Standen bereits 1998 Böhnhardt, Mundlos als NSU-Sündenböcke fest?

Anfang November 2011 sahen Polizisten und Mainstream-Medien die aufgetischte Geschichte des mordenden „National-Sozialistischen-Untergrunds“ (NSU) noch kritisch. Der Grund war der dubiose Doppel-Selbstmord der sogenannten „NSU-Mörder“ Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos am 04.11.11 und die anschließenden Beweismittelorgien in Wohnmobil und Wohnhaus. Nachdem jedoch Mitte November das sogenannte NSU-Bekennervideo auftauchte, konnte sich die grundlegende Geschichte durchsetzen: Die toten Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos wären Haupttäter einer Verbrechensserie gewesen, ihr Tatmotiv Rassismus. Alle bisherigen Hinweise auf den kriminellen Bereich gelten seitdem als Trugspuren und Zufall, sie werden ignoriert.

In der NSU-Darstellung gibt es tausend Widersprüchlichkeiten und offene Fragen, die bisher weder Ermittler, noch Gerichte oder Politiker aufklärten. Daher kann die Geschichte als widerlegt gelten. Aber wie könnte es stattdessen gewesen sein? Folgender Artikel geht den Spuren nach und entwirft ein Szenario, welches näher an der Wahrheit liegen könnte.

Der Ausgangspunkt des Trios und ihr Endpunkt tragen dieselbe Handschrift, wirken wie geplant:

In Beate Zschäpes Garage hätte die Polizei am 26.01.1998 eine Bombenwerkstatt, mit Sprengstoff TNT, gefunden, auch rechtsextremistische Schriften, die eine Tötungsabsicht gegen Ausländer belegen. Das Trio wurde seitdem erfolglos von der Polizei gesucht. Durch den Fund wäre belegt, dass das Trio auch für Bombenattrappen verantwortlich war, die zwischen 1996 und 1997 im Raum Jena gefunden wurden.

An sämtlichen Beweismitteln aus der Garage gab es keine DNA und Fingerabdrücke des Trios, auch nicht an einer fertiggestellten Rohrbombe. Lediglich an Zigarettenstummel, die auf dem Boden lagen, konnte der Nachweis erbracht werden.

Die Beweislast ist also mehr als bescheiden, dass das Trio wirklich verantwortlich war. Der erste Kriminalhauptkommissiar H.-J. Har bezweifelte im thüringer Untersuchungsausschuss (U-Ausschuss) die aufgetischte Geschichte mit den Worten:

„Hierzu gab der Zeuge an, dass in der Garage keine Fingerabdrücke gefunden worden seien, sei nicht nachvollziehbar, die Beschuldigten seien ja nicht durch den Raum geschwebt.“ Thüringer NSU-Abschuss 

Folgendes dpa-Foto zeigt die Rohrbombe:

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Quelle: dpa

Am 28.04.2000 warnte der sächsische Geheimdienst, vier Monate vor dem ersten Ceska-Mord: Der Zweck des Trios wäre „schwere Straftaten gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung zu begehen“. „Report Mainz“ titelt:

nsu-trio-bekannt

Quelle: ARD

Wer ist der Gedichteschreiber?

In der Garage wurden mehrere Disketten in einem Rucksack gefunden. Auf einer war das widerwärtige Gedicht „Ali Drecksau, wir hassen dich“ abgespeichert.

Versteckter Text/Bild Zeigen

Es handelt sich um ein mehr-strophiges Gedicht, das von einer künstlerisch begabten Person komponiert wurde. Laut des Buches „Blut & Ehre“ wäre es „inspiriert“ vom Lied „Ali Drecksau“ der rechtsextremen Band „Macht & Ehre“. Wer ist der Urheber des Gedichts? Das Trio bewegte sich in einem Umfeld, in dem rechte Musik gemacht und verteilt wurde. 

Die Spur des Bekennerfilmes

Genauso wie die Garagenfunde macht die Auffindung der Bekennerfilme und Ceska-Mordwaffe mit Schalldämpfer mehr als misstrauisch: Nach mehreren Tagen Tatortarbeit fanden Ermittler ab dem 09.11.11 die Beweismittel im „Brandbereich N“, dem Schutthaufen vor Zschäpes Wohnung, fingerabdruckfrei. Das Drehbuch des Filmes war in einer Papiertüte. 

Ohne Dokumentation vor Ort wurden die Beweismittel einfach abtransporiert. Die Bekennerfilme im Wohnmobil wurden sogar erst am 01.12. in einem Rucksack „entdeckt“.

Über den NSU-Bekennerfilm berichtete der „Spiegel“ exclusiv ab dem 13.11.11. Tatsächlich wird das Trio im Film stark belastet, ohne dass es dort selbst spricht oder auftritt. Andererseits sind die Beweise dünn, dass es selbst den Film erstellte und Beate Zschäpe ihn verteilte. 

Ein Puzzelteil verbindet zwei entscheidende Tatorte; Zschäpes Garage in Jena 1998 und ihre letzte Wohnung in Zwickau 2011: Vom „Ali“-Gedicht gibt es eine direkte Linie zu einer Vorgängerversion des Films, welches auch auf Zschäpes Festplatte kopiert wurde. Dort wird Paulchen Panther beauftragt, gegen die „Kanackenflut“ zu kämpfen! Über Paulchen Panther ist die Sprechblase „Der Ali muss weg“.

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Quelle: aus Bekennerfilm, Anmerkung Autor

Im Vergleich zur Vorgängerversion ist die Endfassung in der rechtsextremen Aussage abgeschwächt, genauso wie die Beweismittelführung der Anklage im müncher NSU-Prozess: Das „Ali“-Gedicht wurde nicht als relevant eingestuft und nicht als Beweismittel eingebracht! Warum?

Offen ist auch, wer das handgeschriebene Drehbuch des Filmes schrieb. Auch hier muss es sich um eine künstlerisch begabte Person handeln. Laut einer Handschriften-Analyse würde nur eine geringe Wahrscheinlichkeit“ für Mundlos oder Böhnhardt als Autoren sprechen.

Wohin führen die Spuren?

Im Film sind inhaltliche Fehler enthalten, denen politisch hoch motivierte Täter eher nicht unterlaufen. Stattdessen will der Film offensichtlich das Trio verantwortlich machen für Taten, die es nicht begangen hat: Böhnhardt wird auf einem Foto als Keupstraßen-Bombenleger bezeichnet, obwohl er deutlich größer ist, als die im Foto gezeigte Person!

Der Weg führt von den Erstellern des Filmes direkt zu den Tätern. Im Film sind Fotos von erschossenen Opfern enthalten, die nicht zuvor in den Medien gezeigt wurden. Darunter ist ein Foto, bei dem der Verdacht besteht, dass es ein Polizeifoto sein könnte.

Das verbindende Element ist Beate Zschäpe und die Polizei 

Bei allen Tatorten; Garage, Wohnmobil und Wohnung; spielt Beate Zschäpe eine entscheidende Rolle. Sie mietete die Garage am 01. August 1996 von einem Polizisten (!) an. Dem thüringer Ausschuss sagte er, dass er nicht über die Sprengstoff-Funde in seiner Garage informiert wurde, und dass dort eine erste „Maßnahme“ bereits ein Jahr zuvor stattfand! 

In dem ihm ausgehändigten Durchsuchungsprotokoll standen als gefundene Objekte lediglich „Schraubstock“ und „Vorhängeschloss“.„Von Sprengstoff (…) habe er erst später gehört.“ Es hätte in seiner Garage noch eine vorherige „Maßnahme“ gegeben, etwa ein Jahr davor, am 28.01.1997.

Beate Zschäpe mietete 14 Jahre später das Wohnmobil an (V-MK 1121), zufälligerweise die Anfangsbuchstaben von Michele Kiesewetter, wo die erschossenen Böhnhardt, Mundlos lagen. Sie wohnte meistens alleine im Wohnhaus in der Frühlingsstraße – laut Aussagen der Nachbarn kamen die beiden Männer nur zu Besuch. Nachdem sie die Wohnung anzündete, lief sie geradewegs in Richtung der Polizeidirektion Zwickau, dem Führungs- und Lagezentrum. Spurenhunde verfolgten ihren Weg. Sie erscheint auch im Prozess als reine Befehlsempfängerin. 

Bereits am 28. September 1996 informiert Beate Zschäpe das Landeskriminalamt Thüringen über die Namen der Personen, die bei einer Kreuzverbrennung mitwirkten. Ging die Zusammenarbeit weiter, bis heute?

Nicht nur Beate Zschäpe, auch bei Uwe Böhnhardt stellt sich die Frage nach einer Kooperation mit der Polizei: Er erzählte seiner Mutter, dass ein Polizist ihn während der Garagen-Durchsuchung gewarnt hätte, der Haftbefehl wäre schon unterwegs, so dass er rechtzeitig „fliehen“ konnte. Das wird zwar von der Polizei dementierte, jedoch steht fest, dass Böhnhardt am Beginn der Durchsuchung noch da war und sich dann vom Tatort entfernen konnte, obwohl er als Tatverdächtiger galt. Später sagte er seiner Mutter, dass sie nicht alles glauben solle, die Gegenstände in der Garage würden nicht von ihnen stammen, sie wären dort hingelegt worden. Laut eines Kriminalbeamten wäre bei der Garagenrazzia auch „ein Beamter der VP-Führung (Vertrauensperson-Führung)“ involviert gewesen (haskala).

Drei Wochen nach Böhnhardts sogenannter „Flucht“ hörten Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) dessen Handy ab, vom 18.02.98 bis 17.03.98. In vier Wochen etwa 100 Telefonate. Herr Böhnhardt telefonierte mit allen „wichtigen mutmaßlichen Fluchthelfern“. Die Lauschaktion ging bis zum 17.03.98, die „Verbindungsdaten samt der Standorte der Funkzellen“ lagen vor.

Quelle: Vimeo.

Offensichtlich war weder Böhnhardt besonders besorgt über eine Festnahme, noch war die Polizei ernsthaft darauf aus, den Haftbefehl gegen ihn durchzusetzen.

Michele Kiesewetter-Spur

Aus Hass am Staat hätten Böhnhardt/Mundlos die Polizisten Kiesewetter/Arnold am 25.04.2007 überfallen. Die sogenannte „Beweisführung“ gegen das Trio passt haargenau ins Bild:

Die geraubten Dienstwaffen wurden fingerabdruckfrei im Wohnmobil gefunden, direkt neben den erschossenen Männern. Am 04.11.11 rief der damalige Einsatzleiter und Polizeichef von Gotha Michael Menzel gegen 16:30 bei der Baden-Württemberger Polizei an und verkündete die Auffindung der Dienstwaffe von Michele Kiesewetter, obwohl die Waffe erst gegen 23:00 durch eine INPOL-Abfrage identifiziert wurde. Bis heute, Stand 09.09.16, ist der Sachverhalt nicht aufgeklärt. Michael Menzel und die beteiligten Polizisten verstricken sich in Widersprüche.

In dem total ausgebrannten Katzenzimmer von Beate Zschäpe befand sich ein Kleiderschrank. In der Übersichtsaufnahme des Brandbereiches I, Bild 594, sind davon (Spurennummer 2.9) nur noch verkohlte Trümmer und Asche übrig. Trotzdem wäre dort unversehrte Bekleidung gefunden worden, welche ohne Dokumentation vor Ort einfach als Konvolut abtransportiert wurde. Später fand sich darin eine Jogginghose (2.9.70) von Uwe Mundlos, mit Blutstropfen der erschossenen Polizistin Michele Kiesewetter!

„In den Taschen des Kleidungsstücks fanden sich zudem zwei gebrauchte Taschentücher, die mit DNA-Fragmenten des NSU-Terroristen Uwe M. behaftet waren.“ (spiegel)

An der Jogginghose selber wurde keine DNA von Uwe Mundlos festgestellt.

„Außerdem musste die Bundesanwaltschaft im Interview mit der ARD einräumen, dass innen in der Trainingshose keine DNA von Mundlos gefunden wurde. “ (BR)

Bereits neun Tage nach dem Polizistenüberfall vermutete der Onkel der erschossenen Polizistin Michele Kiesewetter, Mike Wenzel, dass eine Verbindung zu den “Türkenmorden” bestünde. Wenzels Vorgesetzter war zeitweise ausgerechnet Michael Menzel. Mike Wenzel kannte aus seiner beruflichen Arbeit beim polizeilichen Staatsschutz Böhnhardt/Mundlos!

“Auf die Frage, ob ihm beim bekanntwerden der Trio-Fahndungsfotos nach der NSU-Selbstenttarnung 2011 die Namen des Trios noch bekannt waren äußert Wenzel. “Die Namen sagten mir schon was, Zschäpe eher weniger. Mundlos, Böhnhardt ja”. (haskala)

War Michele Kiesewetter über die kriminellen Aktivitäten von Kollegen informiert? Bekam Kiesewetter etwas über die Planungen mit, Mundlos/Böhnhardt als Sündenböcke zu verkaufen? Fand sie vielleicht den NSU-Bekennerfilm auf dem Rechner eines Kollegen? Wurde sie deshalb in die Falle in der Theresienwiese gelockt? Drohte ihr Onkel den Tätern mit der Aufdeckung, indem er die Verbindung zu den „Türkenmorden“ offenlegte? Fand deshalb die NSU-„Selbstenttarnung“ nicht schon Anfang 2007 statt, obwohl der Bekennerfilm zu dem Zeitpunkt bereits fertig war? Welche Rolle spielten Ermittlungen gegen Kollegen von Michele Kiesewetter, die erst durch die „Selbstenttarnung des NSU“ 2011 beendet wurden?

Es ist so gut wie ausgeschlossen, dass das Trio ohne Mithilfe aus dem Polizei- und Geheimdienstsektor abtauchen und trotz Haftbefehl verschwinden konnte. Auch die Vorgeschichte, der aufwendige Aufbau des „Thüringer Heimatschutzes“ durch die Geheimdienste, die polizei-intern vernachlässigte Strafverfolgung der Gruppe, würde dies nahelegen.

War das Ziel, eine kleine Gruppe in den Untergrund zu schleusen, um ihnen später ungeklärte Verbrechen unterzuschieben und die Fälle scheinbar zu „lösen“? 

19 Gedanken zu „Standen bereits 1998 Böhnhardt, Mundlos als NSU-Sündenböcke fest?“

    1. Hier wurde mein sarkastischer Kommentar gelöscht, dazu:

      „Beate Zschäpe mietete 14 Jahre später das Wohnmobil an (V-MK 1121), zufälligerweise die Anfangsbuchstaben von Michele Kiesewetter, wo die erschossenen Böhnhardt, Mundlos lagen.“

      Zufälligerweise sind dies genau auch die Initialien des WM-Eigentümer und Vermieters. Mario Knust. Mehr wollte ich nicht zwischend den Zeilen schreiben.

  1. Drohten Michèle Kiesewetter und ihr Onkel Mike Wenzel mit unangenehmen Enthüllungen?

    Wenn dem bei beiden so wäre, dann fragt sich, warum sie sterben musste und er nicht? Wenzel hatte mehr Berufserfahrung und (polizeilicher Staatsschutz!) wohl den tieferen Einblick in ggf. brisante „Staatsgeheimnisse“. Es gibt aber keinerlei Berichte, dass der Tod der Nichte und Kollegin bei ihm Bedrohungsängste, Verbitterung, eisernes Schweigen oder auch nur einsilbiges Nachbeten amtlicher Positionen ausgelöst habe. Als Polizist muss er die falschen Täter-Zuschreibungen am ehesten durchschauen können – und seinen Vorgesetzten übelnehmen, die damit ja nicht Geringeres machen als die wahren Mörder seiner Nichte decken!

    1. Herr Wenzel erinnert mich an Herrn Arnold …, der Überlebende des Überfalls. Er hatte ein längeres Gespräch mit der Staatsanwaltschaft, dann änderte sich seine Aussage, laut Soko Parkplatz etc. http://friedensblick.de/20855/martin-arnold-und-das-staatsanwaltschaftliche-rede-verbot/

      Mal theoretisch nachgedacht, Herr Wenzel wäre an der „Selbstenttarnung des NSU“, an 4/11, beteiligt.

      Warum fand die Enttarnung dann nicht schon 2007 statt? Weil der NSU ja laut offizieller Geschichtsschreibung der Polizei unbekannt gewesen sein soll. Wie kam dann Wenzel kurz nach Polizistenüberfall darauf, dass ein Zusammenhang zu den „Türkenmorden“ bestand? Für mich könnte er damit die Selbstentarnung verhindert haben.
      Angenommen er wäre daran beteiligt gewesen, dann hätte er einfach nach dem Überfall geschwiegen. So dürfte er die Planungen empfindlich gestört haben.

    2. Diese ganz Passage ist nichts weiter als unbelegte Spekulation, nicht ein Anhaltspunkt.

      Ohnehin in der Aufklärergemeinde ein weitverbreiteter Trugschluss: Die Täterschaft der Uwes insgesamt wird berechtigt angezweifelt. Aber immer wieder dreht sich alles um diese Beiden, sie werden ins Theoriengebilde integriert.

      Von dem Denkmodell muss man sich nach Jahren der Begleitung doch auch mal lösen können.
      Zwischen Heilbronn und „Türkenmorden“ gibt es keinen offensichtlichen Bezug, warum sollten also die Täter gleich sein? Warum sollten die Uwes die Täter sein, bei all den fehlenden DNA-Spuren?

      Wenn das stringend zu Ende gedacht wird, kann ein Bezug zwischen Wenzel/ Kiesewetter und B/ M kaum bestehen. Wenzel zieht eine Verbindung zu den „Türkenmorden“, nicht aber zu B/ M, obwohl ihm die Namen bekannt waren; er schließt diese beiden geradezu aus (genau wie Temme indirekt).

      Ein Beamter im Staatsschutz, wie Wenzel, hat sicher Zugriff auf ganze andere Quellen. Auf viel mehr als er heute wahrscheinlich zugeben wird.

      Die angedichtet Rolle von B/ M, als geschützte Spitzel schließlich Opfer eines Komplotts geworden zu sein, und deren unablässige Wiederholung, trägt zur Deckung der echten Täter nicht minder bei.

      Wer A sagt, und schließlich B, kommt unweigerlich zum C. Nur wann?

      1. Ich habe nach Heilbronn auch eine „Verbindung“ zu den „Dönermorden“ gesehen… . Aber die lässt sich ganz einfach und weniger dramatisch erklären:

        Das Mysterium „Dönermörder“ und der Heilbronner Polizistenmord haben der Presse fette Schlagzeilen beschert. Taten ohne Täter, die eine unheimliche Wehr und Hilflosigkeit unserer Sicherheitsbehörden offenbarten. Zeitlich waren die Ereignisse knapp ein Jahr auseinander (die Präsenz des Dönerkillers hatte auch seine Freizeit)… . Der Fall der kleinen Madeline fiel bei mir nicht in das Raster (nicht auf deutschem Boden)… .
        Der Fall Bögerl wiederum schon. Einfach weil es sich dabei um außergewöhnliche Fälle gehandelt hat, denen diese Ungewissheit gemein ist.
        —–
        Als Onkel der MK, dazu noch selbst in der Verbindung „Polizist“, geht es in Ordnung, bei starker seelischer Belastung, nach einer Erklärung zu suchen und diese dann auch in einem ähnlich „großem Mysterium“ zu finden. ~ Wie das Einfluss auf irgendwas genommen hat, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht sollte man den Mann einfach mal fragen, ob er Genugtuung empfindet, jetzt da die Mörder seiner Nichte sich selbst gerichtet haben.
        Aber ganz ehrlich, die Eier hab ich nur im Internet;)

  2. Welche Tatsache deutet daraufhin, dass Böhnhardt und Mundlos bereits 1998 als Sündenböcke für Morde und Bombenanschläge feststanden?
    Ich halte es für wesentlich plausibler, dass sie zu diesem Zeitpunkt für eine flexible Verwendung auf Lager gelegt wurden. Die konkrete Verwendung als Mörder(-Sündenböcke) dürfte viel später beschlossen worden sein.
    Siegfried Mayr hatte vor einiger Zeit ein schönes Beispiel auf seinem Blog, wie das systematisch mit Dokumenten (im Beispiel ein Brief eines Mitglieds der WSG Hofmann) gemacht wird, ohne dass in diesem Augenblick schon klar ist, was dieser Brief später beweisen soll.
    Wo ist das Blog „Mayrs Biedermayr“ übrigens abgeblieben? Es scheint offline zu sein: http://siegfriedmayr.de/Blog/

    1. Vor ca. 2 – 3 Wochen hat der Herr Mayr angekündigt, deine Bloggerei zu beenden. Kurz darauf war auch schon der Blog verschwunden.
      Über WayBackMachine kann man da noch was finden.
      Wenn ich mal spekulieren darf:
      Entweder hat seine bessere Hälfte, aus Angst um den Nachwuchs, Druck gemacht, oder es gab zusätzlich an ihn ein freundlicher Hinweis aus interessierten Kreisen, seinem Nachwuchs könnte was zustoßen – wie üblich also.
      Der Herr Mayr wird sich wohl nicht dazu äußern wollen.

    2. „Wo ist das Blog „Mayrs Biedermayr“ übrigens abgeblieben?“

      Er hat sich ordnungsgemäß verabschiedet und seinen Gegnern zum Sieg gratuliert.

      Hat mich schon gewundert, das ihr für euren ehemaligen Mitstreiter nicht wenigstens ein paar Worte übrig hattet. Man sollte sich immer im Auge behalten, so viele Meuterer gibt es nicht. Der Druck muss leider mächtig gewesen sein, dass er das machen musste.

    3. Auch hier nochmals ein vernünftiger Versuch:
      Mayr war – mMn – nur auf das Aushorchen aus. Eine zwielichtige Gestalt. Anfangs mindestens gesteuert in die Sache geraten.

      Ich halte ihn für behördennah. Ein Agent.
      Im Grunde ist es nicht schade um ihn.

      1. Mit solchen (vernüftigen?) Anmerkungen und und solcher Denke wird die Aufklärung des NSU Skandals, bei dem es streng um die Sache und damit um Sachargumente gehen sollte und nicht um politische Positionen, Vermutungen und Gerüchte völlig entwertet. Schade!

        1. Die scheinbar harten Fakten sollen ja die WoMo-HKs, die FS-Schutthaufen Tatwaffen(sowohl DöMo als auch HN) und die Handschließen sein, die Blutjogginghose steht ebenfalls sehr exemplarisch für die mobile Qualität der Beweise. Dann haben wir noch das komische Video und das war’s. Nichts davon muss zwangsläufig von einem Uwe jemals gesehen oder berührt worden sein.
          An dem Maßstab gemessen gibt es einfach keine berechtigte Erwartung auf bessere Belege. Die taugen alle nichts.

        2. Aha, und daher ist mein Versuch, einen offensichtlichen Unruhestifter und Aushorcher als solchen zu entlarven, also deplatziert?

          Schau dir einfach mal das HPF, den Schmetterling, an, seinen erstes Auftreten, die Karriere beim NSU Blog, die Beziehungen zu den Massenmedien, also die Kontakte zum Kulturspiegel liefen alle über ihn, die Beziehung/ Beauftragung durch den Hajo Funke, die er selbst zugibt. Dann die dämlichen Videos, in denen er zu beweisen versuchte, Geheimagenten würden in seiner Wohnung Besteck stehlen oder vor dem Haus patrollieren. Den Rauswurf beim AK NSU und zuletzt der lahme Versuch ein Blog zu machen, der jetzt natürlich eingestellt ist.

          Der Mayr ist DIE Ausgeburt an Sachlichkeit. Ein echter Analytiker.

          Dem Typen trau ich keinen Meter über den Weg. Du darfst natürlich gerne anderer Meinung sein.

          1. Auch bei mir war Mayr immer auf dem Verdachtsradar. Die Figur war nicht schlüssig.

            Nur, das gehört nicht in einen Blog.
            Vermutungen dieser Bedeutung sind eine persönliche Justierung, sie benötigen Beweise, um den Anspruch auf Unschuldsvermutung öffentlich weg zu schieben.
            Hat er die Behördennähe nicht, dann hat er um der Sache willen einiges eingesteckt.
            Das muss sachlich gegen gestellt werden.

            Es ist letztlich die Baustelle des AK-NSU, wenn es denn eine ist.
            Dort war er aktiv, als Guter oder Böser …

  3. Wenn sogar jemand wie Wenzel (2007 ermordete Nichte, Rolle des Staates unklar) nicht die Verselbstmordung der Uwes 2011 (ebenfalls unklare Staats-Rolle) hinterfragt, sondern „bestätigt“, er habe 2007 bereits einen Zusammenhang zwischen Heilbronn und Döner-Serie gesehen (und irgendwie zusätzlich die Uwes auf dem Schirm gehabt), dann macht er sich wissentlich zu einer ganz mächtigen Stütze des offiziellen (aber bisher löchrigen) Narrativs (Döner = Ceska = NSU = BMZ), indem er die behördliche Entstehung dieses Konstrukts gleich mal vier Jahre rückdatiert, also zeitlich und räumlich vom „präparierten Sterbeort“ der Uwes weg-verpflanzt.

    Und er trägt wissentlich nicht zur Wahrheit bei, sondern zum Schutz der wahren Mörder seiner Nichte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Wenzel die Zweifel seines Berufskollegen Binninger an der Rolle des Trios nicht teilt. Schon eher, dass er (warum auch immer) sich nicht trauen kann, Binninger öffentlich zuzustimmen.

    Jedenfalls entlarvt sein Geschichtchen ein anderes offizielles Narrativ als Märchen fürs Volk, an das die Insider demnach wohl selber nie glaubten:
    Dem Volk machte man nämlich ab 2007 zwei Jahre lang weiß, eine allgegenwärtige weibliche Furie, dass Wattestäbchenphantom, habe zugeschlagen.

    Für Heilbronn (miss-)brauchte man somit von Anfang an ein Narrativ: Zunächst ein Phantom mittels der Wattestäbchen, jetzt eben NSU-BMZ mittels Wenzel.

  4. Naja das wäre wohl ein bisschen weit im Vorraus geplant gewesen.

    Was sie vergessen haben-
    Der Garagenvermieter soll genau so heissen wie Beate Zschäpe einst hies.

    Und was sollten das für Bombenbauteile auf dem Foto sein?Es sieht doch jeder das die Rohrbombe schon benutzt(aufgeplatzt) wurde.

    Was den Film angeht.
    AUf NSU Leaks kann man nachlesen das ein Teaser des Films schon vor dem Tod der 2 Nazis an die Presse verschickte wurde.Das stand auch so in der Presse.Anscheinend wollte man den ganzen Film verkaufen…was man ja später auch Tat.

    Zur KKK in Deutschland.Das halte ich für einen Witz.Da gabs ja auch schon mal einen Betrig bei Sp. TV-erinnert sich jemand?Der Herr ist übrigens später zum Islam konvertiert…

    Auch wollt ein den 80ern ein Nazi Skinhead der heute in einer Punkband singt einen KKK gründen.Das war ein absoluter Witz und obwohl der Herr sehr aktiv wahr wollte auch damals schon keiner mitmachen.

    Man sollte auch wissen der der richtige KKK in den USA nichts von Nazis(der Gruß wird dort mit der Linken Hand gemacht) hält und sich Christlich(Katholiken wurden aber zumidnest früher auch verachtet) gibt-in Europa halten die Nazis etc. aber nichts vom Christentum sondern schwärmen eher von Odin.Was soll da also die Kreuzerleuchtung(Immer falsch als Verbrennung betitelt).

    1. Meine Theorie hängt zuerst an diesem Gedicht, mit der Todesdrohung gegen „Ali“. Es ist unglaublich, dass dieses Beweismittel gerade nicht eingebracht wurde im NSU-Prozess. Das würde dafür sprechen, dass es auf einer Falschmeldung beruht. Warum stellte vor Gericht kein Prozessteilnehmer darüber einen Beweisantrag?

      Dann gibt es noch diese Warnung vom sächsischen Geheimdienst aus dem Jahr 2000, dass Trio würde Anschläge planen. Auch hier ist bis heute unbekannt, auf was es beruhte. Es würde mit den Funden in Zschäpes Garage zusammenhängen, die im Jahr 1998 gemacht wurden.

      Dann gibt es jedoch auch noch die Aussage von Carsten Schulze, er wäre Ende 1999 oder Anfang 2000 Teil einer Kette gewesen, die eine Ceska mit Schalldämpfer an das Trio ausgeliefert hätte. Er verstrickte sich jedoch in Ungereimtheiten vor Gericht, Stichwort „Galeria Kaufhof“.

      Dann der Verdacht von Beckstein, nach dem ersten Ceska-Mord, Rechtsextreme könnten verantwortlich sein. Dieser Verdacht taucht erst wieder auf nachdem 7. Mord. Dies wird jedoch vertuscht und stattdessen gesagt, es wäre erst nachden 9. Mord passiert. Ausgerechnet von den bayerischen Ermittler kam sie. http://friedensblick.de/24159/nsu-wurde-die-einzeltaetertheorie-schon-im-dezember-2005-in-auftrag-gegeben/

      Desweiteren hat Beate Zschäpe 2015 selbst vorlesen lassen, die Uwes hätten nach den Ceska-Morden gesagt: „ein Ali weniger“. http://www.fr.de/politik/rechtsextremismus/nsu-neonazi/nsu-prozess-zschaepe-nennt-namen-a-390212

      Aber zugegeben, es hört sich nicht besonders überzeugend an, dass das Trio bereits 1998 als Sündenböcke eingeplant waren. Aber ein paar Puzzleteile würden zusammenpassen. Nur schwer vereinbar ist der Heilbronner Polizistenüberfall. Wo ist das Motiv, dafür das NSU-Trio verantwortlich zu machen?

  5. Zunächst einmal: Was für eine Art Sündenbock muss man bei BMZ annehmen?
    Es gibt den unfreiwilligen Sündenbock, der oft unwissentlich, aber jedenfalls ohne bzw. gegen seinen Willen ge- bzw. missbraucht wird – ohne Rücksicht auf Verluste.

    Und den Vertrags-Sündenbock, der seine Rolle kennt und akzeptiert, weil er für ihre Ausübung einvernehmlich unter Vertrag genommen wurde und eine (ggf. über das „Dienstende“ hinausreichende) Fürsorgepflicht seines Arbeitgebers erwarten darf. Bei den Inszenierungen kennt er zumindest einen Teil des Drehbuchs und der Hintermänner, denn teilweise soll er den Bösen ja nur vortäuschen und in der Lage sein, Drehbuchänderungen ggf. schnell und zuverlässig („auf Zuruf“) umzusetzen. Außerdem muss er die Stelle genau kennen, an er die unfreiwilligen Sündenböcke verlassen bzw. verpfeifen muss, um vereinbarungsgemäß seine eigene Haut zu retten.

    Vom Basteln in der Garage des „ahnungslosen“ Polizisten mit anschließendem betreuten Abtauchen 1998 bis zum Befehl von LKA-Boss Jakstat nach der Böhnhardt-Sichtung 2003 an den ermittlungswilligen Untergebenen („Kriegen Sie nichts raus!“) lief das Trio offensichtlich als Vertrags-Sündenböcke. Die hektische Flucht in den Untergrund wirkt schon aufgrund der vorangegangenen, arg dick aufgetragenen Verhaftungspanne inszeniert. Das anschließende Ausbremsen von Fahndern kurz vor ihrem Zugriff müssen BMZ nicht unbedingt mitbekommen haben. Schon allein ihr recht unbeschwertes Leben im „Untergrund“ zeigt nämlich überdeutlich, dass sie sich der „schützenden Hand“ von Anfang an bewusst waren.

    Bis 2002, also während der ersten Döner-Morde, war Ralf Marschner als V-Mann „Primus“ in Staatsdiensten. Und zugleich betrieb er „in Zwickau eine Baufirma mit einer 15-köpfigen Belegschaft, die vor allem aus rechtsextremen Skinheads bestand“,
    https://www.watson.ch/Schweiz/International/499943294-10-NSU-Morde–4-Jahre-Prozess–1-neue-Spur–Sie-f%C3%BChrt-direkt-nach-St-Gallen .

    Einer dieser Arbeiter war Uwe Mundlos. Das Gericht in München sieht keine Notwendigkeit Marschner zu befragen. Vielleicht hat das prozesstaktische Gründe und man will das Prozessergebnis nicht abhängig machen von einer Befragung, der sich der jetzt in der Schweiz lebende Marschner vermutlich erfolgreich entziehen würde (siehe Ceska-Lieferkette).

    Aber man hat sich ja nicht einmal die Mühe gemacht, wenigstens einige der 14 Arbeits- und Gesinnungskollegen von Mundlos vor Gericht zu zerren. Obwohl seit über vier Jahren unzählige und meist absehbar unbrauchbare Zeugen aufmarschieren mussten: unpolitische Friseusen, überforderte alleinerziehende Hartzerinnen und Die-kenn-ich-doch-aus-dem-Supermarkt-Zeugen.

    Die kuschelige Nähe des Staates zu BMZ von 1998 – 2003 ist nicht nur eine unübersehbare Tatsache, sondern eine, von der „der Staat“ anscheinend selber gar nicht will, dass sie übersehen wird. Eine Tatsache, die er eher schon fast kokett-provozierend selber präsentiert. Obwohl er sich selber damit gemäß Narrativ in den dringenden (aber tatsächlich substanzlosen) Verdacht der Mörder-Komplizenschaft bringt. Und obwohl anderswo eine vergleichbar großzügige Gleichgültigkeit nicht zu erkennen ist (siehe reihenweise sterbende Zeugen).

    Dafür muss es einen wichtigen Grund geben. Vermutlich soll eine unterschwellige Botschaft gesendet werden: Wenn wir schon BMZ 1998 – 2003 als Vertrags-Sündenböcke führten (wenn auch mit evtl. damals amtlicherseits „wirklich übersehenem“ Doppelleben?) , dann kann man angesichts Loyalitätspflicht und einer verheerenden abschreckenden Wirkung auf andere V-Leute doch nicht unterstellen, WIR hätten etwas mit der Ermordung der Uwes 2011 zu tun, d.h. wir hätten sie treu- und schamlos als unfreiwillige Sündenböcke benutzt und ihre Leben geopfert.

    Denn andererseits will „der Staat“ gar nicht so richtig verhindern, dass die offiziellen Suizide vom 4.11.11 inoffiziell als Ermordung durchschaut werden. Für einen wirklichen Verhinderungswillen ist die Schneise der (unnötig, d.h. vermeidbar!) vorhandenen Mordspuren einfach zu breit.

    Ich bin immer noch der Ansicht, dass die „entdeckbare Ermordung“ zweier offiziell suizidierter schlimmer Nazis ein Anbiederungs-Signal an den schwer kontrollierbaren Erdogan war, dessen geostrategische Kooperation gerade 2011 (Arabellion, Gaddafi-Sturz, Beginn des Krieges in Syrien) dringend gebraucht wurde. 2007 hatte er mit einer Massenverhaftung der sog. Ergenekon-Verschwörer einen tiefen Staat ausgehoben, der ihn den Islamisten hasste und zugleich mit der NATO eng verbandelt war. Die Prozesse zogen sich bis 2011 hin, ja erreichten gerade damals ihren Höhepunkt, als es der NATO am wenigsten in den Kram passte.

    Innenpolitisch stellt die „Antifa“ keine dummen Fragen, sondern freut sich, dass – durch wen auch immer – böse Nazis ihre gerechte Strafe bekommen haben. Für die eitle Seele Erdogans ist es Balsam genug, wenn der fremde Staat nur so tut, als wolle er oder staatsnahe Kräfte Türkenfeinde wegmorden; Hauptsache als Ergebnis liegen da dann sichtbare Mörderleichen.

    Für den Seelenfrieden an den Stammtischen der Durchschnittsdeutschen muss es aber zur Vorstellung, ihr Staat könnte gemordet haben, Gegenargumente geben. Wie eben die Geschichte der Vertrags-Sündenböcke, denen ein noch so konspirativer, aber „anständiger“ und vernünftiger Staat doch keinen Dolch in den Rücken stoßen wird.

    In welchem Verhältnis BMZ dann 2003 – 2011 zum Staat standen, ist eine spannende Frage. Ob es sich bei den beiden Ermordeten wirklich um die beiden Uwes handelt, wurde allerdings auch auf dieser Seite schon mal in Frage gestellt (jedenfalls hinsichtlich Böhnhardt anhand einer Tätowierung) und ist jetzt jedenfalls aus der Asche der Toten nicht mehr rekonstruierbar.

    Die Rolle der Beate Zschäpe (unschuldig selbstbezichtigend? freiwillig mehrjährige U-Haft?) ist allerdings nach wie vor völlig offen. Bei Verena Becker gab es mal die Andeutung, dass sie beim Hin und Her zwischen Zelle und Krankenhaus all die Jahre nicht immer wirklich dort gewesen sein soll, wo sie angeblich offiziell war.

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