen Blase? weiterlesen

Neue Erkenntnisse im Fall der erschossenen Polizistin Kiesewetter

Am 25. April 2007 schossen Unbekannte zwei jungen Bereitschaftspolizisten in die Köpfe, am hellichten Tag, mitten in Heilbronn, auf dem belebten Festplatz namens Theresienwiese (TH). Der Tatort war ein Kombi-Streifenwagen der Marke BMW, der neben einem Trafohaus geparkt war. Martin Arnold überlebte, dank einer Kopfbewegung traf das Projektil nicht sein Stammhirn, Michele Kiesewetter (MK) war sofort tot. Danach beraubten die Polizistenmörder die Opfer und lagerten sie am Tatort um. Dabei verschmierten sie sich mit Blut. Bei den Tätern handelte es sich nicht um Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, dies ergab mein Studium der Ermittlungsakten. Neue Erkenntnisse im Fall der erschossenen Polizistin Kiesewetter weiterlesen

Kissinger mahnte schon 2014 vergeblich: Brückenbau statt Putin-Dämonisierung

Folker Hellmeyer war 15 Jahre Chefanalyst bei der Bremer Landesbank, also ein Mann des Establishments, auf dessen Rat man hört. Auf einer Anlegerseite wird er fast eine Stunde lang zu seiner Strategie für sein persönliches Depot interviewt. Hörenswert auch für Nicht-Anleger ist die erste Hälfte, in denen er schonungslos und fundiert die aktuelle Weltlage analysiert, [1].

Die Blindheit des Westens:
gegenüber Putin – oder gegenüber eigenen Fehlern?

Wie im Kalten Krieg wird es durch die Sanktionspolitik zu einer Trennung der Weltsphären kommen.
Im Unterschied zu damals wird dies aber zu großen Verwerfungen führen (wofür die aktuellen Preiserhöhungen nur ein Vorgeschmack sind), denn seit 1990 entstanden vielfältige Verflechtungen, die jetzt gekappt werden. Der 24. Februar als Game Changer – politisch, wirtschaftlich und finanziell.

Auch Hellmeyer verurteilt den völkerrechtswidrigen Einmarsch Russlands (weil er alle Kriege verurteilt).
Während aber viele andere sich auf die Frage beschränken, was im Hirn des schrecklichen Putin vorgeht (und ob man sein Verhalten vorausahnen hätte müssen oder nicht) verzichtet Hellmeyer auf solche allzu billige Ein-Mann-ein-Monster-Psychologie. Denn zum Streiten gehören selbst im kleinsten Rahmen immer mindestens zwei und zu jeder Eskalation gibt es eine Vorgeschichte.

Er sucht lieber einen Erklärungs-Ansatz in den weltpolitischen Gegebenheiten: Wie konnte es dazu kommen und wie könnte man aus der Misere friedlich und zur Zufriedenheit der Kontrahenten und der ganzen Welt wieder rauskommen.
Damit tut er öffentlich etwas, was Promis die noch im Arbeitsleben stehen, seit dem 24. Februar nicht mehr tun wollen bzw. nicht mehr sanktionslos tun können. Er ist, anders als die üblichen Schönredner, überhaupt nicht der Meinung, dass der Westen immer schön aggressionsfrei war, kein eigenes falsches Spiel betrieben und die Atommacht im Osten in den 32 Jahren seit Mauerfall immer fair und auf Augenhöhe behandelt hat.

Fünf Ärgernisse, bei denen Hellmeyer Putin im Recht sieht

  1. In der NATO-Osterweiterung sieht er einen eindeutigen Wortbruch des Westens und beruft sich auf Äußerungen von Bundesaußenminister Genscher und dessen Staatssekretär Jürgen Chrobog, sowie von US-Außenminister James Baker. Den (nicht namentlich genannten) deutschen Staatssekretär, der den Einheitsvertrag 1990 aushandelte, kennt Hellmeyer persönlich sehr gut:
    Ausgangspunkt für die Wiedervereinigung war zunächst die Forderung auf NATO-Austritt Deutschlands – anschließend erst als Kompromiss:  keine NATO-Osterweiterung.
    .
  2. Im Budapester Memorandum 1994 verzichtete die Ukraine auf ihre Atomwaffen; unter den Garantiemächten war auch die USA. In Artikel 1 steht, dass die Signaturmächte sowohl die Souveränität als auch die Integrität garantieren.
    Gebrochen hat dieses Memorandum der Westen, wie Viktoria („Fuck EU“) Nuland im Zusammenhang mit dem Maidan-Putsch 2014 einräumte: We payed 5 billions to get our boys in – Das war ein Angriff auf die Souveränität. Damit war die russische Annexion der Krim (als ein Angriff auf die territoriale Integrität) die Reaktion auf die vorangegangene Verletzung des Memorandums durch den Westen.
    (Dass der Westen seinerseits die Integrität russland-freundlicher Staaten bei Gelegenheit mit Füßen tritt und z.B. die Separation des Kosovo von Serbien ohne UNO-Mandat und ohne Volksabstimmung, dafür mit mehr als 70 Tagen NATO-Bomben auf  Belgrad erzwang, konnte sich Putin übrigens schon 1999, kurz vor seinem Amtsantritt, in aller Ausführlichkeit anschauen. Der Eingriffsgrund war – wie bei den angeblichen irakischen Massenvernichtungswaffen vier Jahre später – vom Westen selber frei erfunden worden: ein sogenannter Hufeisenplan habe angeblich den Genozid der Serben an den Kosovo-Albanern vorbereitet.)
    .
  3. Bei den Abkommen Minsk I und Minsk II (2014 und 2015) zwischen Frankreich, Deutschland, Ukraine und Russland hatte die Ukraine hatte 7 – 8 Jahre Zeit, die 13 dort festgezurrten Punkte zu erfüllen, was nicht der Fall war – stattdessen wurde die Ukraine latent aufgerüstet durch den Westen, allen voran die USA. Eine Blütezeit waren diese 8 Jahre westlicher „Zuwendung“ dagegen nicht gerade: In der Ukraine leben jetzt noch 39 Millionen – 2014 waren es noch 53 Millionen, so Hellmeyer.
    (Neben vielen Arbeitsmigranten, die aus dem failed state gen Westeuropa zogen, musste Russland einige Millionen Flüchtlinge aufnehmen, die vor den militärischen und rassistischen Angriffen der angeblich nicht vorhandenen Asow-Neonazis auf die beiden „Volksrepubliken“ flohen – so viel zum aktuellen Flüchtlingsdrama, das rund 8 Jahre länger dauert als die meisten in Deutschland sich bewusst sind, sich die meiste Zeit aber Richtung Osten abgespielt hatte.)
    .
  4. Vor einem Jahr, am 24.03.2021, hat Präsident Selenski seinen Verteidigungsminister (im Dekret 117, nachlesbar im Internet) angewiesen, militärisch die Krim sowie Donetzk und Luhansk zurückzuerobern, worauf dann auch sofort die russische Truppenverlegung an die Grenze erfolgte.
    Das war die Aufkündigung von Minsk I und Minsk II – wie kann Moskau da Vertrauen in den Westen haben, wenn wir das Wort [NATO-Osterweiterung] brechen und dann auch die Verträge, fragt Hellmeyer sich.
    (Das Tagesschau-Publikum erinnert sich vielleicht noch an die vom Westen häufig kritisierten russischen Truppenbewegung innerhalb [!] Russlands – über Selenskis Dekret als Ursache wurde dabei kein Wort verloren.)
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  5. Dennoch hat Moskau im November 2021 nochmals einen Vorschlag zu einer gemeinsamen Sicherheitsarchitektur gemacht „und der wurde abgewiesen, als wäre Russland ein kleiner Schuljunge“.
    (Derweil schwadronierte Selenski wenige Tage vor dem Einmarsch auf der Münchner Sicherheitskonferenz von Atomwaffen, die die Ukraine sich zulegen wolle – nachdem im Januar der in seinen Absichten undurchschaubare da halb-demente US-Präsident Biden von einer ggf. folgenlosen Hinnahme einer nur „kleinen“ Invasion gefaselt hatte.)

Hellmeyer fragt sich zu Recht, ob die USA in einer ähnlichen Situation an den eigenen Landesgrenzen nicht ähnlich reagieren würde (die Kuba-Krise 1962 lässt grüßen).

Der Interviewer hakt nach mit der (gespielten) Schlichtheit von Volkes Stimme: Aber warum kann man der Ukraine ihren sehnlichen NATO-Mitgliedswunsch nicht einfach erfüllen?

Ukraine vor dem 24. Februar: weder homogen noch souverän

Hellmeyer verweist auf Samuel Huntington: Die Ukraine ist ja kein homogener Staat – es gibt eine ost-orientierte Ost-Ukraine russisch-orthodoxen Glaubens und eine west-orientierte katholische West-Ukraine. Um den verschiedenen Gruppen gerecht zu werden, müsste nach Peter Scholl-Latour die Ukraine ein föderaler Staat sein – genau das, was Minsk II ja eigentlich beinhaltet hätte, wenn man es denn umgesetzt hätte.

Und überhaupt das Gerede über die Souveränität der Ukraine: Die wird von den USA nur beachtet, wenn die Puppen nach ihrer Pfeife tanzen, siehe oben Punkt 2). Selbst wir Deutschen hatten schon vor dem 24. Februar jahrelange Missachtungen unserer Souveränität zu ertragen, als Obama, dann Trump und jetzt (letztendlich erfolgreich!) Biden aus allen Rohren (inklusive Sanktionen!) gegen Nord Stream 2 schossen – „darüber redet hier kein Mensch“, so Hellmeyer über unser angeblich so aufrechtes, in Wirklichkeit von transatlantischen Bücklingen regiertes Land.

USA: Schutzmacht oder totalitärer Zwingherr?

Besteht nicht die Bedrohung, die wir hier haben, darin, dass die USA ihr eigenes Recht exterritorial anwenden (d.h. ungefragt auf andere, die sich somit unterzuordnen haben, bei der Entstehung dieses Rechts aber nicht mitreden dürfen)?
– Hellmeyer: „Ist das nicht ein totalitärer Anspruch?“
Die USA stoppen und konfiszieren auf den Weltmeeren nach eigenem Belieben iranische und venezolanische Tanker – was hat das mit der beschworenen  „regelbasierten Weltordnung“ zu tun?

Worauf basiert die Sanktions-Politik der USA, die überhaupt keine (völkerrechtliche) Rechtsbasis hat? Auf einem Verfahren im rechtsstaatlichen Sinne (worauf der Westen traditionell sich was einbildet), bestimmt nicht: der Verdacht ist kaum ausgesprochen, schon wird er als Beweis gehandelt, dem das (selbst gestrickte) Sanktions-Urteil samt Vollstreckung auf den Fuß folgt.
(Ein Verfahren, das auch die Hinterbliebenen der US-Drohnenmorde aus leidvoller Erfahrung kennen, wenn sie nicht gleich – als großzügig einkalkulierte Kollateralschäden – mitgestorben sind.)

Zweierlei Recht – Quod licet Jovi, non licet bovi

Er findet es „faszinierend“, dass der Westen von anderen Ländern die Einhaltung der regelbasierten Ordnung verlangt, sich selber aber nicht daran hält. Letztendlich beinhalte das für die anderen die Botschaft: Ihr habt nach unseren Interessen zu tanzen. (Er betont das Wort „faszinierend“, als suche er ein kräftigeres – oder deutet er an, dass dieses Wort die gleiche Wurzel hat wie „Faschismus“?)

„Wenn wir die Regeln brechen, dann hat das keine Konsequenzen, wie bei den völkerrechtswidrigen Kriegen der USA, mit Hunderttausenden von Toten übrigens. Da wurde nicht einmal über Sanktionen gesprochen. Aber wenn andere es tun, dann greift die regelbasierte Ordnung.“

Er weist auf den US-Star-Diplomaten und Außenpolitiker George F. Kennan hin (sein Versprecher macht aus dem George einen Robert), der 1997 in der New York Times vor Fehlern des Westens warnte.

Prominente frühe Warner: längst vergessen und verdrängt

„Es wäre der verhängnisvollste Fehler amerikanischer Politik in der Zeit nach dem Kalten Krieg, die NATO bis zu den Grenzen Russlands auszuweiten. Diese Entscheidung lässt befürchten, dass nationalistische, antiwestliche und militaristische Tendenzen in Russland entfacht werden könnten. Sie könnte einen schädlichen Einfluss auf die Entwicklung der Demokratie in Russland haben, wieder zu einer Atmosphäre wie im Kalten Krieges führen und die russische Außenpolitik in eine Richtung lenken, die uns sehr missfallen wird.“  George F. Kennan

Ebenfalls 1997 schrieb Robert McNamara, ehemaliger US-Verteidigungsminister unter John F. Kennedy und im Vietnam-Krieg, einen Brief an Bill Clinton, den mehr als 40 hochrangige Persönlichkeiten unterzeichneten.
Er nannte eine mögliche NATO-Osterweiterung einen „Fehler von historischem Ausmaß“.

Bei Zitate stammen aus der Zeit vor Putin und finden sich in einem aufschlussreichenTelepolis-Artikel von 2018, [2].

„Bereitschaft des Hegemons“: so gut wie Sicherheitsgarantie?

Dort wird auch NATO-Generalsekretär Manfred Wörner zitiert mit Worten aus 1990, dem Jahr der deutschen Wiedervereinigung:
„Der Westen kann auf die Erosion des Warschauer Paktes nicht mit der Schwächung oder gar der Auflösung der NATO antworten; die einzige Antwort ist die Erschaffung eines Sicherheitsrahmens, der beide Allianzen umfasst: in anderen Worten, ein Rahmen, der die Sowjetunion in ein kooperatives Europa einbezieht.“ Wenig später noch eine weitere bemerkenswerte Aussage: „Gerade die Tatsache, dass wir bereit sind NATO-Truppen nicht jenseits des Gebiets der Bundesrepublik Deutschland zu stationieren, gibt der Sowjetunion verbindliche Sicherheitsgarantien“.

Ein Jahr später beruhigte Wörner erste aufkommende Sorgen der Sowjetunion, indem er betonte, der NATO-Rat sei gegen eine Ausweitung der NATO. 13 der 16 NATO-Staaten würden diese Haltung unterstützen. Wörners eigene Haltung war eindeutig:
„Wir sollten (…) die Isolation der UdSSR von der Europäischen Gemeinschaft nicht zulassen.“ (Wörner starb 1994 mit 59 Jahren, bekam die weitere Entwicklung also nicht mehr mit.)

2008 – 2014: Warnungen aller alten Hasen werden ignoriert

Und nochmals nein, die erfahrenen Experten des Westens hatten nicht vorm Teufel Putin gewarnt, der erst seit 2000 an der Macht war – sondern vor den roten Linien, deren Überschreiten durch den Westen von 1990 bis heute für Russland als souveränes Land eine unerträgliche Gefährdung seiner Sicherheitsinteressen darstellt.

Jack Matlock, ehemaliger US-Botschafter in Moskau, gab 2014 angesichts Maidan-Putsch etc.  die eigenen Fehler zu bedenken:
„Wir wussten, wenn man ein Instrument des Kalten Krieges – die NATO – in dem Moment vor bewegt, wo die Barrieren fallen, schafft man neue Barrieren in Europa. … Es war ein Fehler, die NATO in den Osten auszudehnen. … 2008 entschied die NATO, die Ukraine auf eine Spur zur Mitgliedschaft zu setzen. Ein in seinem Inneren tief gespaltenes Land, direkt vor Russlands Türe. Das alles waren sehr dumme Schachzüge des Westens. Heute haben wir die Reaktion darauf.“

Dass war 2014; heute würde das aufgehetzte Publikum der Tagesschau (im Gleichklang mit den dortigen Vorbetern) in einer Aussage wie der von Matlock nur noch die Lügenbotschaft eines Putin-Rechtfertigers sehen, den es mit allen Mitteln zur Rechenschaft zu ziehen gilt …

Ukraine: von allen roten Linien die dunkelrote

Dennoch (Jahr des Beitritts):
* 1999 (Polen, Tschechen , Ungarn)
* 2004 (Balten, Bulgaren, Rumänen, Slowaken, Slowenen)
* 2009 – 2020 (Albaner und div. Ex-Jugoslawen)

… diesen Teil der Beute hätte die gefräßige NATO trotz der Warnungen der Altmeister wohl behalten können, ohne dass Russland (offen oder im geheimen) so grollt, dass es Militärschläge plant.

Ganz anders verhält es sich jedoch mit der Ukraine: das ist russisches Kernland, Kiew ist die Wiege des zum orthodoxen Christentum missionierten Russland, das sich heute auf die drei Staaten Russland, Weißrussland und Ukraine verteilt.

Unerwartet klar (im Vergleich zu ihrer Zeit im Amt) hat jetzt die Pensionärin Merkel die Entscheidung aus dem Jahr 2008 verteidigt, die Ukraine nicht in die NATO aufzunehmen. Neben ihr hatte insbesondere der damalige französische Präsident Sarkozy diese Position vertreten, [3].

Das macht man ihr jetzt zum Vorwurf und „lobt“ den noch an seinem Amt und dessen neuen Erfordernissen klebenden Steinmeier, der nicht zu urplötzlich in 2022 geänderten Geschichtsdeutungen sich äußert, sondern lieber öffentlich seinen Fehler beichtet, Putin verkannt und erst jetzt als einen „eingebunkerten Kriegstreiber“ durchschaut zu haben, [4].

Bandera-Boys verstehen nur klare Worte; für diplomatische Worte haben sie nur Verachtung und verbale Prügel übrig

… und beißen dann gerne auch mal in die Hand die sie füttert.
Die Geschichte des sich devot gebenden Steinmeier hat nämlich eine ironische Fortsetzung. Obwohl er 2014 als deutscher Außenminister gegen den rechtmäßigen ukrainischen Präsidenten Janukowitsch intrigierte (sowie den Maidan-Putsch mit ermöglicht und dessen braunes Hilfspersonal verteidigt hatte), [5] [6] – wird ausgerechnet er jetzt vom waffengierigen Clown auf dem Kiewer Thron als angeblich langjähriger Putin-Freund beschimpft.
Nicht direkt adressiert, aber schriftlich dokumentiert, hat Selenski den deutschen Bundespräsidenten zur in Kiew  unerwünschten Person erklärt und ausgeladen, um im gleichen Atemzug den amtierenden Bundeskanzler sozusagen nach Kiew vorzuladen – nur ihm will er ganz unbescheiden seine Bestell-Liste der unverzüglich zu liefernden Gratis-Waffen diktieren.

Scholz wird sich nach so einem Affront gegen Deutschland großzügig Zeit lassen müssen mit einem Höflichkeitsbesuch  in Kiew, wenn er nicht als Laufbursche von Selenski gelten will und von dessen als Botschafter in Deutschland nur mühsam zu ertragenden Bandera-Boy Andrij Melnyk. Ex-Außenminister Sigmar Gabriel hat jetzt mal ein paar klare Worte in Richtung der undiplomatischen zwei Plagegeister fallen lassen: „Wahrheitswidrig und bösartig“, [7].

Anti-Held Steinmeier wollte es (angeblich) allen recht machen

Abseits des diplomatischen Parketts ist Steinmeiers Verhalten durchaus eine kritische Beleuchtung wert: Was er nämlich so scheinheilig reumütig bedauert, ist sein nur wenige Wochen zurückliegendes Festhalten an Nord Stream 2.
Vor dem 24. Februar durften deutsche Politiker die Pipeline noch (wahrheitsgemäß) als im deutschen Interesse bezeichnen und sich (vorsichtig) gegen US-Bevormundungen verwahren. Inzwischen gilt schon der Gedanke an so etwas als Versündigung an den stets vorausschauenden weisen Festlegungen des allmächtigen transatlantischen Hegemons. Die alte Meinung beizubehalten oder wenigstens als ehemals vertretbar zu verteidigen, erfordert daher mehr Rückgrat als in den kleinen Anzug des biederen Herrn Steinmeier hineinpasst.

„Wir sind gescheitert mit der Errichtung eines gemeinsamen europäischen Hauses, in das Russland einbezogen wird. Wir sind gescheitert mit dem Ansatz, Russland in eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur einzubinden“, [8].
Nein, Herr Steinmeier ist gescheitert in seiner Doppelrolle als Interessenvertreter Deutschlands und zugleich nützlicher Idiot der USA, die deutsch-russische Interessen schon lange planmäßig durchkreuzen, mal mit Schüssen aus der Hecke, mal mit offener Bevormundung.
Wer schon nicht (mehr) klar zu den Interessen des eigenen Landes stehen kann, dessen Kooperationsbereitschaft gegenüber Russland kann nie etwas anderes als ein doppeltes Spiel gewesen sein.

Das ist das Schicksal der meisten Politiker in Vassallen-Staaten; Steinmeier fällt nur deswegen so unangenehm auf, weil er allen vormachen will, sein Rücken sei weniger gebeugt als der anderer Politiker und er sei immer besonders offen, fair und lieb zu allen Beteiligten gewesen – eben auch zu Putin. Als könne man von einem Tag auf den anderen mit neuer Devotheit die alte, mißliebig gewordene, ungeschehen machen. Fast könnte man meinen, die Querschüsse von Kiew Richtung Berlin seien von US-Vertretern angestiftet, die dem größten ihrer Verbündeten ab und zu wieder mal seine Grenzen aufzeigen wollen.

Putsch-Helfer Steinmeier ignorierte Kissingers weise Worte

Anders als bei Kritik an deutschen Amtsträgern sind sowohl unsere Vassallen-Medien als auch (soweit ersichtlich) die ukrainischen Bandera-Boys erstaunlich zurückhaltend, wenn es um namhafte Kritiker der USA geht, die selber US-Bürger sind.
Noch immer steht Henry Kissingers WELT-Artikel aus 2014 online, der in Sachen Ukraine in die gleiche Kerbe haut wie Matlock:

„Viel zu oft wird der Fall der Ukraine als Showdown dargestellt: ob die Ukraine dem Westen beitritt oder dem Osten. Wenn aber dieses Land überleben und aufblühen soll, dann kann es niemandes Vorposten sein. Nein, die Ukraine sollte Brücke sein“, [9].

Genau diese doppelte (Brücken-)Ausrichtung erstrebte auch der damalige ukrainische Präsident Janukowitsch – westliche Politiker (eben auch die deutschen um Steinmeier, die sich 2014 auf dem Maidan-Platz tummelten) forderten aber ein klares Entweder-Oder, wobei sie den Ukrainern natürlich eine einseitige reine West-Ausrichtung aufdrücken wollten – und so kam es unter kräftiger Mitwirkung westlicher Kräfte zum Putsch gegen den nicht willfährigen Janukowitsch …

Kissinger wandte sich zwar gegen die Verschiebung von Grenzen. „Aber der Westen muss begreifen, dass die Ukraine für Russland niemals nur ein beliebig anderes Land, also Ausland, sein kann.
Die russische Geschichte begann mit der Kiewer Rus. Von hier aus verbreitete sich die russische Religion (…)
Die Ukraine sollte kein Mitglied der Nato werden, das habe ich schon vor sieben Jahren gesagt, als zuletzt das Thema aufkam. (…) Und an den Westen gerichtet: Die Dämonisierung Putins ist keine Politik, sondern Alibi für das Fehlen einer solchen.“

[1] https://www.youtube.com/watch?v=XkE2HW1vXQ8
[2] https://www.heise.de/tp/features/Nato-Osterweiterung-Das-ist-eine-brillante-Idee-Ein-Geniestreich-4009027.html?seite=all
[3] https://www.deutschlandfunk.de/merkel-rechtfertigt-entscheidung-gegen-nato-aufnahme-des-landes-102.html
[4] https://www.merkur.de/politik/russland-politik-steinmeier-fehler-ukraine-putin-europa-spd-91460343.html
[5] https://friedensblick.de/15219/aussenminister-steinmeier-spd-verteidigt-maidan-putsch/
[6] https://friedensblick.de/15151/aussenminister-steinmeier-verharmlost-rechtsextreme-ukraine/
[7] https://www.berliner-zeitung.de/news/wahrheitswidrig-und-boesartig-sigmar-gabriel-attackiert-melnyk-li.222850
[8] https://www.spiegel.de/politik/frank-walter-steinmeier-raeumt-erstmals-fehler-in-russland-politik-ein-a-0ecac4da-3d8c-4abf-ba63-2be5ed24cb5d
[9] https://www.welt.de/debatte/kommentare/article125579944/So-wuerde-Kissinger-den-Ukraine-Konflikt-beenden.html

Impfpflicht kommt bei nächster Gelegenheit

Natürlich freue ich mich auch, dass die Impflicht für das erste abgewendet ist, aber: Gestern sah ich mehrere Redebeiträge der Bundestagsabgeordneten, die dagegen abstimmten (FDP, Konservative, ein Linker). Dabei stellte ich eine erschreckende Faktenresistenz fest, sowie Ignoranz gegenüber dem Leid von Impfgeschädigten und den ungeklärten Langzeitfolgen.

Weitgehend glauben die Abgeordneten, mit Ausnahme der der AfD, dass das Gesundheitssystem wegen SARS-Cov 2 überlastet war, und dass die Coronaimpfung Gentherapie der Weg aus der Pandemie wäre. Es ist diesen an sich intelligenten Menschen unmöglich über ihren Schatten zu springen, und sich -unvoreingenommen- bei alternativen Medien zu informieren. Die Menschen wollen nicht aus ihrer Filterblase heraus, sie wollen glauben, was die mainstream-Medien berichten und glauben nur zu gern persönlichen Verunglimpfungen und vermeintliche Widerlegungen, die seitens sogenannten “Faktenfüchsen” besser Faktenverdrehern verbreitet werden.

Ich prophezeie, dass bei der nächsten Corona- bzw. Grippewelle das Thema wieder auf den Tisch kommt und die meisten Abgeordneten dann dafür abstimmen werden. Im Moment hat als medial aufgebautes Hassobjekt Putin die Ungeimpften abgelöst.

Picard muss ins Jahr 2024, um die Welt vor Totalitarismus zu retten

Gestern schaute ich Science Fiction – die 2. Staffel von “Picard”, einem ehemaligen Kommandeur von Raumschiff Enterprise. Die Handlung spielt sich wie gewohnt in ferner Zukunft ab, im Jahr 2399, wenn die Menschheit durch das Weltall reist.

Gleich am Anfang der 2. Staffel stirbt Picard eines gewaltsamen Todes, er musste sein Raumschiff selbst zerstören. Er wachte aber in einer anderen Welt auf. Seine Umgebung ist zwar auf technisch-materiellen Gebiet gleich, auch hat er den gleichen Rang als Admiral, es handelt sich aber um eine unfreie, technokratische Welt, mit Computer”menschen”, in der Romulaner-Menschen versklavt oder, wenn sie sich wehren, als Terroristen verfolgt werden.

Picard ist über den Totalitarismus entsetzt und hat eine Idee. Er muss den Fehler beheben. Deshalb reist er in die ferne Vergangenheit zurück, wann der Fehler passierte. Es handelt sich ausgerechnet um das Jahr 2024! Übrigens soll der “WHO-Pandemievertrag” 2024 unterzeichnet werden. Die einzelen Nationen geben darin im Fall einer Pandemie ihre Souveränität an die WHO-“Regierung” ab. Die Dreharbeiten konnten wegen der “Corona-Pandemie” erst Anfang 2021 beginnen.

Sachsen-Anhalts Sozialministerium beschaffte unbrauchbare Schnelltests für Schulen ohne Ausschreibung von Spezialisten für Haargummis, Events, Gießereierzeugnissen, Beautyprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln

Wahrscheinlich können sich viele noch daran erinnern, wie vor einem Jahr quasi über Nacht, die Selbstanwendung sogenannter SARS-CoV-2-Antigen-Schnelltests für die Schüler in Deutschland  angeordnet wurde.  Wer sich nicht testen lassen wollte, der hatte seither keinen Zutritt mehr zur Schule.  Wer die Gebrauchsanweisungen der in Sachsen-Anhalt in Umlauf gebrachten Schnelltests las und Fragen stellte, dem wurde das Recht auf Antworten von den dortigen Gerichten abgesprochen.

Friedensblick berichtete über die abenteuerliche Rechtsprechung des 4. Senats des OVG LSA ausführlich, u.a. hier. Indes ist nicht einzusehen, warum solcherart in Beschlussform gegossener Unsinn Bestand haben sollte. Deswegen rief der Schüler erneut das Verwaltungsgericht an und beantragte diesmal ganz allgemein und mit dem Hintergedanken die Sache bis zum EGMR zu ziehen, seiner Schule die Verpflichtung aufzuerlegen, die Gebrauchsanweisungen von Medizinprodukten und Arzneimitteln lesen und beachten zu müssen.  Es geht um nichts anderes als die Verpflichtung zu einer Selbstverständlichkeit.  Indes, die bereits vormals erstinstanzlich beteiligte 7. Kammer des VG Magdeburgs topte das Ganze noch und schrieb am 01.02.2022 in ihren Beschluss, Zitat:

“Auch wenn man der Antragsgegnerin unterstellen würde, Gebrauchsanweisungen von SARS-CoV-2-Antigen Schnelltests würden nicht gelesen und beachtet werden, wäre der Antragsteller dadurch nicht in eigenen subjektiv-öffentlichen Rechten verletzt.

Ein Anspruch auf ordnungsgemäße Vorbereitung des Personals der Antragsgegnerin für die Durchführung der SARS-CoV-2-Antigenschnelltests durch die Schülerinnen und Schüler selber im Sinne eines allgemeinen Gesetzesvollzugsanspruchs steht dem Antragsteller als Schüler unabhängig von eigenen Rechten nicht zu (…)

Ohne Belang ist dabei, aus welchen Quellen sich das Personal der Antragsgegnerin die notwendigen Informationen beschafft, um die Schülerinnen und Schüler umfassend unterstützen. Zwingend erforderlich ist dafür nicht das Lesen und Beachten der Gebrauchsanweisung des zu verwendenden SARS-CoV-2- Antigen-Schnelltest, denn ein isolierter Anspruch darauf, dass die Beschäftigten der Antragsgegnerin die Gebrauchsanweisungen der Schnelltests zu lesen und die dort gezeigten Grenzen des Tests zu berücksichtigen haben, ergibt sich aus den infektionsschutzrechtlichen Bestimmungen und dem Medizinprodukterecht gerade nicht, weil die Sonderzulassung gemäß § 11 Abs. 1 MPG die Geeignetheit der Tests indiziert (vgl. OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 22.09.2021 – Az.: 4 M 190/21 – nicht veröffentlicht)” Zitat Ende (den Beschluss 7 B 4/22 MD gibt es hier)

Offenbar geht die 7. Kammer des VG MD aber davon aus, dass andere Antragsteller sehr wohl ein subjektiv-öffentliches Recht dergestalt besitzen, dass Gebrauchsanweisungen von Medizinprodukten durch den Betreiber derselben beachtet werden müssen. Denn in ihrem Beschluss vom 22.12.2021, Az.: 7 B 303/21 MD räumt die 7. Kammer des VG MD ein, Zitat:

„Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat auf die gerichtliche Anfrage vom 25.11.2021 mit Schreiben vom 29.11.2021 auf die von ihm erteilte Sonderzulassung verwiesen, die auf der durch den Hersteller vorgenommenen Angabe der Zweckbestimmung im Sinne von § 3 Nr. 10 Medizinproduktegesetz (MPG) beruht.“ Zitat Ende (Beschluss vom 22.12.2021; 7 B 303/21 MD)

§ 3 Nr. 10 MPG lautete, Zitat:

Zweckbestimmung ist die Verwendung, für die das Medizinprodukt in der Kennzeichnung, der Gebrauchsanweisung oder den Werbematerialien nach den Angaben des in Nummer 15 genannten Personenkreises bestimmt ist.“ Zitat Ende

Und laut § 2 Abs. 2 Medizinprodukte-Betreiberverordnung sind Schulen zweifellos Betreiber von Medizinprodukten, wenn sie z.B. Schnelltests zur Selbstanwendung anbieten, und demzufolge nach § 4 Abs. 1 derselben MPBetreibV verpflichtet, diese ihrer Zweckbestimmung entsprechend und also nach den Vorgaben der Gebrauchsanweisungen zu betreiben. Das dem so ist wurde zwischenzeitlich vom Referat Medizinprodukte des Bundesgesundheitsministeriums mit dem Hinweis bestätigt, dass Art. 20 Abs. 3 GG die öffentliche Verwaltung und Behörden an Recht und Gesetz bindet. 

Die 7. Kammer des VG Magdeburgs wusste also um die Grundlage, auf welcher dem Antragsteller in Sachen 7 B 4/22 MD ein subjektiv-öffentliches Recht erwuchs, nach welchem die Schule die Gebrauchsanweisungen von Medizinprodukten zu beachten hätte, wenn sie diese zur Anwendung bereithält. Denn die 7. Kammer hatte am 25.11.2021 selbst beim BfArM angefragt und eine eindeutige Antwort erhalten.

Damit aber steht die Frage nach dem Motiv dieses offenkundigen Rechtsbruchs nur 6 Wochen später im Raum, welcher im oben zitierten Beschluss in Sachen 7 B 4/22 MD gipfelt. Warum stemmen sich das Verwaltungsgericht Magdeburg und das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt, zusammen mit dem Landesschulamt seit 26.03.2021 dagegen, dass die Schulen Gebrauchsanweisungen der Schnelltests, – speziell die dort geregelten Grenzen deren Einsatzes -, verpflichend zur Kenntnis zu nehmen hätten?

Um diese Frage zu erhellen bedarf es nochmals eines Rückblicks in den April vor einem Jahr. Denn am 06.04.2021 hatte der damalige Bildungsminister Tullner einen Brief an die Schulleiter geschrieben, darin die gerade beschafften SARS-CoV-2-Antigen-Schnelltests der Fa. Teda-Laukötter angepriesen und dankenswerterweise die Gebrauchsanweisung als Anlage seinem Schreiben beigefügt. Offenbar hatte aber niemand damit gerechnet, dass diese Gebrauchsanweisung auch gelesen wird, denn darin steht u.a., Zitat:

  1. Wenn Sie Kontakt mit einer mit Corona infizierten Person hatten, können Sie drei Tage später bereits den Nasentupfer Test durchfuhren.
  2. Wenn sie bei sich typische Coronasymptome, wie z.B. Fieber, Husten, Gliederschmerzen oder den Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns feststellen, können Sie den Test sofort durchführen.
  3. Wenn Sie weder coronatypische Symptome haben noch Kontakt mit einer mit Corona infizierten Person hatten, können Sie den Test zur Sicherheit trotzdem machen. Sollte der Test negativ ausfallen, können Sie einen neuen Test durchfuhren, sollten Sie später Symptome zeigen.“ Zitat Ende

Damit stellte sich ebenfalls die Frage, wie man mit einem SARS-CoV-2-Antigen-Schnelltest, welcher 3 Tage nach Kontakt mit einer infizierten Person im Zusammenhang mit einer symptomatischen Erkrankung angewendet werden soll, vorbeugenden Infektionsschutz bei den ausschließlich asymptomatischen Schülern bewirken will. 

Die gezeigte plumpe Verbiegung geltenden Rechts durch die 7. Kammer des VG Magdeburgs und den 4. Senat des OVGs LSA, führte damit geradezu unabdingbar zur Frage  nach der Beschaffung dieser Schnelltests. Denn irgendein plausibler Grund, warum sich die Behörden in Sachsen-Anhalt derart konsequent dagegen sträuben, die Gebrauchsanweisungen der für den beabsichtigten Zweck ungeeigneten Schnelltests zur Kenntnis nehmen zu müssen, musste zweifellos im Verborgenen vorhanden sein.

Friedensblick liegen nunmehr erste Ergebnisse einer Recherche vor, welche Mitte August 2021 begann und begleitet war von Falschauskünften in Verbindung mit dem Versuch der Behörden, Auskünfte in der Sache ganz zu verwehren oder über unverhältnismäßig hohe Kosten zu verunmöglichen. Letztendlich zeigten sich die Behörden dann aber doch kooperativ und erste Ergebnisse lassen sich nun hier und hier nachlesen.

Vorerst stehen damit zwei Firmen aus Bayern und eine Firma aus Sachsen-Anhalt im Brennpunkt. Nämlich die New-Flag GmbH und Kingline GmbH, sowie Fa. Teda-Laukötter aus Sachsen-Anhalt. Die Präsentation im Internet ist professionell und beeindruckt – jedenfalls heute. Zu fragen ist aber, was die Firmen vor einem Jahr aus der Masse der anderen Firmen heraushob, so dass sich der Pandemiestab in Sachsen-Anhalt entschloss,  ohne Ausschreibung die für den beabsichtigten Zweck ungeeigneten Schnelltests von dort zu beschaffen.

Ein Blick in den öffentlich zugänglichen Teil des jeweiligen Handelsregisterauszugs führt zu einem besseren Verständnis der oben zitierten Entscheidungen der Verwaltungsgerichte. 

Zur Firma Teda-Laukötter hatte bereits der Blog Sciencefiles am 21.04.2021 alles gesagt. Hier nachzulesen. Im Handelregister hat sich bis heute nichts geändert, obwohl sich mit Schnelltests offenbar bedeutend mehr Geld verdienen lässt, als mit, “Der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Gießereierzeugnissen, von werkzeugmäßigen Formen
des Ur- und Umformwerkzeugbaus sowie maschinentechnischen Erzeugnissen; Qualitätskontrolle sowie Servicedienstleistungen für Kunden, Verkauf von Chemieprodukten, Erbringung von Dienstleistungen (z.B. Imprägnieren), Recycling.“ Zitat Ende (Quelle Handelregister)

Die Gesellschafter der Fa. Teda-Laukötter haben es demnach seit über einem Jahr nicht für nötig erachtet, den Gegenstand der Gesellschaft per Gesellschafterbeschluss zu aktualisieren oder eine Tochtergesellschaft für den Vertrieb der Schnelltests zu gründen. Im Impressum wird weiterhin die Teda-Laukötter-Technologie-GmbH angegeben, die Domän indes heißt “teda-medical”. So schnell kann man heute in Deutschland von Gießereierzeugnissen auf Medizinprodukte umsatteln – bei gleichbleibender Kompetenz, zumindest aus Sicht des Pandemiestabs in Sachsen-Anhalt versteht sich.

Nun sitzt die Fa. Teda-Laukötter in Dessau-Roßlau, also in Sachsen-Anhalt. Deswegen ging sciencefiles vor einem Jahr noch davon aus, dass das von der sympathisch kompetenten Ministerin Grimm-Benne – hier am Rednerpult – 

geleitete Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, die wie gezeigt bereits nach der Gebrauchsanweisung für den beabsichtigten Zweck ungeeigneten SARS-CoV-2-Antigen-Schnelltest der Fa. Teda-Laukötter, in der “Beschaffungsnot” des Frühjahrs 2021, wenigstens in Sachsen-Anhalt von der Fa. Teda Laukötter selbst beschafft hätte, welche quasi vor der eigenen Haustür in Dessau-Roßlau sitzt und in Gießereierzeugnissen machte. 

Tatsächlich bezog der Pandemiestab des von Frau Ministerin Grimm-Benne geleiteten Minsteriums die unbrauchbaren Schnelltests jedoch über einen kleinen Umweg, nämlich von der Fa. New-Flag aus München. Ein “Zwischenhändler” wird in der Regel dann eingeschalten, wenn “nützliche Zuwendungen” abgezweigt werden sollen. Ein anderer Grund ist hier nicht ansatzweise ersichtlich.

Auch über den Werdegang der Fa. New-Flag gibt das Handelregister Auskunft:

Die Firma wurde laut Handelregister am 27.10.2010 gegründet. Unternehmensgegenstand war „Handel mit und Vertrieb von Textilwaren und Elektronikartikeln sowie Produktion und Vertrieb von Dokumentationsfilmen, insbesondere DVD“. Anfang 2011 spezialisierte sich das Unternehmen weiter und nahm nunmehr auch „Bürsten“ mit in sein Sortiment auf, Zitat Handelsregister: „Handel mit und Vertrieb von Textilwaren, Elektronikartikeln und Bürsten sowie die Produktion und der Vertrieb von Dokumentationsfilmen, insbesondere DVD“, Zitat Ende. Am 27.08.2014 spezialisierte sich das Unternehmen weiter, Zitat Handelsregister: „Vertrieb, Handel und Produktion von
Beautyprodukten, der Handel mit Sammlerstücken (Kunst, Alkohol (insbesondere seltene Flaschen)“ Zitat Ende. Am 07.02.2019 wurde der Gesellschaftszweck wiederholt modifiziert, diesmal in „Vertrieb, der Handel und die Produktion von Beautyprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln“ Zitat Ende.

Und ab 23.03.2021 befasste man sich bei der New Flag GmbH dann mit, Zitat: „Vertrieb, der Handel und die Produktion von Beautyprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln, der Vertrieb von Medizinprodukten und in-vitro-Diagnostika“ Zitat Ende. Zwei Wochen später, am 06.04.2021 bewarb dann Herr Minister a.D. Tullner persönlich diese Schnelltests in seinem Brief an die Schulleiter. (siehe oben)

Das Ministerium für ASGG hat unter Leitung der Ministerin Grimm-Benne also das “Kunststück” fertiggebracht, die bereits nach der Gebrauchsanweisung für den beabsichtigten Zweck untauglichen Schnelltests, über einen kleinen Umweg im fernen Bayern – anstatt in Sachsen-Anhalt selbst – einzukaufen, von einem Unternehmen, welches bis kurz vor Vertragsabschluss auf Beautyprodukte und Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert war, und dem eine Geschäftsführerin Sophie Trelles-Tvede vorsteht, welche offenbar eine Art Ikone für Haargummifans verkörpert, und welche die New-Flag GmbH aus ihrem Haargummiimperium vormals ausgegliedert hatte.

Deutlich wird, dass in dem Augenblick, wo die Behörden und Schulen in Sachsen-Anhalt ihrer gesetzlichen Pflicht nachkommen und die in den Gebrauchsanweisungen niedergelegten Grenzen der Anwendung der auf diesem dubiosen Weg beschafften Schnelltests zur Kenntnis nehmen müssten, die Folgen für die Landesregierung nicht abzuschätzen wären.

Denn zum einen gibt es konkret Geschädigte, welchen seit einem Jahr der Zugang zur Schule verwehrt wird, weil sie sich geweigert haben,  sich einem  bereits nach der Gebrauchsanweisung sinnlosen Testprozedere zu unterwerfen. Zum anderen sind viele Eltern in Sachsen-Anhalt sicher daran interessiert zu erfahren, dass der einzige Zweck der Selbsttestung an den Schulen in LSA seit einem Jahr darin bestand, ihre Kinder zu Goldeseln für die korrupten Netzwerke innerhalb der Landesregierung umzufunktionieren.

Wer nun meint, dies wäre ein Einzelfall und die anderen Schnelltests, welche in Sachsen-Anhalt im Einsatz waren oder sind, wären nach den Gebrauchsanweisungen für den beabsichtigten Zweck des Einsatzes an Schulen und Behörden in LSA geeignet, dem ist zu widersprechen. Beispielhaft – und ausdrücklich nicht der Vollständigkeit halber – sei hier noch die Beschaffung von Schnelltests via Fa. Kingline aus Bayern herausgegriffen. Denn in ihrem Beschluss in Sachen 7 B 303/21 MD hatte die 7. Kammer des VG Magdeburgs ja für Recht erkannt, dass die Schnelltests der Marke „NASOCHECKcomfort” bereits nach der Gebrauchsanweisung ungeeignet sind, bei Schülern in LSA zum vorbeugenden SARS-CoV-2- Infektionsschutz eingesetzt zu werden. Was nebenbei bemerkt, den Antragsteller und Kläger in Sachen 7 B 4/22 MD und 7 A 5/22 MD natürlich freut.

Denn die Sache liegt jetzt samt Befangenheitsantrag und Strafanzeige beim OVG LSA. Dieses hüllt sich indes seit 18. Februar 2022  in Schweigen, und dass obwohl doch laut 7. Kammer VG MD nicht der geringste Anhaltspunkt dafür vorlag, dass der Antragsteller in irgendwelchen subjektiv-öffentlichen Rechten verletzt sein könnte. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass das eilige Rechtsschutzbedürfnis in dieser Sache mit Ende der Testpflicht in LSA am 24.04.2022 nicht wegfällt. 

Auch zur Fa. Kingline gibt das Handelregister Auskunft. Die Fa. Kingline GmbH, laut Handelsregister am 02.12.2017 gegründet, hatte bis zum 21.09.2021 laut Handelsregister als Unternehmensgegenstand „Eventservice“ angegeben. Am 22.09.2021 wurde dieser Unternehmensgegenstand geändert, und „Eventservice“ wurde durch „den Handel mit und den Vertrieb von Waren aller Art, insbesondere mit bzw. von Medizinprodukten und Schutzausrüstung, sowie deren Import und Export“ ersetzt. Als Geschäftsführer fungiert Herr Noel Heuschkel, welcher gleichzeitig Geschäftsführer der  Sommerliebe Festival GmbH ist. Der Unternehmenssitz liegt in Bayern.

Auch diese ungeeigneten Schnelltests wurden vom Ministerium für ASGG unter Leitung der Ministerin Grimm-Benne ohne Ausschreibung im fernen Bayern gekauft.  Was automatisch zu der Frage führt, welche „konkreten Umstände“ nach Maßgabe § 14 Abs. 4 Nr. 3 VgV vorlagen, um den Schnelltestschrott ohne öffentliche Ausschreibung zu Lasten der Kinder und Schüler LSA und zu Lasten des SARS-CoV-2 Infektionsschutzes, von Spezialisten für Gießereierzeugnisse, Events, Haargummis, Nahrungsergänzungsmittel und Beautyprodukte, aus Bayern zu kaufen, und quasi über Nacht die Anwendung des Schnelltestschrotts per Landesverordnung verpflichtend zu regeln.

Mir fällt dazu nur ein Grund ein: Korruption. Denn das dies alles mit “Infektionsschutz” objektiv nicht das Geringste zu tun haben kann, zeigt die Entwicklung der Inzidenzen im Zeitraum vom 26.03.2021 bis 25.03.2022 – nämlich hier und hier. Hätte die Lungenpest geherrscht, wären Sachsen-Anhalt durch den Einsatz vergleichsweise ungeeigneter Schnelltests bereits weitestgehend entvölkert. Immerhin haben die dortigen Bürger diesbezüglich also noch einmal Glück im Unglück gehabt. 

 

Lieferanten-Verträge ausgehandelt: mRNA-Impf-Abo bis mindestens 2029?

Corona-Impfstoffe: Lieferverträge bis 2029 geschlossen

Was Spahn vergangenen Juli [1] bereits anstrebte, ist nun in trockenen Tüchern: Fünf Unternehmen verpflichten sich – gegen Zahlung einer jährlichen Vergütung – eine Produktionskapazität von 80 bis 100 Millionen Dosen Impfstoff pro Jahr bereitzuhalten, [2].

Bei den Nachdenkseiten vermutet man, dass die Impfpflicht längst beschlossen ist und keinesfalls befristet sein wird, [3].
Und das, obwohl seit Juli immer klarer wurde: Die Impfwirkung lässt dramatisch nach (manche Stoffe versagen regelrecht) und die vollmundig angepriesene Corona-Schutzimpfung ist nicht das, was man bislang unter Impfschutz versteht.
Selbst der Satz: „Impfen verhindert schwere Verläufe“, hat sich mittlerweile als PR-Spruch erwiesen – immer öfter werden sogar Krankheitsausschläge in die entgegengesetzte Richtung bekannt.

Die Bundestags-Impfpflichtdebatte wäre somit eine Farce – so wie der ganze Parlamentsbetrieb seit Corona-Beginn immer mehr in die Fußstapfen der DDR-Volkskammer tritt und zum Abnickverein wird:

„Seit dem Beginn des Corona-Systems im März 2020 gibt es keinen geordneten Parlamentsbetrieb mehr. Der Bundestag arbeitet – im Gegensatz zur Regierung – nur mit gedrosselter Kraft. In den Sitzungswochen werden die fünf Plenartage auf drei Tage reduziert. Die Debatten sind auf stark eine Stunde verkürzt. Die Tagesordnungen werden ausgedünnt. Feierabend ist zum Teil schon am Nachmittag. Die parlamentarische Arbeit läuft im wesentlichen nicht-öffentlich in den Ausschüssen. Anhörungen sind nicht mehr der Rede Wert und finden nur noch pro forma statt. Öffentliche Debatten im Plenum, der ausführliche und differenzierte Austausch von Argumenten, Schlagabtausche, die sich über Stunden erstrecken, gibt es nicht mehr. Der Parlamentarismus, demokratiepraktisch bereits dürftig genug, ist zu einer schlechten Karikatur verkommen. Corona ermöglichte den Siegeszug der Exekutiv-Demokratie“, [4]

Hoffnungsträger Totimpfstoff war nur Augenwischerei

Deutschland setzt auf Biontech, Curevac/GSK, Wacker / CordenPharma, Celonic und IDT:  „Interessant dabei, dass das Unternehmen Valneva, das als einziges an einem echten Totimpfstoff arbeitet, nicht aufgeführt ist“, [3].

Moment mal, hatten wir nicht vor kurzem den Markteintritt von Novavax, Hoffnungsträger der ungeimpften mRNA-Skeptiker, die somit ihren geforderten Totimpfstoff bekommen haben (aber auch ihm jetzt ganz offensichtlich die kalte Schulter zeigen)?

Wer das immer noch glaubt, hat zum Jahreswechsel die Aufdeckung dieser Lüge übersehen: Corona-Vakzin von Novavax kein Totimpfstoff
– Experte platzt der Kragen, [5]:
Ein Totimpfstoff enthält nur abgetötete Viren und vermehrt sich nach der Impfung nicht im Körper, wie Martina Sester, Professorin für Immunologie an der Universität des Saarlandes, gegenüber dem Bayerischen Rundfunk erklärte. Und: „Das, was in der Spritze drin ist, das allein wirkt quasi als Impfstoff.“ Beispiele für bekannte Totimpfstoffe sind etwa Vakzine gegen Tetanus, Keuchhusten oder etwa Diphtherie.

Florian Krammer, Professor für Impfstoffkunde:
„Kann man bitte aufhören den Impfstoff von Novavax als Totimpfstoff zu bezeichnen? Es ist ein rekombinanter Proteinimpfstoff.“

Lauterbach schrieb dazu: „Stimmt zwar. Aber weil so viele Ungeimpfte nur Totimpfstoff wollen, warum auch immer, wird bald erhältliches Novavax als solcher bezeichnet.“
(Ach so, die störrisch-unmündigen Staatskinder mussten in ihrem eigenen wohlverstandenen Interesse angelogen werden, und Vater Staat dichtete ihnen halt den Gen-Lebertran zur Limonade um.)

Zudem seien die mRNA-Corona-Impfstoffe, anders als das Vakzin von Novavax, „milliardenfach bewährt“, so Lauterbach.
(Das Lieblingsargument des mRNA-Lobbyisten, für den die mRNA-Stoffe bekanntlich so gut wie nebenwirkungsfrei sind.)

Impfschäden: Thailand zahlt schon, Deutschland leugnet noch

Thailand hat bis zum 8. März bereits mehr als 45 Millionen US-Dollar Entschädigung aufgrund eines Impfschadens an 12.714 Personen ausbezahlt. Darunter sind auch Familienangehörige von Personen, die an den Folgen eines Covid-Impfstoffes verstorben sind.
Der Umfang an Entschädigungen hat die Erwartungen der Regierung um das Vielfache übertroffen.

Von 15.933 eingereichten Anträgen waren nur  2.328 abgelehnt worden. Die Abwicklung eines Schadensersatzanspruches ist in Thailand besonders einfach – innerhalb von fünf Tagen wird entschieden, [6].
In Thailand wird auch mit Pfizer geboostert [7], für Erst- und Zweitimpfungen wurden meist AstraZeneca und Sinovac/Sinopharm eingesetzt.

Brauchbare Alternativen zur gen-experimentellen Impfung

Wer in der unausgereiften mRNA-Technik weiterhin die Gefahren sieht (und/oder die redlichen Absichten vermisst), hofft oft auf erfolgreiche Covid-Prophylaxe und -Frühbehandlung.
Hierbei stößt man immer wieder auf Vitamin C und D, Zink [8] und Ivermectin, [9]. Letzteres wird von interessierter Seite immer wieder verächtlich gemacht, z.B. als Pferde-Entwurmungsmittel oder als Hausmittel verzweifelter Dritte-Welt-Bewohner.
Was die Pharmavertriebs-Knechte dabei dezent verschweigen:
2015 gab es für die Entwicklung von Parasiten-Bekämpfungs-Mitteln wie Ivermectin den Medizin-Nobelpreis, [10]. Denn viele Millionen von Menschen verdanken ihr Leben solchen Mitteln, die zum Leidwesen der Pharma-Mafia halt keinen Patentschutz mehr haben.

Einem weiteren, reichlich skurrilen Corona-„Schutz“ wird aktuell nachgespürt: ebenfalls patentfrei, aber teuer, illegal und entgegen allen Gesundheits-Tipps eingesetzt – dennoch ein weiterer Stinkefinger für die schon zwangsneurotische mRNA-Impfwerbung:

Kein einziger Corona-Todesfall bei Zürcher Drogensüchtigen
– ist selbst Drogenmissbrauch am Ende besser als die Impfung?

Im Zentrum für Suchtmedizin befürchtete man, dass viele der Kunden eine Corona-Infektion nicht überleben würden, da sie nach jahrzehntelangen Drogenkarrieren schwere Lungen-, Herz- und Lebererkrankungen haben und somit nach herrschender Meinung zu den am meisten gefährdeten Risikogruppen gehören.

Doch nach zwei Jahren Corona ergibt sich ein erstaunlicher Befund, [11]: Die rund 1000 Betroffenen hatten auffallend milde Corona-Erkrankungen – es gab keinen einzigen schweren Verlauf und niemand ist an Corona gestorben!

[1] https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/spahn-impfstoff-vertraege-fuer-acht-jahre/
[2] https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/corona-impfstoffe-vertraege-bis-2029-unterschrieben/
[3] https://www.nachdenkseiten.de/?p=81988#h12
[4] https://krass-und-konkret.de/politik-wirtschaft/corona-system-wird-nicht-beendet-sondern-zementiert/
[5] https://www.fr.de/panorama/corona-novavax-totimpfstoff-impfung-coronavirus-karl-lauterbach-pandemie-gesundheit-news-91177875.html
[6] https://tkp.at/2022/03/17/impfschaden-thailand-zahlte-schon-45-millionen-us-dollar-entschaedigung/
[7] https://bangkok.diplo.de/blob/2503948/5b8acabe13cfeae3b4e2c3decda4ca43/impfmoeglichkeit-data.pdf
[8] https://tkp.at/2021/11/16/studie-ueber-erfolgreiche-covid-prophylaxe-und-fruehbehandlung/
[9] https://tkp.at/2022/01/25/ivermectin-ist-hoch-wirksam-in-der-prophylaxe/
[10] https://www.spektrum.de/news/ein-medizinnobelpreis-fuer-medizin/1369470
[11] https://www.srf.ch/news/schweiz/kein-einziger-todesfall-zuercher-drogensuechtige-sorgen-fuer-corona-ueberraschung

Freiwirtschaftliche Einordnung des Ukraine-Krieges

Anläßlich des Ausbruchs des ukrainischen Bürgerkrieges Ende 2014 und der einseitigen sowie eskalierenden Berichterstattung in den Medien, erklärte ich die möglichen Hintergründe aus Sicht der Freiwirtschaft. Dabei bezog ich mich auch auf Prof. Dr. Christian Kreiß, der auf “apolut” gerade dementsprechende Zusammenhänge nochmals aufzeigte. Der vielsagende Titel seines Artikels ist “Schuldenschnitt durch Krieg”.

Ich bin aber nicht der Meinung, dass es zu einem heißen Krieg zwischen der NATO und Russland kommen wird.  Stattdessen wird der Konflikt auf die Ukraine eingegrenzt und “unter Kontrolle” der Mächte gehalten. Die Zerstörung auf Pump gebauter Überkapazitäten erfolgt über eine Wirtschafskrise mit Investitions- und Produktionsstop. Die Sanktionspolitik wird Jahre andauern. Der große Verlierer des EU-Wirtschaftskrieges gegen Russland wird der Wirtschaftsstandort Deutschland sein, wegen seiner Abhängigkeit zu russischen Rohstoffen, und die Ukraine, von der nicht mehr viel übrig sein wird. Freiwirtschaftliche Einordnung des Ukraine-Krieges weiterlesen

Warum Russland in der Ukraine die Initiative ergreifen musste – ein Blick hinter den Spiegel

Putin kopiert US-amerikanische Machtpolitik und handelt demnach aus Sicht der Amerikaner vollkommen richtig.  Ebenfalls gut nachzuvollziehen,  wer die maßgeblichen Politiker Deutschlands in den Sattel gehoben hat und aus welchen Gründen dies geschah.