Ballistischer Test, Herkunft der Ceska-Mordwaffe

Bereits im November 2011 verkündete der Chef des Bundeskriminalamtes Jörg Ziercke, dass die Mordwaffe der Ceska-Mordserie in der Zwickauer Brandruine gefunden wurde: Eine Schusswaffe der Marke „Ceska Zbrojovka“, Modell 83, Waffennummer 034678, Kaliber 7,65 mm Browning mit aufgeschraubtem Schalldämpfer.

Mitte November 2011 meldete als einzige die tz, wie sich diese Behauptung begründete: Während einer „Vergleichsbeschuss-Untersuchung“ im ballistischen Labor des Bundeskriminalamtes hinterließ sie eine „identische Spur wie bei allen neun Döner-Morden.“ (tz) Erst am 18.11.12 bezog sich ein Nachrichtenportal wieder auf den ballistischen Test und  wiederholte dessen Ergebnis (Spiegel).

Auf der anderen Seite gab es einen Rückschlag für die Ermittler. Ziercke gab bereits Ende Juni 2012 bekannt:

„Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wir allerdings trotz dieser Einlassung und den aktuellen intensiven Ermittlungen den Weg der Waffe zum Trio auch heute nur schwerlich belastbar belegen können.“ (BKA)

Folgender Spiegel-Bericht „Die Spur der Ceska“ zeigt den verwirrten, schwer nachvollziehbaren Weg der Ceska von der Schweiz nach Zwickau. Den Weg wollte die Bundesanwaltschaft nachgezeichnet haben, jedoch hört er sich unplausibel an und wird auch von einem Großteil der angeblich Beteiligten abgestritten.

2 Gedanken zu „Ballistischer Test, Herkunft der Ceska-Mordwaffe“

  1. Die zitierte Meldung aus der tz – nicht die seriöseste Quelle – stammt vom 12.11.2011, ist also bereits mehr als ein Jahr alt. Mich wundert ein wenig, dass man von dieser angeblich erfolgreichen Vergleichsbeschuss-Untersuchung sonst nirgendwo gehört hat.

    Viele Grüße
    Morgenländer

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