NSU: In Zschäpes Garage ist noch heute Sprengstoff

öhnhardt, Mundlos und Zschäpe waren verdächtig, im Herbst 1997 Bomben-Attrappen gebaut zu haben, und sie per Post zu verschicken oder an öffentlichen Gedenkorten zu deponieren. Das Trio mietete tatsächlich drei Garagen an, eine gehörte einem Polizisten:

“Zwei Garagen gehörten dem mutmaßlichen Täter Böhnhardt, eine Garage aber hatte Beate Zschäpe von einem Polizeibeamten namens Apel gemietet. Frau Zschäpe ist eine geborene Apel. Die Namensgleichheit war aber Zufall.” (faz)

“Garagenvermieter will von Sprengstoff nichts gewusst haben

Der Vermieter der Garage, die das spätere NSU-Trio als Bombenwerkstatt genutzt hatte, will von dem Sprengstoff-Fund 1998 nichts gewusst haben. Erst nach dem Auffliegen der mutmaßlichen Rechtsterroristen 2011 habe er erfahren, dass sich anderthalb Kilo TNT in seiner Garage befunden hatten.” (mdr)

Darüberhinaus hat Beate Zschäpe einen Cousin namens Stefan Apel, der “zum Kern der Kameradschaft Jena gehörte”. Zufälligerweise hätte der Vermieter der Garage einen Sohn namens Stefan Apel, der mit dem Cousin jedoch nicht identisch wäre.

“Cousin Stefan Apel zum Kern der Kameradschaft Jena gehörte. Sie fragt den Polizisten: “Der Name Stefan Apel sagt ihnen nichts?”, der antwortet “Doch dass ist mein Sohn!”. Für einen kurzen Moment ist Ruhe im Sitzungssaal. Dann fährt er fort “Ich habe einen Sohn, der heisst Stefan Apel”, aus Nachfragen ergibt sich, dass dieser 1973 geboren sei und heute im Klinikum arbeite. Auf Grund vorliegender Aktenerkenntnisse können die Abgeordneten aber scheinbar ausschließen, dass es sich um die selbe Person handelt.” (haskala)

Drei Beamte des Thüringer Landeskriminalamtes (LKA) führten drei Tage eine Observation Böhnhardts durch. Doch …

“… bereits nach drei Tagen war die Observation durch das LKA gestoppt worden. Stattdessen übernahm nun das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) die Ausspähung Böhnhardts.

Warum dies damals geschah, hat der Ausschuss in Erfurt bislang nicht klären können. Die drei eingesetzten Polizisten nannten vor dem Gremium den damaligen Vorgang eine absolute Ausnahme. Weder davor noch danach habe es jemals eine LKA-Observation gegeben, die an den Verfassungsschutz abgegeben werden musste. Gleichzeitig gaben sie an, sie hätten bereits während ihres Einsatzes den Eindruck gehabt, dass sie nicht die Einzigen gewesen seien, die den Neonazi überwachten. „Wir bekamen mit, dass da schon jemand anderes dran war an Böhnhardt. Wir wissen aber bis heute nicht, wer das war“, sagte einer der Beamten.” (fr-online)

Oktober 1997, Verfassungsschutz weiß über Garagen Bescheid

Schon am zweiten Tag der geheimdienstliche Beobachtung …

“… soll ein einzelner Beamter des Dienstes Böhnhardt dabei beobachtet haben, wie er die in dem unübersichtlichen Garagenkomplex verborgene Bombenwerkstatt aufsuchte. Das LKA wurde allerdings erst anderthalb Monate später darüber informiert – warum das so lange dauerte, ist ungeklärt.” (ebd)

– See more at: http://friedensblick.de/1100/vorgeschichte-des-trios-bis-zur-nsu-gruendung/#sthash.P2F0NI0N.dpuf

Oktober 1997, Böhnhardt wird beobachtet

Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe waren verdächtig, im Herbst 1997 Bomben-Attrappen gebaut zu haben, und sie per Post zu verschicken oder an öffentlichen Gedenkorten zu deponieren. Das Trio mietete tatsächlich drei Garagen an, eine gehörte einem Polizisten:

“Zwei Garagen gehörten dem mutmaßlichen Täter Böhnhardt, eine Garage aber hatte Beate Zschäpe von einem Polizeibeamten namens Apel gemietet. Frau Zschäpe ist eine geborene Apel. Die Namensgleichheit war aber Zufall.” (faz)

“Garagenvermieter will von Sprengstoff nichts gewusst haben

Der Vermieter der Garage, die das spätere NSU-Trio als Bombenwerkstatt genutzt hatte, will von dem Sprengstoff-Fund 1998 nichts gewusst haben. Erst nach dem Auffliegen der mutmaßlichen Rechtsterroristen 2011 habe er erfahren, dass sich anderthalb Kilo TNT in seiner Garage befunden hatten.” (mdr)

Darüberhinaus hat Beate Zschäpe einen Cousin namens Stefan Apel, der “zum Kern der Kameradschaft Jena gehörte”. Zufälligerweise hätte der Vermieter der Garage einen Sohn namens Stefan Apel, der mit dem Cousin jedoch nicht identisch wäre.

“Cousin Stefan Apel zum Kern der Kameradschaft Jena gehörte. Sie fragt den Polizisten: “Der Name Stefan Apel sagt ihnen nichts?”, der antwortet “Doch dass ist mein Sohn!”. Für einen kurzen Moment ist Ruhe im Sitzungssaal. Dann fährt er fort “Ich habe einen Sohn, der heisst Stefan Apel”, aus Nachfragen ergibt sich, dass dieser 1973 geboren sei und heute im Klinikum arbeite. Auf Grund vorliegender Aktenerkenntnisse können die Abgeordneten aber scheinbar ausschließen, dass es sich um die selbe Person handelt.” (haskala)

Drei Beamte des Thüringer Landeskriminalamtes (LKA) führten drei Tage eine Observation Böhnhardts durch. Doch …

“… bereits nach drei Tagen war die Observation durch das LKA gestoppt worden. Stattdessen übernahm nun das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) die Ausspähung Böhnhardts.

Warum dies damals geschah, hat der Ausschuss in Erfurt bislang nicht klären können. Die drei eingesetzten Polizisten nannten vor dem Gremium den damaligen Vorgang eine absolute Ausnahme. Weder davor noch danach habe es jemals eine LKA-Observation gegeben, die an den Verfassungsschutz abgegeben werden musste. Gleichzeitig gaben sie an, sie hätten bereits während ihres Einsatzes den Eindruck gehabt, dass sie nicht die Einzigen gewesen seien, die den Neonazi überwachten. „Wir bekamen mit, dass da schon jemand anderes dran war an Böhnhardt. Wir wissen aber bis heute nicht, wer das war“, sagte einer der Beamten.” (fr-online)

Oktober 1997, Verfassungsschutz weiß über Garagen Bescheid

Schon am zweiten Tag der geheimdienstliche Beobachtung …

“… soll ein einzelner Beamter des Dienstes Böhnhardt dabei beobachtet haben, wie er die in dem unübersichtlichen Garagenkomplex verborgene Bombenwerkstatt aufsuchte. Das LKA wurde allerdings erst anderthalb Monate später darüber informiert – warum das so lange dauerte, ist ungeklärt.” (ebd)

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Oktober 1997, Böhnhardt wird beobachtet

Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe waren verdächtig, im Herbst 1997 Bomben-Attrappen gebaut zu haben, und sie per Post zu verschicken oder an öffentlichen Gedenkorten zu deponieren. Das Trio mietete tatsächlich drei Garagen an, eine gehörte einem Polizisten:

“Zwei Garagen gehörten dem mutmaßlichen Täter Böhnhardt, eine Garage aber hatte Beate Zschäpe von einem Polizeibeamten namens Apel gemietet. Frau Zschäpe ist eine geborene Apel. Die Namensgleichheit war aber Zufall.” (faz)

“Garagenvermieter will von Sprengstoff nichts gewusst haben

Der Vermieter der Garage, die das spätere NSU-Trio als Bombenwerkstatt genutzt hatte, will von dem Sprengstoff-Fund 1998 nichts gewusst haben. Erst nach dem Auffliegen der mutmaßlichen Rechtsterroristen 2011 habe er erfahren, dass sich anderthalb Kilo TNT in seiner Garage befunden hatten.” (mdr)

Darüberhinaus hat Beate Zschäpe einen Cousin namens Stefan Apel, der “zum Kern der Kameradschaft Jena gehörte”. Zufälligerweise hätte der Vermieter der Garage einen Sohn namens Stefan Apel, der mit dem Cousin jedoch nicht identisch wäre.

“Cousin Stefan Apel zum Kern der Kameradschaft Jena gehörte. Sie fragt den Polizisten: “Der Name Stefan Apel sagt ihnen nichts?”, der antwortet “Doch dass ist mein Sohn!”. Für einen kurzen Moment ist Ruhe im Sitzungssaal. Dann fährt er fort “Ich habe einen Sohn, der heisst Stefan Apel”, aus Nachfragen ergibt sich, dass dieser 1973 geboren sei und heute im Klinikum arbeite. Auf Grund vorliegender Aktenerkenntnisse können die Abgeordneten aber scheinbar ausschließen, dass es sich um die selbe Person handelt.” (haskala)

Drei Beamte des Thüringer Landeskriminalamtes (LKA) führten drei Tage eine Observation Böhnhardts durch. Doch …

“… bereits nach drei Tagen war die Observation durch das LKA gestoppt worden. Stattdessen übernahm nun das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) die Ausspähung Böhnhardts.

Warum dies damals geschah, hat der Ausschuss in Erfurt bislang nicht klären können. Die drei eingesetzten Polizisten nannten vor dem Gremium den damaligen Vorgang eine absolute Ausnahme. Weder davor noch danach habe es jemals eine LKA-Observation gegeben, die an den Verfassungsschutz abgegeben werden musste. Gleichzeitig gaben sie an, sie hätten bereits während ihres Einsatzes den Eindruck gehabt, dass sie nicht die Einzigen gewesen seien, die den Neonazi überwachten. „Wir bekamen mit, dass da schon jemand anderes dran war an Böhnhardt. Wir wissen aber bis heute nicht, wer das war“, sagte einer der Beamten.” (fr-online)

Oktober 1997, Verfassungsschutz weiß über Garagen Bescheid

Schon am zweiten Tag der geheimdienstliche Beobachtung …

“… soll ein einzelner Beamter des Dienstes Böhnhardt dabei beobachtet haben, wie er die in dem unübersichtlichen Garagenkomplex verborgene Bombenwerkstatt aufsuchte. Das LKA wurde allerdings erst anderthalb Monate später darüber informiert – warum das so lange dauerte, ist ungeklärt.” (ebd)

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Oktober 1997, Böhnhardt wird beobachtet

Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe waren verdächtig, im Herbst 1997 Bomben-Attrappen gebaut zu haben, und sie per Post zu verschicken oder an öffentlichen Gedenkorten zu deponieren. Das Trio mietete tatsächlich drei Garagen an, eine gehörte einem Polizisten:

“Zwei Garagen gehörten dem mutmaßlichen Täter Böhnhardt, eine Garage aber hatte Beate Zschäpe von einem Polizeibeamten namens Apel gemietet. Frau Zschäpe ist eine geborene Apel. Die Namensgleichheit war aber Zufall.” (faz)

“Garagenvermieter will von Sprengstoff nichts gewusst haben

Der Vermieter der Garage, die das spätere NSU-Trio als Bombenwerkstatt genutzt hatte, will von dem Sprengstoff-Fund 1998 nichts gewusst haben. Erst nach dem Auffliegen der mutmaßlichen Rechtsterroristen 2011 habe er erfahren, dass sich anderthalb Kilo TNT in seiner Garage befunden hatten.” (mdr)

Darüberhinaus hat Beate Zschäpe einen Cousin namens Stefan Apel, der “zum Kern der Kameradschaft Jena gehörte”. Zufälligerweise hätte der Vermieter der Garage einen Sohn namens Stefan Apel, der mit dem Cousin jedoch nicht identisch wäre.

“Cousin Stefan Apel zum Kern der Kameradschaft Jena gehörte. Sie fragt den Polizisten: “Der Name Stefan Apel sagt ihnen nichts?”, der antwortet “Doch dass ist mein Sohn!”. Für einen kurzen Moment ist Ruhe im Sitzungssaal. Dann fährt er fort “Ich habe einen Sohn, der heisst Stefan Apel”, aus Nachfragen ergibt sich, dass dieser 1973 geboren sei und heute im Klinikum arbeite. Auf Grund vorliegender Aktenerkenntnisse können die Abgeordneten aber scheinbar ausschließen, dass es sich um die selbe Person handelt.” (haskala)

Drei Beamte des Thüringer Landeskriminalamtes (LKA) führten drei Tage eine Observation Böhnhardts durch. Doch …

“… bereits nach drei Tagen war die Observation durch das LKA gestoppt worden. Stattdessen übernahm nun das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) die Ausspähung Böhnhardts.

Warum dies damals geschah, hat der Ausschuss in Erfurt bislang nicht klären können. Die drei eingesetzten Polizisten nannten vor dem Gremium den damaligen Vorgang eine absolute Ausnahme. Weder davor noch danach habe es jemals eine LKA-Observation gegeben, die an den Verfassungsschutz abgegeben werden musste. Gleichzeitig gaben sie an, sie hätten bereits während ihres Einsatzes den Eindruck gehabt, dass sie nicht die Einzigen gewesen seien, die den Neonazi überwachten. „Wir bekamen mit, dass da schon jemand anderes dran war an Böhnhardt. Wir wissen aber bis heute nicht, wer das war“, sagte einer der Beamten.” (fr-online)

Oktober 1997, Verfassungsschutz weiß über Garagen Bescheid

Schon am zweiten Tag der geheimdienstliche Beobachtung …

“… soll ein einzelner Beamter des Dienstes Böhnhardt dabei beobachtet haben, wie er die in dem unübersichtlichen Garagenkomplex verborgene Bombenwerkstatt aufsuchte. Das LKA wurde allerdings erst anderthalb Monate später darüber informiert – warum das so lange dauerte, ist ungeklärt.” (ebd)

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Der Kriminalhauptmeister Mario Melzer
Der Kriminalhauptmeister Mario Melzer
Der Kriminalhauptmeister Mario Melzer

Der Ursprung der angeblichen rechtsterroristischen Kleinstzelle „NSU“ zeugt von der geheimdienstlichen Kontrolle über das Trio Zschäpe, Böhnhardt, Mundlos. Ihr „Anführer“ Tino Brandt, Chef des „Thüringer Heimatschutzes“, war Geheimdienst-Informant und bestellte sich Bücher zum Rohrbombenbau. Sprengstoff kam vom behördlichen „Vertrauensmann“, Thomas S., der auch Liebhaber Zschäpes war. Beobachtet hätte das Trio in Beate Zschäpes Garage dann Rohrbomben gebaut. Zschäpe mietete die Garage von einem Polizisten an. Während der Durchsuchung war Böhnhardt vor Ort, wurde jedoch trotz der explosiven Funde nicht festgenommen. Es ist sehr naheliegend, dass das Trio gezielt in den Untergrund gedrängt oder „platziert“ wurde, um sie dort geheimdienstlich einsetzen zu können. Die politische Legende von der perfekt getarnten  NSU-„Kleinstzelle“ ist mit der hier aufgezeigten Vorgeschichte unvereinbar.

Vorgeschichte späte 90er Jahre

Kriminalhauptmeister Mario Melzer war in den 90er Jahren ein führender Fahnder gegen gewalttätige Neo-Nazis in Thüringen und ermittelte sowohl gegen das Trio Böhnhardt, Mundlos, Zschäpe als auch gegen ihr Umfeld aus der „Kameradschaft Jena“ und dem „Thüringer Heimatschutz“. Er kämpfte aber auch gegen den Geheimdienst „Verfassungsschutz“. Durch bezahlte Informanten radikalisierte sich die rechtsextreme Szene immer weiter, ein hochrangiger Thüringer Polizist warnte vor einer „braunen RAF“. Gleichzeitig wurden polizeilichen Ermittlungen das Leben immer schwerer gemacht (Friedensblick).

Der „langjährige Vertrauensmanns“ des Berliner Landeskriminalamts, Thomas S., hätte dem Trio TNT besorgt, während er zwischen Ende 1996 – April 1997 eine Beziehung zu Beate Zschäpe führte. Dies hätte er „im Januar 2012 gegenüber dem BKA (spiegel) eingeräumt. Für Bundeskriminalamt (BKA) – Chef Jörg Ziercke kommt das TNT aus „ungeklärter Herkunft.“ (Rede am 28.06.2012, BKA) Offenbar ist bis heute ungeklärt, von wem S. das TNT erhielt!

“2 Kilo TNT ungeklärter Herkunft in einem Garagenkomplex in Jena” – See more at: http://friedensblick.de/8574/nsu-in-zschaepes-garage-ist-noch-heute-sprengstoff/#sthash.XJMHH6Uk.dpuf
21.02.2012 : “18 Kilogramm insgesamt… Auch der Sprengstoff wurde gefunden.” – See more at: http://friedensblick.de/8574/nsu-in-zschaepes-garage-ist-noch-heute-sprengstoff/#sthash.XJMHH6Uk.dpuf

Gegen einen anderen Informanten Tino Brandt, ein führendes Mitglied des “Thüringer Heimatschutzes”, wurde ermittelt, weil …

“…der Zoll eine Sendung von Büchern aufgehalten haben, in denen Anleitungen für den Bau von Rohrbomben gestanden haben sollen.” (SZ)

Mehr Infos: NSU: Die vertuschten Thüringer Bomben

Der Sprengstoff TNT in einer Attrappe

Am 2. September 1997 fanden spielende Kinder am Jenaer Theater einen Koffer mit einem daraufgemalten Hakenkreuz. Darin befand sich eine selbst gebaute Bombe, gefüllt mit zehn Gramm TNT! Aber:

„Eine Zündvorrichtung hat das Behältnis jedoch nicht. Die Staatsanwaltschaft Gera ermittelt gegen insgesamt sechs Rechtsextremisten (…).“ (mdr)

Laut des Schäfer-Gutachtens…

„… gegen Kapke, Wohlleben, Haydt, Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe.“

Melzer beschwerte sich beim Thüringer Verfassungsschutz, dass …

„… er es nicht länger mittragen könne, dass spielende Kinder TNT fänden und er davon ausgehen müsse, dass die Täter aus einer Szene stammten, die von Tino Brandt, einer Quelle des Verfassungsschutzes, geführt werde. Melzer sagt, die Verfassungsschützer hätten darauf empört reagiert und alles abgestritten.“ (zeit)

Melzer verhörte Böhnhardt, erkannte seine Verbindungen zu Mundlos, Zschäpe und nahm ihn als einen „grobschlächtigen“ Befehlsempfänger wahr.

„Für Melzer deuteten alle Indizien auf die Kameradschaft Jena. Er hatte Böhnhardt einmal vernommen, fand ihn grobschlächtig, ein Mann, der gut Anordnungen befolgen konnte. Melzer wusste von der engen Verbindung zwischen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos und dass sich Beate Zschäpe stets in ihrer Nähe aufhielt.“ (ebd)

Laut Melzer hätte es aus dem rechtsextremen Umfeld Hinweise gegeben, „dass Böhnhardt Bomben bastle.“

„Für mich standen die Leute um Böhnhardt als Hauptverdächtige fest“, sagt er.“ (ebd)

egen den Informanten Tino Brandt, ein führendes Mitglied des “Thüringer Heimatschutzes”, wurde ermittelt, weil …

“…In einem Fall (…) der Zoll eine Sendung von Büchern aufgehalten haben [soll], in denen Anleitungen für den Bau von Rohrbomben gestanden haben sollen. Brandt soll sich damit gerechtfertigt haben, dass es sich um eine “Fehlbestellung” gehandelt habe.” (SZ)

– See more at: http://friedensblick.de/1100/vorgeschichte-des-trios-bis-zur-nsu-gruendung/#sthash.IhXm6slt.dpuf

Der engagierte Ermittler wurde jedoch zwei Monate vor der Durchsuchung der Garagen „nach Stadtroda zu einer anderen Bombenermittlung geschickt.“

1996, Zschäpe mietet Garage an

Am 1. August 1996, unterschrieb Beate Zschäpe den Mietsvertrag für eine Garage in Jena („die Zelle“ S. 91). Ab 01. Oktober 1996 tauchten Bomben-Attrappen in Jena auf! (mdr)

Die Garage gehörte dem Polizisten Klaus Apel. Zschäpe ist eine geborene Apel. Die Namensgleicheit wäre Zufall.

“… eine Garage aber hatte Beate Zschäpe von einem Polizeibeamten namens Apel gemietet. Frau Zschäpe ist eine geborene Apel. Die Namensgleichheit war aber Zufall.” (faz)

Darüberhinaus hatte Beate Zschäpe einen Cousin namens Stefan Apel, der “zum Kern der Kameradschaft Jena gehörte”. Er macht sie mit Thomas S. bekannt. Trotz dieser Verbindungen wurde Stefan Apel während der „Flucht“ des Trios nicht befragt.

„Dennoch wurde Stefan Apel nicht befragt – er hatte nach Starkes Angaben diesen mit dem Trio bekannt gemacht.“

Der Vermieter der Garage hat einen Sohn namens Stefan, der mit Zschäpes Cousin nicht identisch wäre.

“Cousin Stefan Apel zum Kern der Kameradschaft Jena gehörte. Sie fragt den Polizisten: “Der Name Stefan Apel sagt ihnen nichts?”, der antwortet “Doch dass ist mein Sohn!”. Für einen kurzen Moment ist Ruhe im Sitzungssaal. Dann fährt er fort “Ich habe einen Sohn, der heisst Stefan Apel”, aus Nachfragen ergibt sich, dass dieser 1973 geboren sei und heute im Klinikum arbeite.” (haskala)

Klaus Apel erklärt, dass die Garage genutzt wurde, damit Uwe Böhnhardt „dort sein Auto unterstellen konnte.“ Diese Darstellung ist abwegig, weil die Garage und Böhnhardts Wohnung mehr als 1 Kilomenter auseinander-lagen.

Uwe Böhnhardt lebte in der Zeit noch bei seinen Eltern. Seine Mutter wusste nicht, dass „Beate Zschäpe eine Garage in Burgau gehabt habe.“ (nsu-watch)

Oktober 1997, Böhnhardt wird beobachtet

Nach dem Fund der „Theater-Bombe“ führten drei Beamte des Thüringer Landeskriminalamtes (LKA) drei Tage lang eine Observation Böhnhardts durch, ohne Ermittlungserfolge. Sie bemerkten, dass „jemand anderes dran war an Böhnhardt.“ Schnell wurde die Beobachtung gestoppt und vom Geheimdienst übernommen, „eine absolute Ausnahme“.

“… bereits nach drei Tagen war die Observation durch das LKA gestoppt worden. Stattdessen übernahm nun das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) die Ausspähung Böhnhardts.

Warum dies damals geschah, hat der parlamentarische U-Ausschuss in Erfurt bislang nicht klären können. Die drei eingesetzten Polizisten nannten vor dem Gremium den damaligen Vorgang eine absolute Ausnahme. Weder davor noch danach habe es jemals eine LKA-Observation gegeben, die an den Verfassungsschutz abgegeben werden musste. Gleichzeitig gaben sie an, sie hätten bereits während ihres Einsatzes den Eindruck gehabt, dass sie nicht die Einzigen gewesen seien, die den Neonazi überwachten.

„Wir bekamen mit, dass da schon jemand anderes dran war an Böhnhardt. Wir wissen aber bis heute nicht, wer das war“, sagte einer der Beamten.” (fr-online)

Oktober 1997, Verfassungsschutz weiß über Zschäpes Garage Bescheid

Der damalige Chef des Thüringer „Verfassungsschutzes“ Helmut Roewer sagte, dass …

„… die Grundinformation, dass Neonazis in Jena/Thüringen mit Sprengstoffen hantieren, von einer menschlichen Quelle stamme.“ (haskala)

Der Geheimdienst observierte vom 24.11 – 01.12.97. Bereits am ersten und zweiten Tag „Treffer“: Es konnte festgestellt werden, dass…

„… Böhnhardt gemeinsam mit Mundlos Materialien aus seiner Wohnung in eine gegenüber der Wohnung liegende Garage verbrachte. Hierbei handelte es sich um die Garage Nr. 7. Die unmittelbar daneben liegende Garage Nr. 6 gehörte dem Vater von Uwe Böhnhardt.“

Am zweiten Tag der geheimdienstliche Beobachtung: Böhnhardt hätte sich bei Zschäpes Garage aufgehalten und zusammen mit Mundlos Brennspiritus und Gummiringe hineingebracht. Dabei hätten sie sich „konspirativ“ verhalten. Auch …

“… soll ein einzelner Beamter des Dienstes Böhnhardt dabei beobachtet haben, wie er die in dem unübersichtlichen Garagenkomplex verborgene Bombenwerkstatt aufsuchte. Das LKA wurde allerdings erst anderthalb Monate später darüber informiert – warum das so lange dauerte, ist ungeklärt.” (ebd)

Der Einsatzleiter war Michael Aschenbrenner und „selbst bei der Observation dabei gewesen.“ Laut eines anderen Geheimdienstlers, Herrn Wießner, wäre die „Observation (…) über die V-Mann-Führung gelaufen.“

Die Ergebnisse der Observation wären schriftlich erst am 8. Januar 1998 dem Landeskriminalamt (LKA) mitgeteilt worden, wobei „zunächst eine Einstufung als „Geheim“ vorgenommen“ wurde. „Die Einstufung sei aus Quellenschutzgründen erfolgt.“

André K. lebte im Nachbarhaus der Böhnhardts. (nsu-watch) Weder er noch Beate Zschäpe wären jedoch Informanten gewesen.

Januar 1998, Durchsuchung der Garagen wird beantragt

Laut des leitenden Ermittlers des Thüringer Landeskriminalamtes (TLKA), Peter Werner, wäre das Verfahren zur Durchsuchung nicht vom LKA „bearbeitet“ worden:

“Mir ist völlig neu, dass das Verfahren, was zur Durchsuchung in Jena führte, beim LKA bearbeitet worden wäre”. (haskala)

Im Thüringer U-Ausschuss wurde der Ermittlungsführer gegen Rechts, Jürgen Dressler befragt, ob …

„… ihm im Rahmen der Besprechungen bekannt wurde, dass der Hinweis auf die relevante Garage 5 von einer geheimgehaltenen  Quelle stamme und die Aufführung der Garagen 6 und 7 im Durchsuchungsbeschluss nur zum Alibi da war.“ (haskala)

Das LKA ließ am 12.01.98 eine „Durchsuchungsanregung“ der Staatsanwaltschaft (StA) Gera zukommen. Es gäbe drei mögliche „Herstellungsorte“ der Bomben-Attrappen, die Garage der Eltern Böhnhardts, die Garage daneben oder Zschäpes Garage am Klärwerk. Über den Vermieter (Klaus Apel) dieser letztgenannten lägen „keine polizeilichen Erkenntnisse“ vor. An ihn wurde „aus polizeitaktischen Gründen“ nicht herangetreten! Das Schäfer-Gutachten zitiert, es sei …

„…eine Garage festgestellt worden, die durch Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt genutzt werde. Zu dieser Garage besäßen die genannten Personen einen Schlüssel. Eigentümer dieser Garage sei Herr Apel, über den keine polizeilichen Erkenntnisse vorlägen. Beate Zschäpe sei eine geborene Apel, so dass ein verwandtschaftliches Verhältnis zum Eigentümer der Garage nicht auszuschließen sei. Deshalb sei aus polizeitaktischen Gründen nicht an den Eigentümer herangetreten worden.“ Schäfer-Gutachten, S. 67

Jürgen Dressler konnte die Durchsuchung persönlich nicht leiten, da er einen Computerkurs machte!

„Der damalige Leiter der EG Tex vom LKA Thüringen, Jürgen Dressler, ist an jenem Morgen jedenfalls nicht dabei. Sein Vertreter Dieter Fahner ist somit der zuständige Einsatzleiter. Dressler sagt am 11. April 2013 vor dem Thüringer Untersuchungsausschuss, er sei seinerzeit bei einer Fortbildung gewesen.“ (zeit)

Der damalige Leiter des LKA Egon Luthardt kritisiert, …

… dass der eigentlich für die Durchsuchung verantwortliche Beamte am Tag der Razzia nicht da war. “Wenn ich es gewusst hätte, wäre Herr Dressler nicht zur Schulung gefahren”. “Durchsuchung wurde ja schon einmal verschoben auf den 26. Januar 1998″ erklärt er und überrascht damit einige Abgeordnete. (…) Die gleichzeitig stattfindende Polizeischulung sei keine Entschuldigung für die Nichtteilnahme meint Luthardt. (haskala)

„Wenige Tage vor der Razzia“ wären die hochrangigen Staatsschutz-Polizisten König und Tuche zum Kollegen Klaus Apel gefahren. Dort hätte man sich über „die Mieterin Beate Zschäpe [und nicht auszuschließen ggf. auch die Razzia] unterhalten.“ Diese Darstellung basiert auf der Aussage von Herrn Tuche im Thüringer U-Ausschuss. Ihr widersprechen die Herren König und Apel.

„König widersprach, er sei nie bei einem solchen Gespräch gewesen, schon gar nicht bei dem Garageneigentümer Apel.“ (haskala)

26.01.1998, 7:15 Uhr – die Durchsuchungen starten

Ralf Schmidtmann war Leiter der Kriminalpolizei von Jena. Es existiert ein Vermerk. Ein Kollege formulierte dort, dass Schmidtmann …

„… selbst am Morgen des 26. Januar 1998 die einführenden Worte zur geplanten Durchsuchung vor den versammelten Beamten sprach und Herrn Dressler vom LKA als verantwortlichen Leiter vorstellt.“

Schmidtmann widerspricht der Darstellung. Der „Kollege Dressler kann ja gar nicht so früh da gewesen sein, da er sich auf Fortbildung befand und erst Mittag erschien.“

Es wurden insgesamt „sieben Wohnungen und Garagen von mutmaßlichen Rechtsextremisten durchsucht“ (TA). Noch am 03.07.2000 wurde „gegen Uwe Mundlos (…) und sieben andere wegen des Verdachts der Vorbereitung eines Explosions- und Sprengstoffverbrechens“  ermittelt (PUA-Bericht S. 481).

Erst im Morgengrauen hätte man festgestellt, dass Zschäpes Vermieter ein Polizist ist. Diese Version wird vom Polizist Ulrich Rausch bestätigt (haskala). Auch nach dem Schäfer-Gutachten hätte man auf Apels Eintreffen gewartet, um mit ihm gemeinsam zu seiner Garage zu fahren.

„… einer der Beamten fest, dass der Besitzer der Garage Nummer 5 (Kläranlage), Herr Apel, selbst Angehöriger der KPI Jena sei. Während der Einsatzleiter das Eintreffen dieses Beamten in der KPI Jena abwartete, sollte der für die Durchsuchungen in der Richard-Zimmermann-Straße bestimmte Durchsuchungsleiter schon mit den Durchsuchungen beginnen. (…) als Herr Apel gegen 07:00 Uhr in seiner Dienststelle eintraf. Er gab an, die Garage Nummer 5 (Kläranlage) seit Sommer 1996 an Beate Zschäpe weitervermietet zu haben. Dies war dem TLKA vorher nicht bekannt.“ (Schäfer-Gutachten, S. 69)

Der bei der Durchsuchung „Zimmermannstraße“ beteiligte Kriminalbeamter Thomas Neusüß widerspricht. Erst am nächsten Morgen wurde bekannt, dass „Herr Apel ein Polizist sei“.

„Zur damals vermuteten Verwandschaft zwischen Beate Zschäpe und dem Polizeibeamten aus Jena, der die durchsuchte Garage an sie vermietete sagt der Zeuge, dass erst am nächsten morgen bekannt wurde, dass Herr Apel ein Polizist sei.“ (haskala)

Auch Schmidtmann war nicht informiert. Vor dem NSU-Ausschuss kommt er auf den damaligen Vermieter der Garage, Herrn Apel, zu sprechen. Er hätte es nicht gewusst, dass Apel eine „Beziehung zur Garage“ gehabt hatte!

„… von dessen Beziehung zur Garage wusste er damals noch nicht und habe erst später davon erfahren. Hätte er 1998 schon entsprechende Kenntnisse gehabt, dann hätte er Rabatz gemacht, dann “wäre schon was passiert”, “da hätte ich mir den zur Brust genommen“.

Laut ihm wäre bei der Garagenrazzia auch „ein Beamter der VP-Führung (Vertrauensperson-Führung)“ involviert gewesen (haskala).

Die Durchsuchung bei den Böhnhardts

Der beteiligte Polizist Thomas Matczak erinnert sich an „zwei Teams“. Er war in der Gruppe „Zimmermannstraße“.

„Er soll mit mehreren Kollegen zwei nebeneinanderliegende Garagen in Jena-Lobeda durchsuchen. (…) Das zweite Team fährt zu einer weiteren Garage an einer Kläranlage.“ (zeit)

Sein Team fuhr „gegen halb sieben morgens“ zu den beiden nebeneinander-liegenden Garagen. Sie klingelten an der Tür der Böhnhardts gegen 7:15 Uhr.

„Gegen sieben, halb acht treffen sie dort ein und klingeln an der Tür der Familie Böhnhardt.“

Brigitte Böhnhardt protestiert, denn …

„In der Garage steht ihr Auto, nicht Uwes. Sie empfindet die Razzia als übergriffig.“ (spiegel)

Laut des Durchsuchungsberichtes hätte man Mutter Böhnhardt und ihren Sohn angetroffen. Frau Böhnhardt bestätigt:

„Ich habe Uwe den Schlüssel gegeben, weil wir den immer bei uns hatten und hab gesagt, mach dich fertig. Geh mit runter. Ich bin dann auch mit runtergegangen. Es war ja nun inzwischen schon so weit, dass ich auch zum Dienst musste. Ich weiß noch, dass ich dabei war als Uwe die Garage öffnete. Das waren meine letzten Worte damals mit Uwe. Ich bin dann hier zur Straßenbahn-Haltestelle, und Uwe ist mit ihnen in die Garage gegangen.“ (ard)

Brigitte Böhnhardt erfuhr später von ihrem Sohn, was dann geschehen sein soll. Gegen 09:15 wäre er mit seinem Auto zur anderen Garage gefahren:

„Er habe gewartet, bis der Schlüsseldienst gekommen sei. Nach zwei Stunden seien sie mit den Garagen fertig gewesen, Uwe habe abgeschlossen, sei dann in die Wohnung gegangen, habe seinen Autoschlüssel geholt, sei zu seinem Auto gegangen, weil die Polizei gesagt habe, es müsse noch eine andere Garage (…) durchsucht werden und er müsse mit.“ (nsu-watch)

Wird Böhnhardt „gewarnt“?

Es gibt offenbar eine weitere leicht abweichende Darstellung von Frau Böhnhardt. Ihr Sohn wäre nicht mit seinem Auto gefahren sondern wäre zur zweiten Garage von der Polizei gebracht worden. Vielleicht handelt es sich auch nur um eine ungenaue Berichterstattung.

„… die Beamten hätten ihn zur zweiten Garage Nr.5 in Burgau gefahren. Dort hätte ihm ein Polizist dann gesagt: “Jetzt bist du fällig, der Haftbefehl ist unterwegs!, er sei dann ins Auto gestiegen und weggefahren. ” (haskala)

Auf dem Weg dorthin hätten Polizisten ihren Sohn gedroht „Jetzt bist Du fällig“. Deswegen wäre er zu seinem Auto gegangen und wäre weg-gefahren. Brigitte Böhnhardt schildert:

„Und auf dem Weg von der einen Garage zu der anderen, da war ja dann eine Gruppe Polizisten, da hat ihm einer gesagt, jetzt bist du fällig. Und da hat der Uwe die Polizisten in die Richtung laufen lassen, und er ist in aller Ruhe zu seinem Auto gegangen und ist weggefahren.

Und da habe ich gesagt, und die haben dich einfach wegfahren lassen? Ja. Ich sage, das glaube ich nicht. Und die haben sich nicht einmal umgedreht und sich nach dir umgesehen, ob du mitkommst oder so? Nö.“ (ard)

Dies wird von der Polizei dementiert. Böhnhardts Auto wäre in der elterlichen Garage gewesen. Nachdem er es aus der Garage rollte, wäre er damit verschwunden.

„Böhnhardt schließt das Tor der elterlichen Garage auf. Darin steht sein Hyundai, der durchsucht wird. Danach rollt er ihn auf den Hof, fragt, ob er noch gebraucht werde. Der Einsatzleiter lässt ihn fahren – direkt in den Untergrund.“ (spiegel)

„In der Garage Nummer 6 stand der Pkw des Uwe Böhnhardt mit dem
amtlichen Kennzeichen J-RE XX158. Er wurde mit Böhnhardts Zustimmung
durchsucht und anschließend von ihm aus der Garage gefahren.“ (Schäfer-Gutachten, Absatz 94)

Brigitte Böhnhardt widerspricht:

„Uwes Auto habe niemals in der Garage gestanden.“ (nsu-watch)

Der damalige Staatsanwalt Gerd Michael Schultz könnte eine Warnung Böhnhardts bestätigt haben. In einer Aktennotiz der Schäfer-Kommission, aus dem Jahr 2012, steht seine (damalige) Einschätzung: Es wäre „wohl kein Zufall“ gewesen, dass Böhnhardt „ausgerechnet bei der Durchsuchung der Garagen aufgetaucht“ wäre.

„Ich vermute oder habe zumindest vermutet, dass Zschäpe, Böhnhardt oder Mundlos Informanten des Verfassungsschutzes waren. Es ist doch wohl kein Zufall, dass Böhnhardt ausgerechnet bei der Durchsuchung der Garagen aufgetaucht ist.“ (Bundestag)

Vor dem NSU-Ausschuss des Bundestages will er diese Aussage nicht mehr wiederholen. Durch Aktenstudium hätte er erfahren, dass „Böhnhardt da wohl gewohnt hat, als die Garage durchsucht wurde.“ (Bundestag)

In der Zwischenzeit bei Zschäpes Garage

Gegen 08:15 kommen Herr Apel und die Durchsuchungsgruppe „Kläranlage“ bei der Garage Nummer 5 an.

„Gegen 08:15 Uhr schloss Herr Apel mit seinem Schlüssel das Knebelschloss am Garagentor auf. Für ein weiteres massives Vorhängeschloss hatte er keinen Schlüssel.“

Nachdem Apel dieses Vorhängeschloss „nicht aufschließen konnte, sei er wieder zurückgefahren.“ (haskala)

Der Einsatzleiter rief die Feuerwehr „zum Öffnen des Vorhängeschlosses“ an. Sie traf gegen 09:00 Uhr ein und öffnete das Schloss. Kurz darauf wurde dort ein verdächtiges Objekt gefunden, welches wie eine Rohrbombe erschien. Daraufhin wurde eine spezielle Bombenentschärfungs-Einheit gerufen und der Einsatz vorläufig abgebrochen.

Nach Betreten der Garage stellte die Durchsuchungsgruppe auf einer Werkbank einen Schraubstock mit einem Rohrstück fest, das am unteren Ende „zugequetscht“ und am oberen Ende mit einer Masse vergossen war, aus der zwei Drähte führten. Daraufhin brach der Einsatzleiter die Durchsuchung ab und forderte die USBV-Kräfte des Dezernats 33 des TLKA an, die in Bereitschaft standen.“(thueringen)

Foto: dpa

Der Einsatzleiter der Gruppe „Zimmermannstraße“ erfährt die Nachricht über den Fund über Funk. Laut offizieller Darstellung der Polizei wäre zu diesem Zeitpunkt (gegen 09:30) Uwe Böhnhardt bereits geflüchtet sein!

Der an dem Einsatz beteiligte Polizist Thomas Matczak widerspricht der Darstellung seiner Kollegen! Er war an der elterlichen Garage beschäftigt, als er Uwe Böhnhardt mit einem Auto zur gemeinsamen, elterlichen Wohnung fahren sah: „Ich möchte meinen, er ist mit dem Auto gekommen“. Er verschwand „im Haus seiner Eltern“. In diesem Zeitpunkt hätte sein Gruppenleiter über Funk erfahren, dass die Kollegen in der anderen Garage 5 …

„… fündig geworden sind“, also wie vermutet Sprengstoff entdeckt haben.“

Nach zehn Minuten erscheint  Böhnhardt wieder auf der Straße; packt eine Reisetasche in den Kofferraum seines Wagens. Matczak sagte zu seinem Teamleiter: „Es sieht aus, als ob er packt.“ Und fügt hinzu: „Er ist weg, wenn wir ihn jetzt fahren lassen.“

Diese zeitliche Darstellung wird von ebenfalls beteiligten Polizisten Peter Hering bestätigt.

Als man „im 2. Objekt gewesen“ wäre „gegen 10 oder halb 10“ , sei dort der Name Böhnhardt gefallen, …

„… er habe gefragt, “ist das nicht der Mann da unten?”, der sei dann in ein Auto eingestiegen und weggefahren.“

„Auf Nachfrage erklärt er, dass er bei der ersten Garagen beobachtet hat, wie Böhnhardt schließlich wegfuhr. Eine Erinnerung daran, wo das Auto vorher stand, ob draußen oder in der Garage, habe er keine mehr.“ (haskala)

Diese Darstellung wird dementiert. Dem Thüringer U-Ausschuss liegt jedoch eine…

“… weitere Aussage eines damals beteiligten Kriminalbeamten vor, wonach es ein Zeitfenster von einer halben Stunde zwischen dem Öffnen der verdächtigen Garage und dem Verschwinden von Böhnhardt gegeben haben soll.” (TA)

Matczaks und Herings andere Kollegen können sich entweder nicht erinnern oder bestätigen die offizielle Darstellung, Uwe Böhnhardt sei abgefahren, bevor die Bombenwerkstatt gefunden wurde. In den Akten steht jedoch, dass …

„… die Feuerwehr gegen neun Uhr die Garage an der Kläranlage öffnet. Matczak und seine Kollegen durchsuchen ihre Objekte laut Bericht bis 10.15 Uhr. Zeitlich ist Matczaks Version möglich.“

Gegen 10:00 Uhr sicherten Experten die verdächtigen Gegenstände, die „gegen 11:00 Uhr abtransportiert wurden.“

Foto: Spiegel

Um 11.00 ist Matczak Einsatz beendet. Als er jedoch 15 Jahre später den Durchsuchungsbericht durchliest, steht dort, …

„… er habe von 11 Uhr an die Garage an der Kläranlage, die Bombenwerkstatt, durchsucht.“

Matczak kann sich jedoch nicht erinnern, „sie jemals betreten zu haben.“

„Ich war nicht in dieser Garage.“

Sprengstoff wurde vernichtet

Die Sprengvorrichtungen wurden erst zum Herbst bzw. Ende 1998 ausgewertet (haskala) und der Sprengstoff TNT darin wurde im gleichen Jahr vernichtet – aus Sicherheitsgründen! Experten widersprechen, TNT sei lagerfähig. Nach 2011 wird nachgeschoben, dass das TNT „im August und Dezember 2000“ vernichtet wurde.

„Grund für Vernichtung unklar

Der Umgang mit den Beweismitteln wirft weitere Fragen auf: Zum Verbleib der Orginalspuren heißt es in einem Vermerk der Staatsanwaltschaft im Dezember 1998, das TNT sei „aus Sicherheitsgründen vernichtet“ worden. Sprengstoffexperrten stellen die Begründung infrage. Denn TNT ist lagerfähig. Selbst beim Entzünden brennt TNT lediglich ab.

Aktuell teilte das Landeskriminalamt MDR THÜRINGEN mit, Spezialkräfte hätten den Sprengstoff „im August und Dezember 2000“ vernichtet. Der Verbleib des TNT-Beutels ist unklar. Ebenso offen bleibt die Frage, wer die Vernichtung noch vor Ablauf der Verfolgungsverjährung im Herbst 2003 veranlasste. (mdr)

Obwohl der Sprengstoff nicht gewogen wurde, wurde die Menge exakt auf 1392 Gramm geschätzt.

„Aufgefunden in einem Plastebeutel und verbaut in nicht funktionstüchtigen Rohrbomben. Der Sprengstoff hätte für einige Granaten oder Splitterbomben gereicht. Laut Akten, die MDR THÜRINGEN vorliegen, ist die Sprengstoffmenge aber nie exakt gewogen worden.

Zehn Monate nach dem Abtauchen des Trios, am 1. Dezember 1998, forderte die Staatsanwaltschaft Gera die Ermittler auf, die genaue Menge des TNT-Sprengstoffes aus der Garage mitzuteilen. Im LKA-Behördengutachten, das es zu diesem Zeitpunkt schon gab, fehlen die Angaben. Einfach nachwiegen ist jedoch nicht mehr möglich. Denn „die Orginalspuren sind nicht mehr vorhanden“, teilt das LKA am 28. Dezember 1998 mit. Deshalb seien die Sprengstoffmengen mit Hilfe von Volumen- und Dichteberechnungen erhoben worden. (…) Obwohl die Staatsanwaltschaft davon wusste, wurde in der Folgezeit eine Fundmenge von 1392 Gramm genannt.“

Zufälligerweise explodierte 1390 kg Gramm TNT am …

„… 26. September 1980 (…) am Haupteingang des Oktoberfests (…) eine Rohrbombe. Sie bestand aus einer zuvor entleerten britischen Mörsergranate, die mit 1,39 Kilogramm TNT (…) befüllt (…) war.“ (wikipedia)

Sprengstoffsuch-Hunde „mit einem schlechten Tag“

Laut des Berichts des Sprengstoffsuch-Hundeführers (SSH) hätte sein Hund nur „bei 4 Päckchen Silvesterknallern“ angeschlagen. Darauf angesprochen antwortet Jürgen Dressler dem U-Ausschuss, dass …

“Wenn er [der Hund] nur auf die vier verwiesen hat, dann hat er vielleicht einen schlechten Tag gehabt, ich weiß es nicht genau”.

„Der Zeuge fängt an, darüber zu spekulieren, ob der Hund vielleicht Schwarzpulver intensiver rieche als TNT, meint dann aber, dass es doch am Ende ohnehin egal sei, was der Hund riecht oder nicht. Der Hund sei doch ohnehin nur ein Hilfsmittel und kein Beweismittel. Der Sprengstoff sei ja schließlich gefunden worden.“ (haskala)

Garagenvermieter Apel war kein Sprengstoff bekannt

Der Vermieter der Garage dachte, dass die Sprengstoff-Funde …

“… in den anderen zwei Garagen gefunden worden… „ich wusste nicht, dass es in meiner Garage gefunden wurde.” (haskala)

„Erst nach dem Auffliegen der mutmaßlichen Rechtsterroristen 2011 habe er erfahren, dass sich anderthalb Kilo TNT in seiner Garage befunden hatten.” (mdr)

In dem ihm ausgehändigten Durchsuchungsprotokoll standen als gefundene Objekte lediglich „Schraubstock“ und „Vorhängeschloss“. „Von Sprengstoff (…) habe er erst später gehört.“ Es hätte jedoch in seiner Garage noch eine vorherige „Maßnahme“ gegeben, etwa ein Jahr davor, am 28.01.1997.

„Es gibt widersprüchliche Angaben zum Datum auf den Dokumenten zur Durchsuchung, Apel erklärt, dass es zwei Maßnahmen an der Garage Nr. 5 gegeben hätte. Die erste am 26.1.1998, die andere am 28.01.1997 [97 kein Hörfehler]. Auf seinem Durchsuchungs-/Sicherstellungsprotokoll wären lediglich die Objekte “Schraubstock” und “Vorhängeschloss” vermerkt gewesen. Von Sprengstoff im Zusammenhang mit der Razzia generell habe er er erst später gehört.“

In den Untergrund getrieben?

Frau Böhnhardt sagte vor dem Oberlandesgericht München aus, dass „bestimmte Kreise oder Behörden nicht wollten, daß sie sich stellen.“ Uwe Böhnhardt wurden „10 Jahre Haft“ angedroht!

„Ein früherer Verteidiger von Sohn Uwe sei zu ihr gekommen und habe gesagt, der Verfassungsschutz werde für eine reduzierte Strafe sorgen, wenn die drei sich stellen. Mit dem Anwalt sei sie dann bei der Staatsanwaltschaft Gera gewesen. Dort habe ihr ein Oberstaatsanwalt jedoch gesagt, Uwe stünden zehn Jahre Haft bevor.“(tagesspiegel)

„Dann sei er auf fünf Jahre runter gegangen, die bei guter Führung nach zweieinhalb Jahren sicher zur Bewährung ausgesetzt würden.“ (haskala)

„Auch die Eltern wünschten sich, der Sohn würde zur Polizei gehen. Nach einer Nachricht im Briefkasten ließen sie sich in einer Telefonzelle von Uwe anrufen, die meiste Zeit weinten sie. „Stellt euch, stellt euch, stellt euch!“, habe sie gefleht, sagt Böhnhardt. Doch Uwe wollte seine Strafe nicht antreten, auch die Freunde lehnten ab.“

Polizisten hätten der Mutter gedroht, ihren Sohn zu erschiessen. Dann wenn sie ihn aufspürten und er nur „zucken“ würde.

„Einer der Beamten habe gedroht: “Wenn wir die treffen und aufspühren, […] wenn sie zucken […] Frau Böhnhardt, unsere Leute haben das gelernt, die sind schneller”, eine Anspielung, die drei zu erschiessen, so die Zeugin. Es wurde für sie klar, dass man gar nicht wollte, dass die drei sich stellen, man wollte das Trio erschiessen.“

Wurden „Beweise“ gepflanzt?

Brigitte Böhnhardt ist überzeugt, dass ihrem Sohn schon bei vorherigen Wohnungs-DurchsuchungenWaffen untergeschoben“ worden wären, „eine Armbrust und drei Dolche.“ Sie hätte das Zimmer ihres Sohnes regelmäßig durchsucht und nichts gefunden.

Foto: Roland Obst

Angesprochen auf den (angeblichen) Sprengstoff-Fund in Zschäpes Garage antwortete er ihr: „Mutti, glaub doch nicht alles.“ „das sei erst hingelegt und dann gefunden worden.“ 

„Nach ihrer Überzeugung waren ihrem Sohn bei Hausdurchsuchungen belastende Gegenstände untergeschoben worden. Sie selbst habe ja manchmal heimlich sein Zimmer durchsucht. Rechtes Propagandamaterial habe er in ihrer Wohnung nicht aufbewahren dürfen. Drei Dolche? »Das hätte mir mein Sohn nicht angetan, ich hatte Angst vor scharfen Messern.« Bei der Razzia, die ihn 1998 zur Flucht veranlaßte, habe sie ihm vor der elterlichen Garage laut und deutlich gesagt: »Paß auf, Uwe, daß sie nichts finden, was vorher nicht drinne lag.« Von dem Sprengstoff, der in einer weiteren, von seiner Freundin Beate Zschäpe gemieteten Garage gefunden wurde, habe sie nur aus den Medien erfahren. »Mutti, glaub doch nicht alles«, habe ihr Sohn dazu später bei einem heimlichen Treffen gesagt.“ (jw)

Sie wundert sich über eine gefundene „große Armbrust“.

Auch wurde mal eine große Armbrust gefunden, Zeugin Böhnhardt fragte sich aber, wo die hätte versteckt werden sollen. (haskala)

Andre K. belastete im Münchner NSU-Verfahren Uwe Böhnhardt. Er hätte ein „weithin bekanntes Faible für Waffen gehabt wie Schreckschusspistolen, eine Armbrust und ähnliches.“ (spiegel)

Frau Böhnhardt vermutet, dass es neben den offiziellen Durchsuchungen in ihrer Wohnung auch illegale gegeben hätte.

„Sie habe es nur gemerkt, weil sie Nichtraucher war und es in der Wohnung dann plötzlich nach Rauch roch, für Frau Böhnhardt ein Indiz dafür dass Polizisten die Wohnung betreten hätten. Auf dem Zeugenstuhl gibt sie selbstsicher noch einen Ratschlag, wenn denn hier im Ausschuss auch Polizisten anwesend seien, so Frau Böhnhardt – dass das ein Anfängerfehler sei.“ (ebd)

Bekannte geheimdienstliche Vorgehensweise

Winfried Ridder war Referatleiter beim Bundesamt für Verfassungsschutz und schildert, dass Straffälligkeiten bei der „Quellenwerbung“ „schamlos ausnützt“ würden. Der Geheimdienst würde persönliche Notlagen ausnützen, um den Mensch als Informanten anzuwerben:

„Die Strategie des Verfassungsschutzes in der Quellenwerbung ist eindeutig dadurch bestimmt, dass sie Ausschau halten nach Situationen, Grenzsituationen, wo sie zum Ergebnis kommen, dass eine bestimmte Person, die in wichtigen politischen Zusammenhängen und Strukturen sich bewegt, offenkundig persönlich oder unter den Gesichtspunkten der Straffälligkeit, möglichen Straffälligkeit, hier Probleme bekommt, dass der Nachrichtendienst solche Situationen (…) schamlos ausnützt.“ (youtube)

War das Trio für eine geheimdienstliche Aktion vorgesehen?

Zusätzlich wurde in der dubiosen Garage auch eine Diskette gefunden, mit einem „Gedicht“. Darin abgespeichert war eine Todesdrohung gegen die verhasste „ALIDRECKSAU“, „heut noch stirbt, so ein Pech“. Es hört sich wie eine grausame Ankündigung der kommenden schrecklichen Ereignisse der „Ceska-Mordserie“ an.

In der Garage wurden kaum DNA-Spuren des Trios festgestellt. Das sind offenbar die einzigen Nachweise:

„An fünf in der Garage Nr. 5 aufgefundenen Filterzigarettenresten konnten DNA-Spuren von Beate Zschäpe festgestellt werden.

Auf zwei weiteren in der Garage Nr. 5 aufgefundenen Filterzigarettenresten konnten DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt nachgewiesen werden.“ PUA-Bericht S. 134

Die Abgeordnete König weist noch auf einen Vermerk von Oberstaatsanwalt Mohrmann hin, (…) in dem stand, dass in der Garagen nur Zigarettenstummel von Zschäpe und Böhnhardt aufgefunden wurden, aber keine Fingerabdrücke. Hartung könne sich das nicht erklären, vor allem bei einer Garage die von 2-3 Leuten genutzt worden sei keine Fingerabdrücke zu finden sei merkwürdig. (haskala)

Die Frage, wie die Funde in die Garage kamen, etwa dem gefundenen Reisepass und den Adressenlisten von Mundlos, stellt sich dringend! Zu groß sind die Paralllen zu den mangelnden Fingerabdrücken und DNA-Spuren in der Zwickauer Brandruine und dem Wohnmobil in Stregda (Friedensblick).

Dass man das Trio nicht festnehmen wollte, spräche das Hin und Her mit den Haftbefehlen. Wollte man dem Trio so einen Vorsprung geben?

Ein falscher Durchsuchungsbericht und eine verbockte Festname

Nachdem Thomas Matczak und seine Kollegen in Böhnhardts Garage nichts fanden, fuhren sie auf dem Rückweg an die andere Garage. Dort hörte er „Diskussionen mit dem Einsatzleiter Dieter Fahner“ und „zum ersten Mal“, dass …

„… der Hinweis über den Sprengstoff in der Garage auf Erkenntnissen des Thüringer Verfassungsschutzes beruhe und eine Festnahme nur nach Rücksprache mit dem zuständigen Staatsanwalt Gerd Michael Schultz möglich sei.

Es wäre jedoch eine eigenmächtige Festnahme, trotz der Funde, nicht möglich gewesen.

Fahner versucht immer wieder, mit seinem Mobiltelefon den Staatsanwalt zu erreichen, es gelingt ihm aber nicht. Ein Kollege schlägt vor, rasch bei der Mieterin der Garage, Beate Zschäpe, vorbeizufahren, um zu schauen, ob Böhnhardt dort sei. Der Einsatzleiter besteht darauf, zuerst mit dem Staatsanwalt zu reden.“

Diese Darstellung widerspricht der damalige Staatsanwalt Schultz. Er wurde ein paar Tage vor der Durchsuchung krank und musste ins Krankenhaus. Dass ihn deshalb Einsatzleiter Dieter Fahner nicht erreichen konnte, verwundert Schultz sehr, denn es gab Ersatz. Außerdem hätte man „bei Gefahr in Verzug“ festnehmen dürfen.

„(…) die Polizei könne bei Gefahr im Verzug natürlich selbstständig handeln und festnehmen. „Das sind keine Dorfpolizisten.“ Und dass es Stunden dauert, bis die Polizei seinen Vertreter erreicht, kann er nicht glauben. Ein Staatsanwalt habe immer Bereitschaft, eine „Nichterreichbarkeit“ schließt er aus.“

Die zurückgenommene „vorläufige Festnahme“

Am 26. Januar mittags ordnet Schultz’ Vertreter schließlich die „vorläufige Festnahme“ des Trios an.

„Auf Grund des Auffindens der Gegenstände in der Garage Nr. 5 an der Kläranlage wurde durch Staatsanwalt Sbick zunächst die vorläufige Festnahme von Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe angeordnet. Durch den Staats-anwalt wurde festgelegt, dass die drei Personen bis zur Vorlage der Ermittlungsakte bei der Staatsanwaltschaft am nächsten Tag in Verwahrung zu nehmen seien.“ U-Ausschuss, S. 137

Am 27. Januar nimmt der Staatsanwalt die Befehle aber wieder zurück. Es gäbe keinen dringenden Tatverdacht!

„Im Thüringer Untersuchungsausschuss erinnert er sich, warum: er habe zu den LKA-Beamten gesagt, sie sollten Belege bringen, Spuren, damit er einen Bezug zwischen Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe und dem, was in der Garage gefunden wurde, herstellen könne.“

Jürgen Dressler vor dem U-Ausschuss erinnert sich an …

„… einen signifikanten Satz des Staatsanwalts Sbick, “Ihm wäre am liebsten, es würde ein Haar von den Beschuldigten in dem Sprengstoff finden“. Der Wunsch konnte bekanntermaßen nicht erfüllt werden. Zur Problematik der fehlenden Haftbefehle meint Dressler, dass die persönlichen Gegenstände ja auch anderweitig in die Garage gekommen sein könnten, er mindestens im Fall der Beate Zschäpe einen Haftbefehl erwartet hätte, als Mieterin der Garage, in der der Sprengstoff aufgefunden wurde.“ (haskala)

Hinweise auf Böhnhardt und Mundlos fanden sich in dem Observations-Bericht des Verfassungsschutzes. Der hätte jedoch nicht verwendet werden dürfen, da er als „geheim“ eingestuft war.

„Das Hauptproblem war, dass auf dem Bericht vom Verfassungsschutz noch immer ›vertraulich‹ stand und ich ihn so nicht verwenden konnte. Wenn ich ihn nicht in die Akte hängen kann, hilft er mir nicht.“

In den Akten trägt das Schreiben des Verfassungsschutzes an das LKA das Datum des 28. Januar 1998. Erst zwei Tage nachdem das Trio verschwunden ist, wird der Bericht herabgestuft – „nur für den Dienstgebrauch“.

Ein seltsamer Haftbefehl

Am 28. Januar 1998 wurde die Einstufung auf „für den Dienstgebrauch“ gesenkt und schließlich wurden Haftbefehle gegen Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe beantragt. Sie bezogen sich jedoch nicht auf die Funde in der Garage, sondern …

„… lediglich auf den dringenden Verdacht einer Straftat wegen des Ablegens der „Theater-Bombe“.

Erst am 23. Juni 1998 wurden die Haftbefehle „abgeändert, ergänzt und neu gefasst.“

„Erst jetzt wurden auch der dringende Tatverdacht einer Straftat wegen der Sprengstofffunde in der Garage (…) in die Haftbefehle mit einbezogen.“

Im April 2000 wandte sich das Landeskriminalamt an den Fernsehsender „MDR“. Es wurde ein Fahndungsbeitrag in der Sendung „Kripo-Live“ am 07.05.2000 vereinbart. Auch dort steht nichts von Sprengstoff-Funden.

„Bereits am 22.02.98 ersuchte das LKA Thüringen in einer Kripo-live-Sendung um Unterstützung bei der Fahndung nach den drei Tatverdächtigen. Diese werden beschuldigt im September 1997 auf dem Theaterplatz in Jena einen selbst gebauten Sprengkörper abgelegt zu haben.“ Schäfer-Gutachten, S. 101.

Keine Akteneinsicht da „laufendes Verfahren“?!

Laut des Rechtsanwaltes Thomas Jauch wäre das Trio „Anfang 1998 bei ihm gewesen.“ Er hätte Zschäpes Verteidigung übernommen und eine „Vertretungsanzeige (…) an die Polizei in Jena geschickt (…).“ Jauch zufolge enthielt das Schreiben „den Vermerk, Zschäpe sei bereit, sich zu den Vorwürfen gegen sie zu äußern, jedoch nur nach Akteneinsicht.“

„Bei den zuständigen Justizbehörden ist Jauchs Schreiben offensichtlich nicht angekommen. Nach FOCUS-Recherchen findet sich in den Ermittlungsakten der Geraer Staatsanwaltschaft kein Hinweis auf Jauchs Brief.“(focus)

Anfang März 1999 meldete sich Rechtsanwalt Hans-Günter Eisenecker „bei der Staatsanwaltschaft Gera“. Er teilte mit, „er vertrete Zschäpe juristisch“, „legte eine von der Mandantin unterschriebene Vollmacht bei“ und „beantragte (…) Akteneinsicht.“ Die Staatsanwaltschaft lehnte die Einsicht ab, die Akten seien „erst nach Abschluss des Verfahrens“ einzusehen!

„Danach hat sich der Anwalt nicht mehr gemeldet“, so Oberstaatsanwalt Hans-Otto Niedhammer von der Thüringer Generalstaatsanwaltschaft zu FOCUS. (ebd)

2000: Es wurden „Bombenattrappen“ gefunden

Nachdem ein Sprengstoffanschlag verübt wurde und weitere Bomben-Attrappen auftauchten, kam das (untergetauchte) Trio in Verdacht. Die BKA teilte mit, dass die Attrappen in „Art und Bauweise eine gewisse Ähnlichkeit zu denjenigen Bombenattrappen“ hätten, „die bei einer Durchsuchung der Wohnräume von Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe im gegen diese Personen gerichteten Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Gera aufgefunden worden waren.“ (Bundestag)

Ende 2001 kam die Staatsanwaltschaft Gera zum Schluss, …

„… dass den Mitgliedern des Thüringer Heimatschutzes die Bildung einer kriminellen Vereinigung nicht nachgewiesen werden könne.“ (welt)

Fazit

Es bleibt abzuwarten, inwieweit der Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss die Schlüsse aus den ermittelten Fakten zu schließen bereit ist. Wird die partei-übergreifende Linie „keinerlei Hinweise auf eine geheimdienstliche Verwicklung“ durchgezogen? Inwieweit sind Abgeordnete dafür bereit, sich selbst für dumm verkaufen zu lassen? Noch heute könnten die Funde in Zschäpes Garage politischen Sprengstoff bieten.

15 Gedanken zu „NSU: In Zschäpes Garage ist noch heute Sprengstoff“

  1. Sehr gute Zusammenfassung!!!

    2 Punkte zur Klarstellung:

    1) 7 Objekte durchsucht
    Am Nachmittag, als die 3 schon „weg“ waren, wurden noch u.a. die Wohnungen von Zschäpe und Mundlos durchsucht. Die Asservate „Pass“ und „Garagenliste“ dürften aus diesen Durchsuchungen stammen. Bei Mundlos traf man Wohllebens Freundin Juliane Walter an, Informantin von LFV Wiessner und LKA Wunderlich, die dort „Fernsehen schauen war“, und das in einer Wohnung ohne Fernseher…

    2) TNT-Asservate
    Es ist wichtig zu unterscheiden zwischen den „gefährlichen Rohrbomben“ und dem „TNT im Schukarton“: Während die Polizei die nicht zündfähigen(!!!) Rohrbomben gesprengt haben will, nahm sie vom „TNT im Schuhkarton“ Asservate im Milligramm und Grammbereich, so wie das bei einem Strafverfahren zu Beweiszwecken üblich ist.

    Die Asservate wurden aber VOR der Verjährung beseitigt, ohne „chemischen Fingerabdruck“ (Herkunft des TNT), und das laut Staatsanwaltschaft Gera schon 1998, während das LKA das Jahr 2000 angibt.
    http://www.thueringen.de/th3/polizei/lka/presse/aktuell/pm/66821/
    Verjährung war aber nicht vor 2003.

    Ob es also in dieser Garage „Garagenlisten“ und TNT gab, das ist äusserst zweifelhaft.

    Durch die Verknüpfung der Polizistengarage mit Zschäpe als (Unter-)Mieterin war es allerdings möglich, das „Bomberduo“ Böhnhardt und Mundlos gemeinsam mit Zschäpe in den Untergrund zu schicken. V-Frau Beate Zschäpe… (Elsässer & Co)

  2. Bei dieser Namensgleichheit(Apel) kann man nur hoffen das es vernünftig überprüft wurde, und nicht nur Anhand der Angaben des Vaters.
    Woher der Sprengstoff kam scheint nicht geklärt worden sein, die Angaben aus der fr stammen ja aus der Bild, die wurden wohl widerlegt, statt dessen wurde ein Jahr vorher halb so viel entwendet und davon alles wiedergefunden.
    “ Da nach Mitteilung des LKA Thüringen die Herkunft der ca. 2 Kg TNT (es ist weder der Bundeswehr noch einem der ehemaligen Ostblockländer zuzuordnen) völlig ungeklärt ist, wird der vorstehende Sachverhalt zur Unterrichtung und rechtlichen Würdigung hin-sichtlich einer nicht auszuschließenden Tatbe-standsmäßigkeit nach §§ 129 und/oder 129a StGB vorsorglich übersandt.“ „[5]
    Danach kam aber nichts mehr, oder ?
    Zu dem Link von fatalist, ich vermute mal fatalist wollte den Artikel vom 7.09.12 verlinken und hat versehentlich die Richtigstellung erwischt
    http://www.thueringen.de/th3/polizei/lka/presse/aktuell/pm/66821/
    “ wurden nach der Delaborierung ..Proben für die kriminaltechnischen Untersuchungen genommen. “
    Klingt eigentlich ganz plausibel was da steht, das TNT war verunreinigt, daher gefährlich, wurde entsorgt, 2000 dann noch die Reste/Spuren. Sollte so hinkommen.
    Das ist nun Spekulation, wenn jemand ein Motiv hätte dem Trio was unterzuschieben, dann wohl eher die Polizisten, die sich darüber aufregten das Kinder über die Spreng-Drohungen der Neonazis stolpern. Zumal Neonazis ja oft genug vom VS vor Ermittlungen gewarnt werden. Immerhin ist ja die Herkunft des TNT’s ungeklärt( soweit ich sehe ), und es fand sich deutlich verspätet im Haftbefehl wieder( was stand zeitnah in den Zeitungen? ). Jedenfalls gibt der VS nach dem Fund etwas frei, schafft die drei dann aber nach Sachsen rüber( oder VP’s die den VS kontrollieren ), wo kein Polizei-Wölkchen den VS-Sonnenschein vertrübt. Abgesehen vom Umfeld spricht dafür das unter ihnen VP’s gewesen sein könnten der Anwalt, der ihnen vom VS gestellt wurde[6] und dann für sie ein Angebot machte : Sie stellen sich wenn sie mit U-Haft davonkommen. So einen Sevice würde der VS wohl nicht für irgendwelche x-belibigen Neonazis anbieten.

    mal eine Übersicht :
    14.04.96 Puppentorso-Bombenattrappe
    ..05/06.96 Böhnhardt will eine Garage mieten
    10.08.96 Zschäpe mietet die Garage[1]
    06.10.96 „Stadion-Bombe“ wird von Kindern gefunden( Attrappe ohne Sprengstoff )
    30.12.96 erste Briefbombe
    28.01.97 laut Vermieter Apel gab es eine Durchsuchung in der von Zschäpe gemieteten Garage
    02.09.97 „Theater-Bombe“ wird von Kindern gefunden
    ( 10g TNT, nicht zündfähig ), Böhnhardt ist Schrader vom LfV bekannt
    16.09.97 Staatsanwalt Schultz erwirkt Verurteilung von Böhnhardt,
    dieser geht in Berufung
    30.09.97 Observation Böhnhardts wird von KHK Dressler beantragt
    09,15,22.10.97 MEK überwacht Böhnhardt an den drei Tagen
    16.10.1997 : Böhnhardt wird zu 2 Jahren 3 Monaten verurteilt
    24.11.-01-12.97 das LfV macht mit der Überwachung weiter
    10.12.97 Böhnhardt ist rechtskräftig verurteilt[3]
    26.12.97 leerer Koffer von Friedhofsmitarbeiter gefunden, sieht aus wie „Stadion-Bombe“( gleiche Farbe verwendet )
    27.12.97 Böhnhardt entzieht sich durch zu schnell Autofahren, Polizei darf nicht folgen da sonst selbst Straftäter
    06.01.98 Böhnhardt wird von KHK Dressler angetroffen
    08/09.01.98 Schreiben vom LfV geht beim LKA ein. Polizisten sehen sich die Garage an, Kiesel entsprechen denen aus der „Stadion-Bombe“[2]
    16.01.98 Staatsanwalt Schultz beantragt Durchsuchung, die wird am
    19.01.98 erlassen
    22.01.98 Durchsuchung wird verschoben
    23.01.98 Die Akten aus Gera zu Böhnhardts Verurteilung kommen in Jena beim zuständigen Jugendrichter an
    26.01.98 Durchsuchung findet statt
    27.01.97 Staatsanwalt will Beweise*
    28.01.98 Schreiben vom LfV wird von „vertraulich“ herabgestuft, darf nun verwendet werden, die vorläufige Festnahme wird angeordnet
    23.06.1998 bis dahin ging es um die „Theater-Bombe“, nun auch um die anderen und den Sprengstoff aus der Garage

    ausserdem :
    31.10.97 Böhnhardt nimmt an einer Schulung von RA Riegers DRB teil, in der Gaststätte arbeitet VP Alex( Andreas Rachhausen), der dann das auf der Flucht liegengeblieben Auto abholt. (Die Web-Präsenz des DRB lief über Tino Brandt[4])
    17/24.1.98 Zschäpe/Trio nimmt/nehmen an Demonstrationen teil

    *UA-Bericht, kein Link/Seitenzahl im Artikel angegeben
    P.S. : Der haskala-Link mit den 5 Jahren geht nicht, sollte der sein: http://haskala.de/2013/06/06/ticker-zum-untersuchungsausschuss-am-6-juni-in-erfurt/
    [1]“Die Zelle“, S.87
    [2]“Die Zelle“, S.111
    [3]“Das Zwickauer Terror Trio“, S.64
    [4] http://www.publikative.org/2013/08/22/die-nsu-verbindungen-in-den-norden/
    [5] Drucksache 17/14600, e. Vorab-Fassung, S.476
    [6] http://www.taz.de/Thueringer-NSU-Untersuchungsausschuss/!123438/

    1. „16.10.1997 : Böhnhardt wird zu 2 Jahren 3 Monaten verurteilt“
      Er wurde jedoch „nur“ wegen dem Versuch verurteilte, rechtsextreme Musik-CD zu verkaufen und nicht wegen der Bomben-Attrappe? Da wurde er in der Berufung freigesprochen. Ich finde das Urteil recht hart deshalb.

    2. Welche Quelle können Sie angeben, dass es „nicht geklärt worden“ wäre, woher das TNT stamme. Ja für Ihre Behauptung spricht etwas aus dem NSU-Abschlussbericht. Dort wird eine Mitteilung des LKA Thüringen zitiert von Mitte Februar 1998, dass „die Herkunft der ca. 2 Kg TNT (es ist weder der Bundeswehr noch einem der ehemaligen Ostblockländer zuzuordnen) völlig ungeklärt ist,“
      Doch November 2011 meldete die FR: „Die Fahnder hätten mittlerweile herausgefunden, dass die Rohrbomben, die 1998 in einer von Beate Zschäpe angemieteten Garage gefunden wurden, mit dem TNT aus dem Bundeswehrdepot gebaut wurden, berichtet die Bild am Sonntag.“

      Im Januar hätte erst Thomas S. eingeräumt, dass TNT geliefert zu haben.
      „Etwa in dieser Zeit, so räumte Thomas S. im Januar 2012 gegenüber dem BKA ein, habe er Mundlos auf dessen Wunsch rund ein Kilo TNT-Sprengstoff beschafft. Das „Päckchen in der Größe eines kleinen Schuhkartons“ will er dem Rechtsterroristen in einem Keller übergeben haben.“ http://www.spiegel.de/panorama/justiz/nsu-sprengstofflieferant-war-v-mann-der-berliner-polizei-a-855719.html

      Es dürfte kein Problem sein herauszubekommen, woher das TNT stammt. Ich bin etwas überrascht, dass das nicht ganz klar ist. Ich finde darüber nix im Abschlussbericht!

      1. 28.11.2011 : „Das Verteidigungsministerium und die Staatsanwaltschaft Gera konnten am Montag keine Angaben zu einem Bericht der «Bild am Sonntag» machen“
        http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article105328743/Weiter-Raetsel-um-Sprengstoff-des-Neonazi-Trios.html

        21.02.2012 : „18 Kilogramm insgesamt… Auch der Sprengstoff wurde gefunden.“
        http://www.otz.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Jenaer-Neonazi-Trio-bezog-Sprengstoff-nicht-aus-Grosseutersdorf-385597978

        28.06.2012 : „2 Kilo TNT ungeklärter Herkunft in einem Garagenkomplex in Jena“
        http://www.bka.de/DE/ThemenABisZ/UntersuchungsausschussNSU/untersuchungsausschussNSU__node.html?__nnn=true

        Sieht nicht danach aus als ob der Hinweis zu was geführt hätte. Im NSU-UA-Bericht ist die Rede davon das das LKA was ans BKA versendete(die[5]), vielleicht haben sie auch Proben verschickt ? Die Formulierung im Bericht ist da zu schwammig…

        1. Vielen Dank für die Aufklärung.

          Mir fällt zur Aussage des BKA-Chefs Ziercke nichts mehr ein, das TNT wäre aus „ungeklärter Herkunft“. Vielleicht sollte er mal den Vertrauensmann Thomas S. aus seinem Laden fragen, der es dem Trio lieferte!

          Wie frech.

          Ich habe es im Artikel ausgebessert.

  3. E.Krüger meint also:

    Zu dem Link von fatalist, ich vermute mal fatalist wollte den Artikel vom 7.09.12 verlinken und hat versehentlich die Richtigstellung erwischt http://www.thueringen.de/th3/polizei/lka/presse/aktuell/pm/66821/ ” wurden nach der Delaborierung ..Proben für die kriminaltechnischen Untersuchungen genommen. ” Klingt eigentlich ganz plausibel was da steht, das TNT war verunreinigt, daher gefährlich, wurde entsorgt, 2000 dann noch die Reste/Spuren. Sollte so hinkommen. –

    ——-
    Fatalist hat keinen „falschen Link erwischt“, und auch der Rest des Kommentars ist unlogisch und herbei phantasiert, sorry.

    Wenn das LKA Asservate des TNT im Milligramm und Grammbereich zieht, dann hat es die Asservate aufzubewahren bis zum Ende des Verfahrens/ Ablauf der Verfolgungsfrist (Verjährung).

    Exakt das hat das LKA nach eigener Darstellung nicht gemacht.
    Die Begründung des LKA ist lächerlich. TNT-Spuren sind ungefährlich. TNT-Spuren liegen haufenweise in den Asservatenkammern aller 16 LKA und des BKA herum.

    Aber wenn man die Manipulationen nicht erkennen will, dann erkennt man sie auch nicht. Da ist alle Diskussion sinnlos.

    1. @fatalist : Sie schreiben :
      „Während die Polizei die nicht zündfähigen(!!!) Rohrbomben gesprengt haben will, nahm sie vom “TNT im Schuhkarton” Asservate im Milligramm und Grammbereich, …Die Asservate wurden aber VOR der Verjährung beseitigt, ohne “chemischen Fingerabdruck” (Herkunft des TNT), und das laut Staatsanwaltschaft Gera schon 1998, während das LKA das Jahr 2000 angibt.“
      in ihrem Link steht :
      „Von den Sprengstoffen, die sich in den Rohrbomben und in anderen Behältnissen, insbesondere in dem Beutel „Spur Nummer 9“ befanden, wurden nach der Delaborierung (Trennung der Behältnisse von den noch vorhandenen sprengfähigen Inhalten) Proben für die kriminaltechnischen Untersuchungen genommen. …Diese Proben wurden danach kriminaltechnisch untersucht, insbesondere einer gaschromatographischen und einer infrarotspektroskopischen Untersuchung unterzogen,“
      Sie wollen ihre Aussagen mit dem Link belegen, da steht aber offensichtlich das Gegenteil. Nun schränken sie ihre Aussage ein, die müssen die TNT-Spuren länger aufbewahren, und aus dem Artikel geht hervor das sie das nicht taten. In dem Artikel steht :
      „Fallhammertest wurde festgestellt, dass die einzelnen Proben auch sprengkräftig waren und damit unter das Sprengstoffgesetz fallen.“
      Nun steht Aussage gegen Aussage, die Polizei sagt das Gesetz gilt auch für Proben, sie streiten das ab, nennen aber keine Quelle. Das überzeugt mich so noch nicht.

      @Georg Lehle : Die soll da mit reingesppielt haben :
      „Am 6. Dezember 1993 verurteilte das Amtsgericht–Jugendschöffengericht–Jena Böhnhardt unter Einbeziehung der Gesamtstrafe aus dem Urteil des Kreisgerichts Jena vom 5. Mai 1993 (512 Js 50876/93) wegen Erpressung und gefährlicher Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren.“
      ( e-Vorabversion NSU-UA-Bericht, S.77 )
      Andere Körperverletzungen usw wurden mit dem „Kühnen-Gruß“-Verfahren verbunden( die Kreuzverbrennung ), und am 25.1.00 vorläufig, am 24.1.05 endgültig eingestellt( lange genug untergetaucht ).

      1. Lieber E. Krüger,

        Sie gehen völlig fehl in der Annahme, dass ich Sie überzeugen wolle. Nichts liegt mir ferner.

        Gruß Fatalist

        Fakt ist, dass das „TNT“ bereits 1998 vernichtet wurde, und Fakt ist auch, dass das LKA nach dem Bekanntwerden dieser „Schlamperei“ eine dümmliche Erklärung hinterher schob, dass Asservate im Milligramm und Grammbereich erst 2000 vernichtet worden seien.

        Wäre das LKA doch wenigstens so schlau gewesen, 2003 statt 2000 zu schreiben, dann wäre das wenigstens nach Verjährung der „TNT-Sache“ geschehen…

        http://www.otz.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Beweismittel-zu-NSU-Bombentrio-bereits-vernichtet-654327993

        Zitat:

        Der Sprengstoff aus der „Neonazi-Bombenwerkstatt“ in Jena ist 1998 unsachgemäß erfasst und offenbar zu früh vernichtet worden. Das geht aus Akten hervor, die dem MDR Thüringen in Kopie vorliegen.

        Auf Aufforderung der Staatsanwaltschaft Gera hatte das Landeskriminalamt Ende Dezember 1998 eine Liste der TNT-Funde vorgelegt mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass Originalspuren nicht mehr vorhanden seien.

        Doe Asservatenlüge des LKA stammt aus 2012 und ist nicht verjährt. Darf ein LKA die Öffentlichkeit einfach so belügen?

        1. @fatalist : Ich sage ja, sie hatten den falschen Link erwischt. Nun haben sie den gefunden den sie anfangs verlinken wollten, einen otz-Artikel vom 08.09.12 mit Angaben aus einem mdr-Beitrag vom 07.09.12. Sie hatten aber vorher die Richtigstellung dazu vom LKA vom 11.09.12 erwischt. Und in der steht ja genau das Gegenteil von dem was sie schreiben. Das LKA vernichtete 98 die Bomben, 00 die Proben, beides wird mit dem Sprengstoffgesetz begründet, und 05 noch Rohre, steht in ihrem ersten Link, kennen sie. Sie schrieben das Sprengmittelgesetz gelte nicht für die Proben, anstatt zu erklären woher sie das haben weiten sie das nun auf die Bomben aus. Mal im Ernst, kennen sie nun entsprechende Regelungen für das LKA, die das Sprengstoffgesetz aushebeln, oder kennen sie die nicht ?

  4. http://www.thueringen.de/th3/polizei/lka/presse/aktuell/pm/66821/
    … jedoch ist bereits in der Garage festgestellt worden, dass die Täter das vermeintliche TNT umlaboriert und verunreinigt hatten. Schon diese Handlungen verändern grundsätzlich die Handhabungssicherheit von TNT. Deshalb konnte damals davon ausgegangen werden, dass eine grammgenaue Messung des Gewichts des TNT aus den einzelnen Gegenständen zu gefährlich ist. Handhabungsunsichere Sprengstoffe können zudem, entgegen der Auffassung des MDR, nicht asserviert werden. Sie wurden und werden deshalb regelmäßig zur Gefahrenabwehr vernichtet. Dies entspricht auch der Mitteilung des MDR, wonach von der Staatsanwaltschaft Gera im Dezember 1998 vermerkt wurde, das TNT sei „aus Sicherheitsgründen vernichtet“ worden.

    Dieser Unfug soll nicht unwidersprochen stehen bleiben. Deshalb einige Worte zur Gefährlichkeit des TNT:

    Die wichtigste Eigenschaft für Sprengstoffe im militärischen Einsatz ist die Ungefährlichkeit. Das klingt auf den ersten Blick verrückt, ist jedoch bei genauerer Betrachtung leicht nachvollziehbar. Der Soldat im Kampfeinsatz muss sich 100% darauf verlassen können, dass ihm seine Kampfmittel nicht um die Ohren fliegen.
    TNT ist ein militärischer Sprengstoff. Es ist für den militärischen Einsatz geeignet, weil es brand- und beschusssicher ist.

    Bei TNT irgendeine Art von Gefährlichkeit zu behaupten ist vollkommener Blödsinn.
    Wenn schon TNT ungefährlich ist, so trifft das noch mehr zu auf verunreinigtes (was immer das bedeuten mag, der Bericht enthält keine Einzelheiten) TNT zu. Einfache Verunreinigung bewirkt bei diesem Stoff gar nichts. Starke Verunreinigungen machen das TNT für den Zweck als Sprengstoff immer unbrauchbarer. Die Verunreinigung machen das TNT nicht gefährlicher, sondern im Gegenteil: ungefährlicher.

    Von verunreinigtem TNT geht auf gar keinen Fall mehr „unmittelbare Gefahr für Leib und Leben“ aus als von reinem.

    ——————————————–

    Soviel zur sachlichen Klarstellung.
    Das heißt nicht zwingend, dass irgendjemand in betrügerischer Absicht manipuliert hat. Denkbar sind auch harmlose Erklärungen, z.B. die schnöde Faulheit.
    Sprengmittel unterliegen (wie Waffen und Munition überhaupt) hinsichtlich der Lagerung und deren Protokollierung harten Bestimmungen. Kann gut sein, dass der Lagerverwalter sich diesen Stress ganz einfach vom Leibe halten wollte und bei erstbester Gelegenheit den Kram entsorgt hat.

  5. Komischerweise wäre laut der Unterlagen des NSU-Ausschusses des Bundestages der Vermieter von Zschäpes Garage ihr Onkel gewesen (also Ronald Appel oder Apel siehe Grafik)!

    „Zeuge Mario Melzer: Wenn man jetzt das so sieht, dass im Vorfeld keiner an die Garagenbesitzer ran – getreten ist, um den Durchsuchungs- und Ermittlungserfolg nicht zu gefährden, ist es irgendwo schlüssig. Wenn man jetzt allerdings schlecht denkt – man sagt mir nach, dass ich oft schlecht denke; aber das bringt eben über 20 Jahre kriminalpolizeiliche Ermittlungstätigkeit mit sich, dann kann ich mir natürlich auch eine ganz andere Version bilden.
    (Clemens Binninger (CDU/CSU): Welche?)
    Und zwar ist es natürlich ideal, wenn ich, angenommen, als Geheimdienst eine Garage habe, die ich eigentlich relativ gut überwachen kann, weil sie jemandem gehört, der einer Ermittlungsbehörde angehört. Also, eigentlich ist es eine relativ einfache Geschichte. Wenn ich eine Übereinkunft treffen würde oder wollte, und es steht dann im Raum, dass ein Kollege sich anbietet, eine Garage zur Verfügung zu stellen, dann kann ich natürlich die ganz gut überwachen, kann rein – und rausgehen. Es ist eigentlich gar keine schlechte Geschichte. Es ist nur eine Hypothese, weil eigentlich der Umstand, dass diese Garage gerade einem Kollegen gehört, das ist schon sehr, sehr, sehr seltsam.
    Vorsitzender Sebastian Edathy: Haben Sie denn da irgendwelche näheren Hinweise darauf?
    Zeuge Mario Melzer: Nein, habe ich nicht. Das ist eine reine Version von mir, weil ich mir Gedanken gemacht habe-
    Vorsitzender Sebastian Edathy: Nach unseren Unterlagen war das ein Onkel von Frau Zschäpe.
    Zeuge Mario Melzer: Ein Onkel soll es ja nicht gewesen sein. Also, es gibt eine Namensgleichheit,
    (Wolfgang Wieland (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Nur eine Namensgleichheit!) aber mehr nicht.
    (…)
    Wolfgang Wieland (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): An der Stelle noch mal, damit ich Ihre Hypothese im Negativbereich richtig verstehe; wie gesagt, eine Hypothese. Danach könnte es so sein, dass diese Garage schon lange unter Beobachtung des Verfassungsschutzes war, sie möglicherweise mit Wissen und Wollen dieser Behörde eingerichtet wurde, dass man dann irgendwann gesagt hat: „Jetzt wird es zu heiß; jetzt basteln die da wirklich Bomben. Jetzt machen wir einen Hinweis an das Thüringer Landeskriminalamt“, dass man aber gleichzeitig eine Festnahme verhindern wollte, indem man zu lange „VS-Vertraulich“ gestempelt hat, um die Beantragung eines Haftbefehls so lange hinauszuzögern, bis die untergetaucht sind. Ist das sozusagen die Hypothese im Negativbereich?
    Zeuge Mario Melzer: Ja, so eine Hypothese könnte man durchaus anstellen, wohlgemerkt: eine Hypothese, eine Version.
    Wolfgang Wieland (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Ja.
    (Bundestag)

  6. Zitat:
    “… die Grundinformation, dass Neonazis in Jena/Thüringen mit Sprengstoffen hantieren, von einer menschlichen Quelle stamme.” (haskala)
    [/Zitat Ende]

    Ist Enrico T. dieser V-Mann?

    Die Ex-Freundin von Hans-Ulrich M. belastete Enrico T. nämlich nebenbei, als sie beim Prozess im Jahr 1996 gegen M. aussagte:

    Zitat:
    Dabei hatte sie bereits 1996 Hans-Ulrich M. als Waffenschmuggler vor
    der Polizei schwer belastet. Sie sagte aus: „Dass mein ehemaliger Lebenskamerad, Hans Ulrich M., Straften begeht, in dem er Waffen und Drogen aus der Schweiz in die
    Bundesrepublik bringt.“
    Zudem benennt sie einen guten Freund von Hans-Ulrich M. als Abnehmer einer
    geschmuggelten Waffe: Enrico T. Laut Anklage der Bundesanwaltschaft ist Enrico T. das Bindeglied zu den drei untergetauchten Neonazis. Er ging mit Uwe Böhnhardt zur Schule, war Nachbar der Garage, in dem das Nazitrio später sein Waffenlager besaß. Er soll letztendlich die Ceska 83 in die Thüringer Naziszene gebracht haben. Wie genau, ist auch für die Mitglieder des Untersuchungsausschuss des Bundestages noch nicht geklärt.
    [/Zitat Ende]
    Quelle:
    MDR – Exakt: „Seltene Waffe – Die ungenutzte Spur in der NSU-Mordserie“
    http://www.mdr.de/exakt/nsu_mordwaffe106-download.pdf

    – Enrico T. hatte also Waffen illegal besessen und war dadurch erpressbar (Prozess gegen Hans Ulrich M. im Jahr 1996)
    – Enrico T. kannte Uwe Böhnhardt sehr gut noch aus der Schule
    – Enrico T. war „Nachbar“ der Bombengarage Nr 5
    Was genau bedeutet dieses „Nachbar“?
    Hatte er eine Nachbargarage gemietet oder wohnte er in der Nachbarschaft?
    Hatte er aufgrund dieser Nachbarschaft und aufgrund des Freundschaftsverhältnisses Kenntnisse vom Inhalt der Garage und verriet das dann an den Verfassungsschutz, weil der ihn wegen illegalem Waffenbesitz erpresste?

  7. Zitat:
    Nach zwei Stunden seien sie mit den Garagen fertig gewesen, Uwe habe abgeschlossen, sei dann in die Wohnung gegangen, habe seinen Autoschlüssel geholt, sei zu seinem Auto gegangen, weil die Polizei gesagt habe, es müsse noch eine andere Garage (…) durchsucht werden und er müsse mit.
    [/Zitat Ende]

    Genau das musste doch bei Uwe Böhnhardt die Alarmglocken schrillen lassen, nicht erst das „Jetzt bist du fällig, der Haftbefehl ist unterwegs!“, das ihm ein Polizist zugeraunt haben soll.
    Offiziell hatte Uwe Böhnhardt keine Beziehung zur Garage 5 und auf dem Durchsuchungsbeschluss gabe es auch keine Verbindung zwischen ihm und dieser Garage.
    Wenn die Polizei also ihn in Beziehung zur Garage 5 setzte, dann musste er daraus schließen, dass er überwacht bzw verraten worden war.
    Er hätte es aber trotzdem drauf ankommen lassen können, denn von ihm gab es nur 2 Zigarettenstummel mit seiner DNS in der Garage 5, aber die hätten auch lange vorher dort hingeworfen sein können etwa bei einer Feier und die Bomben hätten auch lange nach einer solchen Feier gebaut worden sein können. Für eine Verurteilung würde das nicht reichen, wenn seine DNS nicht direkt an den Bomben klebt. So sah das auch der Staatsanwalt, wie oben im Artikel zitiert wird.

  8. Das Trio durfte nicht gefunden werden :
    “ Demnach habe der heutige LKA-Präsident Werner Jakstat 2003 die Anweisung gegeben, einem Zeugenhinweis nicht nachzugehen. …Doch bevor ausführliche Ermittlungen anlaufen konnten, habe der damalige LKA-Vizepräsident Werner Jakstat persönlich angerufen und die Ermittler angewiesen, nichts herauszufinden, erinnert sich der LKA-Beamte. Daraufhin seien alle Ermittlungen eingestellt worden. “
    http://www.fr-online.de/neonazi-terror/nsu-prozess-lka-praesident-soll-fahndung-verhindert-haben,1477338,25579340.html
    ( Verjährung war bei Böhnhardt 2007 )

    Auf S.131/132 werden im UA-Bericht die Gemeinsamkeiten der Funde aus der Garage mit denen der Bombenattrappen aufgezählt, das sind Farbreste und Schwarzpulver( in der Theaterbombenattrappe war ja sowohl Schwarzpulver als auch TNT enthalten ):
    “ Auch die Zusammensetzung des Schwarzpulvers, das in dem am Theaterplatz abgestellten Koffer enthalten war, stimmte in der Zusammensetzung mit Substanz-resten überein, die in einer Kunststoffschale in der Garage Nr. 5 an der Kläranlage aufgefunden wur-de. “
    Aber was ist mit der Zusammensetzung des TNT’s, sollte die dann nicht auch übereinstimmen, oder ist das nicht erwähnenswert ? Bezüglich des TNT herrscht dieses Desinteresse, als wäre es das Trio selbst :
    “ Ermittlungshandlungen, mit denen die Herkunft des Sprengstoffs versucht wurde abzuklären, konnte der Ausschuss nicht feststellen. „S.133

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