NSU – die wesentlichen Ungereimtheiten

Dieser Artikel untersucht die wesentlichsten Ungereimtheiten der verbreiteten “offiziellen” Darstellung über das Auffliegen des „National-Sozialistischen-Untergrunds“ (NSU) am 04.11.11. Dazu gehören: Der erst propagierte (angebliche) Doppel-Selbstmord von Böhnhardt und Mundlos am 04.11.11, der Banküberfall in Eisenach. Die dubiosen Verhaltensweisen von Beate Zschäpe und ihrer Bekannten sowie die angeblich nicht-vorhandenen Verbindungen zum Verfassungsschutz und Bundeskriminalamt.

1. Das Ende des NSU naht

In den Wochen vor dem 04.11.11 holt die Computer-Nutzerin „Liese“ [höchstwahrscheinlich Beate Zschäpe] in ihrer Zwickauer Wohnung in der Frühlingsstraße auf der Website der Deutschen Bahn Fahrplanauskünfte ein (stuttgarter-nachrichten).

Mitte Oktobr 2011 hätten Herr Böhnhardt und Frau Zschäpe einen Vertrag über eine Wohnmobil-Anmietung abgeschlossen.

„Die Bezahlung und Kautionshinterlegung sei bar erfolgt. Er sagt, er habe auch eine Frau gesehen mit langen schwarzen Haaren, habe aber nicht ins Detail gehen können. (…) Götzl hält zur Beschreibung vor, die Frau habe relativ wenig dazu gesagt, aber das in “hiesigem Dialekt”, sie sei ca. 30 Jahre alt gewesen und habe schwarzes Haar bis über die Schultern gehabt. Daran könne er sich jetzt nicht mehr erinnern, das sei damals aber erst zwei Wochen her gewesen. Auch, dass die Kollegin angegeben habe, es sei ein kleines Kind, maximal erste Schulklasse, dabei gewesen, erinnere er nicht mehr.“ (nsu-watch)

Sie hätten dem Verleiher angegeben, „es bereits am 4. November zurückbringen zu wollen.“ (TA) Diese Darstellung ist falsch. Laut Darstellung des Vermieters ging die Verleihung über zehn Tage vom 21. Oktober bis zum 01. November.

„Weiter hält Götzl vor, der Kunde habe schon einmal mit K. telefoniert, weil er das Wohnmobil eigentlich am 21. Oktober habe entgegen nehmen wollen, es aber erst am 25. Oktober habe abholen können. K.: “Es war schon die ganze Zeit so ein Hin und Her.” (ebd)

Am 25. Oktober wurde das Wohnmobil abgeholt. Die Mietdauer beträgt wieder 10 Tage, also war es bis zum 04. November ausgeliehen.
„Die Übergabe sei am frühen Nachmittag gewesen. K. bestätigt den Vorhalt von Götzl, das Wohnmobil sei am 25. Oktober 2011 abgeholt und am 14. Oktober 2011 geordert worden. Auch den Vorhalt, dass die Mietdauer auf 11 Tage zurück datiert worden sei bis zum 4. November, bestätigt K.; die erste Befragung durch die Polizei sei noch mit Unterlagen gewesen
..
Zur Abholung am 25. Oktober kam der Mann alleine!
„Zur Schlüsselübergabe sei der Mann alleine gewesen, so K. Die Übergabe sei am frühen Nachmittag gewesen. K. bestätigt den Vorhalt von Götzl, das Wohnmobil sei am 25. Oktober 2011 abgeholt und am 14. Oktober 2011 geordert worden.“
Die Darstellung des Bundesgerichtshofes ist falsch. In der Begründung, warum Beate Zschäpe weiter in Haft sitzt, steht:
“Zum vereinbarten Abholtermin am 25. Oktober 2011 erschien Böhnhardt wiederum in Begleitung der Beschuldigten sowie eines bislang unbekannten Kindes.” (BGH)
Am 3. November hätte Uwe Böhnhardt noch einmal beim Wohnmobil-Verleih angerufen und gebeten, das Wohnmobil zwei Tage länger zu mieten.
„Dann geht es um die telefonische Verlängerung der Anmietung bis zum 7. November 2011.“ „Es sei für zehn Tage gemietet worden. Ein Tag vor Rücknahme sei ein Anruf gekommen, dass um zwei Tage verlängert werden solle.“
… aber war Böhnhardt überhaupt der Vermieter?
Uwe Böhnhardt hätte sich mit einem Reisepass ausgestellt auf einen “Holger Ge.” ausgewiesen.
..

“Böhnhardt trat als “H. Ge. ” auf, Mundlos als “M. B. “; entsprechende amtliche Ausweispapiere verschafften sie sich unter Mitwirkung der Genannten.” (BGH)

Dagegen wird Ende November 2011 berichtet, dass „beim Ausleihen (…) laut „Süddeutscher Zeitung“ der inzwischen ebenfalls verhaftete mutmaßliche Helfer Holger G. aus Niedersachsen dabei“ gewesen war (ST).

Im NSU-Verfahren erkennt der Wohnmobil-Ausleiher Holger G. wieder, dies könne er jedoch „nicht mehr hundertprozentig sagen, dass die Übergabe mit ihm erfolgte.“ Einer Kollegin sei ein „dunkles Fahrzeug mit „auswärtigem Kennzeichen“ in Erinnerung (nsu-watch). Laut dem Buch “Die Zelle”, Seite 247 (elektronische Ausgabe), hätte das Kind zu der unbekannten Frau “Mama” gesagt!

Mehr Infos: „Die verschwundenen Kinder des NSU“

Versand der NSU-Bekennerfilme wird vorbereitet

Anfang November 2011 hätte sich das Trio entschlossen, ihre NSU-Bekennerfilme zu verschicken. Der Bundesgerichtshof schreibt in einem Urteil gegen Frau Zschäpe:

Anfang November 2011 trafen sie Vorbereitungen zu deren Versendung insbesondere an Zeitungsredaktionen und an religiöse und kulturelle Vereinigungen türkischstämmiger Personen in Deutschland.” (BGH)

Am 03.11 meldete sich eine Frau telefonisch bei Susanne S., die eine Tierpension im Umland von Zwickau betreibt.

“Ich glaube, sie hatte sich mit dem Namen Zschäpe gemeldet und wollte ihre beiden Katzen für einen längeren Zeitraum bei mir abgeben”, sagt die Tierbetreuerin. Zschäpe liebte ihre Katzen sehr. (tagesschau)

Das Wohnmobil befindet sich noch am 03.11. abends an der gemeinsamen Wohnung in Zwickau, Frühlingsstraße (Friedensblick). Es werden40 Umzugskartons” (welt) mit Materialen in das Wohnmobil gepackt, darunter Beweismaterial.

„Mehrere Anwohner des Ortsteils Weißenborn wollen eben das am Freitag in Eisenach ausgebrannte Wohnmobil am Tag zuvor noch in der Nähe der zerstörten Wohnhaushälfte gesehen haben.“ (TA)

Das Wohnmobil wird am gleichen Tag und zur gleichen Zeit auch in Stregda gesehen. Dort wäre vom Trio am nächsten Tag, am 04.11, ein Banküberfall geplant gewesen. Anwohnern sahen es bereits einen Tag vor dem Überfall, es fiel am Donnerstag auf!

“… es ist mittags auf und ab gefahren”, sagt eine Frau. Darüber habe sie sich noch gewundert. Am frühen Freitagmorgen soll der Caravan auch noch an Ort und Stelle gestanden haben, gegen 9 Uhr aber nicht mehr. Später jedoch parkte er wieder hier.” (Thüringer Allgemeine)

Warum schreibt der „mdr“ etwas anderes? Erst …

Am Abend des 3. November taucht das Wohnmobil in Eisenach-Stregda auf. Es parkt dort.“ (mdr)!

Es gibt weitere Seltsamkeiten, vor allen in den Verhaltensweisen von Frau Zschäpe. Am 01.11.11 verhielt sich Zschäpe einer Freundin derart seltsam, dass die dachte, das Trio hätte „einen Pakt geschlossen (…) sich alle drei das Leben“ zu nehmen:NSU: Rekonstruktion der tödlichen Ereignisse am 04.11.11

Warum warten die (angeblichen) Bankräuber mit dem Überfall bis zum 04.11 und müssen am 03.11 um eine Verlängerung bitten? Warum überhaupt eine Bank überfallen, wenn das Trio fast 200.000 Euro allein in ihrer Wohnung rumliegen hatte? „NSU: Wie wurde der Terror wirklich finanziert?

Und die wichtige Frage ist:

Gab es zwei Wohnmobile? Zeugenaussagen aus Ermittlungsakten bestätigen diesen Verdacht! (Quelle)

2. Fahndung nach Wohnmobil

Es gibt unterschiedliche Darstellungen, ob und warum es nach dem Überfall sofort zu einer Ringfahndung nach einem Wohnmobil kam oder gar nicht:

1. Zeugen sahen ein weißes Wohnmobil “bei dem Überfall” (TA). Jemand hätte sogar ausgesagt, “er habe drei Männer aus der Sparkasse laufen sehen, die anschließend mit einem nahe geparkten Wohnmobil flüchteten, dass sofort von der Polizei verfolgt wurde.”

2. Ein Zeuge hätte nach dem Überfall gesehen, wie zwei Männer eilig ihre Fahrräder in das Wohnmobil eilig einluden:

„Die Fahndung nach den Tätern führte zu einem Zeugen, der beobachtet hatte, wie zwei Männer in der Nähe des Tatorts eilig Fahrräder in ein Wohnmobil verluden.“ (BGH)

Die Polizei bestätigt, dass sie kurz nach dem Überfall einen Tipp erhielten. “Der Zeuge konnte uns sogar noch den Anfangsbuchstaben des Kennzeichens nennen”.

3. Sofort nach dem Banküberfall schickt um 09:35 die Polizei alle verfügbaren Kräfte nach Eisenach. „Insgesamt 13 Funkstreifenwagen sind unterwegs, um direkt nach einem Transporter zu suchen“, berichtet der Gothaer Polizeichef Michael Menzel. (TA). Der Polizeichef hielt sogar „vorab Kräfte bereit“, damit man im Falle eines weiteren Überfalls schnell reagieren könne.“ Die Vorbereitungen liefen „über mehrere Wochen“! (haskala)

Menzel wäre auf den Einsatz eines Wohnmobils vorbereitet gewesen:

Bei einem früheren Banküberfall am 7. September in Arnstadt gingen Räuber ähnlich vor: Auch dort flüchteten die Räuber per Fahrrad (SZ). Spezialisten rekonstruierten den Fluchtweg auf einer Länge von zwei Kilometern („Mantrailer”). Sie endete bei einer „Döner-Bude“!

„Die Spur habe direkt zu einem Imbissstand geführt, einer Döner-Bude. Deren Betreiber habe dann eine lange gehegte Vermutung der Ermittler bestätigt.“ (ta)

Daher fahndete man in Eisenach intensiv nach “möglichen Autos, mit denen auch Fahrräder transportiert werden konnten.” (TA) So wäre sogar gänzlich auf eine Ringfahndung verzichtet worden (TA).

„Eine der Möglichkeiten war, dass die Verdächtigen ein Fahrzeug benutzen, in dem die Fahrräder verladen werden“, erzählt Kriminaldirektor Menzel. „Als nun nach dem Überfall von Eisenach wieder von der Flucht zweier Männer auf Fahrrädern erzählt wurde, änderten wir die sonst übliche Ringfahndungstaktik. (TA)

Das Problem mit dieser Darstellung ist, dass die Polizei die Räder in Arnstadt offenbar fand.

Die Räder fand die Polizei nach dem Überfall etwa zwei Kilometer vom Tatort entfernt.“ (ta)

Michael Menzel: „Die Täter sind gar nicht auf der Flucht, vielleicht wohnen sie hier.“ (ta)

3. Die verkorkste Flucht

Es gibt zwei Versionen, wo das Wohnmobil geparkt war. Auf Fahrrädern wären sie dorthin geflüchtet. Es wäre …

1. … „auf dem heruntergekommenen Gelände der Diskothek MAD abgestellt“ worden. Ein Zeuge bestätigt: Es stand rechts von ihm, auf dem Parkplatz der Diskothek. „Das kam mir komisch vor“, erinnert sich S., „normalerweise stehen dort nie Autos.“ (focus)

2. … „auf Obi-Parkplatz kurz nach dem Überfall“ gesehen worden (sueddeutsche).

Die „Eisenacher Bankräuber“ flüchteten anschließend im Wohnmobil nicht auf die Autobahn sondern…

“… links ins Dorf Stregda. Wieder sind es nur ein paar Hundert Meter, dann erreichen sie den Schafrain, wo sie das weiße Wohnmobil gegen 9.45 Uhr parken. Eine ruhige Gegend, in der Fremde eigentlich gleich auffallen müssten. Weil sie ein Gerät zum Abhören des Polizeifunks an Bord haben, wissen sie vermutlich, dass die Fahndung läuft.” (ST)

Sie fahren nach Stregda in ein Wohngebiet, um die Ringfahndung auszusitzen. Sie parken und hören den Polizeifunk ab. So erfahren sie, dass die Polizei gezielt nach ihrem Fahrzeug fahndet. Statt von Stregda per Rad zu fliehen, warten sie konsterniert im Wohnmobil. Sie warten weiter – sogar als die Ringfahndung gegen 11:15 aufgehoben wird (TA). Endlich werden sie schließlich gegen 12:00 von zwei Polizisten entdeckt (BILD).

4. Rekonstruktion der letzten Momente

Als die beiden Herren bemerkten, dass eine Polizei-Streife sich ihrem Wagen näherte, hätten sie einen einzigen Schuss auf die Polizisten abgegeben. Michael Menzel, Chef der Polizeidirektion Gotha:

„Wir wussten, dass sie scharfe Waffen hatten. Sie haben mit einer MPi auf uns geschossen“. (TA)

Böhnhardt hätte einen Schuss auf die Polizisten abgegeben können. Doch dann hätte die Maschinenpistole Ladehemmung gehabt (Spiegel).

„Die zur Maschinenpistole gehörende Hülse finden die Ermittler erst am 18. November.“ (TA)

Es gäbe zwar keinen Durchschuss durch die Wohnmobil-Wände, doch erklärte BKA-Chef Jörg Ziercke, dass …

„… bei dem nachfolgenden Feuer eines der Plastikfenster so beschädigt, dass nicht mehr zu erkennen ist, ob es zuvor von einem Schuss durchlöchert worden war.“ (TA)

Zwar fanden Ermittler …

„.. am 21. November 2011 an einem Haus in Tatortnähe (…) eine Beschädigung am Putz, die von einem Einschuss stammen könnte. Das Projektil aber fehlt bis heute.“ (ta)

Daraufhin nahm Mundlos seine Pumpgun „Pumpgun Winchester 1300 Defender“, schoss Böhnhardt in den Kopf. Dann zündet er einen „Papierstapel“ an; „Spuren von einem Brandbeschleuniger hat man nicht“ gefunden. (IT) Jetzt hätte sich Mundlos erschossen.

Zwischen den beiden tödlichen Schüssen und dem Feuer lagen …

„… zwischen sieben bis 20 Sekunden“. „So schildern es die beiden einzigen Ohrenzeugen des Geschehens am Tatort, die Polizeibeamten, die mit ihrem Streifenwagen (…) das Wohnmobil in Stregda erreichten.“ (IT)

Es gibt unterschiedliche Zeugenaussagen, ob Schüsse gehört wurden oder nicht. Die beiden Polizisten hätten “zwei Knallgeräusche” gehört, “es sei unklar, ob es sich um Schüsse gehandelt habe.” (mdr). Es müssen jedoch 3 Knallgeräusche gewesen sein, da laut der Polizisten schon der erste Schuss (aus der Maschinenpistole) ein „nicht identifiziertes Knallgeräusch“ gewesen sei. Außer diesem ersten Geräusch gäbe es laut Ermittlungsakten „kein Indiz“, dass Polizisten vom Wohnmobil beschossen worden wären (IT).

Auch die meisten Anwohner sahen nur das Wohnmobil brennen …

“… , aber weder davor noch danach Schüsse gehört. Lediglich eine Familie hatte gegenüber der Polizei von drei Schüssen gesprochen. Eine Frau, die nicht einmal zehn Meter vom letzten Standort des Wohnmobils wohnt, nahm durch ihr geöffnetes Fenster den Geruch von verbranntem Plastik wahr. “Schüsse sind aber keine gefallen, das hätte ich gehört”, sagt sie.” (Stern)

Ein „Ohren“-Zeugen-Bericht, er hörte von seinem Balkon aus mit seiner Frau Schüsse:

„Die Geräuschfolge war aus meiner Sicht so, dass es zwei oder drei Schüsse waren, kurz darauf ging dann die Sirene im Ort, Feuer und so, und sahen dann hier unten die Rauchschwaden aufsteigen (…) meine Frau sagte mir dann noch, da hat jemand geschrien, also es klang wie ein Streit, es waren Männerstimmen auf jeden Fall, (…) wenn Männer sich anschreien dann, kurz darauf, fielen diese Schüsse, das war doch merkwürdig.“ (rtl)

Es gibt eine weitere, alternative Darstellung der Vorgänge, auch sie stützt sich „Ermittlungsunterlagen“:

Es wären drei Schüsse von den Polizisten gehört worden und „ein Geräusch, als würde ein Möbelstück gerückt“ werden:

„Als sich die beiden Beamten dem Fahrzeug nähern, vernehmen sie aus dem Inneren ein Geräusch, „als würde ein Möbelstück gerückt“, wie sich einer von ihnen später erinnert. Dann ertönen kurz hintereinander zwei Schüsse. Noch ein dritter Schuss fällt, und zwar – da gehen die Erinnerungen der Beamten auseinander – nach mindestens sieben, maximal 20 Sekunden. Kurz darauf dringen Rauch und Flammen aus dem Wohnmobil.“ (bz)

5. Waren es Doppel-Selbstmorde, erschoss Mundlos, Böhnhardt oder was?

Eine Übersicht der verwirrenden, verschiedenen Meldungen, chronologisch geordnet:

Die erste Meldung am 04.11. um 14:51 von Bild.de:

„Sprengten sich Täter in die Luft? Zwei Leichen nach Bankraub in Eisenach gefunden! (bild)

Am 5. November 2011 wurden in Jena die Leichen obduziert (focus). Laut (ersten) Obduktionsbericht wäre Mundlos Schädelhöhle „zerstört und weit aufgerissen“ war, der Rachen „zerfetzt“. In der Mundhöhle und auf der Zunge fand sich Schmauch, „typische Kriterien“ für einen Mundschuss (focus).

Am 08.11. gab die Polizei bekannt: Selbstmord (TA). Ein Sprecher der Polizei Gotha:

„Die Männer haben sich definitiv selbst getötet (…) Das habe die gerichtsmedizinische Untersuchung ergeben.“ (welt)

Spiegel Online berichtete am 09.11.2011, dass die Männer „an einem Brust- und einem Kopfschuss“ starben. Am 12.11 wurde der Thüringer Innenminister Geibert zitiert, dass sich Mundlos und Böhnhardt „nach damaligem Stand der Rechtsmedizin mit Langwaffen getötet“ hätten. Am 12.11. zitiert Spiegel-Online einen Polizisten, dass “die Spurenlage in dem Wohnmobil, in dem die Leichen der beiden gefunden wurden, nicht unbedingt auf einen gemeinsamen Suizid hin[deuten]” würde (SPON). Während Mundlos auf dem Boden lag, hielt ..

„… Böhnhardt (…) im Tod eine Waffe in der Hand, aus der kein Schuss abgefeuert worden war.“ (SZ)

Auch Welt.de bestätige am 13.11.2012: „Der eine Tote hatte eine Schusswunde in der Brust, der andere im Kopf.“ (Welt). Am gleichen Tag gibt jedoch der Staatsanwalt Thomas Waßmuth von der zuerst zuständigen Staatsanwaltschaft Meiningen bei Spiegel-TV bekannt, dass aufbauend auf der Obduktion sich beide Täter jeweils durch Kopfschüsse das Leben nahmen (SPON).

Am 15.11. schreibt „Bild“, weiter, dass „einer der beiden Männer (…) durch einen Schuss in die Brust gestorben sein“ [soll] (…). Außerdem starben die beiden durch Gewehrkugeln (…).“ (Bild)

Am 17.11. schreibt Bild, dass einer …

„… der Killer (…) zu einer Pistole [griff]. Er führt sie zu seinem Kopf und erschießt sich. Der andere wählt eine Pumpgun: Er steckt sich das schwere Gewehr in den Mund und drückt ab.“ (Bild)

Am 18.11. werden die Leichen freigegeben und sollen eingeäschert werden. (focus)

Am 19.11. beruft sich die Zeitung “Thüringer Allgemeine” auf einen Zeugen der Berufsfeuerwehr, der aussagte, dass er eine Leiche „mit einem großen Loch in der Stirn“ am Tisch sitzen sah und eine weitere im Gang liegend mit einer Schusswunde „wahrscheinlich im Oberkörper” (TA).

Am 21.11.2012 widersprach schließlich auch das Bundeskriminalamt (BKA) der Darstellung der Staatsanwaltschaft: Mundlos hätte zuerst seinen Kameraden Böhnhardt zuerst mit einem Kopfschuss getötet. Dann hätte er Feuer gelegt und sich mit derselben Waffe selbst erschossen. Dies würde naheliegen, da bei der Obduktion nur in der Lunge von Mundlos Rußpartikel des Feuers gefunden wurde (FAZ).

Am 21.11. beruft sich „inSüdthüringen“ auf „Informationen der «Süddeutschen Zeitung» aus dem Obduktionsbericht. Mundlos soll „seinen Komplizen durch einen Schuss mit einer Pistole in die Schläfe getötet haben. Dann soll er die Waffe selbst gegen sich gerichtet haben.“ (inS)

Der Vater von Uwe Mundlos bringt die sterblichen Überreste seines Sohnes zu einem Gutachter. Der „habe geurteilt, Uwe sei nicht, wie vom BKA behauptet, durch einen Pistolenschuss gestorben, sondern durch eine großkalibrige Waffe.“ (welt)

Drei Wochen nach der ersten Obduktion, am 24. November, wird eine zweite Obduktion durchgeführt. Der Leiterin der Rechtsmedizin wäre beim Sichten der Akten aufgefallen, dass Mundlos und Böhnhardt „nicht auf der Rückseite geöffnet“ worden wären. „Um jegliche Zweifel an den Todesumständen auszuschließen“, beantragt die „Professorin eine erneute Untersuchung.“

„Das BKA konnte die bereits geplante Einäscherung gerade noch stoppen, die Bundesanwaltschaft veranlasste die erneute Untersuchung der Leichen.“ (focus)

Der Blog „Bitterlemmer“ schreibt.

„Instituts-Chefin Gita Mall, Stammlesern meines Blogs aus zahlreichen Artikeln bekannt, musste die beiden Leichen vom Begräbnis zurückrufen, weil ihre Spitzenkräfte (oder sie selbst?) unfassbarerweise vergessen hatten, auch die hinteren Seiten zu öffnen und zu schauen, ob da vielleicht Projektile stecken.“ (Bitterlemmer)

Vier Tage später „analysierten Jenaer Rechtsmediziner die beim ersten Mal nicht untersuchten Körperteile Nacken, Rücken (…).“ Fazit: „keine Einblutungen, keine Verletzungen von Weichteilgewebe und Muskulatur, keine weiteren Knochenbrüche“.

Der Focus weist auf die „beiden ausgeworfenen Patronenhülsen der Marke Brenneke (…) jeweils 70 Millimeter lang“ hin.

Am 01.12.11 berichtete die „junge Welt“, dass der Innenausschuss des Bundestages in „geheimer Sitzung“ zusammenkam. Laut „gut unterrichteten Kreisen“ wären „neue Erkenntnisse zum Tod von Mundlos und Böhnhardt präsentiert worden“. Es hätte sich nicht „um aufgesetzte Schüsse“ gehandelt (jw), sondern um Distanzschüsse.

Am 27.12. meldete sich Herr Leyendecker von der Süddeutschen zu Wort und schrieb näheres …

“Anders als es in frühen amtlichen Papieren steht, wurde Böhnhardt nicht durch einen aufgesetzten Schuss in die Schläfe getötet, sondern durch einen Schuss aus kurzer Entfernung, einem “relativen Nahschuss”. Eine Stanzmarke, die bei einem “absoluten Nahschuss” entsteht und dann den Abdruck der Schusswaffe zeigt, konnte, anders als zunächst behauptet wurde, nicht festgestellt werden.” (SZ)

Trotz all dieser Veröffentlichungen nahm der Bundesgerichtshof Ende Februar 2012 Stellung und blieb bei der ersten Version:

“Dann setzten sie das Wohnmobil in Brand und töteten sich durch Schüsse in den Kopf.” (BGH).

Im ausgebrannten Wohnmobil wären die “Dienstwaffen der ermordeten Polizistin Michèle Kieswetters und ihres verletzten Kollegen, zwei weitere Pistolen oder Revolver und drei Langwaffen” gefunden worden.” (Bild) Die kritische Frage an den BGH ist: Ist es logisch, dass – angesichts dieser verfügbaren Waffen – Böhnhardt und Mundlos mit derselben Waffe Selbstmord begingen?

Darüberhinaus gibt es Anzeichen, dass die Autopsie nur ungenügend möglich war; waren die Körper zu schwer verbrannt?

“Zu Schmauchspuren, die sich beim Abfeuern einer Waffe an Händen und Armen finden müssten, kann oder will die Karlsruher Behörde nichts sagen, obwohl seit dem Tod schon mehr als drei Wochen vergangen sind.” (ST)

Mitte Februar 2012 berichtete der Focus, dass eine Schmauchspuren-Anlayse darauf hindeuten würde, dass “beide Männer Waffen benutzten”. Jedoch waren die gefundenen Mengen „nicht schusshandtypisch“:

“An den Leichen wurden jeweils 16 Stellen auf Rückstände untersucht, die beim Schießen entstehen. An Böhnhardts Händen fanden sich sechs Schmauchpartikel, bei Mundlos zwei.

Zwar weisen die LKA-Experten darauf hin, dass die geringen Mengen „nicht schusshandtypisch“ seien. Zugleich konstatieren sie, ein Großteil der Spuren sei „mit Sicherheit“ vernichtet worden – durch die enorme Hitzeeinwirkung, den Brandschutt und das Löschwasser.” (Focus)

Bis heute [06.11.12] fehlt ein „abschließendes waffentechnisches Gutachten zur Selbsttötung und auch der Abschlussbericht über die Obduktion der beiden Toten“ (TA).

„Die Generalbundesanwaltschaft hat Polizeiprotokolle, Ermittlungsstände und Obduktionsberichte zum 4. November 2011 unter Verschluß genommen.“(Linke, 11.1.13)

6. Die unbekannte dritte Person

Journalisten des Magazins “Stern” befragten Zeugen in Stregda, die das Geschehen am 04.11 vor Ort verfolgten. Diese Zeugen-Aussagen werden auf peinliche Weise als unbegründete “Verschwörungstheorien” (SZ) seitens Herrn Leyendecker von der “sueddeutschen” abgewertet.

“Verschwörungsjunkies behaupten sogar, es könne sich nur um eine in Diensten des Staates stehende Person gehandelt haben, die irgendeine Art der Verflechtung der Zwickauer Terrorzelle mit dem Staat verdecken wollte. Man werde doch noch Fragen stellen dürfen, sagen solche Rauner, wenn sie um Indizien für ihre Theorien gebeten werden. Doch dann kommt nichts. Weiterhin spricht nichts für eine dritte Person am Tatort.” (SZ)

Die Zeugen beschreiben, dass eine Person, kurz vor dem Brand, aus dem Wohnmobil geklettert und geflüchtet sei. Dies wird von der Generalbundesanwaltschaft dementiert.

“Berichte von einer dritten Person, die kurz vor dem Eintreffen der Polizei das Wohnmobil verlassen haben soll, verstummen im Eisenacher Neubaugebiet Wartburgblick dennoch nicht. (Stern)

In der Tat wurde laut Medienberichten am 4.11. sogar mit einem Hubschrauber nach dieser dritten Person gefahndet (TA). Auch die Bild-Zeitung berichtet am 07.11. von „Zeugen“, die eine flüchtende Person sahen, und erwähnt eine Nachbarin, nach der diese Person „aus dem Führerhaus kletterte und die Flucht ergriff.“ (Bild)

Weiter hätte sich bei der Polizei …

„… gegen 13.45 Uhr (…) ein Zeuge per Telefon gemeldet. Er hatte an der Autobahnauffahrt Eisenach Ost eine verdächtige Person gesehen, die versucht haben soll, Autos zu stoppen.

Die sofortige Suche nach dem Mann blieb erfolglos. Das Ablaufen der Strecke vom Tatort in Eisenach-Stregda zur genannten Stelle an der Autobahn zeigte aber, dass es möglich gewesen wäre, die knapp neun Kilometer in der zur Verfügung stehenden Zeit zu schaffen.“ (tlz)

Ist die unbekannte dritte Person André Kapke?

Laut eines Focus-Berichtes wurde ermittelt, dass …

„… sich ein Handy mit der auf André Kapke registrierten Handynummer an jenem 4. November 2011 zwischen 13 Uhr 54 und 14 Uhr 06 in einer Mobilfunkzelle nahe des Wohnmobils in Stregda bei Eisenach eingewählt [hätte].

Der Tod der beiden Männer ist für 12 Uhr 05 an diesem Tag dokumentiert. Mit seinem Handy, so der FOCUS, soll Kapke zwar keinen Telefonanruf getätigt, dafür aber eine Internetverbindung zu Zschäpe hergestellt haben.“ (lichtstadt)

Anscheinend wurde von seinem Mobiltelefon Datenverkehr registriert – „und zwar offenbar zu der Zeit, als auch Zschäpe in Zwickau online war.“ (publikative)

Kapkes Anwalt, Hendrik Lippold, spricht von einem Zufall, „die fragliche Mobilfunkzelle läge nahe an der Autobahn A 4, auf der sein Mandant an diesem Tag unterwegs gewesen war.“ Auch die Bundesanwaltschaft sieht keine Mittäterschaft Kapkes im „NSU“, es heißt:

„Ermittlungen deuten (…) auf einen unverfänglichen Grund für den Aufenthalt des Beschuldigten in dieser Funkzelle hin und haben den Tatverdacht mithin relativiert.“ (ebd)

Ein weiteres DNA-Phantom?

Im Fahrzeug fand das BKA eine DNA-Spur, die weder zu Böhnhardt, Mundlos noch zu Frau Zschäpe passt (spiegel). Eine identische DNA-Spur befindet sich auf einer Patronenhülse, „die von Hells Angels auf Bandidos abgefeuert wurde.“ (tagesspiegel). Es wird spekuliert, dass es sich wieder (wie beim „Phantom von Heilbronn“) um eine verunreinigte Probe gehandelt haben könnte.

Kritische Anwohner

Anwohner vermuten, dass Mundlos und Böhnhardt bereits tot waren, als das Wohnmobil erneut in ihrem Wohngebiet parkte (Quelle).

7. Frau Zschäpe

7.1. Wer informierte Frau Zschäpe?

Bereits um 10:34 machte Zschäpe ihren Laptop auf und fängt zum surfen an. Sie sucht nach Autounfällen, ist sie nicht über den geplanten Banküberfall informiert? (TZ )

Kurz nachdem das Wohnmobil mit den Toten zum brennen anfängt, erhält sie einen Anruf auf ihr Handy, den sie offenbar nicht annahm. Erst um 12:11 hörte sie ihren Anrufbeantworter ab. Es gibt unterschiedliche Darstellungen, wer sie angerufen haben könnte:

1. Laut Darstellung von „Neuen Deutschland“ hätte „die Polizei am 4. November bereits um 12.11 Uhr auf Zschäpes Handy“ angerufen und „vermutlich der Mobilbox etwas erzählte.“ (Neues Deutschland)
2. Das sächsische Innenministerium dementiert einen solch frühen polizeilichen Anruf, vielmehr hätte Zschäpe um 12:11 „ihre eigene Mobilbox abhören wollen“ (Sächsische Zeitung). Dort hörte sie dann wohl eine Nachricht ihrer Freunde. Böhnhardt und Mundlos hätten sie angerufen „so die Ermittler“ und ihr aufgetragen „sämtliche Spuren in der gemeinsamen Wohnung in Zwickau zu vernichten.“ (SPON).

Danach surft jedoch Frau Zschäpe weiter im Internet und sucht weiter nach Unfallmeldungen.

“Die spätere Auswertung des Internetprotokolls ergibt, dass Zschäpe bis 12.43 Uhr die Seiten mehrerer Zeitungen und Radiostationen aufruft und dort nicht etwa nach dem Polizeibericht, sondern nach Meldungen über Autounfälle am Vortag sucht. Wusste sie vielleicht gar nichts von dem geplanten Bankraub in Eisenach?

Zschäpes Recherche scheint ergebnislos zu verlaufen, jedenfalls beginnt sie, auf anderen Seiten zu surfen. Um 13.05 Uhr gibt sie „Natürliche Mittel gegen Übelkeit“ als Suchbegriff ein, dann „Greenpeace“ und „Gegen Pelze“. Der letzte Seitenaufruf erfolgt um 13.26 Uhr, da sucht sie nach „Biobauern in Zwickau“. 54 Minuten später, um 14.20 Uhr, schaltet sie den Laptop laut Verlaufsprotokoll aus. Gegen 15 Uhr verlässt sie in großer Eile die Wohnung, die wenig später in Flammen aufgeht. ” (BZ)

Falls Frau Zschäpe wirklich seitens ihrer Freunde über die Schwierigkeiten und deren eventuellem Selbstmord benachrichtigt wurde, stellt sich die Frage: Warum sollte sie sich anschließend noch mindestens 1,5 Stunden im Internet tummeln, nach “Biobauern in Zwickau” suchen. Um 13:26 sucht sie noch nach Biobauern, dann hören offenbar ihre Internet-Aktivitäten auf. Sie schaltet die mögliche Informationsquelle um 14:20 aus! In dieser Zeit dürfte sie bereits die Brandstiftung und ihre Flucht vorbereiten.

Frau Zschäpe erst vom Selbstmord überzeugt, dann nicht mehr

Frau Zschäpe hätte noch am 04. November die Angehörigen telefonisch von Böhnhardts und Mundlos Tod informiert:

“Jena. Es ist Freitag, der 4. November. Gegen Mittag meldet sich Beate Zschäpe per Telefon – erst bei Familie Mundlos, später bei den Böhnhardts. Nur eine knappe Botschaft: Die Söhne sind tot. Erschossen in einem Wohnmobil nahe Eisenach.” (TA)

Es gibt keine Erkenntnisse, auf welchem Weg und von wem Frau Zschäpe über die Vorkommnisse in Stregda informiert wurde. Das ist seltsam, da Telefonate zwischen Mundlos / Böhnhardt und ihr nachvollziehbar sein müssten. Der Bundesgerichtshof schreibt lapidar, dass Zschäpe …

“Von diesen Ereignissen auf unbekanntem Wege in Kenntnis gesetzt (…).” (BGH)

… wurde. Dann hätte sie die Angehörigen informiert …

“Von diesen Ereignissen auf unbekanntem Wege in Kenntnis gesetzt – jedenfalls informierte sie die Angehörigen von Böhnhardt und Mundlos kurz darauf telefonisch von deren Tod – (…).” (ebd)

… und anschließend die Wohnung angezündet.

“(…) entschloss sie sich, die Gegenstände (…) verblieben waren (…) durch Brandlegung zerstörte.”(ebd)

Jedoch stellt der Spiegel den Sachverhalt anders dar. Die Eltern von Böhnhardt wären erst am 05. November von Frau Zschäpe benachrichtigt worden. Die zeitliche BGH-Darstellung (“kurz darauf”) wäre dann irreführend.

Laut der Aussage der Mutter von Uwe Böhnhardt beim BKA hätte Zschäpe ihr mitgeteilt, „dass die beiden sie angerufen“ hätten, mit dem Auftrag, sie über das Schicksal ihres Sohnen zu informieren. (Karl Nolle).

Beate Zschäpe: “Frau Böhnhardt, der Uwe kommt nie mehr zurück.”

Frau Böhnhardt: “Ist der Uwe tot?”

“Ja, der Uwe ist tot, er kommt nicht wieder zurück.”

“Wann? Warum?”

“Die beiden Jungs haben sich das Leben genommen, sie haben keinen Ausweg mehr gesehen und wollten aber auch nicht ins Gefängnis gehen. (…)

Frau Böhnhardt, es tut mir so unheimlich leid, aber die beiden Uwes haben mich beauftragt, noch einmal einen letzten Gruß den Eltern zu schicken.” (SPON)

Im Jahr 2013 ist laut eines Mithäftlings Frau Zschäpe „überzeugt, dass sich Böhnhardt und Mundlos nicht selbst umgebracht hätten.“ (Bild)

Wer informierte Zschäpe?

Die drängende Frage ist, wer Frau Zschäpe vom (zugeschriebenen) Selbstmord ihrer Freunde informierte. Frau Zschäpe richtete der Familie Mundlos aus, dass Böhnhardt und Mundlos ihr Wohnmobil “in die Luft gesprengt” hätten, wegen „der Sache, die gestern in Eisenach passiert sei, das mit dem Banküberfall“.(mdr).

Im Wohnwagen war in der Tat der Gas-Herd aufgedreht, jedoch kam es trotzdem zu keiner Explosion.

“Aufgedrehte Gashähne, Das Wohnmobil von Mundlos und Böhnhardt brannte zwar, explodierte aber nicht. (…) Offenbar wollte ein Terrorist vor seinem Suizid das Fluchtauto sprengen”. (Focus)

Wie kam Frau Zschäpe an diese explosive Falschinformation?

1. Frau Zschäpe erhielt diese Falsch-Meldung, da sie weiter in den Medien herum-geisterte. Interessanterweise berichtete Welt.de sogar noch am 08.11.11:

„Wohnwagen explodierte nach Banküberfall“ (welt)

Es kann also möglich sein, dass Frau Zschäpe am 05.11. einer Falschinformation aufsaß.

2. Frau Zschäpe wurde persönlich informiert über das explosive Vorhaben entweder von ihren beiden Freunden oder eines Mitwissers. Wer war diese Person?

Verklebtes Handy

Wie hätten Böhnhardt oder Mundlos telefonisch Zschäpe oder einem Dritten ihr Vorhaben ausrichten sollen? Es wurde zwar ein Handy im Wohnmobil gefunden, jedoch …

“Zwischen Handy-Akku und Handykontakten war ein Klebestreifen befestigt. Dies verhinderte die Stromzufuhr zwischen Akku und Handy.” Nach MDR-Informationen aus Polizeikreisen haben Mundlos und Böhnhardt so verhindert, dass sie über das Mobiltelefon geortet werden konnten. Das Telefon sei von einer Sandy N. angemeldet worden. Die Ermittlungen ergaben, dass sie gegen Bezahlung ihre persönlichen Daten für Handy-Verträge zur Verfügung stellte (mdr).

Offenbar ergab die Auswertung dieses Handy nichts brauchbares, weil keinerlei Meldungen darüber vorhanden sind.

7.2. Fahndung nach „Susann“

In einer gemeinsamen Pressemitteilung erklären die Staatsanwaltschaft in Zwickau und die sächsischen Ermittler am 09.11.11, dass die Frau, die im näheren Wohnumfeld in der Frühlingsstraße unter dem Vornamen „Susann“ bekannt war, noch kurz vor der Explosion beim Verlassen des Hauses gesehen wurde. „Nach ihr wurde gefahndet, gestern hat sie sich gestellt.“ Weiter richtete die Kriminalpolizei zur Aufklärung eine mit 20 Beamten besetzte Sonderkommission mit dem Namen „Capron“ ein. Die soll auch herausfinden, ob die Männer für weitere Überfälle neben dem in Arnstadt verantwortlich gewesen sein können. Demnach sollen alle ungeklärten Überfälle, an denen in der Vergangenheit zwei Täter beteiligt waren, überprüft werden.

Dagegen sagte der leitende Thüringer Zielfahnder Seven Wunderlich im Bundestag-Untersuchungsausschuss aus. Ihm hätte Jürgen Dressler, Chef der Ermittlungsgruppe Terrorismus/Extremismus (EG Tex), gesagt, dass …

… er schon am 4. November abends über die Identität der Toten [Böhnhardt, Mundlos] aufgeklärt worden sei.“ (jw)

Bereits am 05.11.11 hätte die Polizei in Gotha „Informationen zu allen heute vom NSU-Ermittlungsverfahren Betroffenen (…) an die White­boards pinnen können“. (jw)

Laut Aussage des pensionierte Thüringer Verfassungsschützers Herrn Wießner hätte „Kurz nach Auffinden der Leichen von Mundlos und Böhnhardt am 4. November 2011“ der Leiter der Polizeidirektion Gotha, Michael Menzel, bei ihm angerufen. „Der Leiter habe ihm von den beiden Toten erzählt und ihn gefragt, ob er wisse, wo Zschäpe sei.“ Die Zeit kommentiert:

„Die Episode ist rätselhaft. Bevor die Leichen von Böhnhardt und Mundlos gefunden wurden, lebte das Trio bereits 13 Jahre im Untergrund, von den Fahndungslisten war es längst verschwunden. Wie konnte also ein einfacher Polizeidirektor so schnell die Verbindung von zwei männlichen Toten zu Beate Zschäpe herstellen?“ (zeit)

7.3. Anrufe vom sächsischen Innenministerium

Die Auswertung von Frau Zschäpes Handy-Verbindungen vom 04.11. ergibt folgendes:

Etwa 1 Stunde nach dem Brand in ihrer, gegen 16:32, meldete sich das erste Mal das sächsische Innenministerium: “Der gleiche Anrufer probiert es Stunden später, nämlich um 21.06 Uhr noch einmal. Vergeblich. Zschäpe nimmt nicht ab.”(stern)

Zwischen 16:32 und 21:06 wurden weitere Anrufe vom Innenministerium registriert, jedoch ausgehend von einem anderem Handy. Laut Ministeriums-Sprecher Hofner hätte “dieser Anschluss trotz der Kennung für das Innenministerium zur Polizeidirektion Südwestsachsen gehört.” Es würde sich um ein “ganz normales Diensthandy” handeln. Dies wird von der sächsischen Abgeordneten Köditz bezweifelt, da niemand an das Handy ging, als sie “vier Tage lang zu unterschiedlichen Zeiten” dort anrief. “Wäre es ein normales Diensthandy, müsste es auch erreichbar sein.” Die Linken-Politikerin:

“Inzwischen bin ich an einen Punkt gelangt, an dem ich mich nicht mehr auf Behauptungen verlasse. Man möge mir endlich Beweise vorlegen.”

Weitere Rätsel geben zwei weitere Kontaktversuche ausgehend von nicht identifizierbaren “Null-Nummern”:

Laut BKA-Papier bemüht sich ein Anrufer um 18.07 Uhr, und noch einmal um 18.24 Uhr per Handy um eine Verbindung. Das Bundeskriminalamt schreibt in seinem Bericht, die Anschlussinhaberfeststellung habe eine “Nullauskunft” ergeben. Dieser Anrufer sei deshalb nicht zu ermitteln.

Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft, die in dem Verfahren die Ermittlungen führt, erklärt hingegen gegenüber stern.de: “Es gibt keine Nullauskunft. Wir haben alle Anrufe an diesem Tag zuordnen können.” (ebd)

Zeitlich dazwischen rief sie auch noch die Polizei an :

“Um 17.50 Uhr versuchte die Polizeidirektion Südwestsachsen aus Zwickau das von Zschäpe benutzte Handy zu erreichen. (…) 18.13 Uhr wählte wieder jemand aus dem Lagezentrum der Polizeidirektion Südwestsachsen die Zschäpe-Nummer.” (Neues Deutschland).

Laut Innenministerium rührten die vielen Anrufe aus der Sorge um Frau Zschäpe. Nachdem eine Nachbarin Frau Zschäpes Nummer Polizei-Beamten vor Ort gab, versuchte man festzustellen, “ob die Frau noch lebt, und um ihr gegebenenfalls von der Explosion berichten zu können.” (stern)

Diese Erklärung ist unlogisch, da Frau Zschäpe von Nachbarn beobachtet wurde, wie sie vor der Explosion die Wohnung verließ! Sie hatte Katzenkörbe dabei und fragte ob die Nachbarin auf die Katzen aufpasste (zeit).

Darüberhinaus ist die Frage: Warum wird Frau Zschäpe zusätzlich von Anrufer(n), deren Handy auf das Innenministerium zugelassen sind, angerufen, wenn die zuständige Polizeidirektion Südwestsachsen sich längst um den Fall kümmert?

Ist nicht wahrscheinlicher, dass Kontakte zum „Verfassungsschutz“ bestanden? Siehe: NSU – Wer war alles Verfassungsschutz-Informant?

Vielleicht wollte Zschäpe ihr Handy vernichten, nachdem sie damit „in die Innenstadt“ (zeit) gelaufen ist. Vorstellbar – aber wie gelangte es später in den Brandschutt? Siehe: „Was suchte Zschäpes Handy im Brandschutt?“

7.4. Zerstörung von Beweismaterial?

Es konnte anfangs als gesichert angenommen werden, dass Frau Zschäpe die Wohnung anzündete.

„Hierzu brachte sie noch am selben Tag gegen 15.00 Uhr aus einem Kanister Ottokraftstoff auf dem Fußboden der Wohnung aus, entzündete diesen und verließ sodann das Gebäude.“ (BGH)

Den Beweis ergab eine Untersuchung ihrer Socken (Welt), die sie offenbar während ihrer mehrtägigen Flucht nicht wechselte! Dort wäre Benzin festgestellt worden. Am 21.04.2013 berichtete jedoch der Focus, dass Frau Susann E. Frau Zschäpe “saubere Kleider” gegeben hätte.

“Die Ermittler glauben, dass Zschäpe das Feuer gelegt hat und ihre mit einem Brandbeschleuniger verschmutzten Kleider wechselte.”(focus)

An den Schuhen von Frau Zschäpe fand man DNA-Material von Frau Susann E.:

Ein weiteres belastendes Indiz ist laut FOCUS, dass Experten des Bundeskriminalamts (BKA) an den Schuhen, die Zschäpe am Tag ihrer Festnahme trug, DNA-Spuren von E. feststellten. Ihre Genmuster fanden sich unter anderem am Fersenschaft, auf den Laschen und an den Schnürsenkeln. Vermutlich hatte Zschäpe die Schuhe nach der Brandlegung von E. bekommen.” (ebd)

Seltsamerweise bekam offenbar Zschäpe frische Schuhe von E., aber keine Socken. Mehr zur Rolle der E.´s, siehe: „Rekonstruktion der tödlichen Ereignisse am 04.11.11“.

Der Grund der Brandstiftung wäre laut Darstellung des Bundesgerichtshofes, die Zerstörung von Beweismaterial zur Vereitlung ihrer Strafverfolgung:

“(…) befürchtete nun auch die Beschuldigte, im Zuge der anstehenden Ermittlungen werde ihre Mitgliedschaft in der für die beschriebenen Straftaten verantwortlichen Vereinigung offenbar. Um dies zu verhindern, entschloss sie sich, die Gegenstände, die in der (…) Wohnung (…) verblieben waren und die Rückschlüsse auf ihre Identität und den Umfang ihrer Tatbeteiligung erlaubten, insbesondere die Tatwaffen, die zum Versand vorbereiteten DVDs und persönliche Papiere, dadurch zu beseitigen, dass sie die Wohnung durch Brandlegung zerstörte.” (BGH)

Der Widerspruch in der Urteilsbegründung ist, dass Frau Zschäpe am 05. November die NSU-Bekenner-DVDs zur Post gebracht haben soll, statt sie wie am Tag davor als Beweismaterial zu verbrennen.

“Die mitgenommenen DVDs gab sie zur Post; zwölf Sendungen konnten später bei den vorgesehenen Empfängern sichergestellt werden.” (BGH)

Das gleiche paradoxe Verhalten hätten die beiden Herren im Wohnmobil an den Tag gelegt: Bevor sie sich selbst erschossen hätten, hätten sie ihn in Brand gesetzt. Warum? Um Beweismittel zu vernichten? Warum packten die beiden Herren dann überhaupt die belastenden Beweismittel in ihren Wohnwagen, der ja erst kurz vor dem geplanten Eisenacher Banküberfall angemietet wurde?

7.5. Zschäpes Flucht

Zschäpe fuhr nach der (angeblichen) Brandstiftung am 04.11. erst nach Chemnitz, Leipzig und Eisenach und dann mit der Bahn weiter nach Bremen und Magdeburg (taz). Laut des „Lichtstadt-Blogs“ fürchtete Zschäpes „den Zugriff der Polizei“, jedoch wäre am 08.11 die Fahndung noch gar nicht angelaufen gewesen:

„Tatsächlich fürchtet Z nach ihrer Flucht aus Zwickau ihre Verfolger. Sie fürchtet sie sogar in Jena, als sie am 08.11.2011 in den Punkthäusern der Closewitzer Straße (Foto links) ihre Großmutter ein letztes Mal besuchen will und sich nicht traut, hineinzugehen, weil sie einen Zugriff der Polizei fürchtet. Einen Einsatz den es gar nicht gibt, weil die bundesweite Fahndung nach ihr „alias Susann Dienelt alias Mandy Struck“ an diesem Vormittag noch gar nicht angelaufen war.“ (Lichtstadt)

Selbstmord-Absicht bei Beate Zschäpe?

Am 07. November wäre Frau Zschäpe “vermutlich aus Unachtsamkeit” fast von einer Straßenbahn erfasst worden, eine Frau riss sie im letzten Moment zurück.(Focus)

Am 08. November „um 8.49 Uhr wählt sie in Jena die Nummer 110, um sich zu stellen. Es meldet sich ein Herr E., der mit dem Namen Zschäpe nichts anfangen kann.“

„Von welcher Behörde sind Sie denn?“, fragt er. „Ich bin diejenige, weswegen Sie hier sind“, antwortet Beate, die denkt, sie werde verfolgt. „Weswegen der Einsatz ist.“„Was denn für ein Einsatz?“, fragt E. zurück. In gereiztem Ton sagt Zschäpe noch: „Ja, okay, dann ist gut“, und legt auf (welt).

Bevor sie anschließend zum Polizeipräsidium geht, suchte sie sich einen Rechtsanwalt. Sie bat den Juristen, sie zur Polizei zu begleiten. Sie wolle sich „wegen einer Brandstiftung“ stellen (Focus).

Es kann inzwischen nicht mehr als gesichert angenommen werden, dass Zschäpe wirklich die Wohnung anzündete: Siehe: „Zündete Zschäpe wirklich die Wohnung an?“

War Zschäpe nicht beteiligt?

In der Tat wird Frau Zschäpe teilweise entlastet: Auf folgende Frage des Innenausschuss-Vorsitzenden, CDU-MdB Bosbach an den Bundeskriminalamts-Präsidenten Ziercke …

“Herr Ziercke, noch eine Zwischenfrage: Gibt es zum jetzigen Zeitpunkt Erkenntnisse darüber, ob Frau Zschäpe jemals an einem Tatort war, bei zehn Morden oder 14 Banküberfällen?”

… antwortet Ziercke am 21.11.2001:

“Nein, die Erkenntnis haben wir bisher nicht; deutlich nicht. (zgtonline)

Frau Zschäpe schweigt zu allen Vorwürfen. Der Grund dafür wäre laut ihrem Anwalt Herrn Heer, dass die Bundesanwaltschaft nur höchst beschränkte Akteneinsicht gewähre. Heer: „Akten aus den Mordermittlungen liegen uns überhaupt nicht vor.“ Die Anwälte „rügen in Schriftsätzen Vorverurteilungen der Staatsanwälte, weisen auf falsche Berichterstattung hin“ (welt). Die Bundesanwaltschaft wies die Vorwürfe des Anwaltes zurück. Den Verteidigern lägen alle Unterlagen vor, die ihnen von Gesetzes wegen zu-stünden.

Darüber-hinaus beschwerte sich Zschäpes Anwalt, dass seine Mandantin in einer Einzelzelle sitze, in der Tag und Nacht das Licht brenne. Die Begründung wäre, dass Zschäpe suizid-gefährdet sei. Heer: „Dafür sehe ich jedoch keine Anzeichen.” (Tagesspiegel) Ein Grund ihrer Isolationshaft sei, dass dies „zu ihrem Schutz“ geschieht. Es seien „etliche Insassen mit Migrationshintergrund“ im Gefängnis; die Leitung befürchtet Übergriffe auf die Rechtsextremistin (welt).

8. Der NSU-Bekennerfilm – Verteilung durch Frau Zschäpe?

Siehe: „Wer erstellte und verteilte wirklich den NSU Bekennerfilm?

9. Thüringer Heimatschutz (THS)

Siehe: Der Thüringer Heimatschutz – eine Geheimdienst-Operation?

10. Das Versagen des Verfassungsschutz – trotz Informanten

Siehe: Sicherheitsbehörden: “Auf dem rechten Auge blind”

11. Die Tatwaffe der „Ceska-Morde“

Siehe: NSU: Das Märchen der Ceska-Mordwaffe, NSU-Ermittlungen zu Hülsen, Munition: Wurden Ceska-Mörder gewarnt?

12.1. Identifizierung der Ceska-Mordwaffe

In der Zwickauer Brandruine wurden rund 1 700 Gegenstände sichergestellt, Computerausdrucke, Stadtpläne (taz) und “private Bilder der Neonazifamilie E. samt Einladungsschreiben zum Hitlerjugend-Lieder-Singen” (taz). Es wurden kaum DNA-Spuren oder Fingerabdrücke festgestellt. (fr-online)

Siehe: „NSU Tatorte: Keine Spur von Zschäpe, Mundlos, Böhnhardt

Nach Aussage [vom 21.11.2012] von BKA-Chef Ziercke gab es “elf Schusswaffen”, die jedoch durch die “Explosion und das Feuer in der Wohnung schwer beschädigt” worden wären. Das würde eine “eindeutige Identifizierung” erschweren. Die Ceska-Schusswaffe der Mordserie wurde “eindeutig identifiziert” (mdr). Sie konnte offenbar durch ein ballistischen Gutachten identifiziert werden.

Bis heute herrscht Unklarheit, wann die Ceska gefunden wurde: Siehe: „Die späte Entdeckung der NSU-Schusswaffen“. Auch an der Ceska konnten „keinerlei Fingerabdrücke oder DNA-Material“ festgestellt werden! (freitag)

Ihre Waffennummer war abgeschliffen – sie konnte Ende Januar 2012 durch ein “modernes Analyseverfahren” identifiziert werden (Focus). Trotzdem kann das BKA den Weg der Waffe zum Trio auch heute nur schwerlich belastbar belegen.“ Ballistischer Test, Herkunft der Ceska-Mordwaffe.

Für die polizeiliche Ermittlung ist es jedoch von großer Bedeutung zu klären, woher die (angebliche) Ceska-Mordwaffe stammt und wie sie zum Trio gelangt sein sollte:

12.2. Der Ceska-Lieferant Carsten S.

Der wichtigste Zeuge der Bundesanwaltschaft in der Anklage gegen Frau Zschäpe und Herrn Wohlleben verstrickte sich seinen Vernehmungen vor Gericht in Widersprüche und steht im Verdacht über seine Kontakte mit dem „Verfassungsschutz“ zu lügen:NSU: Lügt der Ceska-Lieferant, der Angeklagte Carsten S.?Siehe auch: Portrait des Ceska-Lieferanten Carsten S.

Der (angebliche) Lieferant der Tatwaffe, Carsten S., wäre zwar ermittelt, jedoch ist es laut Ziercke es „nur schwerlich“ möglich, den Weg der Waffe zum Trio „belastbar zu belegen“ zu können! Grund:

„Dies ist im Wesentlichen darin begründet, dass die Waffe nicht unmittelbar zum Trio gelangt ist und die Zwischenstationen aufgrund fehlender Aussagebereitschaft teilweise noch im Dunkeln liegen.“(BKA)

Status quo

Auf viele der Fragen versuchten Parlamentariern Antworten zu finden – umsonst. Sie werden nicht von den Innenministern und Bundesanwaltschaft beantwortet, um die fortlaufende Untersuchung nicht zu gefährden. Der Ausschuss-Vorsitzenden des Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestages, CDU-MdB Wolfgang Bosbach, soll im Untersuchungsausschuss dieses Vorgehen folgendermaßen kommentiert haben:

“Die was wissen, die kommen nicht, die kommen, wissen nichts, und die, die was wissen und dennoch kommen, sagen uns nichts.” (Quelle)

Darüberhinaus beschwerte sich der Ausschuss Anfang März 2012, dass er 4 Wochen nach Ausschuss-Eröffnung noch immer keine einzige Akte bekommen hätte:

Kommissionsmitglied Ehrhart Körting (SPD) sagte, es seien Akten aus Thüringen und Sachsen angefordert worden. Bislang habe sich das Gremium mit den gesetzlichen Grundlagen der Verfassungsschutzbehörden befasst. „Aber jetzt muss ein bisschen Butter bei die Fische kommen“, mahnte der frühere Berliner Innensenator. Körting bekräftigte, dass die Kommission Akten wolle und keine zusammenfassenden Berichte (FAZ).

Fazit:

Nichts ist geklärt!

Die Zeit wird benützt, um Beweise zu vertuschen. Parlamentarier werden für dumm verkauft. Dieser Verdacht wird auch dadurch erhärtet, dass wichtige Unterlagen für lange Zeit nicht veröffentlicht werden („VS-Einstufung endet mit Ablauf des Jahres 2041“) (Welt).

Die Wahrheit erfährt die Öffentlichkeit erst nach Jahrzehnten, wenn überhaupt.

43 Gedanken zu „NSU – die wesentlichen Ungereimtheiten“

  1. „Auch Ralf W. war offenbar (zeitweilig) V-Mann:
    „Für Wirbel hat der Verdacht gesorgt, Ralf Wohlleben, der vom Generalbundesanwalt als NSU-Unterstützer angeklagt worden ist, könne Anfang des vergangenen
    Jahrzehnts von Sicherheitsbehörden als V-Mann geführt worden sein. Diese Frage gründet sich auf Angaben Försters: Der Ex-Bundesanwalt hatte in einer dienstlichen Erklärung ausgeführt, nach seiner Erinnerung habe einst in seiner Zeit als Unterabteilungsleiter im Innenministerium auf einer V-Mann-Liste auch Wohllebens Name gestanden.“

    http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2012/41523476_kw47_pa_2ua_nsu/index.html

    1. , aber er dementierte. Der Bundesrichter bleibt jedoch bei seinem Urteil. Welches Interesse könnte bei Ralf Wohlleben bestehen, eine Informanten-Tätigkeit zu verheimlichen? Diese Frage beträfe natürlich auch Beate Zschäpe.

  2. es gibt eine neue Pressemitteilung der Kritischen, die es in sich hat.
    Faktisch gehen sie davon aus, daß gerade B&H geschützt werden sollte.
    zB
    „Gerade das Vernichten der Akten über Blood und Honour, der Landser oder der FAP mit der Begründung, dass darin nichts an Bezügen zum NSU gestanden hätte, ist der Beweis des gezielten Vertuschens! Oder wir hätten es mit Volltrotteln bei den Ämtern zu tun.“

  3. Hallo Georg,

    ich habe eben gesehen, dass du im SPD-Blog einen Kommentar zur Thematik des „NSU“-Märchens hinterlassen hast, das die roten Genossen Amtsträger, Roichi und Co. beharrlich verteidigen, weil sie von dieser Sache in enormem Maße profitieren, öffnet dieser propagierte „Nazi-Terror“ doch haufenweise Türen zu höheren Ämtern, indem eben das moralische Druckmittel „NSU“ angewandt wird und zu einer lohnenswerten Beschäftigung in der Antifa-Industrie führt – Geld verdirbt den Charakter.
    Die benannten Personen sind für mich mindestens linksradikal, wenn nicht sogar linksextrem. Deren „Fakten“ sind ideologischer Natur und so konstruiert, dass sie auf un- bzw. desinformierte Menschen plausibel klingen – vor allem, wenn sie von Professoren wie jenem Armin Pfahl-Traughber propagiert werden, der ebenso gut für das von einer ehemaligen Stasi-Mitarbeiterin gegründete Projekt „Netz gegen Nazis“ arbeiten könnte (wenn er es nicht sogar tatsächlich macht), bei dem man als Online-Journalist einige tausend Euros monatlich verdient. Geld ist eine hohe Motivation, die Wahrheit als Nebensache einzuordnen und Ideologie an ihre Stelle treten zu lassen.
    Wenn du übrigens vielleicht glaubst, dass der SPD-Blog „Endstation Rechts“ keine Zensur vornimmt, weil dein Kommentar veröffentlicht wurde, dann kann ich dazu nur sagen, dass die Redaktion selektiv vorgeht: Meine letzten drei Beiträge wurden nicht veröffentlicht, genauso auch etliche andere Kommentare nicht, die ich dir gern zuschicken kann.
    Ich habe in der Sache der „NSU“ letztens ausgerechnet eine Quelle genannt, die der ER-Redaktion sicherlich arg aufstoßen muss, weil sie deren rote Propaganda nicht übernimmt: Die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V. Kreisvereinigung Mannheim“ veröffentlichte auf ihrer Homepage den Text einer anderen Seite, auf der es u. a. heißt:

    „In der Vergangenheit sind immer wieder Videos ‚gefunden‘ worden, die das Denken der Öffentlichkeit entscheidend bestimmt haben.

    Ende des Jahres 2001 wurde in Afghanistan ein Video ‚gefunden‘ und vom Pentagon in Umlauf gebracht, in dem sich eine mit Osama bin Laden bezeichnete Figur zu den Verbrechen des 11. September bekannt haben soll und das alle Zweifler an der Legitimität des völkerrechtswidrigen Krieges ‚gegen den Terror‘ ruhig stellen sollte.

    Und im Jahr 2005 wurde pünktlich zum zehnten Jahrestag des Vorgangs, der als das Massaker von Srebrenica bezeichnet wird, ein Video ‚gefunden‘, das dieses Massaker in seiner bislang verbreiteten Version im nachhinein belegen und das völkerrechtswidrige Handeln der NATO im nachhinein rechtfertigen sollte.

    Und nun ist im November 2011 in Zwickau ein Video ‚gefunden‘ worden, mit dem ein so genannter ‚Nationalsozialistischer Untergrund‘ das Licht der Welt erblickt. Warum sollen wir das alles glauben?

    Insbesondere für die ‚Linken‘ ist ein Spielfeld geschaffen, auf dem sich Entrüstung austoben darf. Die Zahl der Publikationen in den Medien von ‚links‘ bis ‚rechts‘ ist gigantisch. Ein wesentlicher Teil der öffentlichen Aufmerksamkeit wird hier gebunden. Von den großen Verbrechen unserer Zeit wird abgelenkt.

    Während der Tod von zehn Menschen einen Sturm von Publikationen hervorruft, bleiben 1,7 Millionen Tote, die bislang Opfer des völkerrechtswidrigen Krieges ‚gegen den Terror‘ geworden sind, aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit so gut wie verbannt – wie auch der Tod von mehr als 10 Millionen Menschen, für den die USA seit 1945 verantwortlich sind.

    Millionen von Artikeln gegen die Verbrechen des Imperialismus, die bei Anlegen von gleichen Maßstäben geschrieben werden müssten, bleiben ungeschrieben.

    Statt die Terrorzelle namens NATO ins Bewusstsein zu rücken, wird auf die Zwickauer Terrorzelle orientiert.

    Zweifelndes, hinterfragendes Denken, das in Betracht zieht, dass wir es mit einer False-Flag-Operation besonderer Art, mit einem geschickt inszenierten Desorientierungsmanöver zu tun haben, ist ausgeschaltet. Selbst in einer kritischen Zeitung wie der jungen Welt, die für sich reklamiert, die Lügen unserer Zeit aufdecken zu wollen, ist vom ‚Auffliegen der für zehn Morde verantwortlichen Terrorzelle‘ die Rede.

    Dabei ist es kein Kunststück zu erkennen, dass die Beweiskraft des ‚Bekennervideos‘ gegen Null geht. Der nahe liegende Gedanke, dass das NSU-Konstrukt insgesamt eine Geheimdienst-Kreation ist, kommt nicht auf. Für Geheimdienste ist es keine besonders schwierige Aufgabe, zwei Menschen auszuschalten, ein Haus in die Luft zu sprengen und eine DVD zu platzieren und dann zu ‚finden‘.

    …“

    Quelle: http://mannheim.vvn-bda.de/artikel/2012/20121016b.html

    Fazit: Es ist Zeit- und Energieverschwendung, im [gelöscht] SPD-Blog „Endstation Rechts“ zu schreiben.

    1. Danke für den Link, sehr interessant. Trotzdem sehe ich auch Beweise, dass das Trio bei denen ihnen vorgeworfenen Taten beteiligt war. Ausgeschlossen ist für mich, dass es eine bloße „Kleinstzelle“ war, nicht Teil eines geheimen rechtsextremen Gladio-Netzwerkes. Daher begrüße ich die „Arbeit gegen Rechts“, dass sich gegen diese staatlich geschaffenen Strukturen wendet.

      Es wird spannend, wie sich Frau Zschäpe verteidigen wird. Es gibt viele offene Frage, vor allen Dingen zum Tathergang am 04.11.11.

  4. Hallo Georg,

    inwiefern soll das Trio deiner Meinung nach an den ihnen unterstellten Taten beteiligt gewesen sein?
    Und wie soll sich ausgerechnet die „Arbeit gegen rechts“ gegen eigens geschaffene staatliche Strukturen wenden? Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz.

    Und wer weiß, ob man mit Frau Zschäpe nicht einen Deal vereinbart, damit sie freigelassen wird? Der könnte ja dann so aussehen, dass sie vereinbarte Äußerungen trifft, die den Verfassungsschutz und an der „NSU“ Beteiligte entlasten.
    Nur eine Theorie, aber abwegig ist sie keineswegs. Und weit glaubhafter als das Märchen einer plakativen „Nazi-Terrorzelle“. Mir ist noch jener Koffer mit einem großen Hakenkreuz darauf in Erinnerung, damit das ja kein Doofer übersieht. Genausogut hätte man den Bauernopfern Uwe B. und Uwe M. auch Kleidung mit aufgestickten Hakenkreuzen angedeihen lassen können. Aber wer weiß, vielleicht „findet“ man die in Zukunft irgendwo?

  5. Hier noch eine weitere Merkwürdigkeit, über die der SPIEGEL am 12.11.2011(!) berichtete:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/rechtsextreme-terrorgruppe-kameraden-bis-in-den-tod-a-797384.html

    „Die Präsenz der Fahnder sei spürbar gewesen, sagt auch der direkte Nachbar der mutmaßlich rechtsextremen Terroristen – „und zwar standen die hier teilweise exakt vor deren Haustür“. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass es wochenlang intensive Kontrollen in der unmittelbaren Umgebung des Hauses gegeben habe.“

  6. Ein Zusammenhang mit den Döner-Morden ist vermutlich nicht zweifelsfrei nachweisbar, da keineswegs auszuschließen ist, dass normalen Kriminellen Beweismittel von unbekannten Personen untergeschoben wurden. Außerdem weiß man ja seit Ludwigshafen wie irrational auch die Behörden reagieren, wenn es um „rechts“ geht.

  7. Das Tulpenproblem:

    Im NSU-Video ist die Schneiderei in Nürnberg Gyulaerstraße, Ecke Siemensstraße abgebildet, in der am 13.Juni 2001 Abdurrahim Özüdogru erschossen wurde.

    Foto:
    NSU-Transcript, Seite 21
    http://www.apabiz.de/publikation/NSU-Transkript.pdf

    Auf diesem Foto sieht man oben in den Fensterbögen aufgemalte Tulpen:
    http://www.nordbayern.de/nuernberger-zeitung/2.192/die-tatorte-der-nsu-morder-zwolf-jahre-danach-1.2483003
    http://www.nsu-watch.info/2012/11/orte-des-nsu-terrors/nsu-tatorte_heute-03-nuernberg-abdurrahim_oezuedogru/
    http://www.nazistopp-nuernberg.de/november-2011_index81.htm

    Auf den originalen Tatortfotos der Polizei vom 13.Juni 2001 sieht man diese Tulpen aber noch nicht:

    „NSU-Terror-Trio: Welche Spuren führen nach Bayern? Kontrovers“
    http://www.youtube.com/watch?v=EMI-KCd_d4k#t=0m15s
    Zeitindex 0m 15s

    Die Blumen wurden erst von einem Nachmieter aufgemalt, nämlich von einem Floristen.

    „Der Blumenladen, der nach Özüdogrus Tod einzog“
    28.12.2012 Hellweger Anzeiger.de
    http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/politik/inland/Spurensuche-an-Orten-der-NSU-Morde;art29862,1865011

    Schaut man sich das Foto aus dem NSU-Video noch etwas genauer an, dann sieht man nicht nur diese Tulpen, sondern auch noch asiatisch aussehende Objekte im Schaufenster.
    Das war das Inventar eines anderen Nachmieters nach dem Floristen.

    „Die Fenster sind vor Schmutz fast blind, kitschige Holzarbeiten aus Asien und Gerümpel füllen die Räume.“
    http://www.nordbayern.de/nuernberger-zeitung/2.192/die-tatorte-der-nsu-morder-zwolf-jahre-danach-1.2483003

    Das Foto aus dem NSU-Video wurde also einige Zeit nach dem Mord gemacht.
    Warum sollte die NSU kein eigenes zeitnah gemachtes Fotomaterial benutzen, sondern auf Material zugreifen, welches erst Jahre später im TV gezeigt wurde, etwa bei Aktenzeichen XY?

    1. Seht es doch einmal von der kabarettistischen Seite:

      Ich bin der Massenmörder X und weil mir die Polizei auf die Schliche gekommen bin ermorde ich mich selbst. Aus dem Grund zünde ich den Wohnwagen, in dem ich sitze an, um die Beweismittel zu vernichten. Warum einfach, wenn es kompliziert geht? Nachdem ich mich und meinen Kompagnon erschossen habe, lade ich die Waffe noch einmal nach, damit alles authentisch wirkt.

  8. Hallo,
    wenn man diesen Bericht gelesen hat und sich der Tragweite der Taten vor Augen führt weiss man wer ein Interesse an dem vorgeplanten Ergebnis hat. Der Verfassungsschutz (Grundgesetz, eine Verfassung gibt es noch nicht) und seine Täter

  9. Zur chronologischen Übersicht der verwirrenden, verschiedenen Meldungen unter 5.:

    Die erste Meldung zu Eiseneach war nicht am 04.11. um 14:51 bei Bild.de.
    Es gab schon um 13:59 Uhr einen ausführlichen Artikel bei insuedthueringen.de/,
    „erschienen: 04.11.2011 13:59 Uhr zuletzt bearbeitet: 08.01.2013 11:38 Uhr“ steht dort

    Das hat übrigens Fatih Ersoy mal eben „mit Zeitfensterbegrenzung auf den 04.11.2011 nach Eisenach, Wohnmobil und Banküberfall „so ergoogelt! (bei publikative.org)

    Quelle: http://www.insuedthueringen.de/regional/thueringen/thuefwthuedeu/Angestellter-in-Bank-verletzt-zwei-Tote-gefunden;art83467,1799738

    Angeblich war sie aber nicht auf der Seite.

  10. Das alles macht auf der Folie “Ausländerfeindlichkeit” keinen Sinn.

    Nimmt man die Beamtin Kiesewetter vorerst aus der Liste der Opfer, dann haben alle eines gemeinsam, es sind kleine, selbständige “Krauter”. Sie sind intergriert und arbeiten auf eigenes Risiko. Absolut geieignet als potentielle Opfer für Schutzgelderpressungen mafiöser Organisationen.
    Stellt man sich nun beide, Mundlos und Böhnhardt, die Rolle von Zschäpe dabei ist unklar, als professionelle Killer im Dienste einer oder mehrerer mafiöser Organisationen vor, dann beginnt das alles einen sinnvollen Zusammenhang zu bekommen, auch und besonders ihre Einkommensverhältnisse.

    Es würde auch erklären, warum der Verfassungsschutz untätig blieb, denn organisierte Kriminalität interessiert den Verfassungschutz nicht. Es gibt meines Wissens nach keine gedeihliche Zusammenarbeit zwischen Kriminalpolizei und Verfassungsschutz in dieser Hinsicht.
    Die Ermittlungen der SOKOs um Umfeld der Opfer gestalten sich schwierig bis unlösbar, denn keiner der zahlt, wird irgend jemanden darüber berichten. ich betone, dass die Opfer, Opfer der org. Krim. waren und nicht Mitglieder, auch wenn der eine oder andere zu Dienste hatte sein müssen. Die Schutzgeldgeschichten müssen in einem absoluten Dunkelfeld sich abspielen und das tun sie auch ganz hervorragend.
    Es gibt meines Wissens nach kaum Anzeigen. Das kann nur funktionieren, wenn die Opfer einem gigantischen Druck ausgesetzt sind. Wenn eine Laden, eine Kneipe, in die Luft fliegt und alles schreit: “Terroranschlag, ausländerfeindlich”, so wissen doch alle Adressaten, um die wahre Bedeutung dieser “Nachricht”. Ebenso die Morde an seinesgleich, die in der Zeitung bundesweit erscheinen.

    Die “Hinrichtung” der Kollegin Kiesewetter, ihr Kollege hat ja gerade noch überlebt, war ein deutliches Zeichen an den Verfassungsschutz, dem die Sache doch langsam zu viel wurde, was der NSU zu Ohren gekommmen sein muss. Bei der V-Manndichte rechts, sicherlich ohne Probleme möglich. Die Botschaft der NSU war mehr als deutlich: “Wir finden jeden und schrecken nicht davor zurück, Unbeteiligte, Frauen, Polizeibeamte umzulegen!” Kiesewetter stammte aus der Heimat der NSU, arbeitete in einem anderen Bundesland, und versah noch aussergewöhnlichen Dienst. Die “Nachricht” kam an.

    Die größte Panne der gesamten polizeilichen Ermittlung, das ist schon vergessen, war die “Phantomfrau”. “Hochprofessionelle Profiler” folgten einer DNA-Spur und lieferten die phantastischsten Interpretationen über Tathergang und die Täter(innen)beschreibung ab . Dass ein und dieselbe Person nicht zugleich in kleine Kioske in der Pfalz einbricht, Täterbeschreibung: männlich 20 Jahre, eine Polizistin erschießt und und und, kam der “Superprofilern” nicht in den Sinn. Letztlich kam heraus, dass ein Arbeiterin die Röhrchen kontaminiert hatte. Eine mögliche Hypothese von Anfang an, die nicht angestellt wurde. So lief die Fahndung lange in eine absurde Richtung.

    Dass Zschäpe sich stellte und doch schweigt, spricht für die o.a. Hypothese, denn sie schwebt in akuter Lebensgefahr. Für das Strafmaß dürfte das Motiv keine Rolle spielen, nur dass sie als Mittwisserin ausländerfeindlicher Morde eine Überlebenschance hat.

    Der Prozess kann und darf in keine andere Richtung gehen, als in die er zur Zeit geht, denn sollte die o.a., Hypothese stimmen, dann würde offenbar, dass die organisierte Kriminalität sich längst schon verbreitet hat, analog der argentischen Ameise in Spanien und Protugal. Was nicht sein darf, das nicht sein kann!
    Zugegeben alles Hypothese, möglicherweise etwas verschwörungstheoretisch.

    1. @Hermann Gärtner : So überwältigend war das NSU-Konzept halt nicht. Man schwört sich jahrelang auf den Hass ein, und es werden die angegriffen die leicht zu beobachten sind und ins Schema passen. Es wird so vorgegangen wie bei Raubüberfällen, nur das statt dessen jemand hingerichtet wird. ( was nicht heisst das sie nicht den Segen für ihr Vorgehen gehabt haben können )
      Der VS beobachtet übrigens „auch“ die OK.

  11. Yunus Turgut hat Drogenhandel zugegeben!

    Zitate:

    Ein weiterer Ermittler schildert, dass das Bundeskriminalamt dem Bruder des Ermordeten in der Türkei die Wiedereinreise nach Deutschland angeboten habe, wenn dieser mit der deutschen Polizei zusammenarbeite. Das habe dieser aber abgelehnt.
    „Der Bruder wollte lieber selber mit Privatdetektiven die Tat aufklären, erklärt der Zeuge weiter. Er habe gesagt, dass er die Detektive über illegalen Drogenhandel bezahlen wolle, fügte er auf Nachfrage noch an.“

    http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/NSU-Prozess-Einreise-Angebot-gegen-Zusammenarbeit-mit-BKA-1805540842

    Bruder von Opfer wollte Mord auf eigene Faust klären – mit Drogengeld

    Der Bruder wollte lieber selber mit Privatdetektiven die Tat aufklären, erklärt der Zeuge weiter. Er habe gesagt, dass er die Detektive über illegalen Drogenhandel bezahlen wolle, fügte er auf Nachfrage noch an.
    http://www.derwesten.de/thema/rechter_terror/polizei-in-rostock-blendete-rassistisches-motiv-rasch-aus-id8594711.html

    1. Das hört sich ziemlich abgehoben an. Wenn die Angaben des Ermittlers, ich denke man hört das hier zum ersten mal, zutreffen, dann wurde nicht Drogenhandel zugegeben, sondern angekündigt. Und zwar gegenüber der Polizei. Das wäre, ich sage es jetzt mal so, ziemlich schwachsinnig. Wenn da was dran ist tippe ich mal auf Sarkasmus. Vielleicht eine Reaktion auf den bewährten Ermittlungsansatz…?

      1. Übrigens befand sich deren Imbisswagen „an einem nur Anwohnern bekannten Trampelpfad“. „Wie haben uns gefragt“, sagt der Beamte, „wer kommt in so eine Gegend?“

          1. „Der Kebab-Stand, in dem der 25-Jährige am 25. Februar 2004 erschossen wurde, befand sich an einer entlegenen Stelle zwischen Wohnblöcken.“

            Beim Döner-Stand an der Hauptstraße verschwinden die Täter in der Anomität der Masse. In solchen Fällen gibt es zwar jede Menge Zeugenaussagen, aber die sind allesamt nicht zu gebrauchen.

            Wenn der Tatort an einer Stelle ist, wo sich seit Jahrzehnten kein Fremdling hin verirrt hat, fallen die Täter sofort auf. „Diese Typen haben wir noch nie gesehen, was machen die hier?“

            Frage:
            Weiß jemand, ob es Zeugen gibt, die zur Tatzeit in Tatortnähe jemand gesehen haben?

  12. Dass das handschriftliche Drehbuch des Bekennerfilmes von Böhnhardt oder Mundlos stammt, ist nicht bewiesen. Es gibt nur „leicht überwiegende Wahrscheinlichkeiten“.

    „Beim “Drehbuch” gebe es handschriftliche Notizen der Sequenzen, die dann im Video später verwendet worden seien, die sein dort minutiös aufgeführt. Ein Gutachten habe ergeben, dass es zwei Ersteller gegeben habe, einer sei mit leicht überwiegender Wahrscheinlichkeit Böhnhardt und der andere mit leicht überwiegender Wahrscheinlichkeit Mundlos. (…) Klemke will wissen, ob dem Kollegen die originale Version des “Drehbuchs” vorgelegen habe. Das wisse er nicht, so Sche., er sei auch nicht beim Schriftvergleich zugegen gewesen, das werde in einer anderen Abteilung gemacht.“
    http://www.nsu-watch.info/2013/10/protokoll-50-verhandlungstag-24-oktober-2013/

  13. In der Lieferkette der Ceska 83 befindet sich ein „Enrico T.“.
    Der heißt richtig „Enrico Theile“.
    Diesen Namen hat zusammen mit anderen einschlägig bekannten Namen die Abgeordnete Katharina König dem Siegfried Mundlos vorgelesen und gefragt, ob er diese Namen kenne und was er dazu sagen könne.

    Enrico Theile arbeitete zusammen mit Hans-Ulrich M. in dessen halbseidener „Autoservice“ (Autoschieberfirma) „Sidonia“.
    Enrico Theile ging auf die selbe Schule wie Uwe Böhnhardt und Ralf Wohlleben.

  14. Im Thiazi-Forum, welches man nun wirklich als rechtsextrem bezeichnen kann und wo einschlägig bekannte Personen geschrieben hatten, war man damals ab November 2011 erstaunt über einen angeblichen NSU, von dem man dort bis dato noch nichts gehört hatte. Ich habe dort auch mitgelesen und fand keine Hinweise auf Kenntnisse über einen NSU. Offenbar waren selbst diese harten Kerne nicht informiert. Entweder stimmt die NSU-Geschichte nicht oder die Thiazis hatten doch Kenntnisse, sind aber so diszipliniert, dass sie ihre angebliche Unkenntnis glaubhaft rüberbringen können, was ich aber nicht glaube. Wem aber nützt ein NSU etwas, wenn potentielle Sympatisanten keine Kenntnis davon hatten und nach dem Auffliegen nur Repressalien erwarten können? Wenn man sich schon so extrem abschottet und sich nichtmal gegenüber Sympatisanten outet, warum legt man dann nur Blumenhändler und sonstige kleine Fische um, obwohl man bei diesem Grad an Konspiration auch wesentlich höherwertige Ziele hätte angreifen können? Soviel Aufwand zu treiben bei einem so mickrigen „Erfolg“ ist einfach nicht effizient.
    Das macht ideologisch keinen Sinn.
    Wenn man aus ideologischen Gründen Türken umlegen will, dann machen die langen Pausen keinen Sinn. Solche Pausen machen aber im Auftragskiller-Szenario einen Sinn, denn ohne Auftrag gibt es auch keinen Mord.

    1. anscheindend war es doch bekannt: Ein „Fatalist“ schreibt im politikforum, dass „NSU-CDs (…) 2002-2004 zu Tausenden in der Nationalen Szene verteilt“ worden wären. Darin hätten sich offenbar „nur“ Bilder und keine Bekenntnisse zu Morden / Bombenanschlägen befunden.

      „Vor Euch liegt nun die erste umfangreiche Bilddaten-CD des Nationalsozialistischen Untergrundes der NSDAP (NSU). Ihr sollt wissen, daß diese CD das Ergebnis mehrerer Jahre ist und somit unzählbare Stunden an Arbeit verschlungen hat. Mehr als 15.000 Bilder warten auf Euch und darauf ein Stück unserer Propaganda zu werden. Einige der zusammengetragenen Bilder befinden sich sicherlich nicht richtig zugeordnet oder mit falscher Quellenangabe auf der CD, auch ist diese CD nicht vollständig. Die Bilder wurden ausnahmslos aus dem Weltnetz zusammengetragen, einige der durchsuchten Seiten bestehen bereits nicht mehr.“politikforen

      Der Abschlussbericht des Bundestag-Ausschuss berichtet:

      „Am 5. August 1999 ging im Innenministerium Brandenburg eine E-Mail ein, in der als Absender eine Gruppierung namens „Nationalsozialistische Untergrundkämpfer Deutschlands“ genannt war.“ S.296. Auch darin steht kein direkter Hinweis auf geplante rassistische Angriffe auf Ausländer, es wird sich beschwert, keine bestimmte Musik mehr hören zu dürfen. So wird Innenminister Ziel bedroht.

      „Widerstand, wir nehmen die Waffen zur Hand, und
      auf Wiedersehen Herr ZIEL ! Die Uhr tickt, und das Ultimatum läuft ! Wir stehen bereit, und werden handeln (…).“

      „Fatalist“ vermutet, dass der Geheimdienst-Informant „corelli“ beteiligt war.

      „Die NSU-CD mit Tausenden Bildern etc beinhaltete viele Bilder von „Corelli“ Thomas Richter.

      Es wissen zu hundertprozent einige von der Existenz dieser, hatten diese wie ich aber vielleicht auch schon längst nicht mehr auf dem Schirm. Fakt ist auch, daß einige der Bilder vom „Nationalen Beobachter“ (ND-B.com – Corelli Thomas Richter) stammen. Was natürlich nicht heißt, daß die CD alleinig von ihm stammt. Fakt ist aber, daß diese CD gut zu ihm passen würde (Bildersammler auf Oikrach/ND-B-Com), und dieser schmierige Typ sich mindestens in den Jahren 2002/2003 im Norden bewegt hat.

      Die Netzseite vom Weißen Wolf (www.nd-b.com/ww) und vom Verlag Neuteutonia (www.nd-b.com/neuteutonia) lief ja auch über seine Domain. Beim Nachfragen des Betreibers äußerte dieser nur, daß damals vermutet wurde, daß der Richter von den Bullen kommt.

      Es ist nicht sicher, dass diese NSU-CD von Richter stammt, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass sie aus dem Umfeld von Blood&Honour stammt, ebenso wie die Todesdrohungsmail an Alwin Ziel 1999.“ (politikforen)

      1. fatalist schrieb heute, um 04:46 auf politikforen.net :
        “ Bühnhardt und Mundlos waren gar nicht in Heilbronn, wie ja auch die Phantombilder klar belegen. “
        Eben jener fatalist hatte schon die Phantombilder als Fälschungen entlarvt, aber er kenne die richtigen.
        ( die er aber nicht zeigt, so wie die“ zu Tausenden“ verbreitete CD )
        Was soll man nun davon halten ?

    2. Der NSu soll 2003 von dem V-Mann Stauffenberg/Erbse erwähnt worden sein, und 2007 will ein Kriminalhauptkommissar auf einer Besprechung davon gehört haben. Die Widmung im „Weissen Wolf“ war von 2002. Das sich niemand öffentlich hinstellt und sagt er kannte die Serienmörder ist auch kein Wunder.
      Der italienische Geheimdienst AISI hatte 2008 über Kartenauswertungen im NSU-Stil Berichtet, in dem Zusammenhang wurde B. erwähnt, und Wohlleben soll im Jahr zuvor bei den meraner Skinheads gewesen sein. So könnte es auch zu den ca 400 Anschlagszielen des NSU gekommen sein, Kartenauswertungen mit Unterstützern vor Ort. Vielleicht spielte man ja mit dem Gedanken das ganze eine Nummer grösser aufzuziehen… ? Der Grund für den Tod der Uwes könnte gewesen sein das sie zu sehr angegeben haben, Peter K. hatte ja einen Monat zuvor Paulchen auf seine Facebook-Seite gestellt.

  15. Ich hatte eine Mail von Georg Lehle erhalten, mit der Frage „ob im NSU-„Manifest“ Hinweise zu den Ceska-Morden / Bombenanschläge stecken?“, ob „dort Bekenntnisse für „Ausländer“-Morden“ auftauchen. Ich antworte mal hier. Dieses „Manifest“ ist eher allgemein gehalten, das sich da welche radikalisiert haben ist wohl klar, es hört sich aber schon danach an als ob die sozusagen höhere Ziele hatten. Das Neonazis Migranten zu den „Feinden des deutschen Volkes“ zählen ist allgemein bekannt, aber es werden davor das „Regime und seine Helfer“ benannt. Vielleicht stand eine Kursänderung bevor ? Zeitlich fällt das mit der Entstehung der „Kameradschaft Süd“ zusammen. Die wurde im Dezember ’01 von B. gegründet, der wurde aber Anfang März ’02 zu einer Haftstrafe verurteilt, und übergab an Martin W., den er schon mit dem V-Mann Didier M. bekannt gemacht hatte. Wiese wurde dann im Mai ’05 wegen des geplanten Sprengstoffanschlages auf das jüdische Zentrum in München verurteilt, im Juni ’05 erschiesst der NSU Theodoros Boulgarides, der in Sichtweite von W. WG wohnte.
    Der AISI erwähnte ’08 dann B. im Zusammenhang mit diesen Kartenauswertungen bei den „Skinheads Tirol“. Und Maik E. erschien zum NSU-Prozessauftakt zusammen mit Karl-Heinz S., der zur „Kameradschaft Süd“ gehörte.

    Als ich mir das NSU-„Manifest“ angesehen habe ist mir eine Ähnlichkeit mit einem Aufruf des WAW aufgefallen.
    Aus dem „NSU-Brief.cdr“ vom März ’02 :
    “ keine Partei oder Verein ist die Grundlage des Nationalsozialistischen Untergrundes( NSU ) sondern die Erkenntnis nur durch wahren Kampf dem Regime entgegentreten zu können. …Jeder Kamerad ist gefragt! Auch du !…Jeder Kamerad gehört dazu, sofern er den Mut findet zu handeln und seinen Beitrag zu leisten. …Das Zeichen des NSU symbolisiert die Sympathie und Verbundenheit gegenüber der neuen Bewegung. …“
    http://1.bp.blogspot.com/-Jhfs-4IqmZE/T-tHkYkEerI/AAAAAAAAGfY/QhhEJpYsSpc/s1600/Lichtsttadt+-+Uwe+Mundlos+-+Manifest+des+NSU+-+Flugblatt.jpg ( im Original alles gross )
    Aus dem „NS-Denkzettel“ von ’93 :
    “ Wir wollen hier keinen neuen Verein gründen (der dann sowieso ganz
    schnell wieder verboten würde). Der WEISSE ARISCHE WIDERSTAND,
    DEUTSCHLAND ist keine Organisation mit Vorsitzendem, Kassierer usw.
    oder mit regelmäßigen Sitzungen. Man kann ihm nicht ‘beitreten’, be-
    kommt auch keinen ‘Mitgliedsausweis’. …Jede Kameradschaft,
    jede Gruppe, jede Organisation, jeder Freundeskreis, jede Partei, jeder Ein-
    zelkämpfer, der aktiv etwas für unsere Sache tut, befindet sich im WEIS-
    SEN ARISCHEN WIDERSTAND; DEUTSCHLAND! “
    http://www.petrapau.de/person/down/diesner.pdf ( Seite 40 )
    Dazu das sich der NSU am WAW orientiert haben könnte spricht auch der Auftritt des Duos „Eichenlaub“ auf einem B&H-Treffen ’99, bei dem Holger G. anwesend war. Dort wird abwechselns „Weisser Thüringer Heimatschutz“ und „Weisser Arischer Widerstand“ gesungen, beides wird gleichgesetzt. Zumindest für die anwesenden THS-Mitglieder muss WAW also eine Bedeutung gehabt haben.
    http://rechte-jugendbuende.de/?p=1755 ( Link nach ca 40% des Textes )
    Mit dem „Manifest“ knüpft der NSU wohl an „Leaderless reistance“ an. Das muss nicht heissen das dem tatsächlich so war, oder das es so geblieben sein muss. Aber man sieht das sich der NSU als Teil einer Bewegung präsentiert, nicht als abgekapselte Elite. Sie wollten andere Neonazis motivieren und unterstützen.

    1. Zitat:
      Wiese wurde dann im Mai ’05 wegen des geplanten Sprengstoffanschlages auf das jüdische Zentrum in München verurteilt, im Juni ’05 erschiesst der NSU Theodoros Boulgarides, der in Sichtweite von W. WG wohnte.
      [/]

      Dazu passt auch:

      – Der 1.Mord (Simsek) geschieht 3 Tage vor dem Blood & Honour – Verbot

      – Der 2.Mord (Abdurrahim Özüdogru) geschieht an dem Tag, an dem das Blood & Honour-Verbot rechtgültig wird.

      – Der 4.Mord (Habil Kilic) geschah 300 Meter entfernt vom Neo-Nazi-Treffpunkt „Zum Glaskasten“ (Aschheimer Str. 15).

      – Der 5.Mord (Rostock, Turgut) geschieht in wenigen hundert Metern Entfernung des Wohnortes der Cousine von Uwe Böhnhardt

      – Der 7. Mord (Theodoros Boulgarides) befindet sich nur 170 Meter entfernt und mit freier Sicht zur Wohnung der Wohngemeinschaft Martin W. und Norman B. (Landsberger Straße XX) und dieser Mord geschah kurz nach der Verurteilung von Martin W..

      – Der 8.Mord (Mehmet Kubasik) geschieht an einem Punkt zwischen dem Neo-Nazi-Treffpunkt „Deutscher Hof“ (Mallinckrodtstraße 277) (500 Meter) und dem Wohnort von V-Mann Toni S. (Schleswiger Straße XX) (750 Meter).

      – die 3 Morde (Morde Nr 1, 2 und 6) in Nürnberg sind um das Reichparteitagsgelände angeordnet, sozusagen ein „innerer Reichsparteitag“.
      Verbindet man die Morde 1 und 6 geographisch, dann führt diese Verbindungslinie genau durch das Reichsparteitagsgelände.

      1. Zu V-Mann Toni S. finde ich noch eine Aussage bemerkenswert:

        Zitat:
        Noch im März 2002 legte sich Toni S. »auf ausdrückliches Anraten, sogar Drängen« seines V-Mann-Führers – so das Landgericht Berlin – ein konspiratives Lager zu, um im Falle von polizeilichen Durchsuchungen seiner Wohnung und seiner Geschäftsräume abgesichert zu sein. In diesem Warenlager, liebevoll »Bunker« genannt, versteckte er unzählige Gegenstände strafrechtlich relevanten Inhalts, darunter Poster der Waffen-SS, Hitlerbilder mit Hitlergruß und Hakenkreuzen sowie indizierte CDs. Zum Beispiel die CD »Deutschland den Deutschen« der Band »Standarte« (Titel 1, »Alibaba«):
        http://www.widerstand-ist-recht.de/auszuege/verfassungsschutz.html

        Das ist eine Parallele zur Garage von Beate Zschäpe.
        Dort wurde alles „gebunkert“, was strafrechtllich relevant war, damit die Wohnung „sauber“ blieb.
        Hat also auch einer aus dem NSU-Trio diesen Verfassungsschutz-Tipp für V-Leute bekommen, sich so ein Lager einzurichten? War also das NSU-Trio ein V-Team, so wie es Siegfried Mundlos vor dem Untersuchungsausschuss andeutete, zur Ausspähung der Kameraden im gesamten Bundesgebiet als Gegenleistung zur Haftverschonung von Böhnhardt?

        V-Mann Toni S. hatte laut V-Mann „Heidi“ (Thomas M., Taxifahrer aus Dortmund) Kontakt zu Uwe Mundlos.

        http://www.spiegel.de/panorama/justiz/nsu-mord-in-dortmund-die-informationen-von-v-mann-heidi-a-897806.html

        „Im Taxi des Ex-V-Manns Thomas M. soll Mundlos dem „Gesinnungskameraden“ Toni S. eine Waffe angeboten haben. “
        http://www.taz.de/!124629/
        Ob das stimmt? Mundlos mit 2 V-Leuten im Taxi und dann werden Waffendeals angeleiert? Vielleicht auch heiße Waffen? Die jemand anderer bereits für Morde benutzt hatte?
        Haben diese beiden V-Leute die Ceska aus der türkischen organisierten Kriminalität so dem NSU-Trio nach den Morden untergeschoben und ohne deren Mitwissen an diesen Morden untergeschoben? Ich glaube das zwar nicht so recht, aber angesichts solcher Aussagen von V-Leuten sollte man diese Variante vor Gericht erstmal widerlegen.

      2. ich ergänze mal :
        -1. Mord : ca 2 Monate zuvor wurde Piato enttarnt.
        -2. Mord : einen Monat zuvor wurde Tino Brandt enttarnt
        Später fällt ein Auflkeber der FAF in Tatortnähe auf,
        die wurde einen Monat zuvor gegründet.
        -Mord 1-3 : Von den Opfern werden Fotos gemacht.
        -Mord 4 : Wurde in ca 100m Entfernung zu einer Polizeiwache verübt. Danach wird die Mordserie für 2 Jahre unterbrochen.
        -Mord 5 : Einen Monat nach dem FAF-Verbot.
        In einem Rundbrief erklärt Friedhelm Busse 2 Tage nach dem Mord Norman Bordin solle sein Nachfolger werden. Busse ist in Haft, gehört wie B. und das Trio( teilweise ) zur HNG.
        Rostock ist die einzige Stadt in der Mordserie wo keine Anschlagsziele aufgelistet sind.
        -Mord 6 : Wird am Jahrestag des Kölner
        Nagelbombenanschlags verübt.
        -Mord 7 : 2 Personen die Kontakt zu B. und W. hatten
        fallen 3 Tage später am Tatort auf, einer wohnt in der Nähe.
        -Mord 8 : Toni S. soll sich einem Funkzellentreffer zufolge
        vor und nach dem Mord in Tatortnähe aufgehalten haben.
        -Mord 9 : Der Verfassungsschützer Andreas T. hält sich da auf.

        B&H wurde zusammen mit „White Youth“ verboten, da kannte das Trio welche von( kommen da aus der Ecke )
        ( FAF( Matthias F. ) und Kameradschaft Süd
        bildeten zusammen die AG Bayern )

        1. Weitergehende Hinweise haben sich entweder nicht ergeben oder wurden vertuscht. Die vorgebrachten Beweise im NSU-Verfahren gegen die Beschuldigten geben kaum was her in der Richtung.
          Ehrlich gesagt – ich habe den Eindruck, dass Zschäpe einen Freispruch entgegengeht! Vielleicht wird sie wegen Brandstiftung verurteilt.

          1. Teilweise ist ja doch recht deutlich das einiges nicht ermittelt wird. ZB unterband das bei Toni S.( Treffen vor dem Mord in Dortmund ) die Bundesanwaltschaf, an Einwohnern von Oberweissbach( Herkunfstort von Kiesewetter ) die Mundlos gesehen haben wollen hatten Ermittler kein Interesse( kennen sie ja wahrscheinlich ). In dieser mehrteilig-vorteilhaften RTL-Doku( April ’13 ), in der „Dönermorde“ noch so heissen, wurde Günther Beckstein von Udo Nagel, dem einstigen Leiter des Münchener Morddezernats, interviewt. Zu Tino Brandt fiel Beckstein da nur der THS ein. Brandt hatte aber zeitgleich auch noch den Fränkischen Heimatschutz mitbegründet, die beiden Uwes waren dabei zugegen.
            Zschäpe schreibt dann in Haft sogleich dutzende Briefe an jemanden der einen Migranten niedergeschossen hatte, und der zur „Oidoxie Streetfigthing Crew“( Dortmund ) gehörte. Der V-Mann von Andreas T. soll in deren Umfeld unterwegs gewesen sein. Habe den Eindruck da kann Zschäpe Hinweise auf Verbindungen wie eine Trampeltierherde hinterlassen, müssen die dann ja sowieso vertuschen.

            hatte ich vergessen :
            -Mord 6 : Jemand der sich vor dem Mord mit T. Boulgarides gestritten hat[1]
            hat Ähnlichkeit mit jemand der sich bei Mord an Kiesewetter in der Nähe war[2].
            -Mord 8 : Ein paar Tage vorher wird in Dortmund ein Anschlag auf ein türkisches Bildungszentrum verübt, das findet sich dann unter den NSU-Anschlagzielen wieder.
            [1]http://www.spiegel.de/fotostrecke/neue-spuren-doener-morde-spur-im-rechtsextremen-milieu-fotostrecke-75064-5.html
            [2]http://friedensblick.de/wp-content/uploads/2013/09/phantombild-kiesewetter-2.jpg

          2. Laut Aussage des Brandsachverständigen war das Benzin an den Socken von Zschäpe aber eine andere Sorte als das Benzin in der Zwickauer Wohnung.

          3. kannst Du das bitter erläutern?
            Ich wurde aus seinem Expertendeutsch nicht schlau geworden.

            Wenn das stimmt, dann wird die Anklage der Bundesanwaltschaft auf tönernen Füßchen.

          4. @ E. Krüger:
            Zitat:
            Zschäpe schreibt dann in Haft sogleich dutzende Briefe an jemanden der einen Migranten niedergeschossen hatte, und der zur “Oidoxie Streetfigthing Crew”( Dortmund ) gehörte. Der V-Mann von Andreas T. soll in deren Umfeld unterwegs gewesen sein.
            [/Zitat Ende]

            Robin Sch. wurde angeblich von Sebastian S. zu der Tat angestiftet und er bekam von diesem auch die Tatwaffe. Sebastian S. ist mindestens V-Mann des Verfassungsschutzes, wenn nicht eher sogar Anstifter bzw Agent Provocateur.
            Sebastian S. ist ein enger Freund des dreifachen Polizistenmörders Michael Berger
            Hat er diesen auch zum Polizistenmord angestiftet?
            Verbindungen zum Kiesewetter-Mord?

            Temmes V-Mann Benjamin G. war am 18.März 2006 auf dem Konzert der Dortmunder Skinhead-Band „Oidoxie“ und er berichtete von einem dortigen Treffen von Michel F. (aci) und Bernd T. mit Mundlos und Böhnhardt.
            Michel F. (Deckname: Leloup) ist ein Söldner und kämpfte in Jugoslawien.
            Bernd T. ist Gründer bzw Anführer des „Sturm 18“ und der „Kameradschaft NordHessen“ und er wurde bereits wegen Tötung verurteilt.
            Bernd T. wäre die Verbindung zwischen Dortmund und Kassel.

            [bitte keine Klarnamen]

          5. @Bolko : Ich meine das war lediglich ein Konzert wo die „Oidoxie Strettfigthing Crew“ anwesend war. B. würde ich eher bei Kai D. einsortieren, das mit Kiesewetter erscheint mir wesentlich koordinierter.
            Das mit Michel F. ist interessant, bitte einen Link dazu. F. gehörte doch in den 90ern zur französischen PNFE…der V-Mann bei Martin W./Kameradschaft Süd, Didier M. war damals einer der fünf Sektionsführer der PNFE( Grossraum Paris ). Wäre also schon so lala wenn F. da war.

            [Bitte keine Klarnamen, GL]

        2. weitere Ergänzungen:

          -2.Mord:
          In der Nähe der Änderungsschneiderei befindet sich eine ehemalige SS-Kaserne, jetzt ist hier das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge beheimatet.

          – 5.Mord:
          Rostock ist für seine starke rechte Szene bekannt. Der hier lebende NPD-Landtagsabgeordnete David P. war führender Kopf der inzwischen verbotenen „Mecklenburgischen Aktionsfront“. Außerdem ist an der Ostsee die „Weiße Bruderschaft“ der „Hammerskins“ aktiv.

          – 8.Mord:
          „Deutscher Hof“: Hinter zugehängten und mit dreifarbiger Plastikfolie bespannten schmutzigen Fenstern feierte ein Jahr vor dem Mord hier Siegfried B. alias „SS-Siggi“ mit seiner Neonazi-Hooligan-Truppe „Borussenfront“ den Jahrestag ihrer Gründung.
          SS-Siggi wiederum hat gute Kontakte zu den Kölner Kameraden um den mehrfach verurteilten Neonazi-Kader Axel R., der in den Medien auch als „Hitler von Köln“ bekannt wurde. Vielleicht wegen dieser Verbindung fand der Bombenanschlag in Köln statt.

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