29 NSU-Tatorte ohne DNA/Fingerabdrücke von Zschäpe, Mundlos, Böhnhardt

Es gibt 29 Verbrechen, für die der „National Sozialistische Untergrund“ (NSU) verantwortlich gemacht wird. 10 Morde, 3 Bombenanschläge und 16 Banküberfälle. An sämtlichen Tatorten wurden keine Fingerabdrücke oder DNA des Trios Zschäpe, Mundlos, Böhnhardt festgestellt. Übrigens auch in der TNT-Bombenwerkstatt in Jena, in der das Trio bis Anfang 1998 Rohrbomben hergestellt hätte.

Bei den 30 Tatorten wurden in einigen Fällen verdächtige DNA und Fingerabdrücke festgestellt – sie stammen jedoch von anderen, bis heute unbekannten Personen.

Diese Ungereimtheit wird medial unterdrückt, stattdessen wird stets von einer gesicherten Haupt-Täterschaft des Trios geschrieben. Auch die Politik folgt dieser Linie. Eine realistische Bewertung legt jedoch nahe, dass entweder Ermittler Spuren manipulierten oder das Trio unschuldig ist.

1. Die sogenannte TNT-Bombenwerkstatt, 1998

Ende Januar 1998 wären in Beate Zschäpes Garage viele Beweise gefunden worden, dass das Trio terroristische Anschläge planen würde. Mit TNT gefüllte Rohrbomben oder eine Diskette mit einer Todesdrohung gegen die verhasste “ALIDRECKSAU”, “heut noch stirbt, so ein Pech”. Mehr Infos: „Drohte Beate Zschäpe bereits 1998 Türken mit dem Tode?

Es wurden jedoch in der Garage weder DNA noch Fingerabdrücke festgestellt, die einzigen Nachweise sind:

“An fünf in der Garage Nr. 5 aufgefundenen Filterzigarettenresten konnten DNA-Spuren von Beate Zschäpe festgestellt werden.

Auf zwei weiteren in der Garage Nr. 5 aufgefundenen Filterzigarettenresten konnten DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt nachgewiesen werden.” PUA-Bericht S. 134

Die Spezialeinheit der Thüringer Polizei konnte das Trio während der anschließenden Zielfahndung nicht finden, sie wären „spurlos verschwunden“.

„Die Zielfahndung sei mit diesen Methoden ansonsten stets sehr erfolgreich in Thüringen gewesen, „Das haben Statistiken belegt“ so Jakstat. Es war nicht nachvollziehbar, warum das Trio keine Fingerabdrücke und keine DNA hinterließ und vor allem wie man seit 1998 spurlos verschwinden konnte und nie mehr auftauchte.“ (haskala)

2. Friedensblick: „NSU-Bomben: Kaum Spuren von Böhnhardt, Mundlos, Zschäpe“

3. Ceska-Mordserie (2000-2006)

Laut der Sonderkommission „Bosporus“ hätten die Täter an zwei Tatorten zwingend ihre DNA hinterlassen.

„In den ersten fünf Fällen ist es bei der jeweiligen Tatortarbeit nicht gelungen, eine daktyloskopisch Spur bzw. eine DNA-Spur von dem oder den Täter(n) zu sichern. Bei den Tötungsdelikten YASAR und BOULGARIDES wurden mehrere daktyloskopische- und DNA-Spuren gesichert. Diese konnten jedoch noch nicht vollständig zugeordnet werden. Es zeichnet sich jedoch ab, dass auch bei den letzten beiden Tötungsdelikten keine Tatortspur vorhanden ist, die dem oder den Täter(n) zwingend zugeordnet werden kann.“ (Soko „Bosporus“)

Kriminalhauptkommissar Konrad Pitz war DNA-Spezialist der Sonderkommission. Laut seiner Aussage im bayerischen Untersuchungsausschuss (U-Ausschuss) wären 4286 Spuren bei den Tatorten festgestellt worden. Davon „seien immer noch 314 DNA-Spuren noch nicht näher untersucht“ [Stand: 2012] worden. Sie hätten auf die „Sniper-Theorie“ geführt. (nsuua)

Es gibt keine Übereinstimmung!

4. Banküberfälle

Es werden dem Trio bis zu 16 Banküberfälle vorgeworfen. Beim zweiten Überfall (inklusive des Edeka-Überfalls) wurde DNA des Räubers festgestellt.

Clemens Binninger: „Aber für mich war es eben von Interesse, weil auch der Abgleich heute – das ist dann der zweite Überfall – mit Mundlos und Böhnhardt leider nicht übereinstimmt.“(Bundestag)

Daneben gab es eine „teilweise DNA beim dritten Überfall.“ Es war ein 7 Zentimeter langes Haar. Dieses Haar sei aber verloren gegangen!

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Bei einem anderen Überfall wäre ein Fingerabdruck des Bankräubers gesichert worden, keine Übereinstimmung:

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„Selbstenttarnung“ des NSU am 04.11.11

Am 04.11.11 ereignete sich ein Banküberfall in Eisenach. Laut der Polizei befanden sich die verwendeten Schusswaffen „mit Bezug zur Raubstraftat in Eisenach“ in dem Wohnmobil mit den toten (angeblichen) Bankräubern Böhnhardt, Mundlos.

Es handelte sich dabei um eine Pistole, Ceska 70, 7,65 mm, und einen Revolver, SRS Melcher, 9 mm, die zuvor schon bei einem Banküberfall in Arnstadt verwendet wurden. Desweiteren gab es  im Wohnmobil einen Revolver Alfa-Proj, Kal. .38 spezial, der bei einem Banküberfall am 05.10.2006 in Zwickau benutzt wurde. Es gab keine Fingerabdrücke an den Waffen.

An der „Ceska 70“ (Asservatennr: 1.7/1.0) wurde jedoch am Abzug die DNA, „Teilmuster unbekannte Person B, gesichert. Außerdem „eine Mischung von Zellen verschiedener Personen“, Böhnhardt und Mundlos „als Mitverursacher nicht auszuschließen“Das könnte jedoch mit der Auffindesituation erklärt werden: Die Waffe lag offen auf dem oberen Bett des Wohnmobils, neben den Leichen Mundlos und Bönhardts. Die Spuren an den Patronen „waren nicht verwertbar“. (nsu-leaks)

An der „Melcher“ (1.4./28.0) wurde an der Trommel und am Lauf die DNA der unbekannten Person A gesichert. Es wurde keine DNA von Mundlos und Böhnhardt gefunden (nsu-leaks) Die Waffe lag in einem Beutel im Schrank unter dem Kühlschrank. Mit diesen beiden Waffen wäre der Überfall auf die Bank in Arnstadt begangen worden. 

Es befand sich außerdem das geraubte Bargeld (Asservatennr. 1.4.49.1) in dem Wohnmobil. Es wurde nicht nach Fingerabdrücken und DNA untersucht, nur die Banderolen.

„An den Geldscheinen wurde keine Spurensicherung durchgeführt.“

In den Ermittlungsakten findet sich auch ein Foto von einer Penny-Tüte, daneben liegen Scheine “teilweise in Banderolen Sparkasse Eisenach” und Münzen. Die Plastiktüte in dem das Geld sich befand, hätte keine verwertbar erscheinen Spuren gehabt.

Die Bundesanwaltschaft verhinderte, dass zusätzliches Bargeld von der Landeszentralbank Stuttgart nach Fingerabdrücken untersucht wurde, obwohl es auch im Wohnmobil gefunden wurde. Es wäre in einer Plastikfolie eingeschweißt gewesen. 

“In Falle des Bargeldes aus Asservat 1.4.49.1 und 1.7.26.0 (incl. Banderole) ist die Untersuchung möglicher daktyloskopischer Spuren entbehrlich.”

Auch in der Eisenacher Bank sicherten Ermittler verdächtige Spuren, die von den Bankräubern stammen könnten.

Dazu zählte ein 5 Euro Schein, den die Bankräuber „vor der Tür zum Videoüberwachungsraum“ offenbar verloren hatten. Drei Mal „Fingerspur“ „im Tresorvorraum“, eine „Textilspur“, eine verlorene „Banderole“Außerdem nahm die Polizei „Blut des Geschädigten“ Filialleiters, der von einem der Bankräuber mit einer Pistole blutig geschlagen wurde. Dessen DNA müsste sich auf der sichergestellten Waffe befunden haben. Am 23.12.2011 schreibt das BKA lapidar: „Spuren wurden nicht untersucht. (nsu-leaks

Wundersame Bekleidungs-Vermehrung

Am 23.06.2013 berichtete erstmals der „Focus“, dass das BKA Teile der Täterbekleidung aus Überfällen in der Zwickauer Wohnung identifizieren konnte. Es handelte sich um vier Chemnitzer Sparkassen- und Postfilialen, die zwischen 1999 und 2004 überfallen wurden. Die Täterkleidung, gefilmt von Überwachungskameras, wurde verglichen „mit mehr als 750 Bekleidungsstücken“, die in der Zwickauer Wohnung des Trios gefunden worden waren.

„Bei elf Kleidungs- und Ausrüstungsgegenständen, darunter ein Rucksack, ein Sweatshirt und Sportschuhe, stellten die Experten „weitreichende Übereinstimmungen“ fest.“ (focus)

Dagegen berichtete der „swr“ am 16.03.2012, dass BKA-Chef Jörg Ziercke sich über die „nicht gefundene männliche Bekleidung“ in der Zwickauer Wohnung wunderte.

„Gefunden wurde jedenfalls ein Sportschuh Größe 46, der wohl nicht Frau Zschäpe gehörte.“ (swr)

Es wurde beispielsweise ein Rucksack gefunden, der bei einem Zwickauer Bankraub im Jahr 2006 verwendet worden wäre. Die DNA-Untersuchung war jedoch negativ:

Spur Nr. 2.5.59, gesicherter Bereich Reißverschlusszug, Ergebnisse: „Mischung; zum Vergleich geeignet, berechtiger Spurenleger enthalten.“ (nsu-leaks)

5. Polizisten-Überfall in Heilbronn, Kiesewetter-Mord

In dem total ausgebrannten Katzenzimmer von Beate Zschäpe befand sich ein Kleiderschrank. In der Übersichtsaufnahme des Brandbereiches I, Bild 594, sind davon (Spurennummer 2.9) nur noch verkohlte Trümmer und Asche übrig. Trotzdem wäre dort unversehrte Bekleidung gefunden worden, welche ohne Dokumentation vor Ort einfach als Konvolut abtransportiert wurde. Später fand sich darin eine Jogginghose (2.9.70) von Uwe Mundlos, mit Blutstropfen der erschossenen Polizistin Michele Kiesewetter!

„In den Taschen des Kleidungsstücks fanden sich zudem zwei gebrauchte Taschentücher, die mit DNA-Fragmenten des NSU-Terroristen Uwe M. behaftet waren.“ (spiegel)

An der Jogginghose selber wurde keine DNA von Uwe Mundlos festgestellt, obwohl sie ja nicht gewaschen wurde.

„Außerdem musste die Bundesanwaltschaft im Interview mit der ARD einräumen, dass innen in der Trainingshose keine DNA von Mundlos gefunden wurde. “ (BR)

Im Jahr 2012 sprach der damalige Ermittlungsleiter Axel Mögelin, der den Überfall aufklären sollte, vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestags davon, dass es „noch sechs offene DNA-Spuren gibt: zwei Vollmuster und vier Recherchespuren“.

„Dies sind, soweit ich mich erinnere, drei Stück an der Fahrzeugaußenseite und zwei Stück an der Bekleidung vom überlebenden Polizeibeamten.“ (Bundestag, Protokoll 29a)

Ab 2009 führte Mögelins Soko „Parkplatz“ DNA-Tests der Kollegen durch, der erst durch die „NSU-Selbstenttarnung“ gestoppt wurde. Es gab einige Treffer in diesem Bereich, die als „tatortberechtigt“ eingestuft wurden, mit zum Teil seltsamen Begründungen.

In der Zwickauer Wohnung wurde die Tatwaffe des Heilbronner Überfalls, eine „Radom VIS“ gefunden, im Schutthaufen davor die „Tokarev“. Das klare Ergebnis:

„Unerwähnt bleibt auch, dass sich an den für die Morde verwendeten Tatwaffen keinerlei Fingerabdrücke oder DNA-Material der drei befanden.“ (freitag)

Im Gegenteil: An der Radom am Abzug und Abzugsbügel war die DNA von der unbekannte Person 1 (P1)! Desweiteren ein sogenanntes „Teilmuster“ der unbekannten Person 4 (P4) (nsu-leaks).

Am 13.11.11 schrieb das BKA unter Aktenzeichen (AZ) „ZD 22- V2011-11638402, DNA-Analyse-Datei“, dass die Muster nicht in der DNA-Datenbank erfasst werden sollen. Es soll nur recheriert werden.

„… die übersandten Spuren […] gem. Vermerk KT31 nicht erfasst, sondern nur recherchiert werden.“

Am 21.11.2011 schreibt die Abteilung, AZ „ZD 22-2011-0011895201“. Es wurde „ein Treffer erzielt“!

„Zu dem von KT31 untersuchten DNA-Identifizierungsmuster, Az. 11-6242-1, wurde in der DNA-Analyse-Datei ein Treffer erzielt.“ (nsu-leaks)

Die Akten geben ein unklares Bild der weiteren Nachforschungen: Einerseits wird in den Akten eine österreichische Personen-Identitätsnummer erwähnt, andererseits hätte es zuviele, zigtausende Treffer gegeben, um weiter-ermitteln zu können.

Auch an der „Tokarev“ wurde DNA festgestellt, aber nur ein Teilmuster. Es wurde zurückgezogen und als nicht verwertbar eingestuft! AZ KT 31 – 20111624211″.

„Das in dieser E-Mail ebenfalls mitgeteilte Teilergebnis zu W08 Tokarew konnte in nachfolgenden Analysen nicht bestätigt werden und ist nunmehr als nicht verwertbar eingestuft.“

Im baden-württembergischen Ausschuss sagte Diplom Biologin „Sv. Z. Dr. E. S.“ aus. Sie war vom BKA als Sachverständige für DNA-Analyse eingesetzt. Laut ihr hätte die DNA an der Tokarev und Radom einem „Berechtigten“ gehört:

„Abg. Jürgen Filius GRÜNE: Kann man sagen, ob aus der – – jetzt bei den Tokarew/Radom, also bei den Tatwaffen – – ob man irgendwie was daraus schließen kann, welche DNA-Spur quasi zu dem, der geschossen hat, zugeordnet werden kann? Ist so was möglich?

Sv. Z. Dr. E. S.: Also, in dem Fall der Tatwaffen – die waren ja in ihrem Zustand eben sehr schlecht, durch Brandeinwirkung, Löschwassereinwirkung. Wir hatten ja dann erwartungsgemäß
auch keine Ergebnisse, bzw. die Ergebnisse, die wir hatten, hatten sich im Nachhinein als berechtigte Spurenleger herausgestellt.“ (die-anstifter)

Im Wohnmobil wurden die Dienstwaffen der überfallenen Polizisten gefunden. Es wurde DNA von Böhnhardt und Mundlos nachgewiesen. Dabei handelte es sich um deren Blut, nicht um Hautschuppen. 

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Die Waffen lagen jedoch in unmittelbarer Nähe, offen neben den beiden erschossenen Männern im Wohnmobil. Fingerabdrücke wurden dagegen keine festgestellt!

„Es konnten keine daktyloskopischen Spuren festgestellt werden.“ (nsu-leaks, Gutachten Waffe Arnold, Gutachten Kiesewetter)

6. Restlichen Waffen-Funde in Zwickau, Stregda

An den Pumpguns im Wohnmobil wurden keine Fingerabdrücke gefunden, jedoch die DNA von Mundlos und Böhnhardt. Das ist jedoch auch hier nicht weiter verwunderlich, da die Waffen direkt neben den beiden Mordopfern lagen.

An den Handschellen von Michele Kiesewetter, gefunden in Zwickau, waren keine Fingerabdrücke, dafür DNA der anfangs unbekannten Person 24Diese Person hinterließ mehrmals ihre DNA an Geldbanderolen der ausgeraubten Bank in Eisenach. In den Akten wird sie als unbekannte Person 33 bezeichnet

Später wurden aus diesen zwei unbekannten Personen eine einzige berechtigte Person des Landeskriminalamtes Sachsen.

„Der nachträgliche Vergleich dieses DNA-Musters mit den am 27.01.12 vom LKA Sachsen übersandten Mustern von Berechtigten erbrachte eine Übereinstimmung mit der Person 33 (…).“ (nsu-leaks)

Es gab einen weiteren interessanten „berechtigten Spurenverursacher“. Er könnte DNA an der Rückseite eines Kassenbelegs für eine Überwachungskamera, Asservatennr: 2.12.153, hinterlassen haben. Im Untersuchungsergebnis steht:

„Mischung von mindestens drei Personen, eine berechtigte Person (M. N. Zwickau/Eisenach) kommt als Mitspurenleger in Betracht.“

Bei M. N. könnte es sich um die unbekannte Person 40 handeln:

„Das DNA-Muster der unbekannten Person „P40“ wurde am 09.03.2012 (…) übermittelt. Vorbehaltlich der Überprüfung durch die BAO Trio handelt es sich bei dem Spurenverursacher aus Zwickau/Eisenach um eine berechtigte Person.“

M. N. könnte auch der schwäbische Ermittler sein, der bei den Ermittlungen zum Heilbronner Polizistenüberfall beteiligt war. Die Sonderkommission „Parkplatz“ entschied Ende 2010, dass die zwei Gürtelhalter (belt keeper) des überfallenen und seiner Waffe beraubten Polizisten Arnold nicht auf DNA zu untersuchen seien!

„Asservat MA.7_642_2 (…) wurde absprachegemäß (Dr. B. und KHM N. bei Auftragserteilung im November 2010) von der Untersuchung zurückgestellt.“

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Im Schutthaufen vor der Zwickauer Wohnung wurde die Ceska 83 mit Schalldämpfer aus der Ceska-Mordserie gefunden. Auch hier keine DNA, nach Fingerabdrücke wurde erst gar nicht gesucht.

An den laut BKA augenscheinlich funktionsfähigen Patronen, die in der zweiten Mordwaffe, einer Pistole der Marke „Bruni“, sichergestellt wurden, waren auch keine Spuren. Mehr Infos über die dubiose Tatortarbeit: Die „Bruni“ ist anscheinend im BKA ohne Dokumentation vom Schutthaufen ins BKA verbracht worden.

7. Bekennerfilme

Doch welche Beweise gibt es, dass Frau Zschäpe die Bekenner-DVDs überhaupt zur Post brachte? Am 24.01.12 steht in der “taz”, dass auf den Umschlägen keine DNA gefunden worden wäre (taz). Mitte 2012 wird hinzugefügt, dass es nicht einmal einen einzigen Fingerabdruck gibt! (fr-online). Am 24.04.13 wird von “Fingerabdrücke” bei einem einzigen Umschlag berichtet (nsu-watch).

8. Sonstige Funde

In der Zwickauer Brandruine wurden rund 1 700 Gegenstände sichergestellt, Computerausdrucke, Stadtpläne (taz). Davon müssen viele Funde von den Tätern der Mordserie stammen, zum Beispiel „eine Skizze des Kasseler Internetcafés, wo 2006 Halit Yozgat erschossen wurde“, aber:

„DNA-Spuren oder Fingerabdrücke gibt es aber nicht. Die Möglichkeit weiterer Tatbeteiligter, schließt die Bundesanwaltschaft dennoch kategorisch aus.“ (fr-online)

„Neben den Dateien wurde ein Archiv über die Ceska-Morde gefunden, mit 68 Zeitungsartikeln! Aber auf nur zwei Blättern fanden sich Fingerabdrücke von Zschäpe!“ (freitag)

Es wurde in der Zwickauer Wohnung ein unversehrter, leerer Benzinkanister gefunden. Damit hätte Zschäpe das Benzin in der Wohnung verschüttet.

“Als „Spur 05“ wurde der Behälter gesichert und von Kriminaltechnikern untersucht – mit überraschendem Ausgang: Nirgends fanden sich Zschäpes Fingerabdrücke. Nach ihrem DNA-Muster suchte man ebenfalls vergeblich.” (focus)

Stellungsnahmen von Chef-Ermittlern, Spitzenpolitikern

Bundeskriminalamt (BKA) Chef Jörg Ziercke:

„Bis zur Selbsttötung von Mundlos, Böhnhardt und der Festnahme von Frau Zschäpe gab es keinen dem BKA bekannten Hinweis auf eine Verbindung zwischen den sogenannten Ceska-Morden, dem Polizistenmord in Heilbronn, den beiden Sprengstoffanschlägen in Köln und den Vorgängen um die späteren Täter im Jahr 1998. Wie lässt sich das erklären? (…) An den Tatorten wurden kaum verwertbare Spuren gefunden, keine Haare, keine DNA, kein Blut.“ (PUA-Protokoll, Nr 21. S. 4)

Auch laut Landespolizeipräsident Waldemar Kindler hätte es keine DNA der Täter gegeben:

Wir haben keinerlei Erkenntnisse, keine Fakten. -Das Problem war halt – das habe ich in der Form auch so noch nie erlebt-, dass in neun Mordfällen keine DNA, kein Sachbeweis war, nicht einmal sozusagen im Umfeld der 20 Zeugen.“ (PUA-Protokoll Nr. 36)

Clemens Binninger, ehemaliger CDU/CSU-Obmann, des Bundestags-Untersuchungs-Ausschusses:

„Ich habe meine Zweifel, ob wirklich alle 27 Verbrechen (zehn Morde, zwei Sprengstoffanschläge, 15 Raubüberfälle) allein von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt begangen wurden, denn an keinem der Tatorte wurden DNA oder Fingerabdrücke der beiden gefunden.“ (spiegel)

Der Zeuge Jürgen Maurer, BKA-Abteilungspräsident, bestätigt vor den Bundestag-Abgeordneten:

„Clemens Binninger (CDU/CSU): Machen Ihnen die wenigen DNA-Spuren der beiden toten Täter an Fahrzeugen, Tatwaffen Sorge?

Zeuge Jürgen Maurer: Es ist erstaunlich, dass das so ist. Das ist erstaunlich.“ (Bundestag)

TNT-Garage von Beate Zschäpe

„Die Abgeordnete König weist noch auf einen Vermerk von Oberstaatsanwalt Mohrmann hin, (…) in dem stand, dass in der Garagen nur Zigarettenstummel von Zschäpe und Böhnhardt aufgefunden wurden, aber keine Fingerabdrücke.

Hartung könne sich das nicht erklären, vor allem bei einer Garage die von 2-3 Leuten genutzt worden sei keine Fingerabdrücke zu finden sei merkwürdig.“ (haskala)

Der thüringer NSU-Ausschuss hielt dem Ersten Kriminalhauptkommissar H.-J. Har. den Vermerk von Oberstaatsanwalt Mohrmann vor. Seine Antwort:

„Hierzu gab der Zeuge an, dass in der Garage keine Fingerabdrücke gefunden worden seien, sei nicht nachvollziehbar, die Beschuldigten seien ja nicht durch den Raum geschwebt.“ Thüringer NSU-Abschlussbericht.

Wolfgang Wieland, Grüner Obmann des parlamentarischen U-Ausschusses betont :

„Wir hatten keine DNA-Spuren, die auf die Beiden hinweisen, wir hatten keine Fingerabdrücke an den Tatorten, ganz wenig Zeugenaussagen, die nicht sehr präzise waren.“ (mdr)

18 Gedanken zu „29 NSU-Tatorte ohne DNA/Fingerabdrücke von Zschäpe, Mundlos, Böhnhardt“

  1. „In der Zwickauer Brandruine wurden rund 1 700 Gegenstände sichergestellt, Computerausdrucke, Stadtpläne (taz). Davon müssen viele Funde von den Tätern der Mordserie stammen, aber:
    “DNA-Spuren oder Fingerabdrücke gibt es aber nicht. Die Möglichkeit weiterer Tatbeteiligter, schließt die Bundesanwaltschaft dennoch kategorisch aus.” (fr-online)“

    Manche sagen so. Und manche sagen so.
    Manche sagen, „DNA-Spuren oder Fingerabdrücke gibt es aber nicht“. Und manche sagen,
    bei der Auswertung von Asservaten aus der Wohnung seien zwei Zeitungsausschnitte mit ihren Fingerabdrücken gefunden worden.„.

    Nu simmer so schlau wie vorher. Und wieder einmal fragen wir uns, auf Basis welcher Beweislage die Bundeskanzlerin, der Bundespräsident, der Bundestag und mehrere Landtage Uwe&Uwe wegen zehnfachen Mordes verurteilt haben.
    Meine Vermutung: Gesundes Volksempfinden.

    +

    Dass Böhnhardts Fingerabdrücke 2011 nicht mehr gespeichert waren, ist legal. Es lag nichts mehr vor gegen ihn.

  2. Der Widerspruch mit den Zeitungsartikeln ergibt sich daraus …“

    … dass die uns von hinten bis vorne verarxen.
    Allein dass man als interessierter Bürger Textexegese betreiben muss, sagt eigentlich alles.

    Ich kann es nur wiederholen:
    Bundeskanzlerin, Bundespräsident, Bundestag und mehrere Landtage haben Bonny&Clyde&Clyde wegen zehnfachen Mordes verurteilt. Unrevidierbar.
    Bei so einem harten Urteil kann man schon erwarten, dass die Richter uns sagen, auf Basis welcher Tatsachen und Beweise die dieses Urteil gefällt haben.
    Machen die aber nicht. Die setzen das zu beweisende einfach in die Voraussetzung und werfen ein paar Brocken hinterher.

    Im Artikel von Andreas Förster in der FR kann ich nicht erkennen, dass das „keine Fingerabdrücke“ sich ausschließlich auf die zwei Sätze vorher genannten Gegenstände bezieht. Im Gegenteil, diese Feststellung passt viel mehr zum Tenor des Artikels “ Dennoch bleiben zahlreiche offene Fragen zur Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), die möglicherweise im Prozess geklärt werden“.
    Bei „möglicherweise im Prozess geklärt werden“ können wir nach nunmehr 70 (oder so) Verhandlungstagen die Betonung auf „möglicherweise“ legen. Denn trotz nicht mehr zu überbietendem Aufwand an Kräften und Mitteln haben die bis jetzt nicht mal ansatzweise Belege für die ungeheuerlichen Unterstellungen beigebracht.

    Der Staat trickst und täuscht, um nur ja irgendwie eine Nazi-Gefahr zu illuminieren. Und nicht, lieber E. Krüger, um eine Nazi-Gefahr wegzulügen.
    Es gab keinen Nationalsozialistischen Untergrund. Der ist eine Erfindung von Merkels Propagandaabteilungen.

    1. “ Im Gegenteil, diese Feststellung passt viel mehr zum Tenor des Artikels “
      Das wird sich auf die Angaben in dem Absatz beziehen, keine Spuren auf gegenständen von den Tatorten, sinngemäss. Das mit den Fingerabdrücken auf den Artikeln steht sonst überall so.

      “ Der Staat trickst und täuscht, um nur ja irgendwie eine Nazi-Gefahr zu illuminieren. “
      Sieben Jahre Terror, die Ermittler sind immer auf Türken fixiert, dann vier Jahre mit den DVD’s warten…macht wenig Sinn.

      “ Und nicht, lieber E. Krüger, um eine Nazi-Gefahr wegzulügen. “
      Man sieht ja wo gemauert wird. Rennsteig und Achim S. vom KKK fallen erstmal in den Schredder. Und es geht so weiter,
      „Die Polizei Dortmund beantragte weitere Ermittlungen, um mögliche Kontakten des früheren V-Mannes Toni S. zur Terrorzelle NSU zu prüfen. Dies unterband jedoch die Generalbundesanwaltschaft.“
      http://www.derwesten.de/politik/die-rechte-terrorspur-der-nsu-fuehrt-nach-dortmund-id7766563.html
      hier geht es um den EWK KKK von Achim S. :
      „Im Herbst 2012 meldete sich die ehemalige V-Person via E-Mail beim LfV Baden-Württemberg und bat darin um Kontaktaufnahme. Auf Weisung der Präsidentin wurde dies unterlassen“ (UA S.188/pdf236)
      Und sie schliessen das Gegenteil daraus ?
      Ganz uneigennützig ist das sicher nicht, es geht darum Verwicklungen zu vertuschen, bin mal gespannt wie das mit Andreas T. weitergeht…

      1. fallen erstmal in den Schredder“

        Das ist wie bei der Lügenmichl-Fälschung. Sofort war klar, der Schlangennazi von der NPD hat´s Mannlich gemeuchelt. Nach ein paar Wochen musste die 50-Mann SoKo zugeben, dass leider so gar keine Fingerabdrücke, keine Fußspuren, keine DNA gefunden werden konnten und dass es auch (von einer geisteskranten „Zeugin“ und vom bekloppten Lügenmichl abgesehen) keine Zeugen gab. Erinnerst Du Dich, was dann kam?
        Genau, „Ermittlungpannen“.
        Kann ja sein, es gab „Ermittlungspannen“. Aber wie kommt es, dass ein angeblich schon am 15. Dezember 2008 klar nachgewiesener Fall bis heute nicht mal ansatzweise aufgeklärt ist?
        Machen wir uns nichts vor, die „Ermittlungspannen“ sind eine Ausrede um zu „erklären“, warum für den angeblich eindeutigen Fall bis heute keine Beweise gefunden werden konnten.

        Genauso die Reihenfolge bei NSU-Fake. Am 04.11.2011 gab es die beiden „Selbstmorde“ und den Wohnungsbrand. Und 4 Tage später war zweifelsfrei nachgewiesen, dass Bonny&Clyde&Clyde 10 Morde begangen haben.
        Nur leider musste die 400-Mann SoKo nach einem Jahr zugeben, dass … siehe Lügenmichl.
        Um irgendwie eine Brücke hinzukriegen zwischen sofort zweifelsfrei alles vollständig bewiesen und nach einem Jahr noch nicht mal ansatzweise Belege gefunden, haben die sich verständigt auf (siehe Mannichl) „Ermittlungspannen“.
        Kann ja sein, es gab „Ermittlungspannen“. Aber warum haben dann Bundeskanzlerin, Bundespräsident, Bundestag und mehrere Landtage das Trio verurteilt, ohne Möglichkeit zur Revision? Auf Basis welcher Tatsachen und Beweise?
        Und wenn der Schredderschmarrn hier aufgetischt wird, welche noch im November 2011 vorhandenen Dokumente, auf deren Basis die 10 Morde dem Trio in die Schuhe geschoben wurden, sind denn geschreddert worden?

        Ich glaube gern, dass es Schredderaktionen gegeben hat. Bei dieser Schredderei wurden alle Unterlagen vernichtet, die die Unschuld des Trio nachweisen. Dabei bleibe ich solange, bis jemand das Gegenteil beweist.

        Mit dem Link zur WAZ kann ich leider nichts anfangen. Der Artikel verbreitet den gleichen Stuß wie in der SZ Oberknallcharge Leyendecker.

        Der NSU-Fake zeichnet sich ohnehin aus durch ein merkwürdiges oszillieren zwischen abgeschotteter Einzelgruppe und weltweites Neonaziterrornetzwerk. Ich sehe, ehrlich gesagt, keinen Sinn darin, dass man sich auch noch mit diesem Humbug beschäftigt. Wenn ich das schon lese „soll … gesehen worden sein“. Die gefühlt tausendste Erkenntnis der wärologischen Solltologie.

        Noch schlimmer, wenn die Pressefuzzies schreiben „Wie aus schriftlichen Vernehmungen von …“.
        Legal können die nicht in den Besitz der Unterlagen gekommen sein. Und wenn die illegal Zugriff auf diese Unterlagen hätten, wäre das eine Straftat, die zu verfolgen die Staatsanwaltschaft von Amts wegen verpflichtet ist. Nur, da passiert nichts.
        Auch Du, E. Krüger, denkst nicht daran, Anzeige zu erstatten. Du weißt schon warum.
        Und auch die Herde Nebenklägeranwälte weiß, warum die zu diesen Sachen lieber keine Beweisanträge stellen, keine Beschwerde einlegen und keine Anzeige erstatten.

        Der Oberhammer ist „am 1. April 2006 hatten Nazis in Dortmund eine Demonstration angegriffen“.
        Aber ja doch. Zwar kann man sich umsehen wo man will, nie greifen die Nazis an, aber immer die Antifa. Doch am 1. April (man beachte das Datum), da war es genau andersrum. Ja aber sicher war das so. Ganz bestimmt.

        Und zu
        “Die Polizei Dortmund beantragte weitere Ermittlungen, um mögliche Kontakten des früheren V-Mannes Toni S. zur Terrorzelle NSU zu prüfen. Dies unterband jedoch die Generalbundesanwaltschaft.”
        nur so viel:
        Sollte da was dran sein (was ich nicht glaube), kann die Herde Nebenklägeranwälte jederzeit Beweisanträge stellen.
        Haben die?

        „bin mal gespannt wie das mit Andreas T. weitergeht…“
        Ich auch.

        +

        Mal einen Schritt zurück …
        Spätestens als das bekloppte Ziercke zwei Tote und eine UHA-Insassin zur Fahndung ausgeschrieben hat, war doch klar, dass es sich beim NSU wieder mal um einen typischen Fall von „Rechte Gewalt“® handelt.
        Oder?

        +

        Und mal ganz allgemein …
        Leute, wie kommt das eigentlich?
        Ihr leistet hier hervorragende Recherchearbeit. Eigentlich erwartet man so was von den Medien. Aber gleichgeschaltet wie die sind, kommt die Wahrheit dort in homöopathischen Dosen, die Lüge als geballte Ladung.
        Wie ist das nur möglich, dass genau die gleichen, die hier mühevoll die Wahrheit herausdestillieren, den Wald vor Bäumen nicht sehen?

        1. @Volker : “ Sofort war klar, der Schlangennazi von der NPD hat´s Mannlich gemeuchelt. Nach ein paar Wochen musste die 50-Mann SoKo zugeben, dass leider so gar keine Fingerabdrücke, keine Fußspuren, keine DNA gefunden werden konnten “
          Als klar war das das Phantombild auf einer Falschaussage basierte wurde es trotzdem weiterhin verwendet. Und Mannichls Kollegen hatten den Tatort nicht abgesucht, das tat erst das BKA als es Wochen später übernahm.
          Die Presse hatte dann Gerüchte verbreitet, die Schreiben schienen aus der Polizeidirektion Passau zu kommen. Ob nur der Inhalt falsch war oder auch die Briefköpfe ist mir leider nicht bekannt, das Interesse der Presse dies zu ergründen war nicht zu erkennen.
          Bleibt zu hoffen das sie sich bei den NSU-Ermittlungen nicht leimen lässt.

          “ Der NSU-Fake zeichnet sich ohnehin aus durch ein merkwürdiges oszillieren zwischen abgeschotteter Einzelgruppe und weltweites Neonaziterrornetzwerk. “
          Ich sehe hierin die Manifestation des Fritschen Spannungsverhältnisses zuwischen Staatswohlgedanken und Aufklärungsgedanken.

          Auch die sonstige Gestrüpp-Saat, also geschreddert wurden natürlich die ganzen Alibis, rechte Gewalt gibts nicht und die Aufforderung Investigativ-Journalisten anzuzeigen, mag bei mir nicht recht aufgehen. Ihr Wahrheitsdestillat berauscht mich nicht.

          1. „rechte Gewalt gibts nicht“

            Es gibt keine Rechte Gewalt. Wussten Sie das nicht?

            „und die Aufforderung Investigativ-Journalisten anzuzeigen“

            Also dann mit dem kleinen Löffel …

            Sie wissen schon, worum es geht.
            Der Staatsapparat hat festgestellt, dass das „Trio“ 10 Morde und weitere Verbrechen begangen hat. Das ist zwar verfassungswidrig, vor dem rechtskräftigen Urteil das festzustellen. Aber was soll´s, beim antifaschistischen Widerstandskampf soll man nicht kleckern, sondern klotzen.

            Für meine Person möchte ich sagen, dass ich auch die Möglichkeit einer Schuldfeststellung sehe, wenn die Tatbestandsmäßigkeit eindeutig ist. So wie bei Breivik-Fall. Der hat sich selbst bezichtigt und alle Zeugenaussagen und dinglichen Beweismittel haben das bestätigt. In dieser Konstellation kommt es auf einen Fingerabdruck mehr oder weniger nicht an.

            Im Fall des halluzinierten NSU kann von eindeutiger Tatbestandsmäßigkeit nun überhaupt keine Rede sein. Im Gegenteil, zurzeit haben wir eine bizarre Schere zwischen der großkotzigen Ankündigung auf der einen und der totalen Abwesenheit von Beweisen auf der anderen Seite.

            Obwohl die rechtskräftige Verurteilung nun schon mehr als ein Jahr zurückliegt, konnten die GenossInnen JustizfuzzInnen bis heute nicht einen einzigen Tatnachweis führen. Deshalb ist der nachgeschobene Prozess ein Indizienprozess. Also einer, wo normalerweise jeder Pups auf die Goldwage gelegt wird.

            Ihrer Meinung nach haben nun die (von Ihnen als „Investigativ-Journalisten bezeichneten) Spinner von der WAZ also eine „rechte Terrorspur nach Dortmund“ halluziniert.
            Ja klar, warum nicht. Die Spinner haben ja schon „rechte Terrorspuren“ nach Südafrika, Ungarn, Bulgarien, Nürnberg und wasweißichnoch wohin entdeckt, warum also nicht auch noch eine nach Dortmund.
            Das ist ja in den letzten Jahren ohnehin der Renner in der Antifa-Szene. Weil es in Deutschland kaum noch Nazis gibt und erst rechte keine Rechte Gewalt, gibt es (von irgendwas müssen die Antifanten ja leben) stattdessen „Gewaltbereitschaft“ und mehr „Nazi-Netzwerke“ als überhaupt Nazis vorhanden sind.
            In diesem Kontext, nehm Se s mir nich übel, kann ich über die neueste Nazi-Verbindung nur den Kopf schütteln.

            Aber mal weg von meiner Person …
            Da haben wir also einen Prozess mit 70 Anwälten. Dass die Verteidiger nicht das unbedingte Bedürfnis haben, die Taten ihrer Klienten aufzuklären, liegt in der Natur der Verteidigung. Wenn die nicht nachhaken, muss man nichts weiter reininterpretieren.
            Merkwürdiger ist jedoch das Verhalten der Bundesanwaltschaft. Die haben 1000 Ordner mit irgendwelchem Schrott angefüllt und dennoch nicht mal einen klitzekleinen Beweis. Was denken Sie, warum die diese Spur nicht aufnehmen? Weil die die NSU-Morde vertuschen wollen?

            Noch seltsamer das Verhalten der 53 Nebenkläger. Wollen Sie insinuieren, dass auch die die NSU-Morde vertuschen wollen? Ich hoffe mal nicht.
            Die Nebenkläger wollen also die NSU-Morde nachweisen, aber konnten bislang nicht ein Pfitzelchen Beweis beibringen. Eine verzweifelte Situation, in der man sich normalerweise an jeden rettenden Strohhalm klammert. In diesem Fall wäre das zum Beispiel die „rechte Terrorspur nach Dortmund“ (mit Abzweig nach Cottbus).
            Aber sie tun es nicht. 10 Bundesanwälte und 53 Nebenklageanwälte ignorieren diese „Terrorspur“, weil jeder weiß, dass die nicht existiert. Diese Terrorspur existiert in Schravens krankem Gehirn, aber niemals in der Realität. Die Bundesanwälte und die Nebenklägeranwälte verzichten darauf, weil die genau wissen, dass jede Art von Eintrag in den Prozess genau die gleiche Pleite bringt, wie schon bis dahin alle anderen „Beweiserhebungen“.
            Dass die Bundesanwaltschaft, wie im Artikel behauptet, was gegen weitere Ermittlungen hat, würde denen im Prozess gar nichts nützen, wenn die Nebenkläger die Vorladung der benannten Personen als Zeugen beantragen. Nur, sie tun es nicht. Und sie wissen schon, warum.

  3. “ Es gibt keine Rechte Gewalt. Wussten Sie das nicht? “
    Das ist ja interessant ! Wie nennt man das denn ? Wenn man sich da auf einen einheitlichen Sprachgebrauch einigen würde könnte einiges an Rummgedruckse im Prozess erspart bleiben. Da sind dann ja Zeugen geladen die nicht rechts oder gar zur Rechten Szene gehörig sind, obwohl sie Endstufe oder NPD auf Facebook posten, mit SS-Siggi in der Fankurve singen, und ein Gartenhelfer fordert „Freiheit für Wolle“, ist aber na klar alles nicht rechts…
    Die Demonstration in Dortmund die sie erwähnten fand ja statt weil ein Jahr zuvor jemand von einem Neonazi erstochen wurde. Ist das denn nicht rechts oder keine Gewalt, aus ihrer Sicht ?

    “ Deshalb ist der nachgeschobene Prozess ein Indizienprozess. “
    Kann schon sein das es darauf hinausläuft. Ist aber noch nicht zu ende.

    “ Ihrer Meinung nach haben nun die…Spinner von der WAZ also eine “rechte Terrorspur nach Dortmund” halluziniert. “
    Die Spur hat B. Zschäpe ja nun selbst mit dem Brief an ihren Freund von der Oidoxie-Streetfigthing-Crew gelegt.

    “ wenn die Nebenkläger die Vorladung der benannten Personen als Zeugen beantragen. Nur, sie tun es nicht. Und sie wissen schon, warum. “
    –M. indes ist sich sicher, Mundlos erkannt zu haben: „zu 100 Prozent“. Auch er soll noch als Zeuge in München aussagen: „Ich warte auf den Termin.“–
    http://www.taz.de/!124629/

    1. ”wenn die Nebenkläger die Vorladung der benannten Personen als Zeugen beantragen. Nur, sie tun es nicht. Und sie wissen schon, warum. ”
      –M. indes ist sich sicher, Mundlos erkannt zu haben: „zu 100 Prozent“. Auch er soll noch als Zeuge in München aussagen: „Ich warte auf den Termin.“–
      http://www.taz.de/!124629/

      Ach Gottchen, wieder mal ein Zeuge. Die angemessenen Wertungen finden sich unter dem taz-Artikel:

      RBERT MABUSE
      30.09.2013, 07:34
      Durchgeknallter Schwachsinn, der wenig Hoffnung auf einen Erkenntniszuwachs zuläßt.

      D. MÄDGE
      29.09.2013, 18:50
      Ein Taxifahrer, der jeden Tag duzende Leute fährt, erkennt nach Jahren Uwe Mundlos an Hand eines ihn vorgelegten Fotos zu 100% wieder – na logisch.
      Einem bezahlten Spitzel sollte man niemals trauen, da seine Loyalität unbestimmt ist und seine Glaubwürdigkeit gegen Null tendiert.
      Diese ganze NSU Geschichte wird immer mehr zu einem Märchen aus „tausend und eine Nacht“.

  4. Also SHERLOCK HOLMES würde den Fall Ruck Zuck lösen!
    Da er ja leider nicht greifbar ist möchte ich ihn vertreten und der Logik zum Sieg verhelfen!
    Warum gerade zu dem Zeitpunkt die Beiden im Wohhnwagen sterben mussten, ob nach einem längerfristigen Plan oder aus irgendeinem prekären Grund, wissen wir zur Zeitnoch nicht.
    Gegen eine gründlich geplante Aktion spricht der chaotische Ablauf!
    Fest steht aber das es plötzlich sehr schnell gehen musste.
    Die Aufgabe: Beseitigung der beiden Männer in dem Wohnwagen, hinterlegen von falschen Fährten, Beseitigung der Schepe durch Sprengung der Wohnung unter Hinterlassung von reichlich Beweisstücken!
    Möglicherweise ist der damit beauftragte „Beseitigungsspezialist und Tatortcleaner“
    durch das unvorhergesehene Auftauchen desPolizeiwagens aus dem Konzept gebracht worden und hat deshalb durch das absolut notwendige deponieren der“ Beweismittel“ den Überblick verloren und die Patronenhülse am Boden übersehen oder in der Eile nicht gefunden.
    Wobei ja noch der Brand gelegt werden musste.
    Für den Einsatz eines Profis spricht das bei einer solchen Gemengelage in dem Wohnwagen ein Ungeübter wohl durchgedreht hätte.
    An dieser Stelle möchte ich für unsere Tatortermittler eine Lanze brechen!
    Die sind nicht schlechter als die CSI in USA:
    Jeder Tatortermittler hierzulande erkennt sofort die Bedeutung der repetierten Geschosshülse am Boden und kann anhand der vorgefundenen Tatortsituation die richtigen Schlüsse ziehen.
    Ich vermute Korrektureingriff von höherer Stelle.
    Bei der Schepe wurde es dann völlig verbockt.
    Es hätte in Betracht gezogen werden müssen das die Schepe, ob nun als IM oder Undercover Beamtin im Einsatz befindlich,
    in den Dienststellen gute Freunde hätte haben können und hätte dementsprechend Vorsorge treffen müssen.
    Stattdessen wurde die Schepe vor der Explosion rechtzeitig durch Anruf gewarnt und konnte noch im letzen Moment ihre „Lebensversicherung“ und ihre geliebten Katzen retten.
    Da ihr wohl ihre Situation glasklar war nutzte sie die Tage bevor sie sich in die sichere Obhut der Staatsgewalt begab!
    Sichere Obhut deshalb weil Schepe ihre „Lebensversicherung“ wohl so deponiert hat das im Falle ihres „Ablebens“ diese kompromittierenden Beweisstücke veröffentlicht werden.
    So kann sie also beruhigt und sicher in der Geborgenheit der U-Haft ausharren bis für alle Seiten ein günstiger Kompromiss gefunden ist.
    Ist eigentlich noch niemendem aufgefallen das ein „Guter Anwalt“ bei einer derartigen Beweislage seine Mandantin schon längst auf freiem Fuss gehabt hätte.
    Auch kann ja wohl nur von „MITTÄTERSCHAFT“ ausgegangen werden wenn die Schuld der Haupttäter rechtskräftig erwiesen wurde.
    Davon spricht hier Niemand!
    Anscheinend legt auch Niemand Wert auf schnelle Entlassung.
    Nur so lässt sich die Verteidigerwahl und deren Verhalten logisch erklären.
    Da ja bisher noch keine Beweise ausser den „Gepflanzten“ präsentiert wurden und die Zeugen ausnahmslos „Totalausfälle“ waren.
    Während wichtige Zeugen, z.B. im KIESEWETTER Mordfall, für unglaubwürdig erklärt werden und der überlebende Polizist zuerst dezidierte Aussagen zu Protokoll gibt und nun wieder sein Gedächtnis verliert, glaube ich auch weiterhin den seriösen Angaben der türkischen Ermittler das die Morde im DÖNER-RAUSCHGIFT-MILIEU stattfanden und durch die namentlich genannten Rauschgiftclans in DYABAKIR initiert wurden.
    Das die Angehörigen der Opfer schweigen ist wohl verständlich wenn man die Vorgehensweise der Mafia berücksichtigt.
    Auch werder ja etwaige Vorstrafen der Opfer vorGericht nicht thematisiert!
    Ob die Banküberfälle überhaupt mit der sog. „NSU“ in Verbindung stehen ist äusserst zweifelhaft1
    Allein schon wegen der Abwesenheit von Beweisen!
    Wahrscheinlich ist eher das das Trio z.b.V in der Hinterhand gehalten wurde um dann im Notfall geopfert zu werden!
    Wenn Jemand einen besseren Vorschlag hat?
    Ich bin gespannt!

  5. Die medial unschuldig genannte „Pannen“serie, sprich Vertuschung, ging auch nach dem 4.11. unvermittelt weiter. Die gefundene Ceska-Mordwaffe wurde nicht nach menschlichen Spuren untersucht.

    „Die Polizei fand im Versteck der Terroristen elf Waffen, untersuchte aber nur vier auf Fingerspuren. Opferanwälte sind empört, das Gericht in München forderte neue Analysen.

    Nach FOCUS-Recherchen hatten sächsische Polizisten die elf Waffen im Brandschutt der NSU-Wohnung entdeckt und am 10. November 2011 an das BKA übergeben – mit der Bitte, Gen- und Fingerspuren zu sichern. Doch auf einer „Spurenkonferenz“ wählten die Beamten in Wiesbaden nur vier Asservate aus: zwei Pistolen vom Typ Walther PP und Erma, einen Revolver Smith & Wesson sowie eine Maschinenpistole.
    Die Untersuchung der anderen sieben Waffen auf Fingerabdrücke erschien den BKA-Mitarbeitern laut einem Aktenvermerk nicht „erfolgversprechend“ und wurde deshalb gar nicht erst veranlasst. Das betraf auch die wichtigste NSU-Waffe, eine Pistole Ceska 83. (…)
    Auch wenn die Waffen durch Feuer und Löschwasser teilweise zerstört waren – angesichts der Dimension des Falles mutet die Entscheidung, auf den Beweisstücken keine Fingerabdrücke zu suchen, seltsam an.

    Natürlich mussten die Fahnder Sinn und Reihenfolge ihrer Analysen (Beschussversuche, Sichtbarmachen der Waffennummer, DNA-Tests) sorgsam abwägen. Doch wie konnten die Experten so sicher sein, keine Fingerspuren zu finden? So sicher, dass sie es nicht einmal versuchten? (…)
    Die von Richter Götzl angeordnete Nachuntersuchung der Waffen ist mittlerweile abgeschlossen. Gefunden wurde erwartungsgemäß: nichts (mehr).“
    http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/report-nur-wenige-nsu-pistolen-auf-fingerabdruecke-geprueft_id_3649236.html

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