Gefundene NSU-Schusswaffen: Polizisten widersprechen sich gegenseitig

Verdächtige DNA-Spuren und Fingerabdrücke, die bei den 29 NSU-Tatorten sichergestellt wurden, stimmen nicht mit Beate Zschäpe, Uwe Mundlo und Uwe Böhnhardt überein. Deshalb kommt umso größere Bedeutung den Beweismitteln zu, die in Zschäpes Wohnung, bzw. im Schutthaufen davor, gefunden wurden, genauso wie die Gegenstände im Wohnmobil mit den erschossenen Böhnhardt, Mundlos.

Von größter Bedeutung ist die Ceska mit Schalldämpfer, mit der eine Mordserie verübt wurde, sowie die geraubten Dienstwaffen der überfallenen Heilbronner Polizisten Michele Kiesewetter und Martin Arnold.

Die gerichtlichen und parlamentarischen Aussagen der bei der Tatortarbeit beteiligten Polizisten schließen sich jedoch teilweise gegenseitig aus. Wer lügt, wer sagt wahrheitsgemäß aus? Oder lügen alle, um die Aufklärung zu vernebeln?

Heilbronner Polizistenwaffen

Laut Darstellung der Bundesanwaltschaft wären die Dienstwaffen der überfallenen Polizisten Michele Kiesewetter und Martin Arnold im Wohnmobil gefunden worden.

Darstellung Polizeichef Michael Menzel

Der parlamentarische NSU-Untersuchungsausschuss (PUA) in Thüringen befragte am 31.03.2014 den damaligen Chef der Dienstellen Eisenach, Gotha und Ilmenau, Michael Menzel. Er leitete den Polizeieinsatz gegen die (angeblichen) Bankräuber Mundlos, Böhnhardt.

Er betrat gegen 12:30 das Fluchtauto, ein Wohnmobil, mit den beiden darin liegenden erschossenen Bankräubern. Laut Menzels Darstellung hätte er eine intakte Polizei-Patrone auf dem Tisch bemerkt. Sie wäre aus einer verschmorten Schusswaffe ausgetreten. Der Brand hätte den Magazinboden der Waffe aufgeweicht. Folgendes Tatortfoto, nachweislich in Stregda gemacht, zeigt den Fund.

Daher wäre schnell die Waffennummer in den Fahndungsbestand der Polizei eingegeben worden. Die Datenbank ergab, dass es sich um die Dienstwaffe Kiesewetters handelte.

Der thüringer PUA-Abschlussbericht schließt sich dieser Darstellung an.

„(…) da die ermittelnde Beamtin vor Ort die Individualnummer dieser Pistole mit dem Fahndungsbestand der Polizei abgeglichen und einen entsprechenden Hinweis erhalten habe. 

Unmittelbar darauf habe er gegen 16:30/17:00 Uhr Kontakt mit dem damaligen Leiter der SoKo Parkplatz aufgenommen und ihn für den Samstagmorgen eingeladen.“  Abschlussbericht, PUA-Thüringen, Seite 1275, RN 1771

Auch im NSU-Prozess macht der Zeuge Menzel diese Aussage:

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In einem Sachstandsbericht schreibt Menzel an den Staatsanwalt Klüpfel in Meiningen am 05.11.2011:

Noch bei der Tatortaufnahme konnte im Wohnmobil eine Waffe der Marke P 2000 gefunden werden, die anhand der Nummer einem Tötungsdelikt in Heilbronn im Jahr 2007 zugeordnet werden. (…)

Auch die zweite Dienstwaffe wurde später in dem ausgebrannten Wohnmobil aufgefunden.“

In einer Pressekonferenz Menzels, kurz nach dem 04.11., ist von einer Dienstwaffe die Rede. Es wird im MDR von sieben gefundenen Waffen berichtet, laut Bundeskriminalamt (BKA) wären im Wohnmobil jedoch acht gewesen. Menzel:

„Am Freitag Abend war klar: Es dürfte sich hierbei um die Waffe handeln, die bei dem heimtückischen Überfall auf unser Kollegen am 25.04.2007 in Heilbronn entwendet worden ist. Es handelt sich hierbei um eine Polizeidienstwaffe.“

Diese Darstellung wird auch vom Baden-Württemberger Ermittler Manfred Nordg. bestätigt. Er wäre am 04.11. gegen 19:15 telefonisch informiert worden: „Die Waffe Kiesewetter ist gefunden worden“. (haskala)

Der am 04.11.11 am Wohnmobil eingesetzter Polizist Bau. berichtete von einer gefundenen Dienstwaffe. „Es war für mich ziemlich verblüffend, die Tatwaffe von Michele Kiesewetter, das die so schnell gefunden wurde“, das sei sehr zügig gegangen. Ratzifatzi, so der Zeuge.

Es gibt drei große Probleme:

1. In einer Schusswaffe befindet sich eine am Magazinboden befestigte Feder, die die Patronen nach oben in den Lauf drückt. Bevor eine Patrone am Magazinboden entweichen kann, muss die im Magazin befindliche Feder samt Boden entfernt sein.

Tatsächlich asservierte die thüringer Spurensicherung eine „Metallfeder“, Sp. 1.4/173.8, „(mglw. Magazinfeder)„. Sie stellte sich jedoch bei der Untersuchung  im Bundeskriminalamt (BKA) als ein elektronisches Bauteil heraus.

„– 1.4.173.8 eine Metallfeder von ca. 9cm Länge und ca. 2cm Durchmesser, – 1.4.173.9 ein ca. 6cm langes Teil einer aufgebogenen Metallfeder,“ (nsu-leaks)

Ansonsten gab es im Wohnmobil keine Federfunde. Bei der öffentlichen Präsentation der Waffen, war kein Magazin, also keine Feder in Kiesewetters Waffe vorhanden.

2. Die Abfrage der Waffennummer fand im „Informations- und Auskunftssystem der deutschen Polizei“ (INPOL) erst nach 23:00 Uhr statt!

„Der Abg. Dittes spricht nochmal an, dass die Waffe von Frau Kiesewetter ja erst nach 23 Uhr gefunden wurde und erst dann die INPOL-Abfrage stattfand (…).“ (haskala)

Es stellt sich daher die Frage, wie schon am Spätnachmittag die Verbindung nach Baden-Württemberg zustande kam.

3. Wenn eine Pistole so lange im Feuer liegt, dass ihr Magazinboden aufweicht, entzünden sich durch die Hitzeinwirkung die Patronen.

Aufgrund dieser Ungereimtheiten verhört der thüringer U-Ausschuss seit 2015 u. a. Polizeibeamte, die in Stregda bei der Spurensicherung mit Menzel anwesend waren. Auf diesem Foto ist die Gruppe bei der „Tatortarbeit“ zu sehen.

Kriminaloberkommissarin Sylvia Mi.

Sie war wie Menzel im Wohnmobil. Sie sah auf dem Tisch „ein Teilstück einer Waffe“ und messingfarbene Patronen„, sowie auf dem Boden der Nasszelle eine Pistole. Sie bat den Kollegen Ho., „die Waffe zu bergen“. Gegen 16:00 gab es in einer Halle, wo das Wohnmobil abgeschleppt wurde, einen unbestimmten Hinweis, dass es eine der geraubten Heilbronner Polizeiwaffen wäre. 

„Wenn ihr jemand gesagt hätte: „Das ist die Waffe von Kiesewetter“, hätte sich das eingebrannt, deswegen geht sie davon aus, dass es keinen Personenhinweis gab.“ (hajo-funke

Gegen „22 Uhr oder 22.30 Uhr“ bemerkte sie einen thermisch verformten „Revolver“ auf dem Tisch! Wegen des Brandschuttes erkannte sie ihn erst „beim genaueren hinschauen“, so die Zeugin. 

KOK Tilo Ho.

Laut des Beamten wäre von ihnen eine Pistole, Typ P10, aus der Nasszelle entnommen worden. Er hätte die Waffe selbst fotografiert und dazu eine Spurentafel in die Nasszelle gestellt. Die Kamera mit den Fotos hätte er dann Frau Mi. gegeben. 

Die Abgeordnete König fragte nach, ob die Spurentafel bereits in Stregda im Wohnmobil aufgestellt wurde oder danach. Ho.s Antwort:

„Ich kann es nicht sagen. Da müsste man im Tatortbefund gucken.“

Kriminalhauptkommissarin Kn.

Sie stand in Stregda außerhalb, direkt neben dem Wohnmobil, als die Waffe entnommen wurde. Die Beamtin Mi. übergab dem Polizisten Kö. eine Waffe. Anhand der „Nummer auf der Patrone“ hätte Kö. geschlossen, „dass es sich höchstwahrscheinlich um eine Behördenwaffe handelt.“ Laut Kn. gelang diese Identifizierung nicht „anhand der Waffe.“  Die Waffe wurde an Fra Mi. zurückgegeben.

Kn. fragte daraufhin die Nummer der Waffe ab. Das Ergebnis war, dass es sich um die Dienstwaffe von Arnold handeln würde. Ihr sei schon „ein Schauer über den Rücken gelaufen“, als sie vom Ergebnis am Telefon erfuhr. (haskala)

Nachdem das Wohnmobil abgeschleppt war, notierte sie später die Nummern der anderen gefundenen Waffen. „Ich habe dann praktisch die Waffenabfragen gemacht, per Telefon“, berichtet die Zeugin. 

Waffenexperte und Ermittler Kö.

Laut des Beamten wurde ihm gegen 14:45 eine Heckler-&Koch-Pistole aus dem Wohnmobil überreicht. Er „entlud“ die Waffe, entfernte eine Patrone aus dem Lauf. Dabei stellte er Behördenmunition fest. Die aufgedruckte Polizeinummer war MEN-0680603.

Er sah an der Waffe keine „Bestempelung vom Bundesland“, die an polizeilichen Dienstwaffen eingraviert wird. Die Waffennummer 116-010514 „wurde mir übergeben. Auf die Frage wieviele Waffennummern er gesehen hätte, antwortete er den Abgeordneten, dass es an Schusswaffen „eigentlich nur eine Waffennummer gäbe“.

Nach dem Abschleppen des Wohnmobils hätte er und seine Kollegen diese Abfrage gemacht. Dabei kam heraus, dass die von dem Polizisten Herrn Arnold ist.“

Polizeivollzugsbeamter Markus Sch.

Sch. war am 4.11. als Praktikant in Stregda eingesetzt und stand neben dem Wohnmobil. Auch in der Halle war er anwesend, wohin das Wohnmobil gegen 15:30 abgeschleppt wurde.

Er bestätigte dem PUA, dass in Stregda eine Waffe entnommen und auf dem Gehweg untersucht wurde. Es befand sich in einer Kartonage. In der Halle hätte sich die Waffe durch Abfrage der Nummer als die Dienstwaffe Kiesewetters herausgestellt!

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Probleme:

1. Laut Menzel wäre die Verbindung zum Heilbronner Polizistenüberfall über die Dienstwaffe Kiesewetters zustande gekommen.

2. Die Darstellung von Ho., die Waffe wäre aus der Nasszelle geholt worden, weist Menzel zurück. In seiner Befragung im thüringer PUA wies er darauf hin, dass die Leichen vor der Türe der Nasszelle gelegen hätten.

„Nicht nur das ähm man muss die Tür öffnen können, wenn ich mich richtig erinnere (…) haben die Leichen vor dem Öffnungsbereich der Türe, ich hätte gegebenenfalls eine Veränderung der Leichen bedurft. Es hat sich für mich vollkommen ausgeschlossen hier eine unqualifizierte Tatortarbeit zu machen (…). Ich bitte nochmal drum. Ich habe keine Röntgenaugen. (…).

Nachfrage V.D. Marx (SPD): Also das würde auch dafür sprechen wenn sie sagen, dass die Tür sozusagen hätte man die Leichen übersteigen müssen vielleicht sogar bewegen müssen, dass diese Tür eventuell erst in der Halle geöffnet worden ist.

Menzel: Das weiß ich nicht.“

Dazu im Gegensatz stehen die Aussagen von Kn. und Kö., die außerhalb des Wohnmobils waren: Es wäre eine Waffe aus dem Wohnmobil ihnen übergeben worden. Die Waffennummer war die von Arnolds Dienstwaffe.

3. Gegen das Auffindung der Dienstwaffe Arnolds spricht jedoch das Fehlen eines Hoheitszeichen. Desweiteren sah Kö. nur eine Waffennummer. Die Dokumentation in den Ermittlungsakten spricht jedoch von einer Waffennummer im Schlitten und einer weiteren im Griffstück, gut sichtbar. Unklar ist, ob Kö. die Waffenummer selber von der Waffe ablas oder ob ihm die Nummer in Papierform „übergeben“ wurde und er sie sich vom Zettel abschrieb.

Gegen eine Dienstwaffe spricht weiter, dass Ho. die Waffe als eine „P10“ identifizierte, nicht als eine „P2000“, wie sie Arnold hatte!

4. Die Spurensicherung der Waffe, die in der Nasszelle gewesen wäre, war mangelhaft. In den im Internet veröffentlichten Polizeiakten gibt es nur ein Tatortfoto. Dort sind keine Einzelheiten, Details der Waffe erkennbar. Außerdem steht die Spurentafel unnatürlich im Foto. 

Es ist desweiteren unglaubwürdig, dass Ho. sich nicht erinnern kann, wann er die Tafel in der Nasszelle aufstellte. Da die Waffe  in Stregda entnommen worden wäre, müsste das Foto dort gemacht worden sein.

5. Eine weitere Ungereimtheit ist, dass das BKA eine andere Patronen-Nummer identifizierte als Ermittler Kö.. Die Patrone mit der Asservatennr. 1.5/2.0 hatte laut Landeskriminalamt (LKA) Thüringen die Nummer MEN 06B0603; das BKA stellte jedoch eine eingravierte Nummer MEN 05B0503 fest!

Laut der Sonderkommission „Parkplatz“ waren in den geraubten Heilbronner Dienstwaffen Patronen mit den Nummern MEN05B0503! Dazu im Gegensatz bestätigt auch die Asservatenliste des LKAs Kö.s Darstellung: Die Patrone, der am Wohnmobil entnommenen Waffe, hatte die Nummer MEN 06B0603!

Es stellt sich die Frage, wie diese Polizeimunition in die Hände des NSU geraten konnte. Es wurde in Zwickau weitere Polizeimunition, sogar verpackt, gefunden. 14 Polizeipatronen mit der Nummer MEN04A501, 2 weitere mit der Nummer MEN04A501!

6. Laut des Spurenbandes sicherte am 04.11. der Beamte Ho. die Dienstwaffe von Arnold, die Patrone kam in eine „Munitionstüte“. Aus dem Lauf der Waffe Kiesewetters hätte Ho. ebenfalls eine Patrone entfernt, die gleichfalls in eine Munitionstüte kam. Am 05.11. entnimmt der Ermittler Pi. nochmals eine Patrone aus dem Lauf dieser Waffe. Anmerkung: In einen Lauf dieser Waffe passt nur eine Patrone. Sie wurde zweimal entladen?

Abgerundet wird das Chaos durch die Aussage eines Feuerwehrmannes, der in Stregda im Wohnmobil war und Fotos machte. Er berichtete im Juni 2015 dem thüringer Ausschuss, dass er keine Handfeuerwaffen gesehen hat.

Ceska mit Schalldämpfer

Die Bundesanwaltschaft verkündete am 11.11.11 vormittags, dass die Mordwaffe Ceska 83 in Zschäpes Wohnung gefunden worden wäre. An dem Tag kam die Waffe überhaupt erst in die BKA-Fachabteilung, die die Beschusstests durchführte, Abteilung “KT 21″ (Waffenforensik).

Polizeihauptmeister Frank Lenk war Brandermittler für den Brand in Zschäpes Wohnung und vom 4. bis zum 28. November 2011 zuständig für alle dort gefundenen Beweise. Lenk sagte im NSU-Prozess aus. Es wäre “festgelegt worden”, dass …

“… die relevanten Spuren direkt in Kisten oder Beutel gepackt und zur Polizeidirektion Zwickau verbracht werden ohne eine Dokumentation vor Ort.“

Dafür hätte es eine “Anweisung des Vorgesetzten”gegeben. Dessen Name ist Lenk “nicht erinnerlich”. Als die Ceska-Waffe am 09.11.11 gefunden wurde, wäre er nicht dabei gewesen!

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Im sächsischen PUA sagte Polizeihauptmeister Lenk offenbar etwas anderes aus: Er selbst hätte veranlasst, die im Schutt aufgefundenen Waffen nicht zu fotografieren, sondern gleich abtransportieren zu lassen. 

Auffinder Polizeischüler Jörn N.

Jörn N. war Polizeianwärter in der Polizeifachschule Chemnitz, als er am 9.11.2011 die Ceska gefunden hätte.

Im NSU-Prozess sagte er aus, dass er die Pistole mit Schalldämpfer im Laufe des Nachmittags aus dem Schutthaufen gezogen hätte. Dann hätte er den Fund zu einem Polizeiauto getragen. Dort sei sie in eine Plastiktüte gesteckt und verpackt worden. Er konnte sich nicht erinnern, ob der Fund mit Fotos dokumentiert wurde, und welcher Person er die Pistole übergeben habe.

Im sächsischen PUA sagte offenbar er gleichfalls etwas anderes aus: Er hätte die Auffindesituation im Schutthaufen selbst fotografiert! Auf Nachfrage korrigierte er sich, nicht er sondern ein Beamter vor Ort hätte ein Foto gemacht. Er habe die Waffe wieder abgelegt und fotografieren lassen.

„Ich kann mich nicht erinnern, welchem Beamten wir die Fundstücke überreicht haben.“ (Hamburger-Abendblatt)

Abgerundet wird das Chaos durch die Aussage des thüringer Zielfahnders Seven Wunderlich. Er sagte dem PUA des Bundestages, dass der Fund der Ceska bereits am 06. oder 07.11.11 „spruchreif“ gewesen wäre. 

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Wunderlichs Schilderung wird dadurch gestützt, dass die Ceska die polizeiinterne Waffen-Nummer W4 (Waffe 4) erhielt. Die ersten drei Waffen wurden am 05. und 06.11. gesichert (W1-W3). Die Ceska wäre aber erst am 09.11. gefunden worden, genauso wie Waffe Nr. 5. Dagegen tauchte Waffe Nr. 6 schon am 06.11 auf. Waffe Nummer 10 am 08.11. Die restlichen Waffen, Nummern 7, 8 und 11, kamen am 09.11. aus dem Schutthaufen zum Vorschein.

Wenn die Ceska erst am 09.11. gefunden worden wäre, wäre anzunehmen, dass sie eine höhere Nummer bekommt.

Auch Aussagen des Leiters der sächsischen Ermittlungsgruppe „Frühling“, Swen Ph., legen einen früheren Fund der Ceska nahe. Zwar bestätigte Ph., dass die Ceska erst am 09.11.11 gefunden wurde, jedoch wäre sie bereits am 10.11.11 durch „Beschussversuche“ als Mordwaffe der Serie festgestanden. 

Aufgrund dieser chaotischen Beweisaufnahme erübrigt es sich, eine Täterschaft des sogenannten NSU-Trios anzunehmen, geschweige denn die Öffentlichkeit weiter damit anzuschmieren.

7 Gedanken zu „Gefundene NSU-Schusswaffen: Polizisten widersprechen sich gegenseitig“

  1. Es ist die Fülle von Indizien, die m.E. eindeutig belegt, dass das ganze NSU Märchen eine in aller Eile vorgenommene Inszenierung ist, die einem wie auch immer gearteten Zeitdruck geschuldet ist. Allein schon die Tatsachen, dass Waffenfunde ohne Dokumentation vorgenommen wurden, dass man angeblich den Namen bzw. Position des Vorgesetzten nicht mehr weiß, um nur mal zwei zu nennen. Man hat wohl nicht damit gerechnet, dass die Ermittlungsakten öffentlich bekannt würden und glaubte daher, dieses zusammengeschusterte Konvolut würde schon hinhauen, man hat ja eine willfährige Pressemeute zur Hand. Dank der verdienstvollen Arbeit einiger weniger, hier besonders fatalist und der AK NSU, auch dieser Blog hier u.A., ist dieses Konstrukt gescheitert und man konnte sehen, zu was dieser „Sicherheitsapparat“, der de facto fürs Gegenteil zuständig ist, sowohl fähig als auch willig ist.

    MfG

  2. Die fehlenden je 2 Waffennummern bei den BKA-Gutachten zu den P2000 fehlen. Im Tatortbefund fehlt jedoch nur je 1 Waffennummer von insgesamt 3.

    Eine unbeschädigte P2000 im Bad haette Fingerabdrücke aufweisen müssen. Die fehlen aber auch.

    Made in C2echoslovakia gibt es auch im Heimatschutz-Foto, nicht nur im Tatortbefund. Immer noch nicht überprüft?

    1. Ich las irgendwo, dass laut des Beamten Tilo Ho. die Waffe aus der Nasszelle um 16:30 als Kiesewetters Dienstwaffe identifiziert worden wäre. Durch die Abfrage.

      Aber ich fand es nicht mehr, deshalb bin ich unsicher, ob es stimmt und hab es rausgelassen! Das wäre noch das i-Tüpfelchen, das „Schmankerl“ zu dem ganzen aufgezeigten Wahnsinn.

      Wäre verbunden, wenn das mir mitgeteilt wird.

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