Schlagwort-Archive: Artikelserie „Der Polizistenmord“

Teil 9) Handys kamen nicht in die Asservatenkammer

In der Wohnung Kiesewetter fanden Ermittler am 29. April in einem Korb ein „Nokia Handy mit Ladegerät. Es dürfte sich um das Gerät handeln welches sie benutzte bis zum Kauf des aktuellen Handys im November 2006. Das Handy wird sichergestellt. Asservat Nr. 0 12.“1 Diese Darstellung ist falsch: Es kann sich nicht um ihr altes Handy handeln, da MK ihrer Mutter Ende 2006 ihr altes Handy samt SIM-Karte schenkte. Darüber hinaus fanden Ermittler in einer „Kommode, dritte Schublade“, die PIN-Nummer eines „Handy T-Mobile“. Teil 9) Handys kamen nicht in die Asservatenkammer weiterlesen

Teil 8) Auswertung des privaten Handy von Martin Arnold

Der Kommentator „freigeist“ schreibt:

„Martin Arnold benutzte am Tattag sein privates Handy der Marke Nokia, Modell 6300, mit der Nummer 0163 /627XXXX. Der Provider war E-Plus. Das Handy wurde zwei Stunden nach dem Anschlag, also gegen 16 Uhr, im Krankenhaus Ludwigsburg seitens der Polizeidirektion Ludwigsburg sichergestellt. Genauso wie das private Handy von MK, wurde das Nokia 6300 weder auf Fingerabdrücke, Blutspuren, noch auf DNA untersucht. Teil 8) Auswertung des privaten Handy von Martin Arnold weiterlesen

Teil 7) Was passierte in der Nacht und im Morgen des 5. April?

Was in der Nacht vom 04. zum 05. April passierte, ist ungeklärt. Es muss sich um etwas Gravierendes gehandelt haben, was mit dem Polizistenmord zusammenhängt. Es spielen wieder die gleichen Polizisten eine Rolle, die auch am Tattag in Erscheinung traten und die offizielle Darstellung stützen: Teil 7) Was passierte in der Nacht und im Morgen des 5. April? weiterlesen

Teil 6) Manipulation des privaten Nokia-Handys von Kiesewetter

Die Auswertung ihres SMS-Verkehrs hätten keine Ermittlungsansätze erbracht. Die Ergebnisse werden mit „unauffällig“1 und „ohne Verfahrensrelevanz“ beschrieben. Die baden-württemberger (bw) Abgeordneten befragten die NSU-Ermittlerin Nicole K. über ihre Auswertung. Ihre Antwort macht deutlich, dass sie einfach die Richtigkeit der von der Soko-alt ermittelten „SMS-Daten“ vorraussetzte.2 Dabei beweist ein Fehler die leichte Manipulierbarkeit der SMS, die in der Excel-Tabelle stehen: Teil 6) Manipulation des privaten Nokia-Handys von Kiesewetter weiterlesen

Teil 4) Alternative Rekonstruktion bietet plausible Auflösung der Ungereimtheiten

Am gleichen Tag, als das dienstliche Handy aus dem Opferfahrzeug geholt worden wäre, kam ihr blutverschmiertes private Nokia-Handy am 27. April in die Auswertung der heilbronner Polizei. Befand sich in der Mittelkonsole nicht das dienstliche Handy, sondern ihr privates Nokia-Handy? Wurde es zuvor in das Opferfahrzeug gelegt, damit es „gefunden“ wird? Um dies zu vertuschen, wurde es als dienstliches Handy der Fahndungs- und Einsatzgruppe (FEG) bezeichnet. Führte MK am 25. April kein FEG-Handy mit, da sie gar nicht für die FEG-Heilbronn tätig war? Wenn es kein FEG-Handy gab, dann konnte es die Soko-alt auch nicht auswerten. Für eine „Schein-Auswertung“ sprechen folgende Hinweise: Teil 4) Alternative Rekonstruktion bietet plausible Auflösung der Ungereimtheiten weiterlesen

Teil 3) Das dienstliche Handy

Bei Dienstbeginn bekam MK von der heilbronner FEG-Leitung ein Handy ausgehändigt. Laut des Asservatenverzeichnis wurde das dienstliche FEG-Handy am 27. April aus dem Streifenwagen herausgeholt.1 Auch Peter F. bestätigt diese Angabe im Vermerk „Beschreibung des Dienstfahrzeuges“. Er beschreibt den Fundort des Handys „der Marke Siemens“2 genauer: Es lag in einem Fach in der Mittelkonsole unter einem Notizbuch. Am gleichen Tag sicherte ein Ermittler am blutverschmierten Display eine DNA-Probe. Der Beamte S. bezeichnet es nun allerdings als ein „NOKIA3FEG“-Handy. Am 15. Mai kam es zu einer weiteren DNA-Probenentnahme am Gehäuse. Jetzt bezeichnete es Peter F. auch als ein Nokia. Später ergab die DNA-Analyse, dass das Blut Kiesewetter gehörte.3 Teil 3) Das dienstliche Handy weiterlesen

Teil 1) Der heilbronner Polizistenmord und die Manipulation der Opfer-Handys

 

Die offizielle Darstellung lautet:

  • Die Soko-alt wertete die privaten Handys der Opfer aus, auch das mitgeführte dienstliche Handy. Sie listete in zwei Excel-Tabellen namens „SMS-Daten“ die geschriebenen und erhaltenden SMS auf. Die Nachrichten stützen die Version, dass die letzten Tage vor der Tat harmlos gewesen seien, genauso wie der Einsatz am 25. April. Der Inhalt sei etwa „flapsiger / spaßiger Natur“1 gewesen, im Einsatz sei laut MK „nix los“ gewesen. Die Handyauswertung ergab also keine Hinweise auf Einsatzkommunikation und den Täterkreis. Die Aussagen der Polizisten, mit denen die SMS ausgetauscht wurden, bestätigen den Inhalt.

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Einführung) Artikelserie über Opferhandys

Die privaten Handys der überfallenen Polizisten Michele Kiesewetter (MK) und Martin Arnold (MA) sind von herausragender Bedeutung für die Rekonstruktion des Tattages, dem 25. April 2007, und der Tage davor. In drei Ermittlungsordnern finden sich Dokumente, die diesen Ermittlungsbereich betreffen.

Die Ungereimtheiten aufzuklären, gehörte mit zur schwierigsten Aufgabe vor der ich mich bei meinem Buchprojekt konfrontiert sah. Ohne die Hilfe des Kommentators „Freigeist“ wäre die Aufklärung nicht möglich gewesen. In der kommenden Artikelserie zeige ich, dass die Darstellung der Sonderkommission (Soko) nicht stimmen kann, und dass unbekannte Ermittler die Handydaten manipulierten. Klarstellung: Die Vertuschung zielte nicht darauf ab, die Polizistenmörder zu decken, sondern auf den geheimzuhaltenden Sondereinsatz des tiefen Staates.

Einführung) Artikelserie über Opferhandys

Teil 1) Heilbronner Polizistenmord und die Manipulation der Opfer-Handy

Teil 2) Das private Handy von Michele Kiesewetter

Teil 3) Das dienstliche Handy

Teil 4) Alternative Rekonstruktion bietet plausible Auflösung der Ungereimtheiten

Teil 5) Kiesewetters Zweithandy ist verschwunden

Teil 6) Manipulation des privaten Nokia-Handys von Kiesewetter

Teil 7) Was passierte in der Nacht und im Morgen des 5. April?

Teil 8) Auswertung des privaten Handy von Martin Arnold

Teil 9) Handys kamen nicht in die Asservatenkammer