Alle Beiträge von Bernhard Kirner

Die Welt ist corona-müde – Deutsche boostern fürs Bruttosozialprodukt

Die „Grippalisierung“ der Corona-Pandemie

Da kann Omikron eine noch so schnell sich ausbreitende Schnupfen-Epidemie sein: Es ist halt nur eine Schnupfen-Ausbreitung.
Das bisher für die Öffentlichkeit sorgsam gepflegte Schreckensbild verblasst, wenn von der neuen Mutation kaum schwere Fälle zu erwarten sind. Im Herkunftsland Südafrika war das schnelle Auf- und Absteigen zu beobachten, samt problemlosem Gesamtverlauf.

Auch europäische Regierungen, die sich nicht härtnäckig einem vorgegebenen Narrativ verpflichtet fühlen, sondern ihren Völkern, neigen daher derzeit in Sachen Corona zu Kehrtwendungen:

„Trotz Rekordwerten bei den Neuinfektionen will die spanische Regierung die Corona-Pandemie gern wie eine reguläre Krankheit behandeln. Mediziner warnen vor einer Bagatellisierung“, [1].
Irgendein Warner wird natürlich immer übrig bleiben und von den medialen Narrativ-Wärtern dankbar zitiert werden.

Die Habt-Angst-Front bröckelt in Europa weiter:

– Der niederländische Ministerpräsident Rutte kündigt trotz hoher Infektionszahlen eine Lockerung der Beschränkungen an, [2]

– Trotz rekordhoher Infektionszahlen lockern einige europäische Länder wie Dänemark (7-Tage-Inzidenz: mehr als 2360) oder Frankreich ihre Coronamaßnahmen bereits wieder;

– andere wie die Schweiz halten an ihren eher lockeren Maßnahmen fest – und stellen sich auf eine baldige endemische Entwicklung der Pandemie ein, [3]

Italien lockert noch nicht, aber dort wird sehr kritisch beleuchtet und diskutiert, was die Corona-Zahlen überhaupt noch über das Infektionsgeschehen aussagen (bei vielen der als Covid-19-Fälle verbuchten Krankenhauseinweisungen handelt es sich um Patienten mit ganz anderen Beschwerden). Man müsse unterscheiden,
ob es sich um symptomatische oder asymptomatische Fälle handelte, ob die Betroffenen sich zu Hause oder im Krankenhaus befänden, [4].

USA: Tiefer Spalt zwischen Dems und Reps – auch bei Corona

In den USA unterscheidet sich die Corona-Strategie schon lange ganz stark danach, ob ein Bundesstaat von Demokraten oder Republikanern regiert wird:
„In 22 US-Bundesstaaten gibt es seit Monaten keinerlei Corona-Maßnahmen mehr … und trotzdem kein überlastetes Gesundheitswesen“, war im Mai 2021 zu lesen, [5].
Der Erfolg kann nicht mit einer hohen Impfquote begründet werden:

„Erstens hat Florida noch vor Beginn der Impfkampagne alle Maßnahmen aufgehoben, und die Quote der vollständig Geimpften lag Anfang März – als die meisten Staaten die Maßnahmen aufhoben – in den USA bei unter 10%. Aber es kommt noch ein zweiter Umstand hinzu: In zwölf Bundesstaaten ist der digitale Impfnachweis, der bei uns demnächst über Grundrechte und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben entscheiden wird, verboten. Sie haben richtig gelesen: Zwölf US-Bundesstaaten haben diese Art der Diskriminierung unter Strafe gestellt. Die Impfung spielte also überhaupt keine Rolle bei der Aufhebung der Maßnahmen.“

Kenia: Stell dir vor, es ist Corona und keiner spielt mit

Was auf Europas Straßen nur eine Minderheit fordert (wenn nicht die Regierung vorauseilt wie in den genannten europäischen Ländern), das kriegen in den sogenannten unterentwickelten Ländern die einfachen Menschen souverän selber hin:

In Kenia hatten alle plötzlich „die Grippe“. Keiner wollte mehr von Corona oder Omikron sprechen oder gar den teuren Test machen, der einem Quarantäne und Verdienstausfall bringen könnte.  Ein Fall von Realitäts-Verweigerung?

Oder ein Wunder, herbeigeführt durch eisernes positives Denken? Die dortige die Omikron-Welle flacht nämlich bereits wieder ab. Obwohl es kaum Maßnahmen gegen das Virus gab und gerade einmal 16,5 Prozent der erwachsenen Bevölkerung vollständig geimpft sind, blieb die Katastrophe aus.

Bei den Menschen der urbanen Mittelschicht in Kenia, die sich Krankenhaus und Test leisten (können), gab es zwischen 35 und 70 Prozent Treffer.
Eine Durchseuchung des Volkes mit Omikron hat also durchaus stattgefunden; „doch eine Spur der Verwüstung hat die Coronavirus-Variante nicht hinterlassen“, wie der SPIEGEL bewundernd feststellt.

Was sich daraus lernen lässt, fragt der SPIEGEL

„Forscherinnen und Forscher vermuten, dass die hohe Durchseuchung mit dem Coronavirus schon vor Omikron zu den milden Verläufen beigetragen hat“ – beim leibhaftigen Bill, die Redaktion wird doch nicht vom Glauben ans alternativlose Impfen abfallen? Aber die Forscher vermuten ja nur und am Schluss des Artikels darf eine afrikanische Epidemiologin vor zu viel Optimismus warnen und ihr Plädoyer halten: „weiter impfen, impfen, impfen“, [6].

Als Warner vor zu viel Optimismus und insbesondere vor einer Durchseuchung Deutschlands kommen zwei Tage nach dem Kenia-Bericht unsere zwei Dauer-Pessimisten Karl Lauterbach und Christian Drosten im SPIEGEL zu Wort:
Eine Durchseuchung zu diesem Zeitpunkt sei zu früh. Es gehe darum, die Welle zu verlangsamen, um die Menschen zu boostern, [7].

Hatte das bisher nicht umgekehrt geklungen? – Leute boostert, um die Welle zu verlangsamen bzw. zu brechen (womit ihr der Überbelegung der Krankenhausbetten vorbeugt)!
Da Deutschland trotz großer Betten-Abbau-Anstrengungen keine Krankenhaus-Überbelegung hinbekommt, muss man wohl die Argumentations-Kette kurzerhand mal um 180 Grad drehen.
Jetzt gilt: Wer länger drangsaliert, hat mehr von der Pandemie!
Vor allem hat er mehr Impf-Absatz.

Impfung als ökonomischer Booster: Biontech steht für fast ein Fünftel des deutschen Wirtschaftswachstums

„Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft im vergangenen Jahr wäre ohne den Covid-Impfstoff von Biontech deutlich kleiner ausgefallen – davon sind Wirtschaftsforscher und Statistiker überzeugt. (…)
Europas größte Volkswirtschaft ist einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes zufolge 2021 um 2,7 Prozent gewachsen, ohne den Biontech-Erfolg hätte es nur zu 2,2 Prozent gereicht.“

„Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ein einzelnes deutsches Unternehmen jemals so stark zum Wachstum beigetragen hat“, sagte Sebastian Dullien, der Wissenschaftliche Direktor des gewerkschaftsnahen Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), [8].
Durch die sprudelnden Steuereinnahmen, die Biontech mit Sitz in Main dem Bundesland beschert, steigt Rheinland-Pfalz sogar im Länder-Finanzausgleich vom Nehmerland zum Geberland auf, [9].

Zwischen Trümmerfrauen und Wirtschaftswunder wurde in Deutschland jede Hand gebraucht – heutzutage jeder Oberarm; selbst auf Jugendliche und Kinder kann nicht verzichtet werden.

[1] https://www.tagesschau.de/ausland/europa/corona-spanien-strategiewechsel-101.html
[2] https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-157.html
[3] https://www.handelsblatt.com/politik/international/omikron-welle-lockerungen-trotz-tausender-inzidenzen-europa-sucht-einen-neuen-umgang-mit-covid-/27972736.html?ticket=ST-2652420-StrWQAzWW9xrvNKmhcpn-ap6
[4] https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/debatte-in-italien-was-sagen-die-corona-zahlen-noch-aus-17728547.html
[5] https://www.hauke-verlag.de/in-22-us-bundesstaaten-gibt-es-seit-monaten-keinerlei-corona-massnahmen-mehr-und-trotzdem-kein-ueberlastetes-gesundheitswesen/
[6] https://www.spiegel.de/ausland/omikron-variante-in-kenia-die-katastrophe-blieb-aus-a-ee02db9d-e98d-4301-8067-03d4b3391e1f
[7] https://www.spiegel.de/politik/deutschland/corona-karl-lauterbach-und-christian-drosten-warnen-vor-durchseuchung-a-a0883f03-8943-4cb3-b443-93958d79504f
[8] https://www.manager-magazin.de/unternehmen/tech/biontech-steht-fuer-fast-ein-fuenftel-des-deutschen-wirtschaftswachstums-a-1ffe0361-3afe-4e2d-9e2a-b989c9c17067
[9] https://www.deutschlandfunk.de/rheinland-pfalz-wird-durch-biontech-zum-geberland-106.html

Grundgesetz unter Pandemie-Vorbehalt – lange Befürchtetes wird jetzt real

Alter Landesvater kehrt zu seinen maoistischen Wurzeln zurück

Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident meint gegenüber der taz: Freiheit, Vernunft und Pflicht müssen angesichts von Pandemie und Klimakrise neu justiert werden, [1].

„In einer Krise wie der Pandemie brauchen wir plötzlich Zustimmungen, die das demokratische Mehrheitsprinzip so nicht vorsieht, beim Impfen jetzt über 90 Prozent. Solche Mehrheiten zu erzwingen, ist eine große Herausforderung.“

Jetzt in der Pandemie sei es „verstörend, dass sich eine starke Minderheit weigert, sich auf der Grundlage von Tatsachen impfen zu lassen. Spätestens seit Kant ist der Freiheitsbegriff immer an die Vernunft gebunden“.

Philosophen-Namen wie Kant und Hegel fallen noch einige Male. Dagegen nicht der Name des antiken Griechen Platon, der ganz ausdrücklich eine Herrschaft der Philosophen ersehnte, denn die Demokratie als Herrschaft des dummen Pöbels könne auch nur dumme Führer hervorbringen. Solche wie Kretschmann, mag man sich hinzudenken – aber selbiger macht uns ja klar, dass er trotz des Makels seiner demokratischen Bestellung in Wirklichkeit ein wahrer Philosoph im Platon’schen Sinne sei …

Denn mit banalen Tatsachen, die die „Weigerer“ ins Feld führen, will er sich natürlich ebensowenig befassen wie sein Interviewer.
An echten (sprich: wissenschaftlichen) Tatsachen gibt es für beide nämlich nur solche, die fürs Impfen sprechen. Daher hält er es – wie heutzutage jeder solide Impf-Fanatiker – nicht für nötig, ungefragt auch nur ein Wort an die Möglichkeit zu verschwenden, dass es auch Tatsachen geben könnte, die dagegen sprechen.

Wenn es schon keine Tatsachen zu diskutieren gibt, sieht er in den Imfpgegnern wenigstens menschliche Wesen, denen man sich mit Empathie nähern kann / darf?
„Der Mensch denkt halt gern in die eigene Richtung oder in die, die ihm genehm ist. Dadurch entsteht ein Einfühlungsdefizit. Ich versuche, mich in Impfgegner hineinzuversetzen, sie nicht alle in einen Topf zu werfen. Aber umgekehrt besteht ein Mangel. Das merke ich an Diskussionen, die ich im eigenen Bekanntenkreis hatte.“

Empathie und Unterscheidungsvermögen:
Das Monopol der Impf-Fanatiker – in der Praxis leider unsichtbar

Kretschmann bescheinigt sich selber also ein maximales Einfühlungs- und Differenzierungs-Vermögen, vermisst aber umgekehrt diese Fähigkeiten bei der Gegenseite. Da kommt der gelernte Lehrer zum Vorschein, der sich als Inhaber der amtlichen Wahrheiten selbstlos größte Mühe gibt, aber bei den ungezogenen, unvernünftigen Rabauken auf nur wenig Einsicht stößt.
Und der die lästigen Fragen der dummen Unmündigen kurz und knapp abfertigen darf, denn die warten ja nur auf den Pausengong und darauf, dass der Herr Lehrer nicht mehr dazu kommt, noch eine tüchtige Portion Hausaufgaben zu verhängen.

Die Freiheit der Hausaufgaben- bzw. „Impfverweigerer“ ist für ihn somit eine reine Freiheit zu Unvernunft und sturem Eigensinn. Sowohl für Freiheitsrechte als auch für den Datenschutz will er – auch für künftige Pandemien – dem Staat mehr Rechte geben.

Als neu bekehrter Gegner der offenen Gesellschaft möchte er aber dennoch nicht gelten: „Wenn wir die Pandemie effektiv bekämpfen, sind die Freiheitseinschnitte am Ende weniger tief und andauernd.“
Sinngemäß soll das wohl heißen: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Warum dann nach einjährigem Impfen die Inzidenzen höher sind als vor Impf-Beginn, dazu fällt ihm nichts ein. Muss ihm auch nicht, denn solche narrativ-widrigen Fragen würde ein plandemisch ausgerichteter ordentlicher taz-Journalist ihm auch niemals stellen.

Der liefert ihm stattdessen das nächste Stichwort: Dauerhaft?

„Nein, natürlich nicht. Wenn wir die Pandemie niedergezwungen haben, dann werden die Freiheitsrechte wieder voll hergestellt.
Das Versprechen geben wir. Aber da sind wir jetzt mitten in einer fundamentalen Debatte: Was heißt Freiheit im 21. Jahrhundert angesichts von Pandemie und der Klimakrise?“

Grundrecht Freiheit: Immer offener runtergestuft zum reinen, unverbindlichen Politiker-Versprechen

Selbst die Leserkommentatoren, die überwiegend impfgläubig sind wie ihre taz, mucken an dieser Stelle auf: Was sind gegebene Politiker-Versprechen wert? Eigentlich nicht viel mehr als zwei Worte: „geänderte Rahmenbedingungen“ – von Politikern fleißig und meist floskelartig benutzt, so dass sie gleich ohne weitere Begründung sagen könnten: „ist gecancelt“.

Und vorliegend gibt der gemütliche Landesopa Kretschmann ja in seltener Offenheit im Folgesatz freimütig zu, dass sein Versprechen schon von vorneherein ein wertloses ist:
Nach der Plandemie ist nämlich vor der Klimakratie

Bolschewiken-Revolution beim Ethikrat?

Ein anonym bleibender Philosophie-Dozent einer deutschen Uni berichtet unterdessen bei Norbert Häring von einer Radikalisierung beim Deutschen Ethikrat, die mich ein bisschen erinnert an den Sieg der Bolschewiken 1917 über die Menschewiken – also den Putsch einer Minderheit, die sich anschließend als angebliche Mehrheit (bzw. als deren wahre Vertreter) inszenierte und ihre Tat als „dialektischen“, geschichtsnotwendigen Schritt ausgab, [2].

Statt der 26 (sowieso eigentlich politisch handverlesenen) Mitglieder gibt es derzeit nur 24 und sogar davon waren vier zeitweise „verschwunden“.
Die anderen 20 beschlossen mit 13 zu 7 Stimmen etwas, was man eher Impf-Dogma als Impf-Gutachten nennen kann.

Ethiker-Freibrief für künftige „Ermächtigungsgesetze“?

Der Ethikrat bestätige die Verhältnismäßigkeit einer Impfpflicht, ohne auch nur die konkrete Gestalt der Maßnahme zu kennen oder zu benennen: Ab wann soll sie gelten und wie oft muss geimpft werden? Unbekannt. Insgesamt entstehe der Eindruck, dass hier eine „gesetzliche Impfpflicht auf Vorrat installiert“ und die „Inpflichtnahme auf Dauer gestellt“ werden solle, ohne Risiken dieser Maßnahme oder alternative Maßnahmen überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Gegenpositionen würden erst gar nicht ernst genommen. Die Empfehlung „suggeriert eine ergebnisoffene Abwägung, ohne indes im Ergebnis mit der Vertretbarkeit unterschiedlicher Ansichten ernst zu machen“.

Der Gastautor schildert hier nicht seine eigene Wertung, sondern das, was die vier (eben zeitweise verschwundenen) „Dissidenten“ inzwischen gemeinsam monieren.

Äußerungen einzelner Mitglieder und insbesondere der Vorsitzenden Alena Buyx hatten die putschartige Kehrtwende bereits angekündigt. Für den Gastautor ist die Entscheidung des zuvor personell „gesäuberten“ Rates „ein vergiftetes und perfides Dokument“.

Legitimes Staatshandenln:
künftig möglich ohne Rücksicht auf Verluste?

Denn der Ethikrat verzichtet nicht nur auf das abwägende Begründen seiner Entscheidung (also das, was eigentlich seine Kerntätigkeit und Existenzberechtigung ausmacht).
Er empfiehlt irreversible, einschneidende Maßnahmen, für deren mögliche negative Folgen er aber bereits vorab erklärt, nicht die Verantwortung übernehmen zu wollen.
Bei sich künftig herausstellenden, noch so verheerenden Schäden wird er achselzuckend sagen können:
„Auf dem damaligen Wissensstand war unsere Empfehlung korrekt, auch wenn wir es jetzt besser wissen.“

Als Punkt 2 beanstandet der Gastautor die Parteilichkeit in der Ausdrucks- und Vorgehensweise des Gremiums.
„Philosophisch betrachtet liegt der Fehler in Folgendem: Entweder man untersucht einen Menschen empirisch und fragt sich nach den psychologischen und soziologischen Ursachen seiner Überzeugungen, gleich ob man sie teilt oder nicht. Oder aber man lässt sich auf eine Diskussion mit ihm ein, und hört und bewertet seine Argumente.“

Als Nicht-Philosoph würde ich eine juristische Metapher bevorzugen: Wer ein Richteramt hat, darf nicht zugleich als (Staats-)Anwalt agieren und umgekehrt. Die Verletzung dieses Prinzips war nämlich (wenn auch ungleich blutiger) das Erschreckende an Stalins bolschewistischen Schauprozessen.

Notlage rechtfertigt (fast) alles

– unter Punkt 3 beklagt Härings Gastautor etwas, was der Ethikrat dem aktuellen Urteil zur „Bundesnotbremse II“ abschaut: „Verhältnismäßig ist jedes geeignete Mittel, auch die unverhältnismäßigen.“
Das von Merkel neu aufgestellte Bundesverfassungsgericht hatte Ende November die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen der Bundesregierung vom Frühjahr dieses Jahres als verhältnismäßig bewertet, [3].

Klingt widersprüchlich, daher zur Erläuterung:
Verhältnismäßige Mittel müssen geeignet, erforderlich und angemessen sein. Hierbei heißt
erforderlich (Stufe 2): mildere Mittel sind nicht ersichtlich
angemessen (Stufe 3): das wirksame Mittel darf nicht mehr Schaden anrichten, als es Nutzen bringen soll (Übermaßverbot).

Die dritte Stufe – Angemessenheit (Übermaßverbot) – bezeichnet man traditionell als Verhältnismäßigkeit im engeren Sinne.
Was der Gastautor also sagen will: Von den drei Stufen der Verhältismäßigkeit entfällt die Prüfung der zweiten und der dritten Stufe, sobald der Staat Alarm, Pandemie oder etwas Ähnliches ruft.

Im Alarmfall kann der Staat alles Geeignete (bzw. was er dafür ausgibt) tun, Alternativen müssen nicht geprüft und daher die Prüfung und Gewichtung von Alternativen künftig nicht öffentlich dargelegt werden, damit staatliche Handlungen vor Gerichten Bestand haben können.

Praktisches Beispiel Intensivbetten

Unser Staat kann im dritten Pandemie-Winter hintereinander Betten abbauen und dann anschließend unsere Freiheiten beschränken, weil eben nicht genügend Intensiv-Betten vorhanden sind. Zwei Winter hintereinander hat es ja schließlich geklappt ohne nennenswerten Aufschrei in Parlamenten, Medien und Mehrheits-Bevölkerung – also muss man als Beobachter kein Prophet sein. Und als Täter nicht viel Mut aufbringen; der Irrsinn hat nämlich Methode, Akzeptanz und jetzt auch eine ordentliche ethische und verfassungsgerichtliche Rückendeckung.

Die Mehrheit der Impf-Willigen hat schon die ganze Zeit über nicht einmal bemerkt, dass der (vermeidbare) Freiheitsentzug eben keine reine Frage der Impf-(Un-)Willigkeit ist, sondern alle betrifft, egal was sie wollen oder tun (ganz nach dem Gates-Motto: Sie glauben, sie hätten eine Wahl – die haben sie aber nicht).

Es läuft vorhersehbar wie schon bei den vormals ausgegebenen Zielmarken 60 oder 70 Prozent: Auch bei Erreichen von 90 (oder 95) Prozent Impfquote werden keine Erleichterungen kommen, sondern bloß eine noch höhere Quote oder eine irgendeine andere, vermeintlich nur kleine und vermeintich nur kurzfristige Hürde.
Eine neue Inzidenz für irgendein Schreckens-Merkmal, das man als Plandemiker im Hintergrund selber nach Belieben steuern kann: Infizierten-Anzahl (=per Testhäufigkeit) oder eben Betten-Belegungsquote (=per Betten-Abbau-Subventionen) etc.

Auf den Intensivstationen landen ganz überwiegend die Ungeimpften:
eine Narrativ-Behauptung, die großen Eindruck machte und den Glauben in Nützlichkeit und Notwendigkeit der Impfung enorm förderte. Passt dazu aber die Ungeimpften-Quote auf den Intensivstationen einfach nicht, dann wächst auf ungeklärte Weise in der Statistik die Zahl der „ungeklärten Fälle“ auf zwei Drittel – aber niemand erklärt der Friseurin, wieso sie den Impfstatus ihrer Kunden zuverlässig erheben muss, wenn doch anscheinend Klinik-Personal und Behörden-Statistiker mit vereinten Kräften diese Leistung nur für eine Minderheit ihrer Fälle auf die Reihe bekommen.

Ethikrat und Verfassungsgericht müssen sich über solche Kleinigkeiten künftig nicht mehr den Kopf zerbrechen: Behauptet der Staat Alternativlosigkeit, dann ist das eben so und von allen als wahr hinzunehmen. Und an der einzig noch möglichen Alternative (d.h. die, für die der Staat sich entschieden hat) kann man dann schon aus technischen Gründen nicht mehr mäkeln – weil es eben keine zweite Alternative gibt.

Die Plandemiker haben richtig erkannt und geschickt eingefädelt: Fürs Volk ist es einfacher und attraktiver, auf ungeimpften Sündenböcken herumzuhacken statt kritisch zu fragen nach dem Verbleib der Intensivbetten und der staatlichen Planung generell!

Ähnliches und Unterschiedliches zu 1968:
Honorige APO gegen Papiertiger Notstandsgesetze

Die protestierende Außerparlamentarische Opposition – APO – galt als links und (außer in rechten Kreisen) als fortschrittlich; viele der späteren (teils bis heute tätigen) biederen Politiker haben dort ihre Wurzeln, so auch Kretschmann. Damals ging es aber nur um einen theoretischen Notfall, eine befürchtete Handlungsunfähigkeit im Krisenfall, [4].
Eine tatsächliche Krise blieb aus, die APO schlief ein und am Ende war alles war nur wie ein schlechter Traum auf bedrucktem Papier, was bekanntlich seit 2020 sich ganz anders entwickelt – die heutigen neuen Regeln sehen einer baldigen Anwendung entgegen.

Merkels leichtfertig auf den Lippen geführte und oft bespöttelte Alternativlosigkeit bekommt jetzt quasi Verfassungsrang.
„Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet“
– diese berühmt-berüchtigte Formulierung wird zum Normalzustand, der an die Stelle der eigentlich vorgesehenen Volkssouveränität tritt. Sie stammt von Carl Schmitt (1888–1985), bekannt als „Kritiker des Parlamentarismus“, „Theoretiker des Ausnahmezustands“ und „Kronjurist des Dritten Reiches“, [5].

Jurist Heribert Prantl, langjähriger Ressort-Leiter bei der Süddeutschen Zeitung, zum Corona-Urteil des personell und inhaltlich gewendeten Bundesverfasssungsgerichts, [6]:
„Ich bin ungläubig, empört, zornig!“
Er hält das Karlsruhe-Urteil zu Corona für „dürftig, gefährlich, feige“; das Grundgesetz werde unter Pandemie-Vorbehalt gestellt.

[1] https://taz.de/Kretschmann-ueber-Klima-und-Pandemie/!5817676/
[2] https://norberthaering.de/medienversagen/die-impfpflicht-empfehlung-des-deutschen-ethikrats-unter-der-lupe-kein-schoener-anblick/
[3] https://www.tagesschau.de/inland/bundesnotbremse-bundesverfassungsgericht-101.html
[4] https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/269874/notstandsgesetze
[5] https://www.swr.de/swr2/programm/download-swr-5506.pdf
[6] https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/prantl-zu-corona-urteil-ich-bin-unglaeubig-empoert-zornig-li.198750

Spahn-Nachfolger Lauterbach: Künftig vierteljährliches und noch kürzeres Boostern?

Weihnachts-Bescherung: Wer legt uns was unter den Baum?

Am Vormittag des 21. Dezember hatten wir gerade berichtet [1], dass die Ereignisse sich überschlagen: Eine Woche zuvor hatte NRW den Impfabstand von mehreren Monaten auf nur noch vier Wochen verkürzt, nach einem Aufschrei der Verwunderung aber rasch wieder einen Rückzieher gemacht. Panne? Oder Versuchs-Ballon? Dann, drei Tage vor Heiligabend die Sensations-Nachricht ohne großes Geschrei: Bundesland Berlin verkürzt die Frist für Booster-Impfungen auf drei Monate.

Dabei blieb es aber nicht: Ermuntert von der offensichtlich bereits eingetretenen Weihnachts-Trance der Bevölkerung, legte die STIKO am Nachmittag des 21. Dezember nach: Auch sie „empfiehlt“ jetzt urplötzlich, mit dem Boostern bereits nach drei Monaten zu beginnen [2] statt nach sechs, die bisher nur in Ausnahmefällen auf fünf verkürzt werden sollten, [3].

Deutschlands Mächtige, die bis zur Bundestagswahl aus Angst vorm Wähler selbst ihre unmittelbar bevorstehenden Pläne leugneten („Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen“) nutzen ganz offensichtlich die Mischung aus Weihnachts-Ablenkung und aufgebauschter Omikron-Drohkulisse, um irrwitzige Verschärfungen möglichst ohne öffentliche Diskussion einführen zu können. Und liefert die STIKO mal angenehme, ins Konzept passende Empfehlungen, dann betrachten die Landesfürsten deren Wünsche natürlich als sofort auszuführenden Befehl.

Dabei werden sogar europäische Vorgaben ausgehöhlt:
Die Verordnung über das digitale COVID-Zertifikat der EU trat am 01.07.2021 in Kraft – vorerst für 12 Monate, [4].
Am 21. Dezember meldet nun die Tagesschau:
„EU-Impfzertifikate ohne Booster sind künftig spätestens neun Monate nach der Grundimmunisierung ungültig. Die Regelung tritt am 1. Februar in Kraft, teilte die EU-Kommission mit. Sie sei zuvor mit den Staaten abgestimmt worden“, [5].

Geschenk 1: Einjähriger Impfschutz wird halbiert

Da war die Landesregierung von Baden-Württemberg schon Anfang Dezember der EU weit voraus: Hatte man als Geimpfter im Sommer noch (entsprechend der EU-Regelung) glauben dürfen, für ein ganzes Jahr lang als Guter im Sinne der Obrigkeit zu gelten, so verlautete Stuttgart, dass (neben den „Geboosterten“) nur noch ein Teil der „Grundimmunisierten“ von der Test-Pflicht, die bei 2G-Plus gilt, ausgenommen ist:

„Auf Grundlage wissenschaftlicher Expertisen hat die Landesregierung am Sonntag, 5. Dezember 2021, die 2G-plus-Regelung noch einmal präzisiert und sich auf folgende Punkte verständigt:
– Personen, deren Zweitimpfung nicht länger als sechs Monate zurückliegt“, [6].

Geschenk 2: Halbjähriger Impfschutz wird nochmals halbiert

Die Ländle-Webseite hat von einem hastig Tippenden kurz vor der weihnachtlichen Bescherung eine Ergänzung bekommen (inklusive Schreibfehler):
„Update 23. Dezemeber 2021“

Testbefreit sind weiterhin Geboosterte, Kleinkinder etc.; des weiteren gelten aber aufgrund der Anpassung der Corona-Verordnung am 23. Dezember 2021 und mit Wirkung ab gestrigem
„Montag, 27. Dezember 2021 nur noch folgende Ausnahmen:

– Personen, die vor nicht mehr als drei Monaten ihre vollständige Schutzimpfung abgeschlossen haben. Also die Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff von BioNtech/Pfizer oder Moderna sowie mit dem Vektor-Impfstoff von AstraZeneca oder die Impfung mit dem Vektor-Impfstoff von Johnson & Johnson.

Genesene Personen, deren anschließende Impfung nicht länger als drei Monate zurückliegt.

– Genesene Personen, deren Infektion mit dem Coronavirus nicht länger als drei Monate zurückliegt.“

Ob das Update auch noch (kurz vor der weihnachtlichen Bescherung) „auf Grundlage wissenschaftlicher Expertisen“ entschieden worden ist (wie angeblich die Version vom 5. Dez.)?
Oder wird einfach nur die günstige Gelegenheit (geschürte Omikron-Vorab-Ängste, Weihnachts-Trubel) genutzt, um schnell ein paar Grausamkeiten einzuführen?

Monopol gesichert: Laut Verordnung zählen nur Gen-Präparate

Jedenfalls lag da jemandem sehr am Herzen, dass die „richtigen“ Stoffe namentlich (und abschließend!) aufgeführt werden: nämlich die vier Gen-Präparate, von denen zwei ja eigentlich so gut wie aus dem Verkehr gezogen sind (AstraZeneca und Johnson & Johnson).

Hauptsache niemand kommt auf die Idee, mit einem leibhaftigen Totimpfstoff zu liebäugeln, wie dem von Novavac, den die EU immerhin kürzlich als ersten Totimpfstoff zugelassen hatte.
Der genießt nämlich nach dem Stuttgarter Verordnungs-Wortlaut nicht das Privileg der Testbefreiung!

Mäntelchen Wissenschaftlichkeit bleibt im Schrank,
wenn es gerade mal nicht zum Narrativ passt

Wie „wissenschaftlich“ ist eigentlich die soeben vorgenommene Verkürzung des Immunitäts-Status bei Genesenen? Nur weil bei schnell gestrickten und bloß ganz kurz getesteten Impfstoffen die Wirkungsdauer ein (nach und nach eingeräumtes) Sinken ins Bodenlose aufweist, muss dies doch doch noch lange nicht parallel für die per natürlicher Infektion eingetretene Immunisierung gelten?

Denn ganz offensichtlich hat niemand den Feind ausgewechselt: Zwar gibt es immer wieder neue Mutanten mit entsprechend neuen (medial geschürten) Ängsten – und das Impfen wird immer hektischer und kurzfristiger, obwohl der Impfstoff anscheinend immer weniger zur jeweils aktuellen Variante passt.
Aber die Herren der angeblich so flexiblen mRNA-Produkte denken nur ganz am Rande an ein Impfstoff-Update und die Politik äußert weder Forderungen noch vorsichtig-untertänige Bitten um entsprechende Anstrengungen.
Diese angebliche Superwaffe gegen das Virus will man also entweder noch trocken halten für fortgeschrittene Eskalations-Stufen der Plandemie – oder sie wird schlicht und einfach nicht gebraucht gegen ein kaum verändertes bzw. vielleicht sogar schwächer gewordenes Virus (mit dem sich das Volk aber immer noch ausreichend gut einschüchtern lässt).

Gilt etwa nicht mehr, was der FOCUS noch im Juni über die Ergebnisse zweier damals neuer Studien berichtet hatte, [7]:
„Wer die Infektion durchgemacht hat, ist noch ein Jahr danach immun, vielleicht sogar ein Leben lang“?
Bei nüchterner Betrachtung muss man allerdings feststellen:
Selbst wenn die Bosse unter den offiziellen Freiheits-Zuteilern dieser Plandemie schon lange vor Juni 2021 Informationen über ein langes Andauern der natürlichen Immunisierung hatten – sie ließen nie die Absicht erkennen, der Immunsierung per natürlicher Infektion eine längere Haltbarkeit zuzugestehen als sie zeitgleich der Immunisierung durch Impfen andichteten:
Denn schon ganz früh hatten sie für die natürliche Immunisierung die halbjährliche Verfalldauer festgezurrt, die sie für den längst geplanten, aber damals noch geheimen Einstieg ins Boostern im Sinn führten. Ganz entlarvend hatte die WHO im Oktober 2020 wenige Wochen vorm Impfstart sogar versucht, aus dem Begriff  „Immunisierung“ kurzerhand die natürliche Version rauszudefinieren und als „immunisieren“ nur noch „impfen“ gelten zu lassen.

Wissenschaft darf nur vorm Virus warnen, nie vor der Impfung

Beiseite geschoben sind auch die gerade erst (unwidersprochen) geäußerten Bedenken der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, bei weniger als vier Monaten könne die Impfung nicht „reifen“, [8].

Zur Erinnerung: der Impfstoff ist kein Heilmittel, sondern eine (gewollte und laut Plan beherrschbare) Provokation des Immunsystems, das dann erst mal mit Bildung von Antikörpern etc. reagieren muss und dieses erlernte Reiz-Reaktions-Schema speichern soll, um es bei künftigen echten Virus-Angriffen blitzschnell abspulen zu können. Für dieses Lernen bzw. Reifen braucht es Zeit, die man nicht beliebig verkürzen kann. Außerdem erwartet man von einem erfolgreich abgeschlossenen Lernprozess (wenn er Sinn machen soll) eine Vorbeugungs-Rendite: Das Immunsystem sollte das Erlernte eine angemessene Zeit im Gedächtnis behalten und nicht sofort wieder vergessen, sondern im Bedarfsfall (=Schutzzeitraum) anwenden.

Unterschreiten  von Mindestfristen ist gefährlich
– das hat sogar Lauterbach (indirekt) schon eingestanden

Schon die Zweitimpfung war ja eine Art „Auffrischung“ der Erstimpfung, bei der ein zu kurzer Abstand – je nach Impfstoff und Gesundheitszustand des Impflings – schädlich bzw. lebensgefährlich wurde. Bisher konnte man glauben, das auffällige, aber sorgsam beschwiegene Massen-Sterben in manchen Seniorenheimen Anfang 2021 habe wenigstens hinter den Kulissen zu einem Lerneffekt geführt. Den mit zwei Wochen viel zu kurzen Impf-Abstand hatte sogar Lauterbach mal als Problem erwähnt – aber nur, um Besorgnis erregende Sterbezahlen in Israel wegzureden bzw. um den möglichen Impfstoff-Fehler als reinen (israelischen) Anwendungs-Fehler abtun zu können.

Bei der zumindest theoretisch immer noch zulässigen Impfung mit AstraZeneca steht es laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) „dem impfenden Arzt in Absprache mit der zu impfenden Person frei, den Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung im Rahmen des nach der Zulassung möglichen Zeitraums von 4 bis 12 Wochen individuell festzulegen.“
Allerdings: „Die wissenschaftlichen Erkenntnisse einer steigenden Wirksamkeit bei einem möglichst langen Impfintervall sollten bei der ärztlichen Aufklärung berücksichtigt werden“, [9].
Auf Deutsch: Ein größerer Abstand ist nicht nur besser für die Sicherheit, sondern auch für die Wirksamkeit. – Warten wäre also immer besser, aber angesichts des allgegenwärtigen Impf-Drucks (der ja auch meist ein Zeitdruck ist), darf man durchaus auch mal die Augen zumachen. Nicht dass uns der große Bill noch Trödelei und Durchkreuzung seines großen Planes vorwirft.

Zuwachs für die alten Ungeimpften :  „Grundimmunisierte“ Trödler

Noch vor wenigen Tagen setzte man „doppelt geimpft“ zumindest sprachlich gleich mit „vollständig geimpft“ – und auch die Stuttgarter Verordnung vom 23. Dezember verwendet den Begriff noch, was zu Booster-Zeiten ja nicht mehr ganz up to date ist.

„Vollständig geimpft“ – diese mehrdeutig-missverständliche Formulierung führte bei oberflächlicher Betrachtung (also bei der Mehrheit) bisher zu einem dreifachen (und „von oben“ durchaus erwünschten) Irrtum:

  1. Ablenkung vom längst geplanten Booster- & „Abo-Impfen“
  2. Illusion des „vollständigen“ (quasi 100%-igen) Schutzes
  3. Ungeimpfte als Feinde, die das Pandemie-Ende verhindern

Geimpfte sollten sich geschützt und aufgewertet fühlen, die Hoffnung auf das Pandemie-Ende (vermittelt durch Weißkittel und plandemische Obrigkeit) nicht verlieren und für ihren Frust und ihre Ungeduld statt der Obrigkeit eine Sündenbock-Gruppe vors Visier bekommen – die Ungeimpften. Letzteres hat für die Obrigkeit den angenehmen Zusatzeffekt, dass sie deren sowieso anstehende Zermürbung nicht selber besorgen, sondern zum großen Teil durch das Volk erledigen lassen können.

Neues Lernziel fürs folgsame Volk: Keine Impfung auslassen!

Inzwischen lassen sich die zweifach Geimpften in Scharen boostern, so dass die Karten des Big Game für eine neue Runde gemischt und die Herdentiere neu eingeteilt werden können:
Immer häufiger ist daher die Rede von den „Grundimmunisierten“ (die vormals „vollständig Immunisierte“ genannt wurden) – nämlich, um vor allem den spät bekehrten Impflingen klar zu machen:
Zeit schinden und halbe Sachen dulden wir nicht – wenn ihr nach der Erst-/Zweit-Impfung nicht ziemlich schnell nach-boostert (und somit den „ertrödelten“ Zeitgewinn wieder hergebt), dann werdet ihr zwischenzeitlich wieder als Ungeimpfte behandelt.

Die momentan gehätschelten Geboosterten wissen ihrerseits noch nicht, wann ihr neu gewonnener Privilegierten-Status wieder ausläuft – Gerüchte sprechen von 10 Wochen, was allerdings auch nicht mehr viel weniger ist als das Vierteljahr (= 13 Wochen), das den zweifach genadelten Grundimmunisierten noch zugestanden wird.

Lauterbachs nächste Schritte

Selbst wenn er etwas taugte und anhielte – eigentlich bräuchte man ja gar keinen Booster-Schutz gegen Omikron: „Eine Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus schützt einer Studie zufolge vor einer Ansteckung mit der als gefährlicher geltenden Delta-Variante“, [10].
Die perfekte Beseitigung der Pandemie – natürlich, schnell, gratis? Mag sein, aber wir hab eine Plandemie – da zählen keine Sachen, die keinen Profit für Pharma & Co. abwerfen, also so Teufelszeug wie Vitamin D, Ivermectin und sonstige Patentlosigkeiten oder gar Selbstheilung. Und schnell ist nur ein Maßstab für Ungeduldige, great muss der Reset sein! Da ist auch kein Raum für ein paar weitere grundsätzliche Fragen zum munteren Corona-Impfen, wie sie z.B. Magda von Garrell auf den Nachdenkseiten stellt, [11].

Weil lästige Fragen auch den eigenen Körper betreffen könnten, bauen kluge Politiker vor (auch wenn das fürs einfache Volk „ein falsches Signal“ ist): Seit der Biontechn-Rationierung durch Spahn kommt man als Normal-Bürger derzeit nur mit Glück an eine Impfung mit dem Biontech-Vakzin. Der Bundestag hingegen boostert sein Personal ausschließlich mit dem knappen Impfstoff. Das Moderna-Vakzin soll zwar genauso wirksam und sicher sein wie Biontech und nur unter angeblich unberechtigten Akzeptanz-Problemen leiden, aber für die eigenen Leute geht man doch lieber auf Nummer Sicher statt dem Volk ein Vorbild zu geben:
Der Bundestag erhielt 10.000 Biontech-Dosen; „Ärztevertreter sind empört“, [12].

Lauterbach hatte noch vor kurzem eindringlich fürs Boostern geworben. Jetzt, wo Boostern einerseits zum Selbstläufer geworden ist, aber sich andererseits eben als epidemiologisch fragwürdiges Strohfeuer entpuppt, lässt sein Booster-Eifer etwas nach – aber nur, weil er seinen Blick bereits auf die nächsten Impf-Runden richtet:
Man wisse nicht, wie lange der Booster-Schutz bei der Omikron-Variante halte, möglicherweise sei er „nicht allzu dauerhaft“.

Man habe sich aber darauf vorbereitet und vorbereitet und bei Biontech  bereits einen spezifischen Omikron-Impfstoff eingekauft – insgesamt 80 Millionen Dosen, mit denen ab April oder Mai gerechnet werde, [13].
Bei 83 Millionen Bundesbürgern scheint er also rechnerisch mit einer Impfquote von nahezu 100 Prozent für sein neues Super-Mittelchen zu rechnen. Vielleicht glaubt er, die große Nachfrage werde es ihm ermöglichen, ganz beiläufig den quasi völlig neuen Wirkstoff gegen ein quasi völlig neues Virus zu einer völlig neuen Impfung „erklären“ zu können (die daher fast parallel zu einer „alten“ Biontech-Impfung gestochen werden darf)? Impf-Abstände von mehr als drei Monaten scheinen jedenfalls aus der Mode zu kommen.

Spannend bleibt auch die Frage, ob zu dem neuen Biontech-Update alle zugelassen werden (auch „Seiteneinsteiger“, die die vorangegangen Erst- bis Dritt-Impfungen nicht nachholen wollen) und insoweit ein Schnitt gemacht wird, um den Rockefeller-Traum von 2010 – Lockstep-/Gleichschritts-Szenario – ungestört zu realisieren, [14].

Oder ob im Sinne des großen Bill – alle Menschen müssen geimpft werden – zusätzlich stur darauf bestanden wird, dass die bösen Verweigerer erst die „Grundimmunisierung plus Booster“ als Basis-Gehorsamstest nachholen. Hiernach sieht es zumindest derzeit aus, denn Boostern gibt es nur für bereits Grundimmunisierte, [15] [16].

[1] http://friedensblick.de/32934/omikron-testpflicht-auch-fuer-geboosterte-ende-fuer-impfpflicht-und-impf-apartheid/#comment-10732
[2] https://www.br.de/radio/bayern1/dritte-impfung-100.html
[3] https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/PM_2021-11-18.html
[4] https://ec.europa.eu/info/live-work-travel-eu/coronavirus-response/safe-covid-19-vaccines-europeans/eu-digital-covid-certificate_de#gltigkeit-der-zertifikate
[5] https://www.tagesschau.de/ausland/europa/impfnachweise-eu-gueltigkeit-101.html
[6] https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/ausnahmen-von-der-testpflicht-bei-2g-plus-1/
[7] https://www.focus.de/gesundheit/news/immunitaetsueberblick-nach-impfung-oder-infektion-immunitaet-koennte-jahrelang-halten_id_13364280.html
[8] https://www.pharmazeutische-zeitung.de/booster-nach-einem-monat-laut-immunologen-nicht-sinnvoll-130257/
[9] https://www.infektionsschutz.de/mediathek/fragen-antworten/?tx_sschfaqtool_pi1%5Bfaq%5D=4960&tx_sschfaqtool_pi1%5Btag%5D=&tx_sschfaqtool_pi1%5Baction%5D=list&tx_sschfaqtool_pi1%5Bcontroller%5D=FAQ&cHash=fa967918613e0813d3e74083add0fb31
[10] https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_91390134/studie-omikron-infektion-schuetzt-vor-ansteckung-mit-delta-mutation.html
[11] https://www.nachdenkseiten.de/?p=79219
[12] https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_91361630/biontech-ist-knapp-aber-der-bundestag-kriegt-10-000-dosen.html
[13] https://www.berliner-zeitung.de/news/lauterbach-vierte-impfung-wird-notwendig-sein-li.202254
[14] https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/lock-step-rockefeller-stiftung/
[15] https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/gates-rockefeller-who/
[16] https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/gates-jahresbrief/

Omikron-Testpflicht auch für Geboosterte: Ende für Impfpflicht und Impf-Apartheid?

Juristische und wissenschaftliche Zweifel an 2G und 2G+/BB

In Niedersachsen hat das Oberverwaltungsgericht die 2G-Regelung im Einzelhandel vorläufig außer Vollzug gesetzt, da sie nach den dortigen Gegebenheiten „derzeit keine notwendige Schutzmaßnahme“ sei, [1].

Die Landesregierung will sich nicht damit abfinden, sondern setzt in einer ersten (Trotz-)Reaktion darauf, dass die Läden unter Nutzung ihres Hausrechts die 2G-Praxis freiwillig fortführen. Würde sie die diskriminierende Testung Ungeimpfter ersetzen wollen durch eine allgemeine Testpflicht (von der im folgenden noch die Rede sein wird), dann könnte man diese Einstellung rechtlich nicht beanstanden. Aber so zeigt sie klar:
Nicht eine sinnvoll-systematische Viren-Suche (Testung) liegt ihr am Herzen, sondern ein schier zum Verfolgungswahn gewordener selektiver Schikanierungs-Trieb. Die Besessenheit, die sich hierin zeigt, ist so peinlich-entlarvend wie der offen gezeigte Missmut, dass Gerichte dieser Besessenheit entgegentreten.

Bei der 2G-plus-Regelung sollten in manchen Bundesländern Geimpfte mit einem Bonbon zum Boostern animiert werden, indem man (nur) die Geboosterten vom Test-Zwang wieder befreit, der mit dem „plus“ gerade eben eingeführt worden war.
Oberhalb der Unterklasse der Ungeimpften sollte so die Oberklasse der Geimpften geteilt werden in (irgendwie) Impfwillige einerseits und die jederzeit verlässlichen Hardcore-Abo-Impfer andererseits, die manche zum neuen Bürger-Ideal erheben wollen. Auch dieser Diskriminierungs-Variante (2G+ mit Booster-Bonus) droht nun Ungemach, nämlich durch das Auftauchen der Viren-Variante namens Omikron bzw. den großen Gefahren, die manche Wissenschaftler in ihr sehen.

„Diese Überlegungen haben sich mit Omikron komplett erledigt“, sagte nämlich Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, [2].

Wenn Tests die neue (rechtliche) Hürde für ALLE werden müssen
– dann kann der Impf-Status nicht den Rang einer Hürde behalten

Wenn an brisanten Punkten Zutritt nur getesteten (also akut nachgewiesen virenfreien) Menschen gestattet werden kann, weil (angesichts Omikron) „Impfung allein“ nicht genügt – wozu taugt der Impf-Status dann überhaupt noch in Sachen (Nicht-)Zugang?

Doch nicht als rechtliche Hürde für Ungeimpfte, bloß um sie (weiterhin) für ihre Unbotmäßigkeit stigmatisieren zu können, d.h. sie (jetzt aber ohne echte epidemiologe Gründe) von ihren grundgesetzlich verbürgten Rechten abzuschneiden?

Manche haben sich aber ans Schikanieren und Beschimpfen des Ungeimpften schon so gewöhnt, dass sie es schwer haben werden, den „lieb gewonnenen“ Sündenbock aufzugeben und ihn wieder als gleichberechtigten Menschen zu betrachten, dessen Rechte nicht einfach bloß eingeschränkt werden dürfen, weil er eben „anders“ ist und man ihn weiterhin „kritisch“ beäugen will.

Omikron – Schrecken der Ungeimpften oder der Geimpften?

Liest man die Überschriften [3] [4], dann hat unser erlauchter Hof-Virologe Christian Drosten bereits sein vernichtendes Urteil gesprochen: Er „warnt Ungeimpfte vor schweren Krankheitsverläufen durch Omikron-Variante“.
Bei genauerer Lektüre ergibt sich jedoch zunächst einmal:
Omikron „scheint hochansteckend zu sein und laut ersten Laboranalysen zeigen Impfungen eine geringere Effizienz gegenüber Omikron als gegenüber Delta“, [5].
Gegenüber Delta ist die „Effizienz“ derzeit bekanntlich dabei, sich in Luft aufzulösen und laut Virologin Sandra Ciesek (Universitätsklinikum Frankfurt) zeigen Immunisierte eine um circa 40-fach reduzierte neutralisierende Wirkung der Antikörper im Vergleich zur Delta-Variante: Nur ein Vierzigstel der Antikörper kann Omikron unschädlich machen.

Hierzu Drosten – schwach tröstend, aber (selber) stark überzeugt: Dies bedeute nicht dass die Impfung 40-mal weniger schützt. Der reale Immunitätsverlust sei viel geringer. „Das Einzige, was man wirklich mit Sicherheit sagen kann: Es ist besser, wenn man geimpft ist. Es ist noch besser, wenn man geboostert ist“

Die WHO will sich mangels Daten noch nicht festlegen, ob (und für wen) eine Ansteckung mit der neuen Variante zu schwereren Krankheitsverläufen führt. Anders der Mediziner Roman Wölfel vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München im Dlf:
Die Daten aus Südafrika zeigten, dass viele der Patientinnen und Patienten offenbar zum wiederholten Mal an Covid-19 erkrankt waren. „Und bei diesen Personen war der [Omikron-] Krankheitsverlauf zu anderen Varianten und anderen Erstinfektionen sehr mild.“ 

Südafrikaner – „zum wiederholten Mal an Covid-19 erkrankt“

… will uns Wölfel von einem besonders krankheitsanfälligen Völkchen berichten? Nein – hinter dieser Umschreibung verbirgt sich, dass Südafrika eine sehr niedrige Impfquote hat und daher die bisherigen Corona-Wellen die Chance hatten, das ungeimpfte Volk auf natürliche Weise – und sehr gründlich – zu immunisieren.

Letzteres räumt sogar Christian Drosten ein [3]:
„Auf Basis der ersten Zahlen geht der Virologe Christian Drosten davon aus, dass die neue Coronavirus-Variante Omikron den Übergang aus einer pandemischen in eine endemische Situation markieren könnte – zumindest im Süden Afrikas.“

Man höre und staune, auch der große Impf-Befürworter gibt also zu:
Die Südafrikaner stehen gegenüber Omikron besser da als wir, WEIL sie im wesentlichen ungeimpft sind (und nicht etwa, obwohl sie ungeimpft sind).
Man weiß nicht, wie lange der bekanntlich etwas wirre und wechselhafte Professor sich an diese Aussage erinnern wird, aber es gibt natürlich noch keine endgültigen Omikron-Wahrheiten.

Omikron – echtes oder aufgebauschtes Schreckenspotenzial?

Virologe Alexander Kekulé hat auf seinem MDR-Podcast darüber nachgedacht, was der Grund für die milden Verläufe bei Omikron sein könnte. Er schaut dabei nicht so sehr auf die Eigenschaften der Südafrikaner, sondern auf die des Virus: Anders als andere Erkältungsviren kann Sars-Cov-2 nämlich neben den oberen Atemwegen sich auch auf die unteren (Lunge) stürzen, wo bekanntlich die schweren Verläufe verortet werden.

Aber vielleicht ist gerade die Omikron-Mutation so gestrickt, dass sie sich mit den oberen Atemwegen begnügt und genau deshalb schwere Verläufe ausbleiben?
So etwas kann nur einem echten Virologen einfallen; notorische P(l)andemiker wie Drosten können nichts damit anfangen – da fehlt einfach der notwendige Panikfaktor. Wer soll sich vor so einem halb-garen Virus noch ängstigen und schnell zum Impfen laufen?

Hier zeigt sich sehr schön das Dilemma des Christian Drosten:
Will er Omikron zum Schreckgespenst aufhübschen, dann muss er dessen (unbestreitbare) Harmlosigkeit in Südafrika zur dortigen Spezialität erklären. Tut er aber dies, dann lenkt er den Blick auf die Besonderheit der Südafrikaner, die deren Standortvorteil ist:
die sehr niedrigere Impfquote.
Unausgeprochen sagt er uns also: Liebe Deutsche, nachdem wir euch erfolgreich angefixt und hoch-gequotet haben, seid ihr jetzt endgültig Impf-Junkies und könnt euch nicht mehr so einfach aus der nächsten Impf-Runde ausklinken, wie die Südafrikaner das noch können!

Gibt es bald den 4. (und 5.?) Pieks, speziell für Omikron?

Ein bekanntes Großmaul äußert sich derzeit vorsichtig, was aber kein Entwarnungs-Zeichen ist, sondern – ganz im Gegenteil – uns vorsichtig machen sollte hinsichtlich seiner anstehenden Pläne. FOCUS zu Minister Lauterbachs Ansage von vor zwei Tagen:
Möglicherweise könne es eine spezielle Omikron-Impfung geben. „Aber das ist aktuell noch nicht sicher.“ Für diese Möglichkeit sei aber auch die 80-Millionen-Lieferung gekauft worden, so der Minister, [6].

Was gekauft ist, muss auch verbraucht werden – das war schon die Devise seines Vorgängers Spahn. Da kann die Variante heißen wie sie will und das mRNA-Lob („schnell an neue Varianten anpassbar“) noch so innig – Biontech liefert bisher immer noch die Brühe gegen das ursprüngliche Wuhan-Virus (Lauterbach konnte also noch nichts anderes kaufen) und die muss eben weg.

Biontech-Chef Şahin würde nicht protestieren, wenn die veralteten Vorräte weggeschüttet werden (zurücknehmen muss er ja nichts). Wenn sie aber noch schnell als 4. Impfung (alias Booster 2 alias Omikron 1) zum Einsatz kommen, dann kann er er im Frühjahr frische Ware (dann auch gern als chemisches Update) verkaufen:
5. Impfung (alias Booster 3 alias Omikron 2).
Salomonisch hält er sich alle Marketing-Optionen offen:
„Ich glaube, dass wir ab einem bestimmten Zeitpunkt einen neuen Impfstoff gegen diese neue Variante brauchen werden.“ Denn Omikron könne sich zu einer sogenannten Antikörper-Escape-Variante entwickeln, die „möglicherweise in der Lage ist, geimpfte Personen zu infizieren“ – aber bitte keine Angst vor der alten Impfstoff-Version: Vor schweren Verläufen würden die aktuellen Impfungen auch bei der Omikron-Variante weiterhin gut schützen, [7].

Damit sich die hysterischen Nachfrage-Wellen nicht unübersehbar überlappen, macht er den weisen Vorschlag, die Impf-Frequenz zu erhöhen. Genauer: er hat das Wirksamkeits-Versprechen („bis zum neunten Monat sehr hoch“) vom 21. November bereits nach wenigen Wochen („wegen Omikron“) auf drei Monate reduziert, [8].

Prof. Carsten Watzl und Prof. Christine Falk von der Deutschen Gesellschaft für Immunologie protestieren zwar:
Aus immunologischer Sicht seien „vier Monate das Minimum“, denn die Impfung müsse im Körper des Impflings erst „reifen“ [9].
Aber das sind Beamte ohne jeden Sinn fürs Geschäft und ohne Verständnis, dass der frisch gebackene Milliardär Şahin an den Produktionsstandorten seines Saftes zur Sicherung des Cash Flow die Kommunen bereits um eine Gewerbesteuer-Ermäßigung angehen musste.

4 Wochen statt 4 Monate Impfabstand: Hat sich NRW-Minister nur verhört – oder zu früh aus dem Nähkästchen geplaudert?

„NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ging mit einer Verkürzung der Booster-Frist in die Gesundheitsminister-Konferenz am Dienstag. Nordrhein-Westfalen erlaubte ab sofort, dass alle Erwachsenen schon vier Wochen nach der zweiten Dosis eine Auffrischimpfung erhalten, wie Laumanns Sprecher unserer Redaktion sagte. Doch einen Tag später ruderte das Ministerium zurück“, [10].

Zunächst sprach man von einem „kommunikativen Desaster“ und es kam eine Klarstellung aus dem NRW-Gesundheitsministerium:
Die „verwirrende vier-Wochen-Frist“ soll nur in medizinischen Ausnahmefällen gelten, ansonsten gelte wieder (wie in den anderen Bundesländern) der 5-Monats-Abstand als „Regelfall“, [11].

So ganz vollständig war die „Rückkehr“ zur Herde allerdings nicht:
Bei kommunalen Impfstellen oder in Impfzentren seien impfwillige Personen „nicht zurückzuweisen“, wenn ein Mindestabstand von vier Monaten erreicht ist, so der Wortlaut des neuen Erlasses.
Der Wille zum Verkürzen ist also durchaus noch vorhanden, aber die Warnungen der Deutschen Gesellschaft für Immunologie zu umgehen, gilt derzeit wohl noch als zu heikel. Nachdem auf die STIKO wiederholt Druck ausgeübt worden war, will die Politik nicht unnötig erneut ihre Missachtung der Wissenschaft zeigen, wo sie deren Vorgaben doch angeblich so eifrig-bemüht erfüllen und dem Volk schmackhaft machen will.

Als offiziellen Grund des Zurück-Ruderns betont man jetzt:
Ärzte kritisieren die bundesweit drohende Impfstoff-Knappheit, daher soll jetzt auch in NRW ein Abstand von fünf Monaten wieder der Regelfall sein, [12].
Die Ärzte mögen ja an ihr Argument glauben, aber „Knappheit“ ist bei Impfstoffen ein äußerst relativer Begriff: Wir haben viel zuviel Moderna, was weg muss (Verfalldatum Februar), was aber wir nicht an die Generation unter 30 verspritzen können – und viele der Älteren sind skeptisch-zögerlich gegenüber Moderna.

Biontech sei dagegen knapp – oder lässt man dies die Impf-Willigen nur so lange glauben, bis die verschmähten Moderna-Ladenhüter aufgebracht sind?
Denn Geschäftsmann Şahin würde (Moderna zuliebe?) bestimmt nicht so auffallend schnell und krass sein (bisheriges Top-)Produkt schlecht reden, wenn sein Update nicht längst ganz vorbildlich bereitstünde – wie damals, als es zur Monatsmitte in China den weltweit allerersten Corona-Toten gab:
„Als im Januar 2020 die ersten Informationen über das Virus sowie dessen genetische Sequenz bekannt wurden, begannen wir bei BioNTech mit der Entwicklung eines Impfstoffs“, erklärt Prof. Şahin, [13].

Neues Virus, neue Panik – neuer Sachzwang für neue Mini-Frist?

Omikron wird uns die nächsten Wochen intensiv beschäftigen.
Aus vier Monaten Impfabstand könnten doch noch ganz schnell vier Wochen werden, wenn findige bzw. willige Wissenschaftler feststellen werden: Omikron hat so viele Mutationen, dass es als völlig eigenständiges Virus betrachtet werden muss, das eine neue (Basis-)Impfung benötige, ohne Rücksicht auf bereits erfolgte Impfungen.
Das wäre auch die Lösung für die bisher von den reichen Ländern  gehorteten Impfstoffe, die die Afrikaner (mangels Geld) bisher nicht kaufen konnten – jedoch (zum großen Kummer des großen Bill) auch gar nicht kaufen wollten. Es ist nämlich Weihnachtszeit, die Herzen gehen auf und sogar Muslim Erdogan will den Weihnachtsmann spielen:
Es sei eine Schande, dass nur sechs Prozent der afrikanischen Bevölkerung ein Vakzin erhalten hätten, sagt Staatspräsident Erdogan. Sein Land will nun 15 Millionen Dosen des selbst entwickelten Corona-Impfstoffs Turkovac an Afrika zu spenden, [14].

Fazit:
Wer sich jetzt oder in nächster Zeit erst-impfen oder boostern lässt, gilt vielleicht schon wenige Wochen später wieder als Ungeimpfter. Jedenfalls dann, wenn er noch den „alten“ Impfstoff bekommt, während u.U. bereits längst die Vorbereitungen für ein Ausrollen des Turbo-Update-Impfstoffs laufen, mit dem das Omikron-Monster bekämpft werden soll.

Dieser neue Impfstoff dürfte – nach zwei Jahren Pandemie-Einübung – dann weg gehen wie warme Semmeln, so dass die Themen Impfpflicht und Impf-Apartheid (vorerst?) enden könnten.

[1] https://oberverwaltungsgericht.niedersachsen.de/aktuelles/presseinformationen/vorlaufige-ausservollzugsetzung-der-2-g-regelung-im-einzelhandel-207054.html
[2] https://www.zeit.de/gesundheit/2021-12/testpflicht-booster-impfung-omikron
[3] https://www.ndr.de/nachrichten/info/Drosten-im-Corona-Podcast-Risiko-fuer-Ungeimpfte-koennte-mit-Omikron-steigen,coronavirusupdate224.html
[4] https://www.stern.de/gesundheit/omikron–drosten-warnt-ungeimpfte-vor-schweren-krankheitsverlaeufen-31396554.html
[5] https://www.deutschlandfunk.de/omikron-neue-coronavirus-variante-b-1-1-529-100.html
[6] https://www.focus.de/politik/deutschland/brauchen-wir-bald-den-vierten-pieks-lauterbach-bringt-spezielle-omikron-impfung-ins-spiel_id_25706110.html
[7] https://www.merkur.de/welt/omikron-corona-biontech-impfstoff-wirkung-ugur-sahin-vakzin-neu-schutz-schwerer-zr-91157698.html
[8] https://friedensblick.de/32921/noch-minister-spahn-halbjaehrliches-boostern-kommt/#comment-10722
[9] https://www.pharmazeutische-zeitung.de/booster-nach-einem-monat-laut-immunologen-nicht-sinnvoll-130257/
[10] https://rp-online.de/nrw/panorama/corona-impfung-nrw-booster-doch-nicht-schon-nach-vier-wochen-moeglich_aid-64615209
[11] https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/laumann-klarstellung-zum-boostern-nach-vier-wochen-100.html
[12] https://rp-online.de/panorama/coronavirus/corona-impfstoff-wird-knapp-nrw-rudert-beim-boostern-zurueck_aid-64640353
[13] https://ec.europa.eu/info/strategy/recovery-plan-europe/recovery-coronavirus-success-stories/health/vaccines-and-fight-against-coronavirus_de
[14] https://www.diepresse.com/6075901/turkei-will-corona-impfstoff-turkovac-an-afrika-spenden

Noch-Minister Spahn: Halbjährliches Boostern kommt

Israel – (k)eine Erfolgsstory?

Am 22.12.2020 wurde der Impfstart Israels gemeldet [1], und am 10.01.2021, dass bereits 20 Prozent aller Israelis geimpft seien, [2].

Gleichzeitig hatte Israel den bis dahin größten Anstieg an Neuinfektionen zu verzeichnen mit Rekordhöhe am 18.01.2021, wie der Grafik der Deutschen Welle zu entnehmen, [3].

Die gleiche Grafik zeigt: Bald sanken die Infektionen wieder und blieben in den Sommer-Monaten lange nahe am Nullpunkt.
Dennoch hatten die Verantwortlichen die fixe Idee, Israel brauche unbedingt schnell einen Booster und als es am 31.07.2021 losging, stiegen die Infektionen wieder schnell an – von ganz unten auf eines neues Rekordhoch am 09.10.2021, um dann innerhalb eines Monats auf fast wieder sommerlich niedrige Werte zu sinken.

Diese (überstandene) Kurve gilt als vierte Welle Israels – somit als die Welle, in der wir Europäer noch drinstecken und deren Höhepunkt wir noch vor uns haben.
Folglich verkaufte man uns bis vor wenigen Tagen Israels Lage als „Erfolg mit der Booster-Impfung – Eine dritte Impfung ist ein wirksames Mittel, um das Corona-Infektionsgeschehen einzudämmen“, [4].
Und ein knapper Blick von uns auf Israel kann durchaus ergeben:
Es hat einen gewissen Charme, mit einer winterlichen Welle bereits fertig zu sein, bevor der Winter richtig beginnt.

Das schöne Bild hat allerdings mehrere Schönheitsfehler:

a) Warum schlägt ein (Winter-)Virus schon im Hochsommer los?

Was man im winterlichen Januar 2021 (mit weltweiten Wellen) noch darstellen konnte als „in die Welle hineingeimpft“, das stand im hochsommerlichen August 2021 eindeutig in einer zeitlichen – und damit womöglich kausalen? – Folge zur Impferei.
Dass die Israelis den Sommer über leichtsinniger gewesen seien als wir Europäer, ist jedenfalls keine glaubhafte Behauptung. Was machte sie in der viren-feindlichsten Jahreszeit „trotz“ laufender Impfungen anfälliger als andere Nationalitäten, wenn eben nicht gerade das erneute, geballte Impfen?

Eine noch so gute Impfung erweist sich unter gewissen Umständen eher als Verursacher (statt als Verhinderer) von Seuchen – das kennt man aus der Corona-geplagten Lombardei. Das ganze Gebiet war furchtbar von Smog geplagt, aber warum hatte Corona im März 2020 ausgerechnet in Bergamo besonders stark zugeschlagen?

Prof. Dr. Stefan Hockertz, [5]:
„Diese Meningokokken-Impfung … ist gefährlich, … wenn begleitende Infektionen schon vorhanden sind oder auftreten können. Darum vermeidet man Meningokokkenimpfungen … in einer Situation, wo z.B. Grippeviren gerade grassieren. Und genau das ist in Bergamo (Norditalien) im Januar 2020 ja passiert.“

„Folge in Bergamo: 25 % der Geimpften wurden krank und erlitten Atemwegserkrankungen – die Impfkampagne wurde eingestellt…“
Ein bis zwei Monate später ging dort die Katastrophe aber erst so richtig los – als Corona-Welle.

b) Warum befürchtet Israel nun, dass die fünfte Welle bald folgt?

Dahingehend äußert sich Corona-Beauftrage des Landes, Salmans Sarka. Die Zahlen steigen ihm „zu früh und zu schnell“, [6].
War die vermeintlich „vorgezogene“ gar keine solche, sondern eine zusätzliche Welle? Israel hatte kein zusätzliches Virus, aber eine zusätzliche Impfrunde!

„Experten“ erklären das eventuelle Heranrollen einer fünften Welle laut Bericht u.a. mit der sinkenden Immunität von mehr als einer Million Israelis, die ihre zweite Impfdosis vor mehr als sechs Monaten erhielten.

c) Experten rätseln – und „vergessen“ auf einmal die Ungeimpften

Ein bemühter, recht hilflos wirkender Ansatz dieser „Experten“:
Das Impfen ging in Israel zwar früher und intensiver los als in Deuschland, aber die aktuelle Impfquote ist in Israel mit einem Wert von 62,6 Prozent an vollständigen Erst-/Zweit-Impfungen niedriger als in Deutschland (68,1 Prozent)!
Bei uns werden Ungeimpfte für alles und jedes in Sachen Pandemie gescholten – „übersieht“ man am (inzwischen gewesenen?) Vorzeige-Beispiel Israel diese (bösen) „Noch-nie-Geimpften“ gezielt, indem man auf die (harmlos-ahnungslosen) „Nicht-mehr-Geimpften“ zeigt?

Will man uns Deutschen nicht so gerne offenbaren, dass die Impf-Verweigerer Israels zahlreicher sind als die Deutschlands?
Und dass sie von einem starken Drittel (in der ersten Runde) auf inzwischen mehr als die Hälfte angewachsen sind?
Die israelische Booster-Runde brachte nämlich bis heute nur eine Quote von 44,1 Prozent Dritt-Geimpfter – obwohl die Runde nun bereits fast vier Monate läuft und die Regierung (wie in Frankreich und Italien, d.h. deutlich stärker als in Deutschland), gewaltigen Druck auf die Impf-Unwilligen macht?

Impf-Abo: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – EU folgt Israel

Dass den Erst-/Zweitgeimpften ihr nachlassender 6-Monats-Impfschutz erst in den letzten Wochen so richtig bewusst (gemacht) wird und sie seitdem sehnsüchtig aufs Boostern warten – das mag auf Deutschland zutreffen, aber ganz bestimmt nicht auf Israel.

Dort bedurfte es schon lange keiner erklärenden Experten mehr – die Regierung selber machte bereits im Juli eine klare Ansage und ein ausgiebiges „Angebot“ in Sachen Boostern.

Vor allem war ab August schon klar, dass geimpfte und geboosterte Israelis bereits nach fünf (nicht sechs) Monaten wieder auf Status „ungeimpft“ zurückfallen und ihr „Grüner Pass“ ungültig wird.
Auf den ersten folgt also unweigerlich der zweite Booster etc., [7].

Unser seit zwei Monaten abgewählter Noch-Gesundheitsmininster Jens Spahn zog gestern nach, so als werde es noch lange keine/n Nachfolger/in für ihn geben:
Die bislang auf ein Jahr angelegte Gültigkeitsdauer des digitalen Corona-Impfzertifikats soll verkürzt werden.
Er will, „dass dieses digitale Impfzertifikat angepasst wird an die tatsächliche Schutzwirkung“, [8].

Die Verkürzung werde aber „nicht über Nacht“ erfolgen, beteuerte er.
„Wir werden das so machen, dass jeder seine Auffrischungsimpfung hat kriegen können, um das Zertifikat zu verlängern.“
In der Frage der Verkürzung strebe er eine EU-weit abgestimmte Regelung zur Geltungsdauer des Digitalnachweises an.

„Wir werden das so machen – wenn Wahlen was ändern könnten, wären sie bekanntlich schon längst verboten.
Spahns „Wir klingt so gar nicht nach „We the People… – dem einleitenden Satz der US-Verfassung. Es klingt eher so wie 2014, als Bill Gates bei Angela Merkel zu Besuch war und festhielt:
„Wir müssen die Lehren aus Ebola ziehen“, [9].

[1] https://www.tagesschau.de/ausland/impfkampagne-israel-corona-101.html
[2] https://www.tagesschau.de/ausland/asien/israel-impfungen-103.html
[3] https://www.dw.com/de/corona-die-dritte-impfung-hat-israel-gerettet/a-59788305
[4] https://www.dw.com/de/israel-erfolg-mit-der-booster-impfung/av-59856734
[5] http://www.gfu.ch/files/Bergamo—Hintergruende.pdf
[6] https://www.rnd.de/gesundheit/corona-in-israel-infektionszahlen-steigen-fuenfte-welle-im-anflug-PS2EAPE75YOTD4KAU3IPZPUSII.html
[7] https://tkp.at/2021/08/30/usa-und-israel-booster-shots-alle-5-monate/
[8] https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-samstag-317.html#Geltungsdauer-des-Corona-Impfpasses-soll-verkuerzt-werden
[9] https://www.euractiv.de/section/entwicklungspolitik/news/gates-bei-merkel-wir-mussen-die-lehren-aus-ebola-ziehen/

Totimpfstoffe: Rückt sie endlich raus, wenn ihr höhere Impfquoten wollt!

Der Ungeimpfte, das unbekannte Wesen

Wohlwollend Besorgte sprechen davon, 15 Millionen Deutsche seien „noch ungeschützt“. Dass diese Gruppe kaum kleiner wird, weil ihre störrischen Mitglieder ihren eigenen Schutz per Oberarm-Stich glatt ablehnen, versetzt gebildete Leute wie den Ärztefunktionär Montgomery in eine unbändige Wut.

Er weiß zwar, dass es bei Corona keine sterile Immunität geben kann, der Geimpfte also nur sich selber schützt, weil er das Virus weiterhin bekommen und an andere geben kann. Aber als ausgewiesene Kassandra für das Ausstoßen von faktenfreien Triage-Warnungen will er die Intensivbetten Deutschlands gegen Überlastung impfen.
Zumindest so lange, wie es noch kein Medikament gibt gegen den Bettenabbau, der letzten Winter in Deutschland aufs Schrecklichste gewütet hatte. Viele damalige Krankenhaus-Patienten können bezeugen, wie leblos-leere Betten auf den Flur und dann in den Keller verschoben wurden. Nur das Besuchsverbot verhinderte, dass von dieser an den bedauernswerten Betten begangenen Subventions-Triage  verstörende Bilder um die Welt gingen (wie ein Jahr zuvor in Bergamo).

Sich nicht nadeln lassen, ist zwar recht passiv, aber wer dadurch ein erneutes Sterben der Betten begünstigt, ist (ob er es will oder nicht) ein heimlicher Aktivist und muss sich vom honorigen Verschwörungstheoretiker Montgomery völlig zu Recht der Verschwörung zur „Tyrannei der Ungeimpften“ bezichtigen lassen.
Das ist ja noch gemäßigt – andere sehen Ungeimpfte als „Gefährder“ (klingt wie „Terrorist“ – ein Wort, das ganz Überkandidelte auch schon in den Mund nehmen). Wolfgang Kubicki (FDP) bezeichnet umgekehrt Montgomery als „Saddam Hussein der Ärzteschaft“.

Aber nicht alle sind so gebildet und zur Theorien-Bildung befähigt wie Montgomery. Schlichtere Gemüter, wie man sie häufig unter den Reportern der staatstragenden Medien findet, stellen ihre tiefe Betroffenheit zur Schau, wenn sie ergebnislos über die Motive der Ungeimpften  rätseln. Was sind das bloß für Leute, die den sinnvollsten Pieks der Weltgeschichte sogar dann ablehnen, wenn er mit der Lieblingsspeise der Deutschen serviert wird, der (Gratis-)Bratwurst?

Erwogen werden verwerfliche oder schwer zu knackende Motive:

  • störrisch-verbohrt, verschroben, rechthaberisch
  • faul, unverantwortlich sorglos
  • egoistisch, boshaft, querulantisch, staatsfeindlich

… und eher leicht ausräumbare bzw. wenig konfrontative Motive:

  • dumm und über normale Kanäle schlecht erreichbar
  • nicht, schlecht bzw. falsch informiert
  • überängstlich

Alles nur eine Frage, wo Zuckerbrot hilft und wo nur die Peitsche. Die Möglicheit, dass es auch triftige, anerkennenswerte Motive geben könnte, wird nicht in Erwägung gezogen oder gleich wieder verworfen. Einzige Ausnahme: die Minderheit mit medizinsch nachgewiesener genereller Impf-Unverträglichkeit bzw. die Zugehörigkeit zu einer medizinisch definierten Risikogruppe (hierzu zählen sie aber nur die kleine Zahl derjenigen, die die Regierung sowieso bereits verschonen will).

Den ratlosen medialen Schlaumeiern kann bei ihrer Suche nach triftigen, ernstzunehmenden Motiven jetzt geholfen werden:

30 Gründe, sich derzeit nicht impfen zu lassen

… listet der österreichische Publizist und Autor Christian Felber in den Nachdenkseiten auf, [1].

Hinter der großen Zahl stecken keine generelle Impfbedenken.
Denn er ist mehrfach geimpft und hat ein neutrales Verhältnis zu Impfungen, so dass in seinem ausführlichen Überblick sich die 30 Gründe speziell gegen die („Gen“-)Corona-Impfung richten und die speziellen, dubiosen Umständen um sie herum.

Daher steht leider etwas weit hinten, was mehr Aufmerksamkeit verdient bei dem aktuell gewaltig zunehmenden Druck auf Ungeimpfte und dem bedrohlichen Geraune der Politiker, die demnächst eine Impfpflicht einführen wollen  – Nr. 28:
Wie viele andere auch, würde er eine Totstoffimpfung einer mRNA-Technologie vorziehen, also aus Sicherheitsgründen auf Tradition setzen.
Zusätzlich gibt es zu dieser Impf-Art hinsichtlich der Wirksamkeit jetzt sensationelle Nachrichten, die in den Medien des mRNA-fixierten Westens bisher so nicht zu hören waren:

Immunologe Peter Kern:
Ein unscheinbares Interview bei n-tv, das es in sich hat

Zunächst beginnt er wie andere Experten auch: 20 Millionen bisher nicht Immunisierte (weder geimpft noch nach Erkrankung genesen) werden ihrer Infektion diesen Winter nicht entgehen können, zudem allerdings auch 10 Millionen Geimpfte. Die Impfung schütze etc. Ganz weit hinten etwas versteckt dann die Sensation, [2].

Das Virus sei nicht ausrottbar, sondern werde bleiben.
„Aber ein guter Totimpfstoff könnte die Rate der Schwerkranken immerhin von etwa 3000 auf 300 senken,  weil sein Schutz breiter aufgestellt ist. Alle Impfungen funktionieren ja so, dass sie das Original-Virus imitieren und damit das Immunsystem dazu bringen, Antikörper zu entwickeln. Der Totimpfstoff nutzt dafür das Originalmaterial, also ein abgetötetes, abgeschwächtes, aber komplettes Virus. Darum kommt die Immunreaktion des Körpers derjenigen sehr nah, die auch eine echte Infektion hervorrufen würde. Und genau diese ,Original’-Reaktion wollen wir ja haben, denn sie schützt zehnmal besser als die Immunantwort auf das mRNA-Vakzin.“

Das was man der (überstandenen) natürlichen Infektion nachsagt – sie wirke besser und wesentlich länger als die (mRNA-)Impfung und jedenfalls wesentlich länger als das von Staats wegen nur zugestandene halbe Jahr – das gilt wohl in erheblichem Maße auch für die am natürlichen Vorbild sich orientierende Totstoffimpfung.
Harmloser und wirkungsvoller – verbinden sich hier die größeren Vorteile einer (echten) Impfung mit dem Verzicht auf die Nachteile des mRNA-Experimentes?

Späte Genugtuung für zwei geschmähte impfkritische Promis?

Mehr Sicherheit / Vertrauenswürdigkeit plus höhere Wirksamkeit – liegen Joshua Kimmich und Sahra Wagenknecht also goldrichtig, die Gen-Impfe abzulehnen und stattdessen die Markteinführung von (traditionellen) Totimpfstoffen abwarten zu wollen?

Darauf hat Virologe Kern ein wenig überzeugendes JEIN:

„Ja. Wenn der gut funktioniert, dann wird uns das langfristig einen Schritt nach vorn bringen.
Aber gegen die vierte Welle hilft uns das nicht mehr. Und auf null wird die Rate der Schwerkranken nur mit einer Therapie zu bringen sein. Auch da sind die Forschungen weit gediehen, gute Medikamente sind in Sicht.“
Hinsichtlich mRNA bestätigt Kern dem Interviewer: Blitzschnell verfügbar, aber mit gewissen Abstrichen bei der Wirksamkeit.

Gegessen / geimpft wird, was auf den Tisch kommt

Blitzschnell oder nicht – ob irgendein Impfstoff gegen die bereits angelaufene 4. Welle noch was ausrichten kann, bleibt offen bzw. wird von anderen Experten meist verneint. Das Warten auf Totimpfstoffe könnte sich von daher lohnen.
So nähert sich z.B. die US-Firma Novavax langsam der Zulassung. Die bei klassischen Impfstoffen nötigen Adjuvanzien (Hilfsstoffe zur Weckung des Immunsystems) sind oft Aluminium-Verbindungen – nicht bei Novavax, hier wird ein ein Stoff aus Baumrinde verwendet.

Aber Spahn hat neben reichlich Biontech auch erhebliche Bestände an Moderna gelagert – letzteres mit Verfalldatum Februar.
Die Bestände müssen dringend an dem Impfling gebracht werden; von Alternativstoffen will er nichts hören. Impfzwang – hiermit hofft der mRNA-Kellner der Nation, die ungezogenen Suppenkasper an den Tisch binden zu können, auf dass die Suppenschüssel endlich zügig geleert werde, bevor die mRNA-Impf-Supppe kalt wird.

Der Tagesspiegel gibt Spahn Schützenhilfe und feuert auf den Neuling: „Dass Nuvaxovid aber nun irgendwie ,besser’, grundlegend anders oder technologisch ,konservativer’ sei als die mRNA-Impfstoffe, ist eher ein Impfskeptiker- oder Impfhinausschieber-Mythos“, [3].

Unsere 4 Gen-Präparate gelten als super und nebenwirkungsfrei – alle 4 wurden aber behördlich als nicht kindertauglich eingestuft

AstraZeneca machte den Anfang: Zuerst sollte es nur an unter 60-jährige verimpft  werden, dann im März nicht mehr, sondern nur noch an Senioren – wegen auffälliger Impfschäden bei Jüngeren .
Beim Nachzügler-Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson kam die Beschränkung auf Senioren schon fast zeitgleich mit der Markt-Einführung – aufgrund schlechter Nachrichten aus den USA  beschlossen dies im Mai die deutschen Gesundheitsminister im Einvernehmen mit der STIKO, [4].

Im Oktober entschieden Schweden, Dänemark und dann das restliche Skandinavien:
Keine Impfungen mit Moderna für Jüngere – damit reagierten sie auf ein möglicherweise erhöhtes Risiko für Herzmuskel-Entzündungen, [5].

Somit blieb nur noch der deutsch-amerikanische Shooting-Star: Biontech/Pfizer.
„Wissenschaftler warnen mittlerweile seit mehr als einem Jahr, dass die mRNA-Impfstoffe starke negative Auswirkungen auf das Kreislaufsystem und das Herz haben können. In der Zeitschrift der American Heart Association ist eine Studie veröffentlicht worden, die vor genau diesen Gefahren warnt, da bei Messung Biomarker gefunden wurden, die ein erhöhtes Risiko vorhersagen. (…)
In Taiwan wurde die Verwendung der zweiten Dosis vom Pfizer Präparat für Jugendliche gestoppt“, [6].

Halten wir also fest: Zwei der vier genetischen Wundermittel – die zwei Vektor-Impstoffe –  sind gänzlich entzaubert und wurden auch in Deutschland kommentarlos-dezent vom Markt genommen.
Bei den verbliebenen zwei (mRNA-)Gebräuen – Moderna und Biontech-Pfizer – solle der impf-kritische Teil des Volkes doch bitte nicht zicken und brav der „alternativlosen Wissenschaft vertrauen“.

Aber welcher Wissenschaft? Der STIKO, die von Politikern wiederholt vor sich her getrieben und zu Gehorsam aufgefordert wird? Und konnten die dänischen, schwedischen, taiwanischen Zulassungsbehörden denn nicht auf Wissenschaftler zurückgreifen? Wurden sie denn bei ihrer Moderna- und Biontech-Ablehnung ausschließlich von „Covidioten“ und „Impfaufschiebern“ beraten?

Sahra Wagenknecht:
Ungeimpfte werden zu Unrecht als Sündenböcke abgestempelt

Während im Westen das Novavax-Vakzin und andere Totimpfstoffe erst langsam den Markt betreten (dürfen), den die Gen-Präparate bisher für sich monopolisieren, werden nicht-westliche (bevorzugt chinesische) Totimpfstoffe – mit WHO-Zulassung – weltweit längst eingesetzt, sogar im (renitenten) EU-Land Ungarn.
Sahra Wagenknecht würde sich sofort impfen lassen, wenn es in Deutschland einen Totimpfstoff gäbe. Sie hat noch weitere Gründe, sich zu wehren gegen die Spaltung in Geimpfte und Ungeimpfte, die sie an sich selber ständig erlebt, wenn Interviewer (wie hier der von der WELT) als erstes ihren Impfstatus abfragen, [7].

Zur Begründung verweist sie auf die Einigkeit der großen (und sonst oft uneinigen) Virologen Streeck, Drosten etc., dass auch die Geimpften Teil des Infektionsgeschehens sind, weil der Schutz nach der Impfung ganz schnell runtergeht.
Echten Schutz biete daher z.B. bei Großveranstaltungen nur eine Testung aller Teilnehmer – Aussperren der Ungeimpften und Nicht-Testen der sich fälschlicherweise sicher fühlenden Geimpften betrachtet Wagenknecht (wie eben auch die Experten) als untauglichen Weg. Dieses von der Politik allerdings noch vor kurzem als sicher angepriesene 2G-Konzept wurde zwar von den Geimpften dankbar aufgenommen und gerne geglaubt, erweist sich aber halt als eine trügerische, nur scheinbare Sicherheit. Denn „die Impfstoffe haben nicht gehalten, was sie versprochen haben“.

Wagenknecht findet zu Recht, dass die Politik die Menschen über diese Scheinsicherheit (die sie selber ihnen ja erst eingeredet hat) aufklären muss. Denn ein doppelt Geimpfter, der seine bereits vor einem halben Jahr geimpfte Oma besucht, glaubt sonst weiterhin irrtümlich, er könne die Oma gar nicht anstecken.
Auch hält sie die Impfung von schutzbedürftigen älteren Menschen (wie Oskar Lafontaine, ihren Ehemann) für ratsam, verlangt aber eine andere Herangehenswweise an jüngere Generationen, die ein nur sehr geringes Risiko haben, an Corona zu erkranken.
Jugendliche vom Sport abzuhalten, ist für sie ein nicht zu rechtfertigender Angriff – nicht nur auf deren Freiheit, sondern vor allem auf deren Gesundheit.

Ob sie sich z.B. angesichts der rasant gestiegenen Zahlen aus Sachsen nicht Sorgen macht um Triage, Lockdown und (wie in Italien 2020) „Bergamo-Bilder“?
Im Gegensatz zu den in ihrer Wirksamkeit umstrittenen Lockdowns findet sie, dass Kontaktbeschränkungen und Vorsicht was bringen; in Sachen gestiegene Zahlen kontert sie die angst-heischende Reporterfrage:

„Derzeit sind 3.000 Corona-Patienten auf den Intensivstationen, davon 2.000 Ungeimpfte – wir haben jedoch 6.000 Intensivbetten weniger als vor einem Jahr!“

Wer will ihrer Schlussfolgerung widersprechen:
„Daran, dass jetzt schon wieder Operationen verschoben werden, ist nicht Corona schuld, sondern die Politik.“
Tja, die Politik, die anderhalb Jahre tatenlos zugeschaut hat, wie der Pflegenotstand wächst und Betten abgebaut wurden …

Eigentlich zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre:
Die Regierung eines der reichsten Länder duldet bzw. fördert sogar den Bettenabbau im ersten Pandemie-Winter, um dann im zweiten Winter (ausgehend von dieser bleibend verringerten Bettenzahl) mit bürokratischem Erbsenzähler-Fleiß engmaschige Betten-Belegungszahlen festzusetzen, mit denen sie der Bevölkerung schrittweise die Freiheit wegnimmt.
Baden-Württemberg (11 Mio. Einwohner) rutscht(e) wie folgt:

  • ab 250 Betten:  von der Basis- in die Warnstufe
  • ab 390 Betten:  in Alarmstufe I
  • ab 450 Betten:  in Alarmstufe II

Die kleinen, dicht beieinander liegenden Zahlen machten bei ihrer Verkündung schon klar, dass sie erreicht werden würden – und das sollten sie wohl auch, siehe Winter Nr. 1. Kafka hätte dieses üble Menschenwerk, das als anonym-alternativloser Sachzwang daherkommt, nicht besser erfinden können.

Wagenknecht findet, dass man den Bettenabbau auch jetzt noch rückgängig machen könne: Es gebe genug aus ihrem Beruf Ausgeschiedene, die man mit hohen Rückkehr-Prämien, besseren Arbeitsbedingungen etc. kurzfristig wieder zurückholen könnte.
An der schnell verfügbaren Lösung mag man Zweifel haben, aber da schon von der 5. Welle gesprochen wird (aktuell rutschen wir gerade in die 4.), muss man ihr zumindest zugestehen:
Es gibt keine Rechtfertigung, hier weiter untätig zu bleiben und stattdessen den bequemen Weg der Freiheitsberaubung zu wählen (und diesen auch bereits für künftige Wellen fest einzuplanen).

Politische Versager verstecken sich hinter Sündenböcken

Jens Spahn könnte sich von dieser Kritik und der Wertung seiner Untätigkeit als Skandal angesprochen fühlen; der etwas zahlenschwache gelernte Bankkaufmann (und Gesundheitsminister auf Abruf) benennt jedoch unbeirrt weiter die zwei Bösewichter, die er als die für ihn wohl einzigen Schuldigen an der derzeitigen Misere ausgemacht hat und weiterhin ausmacht:
die Delta-Variante des Virus und die Ungeimpften.

Vor diesem teuflischen Duo warnte er bereits im August, als die Impfbereitschaft stockte, [8].

Vor der Delta-Variante und ihren Vorgängern wurden wir allerdings jeweils bereits früh gewarnt – als diese dann der Reihe nach endlich Deutschland erreichten, merkte man davon aber kaum etwas.
So gerade bei Delta:
Diese Variante setzte sich im Juni/Juli gegen alle Vorgänger durch, stieg also von null auf fast hundert Prozent.

Was so durchsetzungsstark ist (=gegen konkurrierende Varianten), muss doch folglich auch hochansteckend und damit hochgefährlich sein?
Zum Glück nicht in Deutschland, denn sonst hätten wir seit Juni/Juli die höchste Alarmstufe. Fakt ist:
Der Verdrängungswettbewerb fand bei Jahres-Tiefstständen an Infektionszahlen statt, Delta bedrohte (und vernichtete) seine Vorgänger, ohne die Deutschen zu bedrohen oder auch nur verstärkt anzustecken. Spahn hat die ganzen Monate über also nicht viel hinzugelernt.

Allerdings muss jemand ihm den Tipp gegeben haben, die dunklen Erinnerungen des Volkes an die Delta-Warnrufe zu recyclen und möglichst unauffällig zu verknüpfen mit der Binsenweisheit, dass im Herbst alle noch nicht ausgestorbenen Viren (folglich auch Delta) wieder deutlich munterer werden.

Weinerlicher Wieler will seit Sommer gewarnt haben
– Lanz und Kekulé wundern sich

„Wir werden wirklich ein sehr schlimmes Weihnachtsfest haben“ – die Medien sprechen von einer Wut- oder Brandrede; da Wieler von Natur aus eine weinerlich klingende Stimme hat, kommt einem seine Rede auch eher so vor:
„… von diesen 52.000 werden – und da ist nichts mehr dran zu ändern – 400 etwa sterben. Das Kind ist in den Brunnen gefallen (…) da können wir nichts mehr dran ändern“, [9].

Soll heißen: Die Katastrophe hat schon begonnen und der Schaden ist zum Teil schon unwiderruflich vorgezeichnet; verhindern könne man nur noch ein Größer-Werden. Die Impflücke (15 Millionen Erwachsene, davon 3 Millionen über 65 Jahr alt) sei einfach zu groß. Wenn wir das wieder zulassen, werden wir nächsten Winter noch schlechter dran sein, meint er.

In der Tat: Wir haben eine Steigerung der Fälle gegenüber letztem Jahr. Nur: Hat er eigentlich vergessen, dass wir letztes Jahr im November 83 Millionen Ungeimpfte und exakt null Geimpfte hatten und (trotzdem? oder gerade deswegen?) besser dran waren?
Hat die Erhöhung der Impfquote von null auf zwei Drittel nun genutzt oder geschadet?
Oder lag alles am bisher (seit Juni) schlafenden Delta-Monster?
Falls ja: Wer oder was hat es gerade jetzt geweckt?
Doch nicht etwa die völlig unerwartet eingetretenen Jahreszeiten Herbst / Winter?

„Ich kann es nicht mehr ertragen“ – der sonst so steife Bürokrat Wieler gibt sich vor der Kamera in seinem Home-Office kravattenfrei und ganz theatralisch als verzweifelnder Mahner, auf den nie gehört worden sei, obwohl er seit einem halben Jahr (oder eigentlich schon die ganzen anderthalb Jahre) gemahnt habe.

Man sollte nicht spotten über Verzweifelte, auch wenn deren Gefühlslage keine Faktenbasis hat. Allerdings sollte dann die Verzweiflung schon echt sein, nicht nur gespielt. Lanz und Kekulé äußern da deutliche Zweifel.

Wielers Weltschmerz:
Echt oder nur theatralisch getarnter Narrativ-Wechsel?

Letzten Donnerstag bei Markus Lanz im ZDF, [10] :
Virologe Alexander Kekulé  wundert sich über Wielers Gefühlsausbruch, den er eher als unerwartete Wende betrachtet. Wieler ist nicht irgendein Wissenschaftler, dem trotz Wichtigkeit keiner so richtig zuhört, sondern er ist mit seinem RKI direkt dem Gesundheitsminister unterstellt. Kekulé fragt sich, ob es denn Mails etc. von Wieler gebe, in denen er seinen Vorgesetzten gewarnt, angefleht oder vergeblich zu etwas aufgefordert habe.

Die unsinnige 2G-Regelung wurde von der deutschen Politik ab August erst so recht propagiert, obwohl das damals bereits boosternde Israel längst von einer nachlassenden Pfizer/Biontech-Wirkung berichtet hatte – hat irgendwer jemals Wieler gegen 2G protestieren gehört?

Zusammen mit Lanz stellt Kekulé verwundert fest, dass auf der RKI-Webseite noch vor kurzem sogar ganz groß zu lesen war:
Geimpfte spielen beim Infektionsgeschehen keine Rolle mehr 
(d.h. sie tragen nicht mehr nennenswert zur Verbreitung des Virus bei) – und dass dieser Satz (der Werbung für „Sorglosigkeit mit 2G“ gemacht hatte) inzwischen klammheimlich-kommentarlos entfernt worden ist. Bekommt Wieler etwa nicht mit, was sein Haus so veröffentlicht?

Da geht es mitnichten nur um internes Behörden-Geplänkel:
Kekulé weist auf Urteile hin, in denen Ungeimpfte erfolglos gegen 2G klagten – die Gerichte stützten sich auf diese (jetzt wieder gelöschte) RKI-Behauptung.

Alexander Kekulé

… befürwortet die Impfpflicht für Pflegepersonal, hält aber nichts von einer allgemeinen Impfpflicht – der Aufwand (insbesondere der zeitliche) wäre viel zu groß und es gebe auch keine Notwendigkeit. In seinem täglichen MDR-Podcast geht er u.a. auf Fragen und Zweifel der Bevölkerung ein. Er bekommt daher auch die Bereitschaft zahlreicher „Impfzögerer“ mit, sich doch impfen zu lassen – mit traditionell gefertigten Totimpfstoffen.
Und er findet, dass man auf diese Menschen eingehen sollte.

Lanz-Gast Stefan Kluge, Intensivmediziner vom Hamburger UKE widerspricht solchen für ihn viel zu zeitraubenden Feinheiten. Er verspricht sich viel von einer allgemeinen Impfpflicht. Allerdings muss er im Disput mit Kekulé einräumen, dass die Impfpflicht genausowenig wie andere Maßnahmen die 4. Welle noch verhindern können.
Letzte Woche fragte ich mich noch, warum spielt er dann so stur-alternativlos den Lobbyisten für die mRNA-Industrie?
Inzwischen überstürzen sich – ausgehend vom österreichischen Vorbild – allenthalben die hysterischen Rufe nach einer gesetzlichen Impfpflicht für alle.
Stefan Kluge schwimmt wie Lothar Wieler auf einer ganz breit aufgestellten, schier urplötzlich heranschwappenden Tsunami-Welle der Impf-Erzwinger.

Was wäre wenn … wir eine Impfpflicht hätten?
Die Antwort für einfache Gemüter: Mit den an der Pandemie schuldigen Ungeimpften wird kurzer Prozess gemacht und alles wird wieder gut. Denn an den Nicht-Geimpften liegt es, dass die Impfung bei den Geimpften nicht richtig wirkt.
.
Nachdenklichere fragen sich wie Kekulé zunächst einmal, welchen Zaubertrank uns (der hier faktische Monopolist) Biontech-Pfizer eigentlich zu bieten hat:
  • Hieß es nicht zur Jahresmitte noch, Biontech putze locker auch die Delta-Variante weg?
  • Und dann (als Israel kurze Zeit später bereits Gegenteiliges meldete – Biontech beiße sich dort nämlich die Zähne an Delta aus) hieß es, mRNA-Stoffe wie der von Biontech könnten (anders als traditionelle Impfstoffe) blitzschnell an andere Varianten angepasst werden.
  • Israel begann (kurz nach dem Biontech-Erstimpfungs-Flop) mit dem Boostern – wiederum mit Biontech und daher ganz sicher nicht mit einer verbesserten, an Delta angepassten Booster-Version.
  • Vier Monate später soll hier bei uns das große Boostern losgehen – warum holt Biontech jetzt nicht endlich das neue und an Delta angepasste Update „aus dem Regal“ (Kekulé)? Das ist auch Peter Kern im obigen Interview mit n-tv aufgefallen; auch er stößt sich an der Gemütlichkeit der genetischen Tempo-Sieger:
    „Wenn die mRNA-Impfung so schnell entwickelt werden kann, warum hat Biontech den Wirkstoff nicht längst überholt und auf Delta optimiert?“
Sind wir wieder angelangt bei Jens Spahn, dem mRNA-Kellner der Nation, der uns Impf-Suppenkaspern die bestellte Brühe einflößen  muss, bevor er neue Bestellungen aufgeben darf?
Hat er etwa versäumt, für den Booster eine Update-Pflicht in die Verträge schreiben zu lassen?
Dass die Konzerne gerne die (Staats-)Kuh melken, ohne von sich aus ein Update anzubieten, bedarf keiner Erklärung: Je länger das alte Zeug abgenommen wird (bzw. werden muss), desto mehr Rubel rollen und desto mehr steigert sich der Hunger auf die Updates
– ihr (Monopol-)Geschäft lebt nicht von der Eile bei den Updates, sondern vom Umfang der Lieferungen. Für Updates ist aus Sicht der Konzerne noch Zeit genug; der Reibach (sprich: die Pandemie) braucht nie enden, wenn es nach ihnen geht.
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Ja, die Impfpflicht könnte uns befreien
– vom lästigen Eingehen auf Nebenwirkungen

Eine 45-jährige will sich boostern lassen, um Angehörige zu schützen. Sie hat aber nach der zweiten Impfung Herzprobleme bekommen. Kekulé antwortete ihr im Podcast: Da wäre er auch eher vorsichtig mit Boostern.

Nach Einführen der Impfpflicht sähe die Sache ein bisschen anders aus, denn gibt es viel zu viele Menschen, die auf die Impfung mit Herzproblemen reagieren (siehe oben)  – die Schwelle für eine amtlich bescheinigte Ausnahme von der Impfpflicht dürfte bei Herzbeschwerden (zumal bei erstmals – bei der Impfung – aufgetauchten) sehr hoch ausfallen.

Für notorisch Herzkranke wird es zudem heißen: Sie gehören doch zu einer Risiko-Gruppe und sollten sich vor allen anderen impfen lassen! Das Virus bedroht sie viel mehr als die Impfung es je könnte!

Stirbt der Patient, dann ist das als statistisches Rauschen bereits eingepreist, denn er war ja ein Risikopatient…
Außerdem ist eines klar geworden: Die Impfpflicht wird bestimmt nicht per polizeilicher Abführung erzwungen werden. Ein Gesetz würde nur bei bestehenden und neuen Schikanen die damit verbundenen Grundrechts-Verletzungen legitimieren: Bußgelder, existenzvernichtende Einschränkungen und vieles mehr würde vermutlich die meisten zermürben, so dass die Meute aus Herrschenden und Mob am Ende frohgemut wird sagen können:
„Er hat sich am Ende doch noch freiwillig dazu entschieden!“

[1] https://www.nachdenkseiten.de/?p=77850
[2] https://www.n-tv.de/panorama/Wir-werden-30-Millionen-Infektionen-haben-article22930905.html
[3] https://www.tagesspiegel.de/wissen/novavax-vakzin-zur-eu-zulassung-eingereicht-bald-kommt-der-impfstoff-fuer-die-skeptiker/27813278.html
[4] https://www.zusammengegencorona.de/impfen/impfstoffe/alle-wichtigen-informationen-zu-janssen-von-johnson-und-johnson/
[5] https://www.tagesschau.de/ausland/moderna-schweden-daenemark-101.html
[6] https://tkp.at/2021/11/22/mrna-impfstoffe-erhoehen-dramatisch-herz-kreislauf-entzuendungsmarker-und-risiko/
[7] https://www.youtube.com/watch?v=sS5-qOCSZhQ
[8] https://www.n-tv.de/politik/Spahn-Ungeimpfe-werden-sicher-infiziert-article22747534.html
[9] https://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Die-wichtigsten-Ausschnitte-von-Wielers-Wutrede-article22938685.html
[10] https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-18-november-2021-100.html

Joshua Kimmich und Sahra Wagenknecht: Klassischer Totimpfstoff attraktiver als genetisches Roulette?

Privatleben am Pranger – warnendes Beispiel nicht nur für Stars

Fußball-Star Joshua Kimmich hat sich nicht an die Öffentlichkeit gedrängelt. Er ist einfach eine Person der Öffentlichkeit, die ständig von allen angesprochen wird, insbesondere von den Medien.

Als er sich im berühmt-berüchtigten Interview zum Impfstatus und seinen (privaten) An- und Absichten löchern ließ [1], hat er Langzeitschäden nicht explizit erwähnt. Aber natürlich ist naheliegend, dass deren nicht ausschließbares Auftreten (in naher oder ferner Zukunft) ihm vermutlich mehr Sorgen macht als die angesprochenen, unbestreitbar fehlenden Langzeitstudien.
Der deutsche Durchschnittsbürger (geimpft oder nicht) wird solche Gedanken gelegentlich ebenfalls haben – oder sie schnell verdrängen, wenn er ein treues Schaf der Herde bleiben will.
Außer er merkt, dass sogar ein Star wie Kimmich von diesen unerwünschten Gedanken geplagt wird und sie sogar offen äußert (wenn letzteres auch mehr versehentlich geschah).

Unerwünschte Worte – das offizielle Narrativ bekommt ein Update

Die Gedanken sind frei – ebenso wie jedermanns Impfentscheidung. Aber halt doch nicht ganz frei, wenn sie – mit der Strahlkraft einer Vorzeige-Person wie Kimmich – größere Teile der Bevölkerung infizieren könnten. Und weil es mit dem Langzeit-Nutzen der Impfung nicht weit her ist – inzwischen bekanntlich unbestritten, denn die Geimpften sollen ja ans „Boostern“ herangeführt werden – reagieren die Hüter des offiziellen Narrativs derzeit besonders empfindlich auf alle Wörter, die mit Langzeit- beginnen.

Reflexartig leugneten im Oktober beim Stichwort „Kimmich“ sowohl die einschlägigen „Experten“ als auch die Systemmedien jeglichen Zusammenhang von Impfung und Langzeitschäden, z.B.:
ARD: „Nebenwirkungen treten nicht erst spät auf“, [2].

„Warum es keine Langzeit-Nebenwirkungen gibt“ – unter diesem Titel ließ das ZDF den Chef des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek sich zu folgenden Worten versteigen:
„Generell ist es bei Impfstoffen so, dass die meisten Nebenwirkungen innerhalb weniger Stunden oder Tage auftreten, in seltenen Fällen auch mal nach Wochen. Langzeit-Nebenwirkungen, die erst nach Jahren auftreten, sind bei Impfstoffen generell nicht bekannt, [3].

Schneller als Impfstoff-Entwicklung und Viren-Ausrottung:
die Ausrottung des Wörtchens „Langzeitfolgen“

Das klang im Februar (zumindest in den Überschriften) noch ganz anders: „Welche Langzeitfolgen zu befürchten sind“, [4].

Im Text der Pharmazeuten-Zeitung wurde allerdings schon damals klar: Pharma & Co. hören das Schlagwort „Langzeit-“ überhaupt nicht gerne, wenn es um negative Wirkungen ihrer Produkte geht.
Und sie verniedlichen diese Wirkungen als nebensächlich und selten.

Aber wenigstens bestritten sie im Februar noch nicht deren Vorhandensein und (ggf. unbegrenzte) Langzeit-Dauer:
„Häufig werde mit »Langzeitfolgen« bezeichnet, was eigentlich sehr seltene Nebenwirkungen seien. Diese können erst erkannt werden, wenn ein Impfstoff in großem Maßstab verimpft worden ist. Das bedeutet: Häufige Nebenwirkungen werden in den Zulassungsstudien erkannt, sehr seltene aber wegen der begrenzten Teilnehmerzahl nicht. Diese fallen erst nach der Zulassung auf, wenn ausreichend viele Menschen die Impfung erhalten haben, was Jahre dauern kann“.

Heute klingt dies dagegen laut ARD so: Nebenwirkungen einer Impfung treten immer innerhalb von wenigen Wochen nach der Impfung auf“, betont Immunologe Prof. Carsten Watzl.

Der ARD-Bericht geht immerhin auf die Schweinegrippe 2009 ein und verlinkt hierzu auf einen aktuellen BR24-Artikel: „Warum der Grippe-Impfstoff 2009 eine Schlafstörung ausgelöst hat“, [5].
Die im Artikel-Text beschriebene Narkolepsie sollte man allerdings nicht für eine lästig-harmlose nächtliche Schlafstörung halten, wie die Überschrift andeutet: Es ist eine Wachseins-Störung – man könnte ohne Vorwarnung z.B. am Steuer einschlafen.
Könnte – denn die Opfer werden diese Krankheit ihr Leben lang nicht mehr los und erhalten daher niemals eine Fahrerlaubnis.

Trickreiches Wording statt Fakten

Aufmerksame Leser haben vielleicht die spitzfindige Wortklauberei bemerkt, durch die der alte mit dem neuen Standpunkt behelfsmäßig in „Übereinstimmung“ gebracht werden kann – mittels zweier unscheinbarer Wörtchen :
Auftreten müsse eine Nebenwirkung quasi immer zeitnah, allenfalls das Auffallen könne sich hinziehen.

Für einen Teil der Fälle trifft dies zu und stellt dort sogar einen wichtigen Aspekt dar: Wenn jemand an seinem Körper einen Schaden feststellt, den er für einen Impfschaden hält, dann ist etwas (zeitnah) „aufgetreten“, was für Industrie und / oder Wissenschaft aber noch längst nicht „auffallend“ sein muss im Sinne eines (für sie erwiesenen) ursächlichen Zusammenhangs zur Impfung.
Entweder die Beobachtung wird rein statistisch abgewimmelt (weil sie – noch – zu selten ist) oder sie kann anderen Ursachen zugeschrieben werden (genauer: diese ins Spiel gebrachten Ursachen sind noch nicht eindeutig ausgeschlossen).
Geschädigte haben dann oft einen zermürbenden, jahrelangen Kampf gegen mächtige Gegner vor sich. Ob die Auseinandersetzung mit einer Anerkennung endet, ist ungewiss – falls sie den Ausgang überhaupt erleben.

Was ist aber, wenn z.B. die bei jungen Impflingen häufig berichteten Herzmuskel-Entzündungen nach der akuten Phase bleibende Schäden hinterlassen, die vorerst „unsichtbar“ sind für Arzt und Patient, dann aber in einem späteren Lebensabschnitt als nicht anderweitig erklärbare Herzprobleme zum Vorschein kommen?
Und falls ein Impfstoff eine Krankheit wie Krebs auslöst, dann kann man bestimmt nicht von einem „Auftreten immer innerhalb von wenigen Wochen“ sprechen.

Trügerische Sicherheit der Impfstoffe:
Schon viele mRNA-Geimpfte, noch keine Schäden?

Impf-Kalle hat inzwischen schon verlauterbacht, bei 500 Millioen verimpften Dosen sei der Stoff schließlich ausreichend „getestet“ – auf Deutsch: keinen Tag länger will er warten (das wollte er übrigens von Anfang an nicht, als er die vielen Millionen „Testpersonen“ noch nicht hatte).
Seine Ungeduld passt zu derjenigen des Paul-Ehrlich-Instituts, das trotz ununterbrochener Impf-Begeisterung im Juni mit der Auswertung der Nebenwirkungen arg im Rückstand lag – etwas, was damals sogar dem ZDF nicht schmeckte, [6].

„Die Dunkelziffer der Impfnebenwirkungen ist vermutlich weitaus höher als gedacht“, so Beate Bahner, Fachanwältin für Medizinrecht, Autorin mehrerer arztrechtlicher Standardwerke und des aktuellen Buches „Corona-Impfung“, [7].

Peter Schirmacher, Chefpathologe der Uni Heidelberg, geht zudem auch bei den Impf-Toten von einer hohen Dunkelziffer aus, [8].

Trügerischer Nutzen der Impfstoffe:
Corona-Opfer starben überwiegend nur mit“ statt am“ Virus

Neben dem Nachlassen bzw. Fehlen einer Schutzwirkung stellt sich die Frage, wie sehr diese Schutzwirkung überhaupt gebraucht wird.
Ist nur ein Drittel der „Corona-Opfer“ an Covid gestorben?
Zu diesem Schluss für Deutschland kommt Norbert Häring und bescheinigt: „RKI vernebelt nach Kräften“, [9].

Noch krasser – ein Dreißigstel – fällt die Bestandsaufnahme auf im Land der schrecklichen Corona-Bilder. Schon im März 2020 (auf dem Höhepunkt der Katastrophe) meldeten die Behörden, mindestens 80 Prozent seien nur mit statt an Corona gestorben; aktuell dagegen:
„Oberstes Gesundheitsinstitut Italiens korrigiert die geschätzten Covid-Todesfälle von über 130.000 auf unter 4.000 herunter“, [10] [11].

Damit sind wir auch wieder bei der Frage, ob wir nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen  sowie der schon früher aufgeworfenen Frage, ob Corona überhaupt schlimmer ist als die Grippe – letztere bedroht Jung und Alt, Corona ganz vorwiegend die („sterbe-nahen“) Alten. Also mehr ein sterbe-begleitendes als ein sterbe-auslösendes Virus.

Ungeimpfte Sahra Wagenknecht im Kreuzfeuer bei Anne Will

Sahra Wagenknecht traf bei Anne Will auf Karl Lauterbach. Dass sie noch ungeimpft ist und weiter warten will, war bereits bekannt, daher war nach dem Medien-Mobbing  gegen Kimmich die spannende Frage, wie schlagfertig sie ihre Position verteidigt bzw. ob ihre Gegner es wagen, sie genauso oberlehrerhaft anzurempeln wie den rhetorisch untrainierten Joshua Kimmich.

Der wenig ausgewogene n-tv-Artikel [12] betrachtet alle noch so dünnen Aussagen der Wagenknecht-Gegner als richtig und wichtig, stimmt ihr aber immerhin in einem entscheidenden Punkt zu:
„Die Überlastung des Gesundheitssystem sei hausgemacht.
,Wir bauen eklatant Intensivbetten ab‘, sagt sie. Und sie hat Recht: in den letzten Monaten sind zwischen 4500 und 5000 Intensivbetten ,geschlossen’ worden“.

Wagenknecht: „Es ist doch ein Skandal, dass wir nach anderthalb Jahren Corona weniger Krankenhäuser, weniger Intensivbetten und weniger Pflegepersonal haben.“ – Das saß.
Triage für Ungeimpftewer als Politiker in einem der reichsten Länder mit solchen Schockbotschaften hausieren geht, der hat (von der moralischen Verworfenheit mal abgesehen) vermutlich seine Hausaufgaben nicht gemacht oder sie nicht einmal begriffen. Sahra Wagenknecht kann er damit nicht beeindrucken, sondern sich nur Eigentore einhandeln.

Wie Kimmich: Totimpfstoff bevorzugt

Wagenknecht weiter: „Ich würde mich eher impfen lassen, wenn es einen Totimpfstoff auf dem Markt gäbe“ – wogegen Lauterbach aufbegehrte: Das Risiko von Nebenwirkungen sei durch einen solchen Impfstoff viel größer, weil der vor seiner Einführung nur 30.000 Mal getestet werde – im Gegensatz zu 500 Millionen Menschen, die die neuen Impfstoffe bereits erhalten hätten.

Laut n-tv „erklärt der Gesundheitsexperte“ damit den Sachverhalt – und merkt ganz offensichtlich nicht, dass Lauterbach Äpfel mit  Birnen vergleicht:
Auch Biontech wurde nämlich vor der Zulassung nur von 20.000 Menschen getestet (zzgl. ebensoviel Placebo-Empfänger macht 40.000 Studienteilnehmer). Und nach der Zulassung kamen auch die Konkurrenten millionenfach zum Einsatz. Mal wieder eine typische Lauterbach-Blendgranate: großer Lärm, keine Substanz.
Denn unabhängig von den Test- und Einsatzzahlen 2020/2021 kann das Totimpfstoff-Verfahren auf eine lange Tradition und Bewährung zurückschauen, während die Gen-Verfahren neu und noch nicht ausgereift sind (wenn man „teleskopieren“ nicht als reifen gelten lässt).

Totimpfstoffe zuzulassen könnte nicht nur einem großen Teil der (pauschal als Impfgegner gescholtenen) vorsichtigen Menschen die Impfbereitschaft erhöhen:
Der Wirtschaftszweig Messen und Ausstellungen sieht Deutschland als Wirtschaftsstandort im Nachteil, wenn ausländische Besucher als ungeimpft gelten (und dann bei 2G abgewiesen werden), obwohl sie z.B. längst den chinesischen Totimpfstoff bekommen haben.

Prof. Hendrik Streeck erwartet nur wenig von 2G und Boostern

Allen impf-fanatischen Hassern von Ungeimpften hält er vor Augen:
„Wir unter­schätzen massiv die Dunkel­ziffer bei den Impf­durch­brüchen. Das große Problem ist, dass sich Geimpfte im Normal­fall über­haupt nicht mehr testen lassen. Nur bei Symptomen machen Geimpfte einen Test, doch die vielen asympto­mati­schen Infek­tionen bleiben unent­deckt. Aber die Gefahr ist real, wie immer wieder Corona-Ausbrüche bei 2G-Veran­stal­tungen zeigen, zum Beispiel in Province­town im Juli oder auch in Münster oder im Berliner Berg­hain. (…) Viele geimpfte Menschen haben das Gefühl, sie seien nicht mehr Teil der Pandemie und es wäre nur noch eine Pandemie der Unge­impften. Doch das ist falsch“, [13].

Das derzeit oft genannte Booster-Vorbild Israel ist für ihn keines:
„Der Booster kann den Anteil an Impf­durch­brüchen reduzieren. Das ist richtig. Meine Sorge aber ist, dass nicht der Booster für das Brechen der dritten Welle in Israel verant­wort­lich war. Denn genau vor einem Jahr hatte Israel eben­falls sehr niedrige Fall­zahlen, doch im Dezember und Januar nahm die Pandemie dort plötz­lich extrem an Fahrt auf.“

Ergänzend muss man anmerken: Im November 2020 hatten die Israelis weder Welle noch Impfstoff. Ob sie danach nur in die (sowieso) anschwellende Welle hinein-impften oder ob das Impfen diese Welle erst so richtig hochschaukelte, das wäre die brisante Frage, die Streeck hier andeutet, angesichts der bissigen Narrativ-Wächter aber wohl nicht offen auszusprechen wagt.

Vielleicht denkt er an den großen Christian Drosten, der eigentlich immer noch als Deutschlands Hofvirologie gilt, aber um den es medial verdächtig still geworden ist. Vermutlich, weil er öffentlich gemacht hat, dass er (nur für sich persönlich?) vom Boostern nichts hält, sondern lieber per natürlicher Infektion „auffrischen“ will.
Womit Drosten der Impf-Skepsis von Kimmich und Wagenknecht schon ganz nahe kommt.

[1] https://www.rubikon.news/artikel/mit-gespaltener-zunge
[2] https://www.tagesschau.de/faktenfinder/langzeitfolgen-impfungen-corona-schweinegrippe-101.html
[3] https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-impfstoff-langzeitschaeden-100.html
[4] https://www.pharmazeutische-zeitung.de/welche-langzeitfolgen-zu-befuerchten-sind-123411/
[5] https://www.br.de/nachrichten/wissen/warum-der-grippe-impfstoff-2009-eine-schlafstoerung-ausgeloest-hat,SYzJdTU
[6] https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-impfung-nebenwirkungen-pei-daten-100.html
[7] https://www.rubikon.news/artikel/das-verschwiegene-elend
[8] https://de.rt.com/inland/121717-heidelberger-pathologe-fordert-mehr-obduktionen/
[9] https://norberthaering.de/news/gestorben-an-oder-mit-covid/
[10] https://corona-transition.org/oberstes-gesundheitsinstitut-italiens-korrigiert-die-geschatzten-covid
[11] https://www.iltempo.it/attualita/2021/10/21/news/rapporto-iss-morti-covid-malattie-patologie-come-influenza-pandemia-disastro-mortalita-bechis-29134543/
[12] https://www.n-tv.de/politik/Lauterbach-kontert-Wagenknechts-Impf-Bedenken-article22899581.html
[13] https://www.rnd.de/politik/corona-streeck-haelt-boosterimpfung-gegen-vierte-welle-fuer-zweifelhaft-JW6QU7VCJBEHTPCJDUBM3ZJ4CM.html

Pranger und Privilegien: Der trickreiche Weg zum Boostern für alle

Impfskeptiker am Pranger – Faktencheck einer Hetzjagd

Die Mainstream-Presse bejubelt die gerechte Bestrafung eines verstockten Sünders wider den heilsamen Impf-Glauben: Rumänien zahlt einen hohen Preis für die Impfskepsis im Land – und die zögerliche Pandemie-Politik“, [1]. Pranger und Privilegien: Der trickreiche Weg zum Boostern für alle weiterlesen

Unsere Titanic wird nie sinken, also geht die Impf-Party weiter!

Kopflose Flucht nach vorne – Impfen wie die Lemminge

„Immer mehr hochrangige und seriöse Wissenschaftler kritisieren den massiven Impfzwang, die Missachtung der natürlichen Immunität und den Versuch wirklich alle zu impfen. Die dadurch bereits entstandenen Immunflucht-Varianten gefährden immer mehr Menschen und vor allem die Geimpften selbst“.

Dahingehend haben sich jetzt erneut Robert Malone (Mit-Entwickler der mRNA-Technologie) und Geert Vanden Bossche (Virologe und früherer Mitarbeiter der Gates Foundation und der GAVI Impfallianz) geäußert, [1].

Die Pandemie der Geimpften

… so nennt tkp-Gastautor Johannes Steinmetzger das Ergebnis seiner Zahlen-Analyse, [2].
Die Dynamik der abnehmenden Impfstoffwirksamkeit ist für ihn erschreckend, denn „wenn der Anteil der Impfdurchbrüche über 50% ist, dann treiben die Geimpften die Infektionen, nicht die Ungeimpften ohne vorherige Infektion“.

„Pandemie der Geimpften“ ist maßlos übertrieben – sagt Steinmetzger selber angesichts der geringen Zahl der Infizierten – er will nur einen Kontrapunkt setzen gegen die noch falschere Aussage  von der „Pandemie der Ungeimpften“, mit der man diese Menschengruppe diffamiert und als Sündenböcke missbraucht – sowie epidemiologisch völlig ungerechtfertigt vom Alltagsleben ausgegrenzen will als wären es Aussätzige.

2G-Modell: Ungehorsame an die Kette, damit die Gehorsamen „ungestört“ russisches Roulette spielen können

Eigentlich ist auch ohne statistische Zahlen längst Allgemeingut: Geimpfte können das Virus bekommen und weitertragen wie Ungeimpfte.
Die Seuchen(ver-?)hüter der Politik nähren mit ihrem 2G-Modell also genau die Ausbreitung, die sie doch angeblich in ihrer Schein-Besorgtheit so dringlich verhindern wollen. Denn anders als bei 3G müssen Getestete (also nachweislich gesunde) Ungeimpfte draußen bleiben, während Geimpfte mangels Testpflicht unerkannte Virenträger sein können – und sein dürfen: Allein ihr Impf-Gehorsam bringt ihnen den völlig ungehinderten Disko-Zutritt.

Damit auch der Letzte kapiert, dass diese Absurdität kein Zufall und auch keine Planungspanne, sondern gezielt gewollt ist, wird das 2G-Modell noch „attraktiver“ (und infektiöser) gemacht:
Geimpfte sollen ohne Maske und Abstand abtanzen dürfen!
Jedem sei das Vergnügen gegönnt, aber wenn dann eine Infektions-Welle über die Gäste der absolvierten 2G-Party rollt (wie inzwischen schon mehrfach berichtet), dann kann man doch nicht ernsthaft auf die „zu niedrige Impfquote“ verweisen und mit dem Finger auf die bösen Ungeimpften zeigen, die doch gar nicht auf die Party durften?

Aber viele Corona-Gefrustete wollen nur noch frei sein und nicht lange grübeln, was richtig ist und was falsch. Wenn die da oben nach Impfquote schreien, dann sollen gefälligst alle mitmachen, damit die mächtigen Schreihälse (denen man sich bereitwillig unterwirft), endlich Ruhe geben (und uns die Freiheit zurück). Nur zu gerne übernimmt der Durchschnitts-Impfling die absurde Schuldzuweisung der Gehorsams-Erzwinger, wenn diese frech behaupten, nur noch die Kapitulation der ungeimpften Schädlinge trenne die Volksgemeinschaft der regierungsamtlich „aufgeklärten“ Untertanen von Freiheit, Glück und dem Lebenswandel der alten Zeiten.
Meinungs-Manipulation, Stockholm-Syndrom, Herdentrieb:  Viele kluge Analysen liegen hierzu vor. Im Alltag der gewöhnlichen Leute ist die Sache aber ganz banal: Wen interessieren schon öde Zahlen und nüchterne Fakten, wenn es um ein einfaches aber wichtiges Hü oder Hott geht, ein vordergründig bequemes Mit- und Durchmaschieren.

Die Wirkung des Impfstoffes lässt mit der Zeit nach:
nicht nur im Körper des Geimpften – auch im Urteil des PEI!

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hatte seit Beginn der Impfkampagne im Dezember 2020 viele Monate lang auf  seiner Webseite erklärt: „COVID-19-Impfstoffe schützen vor Infektionen mit dem SARS-CoV-2 Virus“, [3].

Ökonom Stefan Homburg erinnert auf Twitter an dieses Anfangs-Versprechen, das das PEI dann im August abschwächte („… schützen vor einem schweren Verlauf“, [4]) und  am 17. September ganz strich: Inzwischen versprechen sie gar nichts mehr. Eine totale Bankrotterklärung“, so Homburg, [5].

Pikant hierbei: Mit dem ursprünglichen Versprechen wurde „auch das 2G-System begründet, bei dem nur sogenannte Geimpfte und Genesene Einlass zu Veranstaltungen und Orten wie Restaurants bekommen.“
Und besonders ärgerlich die zeitliche „Zufälligkeit“:
Ausgerechnet im August, als das PEI bereits seinen Rückzug einläutete, hatten Bundesländer wie das von einem Arzt regierte Hamburg noch schnell 2G eingeführt und sozusagen auf der Basis einer gebröselnden „Wahrheit“ ein neues Lügengebäude errichtet.
Mediziner Tschentscher im August zur 2G-Rechtfertigung:
„Die vierte Welle ist eine Welle der Ungeimpften“, [6].

Er stützte seinen Bluff somit auch auf die inzwischen verpönten  Inzidenzen, die damals in  Hamburg bei 3,3 (=Geimpfte) verglichen mit fast 80 (=Gesamtbevölkerung) lagen. Diese Zahlen waren allerdings nur auf den ersten Blick beeindruckend und als Stütze seiner Argumentation tauglich: Infizieren (=das Virus bekommen – zunächst ohne zu erkranken) können sich nämlich Alte und Junge; zuerst geimpft hat man aber die Senioren, weil sie häufiger und schwerer an der Virus-Infektion dann auch tatsächlich erkranken.
Es war daher schon immer klar, dass die Inzidenz (als Früh-Indikator für Erkrankung und Bettenbelegung) bevorzugt bei den Alten niedrig gehalten werden muss – bei den Jüngeren (meist sowieso auch die Aktiveren) sind sehr viel höhere Werte nicht nur erwartbar, sondern auch tolerierbar.

Noch ein Aspekt zum Thema, warum Impfstoffe nicht nur im Körper des Geimpften nachlassen, sondern auch in der Wirkungs-Erwartung der Verwender und Empfehler:
Biontech-Pfizer sollte ursprünglich unbedingt bei sehr tiefen Minus-Temperaturen gelagert werden. Davon ist keine Rede mehr – inzwischen gibt es den Impfstoff aus dem Impf-Mobil an jeder Straßenecke, garniert mit einer heißen Wurst!
Kann die Temperatur nicht mehr vernichten, weil da nichts mehr Wirksames vorhanden und vernichtbar ist (bzw. nie war)?

Langweilige Zahlen könnten sich als lebenswichtig erweisen

Neue Daten von Public Health England zeigen eine Wirksamkeit von Impfstoffen von minus 66 % bei den über 40-Jährigen [7], verdeutlichen somit: Gesunde impfen sich krank!

Eine verblüffend ähnliche Erkenntnis gewann (und veröffentlichte) schon ganz früh ein hochkarätiger Experte, was den „Mainstream“ natürlich nicht hinderte, dies seither hartnäckig zu ignorieren:
Peter Doshi vom BMJ (British Medical Journal) hatte Anfang 2021 die dubiosen und teilweise geheim gehaltenen Daten der Pfizer-Zulassungsstudie untersucht . Dort war von den Probanden, die sich mit Symptomen gemeldet hatten, die Mehrheit aussortiert worden – nur ein Zwanzigstel der Symptom-Träger kam in die Endauswertung (8 Geimpfte und 162 Umgeimpfte)!
Machte Doshi in seiner Berechnung die letzte (undurchsichtige, aber wichtige) Aussieb-Runde rückgängig, verwandelte sich der positive Prozentsatz (d.h. die bis heute angepriesene angebliche Schutzwirkung) ebenfalls zum negativen:
Denn addierte man die zuletzt rausgeschmissenen wieder hinzu, dann erhielt man 517 Corona-Symptomträger: 319 Geimpfte – gegenüber 198 Ungeimpften.
Demnach bietet diese Impfung nicht x Prozent Schutz, sondern umgekehrt: Sie macht Geimpfte ca. 50 Prozent eher krank im Vergleich zu Ungeimpften! [8]

Kinder-Impfungen: Das vorhersehbare Fiasko ist eingetreten
– aber impf-fanatische Politiker ignorieren es weiterhin stur

Das Paul-Ehrlich-Instiut musste inzwischen feststellen:
Im Krankenhaus liegen deutlich mehr Kinder mit Impfreaktion als mit COVID-19-Diagnose, [9].

Es war bekannt und wurde auch so gut wie nie ernsthaft bestritten: Kinder sind vom Corona-Virus kaum bedroht, vertragen die Impfung aber schlechter als Erwachsene und vor allem als Senioren (die ihrerseits eine – taugliche – Impfung viel eher benötigen).
Das Nutzen-Risiko-Verhältnis sprach und spricht also gegen die Impfung von Minderjährigen, wobei beim Nutzen keine Steigerung mehr zu erwarten ist, bei den Risiken aber noch manche böse Überraschung auftauchen kann.
Wenn die STIKO – ausgewählte Impf-Experten, keine Impf-Gegner- eine Empfehlung noch nicht geben will, mit welchem Recht (und welcher Fachkompetenz) wollen Politiker sie dazu drängen?

Vor zwei Jahren wäre dies noch unvorstellbar gewesen – jetzt weiß man: Was der große Bill  will, wollen auch die willfährigen Politiker, nämlich die Durchimpfung der gesamten Menschheit, Ausnahmen werden nicht geduldet.
Gewollt war das grüne Licht der STIKO nur für den einen Zweck: damit Ärzte frei von Haftungsängsten sich in die Massenimpfung der (Zweit-)Jüngsten stürzen können. Die Allerjüngsten (unter 12 Jahre) sind als nächste an der Reihe; manches Ausland ist uns da nur zeitlich voraus.

Niemanden der Drängler interessiert dagegen die inhaltliche Begründung der nachgiebig gewordenen STIKO. Die sieht nämlich weiterhin (fast) keine medizinischen Gründe für eine Empfehlung, sondern windet sich beim Einräumen ihrer Schmach:
Durch die Kinder-Impfung „sollten nicht nur die direkten Folgen einer Coronainfektionen, sondern auch deren indirekte Folgen »wie Einschränkungen der sozialen und kulturellen Teilhabe« für Kinder und Jugendliche abgemildert werden, betont die STIKO. Ihr war zuletzt vorgeworfen worden, diese indirekten Folgen in den Empfehlungen zu wenig zu berücksichtigen“ , [10].

Auf Deutsch: Die STIKO ließ sich bedrängen, damit die Kinder nicht bedrängt werden. Bei  den Bedrängern handelt es sich allerdings nicht um Viren, sondern um übergriffige Politiker und Medien.
Politiker wie Söder und Schäuble, die in ein und demselben Satz das Fehlen einer Impf-Pflicht zugaben (und sogar guthießen) – und zugleich die impfwillige Mehrheit aufforderten, auf die nicht willige Minderheit „sozialen Druck“ auszuüben.
So was nannte man früher Aufforderung zu Mobbing und Stalking – heutzutage sagt man Impfkampagne dazu.

Politisch gewollt, sinkt das Impfalter – peinlicherweise sinkt auch die Anzahl der kindertauglichen Impfstoffe

AstraZeneca machte den Anfang: Zuerst sollte es nur an unter 60-jährige verimpft  werden, dann im März nicht mehr, sondern nur noch an Senioren – wegen auffälliger Impfschäden bei Jüngeren .
Beim Nachzügler-Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson kam die Beschränkung auf Senioren schon fast zeitgleich mit der Markt-Einführung – aufgrund schlechter Nachrichten aus den USA  beschlossen dies im Mai die deutschen Gesundheitsminister im Einvernehmen mit der STIKO, [11].

Jetzt im Oktober entscheiden Schweden und Dänemark:
Keine Impfungen mit Moderna für Jüngere – damit reagieren die beiden Länder auf ein möglicherweise erhöhtes Risiko für Herzmuskelentzündungen, [12].
Somit bleibt nur noch der Stoff, aus dem die deutschen (und US-) Träume von Technologie-Führerschaft sind: Biontech/Pfizer.

Es war nicht geheimzuhalten, wird aber in diesen beiden Länder nur äußerst ungern gehört und ausgesprochen: Israel, das als Pionier-Land mit dem Wunderstoff aus Germany früh und in großen Mengen experimentierte, machte so schlechte Erfahrungen, das es für die (Booster-)Dritt-Impfung ab August eigentlich von Biontech / Pfizer auf Moderna umsteigen wollte.
Vielleicht kannte man aber die Hintergründe der aktuellen skandinavischen (Moderna-)Hiobsbotschaften schon etwas früher? Jedenfalls blieb Israel dann letztlich – wohl angesichts der Wahl zwischen Pest und Cholera – beim bekannten Mittelchen, [13].
Das Biontech-Lob in diesem Ärzteblatt-Bericht sollte man nicht überbewerten – zur Wirkung der Dritt-Impfung gibt es auch gegenteilige (d.h. beunruhigende) Berichte aus Deutschland und Israel, [14].

Kein Problem hat die europäische Zulassungsbehörde EMA mit all diesen dubiosen westlichen Gen-Experimentalstoffen:
Sie verlängert jetzt die bedingte Marktzulassung von Moderna um ein Jahr und erlaubt Pfizer die Booster- Impfung, [15].

Keine Impfstoffe vom Feind – wir impfen nur heimischen Murks

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán ließ sich das chinesische Vakzin Sinopharm spritzen, [16]. Das ist kein Gen-Experimentalstoff, sondern ein traditioneller Totimpfstoff – schnell herzustellen und gut transportfähig. Eigentlich eine gute Idee zur Steigerung der Impfquote in Deutschland, denn viele misstrauen nicht sämtlichen Impfstoffen, sondern eben nur den neuen Gen-Experimentalstoffen.

Doch weit gefehlt. Der deutsche Staatssender MDR höhnte über das in Brüssel und Berlin als unbotmäßig verschrieene EU-Land im Juli, [17]:
„Wie ein Impfstoff-Vorteil zum Impf-Nachteil wird“ – denn wer mit Sputnik V oder Sinopharm geimpft ist, müsse mit zusätzlichen Auflagen (d.h. Schikanen) rechnen. Ungarns Zulassung für Sinopharm ersetzt nämlich nicht die europäische:
„Das digitale Impfzertifikat der EU, mit dem das Reisen innerhalb der Union vereinfacht werden soll, gilt beispielsweise nur für die in der EU zugelassenen Impfstoffe und damit nicht für Sputnik V oder Sinopharm. Jedes EU-Land darf selbst entscheiden, wie es damit umgeht. Deutschland verlangt in diesem Fall bei der Einreise von den mit Sputnik V- oder Sinopharm-Geimpften einen zusätzlichen Negativ-Test.“
Es lebe Europa – oder nur die Förderung der eigenen bzw. der westlichen Industrie?
Gesundheitsförderung steht jedenfalls nicht ganz oben.

Eine Titanic-Analogie für unsere heutige Zeit

1912 wusste die Schiffsführung der Titanic bald nach dem Rammen des Eisbergs von einem anwesenden Schiffskonstrukteur, dass der Ozeanriese keine Chance hatte, sondern unweigerlich sinken würde.
„Was hat die Schiffsführung mit diesem Wissen gemacht? Der Annehmlichkeiten beraubt, akzeptierte sie passiv das Verleugnen und widmete ihre Ressourcen der Durchsetzung der Klassenhierarchie“ – sprich: Rettungsschritte für die Oberschicht, einlullendes Beschwichtigen fürs Fußvolk, das man zu großen Teilen auch hätte retten können, aber einfach nicht wollte, [18].

Jeder kennt den unverständlichen Grusel aus dem Kino und das sollte den heutigen medialen Narrativ-Anpreisern zu denken geben:
Die Bordkapelle auf der Titanic spielte bis zum Schluss. Der Lohn fürs Mitwirken am schönen, falschen Schein war aber nicht ein Platz in den Booten der Oberschicht, sondern ein Platz beim Fußvolk, das im kalten Wasser des Atlantiks erfror und ertrank.

[1] https://tkp.at/2021/10/04/malone-und-vanden-bossche-ueber-schluessel-zur-erreichung-von-herdenimmunitaet/
[2] https://tkp.at/2021/10/03/die-pandemie-der-geimpften-symptomatische-covid19-faelle-uebersteigen-50-in-der-ue60-gruppe/
[3] https://web.archive.org/web/20210321102118/https://www.pei.de/DE/arzneimittel/impfstoffe/covid-19/covid-19-node.html
[4] https://web.archive.org/web/20210907152202/https://www.pei.de/DE/arzneimittel/impfstoffe/covid-19/covid-19-node.html
[5] https://de.rt.com/inland/125142-wie-wirken-covid-19-impfstoffe-paul-ehrlich-institut-aendert-aussage-auf-webseite/
[6] https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/2g-corona-regelung-101.html
[7] https://tkp.at/2021/10/04/neue-daten-von-public-health-england-zeigen-bereits-wirksamkeit-von-impfstoffen-von-minus-66-bei-den-ueber-40-jaehrigen/
[8] https://friedensblick.de/31576/risiken-experimenteller-corona-impfstoffe/
[9] https://de.rt.com/meinung/124452-mehr-kinder-mit-impfreaktionen-als-mit-covid-im-krankenhaus/
[10] https://www.pharmazeutische-zeitung.de/die-gruende-fuer-die-stiko-entscheidung-127546/
[11] https://www.zusammengegencorona.de/impfen/impfstoffe/alle-wichtigen-informationen-zu-janssen-von-johnson-und-johnson/
[12] https://www.tagesschau.de/ausland/moderna-schweden-daenemark-101.html
[13] https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/127374/Coronaimpfung-Erfahrungen-aus-Israel-und-Labordaten-deuten-auf-hohen-Nutzen-einer-3-Dosis-hin
[14] https://tkp.at/2021/09/09/aerztekammer-nordrhein-warnt-vor-dritter-covid-spritze/
[15] https://tkp.at/2021/10/05/ema-verlaengert-bedingte-marktzulassung-von-moderna-um-ein-jahr-und-erlaubt-booster-fuer-pfizer/
[16] https://www.rubikon.news/artikel/maskenlos-und-ungeimpft
[17] https://www.mdr.de/nachrichten/welt/osteuropa/land-leute/impfkampagne-ungarn-coronavirus-100.html
[18] http://www.antikrieg.com/aktuell/2021_10_03_dietitanicanalogie.htm