NSU: Das Märchen der Ceska-Mordwaffe

Bei den neun “Ceska-Morden” wurde eine Waffe des Typs Česká zbrojovka CZ 83 Kaliber 7 65 mm Browning verwendet. In der Zeit zwischen 1983 und 8. September 2000 wurde von der tschechischen Waffenfabrik „Ceska zbrojovka a.s.“ “insgesamt zwischen 155 000 bis 160 000 Ceskas 83″ produziert. (Bundestag)

Vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) des Bundestages sagte der damalige leitende Ermittler Wolfgang Geier (Sonderkommission (Soko) Bosporus): Die polizeilichen Sonderkommissionen hätten erst nach der „fünften Tat 2005 in Rostock“ durch die Schalldämpfernutzung festgestellt, dass es sich um eine Ceska-Sonderanfertigung handelte.

„Davor hatte ich Ihnen gesagt, es wurden bis zu 160 000 dieser Ceska 83 hergestellt. Erst dann, als man wusste, es gibt 55, die eine Besonderheit haben, diesen verlängerten Lauf als Gewinde für die Aufnahme eines Schalldämpfers, war die Spur ermittelbar, ein Erfolg versprechender Ansatz. (ebd)

Insgesamt wurden nur 55 Waffen mit einem verlängerten Lauf hergestellt, um dort einen Schalldämpfer anbringen zu können.

Anfang 2008 berichtete die Zeitung „Nürnberger Nachrichten“ über die Ermittlungen und beruft sich auf Aussagen von Geier. Von den 55 Ceskas wäre „ein Großteil (…) bei einem tschechischen Großhändler in der Schweiz“ in „halb Europa“ vertrieben worden. „Andere Ceskas“ hätte man bei „ehemaligen Angehörigen“ der Stasi geortet: 

„Etwa 60 solcher Spezialausführungen der Ceska 83 wurden überhaupt nur gebaut, sagt Kripo-Chef Geier. Das geht aus den Unterlagen hervor, die der Hersteller der SoKo offengelegt hat. Ein Großteil davon landete ursprünglich bei einem tschechischen Großhändler in der Schweiz, der diese Waffen dann in halb Europa weitervertrieb. Andere Ceskas konnten die Ermittler über die Gauck-Behörde bei ehemaligen Angehörigen des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit [MfS, „Stasi“] orten. Nur ein Teil davon wurde tatsächlich gefunden; die Mordwaffe war nicht dabei.“(nordbayern)

Samir Salah und die „Stasi-Ceskas“

Geier bestätigte 2012 vor dem PUA diese Darstellung vom Jahr 2008 nicht, ein einziger „Großhändler in der Schweiz“ hätte den „Großteil“ der Ceskas verkauft. Jetzt taucht der Libanese Samir Salah auf, Mitglied der Palestinensischen Befreiungsorganisation (PLO). Er hätte fast die Hälfte der Ceskas bei der tschechischen Außenhandelsfirma Merkuria in Prag aufgekauft:

„Diese 55 Waffen wurden wie folgt ausgeliefert: 25 davon wurden an die tschechische Außenhandelsfirma Merkuria in Prag geliefert. Von dieser Firma wurden diese Waffen angeblich bereits 1984 an einen bis heute nicht identifizierten mutmaßlichen Libanesen namens Samir Salah weiterveräußert. Zehn dieser Waffen tauchten bei Ermittlungen in der sogenannten Birthler-Behörde aus den Beständen des MfS auf, konnten allerdings beschossen werden und dadurch ausgeschieden werden.“ (Bundestag)

Vor dem PUA verfeinerte Kriminalhauptkommissar beim Bundeskriminalamt (BKA) Werner Jung die Ausführungen. Er bestätigte den Abgeordneten ein „Ermittler mit überdurchschnittlichem Know-how, was Waffen angeht“ zu sein. (Bundestag)

Die 10 Ceskas wären „beim MfS in der Waffenkammer“ gelegen, also nicht bei „ehemaligen Angehörigen der Stasi“ geortet worden. Nach der Wende wären sie „im Waffenlager dort gefunden“ worden „und die hat das BKA übernommen“. Diese 10 Waffen wären von Samir Salah der Stasi geschenkt worden!

„Dieser Libanese – so hatten weitere Ermittlungen dann ergeben – war PLO-Mitglied, und diese zehn Waffen, die dann beim MfS in der Waffenkammer lagen, wurden dem MfS von der PLO zum Geschenk gemacht. Wir haben natürlich diese zehn Waffen beschossen. Logischerweise schieden die als Tatwaffen natürlich aus.“ (ebd)

Werner Jung versicherte dem PUA, dass er den Libanesen Samir „überprüft“ hätte (ebd). Im Jahr 2006 hätte sich Jung sogar fragend an den Bundesnachrichtendienst (BND) gewandt, „speziell was diese Waffenlieferung angeht, die wir als sogenannte Stasi-Waffen bezeichnen (…) ob die Firmen dort bekannt sind (…).“

Die restlichen 15 Ceskas wären bei der PLO verblieben und konnten nicht gefunden werden. Jung vermutet die Ceskas versteckt in Italien.

„Da sind Waffenlager von der PLO in Italien letztendlich nachher ausgehoben worden, und ich habe immer gehofft, dass wir die letzten 15, die jetzt da fehlten von den 25, vielleicht doch irgendwie noch kriegen, (…).“

Jung verwirrte einen FDP-Parlamentarier als er von seiner Schilderung während der Befragung kurzzeitig abwich. Auf einmal soll die Stasi 25 Ceska gehabt haben?

Patrick Kurth (FDP): Jetzt habe ich noch mal ein paar Verständnisfragen zu Ihrem Vortrag von vorhin; damit ich es richtig verstanden habe. Also, die Waffen sind zum Teil bei der Staatssicherheit gewesen. Wie viele waren es jetzt genau?
Zeuge Werner Jung: 25.
Patrick Kurth (FDP): 25, genau; davon zehn als Geschenk von der PLO.
Zeuge Werner Jung: Genau.

Jung weiß auch zu berichten, dass von „diesen 25 (…) unterschiedliche Befestigungen des Schalldämpfers“ existieren. „Das waren teilweise Bajonettverschlüsse und teilweise auch Schraubverschlüsse.“

Die „Luxik-Ceskas“

In einer zweiten Auslieferung wurde dem schweizer Händler Jan Luxik 24 Ceskas ausgeliefert. 16 Waffen konnten ausfindig gemacht werden und wurden „beschossen“. Die Hülsen wurden mit den Tatorthülsen verglichen und wären identisch gewesen!

Auch die 10 „Stasi-Waffen“ wurden „beschossen“ und die so produzierten Hülsen mit den gefunden Tatorthülsen verglichen. Sie waren nicht identisch. So hätte man im September 2008 ausschließen können, dass die Ceska-Tatwaffe von Samir Salah stammt. Das BKA konzentrierte sich auf die Luxik-Lieferung und stieß auch auf Anton Peter Ge.!

Es gibt eine interessante Grafik, die die Wege der verschiedenen Ceskas veranschaulicht.

8 Ceskas der Luxik-Lieferung konnten also nicht ausfindig gemacht werden. Jan Luxik (siehe Grafik) verkaufte Ceskas an die Firma „Schläfli & Zbinden“, die wiederrum verkaufte sie an Anton Peter Ge. (Dies wäre die Ceska-Mordwaffe gewesen. Damals wusste man das jedoch nicht!) Ge. wurde befragt und seine Wohnung durchsucht.

Ein die Unwahrheit sagender Kriminalhauptkommissar

Den Ermittlern war also Ge. bekannt. Jedoch wurde diese Spur nicht weiterverfolgt. Schlimmer: Bei „Aktenzeichen XY ungelöst“ sagte Kriminalhauptkommissar Uwe Deetz des Bundeskriminalamtes (BKA) im März 2010 die Unwahrheit. Er war zu dem Zeitpunkt seit sechs Jahren mit dem Fall betraut. Es würde „jede Spur“ von 8 der 24 Ceska-Waffen fehlen, die in den 90er Jahren in die Schweiz geliefert wurden:

Quelle: youtube

„Leider ist es so, dass Zwischenhändler, an die diese Waffen geliefert wurden, nicht mehr existieren, und das schon seit längerer Zeit, so dass wir dort keine Unterlagen mehr finden können.“

Das zdf kommentiert:

„Ein unbegreiflicher Irrtum. Denn den Zwischenhändler gab und gibt es: Es ist Franz Schläfli. Und auch seine Unterlagen gab und gibt es. Sie beweisen seit Jahren, dass Anton G. die Waffe bekam. Eine leicht zu ermittelnde Wahrheit, die erst im November 2011, mit Jahren Verspätung, ans Licht kommt. Die Mordwaffe war die Ceska des Schweizers Anton G. Erst jetzt wird er intensiv vernommen und gibt zu: Er gab die Waffe weiter – sie landete schließlich bei den Nazi-Mördern den ersten vier Mordtaten verwendet wurde.“ (zdf)

Bei der Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ stellte das BKA die Ergebnisse des Gutachtens dar. Hier stellte Ruprecht Nennstiel vom Schusswaffen-Erkennungs-Dienst die unterschiedlichen Hülsen-Böden vor:

Quelle: ebd

„Auf der Seite haben wir das übliche Spurenbild einer solchen Ceska 83 mit parallelen Stoßbodenspuren, hier haben wir das Spurenbild einer der Tathülsen mit gebogenen Stoßbodenspuren und das ist auch genau das Spurenbild, was wir auch bei den Luxik-Waffen vorgefunden haben.“ (youtube)

Diese Befunde werden damit erkärt, dass die 24 Luxik-Ceskas in einem abgetrennten, speziellen, eigenen Produktionsverfahren hergestellt worden wären. Daher hinterließ sie eine „ganz prägnante Spur.“ (tagesschau.sf) Diese Darstellung wird bezweifelt:

„Die Großserie umfaßte seit 1983 eine Produktion von ca. 200.000 Pistolen dieses Modells. Normschrauben, Bolzen und Feden kamen von Zulieferern, die Pistolenteile wurden in der Prager und Brüner Fabrik gegossen, maschinell bearbeitet, geschliffen und entgratet. Am Band wurden die Pistolen dann von Hand aus den bereitgestellten Einzelteilen zusammengesetzt. Der einzige Unterschied zu der Serie mit den langen Läufen für eine Schalldämpferaufnahme war, daß statt der üblichen Läufe ein längerer Lauf eingesetzt wurde. Sonst blieb alles wie bisher.“ (politikforen)

Das BKA suchte daher nicht mehr nach den anderen PLO-Ceskas. Jung erläuterte:

„… diese Einschränkung kam – glücklicherweise, muss ich sagen, weil sonst würde ich wahrscheinlich heute diesen Waffen noch nachjagen -, dass eben diese Stasi-Waffen aufgrund der Systemspuren ausscheiden.“ (Bundestag)

Scheinbar widerspricht Werner Jung sich selbst. Auf die harmlose Frage des Abgeordneten Patrick Kurth (FDP):

„Sie wissen, dass es eine Ceska 83 bereits beim ersten Mord ist. (…) Warum wissen Sie bei der Ceska 83 relativ schnell und sind sich sicher, dass es die ist?“ (ebd)

… antwortete Jung, dass man anhand der Hülse nur das verwendete Schusswaffen-System feststellen könne.

„Das lässt sich anhand des Geschosses definitiv sagen. Sie haben anhand des Geschosses Individualmerkmale, sodass Sie sagen können: Die beiden Geschosse stammen aus derselben Waffe. – Anhand der Hülse können Sie nur sagen: Das System. Die Hülse ist aus einer Ceska 83 verschossen worden. – Aber Sie können nicht sagen: Das ist die Tatwaffe. – Das können Sie nur mit dem Geschoss.“

Ermittler auf Länderebene protestierten 2010 gegen diese BKA-Darstellung bei „Aktenzeichen XY ungeloest“. Sie ging zurück auf die dort angesiedelte EG „Česká“. Die Polizeidienststellen der Länder vertraten den Standpunkt, dass es „keine erhöhte Wahrscheinlichkeit“ gäbe, „dass die Tatwaffe sich unter den acht (…) Waffen aus dem Luxik-Kontingent befinde.“ Vor der Sendung kam man bei einem gemeinsamen Steuerungs-Treffen noch zum Schluss, dass …

„… dass zwar die Möglichkeit, jedoch keine erhöhte Wahrscheinlichkeit bestünde, dass die Tatwaffe sich unter den acht bis dato nicht ermittelbaren Waffen aus dem Luxik-Kontingent befinde. Ohne jegliche Absprache habe jedoch das BKA sowohl auf der eigenen Webseite als auch im Schweizer Fernsehen von einer „hohen Wahrscheinlichkeit“ gesprochen.“ (PUA, Abschlussbericht, S. 601)

Der Konflikt spitzt sich derart zu, dass die Kriminalpolizei Nürnberg dem BKA drohte, „die zuständige Staatsanwaltschaft zu kontaktieren, damit diese dem BKA die Öffentlichkeitsfahndung verbiete“, „den Redakteur der Aktenzeichen XY-Ungelöst-Sendung anzurufen, um ihn darauf vorzubereiten, dass der Termin am 10. März 2010 voraussichtlich entfalle“ und „eine Pressekonferenz durchzuführen, welche über die unterschiedlichen Auffassungen aufklären solle.“ (PUA, Abschlussbericht, S. 602)

Schon im Jahr 2009 brodelten Konflikte.

„Als Reaktionen auf die Presseberichte der MK „Bosporus“ sei der Waffenspezialist der MK „Bosporus“ von einer für den 10. Februar 2009 angesetzten Besprechung zwischen BKA, MK „Bosporus“ und der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth per E-Mail wieder ausgeladen worden, und es sei seitens des BKA angekündigt worden, dass alle zukünftigen Dienstreisen in die Schweiz ohne die MK „Bosporus“ vorgenommen würden.“ (ebd, S. 601)

2012 distanzierte sich das BKA selbst vom eigenen Gutachten

Der Ausschuss befragte Kriminaldirektor Christian Hoppe, damaliger BKA-Referatsleiter Ermittlungsgruppe „Ceska“. Der Abgeordnete Clemens Binninger (CDU/CSU) hinterfragte kritisch das Ceska-Ermittlungen – er merkt bei Hoppe:

„Sie schauen ein bisschen bedeutungsschwanger zur Decke. Ich hoffe, es ärgert Sie nicht, dass ich darauf rumreite.“

Binniner nagelt Hoppe fest, warum die (angebliche) entscheidende Ceska-Spur nicht weiterverfolgt wurde. Mit „Peter Anton Ge.“ hätte das BKA den Ceska-Mordwaffen-Lieferanten „am Haken“ gehabt.

Binninger: „Diese Durchsuchung 2009 bei einem Schweizer Staatsbürger, die nicht zum Auffinden der beiden Waffen geführt hat, wo wir heute wissen, eine dieser beiden Waffen, die er eben doch gekauft hatte – er hat Ihnen damals nicht die Wahrheit erzählt – war die Tatwaffe bei neun Morden. Diese Person hatte man ja schon 2007 im Blick.(…)“

Richtig – warum ließ man sich abspeisen mit Anton Peter Ge.s Dementis?

Hoppe redet sich raus: „Aber das war vor dem Zeitpunkt, bevor feststand, dass die Systemspuren der Waffen aus dem Luxik-Kontingent für uns besonders interessant sind. (…)“

Binninger: „Aber, ich meine, Sie wussten jedes Jahr mehr, und 2009 waren Sie sehr sicher, dass es die Waffen sind. (…)“

Daraufhin nimmt das BKA das Ergebnis ihres eigenen Gutachtens wieder zurück und stellt ihren Mann Uwe Deetz indirekt als Aufschneider hin:

„Hoppe: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Waffe von dieser Person aus diesem Kontingent unsere Tatwaffe war, hat sich konkretisiert erst im Laufe des Jahres 2008 mit der Feststellung, dass die Systemspuren vergleichbar sind. Das war auch nur eine Wahrscheinlichkeit. Sie reden immer von Sicherheit. Die Sicherheit war aus unserer Sicht nicht gegeben. Es war eine Wahrscheinlichkeit. Insofern haben wir die büromäßigen üblichen Abklärungen über die Schweizer Kollegen zu dem Herrn machen lassen. Daraus hat sich keine Erkenntnis ergeben. Wir hatten keine Veranlassung, dort nach extremistischen Kontakten in diese Region zu schauen, weil sich das für uns nicht ergeben hat zu dem Zeitpunkt.“ (Bundestag)

Die Widersprüche konnten nicht gelöst werden

Wer jetzt denkt, unsere Parlamentarier würden die Hintergründe dieser Meinungsverschiedenheiten ergründen, stellt verwundert fest: Kein Interesse. Es wurde nicht nachgefragt, denn der Fall schien klar zu sein. Parteiübergreifend stellten die Abgeordneten fest: Die Mordwaffe stammt aus der Luxik-Kontingent:

„Da die Tatwaffe Česká 83, 7,65 mm Browning nachweislich aus der Bestellung des Anton G. bei der Waffenfirma Schläfli & Zbinden stammte, hätte bereits im Jahre 2004 – und nicht erst 2007 nach dem Hinweis von Lothar M. auf den Schweizer Generalimporteur für Česká-Waffen mit langem Lauf Jan Luxik und auf die Waffenfirma Schläfli & Zbinden – eine konkrete Spur in die Schweiz und dort zu Anton G. geführt.“ (PUA, Abschlussbericht)

Der Hintergrund dieses Urteiles ist, dass die Tatwaffe in der Zwickauer „NSU-Wohnung“ gefunden worden wäre. Die abgeschliffene Nummer wurde rekonstruiert und sie kam aus der Luxik-Lieferung. Am 21.11.2011 bestätigte BKA-Chef Jörg Ziercke: „Wir haben darunter elf weitere Schusswaffen, darunter auch die Tatwaffe der Ceska-Mordserie, eindeutig identifiziert.“ (zgtonline)

55 Gedanken zu „NSU: Das Märchen der Ceska-Mordwaffe“

  1. Hallo,
    Die angebliche NSU Waffe ist eine Spezialanfertigung mit Schalldämpfer der mit Bajonettverschluss schnell wieder gelöst werden kann.
    Sie wurde von einem […]-mitglieds D-lands bei Drogenkurierfahrten mit dem Dienstwagen genutzt und verblieb in einem Safe in der Schweiz wenn sie nicht gebraucht wurde. Diese Fakten werden in den Videos von Richter i R Heindel beschrieben. Zu verfolgen beim Honigmannblog oder auf Youtube.
    Der Sogenannten NSU [wäre] sie untergeschoben [worden] um die Dönermorde bei denen es um Drogenkriege und Schutzgelderpressung handelt und [angeblich] vom BND mit ausgeführt wurden zu vertuschen.
    Dies ist gut recherchiert zu finden im COMPACT Magazin Extra von Jürgen Elsässer.
    Weitere Interessante Themen sind in diesem Zusammenhang die Geheimarmee Gladio und das Oktoberfestattentat in München in den 70er Jahren.

    Grüße

    1. Zitat:
      Diese Fakten werden in den Videos von Richter i R Heindel beschrieben.
      [/Zitat Ende]

      Richter i R Heindel stellt unbelegte Behauptungen auf.
      Diese können auch falsch sein.
      Sie sind auch höchstwahrscheinlich falsch, denn die Ermittler geben in den Protokollen des Untersuchungsausschussen nunmal anderslautende Informationen, die mir plausibler erscheinen.

  2. 1.
    Zitat:
    In einer zweiten Auslieferung wurde dem schweizer Händler Jan Luxik 24 Ceskas ausgeliefert.
    [/Zitat Ende]

    Ausgeliefert an Jan Luxik wurden 27 dieser speziellen Ceskas, nicht nur 24.
    Von den 27 gingen aber 3 wegen Unverkäuflichkeit zurück zur Firma Kaliber in Prag.

    2.
    Zitat:
    Das würde bedeuten, dass eine der 8 nicht ausfindig gemachten Ceskas die Tatwaffe gewesen sein müsste!
    [/Zitat Ende]

    Nein, denn 30 (Chargengröße) minus 16 ist nicht 8, sondern 14.

    3.
    Warum fand man an man an manchen Tatorten Hülsen, deren Boden extra abgeschliffen worden war?
    Das konnte doch nur dazu dienen, diese spezielle Spur am Hülsenboden zu verschleiern.

    Zitat:
    V.1.1.1.3.1. Patronenhülsen
    Die am Tatort aufgefundenen Patronenhülsen wiesen zum Teil
    Eigenheiten auf. Bei einem Mord wurde am Tatort eine
    stehende Patronenhülse aufgefunden. Bei anderen Taten
    waren Hülsen abgeschliffen. Diese Art von Besonderheiten
    können in jedem Kriminalfall für die Ermittler den
    entscheidenden Hinweis darstellen. Inwieweit aber wirklich
    gründlich ermittelt wurde, bleibt zweifelhaft
    [/Zitat Ende]
    http://www.hartfrid-wolff.de/files/hwolff/uploads/files/stellungnahme_fdp_zu_nsu-ausschuss.pdf

    4.
    Warum fand man an manchen Tatorten exakt 1 Hülse?
    Vielleicht wurden die echten Hülsen mittels Tüte aufgefangen und danach wurde eine andere Hülse, die nichts mit der Tat zu tun hatte, am Tatort platziert, um die Spur auf die spezielle Ceska-Serie zu lenken?
    Man hätte mit einer PLO-Ceska (oder der Ceska aus Sambia oder den 3 übrigen Ceska aus der Firma Kaliber) morden können, deren Hülsen auffangen können und dann eine andere Hülse, die mit einer der Schweizer-Ceska bearbeitet (abgeschossen) wurde (unbekannte legale Besitzer, ein Schießverein-„Kumpel“ (Agent) nimmt einfach ein paar Hülsen mit), am Tatort hinterlassen können.

    5.
    Es wurde bisher nicht geklärt, ob der Schalldämpfer der Zwickauer Ceska 83 (angebliche Tatwaffe) die Aluabriebspuren am Geschoss hinterlässt und warum das nur bei diesem speziellen einen Schalldämpfer der Fall ist und warum ausschließlich nur bei Munition von Sellier und Bellot (Morde 5 bis 9, Messing), aber nicht bei PMC Munition (Morde 1 bis 4, Kupfer). Hat der Zinkanteil im Projektil einen Einfluss darauf, ob es Aluminiumabriebspuren des Schalldämpfers auf dem Projektil gibt?

    6.
    Zitat:
    darunter auch die Tatwaffe der Ceska-Mordserie, eindeutig identifiziert
    [/Zitat Ende]

    Das ist bisher immer noch nur eine Behauptung ohne Beleg, denn das Waffengutachten ist geheim.
    Zudem wurde bereits auf der Pressekonferenz am 11.November 2011 die Tatsachen*behauptung* aufgestellt, es handele sich um die Tatwaffe, obwohl das Waffengutachten erst am 6.Dezember 2011 fertig war.
    Der Generalbundesanwalt hat also auf dieser Pressekonferenz Sachen als Fakte dargestellt, die zu diesem Zeitpunkt noch gar kein Fakt waren.
    Selbst heute können wir nicht mit Sichehreit sagen, dass es sich um Fakten handelt, da man uns das Waffengutachten vorenthält und da auch der Waffengutachter vor Gericht nur einmal ganz kurz aussagte, dann aber auffiel, dass er falsch vorgeladen war (nämlich nur für 6 Mordfälle statt für alle Mordfälle), und er seine Aussage unterbrechen musste. Bisher sind 68 Prozesstage vergangen und es wurde immer noch nicht gerichtlich geklärt, ob die gefundene Waffe tatsächlich auch die Tatwaffe ist. Normalerweise fängt man doch damit an.

  3. 1. Mord 5 Schüsse, 5 Hülsen Ceska (2.Waffe 2 Proj., 1 H)
    2. Mord 2 Schüsse. 2 Hülsen Ceska
    3. Mord 1 Schuss, KEINE Hülse Ceska (2.Waffe 2 Proj., 2 H)
    4. Mord 2 Schüsse, KEINE Hülse Ceska

    Pause 2,5 Jahre

    5. Mord 3 Schüsse, 1 Hülse Ceska unter Kühlschranktür
    6. Mord 5 Schüsse, 1 Hülse Ceska (unsicher)
    7. Mord 3 Schüsse, KEINE Hülse
    8. Mord 3 Schüsse, 1 Hülse Ceska auf der Kasse
    9. Mord 2 Schüsse, KEINE Hülse Ceska.

    Insgesamt bei 26 Schüssen aus der Ceska nur 9 oder 10 Hülsen bei 9 Morden, davon aber allein 7 bei Mord 1 und 2.

    1. 1. Mord (Enver Simsek): 9 Schüsse (statt 5)

      Zitat:
      Mit acht Kugeln aus zwei unterschiedlichen Waffen wird der Mann getroffen.
      Drei Kugeln treffen seine Wangen, (3)
      eine geht in den Mund, (1)
      eine in die rechte Brust, (1)
      eine in die Unterlippe, (1)
      eine trifft den linken Unterarm und (1)
      eine am linken Ellenbogen. (1)
      Eine Patrone verfehlt den Körper und schlägt im Wagendach ein. (1)
      [/Zitat Ende]
      Baumgärtner, Das Zwickauer Terrortrio, S. 100 f#

      3.Mord (Süleyman Taşköprü): 3 Schüsse (statt 1)

      Zitat:
      Am Mittwoch 27.06.01, gegen 10.45 Uhr schickte Taşköprü seinen Vater zum Einkaufen von Ware weg. Als dieser gegen 11.15 Uhr wieder zurückkam, fand er seinen Sohn mit einer stark blutenden Kopfverletzung vor. Der Notarzt stellte wenig später den Tod fest.
      Bei den verwendeten Projektilen und Hülsen handelte es sich zweimal um das Kaliber 6,35 mm und einmal um das Kaliber 7,65 mm.
      [/Zitat Ende]
      PUA S. 491 f.

      5. Mord (Mehmet Turgut): 4 Schüsse (statt 3)

      Zitat:
      Am 25. Februar 2004, gegen 10.20 Uhr traf Herr Haydar A., Besitzer des Döner-Standes in Rostock-Dierkow an seinem Verkaufsstand ein. Zu diesem Zeitpunkt hätte sein Mitarbeiter Turgut bereits den Stand betreiben sollen.
      Bei Betreten des Imbissstandes fand A. den Geschädigten blutend auf dem Fußboden mit den Beinen zur Eingangstür liegend vor. Der Zeuge B und der Zeuge H. alarmierten per Handy gegen 10.20 Uhr die Rettungsleitstelle.
      Am Fußboden des Arbeitsraumes konnten insgesamt drei Projektile mit Kaliber 7,65 gesichert werden (das vierte Projektil wurde bei der Obduktion im Kopf der Leiche festgestellt). Des weiteren konnte im Imbissstand eine Patronenhülse in Kaliber 7,65 mm sichergestellt werden. […]
      [/Zitat Ende]
      PUA S. 492 f.

      8. Mord (Mehmet Kubasik): 4 Schüsse (statt 3)

      Zitat:
      Am Dienstag, 4. April 2006, um 12:59 Uhr, verständigte die Zeugin H. … die Polizei. Der oder die unbekannten Täter betraten von der Mallinckrodtstraße den Kiosk durch die reguläre Eingangstür zwischen 12:10 Uhr und 12:55 Uhr (kurz vor Tatentdeckung). Durch Abgabe von vier Schüssen aus einer Pistole, Marke Česká, Typ 83, Kal. 7,65 mm, wurde Mehmet Kubaşık durch zwei Kopftreffer getötet. ..
      Am Tatort wurde auf der Registrierkasse eine Patronenhülse, Kal. 7,65 mm, Sellier & Bellot festgestellt. Weiterhin wurden vier Projektile, Kal. 7,65 mm, Sellier & Bellot, aufgefunden. Die Waffe war nachweislich mit einem Schalldämpfer versehen. Die fehlenden drei Patronenhülsen deuten darauf hin, dass die Schüsse wahrscheinlich aus einer übergestülpten Plastiktüte abgegeben wurden, wobei die aufgefundene Patronenhülse durch Überhitzung/Überschmauchung oder sonstige Gründe aus dem Behältnis ausgetreten/heraus gefallen ist.
      [/Zitat Ende]
      PUA S. 495

      Bei den 9 Morden wurden also insgesamt 34 Schüsse abgefeuert (beide Tatwaffen zusammen).
      Bei dem 1. Mord kamen 2 bis 4 Schüsse aus der 6,35 mm Waffe.
      2 Projektile 6,35 mm wurden gefunden und 5 Hülsen 7,65.
      Also gab es mindestens 2 Schüsse aus der 6,35 mm Waffe und mindestens 5 Schüsse aus der Ceska 83 (7,65 mm).
      2+5 ist 7, aber es gab 9 Schüsse, daher bleibt eine Unsicherheit bei 2 Schüssen (da wir das Obduktionsergebnis nicht kennen).
      Also 2+0 bis 2+2 Schüsse bei der 6,35 mm Waffe.
      Bei dem 1. Mord gab es 2 Schüsse aus der 6,35mm Waffe und 1 Schuss aus der Ceska 83 (7,65 mm).
      Von den 34 Schüssen insgesamt muss man also 4 bis 6 Schüsse abziehen (Waffe 6,35 mm).
      Also wurden aus der Ceska 83 (7,65 mm) 28 bis 30 Schüsse abgefeuert.
      Es gab 9 oder 10 Hülsen aus der Ceska 83.

      Serie 1 (Morde 1 bis4): 16 Schüsse insgesamt, davon 10 bis 12 Schüsse aus der Ceska 83 (28 bis 30 minus 18 [2.Serie]). 7 Hülsen aus der Ceska 83 und 3 Hülsen aus der 6,35 mm Waffe.

      Serie 2 (Morde 5 bis 9): 18 Schüsse (nur Ceska 83), 2 oder 3 Hülsen

      1. Verbesserung meines Zitates:
        Bei dem 1. Mord gab es 2 Schüsse aus der 6,35mm Waffe und 1 Schuss aus der Ceska 83 (7,65 mm).
        [/Zitat Ende]

        es sollte richtig heißen:
        Bei dem 3. Mord gab es… (weiter wie oben).

      1. Danke,

        als der Generalbundesanwalt am 11.11.2011 die Zwickauer Ceska als Dönermordwaffe verkündete, da gab es noch gar kein Gutachten, weil diese Waffe erst am 9.11. oder 10.11. (PUA) gefunden worden sein soll.

        Das stimmt so nicht, denn Wunderlich sagte aus, die Ceska sei am Sonntagabend oder Montagmorgen gefunden worden, also 6. oder 7.11.2011. Wunderlich war in Sachsen „Zschäpe suchen“ an diesem Wochenende 5./6.11.2011, erst in Gotha bei Menzel, dann in Zwickau.

        Und die Ceska hat die Bezeichnung W4, müsste aber (als zuletzt gefundene Waffe) W11 oder W12 heissen.

        Ich nehme an, dass die Ceska am 6.11. gefunden wurde und am 10.11. das Ergebnis „feststand“, welches dann am 11.11. verkündet wurde.

  4. Zur Behauptung, die PLO habe 10 der 25 Ceska an die Stasi verschenkt gibt es auch eine andere Darstellung:

    Bei eigentümlich frei (Nr. 135 – Aug./Sep. 2013, S. 12) las man’s genau andersrum (und beruft sich auf den angeblichen “Diplom-Juristen” bei einer deutschen Ermittlungsbehörde „Bastian Hüls“):

    Zitat:
    …angesichts der Tatsache, daß etwa 30 solcher baugleichen Waffen der Serie “Ceska mit Schalldämpfer” von der Stasi zwischen 1986 und 1988 als Gastgeschenke im Nahen Osten und wohl auch an türkische Agenten verteilt worden sind…
    [/Zitat Ende]

    Das steht als Kommentar von „Ro 80“ (11. Dezember 2013 um 14:35) im Blog von Jürgen Elsässer im Artikel 2013/12/09/nsu-mordserie-ungelost

  5. @Bolko :
    zu 3. : Das mit dem abgeschliffen kenne ich noch nicht, der Link geht nicht

    zu 4.: Vielleicht fällt mal eine Hülse aus der Tüte, die hat dann ja ein Loch…?

    zu 5.: Es gab eine Unterbrechung der Mordserie nach dem vierten Mord. Normalerweise soll die Munition den Schalldämpfer wohl nicht berühren. Vielleicht wurde der zwischendurch falsch gelagert und hat sich verzogen, und davor kann man ihn nicht nachweisen. Die Schalldämpfer sollen aber auch relativ uneffektiv sein, vielleicht macht das nur mit der Tüte zusammen Sinn, und das gleicht das Tütenproblem etwas aus.

    zu 6.: „Mit Hilfe der Individualspuren könne man sagen, dass die Teile mit ein und derselben Waffe bzw. mit ein und demselben Waffenlauf verfeuert wurden. Bei den neun Taten habe man über Individualspuren einen Zusammenhang nachweisen können. Später, als Waffe sichergestellt worden sei, habe man eine Identifizierung durchführen können, dass keine andere Waffe als Tatwaffe zu den neun Tötungsdelikten in Frage komme. “
    http://www.nsu-watch.info/2013/10/protokoll-50-verhandlungstag-24-oktober-2013/
    hier soll also anhand von Spuren die der Lauf an der Munition hinterlassen hat identifiziert worden sein

    1. Zitat:
      zu 3. : Das mit dem abgeschliffen kenne ich noch nicht, der Link geht nicht
      [/Zitat Ende]

      Siehe NSU-Untersuchungsausschuss, Seite 920:
      Zitat:
      Bei anderen Taten waren Hülsen abgeschliffen.
      [/Zitat Ende]

    2. Zitat:
      “Mit Hilfe der Individualspuren könne man sagen, dass die Teile mit ein und derselben Waffe bzw. mit ein und demselben Waffenlauf verfeuert wurden. Bei den neun Taten habe man über Individualspuren einen Zusammenhang nachweisen können. Später, als Waffe sichergestellt worden sei, habe man eine Identifizierung durchführen können, dass keine andere Waffe als Tatwaffe zu den neun Tötungsdelikten in Frage komme. ”
      http://www.nsu-watch.info/2013/10/protokoll-50-verhandlungstag-24-oktober-2013/
      hier soll also anhand von Spuren die der Lauf an der Munition hinterlassen hat identifiziert worden sein
      [/Zitat Ende]

      Das ist aber trotzdem nur eine unbelegte Behauptung.
      Mehrere Läufe werden aus ein und demselben Rohr (welches in einem einzigen Vorgang mit ein und demselben Werkzeug im selben Abnutzungszustand bearbeitet wurde) gesägt. Bei einer so extremen Kleinserie von 25 bzw 30 Waffen pro Charge gibt es da auch keine Unterschiede bei den Zügen und Felder im Rohr bzw in den Läufen.
      Hast du mal solche weiche Projektile gesehen nachdem sie aufgeprallt sind? Die sind völlig deformiert und sehen teilweise aus wie Blei nach Bleigießen. Die Projektile drücken sich erst platt und dann drückt es die Ränder nach oben. Teilweise sehen die Prpjektile dann aus wie kleine Suppenteller mit ausgefransten Rändern. Da hat man keine geraden Laufrillen mehr, wie sie auftreten, wenn man in Wasser oder Gel schießen würde.

      1. “ Mehrere Läufe werden aus ein und demselben Rohr (…) gesägt “
        Die sind aber innen nicht einfach glatt, siehe James-Bond-Intro. Es wird Abweichungen geben, die Kugeln rauschen mit hoher Geschwindigkeit durch, ich denke mal dem wird dann so sein das dies Merkmale hinterlässt.

        “ Die sind völlig deformiert und sehen teilweise aus wie Blei nach Bleigießen “
        Wird wohl davon abhängen wo die auftreffen. Mehrere Patronen, unters Mikroskop damit…

        “ Seltsamerweise hat man bei den ersten Morden diese ganz speziellen Markierungen (angeblich nur bei 30 Waffen insgesamt) am Hülsenboden angeblich nicht gesehen. “
        kenne ich nicht, wo steht das ?

        Einige Annahmen basieren darauf das die Tüte zum Auffangen der Hülsen gedient haben soll. Ich denke es wird darum gegangen sein das Geräusch zu verfremden und Schmauchspuren zu vermeiden.( keine Ahnung was es mit den geschliffenen Hülsen auf sich hat )

        1. Zitat:
          Die sind aber innen nicht einfach glatt, siehe James-Bond-Intro.
          [/Zitat Ende]

          Das habe ich auch nicht behauptet, sondern ich habe extra auf „Züge und Felder“ hingewiesen, die mit dem selben Werkzeug im selben Abnutzungszustand erzeugt worden sind.

          Genau deswegen brauchen wir das Waffengutachten.
          Ich habe nämlich die begründete Vermutung, dass die angeblich eindeutige Identifizierung der Tatwaffe eben nicht eindeutig ist.

          1. „The Model 83 has an all-steel construction, plastic grips, and cold hammer forged steel barrel. During hammer forging, a mandrel is carefully passed through the bore to carve the rifled grooves. “
            http://www.guns.com/reviews/cz-ceska-zbrojovka-83/
            Ich könnte mir schon vorstellen das so ein Prozess individuelle Spuren hinterlässt.
            Inwieweit die Projektile deformieren hängt wie gesagt davon ab wo sie auftreffen, und die werden einiges an Energie an weiches Gewebe abgegeben haben.
            Zur stehenden Hülse hätte ich ein Theoriechen, vielleicht ist keine aus der Tüte gefallen wie sonst, und sie wurde deshalb extra rausgefischt und hingestellt ? Die schützen ja vor Ermittlungen…
            Mit dem angeschliffen müsste man wissen bei welchen Morden die verwendet wurden, zu den anderen Markierungen bei den ersten Morden kannst du keine Quelle nennen ?

          2. @ E.Krüger
            Zitat:
            zu den anderen Markierungen bei den ersten Morden kannst du keine Quelle nennen ?
            [/Zitat Ende]

            Meinst du die Aluabriebspuren durch den Schalldämpfer oder meinst du die Spuren an den Hülsenböden bzw an den Zündplättchen?

          3. Du beziehst dich also auf mein Zitat:
            Seltsamerweise hat man bei den ersten Morden diese ganz speziellen Markierungen (angeblich nur bei 30 Waffen insgesamt) am Hülsenboden angeblich nicht gesehen.
            [/Zitat Ende]

            Nun das ergibt sich schon rein logisch aus der Aussage der Ermittler in den Protokollen 12 und 31.
            Dort sagten sie nämlich, es habe im Jahr 2006 ein neues Gutachten gegeben, wonach ab einschließlich Mord Nr 5, ab dem eine andere Munition benutzt wurde, Anhaftungen von Aluminium am Projektil als Rückstände des Schalldämpfers entdeckt wurden. Erst durch diese neue Info, dass ein Schalldämpfer benutzt wurde, kamen die Ermittler darauf nach den Ceskas mit den verlängerten Läufen zu suchen und fanden dann die spezielle Kleinserie der 55 Ceskas und deren zwei Chargen mit den jeweiligen Unterschieden am Hülsenboden (bzw Zündplättchen). Nun hat aber der Schalldämpfer grundsätzlich überhaupt nichts mit dem Hülsenboden zu tun und deswegen hätte man auch unabhängig von dem verlängerten Lauf die gebogenen Linien auf dem Hülsenboden als Unterscheidungsmerkmal erkennen können. Zumal man ja sowohl 16 schweizer Ceskas als auch 10 Stasi Ceskas beschossen hatte und dann diesen Unterschied am Hülsenboden hätte sehen können, wenn man das denn wollte. Wie aber die Ermittler aussagten, haben sie vor der schieren Menge der produzierten Ceska kapituliert und gar nicht erst beim Hersteller genauer nachgefragt.

            Hätten die Ermittler also von Anfang an, nachdem sie die in ihrem Besitz befindlichen 10 stasi-Ceskas beschossen hatten, mal auf die Spuren am Hülsenboden geschaut, dann hätten sie bereits dann den Unterschied sehen können.
            Dann fragt man einfach den Hersteller, warum es da manchmal gerade Linien und manchmal gebogene Linien gibt und schon hätte man die 30er Charge gefunden, ganz ohne den Umweg über den Schalldämpfer bzw den verlängerten Lauf, wodurch dann 6 Jahre verplempert wurden und man 11 Leben hätte retten können (7 Türken, 1 Griechen, 1 Polizistin, 2 Uwes).

            Das mit den nicht gefundenen Markierungen bei den ersten Morden muss also gar nciht irgendwo ausdrücklich als zitierfähiger Text stehen, sondern das kann man sich rein logisch herleiten, indem man aus den Aussagen der Ermittler Schlussfolgerungen zieht.

          4. … oder diese „Markierungen“ gab es bei den ersten (Mord 1-5) Hülsenböden nicht.

            Solche Fragen hätte der U-Ausschuss fragen sollen.

  6. Noch was anderes, beim ersten und dritten Mord wurde als Zusatzwaffe eine nachträglich scharf gemachte Bruni 315 auto verwendet, die dann das Kaliber 6,35mm hatte. Carsten S. hatte die Blaupause einer Ceska 92 auf seinem Rechner, Kaliber 6,35mm. Die beiden Pistolen haben ähnliche Proportionen :
    http://images-02.delcampe-static.net/img_large/auction/000/176/474/355_002.jpg
    http://www.varidecicognani.it/downloads/prodotti/immagini/grandi/1867.jpg

    1. Zitat:
      Carsten S. hatte die Blaupause einer Ceska 92 auf seinem Rechner, Kaliber 6,35mm.
      [/Zitat Ende]

      Das höre ich zum ersten Mal.
      SInd in deinem Beitrag Tippfehler enthalten?
      Meintest du Ceska 82 statt 92?
      Woher hast du die Angabe zum Kaliber?
      …denn eine Ceska 82 oder 92 mit Kaliber 6,35 ist mir nicht bekannt.
      Kannst du dafür eine Quelle angeben?

      1. „Auf der Festplatte dessen Computers fanden Ermittler in einem Unterordner die Blaupause einer Pistole Ceska 92, Kaliber 6,35 mm Browning. Warum er die dort 2010 abgespeichert hatte, anderthalb Jahre, bevor ihn Polizisten der GSG 9 im Februar 2012 festnahmen, will einer der Juristen wissen. An eine „solche Datei kann ich mich nicht erinnern“, sagt S.“
        http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.nsu-prozess-carsten-s-ungereimtheiten-auf-die-niemand-eingeht.216ededa-1fa3-49ee-be88-07322f390ce8.html

  7. PLO…Was wäre, wenn Israel mal so einen PLO-Killer mitsamt dessen Waffe gefangen hätte?
    Zwischen 23.Mai 1984 (PLO besorgt sich diese Waffen) und 9. September 2000 (1.Mord, Enver Simsek) gibt es reichlich Möglichkeiten zur Ermittlung und Festnahme eines PLO-Killers.
    Dann wäre der Mossad im Besitz einer speziellen Ceska und hätte die Möglichkeit gehabt in Deutschland ein paar Türken bzw Kurden umzulegen.

    Seltsamerweise hat man bei den ersten Morden diese ganz speziellen Markierungen (angeblich nur bei 30 Waffen insgesamt) am Hülsenboden angeblich nicht gesehen. Vielleicht gab es diese Markierungen gar nicht. Vielleicht wurden deswegen manche Hülsen am Boden abgeschliffen, um die Markierungen zu beseitigen bzw gar nicht erst entstehen zu lassen.
    Warum sollten Böhnhardt und Mundlos denn die Hülsen schleifen, wo sie doch angeblich extra auf die ein und dieselbe Tatwaffe hinweisen wollten und dadurch ein Zeichen setzen wollten?

    Nein, das macht so keinen Sinn.
    Möglichkeit:
    Die weichen Projektile sind deformiert und sagen daher nichts über den Lauf aus.
    Die einzige Unterscheidungsmöglichkeit zwischen den Waffen sind also die Hülsen.
    Der Täter hat sämtliche Patronen am Boden abgeschliffen, um Markierungen zu verschleiern für den Fall, dass doch mal eine Hülse nicht von der Tüte aufgefangen wird, sondern am Tatort versehentlich zurückbleibt.
    Zusätzlich hat der Täter dann passende Hülsen (mit den gewünschten Markierungen) am Tatort platziert, um den gewünschten Täter zu framen.

    1. Grundsätzlich macht das Einsammeln offenbar schon Sinn, in jedem Fall. Durch das Projektil ist klar: Ceska 83. Aber die Hülsen würden zuviel verraten: Deshalb, egal wer der Täter wäre, es ist immer ein Interesse da, die Hülsen mitzunehmen und andere hinzulegen. So kommen die Ermittler dem Täter nicht auf die Spur.
      Warum sollten aber Böhnhardt / Mundlos eine Ceska aus der Luxik-Lieferung benutzen und wie geschehen, die dementsprechenden teilweise Hülsen zurücklassen?
      Es ist eine Sackgasse, wo ich im Moment nicht mehr logisch weiterkomme.

  8. War das NSU-Trio ein Auftragskillerteam im Bandido-Netzwerk?
    War das deren Nebenjob, mit dem sie Geld verdienten?
    Das würde erklären, warum sie beim Bandido-Prozess in Erfurt aufkreutzten.
    Das würde erklären, woher das Geld stammte, das man in der Zwickauer Wohnung gefunden hat, welches eben nicht aus den Banküberfällen kam.

    Der Hauptjob des NSU-Trios war die Ausforschung von Netzwerken im rechten Spektrum im Staatsauftrag.
    Zur Motivation hat der Staat die Bombengarage und die Bombenanschläge von Köln und vielleicht Düsseldorf benutzt.
    Als der Staat aber herausfand, dass das Spitzel-Trio auch nebenberuflich als Killerteam für die Bandidos arbeitete, das hat man die Auftragskiller umgelegt.

    Das ist aber nur eine von mehreren möglichen Spekulationen, neben der These, dass es sich um reines Framing handelte, um türkische Geheimdienstler zu schützen, die Jagd auf PKK-Finanzierer gemacht hatten.

    Allemal passen die Fakten auch zu diesen Thesen und nicht nur zur offiziellen Verschwörungstheorie.

    1. Also, im Moment ist Andreas T. so ein kritischer Punkt, da braucht man schon einiges an Phantasie um den da rauszuhalten. Der soll die „Scharfe Ecke“ Kneipe besucht haben in der Hells Angels und laut einem Hinweisgeber auch Mundlos gewesen sein sollen. Wobei sowohl T. als auch Mundlos Kontakt zu den Rockern gehabt oder gesucht haben sollen.
      http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.nsu-prozess-dubioser-zeuge-mit-neigung-zu-nazis.16c579a5-58fa-44b8-a2e9-15d524d61780.html
      Dann gibt es den Stadtplan mit den Markierungen, gehört müsste er eigentlich auf jeden Fall was haben, laut einem Zeugen hatte er eine Plastiktüte dabei, nicht nur bei den Eltern liegt eine Hitler-Abschrift rum sondern auch ein SS-Lehrplan im Büro. Und laut dem stern war es dann sein Fall, er wurde vier Tage später zum Staatsschutz geschickt um denen darüber zu berichten. Seine VP Benjamin G., mit der er sich am selben Tag traf, bekommt vom VS einen Anwalt gestellt, RA Volker Hoffmann, der hat vor einem halben Jahr für seine krummen Geschäfte mit Holger Pfahls eine Bewährungsstrafe erhalten. Pfahls war mal VS-Präsident und danach Staatssekretär, für Rüstungsexport zuständig.
      http://www.allgemeine-zeitung.de/politik/rheinland-pfalz/mainzer-anwalt-verurteilt_13117685.htm
      Ich denke da wird es interessant.
      Das sieht nicht danach aus als ob das Trio an einen bestimmten Mc gebunden war. Und damit das mit den Auftragsmorden Sinn macht müssen die Opfer ja Probleme mit der OK gehabt haben, das wurde ja nun schon jahrelang durchgekaut. Würde man im dem Masse die Schredder anschmeissen, wenn es um einen Mc ginge ? Ich denke es ist so banal : Verflechtungen zwischen Staat und Neonazis.

  9. Alles zur Zwickauer Ceska „W4“ steht hier:

    http://friedensblick.de/8913/nsu-das-maerchen-der-ceska-mordwaffe/

    NSU: Das Märchen der Ceska-Mordwaffe

    Wenn 15 Spezialceskas 83 mit Schalldämpfer der PLO unauffindbar sind, was BKA Werner Jung aussagte, dann könnten durchaus einige davon in israelische Hände gelangt sein.

    Das wäre eine Verbindung zur Schilderung von Lothar Harold Schulte, die mit dem Tod Möllemanns endet.

    Auf jeden Fall ist die Version des BKA nicht glaubhaft, dass die 30 Schweizer Ceskas „unverwechselbare Spuren an den Hülsenböden“ aufweisen würden.

    WÄRE das wahr, dann hätte man das bereits bei den 5 Hülsen des 1. Dönermordes festgestellt.

    Hat man aber nicht…

    Es ist unstrittig, dass die Nürnberger Kripo (Ex-BAO Bosporus) mit dem Staatsanwalt drohte, und mit der Einschaltung von MP Beckstein, weil das BKA sich auf die Schweizer Ceskas festlegte, 2010 siehe AZ XY ungelöst. Das steht auf Seite 620 im PUA-Bericht.

    Was veranlasste die BAO Bosporus dazu, die Sendung auf jeden Fall verhindern zu wollen? Was wussten die Nürnberger, was das BKA unter der Decke halten wollte?

    Zusatzfrage: Wie kann es sein, dass das Waffengutachten geheim ist, in den Prozessunterlagen nur referiert wird, und dass nach 68 Prozesstagen NICHT geklärt ist, ob die Zwickauer Ceska die Mordwaffe ist.

    Diese Frage muss doch am Anfang eines Prozesses stehen.

    1. Ein bisschen Werbung schadet nicht, habe das so bei Elsässer gepostet.
    2. Kreuz auf Hügel, das ist ein Knast-Tattoo, das auch Mad Nick hat. Wie der mutmassliche Kiesewetter-Mörder. JE hat da überreagiert 😉

      1. Vermutlich ist Seite 571 gemeint.
        Die Zählweise kann variieren, je nachdem ob man die im PDF hingeschriebene Seitenangabe (571) meint oder ob man die Seitenangabe des PDF-Readers (620) meint.
        Zusätzlich kann es noch Abweichungen geben, je nachdem ob man den fertigen oder den vorläufigen Abschlussbericht meint, denn der fertige Abschlussbericht ist 52 Seiten kürzer.

        Der Text steht unterhalb des:
        Zitat:
        Bewertung der Medienstrategie durch die Steuerungsgruppe
        [/Zitat Ende]

        Zitat:
        ( zur Zusatzfrage : ist Prozesstag 50, hatte ich schon Bolko geantwortet )
        [/Zitat Ende]

        Am Prozesstag 50 wurde die Aussage des Waffengutachters aber vorzeitig unterbrochen. Warum hat der nicht inzwischen erneut ausgesagt? Vermutlich hat der Gutachter sine Expertise für die restlichen Mordfälle noch gar nicht fertig, da er nur für 6 Mordfälle geladen war und deswegen für den 50.Prozesstag auch nur diese 6 Mordfälle vorbereitet hatte.
        Das wenige was der Gutachter damals aussagte, wurde von den Anwälten als unverständlich zurückgewiesen und außerdem hat sich der Gutachter auf Dokumente bezogen, die den Anwälten gar nicht vorlagen. Was er genau sagte, das wissen wir immer noch nicht, weil die Medien nicht berichten.

    1. Zitat fatalist :
      “ Was veranlasste die BAO Bosporus dazu, die Sendung auf jeden Fall verhindern zu wollen? Was wussten die Nürnberger, was das BKA unter der Decke halten wollte? “
      Habs gefunden(bis auf Beckstein), ist aber S.599(pdf647). Erwähnte S.571(pdf620) ist eine ähnliche Auseinandersetzung zwischen der bayerischen BAO Bosporus und BKA von 2006. Beide Male ist die BAO dem BKA zu indiskret, 2006 gibts Stress, die BAO soll gar nichts sagen, die will unabgesprochen zu Aktenzeichen XY. Man einigt sich aber das da kein Rassismus-Motiv vorkommt, was Günther Beckstein auch gut findet. Schalldämpfer geht o.k.. In der Schweiz nochmal dasselbe, die BAO tratscht zu viel, BKA will die nicht dabei haben. 2010 will das BKA dann mal selbst eine XY-Sendung, und die BAO sagt nun das die das nicht dürfen, was das BKA aber nicht einsieht. Dabei geht es um die Luxik-Spur, welche die BAO auch nicht so gut findet.
      Ich tippe mal auf „Kompetenzgerangel“.
      ( das mit dem Gutachten wurde ja wegen den Anwälten der Angeklagten vertagt )

  10. Also. S.571-573, das wäre aber schon sehr zusammengestutzt. Die BAO Bosporus kommt mit der „Einzeltätertheorie“ und gleichzeitig mit den Ceka-Details, Schalldämpfer und Plastiktüte. Dann kommt man überein das man dann aber eine „mögliche Affinität zur rechten Szene“ „oder Ausführungen zu möglichen Krankheits-bildern beim Täter“ verschweigen muss. Aber die EG ,Ceská‘ des BKA lehnt das trotzdem ab. Dabei fällt dann auch der Schalldämpfer weg, begründet wird das aber damit das die „Organisationstheorie“ haben wollen und damit das sie die Plastiktüten-Info selbst noch für Ermittlungen brauchen. Sieht für mich eher so aus als ob der Schalldämpfer als Tüten-Anhängsel deren Schicksal teilte. Bei sowieso verstimmter Theorielage. Denke die eigentliche Panne war das mit dem rechten Hintergrund.

  11. Zitat:
    Denke die eigentliche Panne war das mit dem rechten Hintergrund.
    [/Zitat Ende]

    Panne? Also Inkompetenztheorie?
    Wie wäre es mal, Absicht zu unterstellen?
    Vielleicht wollte das BKA eben nicht, das das Trio gefunden wird, weil das Trio noch gebraucht wurde und für den Staat arbeitete.

    1. Ja, das geht ja heute noch so weiter, Bundesanwaltschaft unterband die Ermittlungen bezüglich Toni S., ein VS-Präsi wimmelte einen KKK-Informanten ab, Polizei interessiert sich nicht für Uwe-Zeugen aus Oberweissbach, den der Mundlos in der Andreas-T-Kneipe gesehen haben will ist auch unerwünscht, Krokus im Exil, Stauffenberg verschwunden. Florian H. tot.
      „Panne“ heisst das System. Oder Staatswohl(gedanke). Scheint austauschbar.
      T. soll auch kaum Alibis für die Morde haben, nicht mal für den 2 Tage vorher, hatte ich bei der Aufzählung vergessen.

      Aber zu diesen Markierungen nochmal, die sind wohl nur bei der Charge die in die Schweiz ging, die 16 wurden erst 2008 beschossen( S.618/621 ) Hätten sie demnach mit den schallgedämpften Stasi-Pistolen nicht drauf kommen können( ausser die PLO kaufte da ein )

      1. Man brauchte die 16 schweizer Ceska doch gar nicht für die markierungen am Hülsenboden, denn man hatte doch die Hülsen von den Tatorten (bogenförmiege Markierungen) und man hatte die Stasi-Ceskas (gerade Markierungen) und zwar schon direkt nach dem ersten Mord.
        Alleine dieser Unterschied hätte eine Nachfrage beim Hersteller veranlassen müssen.

        1. ich denke das ist so, es wurden mindestens 180 000 CZ83 hergestellt. Massenwahre. Nun hat man auf den Hülsen von den Tatorten ein spezielles Merkmal. Aber kann es nicht zuordnen. Die Stasi-Ceskas haben es dann wohl nicht. Könnte auch sein das es Ceskas ohne Schalldämpfer haben, das die Schlagbolzen noch wo anders verbaut wurden. 2006 kommen die Ermittler auf den Schalldämpfer, wegen der Alu-Spuren. Dann erkundigen sie sich beim Hersteller, es wurden nur 55 hergestellt. Sie stellen aber erst fest das die Markierung ein Gruppenmerkmal der schweizer Charge ist als sie die 16 beschiessen. Und das grenzt es dann weiter ein. Bei der Pistole im Brandschutt können sie dann auch direkt feststellen das durch den Lauf geschossen wurde.

        2. Das kann so nicht stimmen.

          Wäre es 2000 nach dem 1. Mord klar gewesen, dass die 10 STASI-Ceskas rausfallen (Form der Hülsenboden-Spuren), dann hätte das BKA nicht jahrelang diese Charge Ceskas gesucht.

          Das ist zwingend logisch.
          Also ist die ganze Sache nicht so klar, wie man uns erzählt, weshalb das BKA-Gutachten auch geheim ist.

          „Beckstein“ hatte ich aus „sich wie früher Geier an den MP zu wenden“ interpretiert. Müsste 2010 dann Seehofer gewesen sein, mea culpa.

          1. Sie sehen erst das es ein Gruppenmerkmal der schweizer Charge ist als sie die 16 beschiessen. Denke mal vorher werden sie es für ein Individualmerkmal gehalten haben. Und die BAO nervt wohl einfach rum, sie will nicht akzeptieren das die Chance hoch ist das die CZ83 dann zur schweizer Charge gehört, aber das ist halt Madde, grenzt die schallgedämpfte Auswahl näher ein, und die haben sie als ganzes 4 Jahre mitgetragen.

  12. Mir fällt auf, dass das Symbolfoto der Waffe aus dem Westpol-Beitrag über die Salafisten letzten Februar stammt. Habt ihr euch dazu mal Gedanken gemacht? Wie kommen die Bonner Konvertiten an eine solche Waffe? Und warum hat das BKA alles später dementiert und behauptet, die Kerle hätten selber einen Schalldämpfer gebastelt? Ich habe übrigens damals spontan den verantwortlichen Westpol-Redakteur angerufen, und er hat mir (vor dem offiziellen Dementi) versichert, dass es definitiv eine Ceska 83 aus der Sonderserie mit Schalldämpfer war.

    1. Im Foto ist die Ceska abgebildet, die als Mordwaffe präsentiert wurde. Das kann man sehen an den angeritzten Schalldämpfer.

      Wenn es wirklich eine aus der 55-Serie war, wäre das eine Neuigkeit. Mit welchen Redakteur haben Sie gesprochen? Kann der jetzt diese Info nochmal bestätigen? Am Besten wäre es, seine Stimme digital aufzunehmen, oder schriftlich.

      1. Ja, es war der Chefredakteur von „Westpol“. Ich habe mich gewundert, weil in dem Beitrag, aus dem Sie das Foto entnommen haben (es handelt sich nicht um die Tatwaffe sondern um ein Symbolbild, das Jahre zuvor für die Fahndung benutzt wurde) konkret von einer solchen Ceska die Rede war. Das war schon unglaublich, darum habe ich angerufen. In den darauffolgenden Tagen ist dann auf diversen Blogs heftig diskutiert worden, und plötzlich war in diversen Zeitungen zu lesen, er wäre gar keine solche Ceska gewesen, sondern eine Allerwelts-Ceska, an die die selber den SD angebracht hätten. Hier war offenbar Desinformation im Spiel, weil gar so blumig von irgendwelchen „Heizungsrohren“ die Rede war, die die Salafisten zu einem Schalldämpfer umgebaut hätten.
        Der Redakteur hat ganz klar (vielleicht gibt er das heute noch zu, man müsste ihn nochmal kontaktieren) davon gesprochen, dass es eine Ceska aus der Sonderserie war. Als Quelle gab er die örtliche Polizei an, er hätte den Polizisten gesprochen, der die Waffe sicher gestellt hätte.
        Später war ich schon erstaunt, dass das nicht näher thematisiert wird. Die Info ist zuverlässig.

  13. Zum Schalldämpfer hat der Chefredakteur des Schweizer Waffenmagazins (SWM), Laszlo Tolvaj, in eigentümlich frei folgende interessante Feststellungen gemacht:

    »„Und warum sind sich die deutschen Ermittler weiterhin so sicher, dass es sich überhaupt um eine CZ 83 mit Schalldämpfer handeln muss? Nur, weil die Todesschüsse kaum zu hören waren?“, fragt Tolvaj zurecht. Denn er hat die Schalldämpfer-Theorie einem praktischen Test unterzogen. „Per Zufall ist es mir gelungen, an eine Pistole der Serie heranzukommen. Da von der Polizei bereits beschossen, hatte der Besitzer nichts dagegen, diese noch einmal zu benutzen. So machten wir auf einem Schießstand Messungen mit diversen Patronensorten, mit und ohne aufgeschraubten Dämpfer und auch mit einem ‚PET-Dämpfer‘. Die Quintessenz dieser Versuche: Munition der Marke Winchesters Silvertips Hollow Point erzeugte einen Meter neben der Laufmündung ohne Dämpfer 120,5 dBA, mit Originaldämpfer 106,5 dBA, somit eine Dämpfung von -14 dBA. Minus sechs dBA entsprechen dabei einer Reduzierung des Schalldrucks um die Hälfte. Nun kommt aber das Beste: der erste Schuss aus einer Evian-Flasche brachte lediglich 94,7 dBA, die nachfolgenden Schüsse immer etwas mehr, weil das Material vorn aufplatzte. Die verbesserte Version mit Klebebandumwicklung hielt zwar der Beanspruchung länger stand, brachte beim ersten Schuss jedoch 102 dBA.“ Eine handelsübliche PET-Flasche als Schalldämpfer umfunktioniert reduzierte damit die Lautstärke beim Schuss stärker als der angeblich vom NSU verwandte originale Schalldämpfer.

    Selbst dass überhaupt irgendeine Art von Schalldämpfer benutzt wurde, sieht Tolvaj nicht als bewiesen an. Das BKA gab sich auch gegenüber ihm zugeknöpft. Konkrete Fragen seinerseits wurden aus „ermittlungstaktischen Gründen“ nicht beantwortet. „Schließlich hätte es sich auch um eine ‚normale‘ CZ 83 handeln können, welche in größeren Mengen in die ganze Welt verkauft worden sind“, so Tolvaj. Seit dem Jahr 2010 vermutet das BKA nun, dass sogar 55 Exemplare dieser besonderen Serie mit Schalldämpfer angehörten. Neben den 24 an Jan Luxik gelieferten Waffen seien 31 Stück an die Stasi geliefert worden. Aus abermals nicht genannten Gründen käme allerdings kein Exemplar aus diesem Kontingent als Tatwaffe in Frage. „Wie das Bundeskriminalamt zu dieser Erkenntnis kam, hat wohl mehr mit Glauben oder Kaffeesatzlesen zu tun als mit gründlicher Arbeit“, urteilt Tolvaj.«

    http://ef-magazin.de/2013/10/10/4563-nsu-french-connection

    1. Es ging bei der Identifizierung der Schalldämpfer-Benutzung um Abriebe, die am Projektil hängenblieben, nicht um die verursachte Schalldämpfung.

  14. Es ging bei der Identifizierung der Schalldämpfer-Benutzung um Abriebe, die am Projektil hängenblieben, nicht um die verursachte Schalldämpfung.

    Fatalist hat bei politikforen.org darauf hingewiesen, daß der Schalldämpfer offenbar ein miserabler gewesen sein muß, bzw. daß die Zeugenaussagen den Schluß nahelegen könnten, daß unterschiedliche Schalldämpfer verwendet wurden (in Kassel will angeblich Temme überhaupt nichts, andere Anwesende nur ein „Knallgeräusch“ gehört haben):

    Zitat von fatalist:

    Es bleibt die Frage offen, warum der Schalldämpfer bei den Morden 5-7 dermassen mies war, dass JEDER die Schüsse noch von Weitem hörte, aber bei den Morden 8-9 nur noch ein „Luftballon-Plopp“ zu hören war

    Meiner Meinung nach war der Schalldämpfer/ die Waffe mit Schalldämpfer zum Schluss der Serie NICHT dieselbe wie zuvor.
    Es kann nicht sein, dass ein Zeuge in Rostock von den Schüssen weit entfernt aufwachte, bei Yasar die radiohörenden Zeugen im Auto um die Ecke alle Schüsse hörten etc pp., und im Internet-Cafe in Kassel 5 Zeugen keine Schüsse gehört haben wollen.

    Das kann so nicht stimmen mit dem Schalldämpfer und den Aluspuren an den Projektilen… es stimmt wohl gar nichts an der „Mordwaffe“…

    http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-D%C3%B6nermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=6789308&viewfull=1#post6789308

    1. Das der Schalldämpfer nicht so viel bringt steht auch in einem Artikel von Ende ’11 :
      „Mit einfachen Basteleien war die Waffe leiser als mit dem Aufsatz des Herstellers aus Tschechien.“
      http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Die-Pistole-der-Zwickauer-Zelle-kostete-damals-1250-Franken/story/27729489
      Ab dem zweiten Mord verwenden sie wohl eine Tüte, da sind weniger Hülsen zu finden. Das könnte also der Schalldämpfung gedient haben. Ab dem 5. Mord kann man den Schalldämpfer nachweisen, ich denke das wird daran liegen das er sich verzogen hat, nun erzeugt er Abrieb, aber er könnte schon vorher verwendet worden sein. Und ab dem 5. Mord verwenden sie wohl beides auf einmal. Die Tüte könnte auch noch Dämmaterial enthalten haben, vielleicht experimentierten sie damit rum, mal bringt es mehr, mal weniger.
      Zu den Salafisten : Wie man nun weiss kann man die Luxik-Ceskas aufgrund des Abdrucks an den Hülsen identifizieren. Ansonsten wird es aber nicht so einfach sein festzustellen ob ein Alu-Schalldämpfer gebastelt wurde oder ob eine CZ83 aus der ersten Charge kam, da gibt es ja keine besondere Musterung am Hülsenboden. Vielleicht ist das Alu noch legiert, und dann müssen sie ins Detail gehen, vielleicht wird dafür eine Mindestmege benötigt, ich denke das könnte so in den Bereich gehen.

    2. Der besondere Gag an der Sache ist doch auch noch dieser, dass der Chef der EG CESKA des BKA im PUA aussagte, dass die „Schweizer Ceska“ lediglich eine Wahrscheinlichkeit war, und keine Sicherheit bestand. Hoppe wandte sich entschieden GEGEN den Kollegen Deetz, der in AY XY ungelöst immer von Sicherheit in bezug auf die Schweizer Ceskas sprach.

      Das ist und war falsch.

      ich kopiere das mal teilweise aus dem Politikforum:
      http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-D%C3%B6nermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=6789281&viewfull=1#post6789281

      Weiter mit Hoppe, Seite 26:

      Zeuge Christian Hoppe: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Waffe von dieser Person aus diesem Kontingent unsere Tatwaffe war, hat sich konkretisiert erst im Laufe des Jahres 2008 mit der Feststellung, dass die Systemspuren vergleichbar sind. Das war auch nur eine Wahrscheinlichkeit. Sie reden immer von Sicherheit. Die Sicherheit war aus unserer Sicht nicht gegeben. Es war eine Wahrscheinlichkeit.
      Insofern haben wir die büromäßigen üblichen Abklärungen über die Schweizer Kollegen zu dem Herrn machen lassen. Daraus hat sich keine Erkenntnis ergeben.
      Hoppe Ende.

      Deetz hat gelogen bei AZ XY 2010, und die Kripo Nürnberg hatte Recht. Wahrscheinlichkeit, nicht Sicherheit. Sooo einzigartig ist das Alles gar nicht bei diesen Ceskas aus der Luxik-Serie, von denen 14 fehlten (30 produzierte – 16 gefundene). Die STASI-Ceskas holen wieder auf… 15 Vermisste…

      http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/17/CD14600/Protokolle/Protokoll-Nr%2015.pdf

      Das BKA strickte sich ne Mordwaffe, darum muss jedes BKA-Gutachten von der Verteidigung abgelehnt werden. Es müssen neue Gutachten her, aus dem Ausland. Schweiz wäre gut.

      1. @fatalist : Die XY-Sendung ist hier : http://www.youtube.com/watch?v=R2wVVh1xzY0
        Ich habe da „auffällige Übereinstimmung“ gefunden(ab 10:10). Wo sagt Deetz „Sicherheit“, das er das immer gesagt haben soll ist wohl nicht so.
        Und Hoppe ist ja auch vom BKA, nicht von der BAO
        http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/17/CD14600/Protokolle/Protokoll-Nr%2015.pdf
        ( die S.26 )
        Im UA Bericht heisst es dann auf S. 599(pdf647) :
        „In der Steuerungsgruppe war im Vorhinein einvernehmlich beschlossen worden, dass zwar die Möglichkeit, jedoch keine erhöhte Wahrscheinlichkeit bestünde, dass die Tatwaffe sich unter den acht bis dato nicht ermittelbaren Waffen aus dem Luxik-Kontingent befinde.“
        Das BKA geht also davon aus das die Mordwaffe wahrscheinlich zu der Luxik-Gruppe gehört wo das entsprechende Merkmal auch zu finden ist, die BAO bestreitet einfach das es da einen Zusammenhang gibt.

        1. Kriminaldirektor Christian Hoppe, BKA

          Protokoll Nr. 15.

          Zeuge Christian Hoppe: Mein Name ist
          Christian Hoppe. Ich bin am 03.08.62 geboren, Kriminaldirektor und Referatsleiter im
          Bundeskriminalamt und auch zu laden über
          das Bundeskriminalamt

          Auch der Rest ist -wieder mal- mehr Desinfo als nützlich.
          Gruß Fatalist

          1. Zu früh abgeschickt… Sorry.

            Das BKA hat sich 2010 auf die Scweizer Ceskas eindeutig festgelegt, und behauptet, dass die „einzigartig“ sind.

            12. 02. 2010 – SRF Schweizer Radio und Fernsehen (BKA: Deetz-Information im Video)
            Ermittlungsleiter Uwe Deetz vom BKA erzählt nun über die Herkunft der SD Ceska offenbaren Unsinn, desinformiert und blendet damit die Stasi-Ceskas aus. (VIDEO)
            Zitat:
            Mordserie in Deutschland: Tatwaffe kommt aus Solothurn.
            Die Tatwaffe stammt nämlich aus einer speziell angefertigen 24-Stück-Serie, die 1993 vom tschechischen Herstellerwerk an einen Waffenhändler in den Kanton Solothurn geliefert wurde. Das bestätigt Ermittlungsleiter Uwe Deetz vom BKA gegenüber «10vor10»: «Nachforschungen beim tschechischen Hersteller haben ergeben, dass diese Waffen speziell für diese Lieferung angefertigt worden sind. Es handelt sich hier also um ein ganz spezielles, eigenes Produktionsverfahren, und daraus resultiert auch diese ganz prägnante Spur.»

            Das ist Blödsinn. es waren 30 Waffen, und die hatten längere Läufe, weiter nichts Besonderes.

            http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/02/12/International/Mordserie-in-Deutschland-Tatwaffe-kommt-aus-Solothurn

          2. Klasse. Bisher habe ich nur gelesen das man damals davon ausging das die Mordwaffe wahrscheinlich zu der Luxik-Gruppe gehört. Nun haben sie diese Stelle gefunden, wo Deetz vomBKA sagt das nur die Luxik-Ceskas dieses Merkmal haben.
            “ Es handelt sich hier also um ein ganz spezielles, eigenes Produktionsverfahren, und daraus resultiert auch diese ganz prägnante Spur. “
            Demnach müsste ja der Hammer/Hahn mit einer anderen Fräse bearbeitet worden sein als sonst üblich, sowas in der Art. Immerhin hatte Deetz vom Hersteller Auskunft dazu erhalten. Sie sagen nun das es nicht stimmt. Aber sie sagen nicht wieso das nicht stimmen soll, haben sie denn auch beim Hersteller nachgefragt und haben da andere Angaben erhalten ?
            Und abgesehen davon, sie gehen nun selbst davon aus das die BAO gelogen hat, als sie sagte es bestünde “ keine erhöhte Wahrscheinlichkeit “ ?(S.599)
            Ich sehe hier die ganzen Hinweise immer nur bei den Luxiks, da hat immer jemand Einwände, bei jedem Detail, ich habe da bisher aber noch nichts gelesen was mir da einleuchtet. Bei den Stasi-Ceskas kann man hingegen nichts in Zweifel ziehen, weil es gar keine Hinweise gibt. Jedenfalls kenne ich keine.

          3. ich kapiere es auch nicht. Warum haben unsere demokratisch legitimierten Parlamentarier nicht aufgeklärt? Das wäre ihr Job gewesen, stattdessen sitzen wir hier und wissen nicht weiter.

  15. Bolko veröffentlichte diesen Kommentar in einem sachfremden Artikel. Deshalb verschoben.
    „Der Weg der Ceska 83 war doch soweit ich das nachvollziehen konnte folgender:

    Jan L.
    –> Franz S.
    siehe Frontal21 am 25.September 2012
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=uVI1_8tXfFM
    er verkaufte die Ceska 83 mit der Seriennummer 034678 (Tatwaffe) und die Ceska 83 mit der Seriennummer 034671 an Anton G.

    –> Anton G. (Berner Oberland, kaufte *zwei* Ceska 83 mit Schalldämpfergewinde!)
    „Anton G. kann nicht Josef H. sein, da der name Anton G. im Waffenverkaufsbuch des Franz S. steht und die entsprechende Seite bei Frontal21 im TV gezeigt wurde.“

    –> Hans-Ulrich M. (Berner Oberland, Thunersee, Betreiber des Auto-Service-Sidonia in Thüringen von 1990 bis 1994, Motorradkumpel von Anton G., Hans-Ulrich M. ist inzwischen verstorben)

    – Jürgen L., manchmal auch Frank L.
    Die Bundesanwaltschaft ist davon überzeugt, dass Jürgen L. aus Jena jene Ceska Zbrojovka 83 von Hans-Ulrich M. kaufte.Jürgen L. soll die Ceska Zbrojovka 83 Andreas S., Mitarbeiter eines Neonazi-Ladens in Jena, ausgehändigt haben. Jürgen L. bestreitet das. spiegel Jürgen / Frank L. ist nicht identisch mit Jürgen H.

    (–>) [Enrico T. (= Rico T., Vermittler bei den Waffenverkäufen, Freund von Hans-Ulrich M.), arbeitete aushilfsweise in der Firma von Hans-Ulrich M., Enrico T. ging in den neunziger Jahren auf dieselbe Schule, die auch Uwe Böhnhardt und Ralf W. besuchten]

    –> Andreas S. (= Andreas S., Mit-Betreiber (mit Frank L. der Jenaer Neonazi-Boutique M.
    „Andreas S. bestätigte als Zeuge, er habe Carsten S. eine osteuropäische Dienstwaffe verkauft. Offen blieb aber weiter, wie die Ceska vom Thunersee nach Jena gelangt war. Die Bundesanwaltschaft hält es für erwiesen, dass noch zwei Personen mitmischten: Jürgen L. als «Waffenlieferant» an den Madley-Inhaber und davor «zumindest als Kontaktmittler oder sonstiger Mitwisser» Rico T.“ (derbund)

    –> Carsten Schultze (= Carsten S.), zwischen Herbst 1999 und Sommer 2000 soll er die Waffe weitergegeben haben. Ralf W. hatte [angeblich] ihn mit 2500 D-Mark losgeschickt, um für die Kameraden in der Illegalität eine Pistole zu besorgen.

    –> Uwe Mundlos

    1. Verbesserungen / Nachtrag:

      – Hans-Ulrich M. ist nicht verstorben

      – Jürgen L. und Andreas S. haben im Prozess die Vorwürfe abgestritten.

      – Anton Peter Ge. und Hans-Ulrich M. sind trotz Vorladung beim Prozess nicht erschienen.

      – Carsten S. hat im Prozess falsche Angaben zum Kaufpreis der Waffe, zum Zeitpunkt der Übergabe und zum Übergabeort gemacht. Daher ist seine Zeugenaussage unglaubwürdig.

      Also stehen in der Lieferkette der angeblichen Tatwaffe 5 unbewiesene Glieder.
      Damit mag die behauptete Lieferkette zwar real immer noch korrekt sein, aber gerichtlich ist sie nicht bewiesen worden und nur das zählt.

      Ganz davon abgesehen, dass die angebliche Tatwaffe selber auch nach 76 Prozesstagen immer noch nicht als tatsächliche Tatwaffe nachgewiesen worden ist. Die behauptete Lieferkette der angeblichen Tatwaffe könnte also völlig irrelevant sein, da die tatsächliche Tatwaffe auch eine andere gewesen sein könnte.

  16. War wohl etwas vorschnell.
    Enrico R. soll die Rennsteig-VP Tinte sein, hatte mit Wissen des VS MP’s besessen, mit Waffen gehandelt, war bis 2001 Türsteher in Sonneberg[1], und betreibt zusammen mit Andreas R. alias VP Alex(der das NSU-Fluchtauto abholte) die Firma Klimavida[3].
    Enrico T. soll ein Bekannter sowohl von Hans-Ulrich M. als auch Uwe Böhnhardt, arbeitete in den 90ern in M.’s Firme Firma Auto-Service-Sidonia[4], hatte die Nachbargarage des Trios gemietet[2], besass eine MP, ein Gewehr, zwei Pistolen und einen Schiesskugelschreiber[4].

    [1] http://www.mdr.de/thueringen/v_mann_waffengeschaeft100.html
    [2] http://www.mdr.de/exakt/nsu_mordwaffe106-download.pdf?
    [3] http://haskala.de/2013/04/10/gp-alex/
    [4] http://bucklitsch.wordpress.com/page/133/

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