EU will vielleicht keine Zinsgewinne mehr mit überschuldeten Griechenland machen

Vor einigen Tagen „retteten“ die Gläubiger mal wieder den griechischen Staat vor der Pleite. Die EU mit ihrem „Rettungsschirm“ EFSM und die Zentralbank EZB pumpen etwas über 10 Mrd. Euro in das überschuldete Land. Wie immer sind vor allem Banken die Nutznießer. Neu ist aber, dass die Europäische Union vielleicht darauf verzichtet, zukünftig den griechischen Staat mit Zinsen abzuzocken. EU will vielleicht keine Zinsgewinne mehr mit überschuldeten Griechenland machen weiterlesen

Van der Bellen gewinnt Präsidentschaftswahl dank ORF-Schlammschlacht

Kurz vor der Wahl am 22.05.16 übertrug der öffentlich-rechtliche Sender „orf“ die vorentscheidende Debatte der Kandidaten Norbert Hofer und Alexander van der Bellen. Der Staatssender „orf“ griff dabei wahl-entscheidend in den österreichischen Präsidentschaftswahlkampf ein.  Van der Bellen gewinnt Präsidentschaftswahl dank ORF-Schlammschlacht weiterlesen

Beobachteten Polizisten Kiesewetter/Arnold CIA-Agenten Kar?

Aus diesem Artikel …

Beschattete erschossene Polizistin Kiesewetter mutm. CIA-Mann Mevlüt Kar?

… ergab sich die offene Frage: 

  • Konnte die Polizistin Kiesewetter an der Santander-Bank am Hauptbahnhof vorbeikommend, von dort direkt zur Theresienwiese fahren, über die Frankfurter Straße?

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NSU-Enttarnung stoppte DNA-Krimi gegen Kollegen von Kiesewetter/Arnold

Der Heilbronner Polizistenüberfall vom 25.04.2007 gilt heute als aufgeklärt. In der Gedenktafel an der Theresienwiese wird sich auf „neonazistische Verbrecher“ festgelegt. Die Bundesregierung samt grün/linker Opposition präsentiert Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos als Einzel- oder Haupttäter. Gegen diese Version sprechen sämtliche Ermittlungsergebnisse bis zum 04.11.11. Dazu zählen unter anderem, dass Mundlos/Böhnhardt nicht ihre DNA oder Fingerabdrücke am Heilbronner Tatort hinterließen, genauso wie bei allen anderen 28 sogenannten „NSU“-Fällen. Im Gegenteil: Wie bei vielen der 28 anderen Verbrechen gibt es auch beim Heilbronner Polizistenüberfall verdächtige DNA von bis heute unbekannten Personen. Für eine Täter-DNA spricht, dass die Angreifer direkten körperlichen Kontakt mit den überfallenen Polizisten Kiesewetter/Arnold hatten, als sie deren Schusswaffen, Handschellen etc. raubten.

Die Auswertung und Fahndung nach verdächtigen DNA-Mustern begann erst Ende 2009, also Jahre nach dem Überfall. Schnell rückten die Kollegen der überfallenen Polizisten in den Fokus der Ermittlungen, die erst durch die sogenannte „NSU-Selbstenttarnung“, sprich Ermordung von Böhnhardt und Mundlos, am 04.11.11 gestoppt wurden.

Im folgenden wird ein chronologischer Ablauf der Ermittlungen gegeben. Er stützt sich auf zwei Akten: Dem Ermittlungsbericht der Sonderkommission (Soko) Parkplatz aus dem Jahr 2012 und Akten der DNA-Nachforschungen aus dem Jahr 2009, 2010 und 2011. NSU-Enttarnung stoppte DNA-Krimi gegen Kollegen von Kiesewetter/Arnold weiterlesen

Polizist Manfred Nordgauer wird zur Schlüsselfigur bei NSU-Enttarnung

Bundestag, Ende April 2016: Abgeordnete des sogenannten „Untersuchungs“-Ausschusses befragen Kriminaloberkommissar Manfred Nordgauer vom Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg. Nordgauer war bei den Ermittlungen zum Heilbronner Polizistenüberfall beteiligt, genauso wie bei der Spurensicherung in Wohnmobil und Zwickauer Brandruine. Auch durch Nordgauers Tätigkeit wurde die (angebliche) Existenz der rechtsterroristischen Gruppe National-Sozialistischer-Untergrund (NSU) aufgedeckt, auf deren Konto u. a. der Überfall auf Nordgauers Kollegen gehen würde.

Welche Rolle spielte Nordgauer bei den Heilbronn-Ermittlungen?

Die Sonderkommission (Soko) „Parkplatz“ sollte den Heilbronner Polizistenüberfall vom 25.04.2007 aufklären. Ab dem Jahr 2010 ermittelte sie massiv gegen die Kollegen der erschossenen Michele Kiesewetter und des schwer verletzten Martin Arnold. Grundlage waren verdächtige DNA-Funde an der Bekleidung der Opfer und am Fahrzeug. Die Angreifer hinterließen dort höchstwahrscheinlich ihre DNA, als sie den überfallenen Polizisten verschiedene Gegenstände entwendeten.

Daher bat die Soko Kollegen zum DNA-Test und erzielte 2011 auch Treffer: Zwei Polizisten, die nachmittags direkt am Tatort Kontrollen durchführten. Ende Juli 2011 schrieb die Soko in einem internen Bericht, dass Daniel S. und Matthias S. „noch gar nicht vernommen“ worden seien! Sie wären an dem Tag laut Einheitslisten der BePo Böblingen „bei keinem Einsatz eingeteilt worden“!

Es gab eine Polizistin, Susanne M., die Ende 2010 eine DNA-Probe nicht abgeben wollte. Die Autoren Aust/Laabs schreiben im Buch „Heimatschutz“, dass die betreffende Polizistin einen Karrieresprung ins Innenministerium machte. Sie wäre „anscheinend am Tatort“ gewesen.

Der Vorgesetzte Kiesewetters, Thomas B., verstrickte sich in Widersprüche und wurde ab 2010  bis Mitte 2011 mehrmals vernommen.

Kriminaltechniker Manfred Nordgauer war offenbar an der Entscheidung Ende 2010 beteiligt, dass zwei Gürtelhalter von Arnold  von der DNA-Untersuchung „zurückzustellen“ seien!

„“Die Bearbeitung der Asservate erfolgte in enger Absprache zwischen KHM Norgauer und Dr. B.

Asservat MA.7_642_2 (zwei Gürtelhalter – belt keeper) wurde absprachegemäß (Dr. B. und KHM Norgauer bei Auftragserteilung im November 2010) von der Untersuchung zurückgestellt.“ (nsu-leaks)

Hinzuweisen ist, dass die Angreifer höchstwahrscheinlich massiv am Gürtel Arnolds zogen, als sie seine im Holster steckende Waffe von dort herausrissen.

Im Jahr 2011 kündigte die Soko an, die DNA-Tests und Zeugenverhöre auszuweiten.

„Die Vorbereitungen zur Durchführung der vierten DNA-Erhebungsmaßnahme (so. KT-Paket4) sind im Gange, hier wird von UZ separat nachberichtet. Aus taktischen Gründen ist es beabsichtigt, die bisher (oder evtl. zukünftig) betroffenen Kollegen und Alibizeugen erst nach Abschluss aller Maßnahmen „DNA-Erhebung im Kollegenkreis“ in einem Zug zu vernehmen.“

Spurensicherung in Wohnmobil und Zwickauer Brandruine

Von Nordgauers Befragung gibt es nur eine spärliche Anzahl Medienberichte, offenbar lief die Anhörung für die Regierungsdarstellung nicht gut.

Die Linksfraktion veröffentlichte eine Pressemitteilung, mit folgender Passage:

„In Eisenach war Nordgauer mit der Sammlung und Sichtung der Asservate aus dem Wohnmobil befasst. Er konnte sich sofort an die dort in einem Rucksack gefundenen vermeintlichen Bekenner-DVDs des NSU erinnern, habe ihnen aber damals, da er sie für Nazi-Musik-CDs hielt, keine größere Beachtung geschenkt. Vor dem Hintergrund der diversen Waffenfunde und der rasanten Entwicklung am 5. November erscheint das glaubwürdig.“

Der Hintergrund obiger Darstellung ist die Nachfindung der sogenannten NSU-Bekennerfilme. Sie wären in einem Rucksack gewesen, der aus dem Wohnmobil am 05.11.11 entnommen wurde. An dem Tag wurde dessen Inhalt asserviert:

Im Ordner „Bd 4-1 6 Obj Tatbefund WoMo – Bilder KPI Gotha“ sind drei Fotos mit dem Rucksack zu sehen. Bilttafel 21 zeigt dessen geöffnete Taschen sowie den asservierten Inhalt (Patronen, Bargeld etc, aber keine CD´s). Erst einen Monat später fanden dort Ermittler sechs CD´s mit den NSU-Bekennerfilmen.

Wenn Nordgauers Erklärung richtig wäre, hätten die vermeintlichen Musik-CD´s in Bildtafeln 21 gezeigt werden müssen, bzw. asserviert. Für die Linke wäre seine Darstellung trotzdem „glaubwürdig“.

Laut Manfred Nordgauer wäre die auf dem Boden des Wohnmobils liegende Gehirnmasse Böhnhardts und Mundlos nicht als Leichenteile geborgen, sondern als Müll entsorgt worden. Die thüringer Landtagsabgeordnete Madeleine Henfling (Grüne) fand das Vorgehen der Polizei zum Schmunzeln.

„Die Waffe haben die Kollegen bei der Leichenbergung zunächst wohl auch nicht gesehen, „deswegen macht man das ja so ordentlich und besenrein“ erläutert Herr Nordg. nochmal. Die Abg. Henfling muss dabei schmunzeln, „Entschuldigung aber ich denke die ganze Zeit an die[schwäbische] Kehrwoche.“ (haskala)

Nordgauer war auch bei der Spurensicherung in Zwickau dabei.

„In Zwickau war Nordgauer an der Durchsuchung des Brandschutts beteiligt, in dem von einem Polizisten auch die Ceska-Waffe gefunden wurde, die er selbst entgegennahm.

Da sie am Vortag im Brandschutt den Ordner mit Zeitungsartikeln zu allen Ceska-Morden gefunden hatten, war sich Nordgauer sofort sicher, hier die Tatwaffe in Händen zu haben. Laut Nordgauer wurde in Zwickau zu jedem Mord eine Tüte mit der entsprechenden Kleidung gefunden, was jedoch beispielhaft nur mit der Jogginghose aus dem Kiesewetter-Mord ausgeführt wurde.“

„Im Schutt habe er die Mordwaffe Kiesewetter gleich richtig  zugeordnet, wenn auch nicht „sicher“.“  (Mayr)

Hier ist anzufügen, dass die Spurensicherung in Zwickau keine wirkliche Tatortdokumentation betrieb. Beispielsweise wurde die Ceska-Mordwaffe einfach vom Fundort in eine Kiste verpackt und weggeschafft. Es gibt keine Fotos von der Waffe, wie sie im Schuffhaufen liegt, genausowenig von der (angeblichen) Jogginghose Mundlos, die in Zschäpes Katzenzimmer gefunden worden wäre.

Angesichts dessen ist der Zeuge Manfred Nordgauer nur begrenzt glaubwürdig, um, wie von vielen Abgeordneten erwünscht, Verschwörungstheorien zu widerlegen. In der Realität verankerte Menschen würden dagegen misstrauisch werden, dass die laufenden Ermittlungen der Soko „Parkplatz“ von der „Selbstenttarnung des NSU“ gestoppt wurde.

Liquiditätsmangel erwürgt griechische Wirtschaft

Heute las ich einen Artikel auf der Seite „Griechenland-Blog“ über die sich verschärfende Wirtschaftskrise, aufgrund der derzeit stockenden Verhandlungen mit den Gläubigern. Die Krise wird auf Liquiditätsmangel zurückgeführt. Hinter diesem Wort versteckt sich das Problem der Bargeld-Hortung und das Fehlen einer umlaufgesicherten Parallel-Währung:

„Wie sie erklären, sind der Zusammenbruch der (Elektro-Handelskette) „Ilektroniki Athinon“ und die Schließung der (Papierfabrik) „Softex“ Indizien der Strangulation, die der Liquiditätsmangel und der anhaltende Rückgang des Konsums verursachen.“

„Laut einer jüngsten Erhebung der „Altradius“ erklären neun von zehn griechischen Unternehmern, ihre Kunden begleichen die Rechnungen wegen Liquiditätsproblemen mit Verzögerungen, während drei von zehn einen Verlust von Einnahmen wegen der verzögerten Begleichung von Rechnungen angaben.“

Es ist unfassbar, dass die griechische Linksregierung auch ihre zweite Chance nicht nützt. Die Geschichte wiederholt sich innerhalb kürzester Zeit. Am 18. Juli 2015 schrieb ich:

Bargeld-Hortung würgt griechische Volkswirtschaft ab

Experten der Freiwirtschaft empfahlen Griechenland bereits Anfang 2012 eine Parallel-Währung einzuführen.

Expressgeld statt Euroaustritt
Wirtschaftsaufschwung in den Krisenstaaten durch umlauf- beschleunigtes und abflussgebremstes Regiogeld
von Christian Gelleri und Thomas Mayer, Februar 2012″ (chiemgauer)

Grafik vergleicht Weltordnung des Mittelalters mit der des Kapitalismus

Die US-Website „the burning platform“ veröffentlichte Mitte März 2016 ein Bild, die die Weltordnung des Mittelalters mit der des Kapitalismus vergleicht. Es wird sichtbar, dass damals wie heute die große Mehrheit der Bevölkerung ausgebeutet wird.

Dadurch inspiriert erstellte ich ein ähnliches Bild, mithilfe von photoshop, und stelle es hier zur Diskussion: Zum vergrößern einfach auf die Grafik klicken:

weltordnung-mittelalter-heute-i-version

Über das Thema biete ich auch ein Kabarett-Stück an, siehe „Henker löst Finanzkrise mit Schuldenschnitt“, youtube .

Es gab viele Völker, außerhalb des westlichen Kulturkreises, die nicht in einer kapitalistischen Welt lebten:

Es gab keine leistungslosen Einkommen, also keine Zinswirtschaft sowie keinen Privatbesitz von Grund und Boden. Auch die Bibel drückt sich diesbezüglich klar negativ aus, wie im Grunde alle großen Weltreligionen!

Beispielsweise kannten manche Indianerstämme keinen Privatbesitz von Grund und Boden. Land war nicht im Besitz von Einzelnen, sondern Raum, der allen dort lebenden Lebewesen gehörte. Dazu im Gegensatz stand die erste Tat der europäischen Einwanderer, ihren Landbesitz zu umzäunen und die Ureinwohner zu versklaven oder bei Widerstand zu töten!

Dass ihre Lebenseinstellung den Widerstand der meisten Einwanderer, trotz ihrer christlichen Religion, erregte, bleibt unverständlich.

„Der General Allotment Act of 1887, auch Dawes Act genannt, war ein Bundesgesetz der Vereinigten Staaten, welches das Indianerreservatsland parzellierte.“ „Dawes-Gesetz„, wiki

Die Begründung für die Zerstückelung des Landes und Zuteilung von Grundstücken an Privatpersonen war, dass Gemeinbesitz von Grund und Boden den Fortschritt verhindern würde:

„Die Schwachstelle ihres Systems war offensichtlich. Sie sind so weit gekommen, wie es ihnen möglich war, denn ihr Land befindet sich im Gemeinbesitz (…) und unter diesen Umständen gibt es keine Unternehmung, die das eigene Haus besser stellen kann als das der Nachbarn. Selbstlosigkeit ist nicht die Grundlage der Zivilisation.“ Senator Henry Dawes um 1880

Im 16. Jahrhundert besuchten Indianer des brasilianischen Stammes der Tupinamba Frankreich. Der französische Autor Montaigne berichtete 1580 in seinem „Essais“ über eine Unterredung, die die Tupinamba mit König Karl IX. in Rouen führten:

„Der König sprach lange mit ihnen. Man zeigte ihnen unsere Lebensweise, unsere Prachtentfaltung und das Erscheinungsbild dieser schönen Stadt. Hernach fragte sie jemand nach ihrem Urteil und wollte wissen, was ihnen am meisten aufgefallen sei.

In ihrer Antwort wiesen sie auf drei Dinge hin, von denen ich zum meinem großen Ärger das dritte vergessen hab; doch die beiden anderen sind mir noch in Erinnerung: 

Erstens, sagten sie, sie hätten es höchst seltsam gefunden, dass so viele den König umgebende Männer, bärtig, stark und bewaffnet – wahrscheinlich sprachen sie von den Schweizern seiner Leibwache -, sich herabließen diesem Kind zu gehorchen, statt einen der ihren zum Befehlshaber zu wählen;

zweitens (und hier muss man wissen, dass sie in ihrer Redeweise die Menschen als Hälften voneinander bezeichnen) hätten sie bemerkt, dass es Menschen unter uns gäbe, die alles besaßen und mit guten Dingen jeder Art geradezu vollgestopft seien, während ihre andern Hälften bettelnd an deren Türen stünden, von Armut und Hunger ausgemergelt; und sie fänden es verwunderlich, dass diese, notleidend wie sie seien, eine derartige Ungerechtigkeit geduldig hinnähmen, statt die Reichen an der Gurgel zu packen oder ihre Häuser in Brand zu stecken.“ (Gezähmte Wilde: die Zurschaustellung „exotischer“ Menschen in Deutschland, Anne Dreesbach, Auszug siehe books-google)

Thüringer NSU-Ausschuss erscheint selbstimmunisiert für offene Fragen

Am 28.04.2016 besuchte ich erstmals einen der inzwischen zahlreichen sogenannten „Untersuchungs“-Ausschüsse, die vorgeben, die Ungereimtheiten im Fall des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) aufzuklären. An dem Tag hätten die thüringer Abgeordneten die Gelegenheit gehabt, einen Schritt voran zu kommen: Es kam der damalige Polizeidirektor und Einsatzleiter gegen die Bankräuber von Eisenach am 04.11.11, Michael Menzel. Während meiner Anwesenheit, von 10:00-14:40, musste ich jedoch eine größtenteils harmlose Fragerei ertragen, die die großen Punkte kaum ansprach: Hinweise für Ermordung von Böhnhardt/Mundlos und Beweismittel-Manipulation im Wohnmobil. Thüringer NSU-Ausschuss erscheint selbstimmunisiert für offene Fragen weiterlesen

NSU: Ex-Polizeidirektor Michael Menzel drohte Linken-Abgeordneten Renner mit Büro-Durchsuchung

Der damalige Polizeidirektor Michael Menzel führte die NSU-Ermittlungen, das Wohnmobil betreffend, bis zum 11.11.2011. Die Linken-Abgeordnete Katharina König fragte Michael Menzel in der gestrigen Sitzung des thüringer NSU-Ausschusses folgendes:

„Aktenstück 56, ist vom 08. November 2011, 12 Uhr 09. Da steht:

Aufgrund der Presseinformation der Linken nimmt PD Menzel (…) mit der Abgeordneten Martina Renner und kündigt dieser die Durchsuchung der Räume zwecks Auffindung von Beweismitteln an. Daraufhin kündigt Frau Renner mit, dass es nur Mutmaßungen waren, von einer Durchsuchung wurde abgesehen. Könnten Sie uns das erklären?“

Menzel:

„In groben Zügen. Ich meine mich daran zu erinnern, dass  [unverständlich] Tatsachenbehauptungen vorhanden waren, dass Beweismittel im Büro drin wären. So stand es wohl geschrieben. Da habe ich gesagt, wenn das so ist, dann gehören diese Beweismittel in das Verfahren. Deswegen ist es zur Kontaktaufnahme mit der Abgeordneten Renner gekommen, also dem so ist, ob das stimmt und sie hat gesagt, „Nein das sind eigentlich Mutmaßungen, die da niedergeschrieben sind und keine Fakten. Damit war das Thema de facto erledigt.“

König:

„Also es kursieren ja auf diversen Internetblogs diverse Meinungen und Mutmaßungen, aber deswegen wird ja nicht, ich sage mal nicht am 08.11 sofort eine Durchsuchung angedroht, insbesondere nicht bei einer Abgeordneten.“

Menzel:

„Da müsste man, denke ich, mal die Frau Renner selber befragen. Aber meine Frage begründete konkret auf Beweisen, so meine ich mich zu erinnern, bei Beweise, ich kann jetzt nicht mehr den Inhalt sagen, aber es war sinngemäß man hätte Beweise und Beweise gehören zu Ermittlungen (…).“

Die unglaublichsten Aussagen von Ex-Polizeidirektor Menzel vor dem thüringer NSU-Ausschuss

Gestern fand eine Sitzung des thüringer NSU-Untersuchungsausschusses statt. Geladen war der damalige Einsatzleiter gegen die Bankräuber von Eisenach am 04.11.11, der damalige Polizeidirektor Michael Menzel. Er ist heute Referatsleiter im SPD-geführten Innenministerium. 

Menzels Ausführungen hätten viele Gelegenheiten geboten nachzufragen, da sie teilweise konträr zu seinen früheren Aussagen und den Ermittlungsakten standen. Insbesondere die SPD-Vertreter im Ausschuss beteiligten jedoch so gut wie gar nicht an der meist harmlosen Fragerei. 

Die wörtlichen Zitaten basieren auf Notizen, die der Autor selbst während der Sitzung anfertigte. Es kann daher nicht für eine 100% Korrektheit garantiert werden. Die unglaublichsten Aussagen von Ex-Polizeidirektor Menzel vor dem thüringer NSU-Ausschuss weiterlesen

Jeder Mensch ist gleich wertvoll – egal ob reich, arm, schwarz oder weiß!