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Gibraltar hat trotz 100% Impfquote eine Inzidenz von 600

Die SÜDDEUTSCHE berichtet vom „Corona-Rätsel um Gibraltar“: „Die Halbinsel südlich von Spanien meldet eine Impfquote von sagenhaften 100 Prozent gegen Covid-19. Trotzdem ist die Inzidenz jetzt auf mehr als 600 gestiegen.“

Der letzte Satz des Teasers verspricht vollmundig: „Weshalb das kein Hinweis auf eine schlechte Schutzwirkung der Impfungen ist“ – was der Artikel dann aber nicht einlöst,
https://www.sueddeutsche.de/wissen/covid-19-corona-inzidenz-gibraltar-impfquote-impfung-1.5362937

Nach Erreichen der fantastischen 100 Prozent hatte der Chief Minister am 8. April die Halbinsel für Covid-frei erklärt, da es erstmals keine aktiven Infektionsfälle unter den Einheimischen mehr gab. Zu den bis dahin 94 Todesfällen kam seither keiner hinzu.
Bei nur 34.000 Einwohnern und Sommer-Effekt dürften sich allerdings auch bei uns viele ähnliche Kleinregionen ausmachen lassen (vor allem solche, wo der „Sterbestopp“ zusätzlich auf eine Impfquote von weit unter 100 Prozent trifft).

Die wegen Frühling und Sommer generell milderen Verläufe kann man halt nicht einfach als Erfolg der Impfung feiern.

Die SZ meint listig, trotz knapp 80 000 verimpften Dosen stimme das mit den „100 Prozent durchgeimpft“ nicht – zusätzlich zur eigenen Bevölkerung seien auch mindestens 8000 spanische Pendler geimpft worden.

Und von den gestrigen 18 Neuinfektionen seien zehn vollständig Geimpfte und acht Ungeimpfte. In beide Gruppen seien alle Altersklassen vertreten – was bei letzteren wohl als Hinweis auf den Einheimischen-Status und damit Widerlegung der 100-Prozent-Durchimpfung gelten soll.

Es hilft aber alles Leugnen nichts: Wenn bei nahezu 100 Prozent Impfungen immer noch keine Herdenimmunität entstanden ist, dann findet eben in Gibraltar jetzt gerade die natürliche Immunisierung durch Ansteckung statt.

Auch wenn dieser Immunisierungsweg von der impf-begeisterten WHO letzten Oktober noch so feierlich weg-definiert wurde: das Virus hat sein Veto eingelegt und jetzt umgekehrt die Impfung bzw. den Schein ihrer segensreichen Wirkung weggeschoben.

„Fast alle Infektionen lassen sich auf die Delta-Variante des Virus zurückführen“ – den Appell an den Delta-Panikreflex im letzten Satz des Artikels hätte die SZ sich schenken können: Delta ist längst auch bei uns dominant, hat aber die Inzidenzen von 5 nur auf weiterhin winzige 15 hochgeschraubt, nicht auf 600 wie in Gibraltar.

Aber wenn trotz besseren Wissens auch ein Söder noch auf der Delta-Panikwelle reitet, warum nicht auch seine Hof-Presse?

Impfstrategie(n) der Politik – von der Zwangsneurose zum Zwangsimpfen?

Die auf Anti-Corona-Demos zu sehenden „Impfen macht frei“-Plakate führten oft zu strafrechtlichen Ermittlungen, z.B. wegen Volksverhetzung, obwohl die Plakatträger bestimmt kaum den zynischen Original-NS-Spruch „Arbeit macht frei“ verharmlosen, sondern einfach zwischen zwei in ihren Augen verwerflichen Einstellungen eine (beide anprangernde) Analogie setzen wollten.

Von „Impfen macht frei“ zu „Ohne Impfen keine Freiheit“

… ist inhaltlich kein Unterschied mehr (und auch von der Wortwahl her kaum): Einerseits die verteufelten Plakatträger, andererseits Strahlemann Söders aktuelle „Knallhart-Ansage“ (Berliner Zeitung). Wenigstens brauchen die Plakatträger jetzt keine „Schauprozesse“ mehr fürchten – sie könnten sonst Söder in den Zeugenstand rufen.

Söder verspricht „mehr Freiheit“ für vollständig Geimpfte, u.a. sollten Urlaubs-Quarantäneregeln für sie nicht mehr gelten – obwohl man weiß, dass Geimpfte hauptsächlich vor dem eigenen schweren Verlauf geschützt sind, so dass auch sie das Virus mit zurück in die Heimat bringen und verbreiten können.
Dies ignorierend, schwingt er sich auf zum Don Quichotte, der als unser Retter unbedingt gegen das von außen kommende Virus anreiten muss: „Wir sind im Wettlauf mit der Zeit – mit der Delta-Variante“, [1].

Das große Fakten-Ausblenden

Auch hierbei verschweigt er etwas: In Sachen Varianten-Verteilung hat Delta bei uns nach rasantem Anstieg schon einen Anteil von 75 Prozent – der Wettlauf ist also längst vorbei, sprich: verloren.
Füllen sich folglich verstärkt die Intensivstationen?

Nicht wirklich, aber die Inzidenzen (die trotz – oder wegen – ihrer Fragwürdigkeit nirgendwo mit so akribischer Hingabe gezählt werden wie in Deutschland) haben sich vom Tiefststand am 6. Juli mit 4,9 auf jetzt 9,4 fast verdoppelt – und ab 10 werden die ersten alten Einschränkungen wiederkehren.

„Anstieg“ klingt sehr dramatisch, die realen Zahlen sind aber im Vergleich zu denen der Angelsachsen eine Lachnummer:
New York hatte im März den Lockdown bei Inzidenz über 300 aufgehoben und in England streitet sich gerade der Londoner OB mit Premier Johnson darüber, ob es im Fußball-EM-Nachgang und bei Inzidenz 360 wirklich sein muss, kommenden Montag 19. Juli sämtliche Corona-Beschränkungen (inkl. Maskenpflicht) aufzuheben! [2]

Politik-Konzept 1: „Kini“-Ukas statt Viren-Wissenschaft

Bei einem 36-fach so großen „Alarm-Wert“ steuern Angelsachsen also ernsthaft die völlige Freiheit an, während „Zügel-Anzieher“ Söder weder diese Tatsache erwähnt noch den bei uns bisher so wichtigen (derzeit aber winzig kleinen) deutschen Wert – ist das eine spezielle deutsche Viren-Wissenschaft oder der Machtergreifungs-Rausch eines absolutistischen Herrschers, der vor den Augen eines verängstigten Volkes endlich eine Grundrechts-Zuteilungbefugnis an sich reißen kann wie kein „Kini“ vor ihm?

Politik-Konzept 2: Experten haben auf Linie zu sein

Das hat beim Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung in Rheinland-Pfalz (KV), Peter Heinz, nur zeitweise geklappt: Er habe sich zur Frage, wie man einer Impfmüdigkeit weiter begegnen könne, „offenbar unglücklich und missverständlich ausgedrückt“, so Heinz vor einigen Tagen. Es sei weder seine Absicht noch Intention gewesen, Unge­impften ihre Grundrechte in irgendeiner Form abzusprechen, [3].

Söder macht unterdessen weiter Druck auf die Stiko (Ständige Impfkommission, von der er eine „schnellere“ generelle Corona-Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren  will.
Er scheint zu glauben, ein Durchimpfen bis Sommerferienende hinzubekommen und dadurch Präsenz-Unterricht „herbei-spritzen“ zu können; von Bedenken will er nichts hören.

Stiko-Chef Mertens (der sonst Talkshows meidet) setzte sich daher am Donnerstag zu Markus Lanz und betonte die Unabhängigkeit der Stiko, deren Stellungnahmen bei Politikern aber nur Akzeptanz fänden, wenn sie ihnen ins Konzept passen. Insbesondere stellte er klar, dass „schneller“ in Sachen Minderjährigen-Impfung für ihn kein Kriterium ist, da Impfen für Kinder ein schlechtes Nutzen-Risiken-Verhältnis biete und erst recht kein Kriterium, solange die aus Sicht der Herdenimmuntität wirkungsvollere und vorrangige Impfquote bei Erwachsenen noch Richtung 75 Prozent erhöht werden kann, [4].

Weitere Mertens-Argumente, die man z.B. von einer Alarm-Heulboje wie Lauterbach nie zu hören bekäme [5]:
„Long Covid ist kein Krankheitsbild bei Kindern“
„Anders als bei Corona sei beispielsweise eine Krankheit wie Ebola zu betrachten, da liege die Sterberate bei 60 Prozent und natürlich stünden da die Nebenwirkungen einer Impfung ,in einem ganz anderen Verhältnis‘ zum Risiko einer Nichtimpfung“ und es gebe
„Erkenntnisse aus den USA über Herzmuskelerkrankungen bei jungen Leuten nach der Impfung. Da wisse noch keiner, ob dies nicht langfristige Folgen habe etwa in Form einer Herzinsuffizienz.“

„Astra-Zeneca-Entwicklerin stellt generelles Impfen von Kindern infrage“, [6] – vielleicht macht bei Söder und Konsorten wenigstens die brandaktuell veröffentlichte Meinung der Immunologin Prof. Sarah Gilbert den nötigen Eindruck? Als typische Pharma-Kritikerin kann man ausgerechnet sie nämlich nicht abtun und als Pharma-Insiderin dürfte ihre Meinung schon einiges an Gewicht haben.

Politik-Konzept 3:
Gegen Impf-Müdigkeit hilft … die frühe Impf-Auffrischung!

Die laut SZ „federführende Entwicklerin des Astrazeneca-Impfstoffs“ vertritt auch die Meinung, dass Auffrischungsimpfungen für die allgemeine Bevölkerung nicht nötig sein werden. Letzteres sieht die Konkurrenz von Pfizer/Biontech anders und ließ letzte Woche verlauten: „Auffrischungs­impfung wahrscheinlich erforderlich“, [7].

Direkt nach der Pfizer-Ankündigung zierten sich die Behörden noch, sowohl in den USA als auch in Europa (wohl um den Eindruck zu vermeiden, als Pharma-Büttel auf Zuruf strammzustehen):
„Die US-Gesundheitsbehörden würden die Frage untersuchen, sich dabei aber nicht ausschließlich auf Daten von Pharmafirmen verlassen. Auch die Europäische Arzneimittelagentur Ema sieht noch keine ausreichende Studienlage“, meldete am 9. Juli die ZEIT, [8].

Die Wahrheit ist (im Web nachzulesen schon seit 1. Juli):
Pharma und Politik sind längst dabei, die Deals in trockene Tücher zu bringen. Spahn will „mehr als 204 Millionen Corona-Impfstoffdosen für das kommende Jahr beschaffen. Auch Auffrischungsimpfungen spielen dabei eine Rolle“, [9].
Die Menge reicht, um nächstes Jahr 68 von 82 Millionen Einwohnern (also 83 Prozent) je drei Dosen reinzustechen!

Warum erst nächstes Jahr, fragt sich nicht nur der MERKUR vor wenigen Tagen, [10]:
„Dritte Corona-Impfung noch 2021 nötig? Spahn will schon Dosen zurückhalten – Patientenschützer mahnt /
Deutschland impft fleißig vor sich hin. Dennoch ist ein Ende der Immunisierungen im Akkord ist so bald nicht in Sicht. Nun laufen die Vorbereitungen für die Auffrischungen.“

Politik-Konzept 4: Impfen hilft für und gegen alles, mühelos

Im Anschluss an die Mertens-Äußerungen fühlte Lanz dem anwesenden SPD-Vorsitzenden und Kinder-Impfen-Befürworter Walter-Borjans auf den Zahn, inwieweit Politiker z.B. Luftfilter beschaffen etc. könnten, sie aber passiv warten und eigene Anstrengungen in der Schulferienzeit (im jetzt bereits zweiten Corona-Sommer) wiederum unterlassen, dieses Mal weil sie alles bequem von der Kinder-Impfung erledigen lassen wollen.
(Impfung – auch darauf hatte Mertens hingewiesen – kann sowieso kein perfektes Mittel für Schulen sein, weil sie für unter 12-jährige, d.h. etwa die Hälfte aller Schüler, nach allgemeiner Meinung nicht in Betracht kommt.)
Walter-Borjans konnte mit seinem Rum-Geeiere den fatalen Eindruck dieser impf-fixierten Politiker-Passivität in Sachen Schulen ganz und gar nicht entkräften.

Politik-Konzept 5: Sicher ist sicher und viel hilft viel

Schlimmer geht nimmer, könnte man meinen, aber trotz des deutlichen Panik-Vorsprungs der Deutschen vor den Briten, werden wir von Mauritius getoppt, obwohl der Inselstaat mit seinen insgesamt 1,2 Millionen Einwohnern erst 20 Pandemie-Tote zu beklagen hat (umgerechnet auf Deutschland wären das nur rund 1.400 statt 80.000 Tote).
Erstmals seit März 2020 hat Mauritius jetzt seine Grenzen für ausländische Touristen wieder geöffnet. Statt alternativ wie bei uns, gelten die strengen Corona-Auflagen aber parallel, denn Einreisende müssen …
– geimpft sein
und einen negativen PCR-Test vorweisen
und nach Ankunft 14 Tage Quarantäne im Hotel antreten, [11].

Vielleicht darf man es gar nicht zu laut sagen, um Söder & Co. nicht zu inspirieren. Allerdings werden hoffentlich nicht erst künftige Historiker hinterfragen, warum das fortschrittliche China das Land der zünftig-ausgelassenen Oktoberfeste ist (und während der Pandemie blieb), während im Reich des bayrischen Kini Markus selbige Feste abgeschafft werden mussten, [12].

Politik-Konzept 6:
Wenn Impfen nicht hilft, dann hilft eben noch mehr Impfen

„Israel kämpft trotz hoher Impfzahlen mit der Delta-Variante“, berichtet das Ärzteblatt von einem rasanten (Testungs-)Fallanstieg in der zweiten Juni-Hälfte, [13].
„Nach Untersuchungen des israelischen Ge­sund­heits­mi­nis­teriums haben rund 90 Prozent der Neuinfi­zierten die aggressivere Delta-Variante – und rund die Hälfte ist geimpft.“

So richtig scheint der Impfstoff (in Israel: fast nur Biontech) also nicht gegen Delta zu helfen? Jedenfalls nicht gegen die Ausbreitung des Virus – gegen schwere Verläufe dagegen schon, wie man uns wiederholt versichert hat, [14].

Wo liegt also das Problem? Versteckt im Text: Man will auch dort ran die Kinder, die bisher ungeimpft im Flugzeug neben ihren geimpften Eltern in den Auslands-Sommerurlaub fliegen dürfen.
Die meisten der Infizierten seien nämlich Kinder und „mehrere Ausbrüche in den vergangenen Tagen waren an Schulen geknüpft“.
Ebenfalls versteckt im Text: „Die Zahl der Schwerkranken blieb mit 26 zunächst stabil und niedrig“. Man verkauft uns also eine harmlos sich ausbreitende natürliche Immunisierung (die es laut der WHO-Neudefinition des Begriffs „Immunisierung“ ja gar nicht mehr gibt – immun werde man nur per Impf-Spritze) als Problem.

Und Ende Juni konnte man bei uns Deutschen Delta noch als eine deutlich „aggressivere“ Variante bezeichnen. Starke zwei Wochen später dominiert Delta jetzt aber auch bei uns – bei Inzidenzen von weiterhin noch unter 10 „leiden“ jedoch wohl hauptsächlich die konkurrierenden (und jetzt eben von Verdrängung bedrohten) anderen Viren-Varianten, nicht die „befallenen“ Menschen, auch und gerade nicht die Kinder.

Virologin und Kanzlerberaterin Melanie Brinkmann, eines der prominentesten Gesichter der No-Covid-Gruppe, ist dennoch ungerührt „absolut dafür, auch die Zwölfjährigen zu impfen“ [15].

Und „Karl Lauterbach fordert aufgrund der Delta-Variante mehr Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche. Kinderärzte widersprechen ihm“, [16].

[1] https://www.nordbayern.de/politik/soder-erhoht-den-druck-ohne-impfen-keine-freiheit-1.11211204
[2] https://www.kreiszeitung.de/welt/inzidenz-in-grossbritannien-ueber-360-london-meutert-gegen-corona-lockerungen-zr-90862499.html
[3] https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/125487/Corona-Debatte-um-Einschraenkungen-fuer-Ungeimpfte
[4] https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-15-juli-2021-100.html
[5] https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stiko-chef-bei-markus-lanz-unter-druck-nur-einmal-verliert-mertens-die-ruhe.e957b704-25ea-4a09-a85a-58c6c85d3d17.html
[6] https://www.sueddeutsche.de/politik/corona-weltweit-astrazeneca-kinder-impfung-1.5348933
[7] https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/125447/Pfizer-Biontech-Auffrischungsimpfung-wahrscheinlich-erforderlich
[8] https://www.zeit.de/wissen/2021-07/coronavirus-impfstoff-pfizer-biontech-auffrischungsimpfung
[9] https://www.pharmazeutische-zeitung.de/spahn-will-204-millionen-impfstoffdosen-fuer-2022-126638/
[10] https://www.merkur.de/welt/corona-impfung-booster-auffrischung-spahn-senioren-wieler-rki-virus-delta-90826669.html
[11] https://kurier.at/freizeit/reise/mauritius-laesst-erstmals-wieder-touristen-auf-die-trauminsel/401444527
[12] https://friedensblick.de/31757/fruehling-mit-vorfreude-aufs-oktoberfest-in-china-moeglich-bei-uns-nicht/
[13] https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/125084/Israel-kaempft-trotz-hoher-Impfzahlen-mit-der-Delta-Variante
[14] https://www.nordbayern.de/panorama/delta-variante-wie-gut-schutzen-biontech-astrazeneca-und-johnson-johnson-1.11148566
[15] https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/melanie-brinkmann-ueber-impfungen-bei-kindern-und-die-delta-variante-17422822.html
[16] https://www.fr.de/politik/coronavirus-karl-lauterbach-impfungen-kinder-delta-variante-zr-90828382.html

PCR-Misere: Peinliche Rückzugsgefechte von Merkel und Lauterbach

Corona darf nicht sterben: Wir testen uns durch den Sommer

Die Ärztezeitung meldet aus Hamburg:
„80 Prozent der positiven Corona-Schnelltests falsch-positiv“, [1]. Es sei allerdings keine „überraschende Erkenntnis“, dass mit sinkender COVID-19-Inzidenz die Rate falsch positiver Ergebnisse bei Antigen-Schnelltests steige. Während letztes Jahr die Medien aber wortreich auf Sensitivität und Spezifität verwiesen und die Sache zu einem erwartbar gewesenen statistischen Bodensatz-Phänomen erklärten, verweist die Fachzeitschrift dieses Mal nur kurz auf die Wortmeldungen der Opposition (Es stelle sich „die generelle Frage, wie aussagekräftig Schnelltests tatsächlich noch sind“) und auf die fehlende Kontrolle der aus dem Boden geschossenen Schnelltestzentren.

Die Labore als Konkurrenz der Schnelltestzentren haben sich inzwischen über ihre Laborverbände zu Wort gemeldet [2] mit der Forderung: „Auch bei milden Symptomen gleich ein PCR-Test!“
Die PCR-Tests seien zuverlässiger, gerade bei der neuen Delta-Variante. „Der BDL unterstütze auch die Forderung des Europäischen Parlaments, die Antikörperdiagnostik als Genesenen-Nachweis und auch als Nachweis neutralisierender Antikörper nach Impfung.“
Was immer noch fehle, sei eine einheitliche Standardisierung der Teste mit Grenzwerten, die einfach nachvollziehbar seien. Die hierfür notwendigen WHO-Standards existierten bereits.

Reichlich Tests, aber keine Standards – auch noch nicht bei PCR

Das kommt einem doch irgendwie bekannt vor: Spätestens seit September 2020 ist es Wissenschaftlern und Medienöffentlichkeit in Deutschland wie in den USA bekannt, dass bei CT-Werten (allerspätestens) von 30 und höher die getestete Virenlast der Ausgangsprobe zu klein war, um infektiös sein zu können, [3].
Wer also nicht bloß „PCR-positiv“-Alarmrufe ausstoßen und blinden Panik-Aktionismus betreiben will, sondern gezielt echte Infektionsketten nur dort sucht, wo sie wirklich zu erwarten sind, müsste sich intensiv mit den CT-Werten beschäftigen. Die verantwortlichen Wegschließ-Fanatiker haben ihre Lektion aber immer noch nicht gelernt und man muss ihren Lernwillen ernsthaft bezweifeln.

Meldung vom 22. Juni:
Corona-Studie zweifelt an PCR-Tests: „Nicht hinreichend für politische Maßnahmen“ – Lauterbach kontert scharf, [4].

„Ein positiver RT-PCR-Test allein ist nach unserer Studie kein hinreichender Beweis dafür, dass Getestete das Coronavirus auf Mitmenschen übertragen können“, schildert Prof. Dr. Andreas Stang in der Pressemeldung der Uni Duisburg-Essen die eigentlich nicht ganz neue Erkenntnis, die ein Lauterbach aber entrüstet zurückweist.

„Geeigneter wären zum Beispiel verlässliche Angaben zur Intensivbetten-Belegung sowie zur Mortalität, also zu der jeweiligen Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19“.
Liege der CT-Wert bei 25 oder höher, gehe man derzeit davon aus, dass die getestete Person nicht mehr ansteckend sei.
Dies sei bei 60 Prozent der Getesteten mit Covid-19-Symptomen der Fall gewesen, „in den Wochen 10 bis 19 [8. März bis 16. Mai] waren es sogar 78 Prozent, die sehr wahrscheinlich nicht mehr ansteckend waren.“

In Sachen echter Brauchbarkeit sind positive PCR-Tests (zumindest wie sie bei uns gehandhabt werden) also keinen Deut besser als die Schnelltests: Vier Fünftel sind für die Tonne.
Und positive PCR-Tests führen bekanntlich nicht nur zur Quarantäne des einzelnen Testlings, sondern sind Basis der Inzidenz-Berechnung und damit des gesamten Lockdown-Theaters.

Lauterbachs angeblich scharfer Konter ist daher ein jämmerlicher Rohrkrepierer. Zur neuen Studie twitterte er:
„Das ist, mit Verlaub, Quatsch. Ct-Werte wurden meist mitgeteilt.“
Er macht nur ein kleines Zugeständnis am Rande:
„Man hätte am Quarantäne Ende Noch-Positive mit hohen ct Werten früher wieder aus Quarantäne befreien können“, [5].

Lauterbachs PCR-Behauptungen und das wirkliche Leben

Dazu die Erfahrungen einer Rentnerin, die ich persönlich kenne:
Am 26. April bekam sie vorab zu einem kleinen Klinik-Eingriff einen (negativen) Schnelltest – der zeitgleich abgenommene PCR-Test wurde ihr zwei Tage später (nach dem Eingriff, denn die Klinik sah kein Problem) jedoch als „positiv“ offenbart.

Mit (man höre und staune) einem CT-Wert von 30, womit sie in die zweite Quarantäne kam (die erste hatte gerade eine Woche vor dem 26. April geendet und war ihr ab 5. April – ohne einen Test – als völlig symptomloser Kontaktperson aufgebrummt worden).
Die ungehaltene Dame vom Gesundheitsamt wollte nichts davon hören, dass seit August letzten Jahres ein Wert von 30 (oder zwischenzeitlich auch schon von 25 bzw. – wie in besagter Klinik – 28 aufwärts) als harmlos gilt und die Rentnerin im übrigen weiterhin (wie schon seit vielen Wochen) völlig symptomlos ist.
Was als positiv gelte, sei von Labor zu Labor verschieden, manche Labore würden noch Werte von 35 – 37 als positiv einstufen und das Gesundheitsamt übernehme eben den Befund „positiv“.

Da war ich (der das Telefonat für die Rentnerin führte) schon etwas sprachlos – hatten die deutschen Verantwortlichen (RKI-Wieler voran) im Herbst nicht feierlich versprochen, genau dieses von der Dame beschriebene unhaltbare CT-Wirrwarr zu klären und zu vereinheitlichen?
Ich kann schließlich bei einer Verkehrskontrolle dem netten Herrn Polizisten auch nicht vorschlagen, er solle die Profiltiefe meiner Reifen doch bitte an einer anderen Stelle messen, die noch nicht so abgefahren ist. Und schon gar nicht kann ich ihm ein halbes Jahr später die immer noch gleichen Reifen mit dem Argument präsentieren, es gebe doch immer noch einige Stellen an meinen Reifen, die die Mindestprofiltiefe aufweisen.

Die resolute Dame bestand auch noch darauf, dass ein für 29. April bereits angesetzter PCR-Test beim Hausarzt um eine Woche verschoben wird – sie ahnte wohl, dass wir uns vorzeitig aus der neuen 14-Tage-Quarantäne raustesten wollten (was uns dann letztlich auch gelang: das neue PCR-Testergebnis bezeichnete das Labor als negativ, lieferte aber leider nicht den CT-Wert).

Die Dame vom Amt meinte in dem Telefonat dann noch, die (sehr impfwillige) Rentnerin könne sich aufgrund des PCR-Tests jetzt ein halbes Jahr nicht impfen lassen, denn sie sei ja schließlich eine Corona-Erkrankte (und eine künftige „Genesene“).
Da war er wieder, der alte Witz von den symptomlos Erkrankten – hier humorlos vorgetragen aus amtlichen Munde. Mein Tonfall wurde gereizter und ich machte ihr durch die Blume klar, dass sie trotz amtlicher Machtbefugnis nicht zur Hausärztin der Rentnerin aufgestiegen ist und dass ihre Wünsche zu den Test- und Impfterminen der Rentnerin genau das bleiben werden: Wünsche.

Lauterbach redet sich um Kopf und Kragen, Medien schlafen

Weiter in seinem entlarvenden Tweet:
„Aber für Politik spielen ct Werte keine Rolle.
Alpha und Delta Variante haben gar gefährlichere ct Werte“

Da muss er etwas falsch verstanden haben. Laut Drosten vermehren sich die beiden Varianten evtl. schneller und erreichen dann eher die Mindestinfektionsdosis, wodurch (vielleicht) eine kleinere Kontaktzeit für eine Infektion reicht.
Genaues weiß Drosten aber auch noch nicht, die Forscher seien „gerade mittendrin“ in ihrer Arbeit, [6].
Schneller zu einer kritischen Menge zu kommen, ändert aber jedenfalls nichts am Punkt, wo die unkritische Menge in eine kritische umschlägt – mit seinen „gefährlicheren CT-Werten“ ist daher Lauterbach derjenige, der „Quatsch“ redet.

Und was will er uns mit „für Politik spielen ct Werte keine Rolle“ denn eigentlich sagen? Dass der CT-Wert nur für die Quarantäne des einzelnen Prüflings wichtig sei, nicht für die Berechnung der Inzidenzen?
Oder gibt Lauterbach damit zu, dass die Politik (entgegen Wielers Versprechen im Herbst) nie die Absicht hatte, endlich mal zu standardisieren, bei welchem CT-Wert die Labore die Grenze zwischen positiv und negativ zu ziehen haben?

Merkel klärt auf – keine Sternstunde des Bundetages

Dass jedenfalls für Merkel CT-Werte „keine Rolle“ spielen, zeigte sich in ihrer Antwort im Bundestag auf die Frage eines AfD-Abgeordneten: Sie halte nichts von der neuen Studie und verwies auf „gute wissenschaftliche Antworten, die ich hier nicht wiedergeben kann, z.B. von Herrn Professor Drosten in seinem letzten Postcast gegeben wurden“.
Sie erklärte ihm, dass der „PCR-Wert“ eines Kranken sich auf- und nach einem Höhepunkt wieder abbaue. Weil man nicht wisse, ob jemand auf dem auf- oder absteigenden Ast sei und man mangels Test-Kids nicht alle eng getaktet ständig testen könne, habe die Politik eben nach besten Wissen gehandelt, [7].

Im FOCUS-Video fehlen die anschließenden, noch peinlicheren Merkel-Äußerungen, die der RUBIKON aufgezeichnet hat, [8].
„Ich werde jetzt mal ordnen, was sie hier gesagt haben.
Ein PCR-Test ist positiv — dann hat der Mensch SARS-CoV-19.
Zweitens: mit einem PCR-Test ist ein CT-Wert verbunden, irgendeine Konzentration in Abhängigkeit von der Zeit. Und dieser CT-Wert kann über oder unter 25 sein. Ist er über 25, ist der Mensch ansteckend.
Ist er unter 25, ist er nicht ansteckend. Sie wissen aber nicht, in welchem Moment des Krankheitsverlaufes sie diese Messung machen,
also hat er morgen einen höheren CT-Wert oder einen niedrigeren CT-Wert, und davon hängt ab, ob er morgen noch ansteckend ist oder nicht.
Das heißt also, im Grundsatz ist der PCR-Test immer ein hervorragender Indikator für die Frage, ob jemand krank ist.
Und wenn ich mir den Zeitverlauf von CT angucke, kann ich auch sagen, wann ist er mit großer Wahrscheinlichkeit ansteckend und wann nicht.“

Der Autor kommentiert unter der Überschrift „Gefährliche Ahnungslosigkeit“: „Nach anderthalb Jahren Pandemie immer noch Begrifflichkeiten wie SARS-CoV-2, COVID 19, PCR und CT synonym zu verwenden, durcheinanderzuwirbeln oder kreativ neu wortzuschöpfen bedeutet, nicht zu wissen, wovon man redet.“

Treudoof gewinnt

An die Ahnungslosigkeit der Doktorin der Physik kann ich ehrlich gesagt nicht glauben. Physiker sind in Mathematik sehr fit. Bei über anderthalb Jahre konstant mit 20.000 Menschen belegten Intensivbetten (obwohl jederzeit Tausende weitere freie Betten verfügbar waren) kann man nicht mal von einem linearen Anstieg reden, geschweige denn von einem exponentiellen, wie Merkel aber bereitwillig ihren Stichwort-Gebern nachplapperte, die den Blick nicht auf die 20.000 richteten, sondern alarmistisch ausschließlich auf die (schwankende) Teil-Menge der Corona-Intensivpatienten.

Merkel mag zwar (wie schon oft) listig so tun, als richte sich ihr sorgenvoll-vorausschauender Blick nicht so sehr auf die Intensivstationen, sondern eben vorrangig auf die Getesteten. Dann müsste sie sich aber gerade auf diesem Teil-Gebiet schlau gemacht haben und sich bestens mit CT-Werten und deren Bedeutung auskennen.
Wodargs frühe Anprangerung (je mehr man testet, desto mehr findet man) ist sowieso eine Basis-Weisheit, die Merkels Intellekt bestimmt nicht überforderte.
Getreu Spahns früher Prophezeiung („Wir werden einander verzeihen müssen“, [9]) spielt sie lieber treudoof-gezielt mit ihrem Ruf als übervorsichtige Bundessorgenmutti, die die Welt nicht völlig versteht, aber sicherheitshalber noch etwas strenger sein will als die („richtigen“) Experten. Damit kommt sie leider bei der Mehrheit vermutlich auch problemlos durch.

[1] https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/80-Prozent-der-positiven-Corona-Schnelltests-falsch-positiv-421053.html
[2] https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/SARS-CoV-2-Auch-bei-milden-Symptomen-gleich-ein-PCR-Test-421106.html
[3] http://friedensblick.de/31204/robert-koch-institut-positiver-test-heisst-nicht-unbedingt-infektiositaet/
[4] https://www.merkur.de/welt/coronavirus-pcr-tests-studie-massnahme-regeln-grundlage-daten-werte-lauterbach-schwellen-zyklus-ct-zr-90814899.html
[5] https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1406751155707842561
[6] https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript306.pdf (Seite 4 Mitte)
[7] https://www.focus.de/politik/deutschland/regierungsbefragung-im-bundestag-als-afd-mann-merkel-nach-sinnhaftigkeit-von-pcr-test-fragt-haelt-sie-ihm-vortrag_id_13429796.html
[8] https://www.rubikon.news/artikel/gefahrliche-ahnungslosigkeit
[9] https://www.tagesspiegel.de/politik/wir-werden-einander-verzeihen-muessen-warum-jens-spahn-mit-diesen-ungewoehnlichen-worten-richtig-liegt/25772260.html

US-Debatte um Labor-These – hatte das „Wuhan-Virus“ US-Sponsoren?

Es gibt pandemische Themen, die bei uns von vorneherein mit dem Tabu der Verschwörungstheorie belegt sind, besonders wenn sie die Rolle der USA betreffen.
Tröstlich ist dabei, dass es in den USA selber (obwohl Heimatland von Political Correctness und Cancel Culture) selber noch eine Debattenkultur gibt und man viel offener mit solchen Themen umgeht.
Dort hat hat jetzt nämlich eine Diskussion begonnen, die immer weitere Kreise zieht [1]. Der erste von drei offenen Briefen von 26 Wissenschaftlern aus aller Welt forderte am 4. März eine „vollständige und uneingeschränkte internationale forensische Untersuchung der Ursprünge von Covid-19“.

Die Regierungsversion und ihre Kritiker

Am 26. Mai gab Präsident Joe Biden den US-Geheimdiensten 90 Tage Zeit, um Erkenntnisse über den möglichen Ursprung der COVID-19-Pandemie im Wuhan-Labor zu liefern.
Geheimdienste statt Bundespolizei FBI – unverkennbar soll das den Blick auf China verengen.

Biosicherheitsexperte Richard Ebright von der Rutgers University fordert ebenfalls Ermittlungen zu allen verfügbaren Infos über das Wuhan-Labor.
Für ihn ist allerdings die von vielen als fehlend beklagte Kooperation der Chinesen gar nicht nötig, denn es gehe um Informationen, „die sich im Besitz von NIH, USAID, DoD, DHS und NSF befinden. Die Liste umfasst auch die Non-Profit-Organisation EcoHealth Alliance, die US-Gelder an das Wuhan-Labor leitete.“
Dies solle sofort geschehen, „um der Welt die gleiche Transparenz zu zeigen, die US-Außenminister Anthony Blinken von Chinas Regierung fordert“.

Die genannten US-Behörden und Institutionen haben bisher „jede Beteiligung nachdrücklich und in aller Form abgestritten“ – ebenso wie NIAID-Direktor Anthony Fauci in der Senatsanhörung am 11. Mai: „Die NIH haben die Gain-of-Function-Forschung im Institut für Virologie Wuhan noch nie finanziert und tun es auch jetzt nicht.“
Dem entgegnet Ebright: „Die Aussage des NIH-Direktors ist nachweislich falsch. Der NIH-Direktor ist entweder uninformiert oder falsch informiert oder er versucht, bewusst zu täuschen — ein jedes davon dürfte eine Disqualifikation für die Aufrechterhaltung seiner Position bedeuten.“

In kaum einem Land unterliegen geopolitische Schurkereien des eigenen Staates dem (landeseigenen) Strafrecht und Transparenz mit Schlagzeilen-Nachrichten ist daher erst recht nicht zu erwarten.
Während daher viele in den USA den möglichen Skandal in ihrem eingenen Land nur darin sehen wollen, ob einzelne Stellen eigenmächtig (und damit strafbar) handelten, bringt Ebright die wirklich brisante Sache auf den Punkt:
„Wir müssen dem Geschehen auf den Grund gehen. Es gibt eine Rechenschaftspflicht. Aber der wichtigste Aspekt, weshalb wir der Sache auf den Grund gehen müssen, ist der, dass wir nur so die nächste Pandemie verhindern oder zumindest erfolgreicher eindämmen können.“

Hingegen bestreitet NIH-Direktor Collins jetzt sogar, dass es sich bei dem im Jahr 2015 in Nature Medicine veröffentlichten Paper überhaupt um Gain-of-Function-Forschung handelte – dabei geht es um „ein Paper, das seit sechs Jahren als Inbegriff für die risikoreichste Untergruppe der Gain-of-Function-Forschung gilt.“

Forschen gute Militärs an bösen Waffen nur, um sie zu verhindern?

Biowaffenexperte Milton Leitenberg von der University of Maryland am 28. Mai in der Financial Times:
„Als was auch immer wir diese Arbeit einstufen, sie hätte nicht im Institute für Virologie Wuhan stattfinden dürfen.“

„Und auch nirgendwo sonst, auch nicht im Land der US-Auftraggeber“ … möchte man hinzufügen im Namen der restlichen Menschen, die nicht Biowaffen-Experten sind, aber potenzielle Biowaffen-Opfer.

Doch gerade dort hatten bereits in den 1990er Jahren intensive Forschungen zu Biowaffen begannen – und den neuen Möglicheiten, die ihr Einsatz bietet. Robert Kadlec, führender Biowaffenexperte des US-Militärs, hielt 1995 in einem Strategiepapier fest:
„Biologische Kriegsführung sollte nicht verengt auf das Töten oder Krankmachen von Menschen betrachtet werden. Das Potenzial, schwere wirtschaftliche Verluste und in der Folge politische Instabilität auszulösen, verbunden mit der Möglichkeit, den Einsatz glaubwürdig abstreiten zu können, übertrifft die Möglichkeiten jeder anderen bekannten Waffe.“
Ab 2017 im Gesundheitsministerium, schanzte er wenig einem Pharmaunternehmen, wo er zuvor Berater gewesen war, einen zwei Milliarden schweren Vertrag über einen Pockenimpfstoff zu und wurde in der Corona-Pandemie zu einem der leitenden Krisenmanager der US-Regierung [2].

Immer konkretere Planspiele – Rolle des Angreifers bleibt unklar

Bis 2001 häuften und verfeinerten sich die Planspiele zur Abwehr eines Biowaffenangriffs durch nicht näher genannte Terroristen. Paul Schreyer: „Mit dem Blick von heute wirkt es so, als habe man sich sehr zielgerichtet auf einen Ausnahmezustand im Zusammenhang mit einer Epidemie vorbereitet, als habe man sich ein solches Ereignis immer plastischer, immer detailreicher vorgestellt, als habe man alle Eventualitäten, alle denkbaren Varianten so lange und so intensiv diskutiert, bis man, als die beschworene Gefahr schließlich Realität wurde, die vorbereiteten Pläne einfach abspulen konnte“, [3].

Und kaum drei Monate nach der größten dieser Übungen („Dark Winter“ im Juni 2001) kam auch schon der bioterroristische Ernstfall – woran heutzutage sich die wenigsten erinnern, weil sie den 11. September 2001 (nur noch) mit den schrecklichen Bildern einstürzender Hochhäuser in Verbindung bringen.
Wenige Wochen nach 9/11 erhielten nämlich wichtige Kongress-Abgeordnete Briefe mit tödlichem Anthrax-Pulver. Sie überlebten, gaben aber bereitwillig ihren bis dahin hartnäckigen Widerstand gegen den „USA Patriot Act“ auf. Dieses längst vorbereitete Gesetz zur Einschränkung der Bürgerrechte wollte die Bush-Regierung im Eiltempo durchdrücken, weil man es der unter Terrorschock stehenden Öffentlichkeit als notwendige Anti-Terror-Maßnahme verkaufen konnte.

Dank 9/11 als indirekter Hilfe von Osama Bin Laden hatte die Regierung schon viele Abgeordnete zur Vernunft (sprich: auf ihre Seite) gebracht. Zum Überzeugen der letzten Mohikaner bedurfte es dann der direkten Hilfe des bärtigen Exil-Saudis in seiner afghanischen Höhle. Niemand geringerer als der Terror-Fürst himself hatte nämlich die Zusendung der lebensgefährlichen Milzbrand-Briefe an Tom Daeschle & Co. veranlasst, so die offizielle Lesart.
Das kam dann doch einigen ungewöhnlich vor: Wollte Bin Laden wirklich Bushs „Kreuzzug“ gegen Terror (und Islam) gezielt unterstützen? Schließlich kam noch raus, dass die verwendeten Milzbrand-Bakterien zu einem in Fort Detrick gezüchteten und eigentlich nur dort vorhandenen Stamm gehörten.
Ab 2002 wechselte man daher zu einem vermeintlich besseren Narrativ (ohne Bin Laden und ohne Verdacht gegen die eigene Regierung): Ein Biowaffenforscher im eigenen US-Militärlabor Fort Detrick wurde beschuldigt – allerdings zu Unrecht und die Regierung musste ihm Schadenersatz zahlen.

Schreyer: „Ab 2008 hieß es dann plötzlich, Bruce Ivins, ein weiterer Biowaffenforscher aus dem Militärlabor in Fort Detrick, sei für die Anthrax-Briefe verantwortlich.“ Ivins war eines schnellen Todes gestorben, den man der Öffentlichkeit als Selbstmord verkaufte, den er begangen habe, als er von den gerade gegen ihn eingeleiteten Ermittlungen erfahren habe.
Durch seinen Tod konnte man die gerade begonnenen Ermittlungen praktischerweise gleich wieder einstellen, was kritische Geister aber nicht daran hinderte, weiter zu forschen und auch diese Spur als Fehlspur zu entlarven.
„Der Verdacht einer Verschwörung aus dem Staatsapparat heraus steht seither im Raum“, [3].
Was letztlich aber nur eine Minderheit wahrnahm; 9/11 lag da schon fast ein Jahrzehnt in der Vergangenheit.

Zeitalter der Pandemien oder Zeitalter der Biowaffen?

Im Mainstream verstärkte 9/11 die US-Terrorängste seit 2001 und trug sie in die ganze Welt. Das gleiche gilt für die Reaktion darauf, deren Vereinheitlichung die USA nicht dem Zufall überließen, sondern freundlicherweise selbst in die Hand nahmen.
Schreyer: „Das Thema Biosecurity wurde zielgerichtet institutionalisiert und internationalisiert. (…) Es entstanden länderübergreifende Strukturen, mit deren Hilfe die nationalen politischen Reaktionspläne auf Epidemien synchronisiert wurden. In dieser systematisch vorangetriebenen Entwicklung liegt die Ursache der heutigen globalen ,Corona-Gleichschaltung‘ – der nahezu einheitlichen Reaktion verschiedenster Länder auf das Auftauchen des Virus“, [4].

Wer sich wundert, mit welcher Qualifikation der abgebrochene Mathe-Student Bill Gates so selbstsicher sich zum Impf-Gott und Pandemien-Prophet (Plural!) aufschwingen will, sollte sich erst mal vor Augen halten, dass es bei den transnationalen Übungen und Abstimmungen nie allein nur um Drostens Fledermäuse oder Pelzfarmen ging. Sondern immer (und anfangs sogar viel eindeutiger und offener) um Biowaffen in den Händen irgendwelcher Übeltäter (meist Terroristen genannt). Bills Rolle seit ein paar Jahren besteht darin, die zivile und natur-gegebene Seite der drohenden Gefahren in den Vordergrund zu schieben (das macht seine Impf-Wut nicht unecht, denn die beiden Ziele ergänzen sich bestens unterm gemeinsamen Dach der Biosecurity).

Mutter Natur kann uns böse sein – wir ihr aber nicht

Das „Gefährliche“ an der Labor-These ist für die Geostrategen nicht nur, dass jeder Hinweis auf das Wuhan-Labor über kurz oder lang die Frage nach den US-Laboren und -Sponsoren aufwirft: Die mühsam erfolgte Verschiebung von Biowaffen-Hintergrund zum Laune-der-Natur-Thema könnte nämlich ungewollt auf einen Schlag rückgängig gemacht werden. Bei Biowaffen kann die Täterschaft noch so verschleiert sein – es sind Menschen bzw. ein Land; bei der Fledermaus ist es dagegen letztlich Mutter Natur selber, der wir einen „Gegenschlag“ weder androhen können noch wollen.

„Event 201“ als international besetztes Schlussglied dieser Kette (kurz vor dem offiziellen Auftritt der Corona-Pandemie) erinnert vielleicht nicht zufällig an das noch rein nationale Schlussglied der ersten Kette – „Dark Winter“ im Juni 2001 (kurz vor den Anthrax-Anschlägen), das die Homeland Security u.a. zusammen mit dem Johns Hopkins Center for Civilian Biodefense Strategies veranstaltete.
„Dark Winter“ hatte 2001 den bald folgenden menschengemachten (aber sehr begrenzten) Bio-Terror „vorhergesehen“.
„Event 201“ war dagegen Ende 2019 maßgeschneidert „hellsichtig“ hinsichtlich der unmittelbar folgenden Corona-„Natur“-Katastrophe – eine weltweite Katastrophe, für die es zunächst mal besser war, wenn es nicht Täter und Opfer gab, sondern (angeblich) nur Opfer.

Pawlowsche Reflexe der Pandemie-Bekämpfer

Vor dem Hintergrund der „synchronisierten  Reaktion“ (Schreyer) wird verständlich, warum sofort ab Corona-Ausbruch der tägliche Todesticker weltweit und selbst in einem hochentwickelten Land wie Deutschland nicht von eigenen Behörden bedient wurde (die ja schließlich die Daten an der Basis erheben), sondern von einer bis dahin hier kaum jemandem bekannte Johns Hopkins University. Diese habe allerdings (laut Wikipedia) eine „führende Rolle in den Bereichen Medizin, Gesundheitswissenschaften und internationaler Politik“. Und das, obwohl sie nicht zum Edel-Oktett der Ivy Leage (Harvard, Princeton, Yale etc.) zählt und auch keinen klingenden Namen hat wie Stanford, MIT oder das California Institute of Technology.

Die fragwürdige Vermengung von „an und mit“ Corona gestorben, die nach einer verzeihlichen Anfangsphase hartnäckig bis heute andauert, erscheint ebenfalls in einem anderen Licht – nicht nationale Dummheit ist die Grundlage, sondern ein quasi einzuhaltender internationaler Standard, den ein einzelnes Land sowieso nicht hinterfragen darf.
Ebenso: Um mehr freie Krankenhausbetten zu haben, kam es 2020 in vielen Ländern zu reflexhaft eingeleiteten Umverlegungen von kaum genesenen Senioren aus Krankenhäusern in Altenheime. Und das führte dort (Stichwort Krankenhauskeime) oft zu einem eigentlich vorhersehbaren Corona-Massensterben, was merkwürdigerweise aber niemandem beizeiten auffiel. Dennoch muss auch das noch keine kaltschnäuzige Triage-Aktion der Verantwortlichen gewesen sein – vielleicht spulten sie einfach brav und gedankenlos-schnell den Katastrophen-Maßnahmekatalog ab, den sie zuvor fleißig bei internationalen Autoritäten gelernt hatten?

[1] https://www.rubikon.news/artikel/die-laborgate-affare
[2] Paul Schreyer, Chronik einer angekündigten Krise, Westend Verlag 2020, S. 49
[3] aaO, S. 61
[3] aaO, S. 64 f.
[4] aaO, S. 68 f.

Schwaches CureVac-Vakzin: Einsamer Flop oder einzig ehrliches Labor?

Ein langjähriger Hoffnungsträger enttäuscht

Die Tübinger Firma CureVac läutete vor zwei Jahrzehnten als weltweiter Pionier die Forschung zu mRNA-Impfstoffen ein.
An den Pionierstatus glaubte man noch letztes Jahr, als Donald Trump in einer America-first- (oder genauer: America-only-)Aktion die Firma kurzerhand aufkaufen und für die Impfstoff-Versorgung der USA einsetzen wollte. Dazu kam es nicht, unter anderem weil der deutsche Staat bei der Firma einstieg, [1].

Das Glück hat CureVac dennoch verlassen:
Die Konkurrenten (die von den Vorarbeiten CureVacs profitiert hatten) waren schneller auf dem Markt und statt eines zwar späten, aber vielleicht besonders guten Impfstoffs kann CureVacs hauseigenes „CVnCoV“ jetzt nur eine Wirksamkeit von 47 Prozent vorweisen, [2].

Wie konnten die Konkurrenten überholen und dabei Tempo und Qualiät so spielerisch unter einen Hut bringen?
Ließen sie womöglich fünfe gerade sein, während die CureVac-Forscher Opfer ihrer eigenen, typisch deutschen Gründlichkeit wurden? Ist am Ende der Ehrliche wieder mal der Dumme?

Undurchsichtige Studien – kein Problem für gut vernetzte Firmen

Anzeichen dafür dafür gibt es reichlich:
Das British Medical Journal (BMJ) prangerte im Januar an, der (Pfizer-)Impfstoff Comirnaty sei statt zu 95 bloß zu maximal 29 Prozent wirksam. Oder je nach Betrachtung (ein Teil der Studiendaten hält der Hersteller nämlich hartnäckig – aber legal – geheim) nur zu 19 Prozent.

Von ca. 40.000 Probanden hatten sich ca. 3.500 mit Symptomen gemeldet, aber nur 170 davon kamen in die „Endauswahl“: 8 Geimpfte und 162 Ungeimpfte, woraus Pfizer eine (relative) Wirksamkeit der Impfung von 95 Prozent errechnete, [3].

Wenn von je 20 Symptomträgern stolze 19 aussortiert wurden, dann ergeben sich ernsthafte Zweifel, ob das letzte Zwanzigstel noch einen repräsentativen Querschnitt abbildet.
Der Studienaufbau begann zwar wie üblich „doppelt verblindet“, aber nach einer massiven Aussieberei unter unklaren und teils geheimen Umständen ist eine „Entblindung“ der Probanden mehr als nur ein vager Verdacht – es ist eine für Wissenschaft und Zulassungsbehörden elementare Frage, für die es einfach kein Recht auf Geheimhaltung geben dürfte. Schon gar nicht einer schnellen („teleskopierten“) bzw. vorläufigen Zulassung.

Ausgerechnet in Indien zog sich daher die Zulassung für Pfizer hin, so das der Mainstream Anfang Mai meldete: „Pfizer dringt auf Impfstoff-Zulassung in Indien“ und einen Tadel des hilfsbereiten Pharma-Riesen transportierte: „Bedauerlicherweise ist unser Impfstoff nicht in Indien zugelassen, obwohl unser Antrag vor Monaten eingereicht wurde“, [4].

Das sollte wohl heißen: Die lahme Bürokratie kommt nicht in die Gänge und lässt ihr eigenes Volk erbarmungslos zappeln.
„Vergessen“ hatte Pfizer hierbei allerdings ein wichtiges Detail. Genau drei Monate zuvor, Anfang Februar, wollte Pfizer nämlich einer (fürs Image äußerst schlechten) indischen Antrags-Ablehnung zuvorkommen:
„Pfizer zieht Bewerbung für Impfstoff­notzulassung in Indien zurück“, [5].

Damals gab Pfizer sich ganz verständnisvoll „dass die Behörde möglicherweise zusätzliche Informationen braucht“ und
„Später, wenn die Zusatzinformationen zur Verfügung stünden, wolle sich das Unternehmen erneut um eine Zulassung bemühen.“ Angeblich ging es bei den „Zusatzinfos“ um kleinere Studien an Indern in Indien – aber da Pfizer sich im Mai selber nicht mehr daran erinnerte, könnte es wohl doch um die Herausgabe von längst vorhandenen (aber geheimen) Details der großen 40.000-Menschen-Pfizer-Studie gegangen sein?

Auch im Westen: Jede Regierung bevorzugt die eigenen Konzerne

Im Heimatland USA hatte Pfizer keine Zulassungs-Probleme, obwohl die Regeln des US-Verbraucherschutzes streng sind.
Diese Strenge bekam Pfizer-Konkurrent AstraZeneca umso mehr zu spüren: Die US-Gesundheitsbehörden zweifelten (anders als bei Pfizer, wo es auch genügend Gründe gegeben hätte) wiederholt an den Impfstoff-Studien der britisch-schwedischen Firma AstraZeneca [6] und erteilten bis jetzt im Juni noch keine Zulassung. Dagegen planten sie bereits im April, von ihren gehorteten Beständen „bis zu 60 Millionen AstraZeneca-Impfdosen an andere Länder abzugeben“, [7].

So eng verbündet USA und GB sonst sind – beim Impfstoff-Geschäft sind es gnadenlose Konkurrenten. In ihrer ehemaligen Kolonie Indien hatten die Briten nämlich längst problemlos die Zulassung für AstraZeneca erlangt – anders als die Amis für das Pfizer-Produkt.

Schutzwirkung: Bei allen Corona-Vakzinen mehr Schein als Sein?

Dabei hat AstraZeneca nicht nur wegen der Nebenwirkungen (an Thrombosen sterbende Krankenschwestern) das Zeug zum Problembar, sondern bietet auch in Sachen Wirksamkeit einige Merkwürdigkeiten:
Im Rahmen der Studien ergab sich im November mehr zufällig bzw. durch Pannen bedingt die merkwürdige Erkenntnis, dass zwei volle Dosen nur mit einer rund 70-prozentigen Wahrscheinlichkeit vor Covid-19 schützen sollen – werde dagegen „bei der ersten Injektion nur die halbe Dosis verabreicht, so entsteht ein Infektionsschutz von 90 Prozent“, [8].

Im folgenden halben Jahr bis Mai 2021 wurden die Werte (und die Erwartungen der Impflinge generell) wieder vorsichtig nach unten geschraubt (Richtung CureVac):
„Die 76 Prozent, die Astrazeneca aktuell für sein Vakzin angibt (zuvor waren auch Werte von 60 bis 70 Prozent genannt worden), sind für einen Impfstoff sogar ein guter Wert. Zwar liegt sie unter der Wirksamkeit der Impfstoffe von Biontech und Moderna. Doch viele Grippe-Impfstoffe haben bei Älteren eine Wirksamkeit von gerade einmal 50 Prozent“, [9].

Forscher- & Verkäufer-Glück: Neuer Mutant, neuer Impfstoff?

Beim Blick auf die Mutationen wird das Bild noch trostloser:
Die Schutzwirkung gegen die im Februar so gefürchtete Südafrika-Variante galt damals als stark reduziert – sowohl bei AstraZeneca [10] als auch bei Biontech/Pfizer [11] – dort war der Wirkungs-Rückgang gleich zwei Drittel.

Die österreichische Regierung zog Anfang März daraus eine wenig logische Pan(ik)demie-Entscheidung und ordnete eine „Massenimpfung gegen Südafrikavariante in Tirol“ an, [12].
Heute redet keiner mehr von der (in Südafrika selber nie als sehr bedrohlich wahrgenommenen) Südafrika-Variante.
Und wer hat eigentlich uns davon befreit, wenn es die Impfstoffe doch wohl offensichtlich nicht waren?

Mit solchen Kleinigkeiten beschäftigen sich hartgesottene Alarm-Rufer nicht lange: Die Varianten Alpha (britisch), Beta (Südafrika) und Gamma (Brasilien) sind tot, es lebe die (indische) Delta-Variante, auf dass wir uns tüchtig ängstigen.

Das Spiel wiederholt sich jetzt: „Mehrere Laboruntersuchungen zeigen, dass die erstmals in Indien nachgewiesene Mutante offenbar resistenter gegen Impfstoffe ist. Fakt ist: Es bilden sich weniger Antikörper“, [13].
Die Folgerung von RP online (die jede Pharma-Firma unterschreiben würde): „Die Zweitimpfung ist daher umso wichtiger.“

Das ist überhaupt das Marketing-Konzept schlechthin:
Je weniger das Zeugs taugt, desto mehr und desto öfters sollten wir es zu uns nehmen. Folgerichtig gedacht, müsste dies auch für CureVac gelten – trotz des 47-Prozent-Desasters bestehen also noch beste Marketing-Aussichten. Den Jungs in Tübingen muss nur noch jemand die notwendige verkäuferische Skrupellosigkeit beibringen.

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Curevac
[2] https://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/corona-impfstoff-curevacs-impfstoff-desaster-ist-einfach-tragisch/27295624.html
[3] http://friedensblick.de/31576/risiken-experimenteller-corona-impfstoffe/
[4] https://www.dw.com/de/pfizer-dringt-auf-impfstoff-zulassung-in-indien/a-57410100
[5] https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/120911/Pfizer-zieht-Bewerbung-fuer-Impfstoffnotzulassung-in-Indien-zurueck
[6] https://www.businessinsider.de/wissenschaft/gesundheit/mitarbeiter-verraet-warum-astrazeneca-nicht-in-einer-million-jahren-noch-mal-einen-impfstoff-entwickeln-wuerde-n/
[7] https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-astrazeneca-103.html
[8] https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/coronavirus/astrazeneca-halbe-dosis-bessere-wirksamkeit-daten-zum-vektorviren-impfstoff/
[9] https://www.deutschlandfunk.de/debatte-um-impfstoff-von-astrazeneca-was-ueber-wirksamkeit.2897.de.html?dram:article_id=492732
[10] https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/Corona-Impfstoff-von-AstraZeneca-wohl-nur-begrenzt-wirksam-gegen-Suedafrikavariante-416901.html
[11] https://www.pharmazeutische-zeitung.de/verringerter-schutz-gegen-suedafrika-variante-123873/
[12] https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/121717/Massenimpfung-gegen-Suedafrikavariante-in-Tirol
[13] https://rp-online.de/panorama/coronavirus/wie-wirksam-sind-corona-impfstoffe-gegen-die-delta-variante-biontech-astrazeneca-johnsonundjohnson_aid-59708839

Was Hofvirologen wie Drosten und Fauci uns zur Virus-Herkunft sagen und was nicht

Ein Top-Virologe glaubt fest an Mutter Natur

Christian Drosten kann mit Dackelblick und Schwiegersohn-Charme seine unbewiesenen Vermutungen kundtun und die öffentliche Meinung beeinflussen wie kaum ein anderer in Deutschland – Medien und Politik behandeln ihn als Virenpapst, der er nie war und den es auf diesem vielschichtigen Gebiet nach Meinung von z.B. Hendrik Streeck gar nicht geben kann.

Nun legt er also quasi ganz pauschal seine Hand ins Feuer für die Seriösität (fast) aller Labor-Kollegen und insbesondere derer aus Wuhan, was in Zeiten westlicher Anfeindungen gegen China ja erst mal nach Völkerverständigung klingt, [1].

Fachlich untermauern will er das mit einem etwas dünnen Argument: Weil Sars-2 sich sehr stark von Sars-1 unterscheide, muss es aus der Natur kommen. Denn schnell mal nebenbei basteln gehe nicht und wenn die Wuhan-Kollegen es mühevoll über Jahre gebaut hätten, dann wäre das der Community inklusive Drosten nicht entgangen (weil seriöse bzw. ambitionierte Wissenschaftler gar nicht anders können, als nahezu jeden kleinen Fortschritt zu publizieren).

Gegenmeinungen, z.B. des französischen Virologe Luc Montagnier – 2008 für seine Erforschung des HI-Virus (HIV) mit dem Nobelpreis ausgezeichnet – erwähnt er schon mal gar nicht. Montagnier ging schon im April 2020 davon aus, dass das SARS-CoV-2 Virus in einem Labor entstanden sein muss, weil es typische HIV-Bausteine bekommen hat, was nicht von alleine (in der Natur) passiert sein könne, [2].

Westliche Beteiligung steht unter Aussprech-Tabu

Die Medienmeute behandelte Montagnier (ähnlich wie bei uns Wodarg und Bhakdi) seither als Unperson und sparte sich somit die Widerlegung seiner Argumente.
Dabei hatte Montagnier den Forschern nicht mal dunkle Absichten unterstellt: „Eine meiner Hypothesen ist, dass sie einen AIDS-Impfstoff herstellen wollten“.

Fledermaus-Experte Drosten weiß trotz gespielter Ahnungs-losigkeit ganz genau, dass es in China brisante (aber keineswegs geheime) Entwicklungen gab, über die seit Pandemie-Beginn aus naheliegenden Gründen auch im Westen nicht mehr gerne gesprochen wird:
2011 waren „Forscher des Wuhan Lab zusammen mit US-amerikanischen und australischen Kollegen in den Höhlen von Kunming, in der Provinz Yunnan im Süden Chinas unterwegs, um Fledermäuse zu fangen“.

Gesucht wurden Tier-Viren – zur Verwendung beim Menschen

Abgesehen hatten sie es auf die in diesen Tieren reichlich vorhandenen Kleinstbewohner: Sie isolierten „27 bisher unbekannte Viren, die dem schon bekannten SARS-Virus ähnlich waren. 2013 berichteten sie in ,Nature‘ über diese Entdeckung und die Isolation eines SARS-ähnlichen Virus, das die Protein-,Zacken‘ auf seiner Corona-,Krone‘ für das Andocken an menschliche ACE2-Rezeptoren nutzt.

Sars-2 und ACE2 – das ist bekanntlich wie Schlüssel und Schloss beim Knacken unserer Immunabwehr für den (angeblich erst seit 2019 neu aufgetauchten) Krankheits-Erreger, [3].
Was aus heutiger Sicht brisant klingt, wurde 2013 mit naivem Stolz präsentiert und intensiven weiteren Forschungen unterzogen; 2015 erschien darüber dann ein Artikel in ,Nature Medicine‘:
„A SARS-like cluster of circulating bat coronaviruses shows potential for human emergence – die SARS-ähnliche Viren-Sammlung zeige Potenzial für die „menschliche Weiterentwicklung“, [2].

Der Begriff „human emergence“ ist gar nicht so einfach zu übersetzen – meint das (wie Montagnier) schlicht die altbekannte Impf- oder Medikamenten-Forschung?
Oder knüpft das begrifflich an die 2008 gegründeteten CHEs an – deren Weltbild u.U. eine Art Vorläufer darstellt zu Klaus Schwabs „Transhumanismus“-Träumen?
Mit sektiererisch-nebulösem Pathos stellen die CHEs sich vor:
„Das Center for Human Emergence (CHE) fördert die bewusste Evolution der menschlichen Spezies auf einer globalen Ebene“, [4].

Zauberlehrlings Panne oder Transhumanismus-Träume?

Gehen wir vorerst mal von der ersten Variante aus, denn schon die war den Verantwortlichen von „Nature Medicine“ ein paar Jahre später (nämlich mit dem Ausbruch von Corona) peinlich genug:
„Wir haben bemerkt, dass dieser Artikel als Basis für unverifizierte Theorien benutzt wird, dass der neue Coronavirus der COVID-19 verursacht, künstlich hergestellt wurde. Es gibt keinen Beweis, dass das wahr ist; Wissenschaftler glauben, dass ein Tier die wahrscheinlichste Quelle des Coronavirus ist“, [2].

Keine Spur mehr vom Entdecker- und Bastler-Stolz, mit dem man fünf Jahre zuvor publiziert hatte – aber auch schon 2015 hatte man „vergessen“ (und erst später unauffällig „nachgemeldet“), wer die seither peinlich gewordene Forschung in China denn eigentlich gesponsert hatte: es war das US-Regierungsprogramm „USAID-EPT-PREDICT“ über die „EcoHealthAlliance“.

Zu besagtem „Vergessen“ dürfte beigetragen haben, dass der naive Stolz der beteiligten Forscher bereits 2015 auf (vergebliche) kritische Widerrede anderer Kollegen gestoßen war, wie „Nature“ wenige Tage nach dem Erscheinen des Artikels berichtet hatte:
„Ein Experiment, bei dem eine Hybridversion eines Fledermaus-Coronavirus entstand – eines, das mit dem Virus verwandt ist, das SARS (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom) verursacht – hat eine erneute Debatte darüber ausgelöst, ob technische Laborvarianten von Viren mit möglichem Pandemiepotenzial die Risiken wert sind“, [2].

Biowaffen und die längst verlorene Unschuld der Wissenschaft

Resümee des Telepolis-Autors Mathias Bröckers letztes Jahr:
„Dass die Labors der weltgrößte Biowaffen-Forschungseinrichtung, Fort Detrick in Maryland, im August 2019 wegen verschiedener Sicherheitslecks geschlossen wurden (nun aber wieder in Betrieb sind), hat nach offiziellen Angaben zu keinerlei Gefährdung der Außenwelt geführt. Aber dort wie auch an anderen Stellen in den USA wurde wie in Wuhan daran geforscht, wie man Coronaviren virulenter, ansteckender, machen und ihnen gentechnisch neue Fähigkeiten einbauen kann.“

In einem neuen Artikel auf seinem Blog ergänzt Bröckers jetzt:
Diese „Gain of Function“-Forschung (GoF) begann 2008 unter Obama, unter dem sie (offiziell) auch 2014 bereits wieder endete, da zu gefährlich. Unter der Hand wurde GoF aber weiter betrieben und nach Wuhan ausgelagert, finanziert über eine NGO namens „Eco Health Alliance“, die das Geld diskret von der US-Regierung, der Gates-Stiftung und der Pharma-Industrie einsammelte, [5].

Der Haupt-Strippenzieher dieser Auslagerung ist niemand anderer als … der langjährige Präsidenten-Berater und Hofvirologe Dr. Anthony Fauci.
Schon 2012 hatte er in einem Papier festgehalten, die „Gain of Function“-Forschung sei zu wichtig, um sie wegen eines Pandemie-Risikos durch einen Laborunfall zu stoppen.
2017 – der Präsident hieß inzwischen Trump und hätte bestimmt keine Forschungsfinanzierung für chinesische Labore bewilligt – soll er eigenmächtig die Finanzierung der nach China ausgelagerten Forschung veranlasst haben, wie sich jetzt aus einer E-Mail-Serie ergab, die aufgrund einer „Freedom of Information Act“-Anfrage veröffentlicht werden musste. Das hat in den USA vor allem dienstrechtlich das Zeug zum Skandal – für die restliche Welt ist dagegen ein ganz anderer Punkt wichtig:

Amerikas oberster Viren-Schützer entpuppt sich als schier besessener, höchst risikobereiter Viren-Züchter – man hatte also einen Bock zum Gärtner gemacht! Nicht fehlen darf natürlich auch das Geld von Bill Gates, bei der Entwicklung des Virus genauso wie bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen das Virus.

Labor-These erhärtet sich – Labor-Ort China oder USA?

Rainer Rupp auf KenFM: „Noch schlimmer wäre, wenn bei Untersuchungen herauskäme, dass in US-Laboren mit den an die USA gelieferten, modifizierten Corona Viren weiter experimentiert wurde. Denn dann bekäme die Behauptung der Chinesen größeres Gewicht, wonach US-Teilnehmer an den internationalen Militärsportfestspielen, die im Spätherbst 2019 in Wuhan stattgefunden hatten, den modifizierten Corona-Virus eingeschleppt haben“, [6].
Und dann gäbe es wenigstens einen Namen und ein Gesicht – für den bisher medial „leer“ gehaltenen Platz 2 auf der WHO-Liste der vier für den Corona-Ausbruch in Frage kommenden Tatverdächtigen, [7].

Fast zeitgleich mit Drostens Bestreiten erhält die Labor-These neue Rückendeckung:
„In einem Meinungsartikel, der am Wochenende in der US-Wirtschaftszeitung The Wall Street Journal veröffentlicht wurde, behaupten Dr. Steven Quay, der Gründer von Atossa Therapeutics, und Richard Muller, ein ehemaliger Top-Wissenschaftler am Lawrence Berkeley National Laboratory, der jetzt Physik an der Universität von Kalifornien in Berkeley lehrt, dass ,erdrückende‘ wissenschaftliche Beweise stark darauf hindeuten, dass COVID-19 tatsächlich ein von Menschenhand hergestelltes Virus ist“, [8].

Westliche Medien-Maxime: Schuldig ist China oder niemand

Im deutschen Medien-Mainstream erfährt man dazu fast nichts. Meist gilt die Labor-These als Verschwörungstheorie.
In Erwägung gezogen wird sie allenfalls, wenn man das ganz als rein chinesisches Versagen darstellen und ausschlachten kann, so z.B. im ehemaligen Intellektuellenblatt ZEIT:
„Die Laborthese kann China erheblich schaden /
Anstatt mit Transparenz nach dem Ursprung der Pandemie zu suchen, mauert die Führung in Peking. Schadensersatzforderungen und Olympiaboykott sind mögliche Konsequenzen“, [9].

[1] http://friedensblick.de/31831/verursacher-und-suendenboecke-im-offiziellen-corona-narrativ/#comment-10382
[2] https://www.heise.de/tp/features/pLai3-envLuc2-Wurde-mit-HIV-Pseudovirus-das-Coronavirus-fuer-den-Menschen-gefaehrlich-4705632.html
[3] https://friedensblick.de/30323/vitamin-d-mangel-mitverantwortlich-fuer-coronatote/#comment-9666
[4] https://humanemergence.de/ches-weltweit/
[5] https://www.broeckers.com/2021/06/06/die-frankenstein-viren-aus-der-eco-health-hexenkuche/
[6] https://kenfm.de/der-tiefe-fall-von-dr-amerika-von-rainer-rupp/
[7] http://friedensblick.de/31831/verursacher-und-suendenboecke-im-offiziellen-corona-narrativ/
[8] https://de.rt.com/nordamerika/118668-us-experten-erdruckende-beweise-fur/
[9] https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-06/coronavirus-ausbruch-china-wuhan-laborthese

Verursacher und Sündenböcke im offiziellen Corona-Narrativ

Corona als Zoonose, bei der ein Virus vom Tierreich auf die Menschheit überspringt, ist eine Naturkatastrophe, an der (ähnlich wie beim Klima) kein einzelner richtig große Schuld hat, höchstens die Menschheit allgemein durch ihr Umwelt- und Konsumverhalten?

Seit über einem Jahr wird das der Öffentlichkeit quasi als gesichert verkauft und was der Faktencheck der Westdeutschen Zeitung schon am 14.04.2020 verkündete, wurde seither vielfach wiederholt:
„Coronavirus aus dem Labor? Warum das nicht plausibel ist“  [1]

Gegenteilige Behauptungen wurden zwar gerne als Verschwörungstheorie abgetan, aber die WHO hatte längst vier ungeklärte, nach Wahrscheinlichkeit sortierte Hypothesen, wie Sars-CoV-2 unters chinesische Volk gekommen sein könnte:

  1. von Fledermäusen über einen tierischen Zwischenwirt
  2. ???
  3. per Tiefkühl-Importen aus dem Westen
  4. aus einem Viren-Labor in Wuhan entwichen

WHO untersucht drei Ursachen – eine vierte bleibt namenlos

Sie begann daher im Januar 2021 eine vierwöchige Recherche-Reise in China. Im dortigen Wuhan befindet sich bekanntlich sowohl der Wildtiermarkt, der als Ursprung der Pandemie gelten soll (These 1) als auch die Hightech-Labore, von denen eines alternativ als Virus-Quelle in Betracht kommen soll (These 4). Dass auf dem gründlich gereinigten Wildtiermarkt nichts mehr zu finden sein wird, muss den Reisenden eigentlich von vorneherein klar gewesen sein. Hatte man in der „westlichen“ Hälfte der paritätisch mit 17 Chinesen und 17 Nicht-Chinesen besetzten Kommission doch die heimliche Hoffnung, mehr über das Labor und seine evtl. Pannen zu erfahren?

Am 09.02.2021 berichteten der SWR („WHO-Experten: Coronavirus stammt vermutlich von Fledermäusen“) und die FAZ („Wuhan bleibt ein Rätsel. Leicht wurde es den Wissenschaftlern dabei nicht gemacht“) sehr unterschiedlich über das auf der WHO-Pressekonferenz vorgestellte Ergebnis:

Laut SWR [2] halten halten die WHO-Experten die Labor-These (Nr. 4) für weiterhin „extrem unwahrscheinlich“, während diese für die FAZ [3] nur das am „wenigsten wahrscheinliche“ der vier Szenarien war. Immerhin räumt die FAZ ein, dass diese „Theorie“ vor allem von der früheren Trump-Regierung vertreten worden sei, die ja bekanntlich immer sehr schnell und aggressiv mit Anschuldigungen (und hohen Schadensersatz-Forderungen) war. Was die chinesischen Empfindlichkeiten in dieser nicht nur wissenschaftlichen, sondern hochpolitischen Frage ein Stück weit verständlicher macht.

Und die FAZ erwähnt sogar selbst (wenn auch etwas versteckt), dass ein westliches Delegationsmitglied, der britisch-amerikanische Zoologe Peter Daszak, China in den höchsten Tönen für seine Offenheit lobte, was am Artikel-Anfang ja anders dargestellt wird:
„Leicht wurde es den Wissenschaftlern dabei nicht gemacht.“

Die Gegenanschuldigung Chinas Richtung Westen (nämlich ob das Virus auch über Tiefkühlprodukte nach China gekommen sein könnte), liegt laut FAZ auf Platz 3 der vier wahrscheinlichsten Hypothesen – und damit noch vor der These Wuhan-Labor!
Sie müsse laut SWR noch genauer untersucht werden; jedenfalls gab es „in Wuhan aber auch Ansteckungen, die nicht mit diesem Markt in Zusammenhang gebracht werden konnten“.

Tiermarkt Wuhan oder ein anderer (chinesischer) Tiermarkt – diese Frage ist ziemlich bedeutungslos, denn „Die Hypothese, das Virus sei von einer Fledermaus über einen Zwischenwirt auf den Menschen übergesprungen, landete auf Platz eins“, so die FAZ.
Leider verraten uns weder SWR noch FAZ, welche Ursachen-Hypothese eigentlich den Platz 2 belegt!

Ein chinesischer Experte „verwies mehrfach auf die Notwendigkeit, den Ursprung des Virus auch in anderen Ländern zu suchen“, was WHO-Delegationsleiter Embarek bejahte, aber sogleich auf Chinas südliche Nachbarländer und deren Fledermäuse bezog; das gehört somit ebenso zu Nr. 1 der vier Hypothesen.

Viertbeste These wird wiederbelebt, zweitbeste bleibt unbenannt

Gestern berichtete die NZZ :
„Das von Anfang an kursierende Geraune, das Virus könnte auch aus einem chinesischen Labor entwichen sein, lehnten die allermeisten Wissenschafter als blanken Unsinn und Verschwörungstheorie ab. Inzwischen hat sich der Wind gedreht. Auch namhafte Forscher wie der amerikanische Infektiologe und Präsidentenberater Anthony Fauci sprechen sich heute öffentlich dafür aus, die Laborthese nicht vorschnell fallenzulassen.“ [4]

Neben dem wenig überzeugenden Hinweis auf den eigentlich sehr umstrittenen [5] Fauci sieht die NZZ im endgültigen schriftlichen WHO-Bericht Ende März den Wendepunkt: Angeblich „löste die Beurteilung weltweit Unverständnis und Empörung aus. Denn aus westlicher Sicht war der Kommission der Zugang zu wichtigen Daten und Informationen verwehrt worden. Ein fundiertes Urteil über die Laborthese sei deshalb nicht möglich, so der Tenor der enttäuschten Forschergemeinde“.

So china-feindlich hatte sich nach der WHO-Preesekonferenz am 09.02.2021 weder FAZ noch SWR geäußert und auch der taggleiche NZZ-Bericht zur Hypothese Nr. 4 (Labor Wuhan) lautete noch:
„Eine der Thesen über den Ursprung der Pandemie kann praktisch ausgeschlossen werden, doch viel bleibt unbekannt“, [6].

Bereits wenige Tage nach der Pressekonferenz fiel allerdings WHO-Chef Ghebreyesus dem Leiter der Expertengruppe in Wuhan in den Rücken und erklärte, „alle Hypothesen würden weiterverfolgt“.
Damit war wohl These 4 angesprochen (genau genommen auch These 2, aber was man nicht weiß, macht einen nicht heiß), [7].

Immerhin nennt die gestrige NZZ einen unpolitischen Grund:
„Dass die Laborthese derzeit Hochkonjunktur hat, geht nicht nur auf die unglückliche WHO-Mission zurück. Begünstigend wirkt auch, dass die von den meisten Forschern bevorzugte Naturthese immer noch nicht bewiesen ist. Offenbar haben die chinesischen Behörden schon 80 000 Tiere auf das Virus getestet: ohne Erfolg. Bei Sars und Mers, den beiden anderen schweren Coronavirus-Krankheiten, liess sich der gesuchte tierische Zwischenwirt innerhalb von wenigen Monaten finden.“

Wenig überzeugend dagegen die NZZ-Folgerung:
„Findet eine rigorose Untersuchung keine belastbaren Beweise, wäre die Laborthese vom Tisch und der natürliche Ursprung der Corona-Pandemie breit akzeptiert.“ Soll heißen: Erst wenn ihr Chinesen die Hosen vollständig runterlasst, werden wir Hypothese Nr. 4 (Panne im Wuhan-Labor) großzügig fallen lassen und ganz fest an Hypothese Nr. 1 glauben (auch wenn nach den eigenen Ausführungen der NZZ diese sogenannte „Naturthese“ mit dem Zwischenwirt nach bisher 80 000 vergeblich untersuchten Tierarten wohl endgültig ein Phantom bleiben wird).

Hypothese Nr. 3 (nach China importierte Tiefkühlkost) scheint keinen mehr zu interessieren – aber warum erfahren wir immer noch nichts, worin die WHO-Hypothese Nr. 2 überhaupt besteht?

Auch ein ZEIT-Kommentator beißt sich an These 4 fest:
„Corona-Ursprung: Von China wird die Welt nichts erfahren –
US-Präsident Biden fordert eine unabhängige, internationale Untersuchung zum Corona-Ausbruch in Wuhan. Die wird es nie geben: Das politische System Chinas verhindert es.“

Ein Grund für das recht späte Aufwärmen der eigentlich alten Labor-These wird auch genannt:
„… warum die These in der öffentlichen Diskussion oft so spektakulär erscheint, ist, dass sie mit Verschwörungsmythen in Verbindung gebracht wird, nach der dunkle Mächte ein hausgemachtes Virus ausgesetzt hätten“, [8].

Platz 2 – eine unausprechliche Verschwörungstheorie?

Da ist sie wieder, die Abneigung gegen „Verschwörungstheorien“ – jedenfalls dann, wenn sie gegen westliche Mächtige gerichtet sind. Bei Vorwürfen gegen China will man eventuell nicht so kleinlich sein.

Die in der ZEIT etwas versteckt erwähnten Gegenvorwürfe aus China beziehen sich auf These Nr. 3 (Tiefkühlware) – und liefern vielleicht endlich einen Hinweis auf den bisher vermissten Inhalt der (WHO-)These Nr. 2:
„Beispielsweise sollen US-Soldaten das Virus 2019 nach Wuhan eingeschleppt haben oder importierte Tiefkühlware sei der Verbreitungsweg.“

Vom 18. bis zum 27. Oktober 2019 fanden in Wuhan die Militärweltspiele statt, die der Fecht-Olympiasieger Matteo Tagliariol als frühen Hotspot der Corona-Pandemie verdächtigte:
„Als wir in Wuhan eingetroffen sind, sind wir alle erkrankt. Alle sechs Personen in meiner Wohnung waren krank, auch viele Athleten anderer Delegationen (…) Ich hatte schweren Husten, viele andere Athleten hatten Fieber.“ Das Schlimmste habe ihn jedoch bei der Rückkehr nach Italien erwartet. „Ich hatte sehr hohes Fieber und konnte nicht atmen. Auch Antibiotika halfen nicht. Drei Wochen lang war ich krank und sehr schwach. Danach ist mein zweijähriger Sohn Leo erkrankt. Er hat drei Wochen lang gehustet. Auch meine Lebensgefährtin ist krank geworden, doch in leichterer Form. Als man begonnen, hat, vom Virus zu sprechen, dachte ich: Ich habe mich angesteckt. Ich erkannte die Covid-19-Symptome. Ich bin ein Sportler, mir ging es für meine Standards sehr schlecht“, [9].

Fast 10.000 Athleten (darunter 243 Deutsche) aus mehr als 140 Ländern hatten an den Militärweltspielen teilgenommen. Den Zeitpunkt Oktober 2019 fand der FAZ-Bericht (Mai 2020) „bedenklich“, verzichtete aber (da nur unter Rubrik „Sport“ laufend?) auf jegliche Rückschlüsse auf Virus-Art und -Herkunft.

Sportler und ihre schnell dementierten Krankheits-Erinnerungen

Dagegen beeilte sich die Süddeutsche Zeitung (SZ) – drei Tage nach der FAZ – der Sache den Wind aus den Segeln zu nehmen: Dem Olympia-Sieger Tagliariol sei schnell von seinen italienischen Kollegen widersprochen worden und er selber (von dem nicht bekannt sei, „dass er kuriosen Weltansichten oder gar Verschwörungstheorien anhängen“ würde), fühle sich inzwischen „missverstanden“, [10].

Über einen parallelen Fall von Wunderheilung (oder medialer Gesundbetung?) weiß die SZ aus Frankreich zu berichten:
(Tagliariols) „Zeugnis ging durch die italienischen Medien, mit den üblichen Verkürzungen. Es passte gut zum Erlebnisbericht der Modernen Fünfkämpferin Élodie Clouvel aus Frankreich. Sie erzählte, dass sie und ihr Lebenspartner, der in Wuhan als Zehnkämpfer antrat, nach ihrer Rückkehr ‚an Corona‘ erkrankt seien. Tatsächlich? Das französische Verteidigungsministerium dementierte schnell. In der Delegation habe es keine Covid-19-Fälle gegeben, weder während der WM noch danach.“

Die Sicht der Chinesen: Bei Platz 2 schulden die USA Aufklärung

Dagegen hatte, ebenfalls im Mai 2020, Radio China International (CRI) die Frage nach der Rolle der USA aufgeworfen – [11]:
„Verkauf von E-Zigaretten seit 2007 in den USA:
Warum ist die ,E-Zigaretten-Krankheit‘ letztes Jahr ausgebrochen?“
Der Ausbruch im August 2019 kam nämlich so urplötzlich, dass er schlecht zur offiziellen Erklärung passt, E-Zigaretten würden halt das schädliche Tetrahydrocannabinol (THC) enthalten.

Dass diese neue unerklärliche Krankheit kurz nach der Schließung des biologischen Labors von Fort Detrick im Juli 2019 ausbrach und zudem in der Umgebung des Forts, führt direkt zur Frage, ob das Labor vielleicht mehr zur neuen Krankheit beitrug als die Inhaltsstoffe der E-Zigarette und ob somit wahre Problem-Labor auch in Sachen Corona eher in den USA lag und nicht in China?

Denn „die klinischen Symptome der Patienten mit dieser Krankheit sind denen der Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind, sehr ähnlich“ – bis hin zur Notwendigkeit der Beatmung mancher Patienten auf Intensivstationen.

Und da Fort Detrick eine Militär-Einrichtung ist, dürften doch einige der dort ab Juli / August Infizierten (samt Virus) im Oktober mit zur Militär-Olympiade nach Wuhan / China gereist sein?

CRI berichtete weiter (unter Berufung auf USA Today):
„Seit 2003 ereigneten sich in amerikanischen Laboren Hunderte von Unfällen, bei denen Menschen versehentlich mit tödlichen Mikroorganismen in Kontakt kamen.
Wenn die Menschen durch direkten Kontakt mit tödlichen Viren infiziert werden, kann sich durch diese Personen ein Virus in der Gemeinschaft ausbreiten und eine Epidemie auslösen“.

[1] https://www.wz.de/panorama/coronavirus-aus-dem-labor-warum-das-nicht-plausibel-ist_aid-50048329
[2] https://www.swr.de/wissen/who-studie-wuhan-urspruenge-des-coronavirus-100.html
[3] https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/who-corona-untersuchung-in-china-wuhan-bleibt-ein-raetsel-17189550.html
[4] https://www.nzz.ch/wissenschaft/laborthese-zur-corona-pandemie-wie-sie-zu-beweisen-waere-ld.1628166
[5] https://www.welt.de/politik/ausland/article231529081/Tausende-E-Mails-veroeffentlicht-Anthony-Fauci-im-Chaos-der-Pandemie.html
[6] https://www.nzz.ch/international/coronavirus-who-mission-in-wuhan-schliesst-laborthese-aus-ld.1600871
[7] https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/corona-ursprung-who-verwirft-wuhan-laborthese-doch-nicht-17196115.html
[8] https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-05/corona-ursprung-joe-biden-china-wuhan-untersuchung-usa
[9] https://www.faz.net/aktuell/sport/mehr-sport/militaerweltspiele-2019-in-wuhan-damals-schon-corona-faelle-16758894.html
[10] https://www.sueddeutsche.de/sport/coronavirus-militaer-wm-wuhan-1.4903275
[11] http://german.cri.cn/aktuell/alle/3250/20200513/466377.html

„Fakten der Verharmloser“ mutieren zu Spahns Fakten fürs Eigenlob

So sind sie, die Verharmloser: leugnen die Katastrophe als ganzes und in allen relevanten Einzelfakten. Und berufen sich auf veraltete Erkenntnisse, die z.B. ein gewisser Christian Drosten am 22.01.2020 im Interview mit der Berliner Zeitung zum damals neuen und scheinbar (fast) nur auf China begrenzten Coronavirus von sich gegeben hatte: „Die Schwere wird überschätzt“, [1].

Eine bekannte Verharmloser-Seite [2] streute noch am 30.04.2021 folgende Verharmlosungen und Fake News unters Volk:

  • Gute Patientenversorgung auch in der Corona-Pandemie stets gewährleistet.
  • Die Analyse der Leistungsdaten aller deutschen Krankenhäuser zeigt, dass trotz der Aufforderung der Bundesregierung im Frühjahr 2020, planbare Leistungen zu verschieben, die stationäre Versorgung in Deutschland im ersten Pandemiejahr 2020 flächendeckend gewährleistet werden konnte.
  • Nach einem Rückgang der Krankenhausfälle im Frühjahr um ca. 30 Prozent, wurden auf Jahressicht im Bereich der allgemeinen Krankenhäuser 13 Prozent und im Bereich der psychiatrischen Kliniken 11 Prozent weniger Fälle als im Vorjahr versorgt.
    Im Jahresdurchschnitt waren vier Prozent aller Intensivbetten mit Corona-Patientinnen und -Patienten belegt.
  • Die Mitglieder des Beirats betonten, dass die Pandemie zu keinem Zeitpunkt die stationäre Versorgung an ihre Grenzen gebracht hat.

Eine umfassende Analyse zum Rückgang bestimmter Fallgruppen habe sogar ergeben, „dass das Inanspruchnahmeverhalten der Patientinnen und Patienten für den Rückgang der Behandlungsfälle eine deutlich größere Rolle gespielt hat als die aktive Absage von Behandlungen durch die Krankenhäuser.
In der Folge wurden weniger Bettenkapazitäten (67 Prozent) in Anspruch genommen.“

Keine Engpässe mit Warteschlangen, sondern ungenutzte Überkapazitäten – und verängstigte Patienten (womöglich von fiesen Propagandisten in Panik versetzt?) hätten sich also lediglich nicht getraut ins Krankenhaus zu gehen, wo unterbeschäftigtes Personal auf sie wartete?
Kein Wort zu den mehrfach exponentiell angestiegenen Fallzahlen, zu der gerade noch vermiedenen Triage auf den Intensivstationen!

Spätestens hier merkt jeder tüchtige Faktenchecker oder correctiv-Jünger: Das Lob ist falsch und beleidigt das bis an und über die Grenzen hinaus belastet gewesene medizinische Personal auf  unerträglichste Weise!

Zeit also, diese Fake-News-Seite beim Namen zu nennen und als abschreckendes Beispiel an der Pranger zu stellen!

Es handelt sich um die Seite des … ähm … Gesundheitsministers …

O.k., er hatte ja selber ein schweres Jahr hinter sich mit der schwierigen Beschaffung von Masken, Tests und Impfstoffen. Da wird man ja wohl noch ein bisschen auf die guten Seiten des eigenen Wirkens hinweisen dürfen. Schließlich kann er nichts dafür, dass Italien eine viel besser zu den Szenarien von Event 201 passende (sprich: niedrige) Bettenzahl vorweisen konnte als er. Zwar kann er auch nichts für die hohe deutsche Bettenzahl (die hat er „geerbt“), aber die neoliberale Sparpolitik, die es für „italienische Zustände“ braucht, konnte sich in dem Land mit chronisch klammen Staatskassen halt auch schon seit Jahren austoben.
Die mussten nur noch ein paar dramatische Sargbilder hinzufügen und fertig – schon konnten sie den Anforderungen von Seehofers Panik-Papier gerecht werden.

In Wahrheit ist Jens Spahn vermutlich ein verkanntes Strategie-Genie. Von den 36 Strategemen [3] des General Tan Daoji († 436), die in China jedes Kind kennt, hat er bei seiner Bekämpfung der Corona-Verharmloser mindestens vier unter einen Hut gebracht:

  • Das Brennholz heimlich unter dem Kessel wegnehmen
  • Verrücktheit mimen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren
  • Dürre Bäume mit künstlichen Blüten schmücken
  • Die Rolle des Gastes in die des Gastgebers umkehren

[1] https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oekologie/coronavirus-berliner-virologe-die-schwere-wird-ueberschaetzt-li.5436

[2] https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/2021/2-quartal/corona-gutachten-beirat-bmg.html

[3] https://de.wikipedia.org/wiki/36_Strategeme

Der impfwütige Bankkaufmann pfeift notfalls auf Experten

Bei der Ständigen Impfkommission am RKI (STIKO) sitzen bestimmt keine Corona-Leugner oder Impfgegner, ganz im Gegenteil:

Im Dezember hatte sie sich über Bedenken der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft (zum Thema Risikopatienten allgemein) ebenso hinweggesetzt wie über die von der „Gelben Liste“ (Medikamenten-Infos der Hersteller für die Ärzte) empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen bei Patienten, die Medikamente gegen Blutgerinnung nehmen, [1]. Damals ging es aber um den Beginn der Senioren-Impfungen speziell in Altenheimen und der STIKO konnte es wohl nicht schnell genug losgehen, koste es was es wolle. Der impfwütige Bankkaufmann pfeift notfalls auf Experten weiterlesen

Corona-Impfung: Nutzlos, schädlich oder heimtückisch?

Hiobsbotschaften mit Gewöhnungs-Effekt?

Das Gesundheits-Onlineportal PraxisVITA hat ein Tagebuch angelegt und berichtet zu verschiedenen Corona-Themen, z.B.:

+++17.05. Erneuter Corona-Ausbruch trotz Impfung+++
(aus einem Seniorenzentrum bei Frankfurt)

+++14.05. Köln: Fast 2.000 Menschen corona-positiv trotz Impfung+++
(rund ein Viertel davon hätten sogar bereits eine zweite Dosis erhalten); sowie von einem 22 Bewohner betreffenden…
+++ Ausbruch trotz Impfung in Senioreneinrichtung in Niedersachsen+++

+++Sachsen-Anhalt: Corona-Ausbruch in Heim: 21 Infizierte und zwei Tote+++ (30.04.2020; zudem:
+++Corona-Ausbrüche trotz Impfung in 13 Fällen allein in Stuttgart+++
… in den letzten Wochen in versch. Pflegeheimen und Generationenzentren mit insgesamt 42 betroffenen Menschen, [1].

In die überregionalen Mainstreammedien schaffen es solche Nachrichten derzeit kaum noch; das war Anfang Februar zu Beginn der Impfkampagne noch ganz anders:
„Corona-Infektionen in Belm beschäftigen Bundesregierung:
Die Corona-Infektionen von 14 geimpften Heimbewohnern aus Belm im Landkreis Osnabrück zieht immer größere Kreise.“
Minister Spahn habe das Robert Koch-Institut und das Paul-Ehrlich-Institut mit einer eine Untersuchung beauftragt. Die nach den Impfungen aufgetretenen Infektionen würden die Behörden sehr beschäftigen. Corona-Impfung: Nutzlos, schädlich oder heimtückisch? weiterlesen