NSU-Mordserie: Michele Kiesewetter wurde bedroht!

Die Bundesanwaltschaft beschuldigt das Trio Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe, die Polizistin Michele Kiesewetter erschossen zu haben. Das Motiv sei ein „allgemeiner Hass auf die Polizei als Repräsentant der freiheitlich demokratischen Grundordnung“ gewesen und Kiesewetter ein „Zufallsopfer“.

Diese Darstellung wird freilich durch den Umstand ad absurdum geführt, dass Kiesewetter vor ihrer Erschießung bedroht worden ist, genauso wie die anderen Opfer der sogenannten „NSU-Mordserie“ auch, siehe Artikel. Genauso wie bei den Ceska-Morden ermittelte  die Polizei auch in diesem Fall mangelhaft, und als sich diese  „Mängel“ bei polizeiinternen Revisionen darzustellen begannen,  wurden die neuen Ermittlungsansätze „dank“ der sogenannten „Selbstentarnung“ der (angeblichen) NSU-Terrorzelle am 04.11.11. für obsolet erklärt.

Der Blogger „fatalist“ veröffentlichte in den letzten Wochen eine ganze Reihe von Ermittlungsakten zum Heilbronner Polizistenmord. Daraus ergeben sich neue Erkenntnisse, die hier diskutiert werden.

Im Frühjahr 2007, als Michele Kieseswetter und ihr Kollege Martin Arnold mörderisch angegriffen wurden, vollzog sich im Heilbronner Stadtgarten eine Sonderaktion der Polizei mit der Bezeichnung „EG Blizzard“, ein „massiver Schlag gegen die Heilbronner Rauschgiftszene.“ 

„Die Maßnahmen der EG Blizzard zogen sich über Wochen hinweg im Bereich des Heilbronner Stadtgartens hin und galten laut Aussagen aus der BtM-Szene und auch von Kollegen als „massiver Schlag gegen die Heilbronner Rauschgiftszene.“

Diese Aktion hätte dazu geführt, dass „die Heilbronner Stadtgarten-Szene von Russen“ „aus Öhringen“ übernommen“ worden wäre, „Spätaussiedler aus den angrenzenden Landkreisen“.

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Im Rahmen der Aktion wurden so genannte Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BFE) eingesetzt; Kiesewetter war in der Einheit BFE 523 eingesetzt. Die BFE wurden in dieser Phase „ausschließlich zur Bekämpfung der örtlichen Drogenszene eingesetzt.“ Während der Operation waren die Beamten, darunter  auch Kiesewetter, „fast ausschließlich in Zivil“ im Einsatz.“ „Beim Übergang in die offenen Maßnahmen trugen an manchen Tagen 2 bzw. 4 Beamte Uniform!

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„Die im Rahmen der EG Blizzard eingesetzten Beamten waren fast ausschließlich in Zivil. Beim Übergang in die offenen Maßnahmen trugen an manchen Tagen 2 bzw. 4 Beamte Uniform.“

Einen Tag vor dem Heilbronner Polizistenmordanschlag wurden zum Beispiel zwei „litauische Rauschgifthändler“ festgenommen.

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Die eingesetzten Beamten erhielten für ihre Einsätze „klare Anweisungen“ und fuhren „keineswegs nach Lust und Laune durch Heilbronn.“

Die Frage ist daher, warum Kiesewetter und Arnold gleich zweimal am 25.04.07 in die Theresienwiese einfuhren, und warum in der Wohnung von Kiesewetter der Zettel „Adolf H. + Haftbefehl“ gefunden wurde. Ein Adolf H. befand sich damals tatsächlich auf der Theresienwiese. Siehe Artikel: „NSU: Wurde Michele Kiesewetter während einer Drogen-Fahndung erschossen?

Der Polizist Thomas K. war bei der anderen BFE-Einheit 522. Er kannte jedoch die Familie des Adolf H.. Durch die „Blizzard“-Aktion hätte man „die Russen“ „nach Neckarsulm vertrieben.“

„Dazu muss man sagen, dass z. B. die H.´s einen anderen Sprachgebrauch haben. Die meinen das vielleicht nicht so aber die reden grob mit Polizisten. Ja, es gab Aggressionen vereinzelt (…). Die Russen hat man durch die Blizzard Aktion nach Neckarsulm vertrieben. Wir waren da in vielen Einsätzen beteiligt.“

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Die Abkürzung von Neckarsulm ist „NSU“!

Folgende Tat-Rekonstruktion ist in dem Ermittlungsbericht.

kiesewetter-ueberfall-nsu

Nach dem Überfall am 25.04.2007 sollte die Sonderkommission „Parkplatz“ den Heilbronner Polizistenüberfall aufklären. In den ersten Jahren verweigerte aber diese Sonderkommission (SoKo) grundlegende Ermittlungstätigkeiten (daher der Artikel: „Durfte der Kiesewetter-Mord nicht aufgeklärt werden?“).

Beispielsweise wurden die meisten von Kiesewetters Polizeikollegen erst ab 2010 überhaupt zum Überfall vernommen!

Der SoKo lagen „Erkenntnisse“ vor, …

„… Michele Kiesewetter als NoeP [nichtöffentlich ermittelnden Polizeibeamten] für das Rauschgiftdezernat Heilbronn eingesetzt war.“ (fatalist)

Kiesewetters Kollegen bestätigen ihre Einsätze als verdeckte Ermittlerin, Zivilpolizistin. Laut Marcel M. wäre sie …

„… unsere „Edel-Einsatzbeamtin“. Sie war anpassungsfähig, kommunikativ und passte einfach sehr gut in verschiedene Einsatzlagen.“

Dominik W. war 1,5 Jahre mit Kiesewetter in lockerer Art zusammen. Er berichtet von einem besonderen Einsatz am 19. Januar 2007 in der Disco „Luna“ in Kornwestheim. Danach hätte seine Freundin Angst gehabt, erkannt worden zu sein.

Bei diesem gefährlichen Einsatz musste sie den Spezialkräften die Hintertür des Lokals öffnen.

„Von den dienstlichen Eisätzen Micheles war Dominik W. lediglich die Sache mit der Disco Luna in Kornwestheim bekannt. Dort sei Michele verdeckt eingesetzt gewesen und habe den Notausgang geöffnet, um die Razzia zu ermöglichen. Sie hatte dann danach Angst, dass sie als Polizeibeamtin erkannt wird.“

Die Disco wurde in erste Linie von „Russen“ besucht, sagte die Kollegin Carolin L.:

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Nach der Razzia wurde  Kiesewetter offenbar bedroht. Uwe Bä. berichtet, dass Kiesewetter von einem unbekannten Autofahrer verfolgt worden wäre.

„Von einer Verfolgungsjagd hat sie mir erzählt, das habe ich schon einmal angegeben. Aus meiner Erinnerung heraus kann ich heute nur noch sagen, dass sie mich angerufen hat und um Rat gebeten hat, weil sie von einem Fahrzeug verfolgt wurde, wie sie es sagte. Sie war wohl auf dem Weg in Richtung Nufringen und wusste nicht was sie nun tun solle. (…) Ich weiß wirklich nicht mehr, was sie genau über das Fahrzeug gesagt hat, auch nicht ob sie ein Kennzeichen hat. Es kann schon sein, dass sie etwas zu der Person oder den Personen gesagt hat, aber ich bekomme es wirklich nicht mehr zusammen.“

Die Halbschwester von Kiesewetter, Ina K. trug bei …

… , dass Michele ihr erzählt habe, dass sie auf der Autobahn von Männern aus einem Kleinbus bedrängt worden sei. Sie hätten Zeichen gegeben, als ob an ihrem Reifen etwas nicht in Ordnung sei und sie hätte auf einem unbelebten Parkplatz angehalten, wie die Männer auch. Diese seien dann auf sie zugegangen. Wie sie dann wegkam habe sie nicht weiter erzählt.“ (Ermittlungsbericht)

Ihr Chef Thomas B. sagt aus, dass er von der Verfolgungsjagd nichts erfahren hätte, als er dazu am 19.05.2011 (eine unerklärliche Verzögerung der Ermittlungen!) vernommen wurde.

„Von der Verfolgungsjagd bei Michele habe ich erst nach dem Mord erfahren. Ich weiß, dass sie nach einem Einsatz auf der Fahrt nach Böblingen von einem unbekannten Fahrzeug verfolgt wurde. Es war die Rede davon, dass sie mit ihrem privaten PKW unterwegs war, was für mich aber nicht schlüssig ist. Ich meine, dass es mehrere Leute meiner Einheit berichtet haben, darunter auch Dominik W. Weitere Verfolgungsjagden sind mir nicht bekannt.“

Auch das frühere Mitglied im Ku Klux Klan Timo H. wusste nichts davon:

„Hast mitbekommen, dass Michele mal nach einem Einsatz von einem unbekannten Fahrzeug verfolgt wurde? Antwort: „Nein“

Thomas B. hatte am 25.04. frei und unternahm lt. eigener Aussage eine Fahrradtour zum „Bärensee“. Gegen 14:40 informierte ihn Timo H. über die tote Kiesewetter. B. eilte zum Tatort, steht vor ihrer Leiche und ruft sie auf ihrem Handy an, „sehr wahrscheinlich“!

„Zu dem Einlogg-Zeitpunkt 15:26 Uhr der Örtlichkeit Europa-Platz ist anzumerken, dass sich das Handy Kiesewetter -nach Rücksprache mit KOK F. (…) um diese Uhrzeit noch definitiv am Tatort Theresienwiese befunden hat (bis mind. 17:30 Uhr). Die Einbuchung erfolgte sehr wahrscheinlich nachdem der am Tatort anwesende Zugführer der BFE Herr B. (phon.) das Handy Kiesewetter angewählt hat.“

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Angst „abgestochen“ zu werden

Die Kollegin Yves S. berichtet, dass Kiesewetter sich während eines Ankaufes von Rauschgift „völlig schutzlos“ fühlte und Angst hatte „abgestochen“ zu werden.

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Der an der Aktion beteiligte Polizist Marcel M. stellte den Ablauf der Ereignisse ebenfalls als dramatisch dar. Der notwendige Kontakt sei  abgebrochen, Kiesewetter wäre mit drei Ukrainern allein in einem Hotelzimmer verschwunden gewesen.

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Der Kollege Uwe T. bestätigt Kiesewetters Angaben gegenüber der Soko „Parkplatz“ nicht. Kiesewetter hätte weder mit „kiloweise“ Rauschgift zu tun gehabt, noch mit damit handelnden Russen.

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Frage: Gab es irgendwelche Einsätze der Bepo beim Rauschgiftdezernat Heilbronn, wo es um Scheingeschäfte bei Russen oder Geschäfte im angebotenen Kilobereich ging?

Antwort: „Unsere Dienststelle hat in zwei weiteren Ermittlungsverfahren einen russischsprechenden Kollegen der Bepo als Noep eingesetzt. Dieser wurde speziell in Ermittlungsverfahren gegen litauische Wanderdealer eingesetzt, hierbei erwarb er mehrfach Heroingemisch. Das zuvor geschilderte Kokaingeschäft ist mir nicht bekannt. An den Namen des Kollegen kann ich mich nicht mehr erinnern. (…) Sein Vorname fällt mir jetzt wieder ein. Er hieß Sergej. Ich werde die Verfahrensakten heraussuchen.“ (Fatalist)

In thüringischen Oberweißbach gab es einen Sergej Starowojtenko, der mit Kiesewetter „in engem Kontakt“ gestanden hätte.  Bei der Nennung „Jug Puskaric“ lachte Kiesewetters Onkel Mike Wenzel kurz auf.  (haskala)

Private Kontakte zwischen Russen aus dem Suchtgift-Milieu und Kiesewetters Festnahmeeinheit

Die „Pannen“ bei den Ermittlungen zum Polizistenmord und die unerklärlichen Verzögerungen der Ermittlungsarbeit könnten mit Kontakten zwischen Polizisten und dem organisierten Verbrechen zusammenhängen, wie sich aus einer Reihe von Indizien ergibt.

Erstaunlicherweise trainierten Mitglieder von Kiesewetters BFE-523 Einheit, darunter sie selbst, ihr Chef Thomas B. und Timo H.  sowie Türsteher und Gäste der Disco „Luna“ im selben Fitnessstudio! Thomas B. erklärt:

„Die Mitgliedschaft ist sehr billig, was als Konsequenz nach sich zieht, dass auch Personen dort verkehren, die zur Polizei nicht das beste Verhältnis haben.“ (Quelle)

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Die Polizisten aus Kiesewetters Einheit berichteten von „aufgeschraubten Radmuttern“ und „Ventilschnitten“ und bringen dies mit Gästen aus dem Finessstudio in Verbindung.

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Tatsächlich gibt es deutliche Hinweise, dass Kiesewetter wegen Adolf H. die Theresienwiese anfuhr und, dass ihre Anwesenheit den Geschäften einer kriminellen Organisation namens „Pink Panther“ in die Quere kam, siehe Artikel:

Michele Kiesewetter: Hinweis auf “Pink Panther” bereits 2009! 

pink-pantherScreenshot aus dem NSU-Bekennerfilm

Die Berichte zeigen, dass Kiesewetter eine mutige und engagierte Ermittlerin war. Sie bewährte sich in lebensgefährlichen Situationen und nahm ihren Dienst für den Staat ernst. Dies steht im krassen Gegensatz zu den zweifelhaften Ermittlungen der Soko „Parkplatz“ von 2007 bis 2009/2010. Über Jahre hinweg ermittelte man nicht ernsthaft.

Noch 2011 log der Pressesprecher des Landeskriminalamtes zum Beispiel die Öffentlichkeit an, es hätte keine Hinweise auf verdächtige Wohmobile vorgelegen. Siehe Artikel: „Kiesewetter-Mord: Das Gelüge um das NSU-Wohnmobil

Schon zu Lebzeiten wurden Kiesewetter und ihre Kollegen von führenden Polizisten unverantwortlich eingesetzt, ja geradezu „verheizt“. Ihr damaliger Chef Thomas B. sagte aus, dass Kiesewetters Mutter ihn (daher) „auf übelste beschimpft“ hätte …

„…, dass ich meiner Verantwortung als Einheitsführer ihrer Tochter gegenüber nicht nachgekommen sei und durch die Einsatzvergabe an ihrem Tod schuld sei.“

Siehe auch:

Ceska-Mordopfer wurden vor Hinrichtung bedroht!

10 Gedanken zu „NSU-Mordserie: Michele Kiesewetter wurde bedroht!“

  1. schau mal:

    18. Mai 2007 | 18.26 Uhr
    Offenbar Heilbronner Drogenszene beteiligt

    rp-online.de/panorama/deutschland/ermordete-polizistin-soll-verdeckte-ermittlerin-gewesen-sein-aid-1.2034833

    1. Hat jemand mehr Infos über den Vorfall, einen Tag vor Kiesewetters Ermordung?

      „Am Tag, bevor die Polizistin Michèle Kiesewetter erschossen wurde, hat sie sich anscheinend verfolgt gefühlt. Wie der CDU-Abgeordnete Matthias Pröfrock am Freitag im Untersuchungsausschuss unter Berufung auf Ermittlungsakten sagte, war sie an diesem Tag mit einem Polizeikollegen in einer Böblinger Pizzeria unterwegs. Und der meinte Jahre später in einem Phantombild Ähnlichkeiten zu einem Mann zu erkennen, der den beiden an diesem Tag aufgefallen war.“
      Hat jemand mehr Infos über den Vorfall, einen Tag vor Kiesewetters Ermordung?
      http://www.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Unbrauchbare-Aehnlichkeiten-_arid,10237949.html

  2. du wirst bei Marcello Penna nachfragen müssen. so hiess der Kollege.

    Ordner 1., den Du hast! Schau nach! sonst: Putin-Server!

    Trifft sich mit Marcello PENNA in Sindelfingen im
    „Dreamballs“, danach Essen im „Frechdachs“

    ___________

    Das stimmt übrigens nicht. alles Lügen.

  3. Wir haben uns auf jeden Fall dann um halb 9 vor dem Gebäude
    42 auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei in Böblingen getroffen. Wir waren in
    Böblingen u.a. im „Täbas“, in einer spanischen Bar und haben dort zusammen was
    getrunken. Da sind wir ca. bis um 21.30 Uhr geblieben. Im Anschluss daran sind wir
    noch zum Chinesen gegangen.
    Nach dem Essen beim Chinesen sind wir dann ca. um 23.00 Uhr zurück in Richtung
    der Bereitschaftspolizeiunterkunft in Böblingen. Vor dem Gebäude 42 haben wir
    dann noch ein Bier zusammen getrunken.
    Frage
    Was für eine Marke hatte das Bier?
    Antwort
    Es war Becks Gold.
    Frage
    Herr PENNA erzählen Sie weiter den Verlauf des Abends?
    Antwort
    Wir standen da vor dem Gebäude ca. eine halbe Stunde und sind dann zu ihr aufs
    Zimmer gegangen.
    Frage
    War noch jemand im Zimmer?
    Antwort
    Nein, ich war mit Michele alleine.
    Ca. um halb 4 /4 , es kann aber auch viertel 5 gewesen sein, es war schon Mittwoch
    Morgen haben wir uns voneinander verabschiedet und noch ausgemacht, dass wir
    am Abend, also am Mittwochabend, den 25.04.07, noch zusammen ins Kino gehen.
    Frage
    Wo hat die Michele die Nacht verbracht?
    Antwort
    Sie hat die Nacht in der Bereitschaftspolizei in ihrem Zimmer verbracht. Davon gehe
    ich aus, weil sie schon ihren Schlafanzug anhatte als ich das Zimmer verlassen
    habe, d.h. sie hatte eine Boxershort und ein T-Shirt an.
    Frage
    Kam es in dieser Nacht oder an diesem Morgen zwischen Ihnen und der Michele zu
    sexuellem Kontakt?
    Antwort
    Nein.
    Frage
    Haben Sie sich in Michele verliebt?
    Antwort
    Nein.
    3 N K – 1 0 2
    Wir haben miteinander gekuschelt und uns geküsst. Aber Sex hatten wir keinen
    miteinander. Wir waren auch beide noch angezogen.
    Frage
    Ist Ihnen der Name Manuel BALITSCH bekannt?
    Antwort
    Der Name sagt mir nichts.
    Frage
    Hat Michele Ihnen gegenüber geäußert, dass sie in der Nacht die Sie mit ihr
    verbracht haben, bereits in einer Beziehung war?
    Antwort
    Nein.
    Frage
    Kennen Sie einen Dominik WEIGAND?
    Antwort
    Der Dominik ist ein sehr guter Freund von mir. Wir waren zusammen in der BFE
    Biberach als Einsatzbeamte und haben seither Kontakt.
    Frage
    Können Sie etwas zum Kontakt zwischen Michele und Dominik WEIGAND sagen?
    Antwort
    Der Dominik hat mir mal erzählt, dass sich die Michele in ihn verliebt hat. Er wollte
    aber keine Beziehung weil sie zusammen in der Einheit sind.

    1. Die Aussage / Aktenstelle war mir bekannt, aber ich lese nichts von einer Drohung. An dem Tag vor ihrer Ermordung hätte sie sich bedroht gefühlt.

  4. 2011:

    Dann hat sie mir von einem Noep-Einsatz in Heilbronn erzählt. Micheie erzählte mir, dass sie im Rahmen einer Konzeption in Heilbronn eingesetzt war und spontan zu einem
    Scheingeschäft angefordert wurde. Es war wohl so, dass man eine Kollegin gesucht hat, die einen BtM-Kauf durchführen sollte. Micheie sei in einem Privatfahrzeug eines Kollegen aus Heilbronn gesessen und in dieses Fahrzeug ist dann die männliche Zielperson eingestiegen. Sie erzählte, dass
    sie keinen passenden Dienstwagen für dieses Geschäft haben und man deshalb im Kollegenkreis nach einem Fahrzeug gesucht hat.

    Außerdem erzählte sie mir, dass die Kollegen, die die Observation durchgeführt haben, das falsche Fahrzeug observiert haben und Micheie im Nachhinein klar war, dass
    sie eine Zeit lang nicht unter Beobachtung stand.

    Frage:
    Hat sie nur von dieser einen Person geredet?
    Antwort:
    Ich meine mich dunkel daran erinnern zu können, dass sie davon sprach, dass eine Familiensippe
    hinter dem Typen gestanden sei. Genaues weiß ich aber nicht mehr.
    Der Mann hat ihr Rauschgift verkauft, ich glaube sie sagte Heroin. Woran ich mich noch ganz genau
    erinnern kann, ist, dass sie mir erzählt hat, dass sie mit den Händen auffällig gezittert hat und der Typ
    daraufhin gemeint hätte, dass sie den Stoff wohl dringend brauche.
    Frage:
    Gab es einen bestimmten Anlass aus deiner Sicht, warum dir Micheie gerade von diesem Einsatz
    erzählt hat?
    Antwort:
    Ich hatte den Eindruck, dass dies damit zusammenhing, dass sie mir noch von einer Verhandlung
    erzählt hat. Diese Verhandlung ist noch ausgestanden. Sie sei geladen worden. Aus der
    Gesamtsituation des Gespräches heraus, hatte ich den Eindruck, dass es Micheie hauptsächlich
    darum ging, dass sie Angst davor hatte, im Nachhinein als Polizeibeamtin wiedererkannt zu werden
    und mit dem Mann direkt konfrontiert zu werden. Ich habe noch in Erinnerung, dass die Angst von
    Micheie eher auf den Mann und die dahinterstehende Sippe, als auf die Verhandlung selber gerichtet
    war.

    __________

    und jetzt frage Dich, wer wohl MK beobachten liess wegen der bevorstehenden Gerichtsaussage. Am Abend vor dem Mord.

    ________________

    Antwort:
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Rede von Heilbronn war und zwar sowohl bei der Verhandlung als
    auch bei dem Scheingeschäft. Außerdem schilderte sie mir dies in einem Zug. Ich hatte nicht den
    Eindruck, dass es sich um zwei ganz verschiedene Sachen handelte.
    Wir sind auf diese Thema gekommen, als sie mich gefragt hat, was ich morgen, also 25.04.2007, .
    mache. Ich sagte ihr, dass ich beim Tontaubenschießen bin, mit meinem Lehrgang. Sie sagte mir
    dann, dass sie morgen früh um halb 8 einen Konzeptionseinsatz in Heilbronn hätte. Sie erzählte, dass
    sie in Heilbronn die Junkies kontrollieren und Platzverweise erteilen müssen. Sie erzählte mir, dass
    Heilbronn ein „Drecksloch“ ist. So sind wir auf das Thema mit der Verhandlung und das
    Scheingeschäft gekommen.
    Mir fällt noch ein, dass während unseres Aufenthaltes in der Böblinger Innenstadt etwas komisches
    war. Kurz nachdem wir geparkt hatten, entweder vor dem Geldholen oder auf dem Weg zur
    „spanischen“ Kneipe ist mir ein komischer Typ mit südländischem Aussehen, aber kein Spanier
    sondern eher Türke bzw. Südosteuropäisches Aussehen, aufgefallen. Er müsste so zwischen 20 und
    30 gewesen sein. Dieser Typ hat uns auffällig angestarrt und dabei noch „dreckig“ gegrinst. Wir sind
    über dabei über einen leeren Platz gelaufen. Der Platz befand sich zwischen Sparkasse und
    „spanischer“ Kneipe. Der Mann stand alleine. Es war total auffällig. Ich zeichne es so gut ich kann auf
    einer Skizze auf (diese wird beigelegt).

    ___________

    sieh an, sieh an, ein Türke oder Balkanese… wars doch nicht Putin ?

    😉

    1. Danke. Obwohl ich schon einiges gewöhnt bin, schockiert es mich schon noch, dass diese „komische“ Begegnung einen Tag vor ihrer Ermordung medial komplett unter den Teppich gekehrt wird, nur weil es der bisherigen NSU-Propaganda zuwider läuft. Dasgleiche wie bei den Ceska-Mordopfern.

      Nochmal die Aussage ihres Begleiters:

      „Mir fällt noch ein, dass während unseres Aufenthaltes in der Böblinger Innenstadt etwas komisches war. Kurz nachdem wir geparkt hatten, entweder vor dem Geldholen oder auf dem Weg zur „spanischen” Kneipe ist mir ein komischer Typ mit südländischem Aussehen, aber kein Spanier sondern eher Türke bzw. Südosteuropäisches Aussehen, aufgefallen. Er müsste so zwischen 20 und 30 gewesen sein. Dieser Typ hat uns auffällig angestarrt und dabei noch „dreckig” gegrinst. Wir sind über dabei über einen leeren Platz gelaufen. Der Platz befand sich zwischen Sparkasse und „spanischer” Kneipe. Der Mann stand alleine. Es war total auffällig. Ich zeichne es so gut ich kann auf
      einer Skizze auf (diese wird beigelegt).“

  5. du weisst doch. fatalist ist ein desinformant. soll ich dir Heimatschutz verlinken, wo das alles nicht drinsteht?

    oder supi investigative artikel vom thomas moser?

    wie wärs mit dem komplett-blödsinnbuch „geheimsache nsu“?

    dort steht die wahrheit, georg, glaub es 🙂

  6. Du solltest mal ergänzen, dass „Adolf Heilig Haftbefehl“ im Notizbuch aus dem Jahr 2006 stammt. Ist nicht relevant. Haftbefehl gegen den bestand am 25.4.2007 nicht. Erst wieder 4 Wochen später, wegen Nichthaftantritt oder so. Ist alles im S-Blog dokumentiert.

    Wenn Dinge sich als falsch herausstellen, dann muss man sich korrigieren. Muss sein. Man verheddert sich ansonsten in Gedöns.

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