Michele Kiesewetter: Hinweis auf „Pink Panther“ bereits 2009!

Wieviel Zufall kann möglich sein? Während der Ermittlungen zum Heilbronner Polizistenüberfall im Jahr 2009 stießen Ermittler auf die kriminelle Bande namens „Pink Panther“. Bekanntlich spielt „Pink-Panther“ die Hauptrolle im dubiosen NSU-Bekennerfilm, der 2011 auftauchte.

pink-panther

Aus dem NSU-Bekennerfilm

Im Ermittlungsbericht steht, dass am 19.07.2009 sich „eine Person beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg mit einem Hinweis (…)“ meldete.

„Am 28.07.2009 fand ein erstes persönliches Gespräch zwischen VP-Führern R./M. und dem Anrufer statt. Die Person gab an, unter der Voraussetzung, dass ihre Angaben vertraulich behandelt werden, Hinweise zum Mordfall Heilbronn geben zu können. Sie sei bereit mit der Polizei zur Aufklärung der Tat zusammen zu arbeiten.“ (…)

„Nach erfolgter Zusicherung der Vertraulichkeit und Genehmigung für den geplanten VPEinsatz berichtete die VP über Erkenntnisse zu der international agierenden Tätergruppe „Pink Panther“, die in verschiedenen Deliktsbereichen, jedoch überwiegend im Bereich Juwelierraub, aktiv sei. Diese lose zusammengehörige Gruppierung setzt sich aus Exjugoslawen zusammen. Der Zusammenhang der Bande ergibt sich lediglich darin, dass die Beute an dieselben Hehler verkauft wurde. Über eine dritte Person habe die VP erfahren, dass die Tat in Heilbronn im Zusammenhang mit der Beuteverwertung begangen worden sein soll. Die Täter hätten sich durch die Polizeistreife ertappt – oder beobachtet gefühlt.“

Der Informant gab die Adresse einer Frau an, die Kontakt mit einem Mitglied der „Pink Panther“ hätte.

„Ein Mitglied / Kontaktperson der Gruppe „Pink Panther“ solle regelmäßigen Kontakt zu dieser Frau haben.“

Ihre Wohnung wurde vom 01.09.2009 bis 05.10.2009 „videotechnisch überwacht“.

Bei der Auswertung der Aufnahmen konnte weder S. noch ein Besucher von ihr aufgenommen werden. Aus diesem Grund wurde auch keine Observation durchgeführt.“

Nachdem am 27.08.2009 die StA Heilbronn dem VP-Einsatz einwilligte, führte die Vertrauensperson (VP) am 05.11.09 ein neuerliches Gespräch.

„… wurde die VP beauftragt, Kontakt zu der Serbin, S. H. (…) herzustellen und weitere Informationen zu Tat/Tätern zu beschaffen. Nach der Kontaktaufnahme zu S. H. gelang es in mehreren Gesprächen folgende Informationen zu gewinnen:“

„S. H. bestätigt, dass 3 Männer in ihrer Wohnung gewesen seien (in Anwesenheit eines Vertrauten der VP) und über den Mord gesprochen hätten (ohne Details zu nennen).
Die Männer (Namen nannte sie nicht) seien Leute des serbischen Kriminellen M. O. wh. Sabac bei Belgrad. M. O. sei ein brutaler Typ. Er hätte bereits mehrere Menschen umgebracht. Er sei Anführer einer Gruppe.“

Weitere Gespräche am 13.11.09, 15.11.09 und 22.11.09. Die Polizei kam zur Bewertung ihrer Aussage:

„Die bisherigen Recherchen zu den o.g. Personen bestätigen die Angaben von S. H. Es dürfte sich um serbische Schwerkriminelle, Angehörige einer OK-Gruppierung (sog. Sabac-Clan), handeln. Erkenntnisse aus Serbien liegen noch nicht vor.“

Das Landeskriminalamt sprach mit dem Mann, der während des Besuchs bei der Serbin anwesend war.

Unter Zusicherung der Vertraulichkeit gelang es, den Informanten zu vernehmen, der bei dem Gespräch mit S. H. anwesend war, als sie Besuch von Z. S. und den beiden anderen Männern bekommen hätte. Zusammenfassend machte dieser Informant folgende Angaben:
Er sei Juni oder Juli 2007 an einem Spätnachmittag in der Wohnung von S. H. gewesen. (…) Es seien jedoch drei Leute gekommen, zwei davon hätten nichts gesprochen. Die beiden seien nervös gewesen. Sie hätten sich auffällig unruhig die Hände gerieben. Einer habe gesprochen und S. H. gefragt, ob er (der Informant) einer von „ihnen“ sei. Er wollte wissen, ob er ein Landsmann sei. Der Mann habe dann erzählt, dass bei einer Übergabe in Heilbronn oder Heilbrunn die Polizei aufgetaucht sei. Es sei zu einer Schießerei gekommen. Sie hätten auf die Polizei geschossen. (…)

“ Der Sprecher sei sehr groß gewesen, ca. 2 m, hatte eine normale Figur, ca. 95 kg schwer. Die zwei Männer, die nichts gesprochen haben, seien etwas kleiner gewesen, ungefähr 173 cm groß. Sie seien schlank gewesen, hatten normale Figuren, ca. 80 kg.
Bei einer Wahllichtbildvorlage erkannte der Informant den Mann wieder, der gesprochen habe. Es handelte sich um Z. S.“

„Am 17.11.2009 teilte der österreichische Verbindungsbeamte in Serbien mit, dass am 16.10.2009 nachfolgend genannten Personen in Serbien festgenommen wurden.“

„Die weitere Vorgehensweise bezüglich der genannten festgenommenen Personen, wie Dakty- und DNA-Erhebungen, ist noch nicht abgeschlossen.“

„Ein Versuch, direkten Kontakt mit S. H. aufzunehmen, um mit ihr eine Vernehmung durchzuführen, scheiterte, da sie offensichtlich große Angst hat und sich weiteren Treffen und einem Gespräch mit der Polizei zunächst aufgrund einer längeren Krankheit und später mit verschiedenen Begründungen entzieht.“

„Die Ermittlungen wurden nach dem 04.11.2011 eingestellt. Die bisherigen Ermittlungen sind in der Spur 3735 abgelegt.“

Es wäre interessant, ob die DNA-Analysen durchgeführt und verglichen wurden. Es gibt bekanntlich DNA an den gefundenen Tatwaffen in Zwickau und der Pistole von Michele Kiesewetter.

Siehe „NSU Tatorte: Keine Spur von Zschäpe, Mundlos, Böhnhardt“, (Friedensblick)

Parlamentarische Untersuchung

Der Abgeordnete Clemens Binninger (CDU/CSU) befragte im NSU-Untersuchungssausschuss den ehemaligen Leiter der Sonderkommission, Herrn Axel Mögelin:

„Jetzt habe ich in den Akten gefunden, dass es 2009, also bevor diese DVD ja bekannt wurde, einen Hinweis gegeben hätte auf eine OK-Gruppierung, die für diese Tat infrage kommen soll. Es war einer von vielen Hinweisen ins OK-Milieu, das räume ich ein. Und diese Gruppierung nennt sich „Pink Panther“. Auch wieder Zufall, dass jemand zwei Jahre vorher sagt: „Mit dem Polizistenmord hat eine Gruppe zu tun, die sich ‚Pink Panther‘ nennt“, natürlich im OK-Bereich verortet? Oder wie bewerten Sie es?“

Zeuge Axel Mögelin: Ja gut, es (..)

Clemens Binninger (CDU/CSU): Und dann wird die DVD ja anders gemacht. Das darf man nicht vergessen. Die DVDs waren – – Die ersten waren ja dieses typisch Krude, Dunkle. Und nach dem Polizistenmord wird eine neue gemacht, wo auf einmal Pink Panther die gesamte tragende Figur ist. Zufall einfach, oder? (…)

Zeuge Axel Mögelin: Ich kann Ihnen etwas zu der Spur sagen, und das betraf eine OK-Gruppierung aus dem osteuropäischen Raum. Das war der erste Hinweis. Und die VP hat sich dann konkretisiert und hat gesagt, das sei eine andere Gruppierung, der sogenannte Sabac-Klan. Und die Begrifflichkeit „Pink Panther“, soweit ich weiß, in dem Bereich ist auch eine mediale. Da wird der Begriff für eine ganze Reihe von Banden benutzt, sodass dann der eigentliche Hinweis auf diesen Klan ging. Das hat man dann überprüft. Von daher ist das einfach der Ursprungshinweis. Und die eine Gruppe hieß schon immer so. Und von daher ist das der Fakt, und ich sehe keinen Zusammenhang von der Spur mit der jetzigen Spur zum NSU.“ Protokoll 21a, S. 50

Laut Clemens Binninger wäre ein Pink-Panther T-Shirt bereits vor 2011 in Zwickau aufgetaucht:

„Wir wissen von einer Sachverständigen bei einem Untersuchungsausschuss, dass sie gesagt hatte, in Zwickau sei mal schon vor dem Auffliegen der Zelle ein T-Shirt aufgetaucht mit Paulchen Panther und dem Titel drunter: „Staatsfeind Nr. 1“.“

Er fragte den damaligen stellvertretenden Chef des Landesamtes für Verfassungsschutz in Sachsen Dr. Olaf Vahrenhold. Seine Antwort:

„Ist mir nicht bekannt. Nein.“

Auch der damalige sächsische Geheimdienst-Cheff Reinhard Boos hat „keine Erinnerung.“

Weiter fragt Clemens Binninger (CDU/CSU) nach der Veränderung des NSU-Bekennerfilmes nach dem Heilbronner Polizisten-Überfall. Danach tauchte in dem NSU-Bekennerfilm ein Pink-Panther auf.

Clemens Binninger (CDU/CSU) führt aus:

„Es gibt ja zwei unterschiedliche Fassungen oder mehrere Fassungen, aber von der inhaltlichen Darstellung: zunächst mal die mit typischer dumpfer Neonazi-Musik und Text im Hintergrund und auch mit den entsprechenden optischen Effekten bei den ersten Morden und dann, nach dem neunten Mord wohl – oder vorher -, wird eine komplett andere DVD gemacht, eben dann mit Paulchen Panther und dem Text hinterlegt.
Jetzt frage ich Sie als Fachmann – das ist jetzt kein Zeugenwissen -: Haben Sie dafür eine Erklärung, warum Täter ihre Bekennung auf einmal so komplett umstellen, zumal sie sie sowieso nie – das ist das, was wir heute wissen – nach außen gegeben haben?

Zeuge Reinhard Boos: Ich muss erst mal sagen: Die erste Fassung kenne ich gar nicht. Das sind Asservate des BKA, desGBA, nehme ich an. Zu denen habe ich ja nicht einfach Zugang.

Clemens Binninger (CDU/CSU): Ja, wir konnten sie hier uns mal ansehen.

Zeuge Reinhard Boos: Ja. Ich kenne sie nicht. Ich kenne die zweite Fassung. Ich muss sagen: Als ich diese DVD gesehen habe – – Sie ist schlicht für mich unfassbar, und es fällt mir jetzt wirklich schwer, eine Erklärung dafür zu geben. Mir fehlt einfach ein Zugang zu einer solchen Gedankenwelt. Da kann ich nicht viel zu sagen.“

21 Gedanken zu „Michele Kiesewetter: Hinweis auf „Pink Panther“ bereits 2009!“

  1. Ich habe mir den Film im Apabiz angesehen. Das sollte, finde ich jeder machen, der darüber sprechen will, denn aus den Ausschnitten, die im Netz kursieren, ergibt sich ein irreführender Eindruck.
    Der Film lässt sich im Rahmen einer antifaschistischen Ideologiekritik nicht einordnen. Nicht nur die einzelnen „Messages“ sind unverständlich und alles andere als rechtsradikal, sondern die ganze Erzählung des Films ist eine andere als in den Medien kolportiert. Man hat gute Gründe, ihn nicht zu veröffentlichen.
    Der Film ist NICHT als Bekenntnis aufgebaut. Paulchen Panther spielt darin NICHT die Rolle des Verbrechers, sondern die einer Person, die mit dem NSU in einer beobachtenden und komplizenhaften Weise, aber auch irgendwie ahnungslos, verbunden ist. Paulchen rätselt über einen Teil der Verbrechen, denkt nach und verarscht sich selbst als „Geheimagent“ (wörtlich!).
    Nur beim Polizistenmord streckt Paulchen die Hand aus und erschießt einen männlichen Polizisten. Ansonsten ist er eine Randfigur.
    Es gibt in dem Film längere Passagen, die sehr emotional sind. Im „Spiegel“ sind diese Passagen als nichtssagend bezeichnet worden. Das sind sie aber nicht. Paulchen kann zum Beispiel nicht schlafen und muss immer wieder an Dinge von früher denken. Das dauert Minuten! Paulchen liefert sich eine mechanische Verfolgungsjagd mit einem großen Hund. Auch das dauert Minuten. Paulchen rollt auch einen Faden auf und findet einen RAF-Terroristen, den er nackt auszieht, um dann am Ende an dem Faden in ein Haus gelockt zu werden. In dem Haus explodiert eine Bombe, und Paulchen ist tot.
    So etwas ist kein Bekenntnis sondern etwas ganz anderes. Schaut es euch an und diskutiert hier darüber! Wir müssen unser Wissen und unsere Übersicht zusammenbringen, um das zu verstehen.

    1. “ Paulchen Panther spielt darin NICHT die Rolle des Verbrechers, sondern die einer Person, die mit dem NSU in einer beobachtenden und komplizenhaften Weise, aber auch irgendwie ahnungslos, verbunden ist. “
      Die Figur wurde ausgesucht weil sie sympathisch ist. Zum einen reflektieren die Täter über diese, zum anderen wird dem Publikum angeboten sich darüber mit den Tätern zu identifizieren. Ich denke das Video dient der Offenbahrung im Bekanntenkreis, im Rahmen eines gemeinsamer Videoabende. Und jeder kann dann ein bischen Paul sein, zurückgelehnt und komfortabel. Der naheliegendste Grund dafür das die DVD’s versendet wurden dürfte sein das dies der letzte Wille der NSU-Uwes war. Sie könnten vorher schon im privatem Kreis in Umlauf gebracht worden sein, oder vielleicht war das gerade geplant. Zum einen hat ja Peter Klose schon vor dem Finale in Eisenach einen Pink Panther auf Facebook gezeigt, zum anderen wurden mehrere DVD’s im Wohnmobil gefunden. Die befanden sich in Plastikhüllen, waren also nicht versandfertig abgepackt.
      Der Zustand des Rucksacks in dem sich diese befanden soll bekanntlich laut dem Journalisten Andreas Förster nicht zum Auffindort im Wohnmobil passen. Wenn die DVD’s vom Trio kommen, der Rucksack aber im nachhinein plaziert wurde, dann könnte es sich dabei sozusagen um eine Rücksendung gehandelt haben.
      Der BKA-Beamte Sche., der am 50. Verhandlungstag gehört wurde, ist nicht auf Unterschiede zwischen den versendeten DVD’s und denen aus dem Wohnmobil eingegangen, daher ist nicht klar ob sie zur gleichen Zeit produziert wurden.
      Die Macher haben sich passende Ausschnitte aus den 15 Folgen rausgesucht, das sind natürlich keine genauen Beschreibungen, aber sie werden auch nichts völlig überflüssiges verwendet haben.

      1. Lieber „E. Krüger“,

        deine Ansichten zu dem Video sind nachvollziehbar, ich war auch weitgehend dieser Meinung, bevor ich das Video gesehen hatte. Sieh es dir an! Ich meine das ganz ernst, wenn man die Erzählung, die der Film aufbaut, anschaut, glaubt man die offiziellen Deutungen nicht mehr.
        Die Leute im Apabiz sind nett, man bekommt sogar einen Kaffee (…)

        1. Habe ich jetzt keine Gelegenheit zu, ich begnüge mich mit dem Transkript, meinst du da entgeht mir was ? Soweit ich dich verstehe geht es um die Ausschnitte aus den Trickfilmen, das läuft dann darauf hinaus das man sich die ansieht. Die könnte man theoretisch auch so im Netz finden. Die werden eine Bedeutung haben, aber man sollte nicht die Macher des Films deshalb mit dem rosaroten Panther verwechseln, auch wenn es deren Absicht sein mag das Rosarot auf die Brille abfärbt. Der Inhalt des Videos, also die Präsentation der Anschläge, ist offensichtlich rassistisch, auch wenn die Form der Darbietung ungewohnt ist. http://www.apabiz.de/publikation/NSU-Transkript.pdf

          1. Nein, die Transkription und die Ausschnitte sind grob irreführend. Als geschickter Antifaschist kann ich in jede Gewaltdarstellung Rassismus hineingeheimnissen, aber das ist hier ja nicht unser Ziel. Es ist sehr schwierig über den Film sinnvoll zu sprechen, wenn man ihn nicht gesehen hat.
            Das größte Problem ist die Erzählperspektive, verbunden mit dem ungeheuer eigenartigen Humor, der nichts Rechtsradikales an sich hat. Ungeheuer zynisch und grausam, ja, aber von Rassismus ist nur sehr wenig zu sehen. Wenn, dann ist es ein „moderner“ Rassismus á la „Politically Incorrect“.
            Es ist alles so unideologisch, alles, was Nazis ausmacht und was in der Tradition der 90er steht, kommt NICHT vor. Der ästhetische Bruch zur Urfassung, den Binninger bemerkt, ist extrem.
            Es entspricht auch der Beobachtung von Wolf Wetzel, dass die Opferwahl der NSU-Morde eigentlich einem „Rassismus der Mitte“ entspricht.
            Grobe ideologische Schnitzer kommen auch vor, z.B. wird die BRD mit Deutschland gleichgesetzt. Das ist definitiv keine Naziideologie. Und die Emotionen von Paulchen! Das ist definitiv nicht das Selbstverständnis eines Naziterroristen.
            Ich kann daraus noch keine sinnvollen Schlüsse ziehen, aber deine Erklärungsversuche reichen wohl nicht aus, um das Ding zu verstehen.

          2. @Sigi :Ist die Transkription irgedwo falsch ? Die BRD kommt da als solche nicht vor, lediglich eine Karte davon, in Verbindung mit ‚Deutschlandtour‘. Die Landesfarben die bei 10:20 verwendet werden sind Schwarz-Weiss-Rot. Ich denke das Abbilden der Deutschlandkarte wird man ihnen nachsehen, zumal in dem Gebiet ja die Anschläge durchgeführt wurden. Man sollte trennen welche Texte dem NSU zugeschrieben werden und welche aus den Trickfilmen kommen. Bei Breivik ist das so gelaufen das die inhaltliche Auseinandersetzung weitgehend an Fjormann-Zitaten hängengeblieben ist. Die früheren Versionen des NSU-Videos sollen noch ohne Paulchen ausgekommen sein. Ich könnte mir schon vorstellen das Neonazis, die sich über so einen langen Zeitraum immer wieder verstellen müssen so einen Humor entwickeln. Was für ein ‚Bekenntnis‘ würde eher zu der umgänglichen Bonbon-essenden Angeklagten passen, eines im klassischen C-18-Stil, oder dieses ? Die Planung der Anschläge wird sich nicht wesentlich von denen bei Raubüberfällen unterschieden haben, damit liesse sich auch die Wahl der Opfer erklären.
            ( ich muss in diesem Fall zu google-Bildersuche „hello hitler“ raten 🙁 )

  2. @ Krüger

    Die Transkription ist, was die Erzählstruktur des Videos betrifft, falsch. Das Schwergewicht der Erzählung liegt nicht auf dem Politischen sondern auf einer merkwürdigen Innenperspektive. Die Leute vom Apabiz beschreiben mit der Transkription ihren eigenen Eindruck.
    Vielleicht hilft hier ein Vergleich: stell dir ein Video vor, das ein angebliches Bekenntnis zum Oktoberfestattentat enthält. In dem Video wird Propaganda für Mitteleuropa gemacht und dazwischen träumt die Hauptfigur (Pinocchio) davon, wie schön es früher war. Dann kommt eine zweiminütige Sequenz mit einer Mondlandung (…) und dann werden Bayern lustvoll abgeknallt.
    — und dann kommt ein Bundesanwalt und sagt, das sind rechtsradikale Extremisten, Zyniker halt, die mit Bildern krude herumspielen. Rechtsradikale Ideologie sei daraus ersichtlich, dass die Bayern diskriminiert würden.

    So kommt mir das vor.

    1. Also allgemeine Kritik an Transkription, oder steht da konkret was falsches ? Die Mondlandung soll wohl für das Paulchen stehen ? Paulchen ist aber nicht zwischendurch 2min irgendwo, sondern führt durchgängig durch den Vortrag, bzw der Sprecher. Das ist die einzige neue Grösse die dem Ganzen beigefügt wurde, ansonsten ist es stereotyp. Alle gesprochenen Worte stammen aus den Pink-Panther-Folgen, die geschriebenen aus Medienberichten und vom NSU selbst. Der Paulchen-Text ist natürlich ansich nicht rassistisch, wird aber auch mal so mit Bildern verknüpft das sich ein entsprechender Inhalt ergibt(Nagelbombe). Aber es ist natürlich irritierend das die Macher alles unter Paulchen laufen lassen. Andererseits hat dieser Rassismus, ‚white supremacy‘, schon alle möglichen Blüten getrieben, es soll Skandinavier dieser Ausrichtung geben die auf Reggea stehen. Früher oder später schlucken Adolfs Erben alles, probieren es zumindest. Nun hats den Paule erwischt.
      Mögliche Faktoren :
      -sie müssen sich verstellen können, allein schon weil sie auch Waffen schmuggeln
      -sie stellen sich bezüglich der Morde vor sie seien Witzfiguren, so kommen sie besser klar damit
      -sie können Zuschauer besser einschätzen, wenn die nur mal den Arm hochreissen müssen ist der NSU so schlau wie vorher
      -sie sind einfach grosse Paulchen-Fans, überhaupt von allem was mit Katzen zu tun hat

  3. Doch, Paulchen ist mal 2 min wortlos im Bett, und es steigen Gedankenblasen aus seinem Kopf, da führt gar keiner durchs Programm. Das ist eine Montage, die auf der Basis einer Endlosschleife funktioniert. Wie man so was interpretiert (…) aber dir wird schon was einfallen 😉
    Schwierig!

    1. In min5:50 ist das mit den Blasen. Der eigentliche Inhalt ist dann in den Blasen. Der wird ansonsten aber auch eingerahmt, Schnippsel auf der Karte, im TV, die Blasen, dann in einem Bild. Der NSU verwendet das Paulchen als Maskottchen. Vielleicht haben sie mehr getötet als sie Hass hatten, und diese Lücke musste gefüllt werden. In der Werbung ist es nicht ungewöhnlich das Paulchens Verwandte dazu verdammt werden Joghurte und Toilettenreiniger anzupreisen, auch von Sportvereinen werden sie verdingt. Ein gaanz grosses rosa Schleifchen drumrum. War bestimmt ziemlicher Frickelkram, aber der eigentliche Inhalt ändert sich nicht.
      Laut Transkript dauert die Szene mit dem Bett höchstens 40sec, leitet zu den Blasen über, die nur den Bilderrahmen darstellen. Die Schlafszene ist knapp eine halbe min ohne Text(nur Paul, kein NSU), dann ab 5:50 mit, dann 10sec Pause bei den Blasen, ab 6:18 Text, 6:45 Pause, 7:19 Text, 7:57 Pause(Pistole und Kamera), 8:10 Text, Blasen-Ende bei 8:20. Dann schläft Paulchen nochmal im Bett, gut eine halbe min ohne Text(nur Paul, kein NSU). Als Bekenner-Video für die Öffentlichkeit war es bestimmt nicht gedacht. Die Pausen könnten von den Vorführern genutzt worden sein um sich um das Publikum zu kümmern.

      1. Die letzten Deutungen sind schon richtig sportlich 🙂
        Eine narrative Plausibilität kann man daraus nicht ableiten, es gibt in deiner Deutung keine kommunikative Motivation mehr für die Elemente, die hier gebraucht werden. Wir dürfen nicht vergessen, dass das nicht von James Joyce ist sondern angeblich von Naziterroristen, die es höchstens bis Stephen King gebracht haben. Solche komplizierten Muster gibt es dort nicht, wie du sie für plausibel hältst.
        Egal.
        Die Szene, in der Paulchen träumt, passt in kein kommunikatives Schema, das man mit einem Bekenntnis verbinden würde. Die narrative Logik ist die der Klage, es soll eine Verzweiflung ironisch darstellen. Die Verbindung zu den Morden ist nicht klar, schlechtes Gewissen ist es auf keinen Fall. Ich meine, Paulchen grübelt hier über die Hintergründe der Taten, die sich dem Zuschauer ja nicht erschließen.
        Auf jeden Fall ist es eine extrem verstörende Passage, die GAR nicht zur offiziellen Deutung passt.

        1. NSU ist ein Prudukt, Paulchen Panther präsentiert es. Das ganze würde sich dazu eignen eine Show abzuziehen. Dazu müssen die Täter keine Philosophen sein, aber Entertainer schon. Die Pausen wären geeignet sich einzubringen, etwas zu erläutern, einen Scherz zu machen oder Souvenirs zu zeigen. In den Traumblasen, die von schlafenden Pauls eingeklammert werden, werden eine Pistole und ein Fotoapperat gezeigt. Vielleicht wurden an der Stelle die Aufnahmen der ersten Opfer rumgereicht, und die CZ83 gezückt. Zwei Fliegen mit einer Klappe ! Warum bewahrte der NSU das ganze Zeug auf, warum dieses merkwürdige Video ? Weil es zusammen gehört.

          1. Ja, das ist ein abgründiger Gedanke. Plausibel ist das aber nicht.
            Ich finde es übrigens toll, dass hier zum ersten Mal ein wenig von dieser dogmatischen „stumpfe Nazis“- Deutung abgewichen wird. Solche theoretischen Diskussionen über die Sache könnten unseren Horizont für das Einordnen der Details erweitern. Das haben wir alle bitter nötig.

          2. Es soll drei NSU-Videos geben, die ersten beiden sollen von 2001 sein, die dürften dem Bild der ’stumpfen Nazis‘ einigermassen gerecht werden. Das dritte Video, also das mit dem Paulchen, ist von 2007. So gesehen ist es kein Wunder wenn die Terroristen mal was anderes probieren. Das dritte Video beginnt mit einem Auszug aus der Datei ‚NSU Brief.cdr‘. Die Datei stammt von 2002, der Inhalt ist nicht besonders exotisch( Parallelen mit einem WAW-Aufruf ’93 im ‚NS-Denkzettel‘ ). In der nächsten Einstellung sieht man das NSU-Logo, gerahmt von vier Paulchen-Köpfen, daher ist klar das Paulchen für den NSU steht. Da es dann das Paulchen sein soll das die erste Bombe in Köln gelegt haben soll wird schon zu Beginn des Videos klargestellt das der NSU für die Anschläge verantwortlich ist. Mag sein das dies beim Betrachten in dem ganzen Rosarot untergeht, aber die Botschaft ist in dem Video enthalten.
            Zitat Sigi : “ Ja, das ist ein abgründiger Gedanke. Plausibel ist das aber nicht. “
            Bitte begründen, ich halte die Deutung für plausibel. Man kann der Problematik auch nicht ausweichen indem man das Video anderen Produzenten zuschreibt als dem NSU/Trio. Denn wenn es untergeschoben worden sein soll um Neonazis in Verruf zu bringen, dann stellt sich ja erst recht die Frage warum ausgerechnet Paulchen, warum dieser Aufbau ? Warum kein zähnefletschender Wolf oder stolzer Adler ? Es wird komplizierter, die gewünschte Erklärung bleibt aber aus.
            Paulchen hin oder her, für ein Bekennervideo im eigentlichen Sinn ist es unnötig in die Länge gezogen, die selbstgemachten Tatortfotos hätte man auch schon beim Auflisten der neun mit der Ceska ermordeten zeigen können. Statt dessen kommen erst die, dann eine Pause, dann der Traumblasen-Abschnitt. In dem kommen nochmal die ersten vier Opfer, drei davon wurden von den Tätern fotografiert, die Fotos werden nun gezeigt um die Täterschaft zu belegen. Dann kommt nochmal eine Pause. In der Traumblasenphase werden Schussgeräusche und Kameraklicken eingespielt, dazu werden auch noch ein Schütze aus einem Spielfilm und eine Kamera gezeigt. Wozu diese Ausschmückungen, die Pistole aus dem Spielfilm ist keine die verwendet oder erbeutet wurde. Wozu wird darauf hingewiesen das geschossen und fotografiert wurde ? Wozu das Paulchen mit den Ohrenschützern bei den ersten Schüssen ? Das würde dazu passen das ab der ersten Traumszene Erinnerungsstücke, also die schallgedämpfte Pistole und Fotos, auf den Tisch kamen. Die Vorführer wissen wie viel Zeit sie dafür benötigen, es ist ja nicht das erste Video, daher die Pausen. Naheliegender Anlass dürfte das Anwerben von Unterstützern, die Aufnahme in das ‚Netzwerk von Kameraden‘ sein, den Hinweis gibt es am Anfang des Videos.

  4. Der Bruch zwischen den Versionen 2003 und 2007 ist sehr wohl ein Wunder, es ist ein totaler Mentalitätswandel, der ganze kulturelle Hintergrund ist vollkommen anders. Sogar Binninger schüttelt da den Kopf. Du sagst es ja selber: Das Video ist Entertainment, mit einem Insider-Anspruch. Das passt mit der Fassung 2003 so was von gar nicht zusammen, dass sich eine Begründung erübrigt.
    Recht hast du sicher mit dem Versuch, das Video anders einzuordnen als als „Bekenntnis“. Ob es so gedacht war, wie du meinst, ist natürlich die Frage. Ich kann dir auch darin folgen, dass du versuchst, die situative Komponente herauszuarbeiten (vor Freunden, Initiation usw.). Inhaltlich kommt mir das aber schon weit hergeholt vor.
    Der Beginn ist übrigens ein wenig anders als von dir beschrieben. Die Datei ist eine „echte DVD“ und hat sogar ein Menü.
    Und die eindeutige Zuordnung des Bombenanschlags zum NSU ist alles andere als klar.
    Bitte sieh dir den Film irgendwie an, das scheint mir unvermeidlich!

    1. Dann kann die Abfolge gewählt werden, und einzelne Abschnitte, zB diese Schlaf-Pausenfüller, sind optional ? Vielleicht haben die mal was ähnliches auf einer Techno-Party oder so gesehen, Schweinchen Dick wird an die Wand projiziert, und dann wollten sie auch sowas haben. Gibt es nur diese DVD, existieren frühere Bearbeitungsschritte ? Nach dem Transkript könnte es ein work-in-progress gewesen sein, der jeweils nach einem Mord geupdated wurde. Bei der Präsentation der neun Opfer ist nur beim ersten kurz Text. Wenn es bei der musikalischen Untermalung zwischen den einzelnen Opfern Schnitte gab könnte das ein Hinweis darauf sein. Auch bei den Zeitungsschnippseln ist nur am Anfang Text, da geht es um die ersten vier Opfer.
      Bei dem Ausschnitt zum ersten Bombenanschlag in Köln, den man auf youtube oder so sehen kann, wird der Tatort gezeigt. Die Kamera fährt über eine Werbetafel für Speiseeis. Dann kommen Paulchens Hände mit einem Zettel ins Bild, darauf steht ‚das kleine Bömbchen‘, ausserdem ist auf dem Zettel ein rechteckiges Gebilde zu sehen das nach Speiseeis aussieht. Ich denke das ist an der Stelle schon recht eindeutig, das kriegt man ja nicht mehr auseinander. Bei seinen Grabungsarbeiten hatte er das ‚Bömbchen‘ in einer Gedankenblase, das scheint mir recht solide verknüpft.
      In Sachen Menü kann ich natürlich nicht mehr mithalten, mit dem was ich online finden kann.
      ( Die Sache mit Plan A und Plan B könnte eine Anspielung auf das Aktionsbüro Süddeutschland/die Kameradschaft Süd sein. Der Anschlag in der Keupstrasse wurde ausgeführt während die ihren Prozess wegen eines geplanten Anschlages hatten, und bei denen war ein Selbstmordanschlag im Gespräch )

  5. Ich hoffe, dass man irgendwann alle Bearbeitungsschritte präsentiert bekommt. So bleibt der Eindruck, dass ein paar Dilettanten zwischen 2000 und 2003 in zäher Abfolge und einfallslos düsteren Nazi-Scheißkram der konventionellen Sorte produziert und dann plötzlich, innerhalb von wenigen Wochen nach der Kiesewetter-Aktion einen kreativen, formal witzigen und ungeheuer beziehungsreichen, wenn auch pervers zynischen unpolitischen Film zusammengebaut haben.

    1. Die neuner-Serie ist hier ab 2:15 zu sehen :
      http://www.bild.de/video/clip/mord/propaganda-video-der-killer-nazis-21035344.bild.html#
      Die Musik ist durchgängig, aber der Ausschnitt aus dem Paulchen-Film ist bei fast jedem Opfer der selbe. Beim letzen läuft der Trickfilm weiter, das Umblättern ist eine Schleife. Es sollte relativ unkompliziert gewesen sein den Film zu aktualisieren, der könnte auch schon mit Wiederaufnahme der Mordserie gezeigt worden sein.
      Ein gewisses Feingefühl müssen die Macher natürlich gehabt haben, um die entsprechenden Paulchen-Szenen ausfindig zu machen. Aber wie gesagt, man muss auch mal trennen was ursprünglich aus den Paulchen-Filmen kommt, und was von den Machern selbst. Die Paulchen-Filme sind nun mal witzig, das ist aber so gesehen nicht der Verdienst der Macher des NSU-Videos. Mit ‚Aktion Dönerspiess‘ wird dann eine Portion kruder sadistischer Humor serviert, die Türken sind Döner, und von Nägeln aufgespiesst werden sie zu Döner-Spiessen.
      Der grosse stilistische Unterschied zwischen den frühen Videos und dem letzten ist irritierend, aber hier kann man eine Parallele zu Zschäpes Entwicklung ziehen. Die marschierte als toughes Nazimädel in den Untergrund, und beim Prozess kommt da so ein ’social Butterfly‘ angeflattert. 2003 hörte für sie die Fahndung auf, Mundlos hatte bis 2005 noch Kleinkram offen, einzig für Böhnhardt hätte bis 2007 noch was schiefgehen können. Demnach sollte das Trio bis 2003 relativ eng an ihre Unterstützer gebunden gewesen sein, dann konnten sie neue Eindrücke sammeln.
      Ich weiss nun nicht inwieweit sich die Abfolge einzelner Szenen aus dem Video variieren lässt( falls das hier jemand von apabiz liesst, es wäre nicht schlecht wenn solche Abschnitte im Transkript durch sattere Linien getrennt wäre, Transkripte der ersten beiden Videos wären auch interessant ). Mal davon ausgehend das es naheliegt das die im Transkript gezeigte Abfolge für gewöhnlich so gewählt wird :

      -der NSU stellt sich kurz vor- Paulchen steht für den NSU
      -Paulchen wird angeworben, wenn der Film dem Rekrutieren neuer Mitglieder diente, dann steht Paulchen auch für diese. Paulchen verbindet, ist die Identifikationsfigur.
      -Paulchen führt den ersten Anschlag in Köln durch. Vom Inhalt her ist das ein Bekenntnis.
      -Paulchen nimmt den terroristischen Faden der RAF auf, nicht aber deren Bekenntnis. Hier könnten die Macher/Vorführer erläutern warum es keine öffentlichen Bekenntnisse des NSU gibt, weil sie dann ja so ’scheußlich anzuhen‘ wären wie der RAF-‚Knoll‘. Anschliessend fällt Paulchen in einem Kamin, da ist Feuer, soll wohl auf die Gefahren beim Abtauchen verweisen.
      -Paulchen präsentiert die Ceska-Mordserie, anschliessend wird sie anhand von Ausschnitten aus Medienberichten belegt.
      -Die unruhige Schlafszene, du sagst das die als Schleife verwendet werden kann.
      : Bis zu diesem Punkt können Zuschauer und Vorführer noch zurückrudern. Wenn dem Zuschauer nun einfällt das man nach Morden bestimmt schlecht schlafen kann, und das ist ja schon alles irgendwie verstörend, dann können die Vorführer immer noch sagen das es ja nur ein Scherz war, der Zuschauer habe wohl gar keinen Humor, könne nichts ab, gute Nacht. Der Zuschauer könnte nun zur Polizei gehen und da erzählen ein paar Nazis hätten ihm ein Video gezeigt, Paulchen Panther sei da für die Ceska-Mordserie und einen Bombenanschlag verantwortlich, und ihm/ihr sei angeboten worden beizutreten. Wenn der Zeuge ernstenommen wird könnte er eine Anzeige wegen Beleidigung erstatten, was auf Aussage gegen Aussage rauslaufen würde.
      Wenn der Zuschauer sich hingegen darüber lustig macht das Paulchen schlecht schläft, dann können die Vorführer beschwichtigen, das sei natürlich nur weil es Ausländer gibt, aber die könne man zum Glück ja töten. Und der Film läuft weiter.
      -Die ersten vier Mordopfer werden in der Traumblase gezeigt, selbstgemachte Tatortfotos sind dabei, das würde wie gesagt zur präsentation von Trophäen passen. Das mit den Ohrenschützern macht sonst gar keinen Sinn, der Schütze aus dem Spielfilm ist eigentlich auch überflüssig.
      -Schlafszene endet mit Telefonstecker rausziehen, auf dem Faden/Kabel sitzt ein Hund. Also keine schlafenden Hunde wecken, nicht am Telefon quatschen !
      -Der Anschlag in der Keupstrasse, die dazugehörigen Trickfilmszenen passen schlecht zu einer Dreier-Zelle.
      -Paulchen wird gefeiert. Vielleicht werden nun die Vorführer gefeiert, hier bieten sich auch verschwörungstheoretische Deutungen an( Unterstützung von höherer Stelle )
      -Der Faden führt Paulchen zu einem explodierenden Häuschen. Zuletzt stand der Faden für Telefon und Fahndung. Soll vielleicht einfach bedeuten das es gefährlich ist zum NSU zu gehören. Das ganze endet mit Jubel, der NSU feiert sich ab.
      -Ganz zum Schluss kommt die Polizeipistole. Vorher gibt es gar keine Hinweise darauf, das spricht dagegen das eine Mordserie an Polizisten geplant war, wie derzeit gerade fabuliert wird. Die Handschellen hätten schon in der Schlafstörungs-Szene rausgeholt werden können, der Zuschauer hätte keine Möglichkeit die einzuordnen, das wäre dann ganz zum Schluss nochmal ein Kracher.

      In dem gewählten Szenario hätte diese Abfolge schon eine gewisse Logik.

  6. Es gibt auch die These, dass der Pink Panther als Antwort auf die Black Panther Bewegung an zu sehen ist. Hier ist ein Blog-Beitrag, der eine Linie zwischen Black Panther, RAF und dem Pink Panther zieht:
    LINK
    Mundlos soll ja auch einen Text verfasst haben für eine Scene-Magazin verfasst haben, in dem er sich mit der Black Panther Bewegung auseinandersetzt („Die Farbe des Rassismus“ oder so).

  7. Wie sich die Sache m.E. abgespielt hat vom Eintreffen der Polizeistreife bei dem Wohnmobil bis zum Prozess in Müchen habe ich ja schon an anderer Stelle in diesem Blog ausführlich dargestellt.
    Ich habe diese Dönermorde von Anfang an in den Nachrichten verfolgt.
    Die plötzliche Wendung nach den Ereignissen um das Wohnmobil und die explodierte Wohnung kam für mich überraschend.
    Davor war mir der Begriff NSU nur von meinem ersten Motorrad bekannt.
    Ich glaube das nur die völlige Loslösung von der „offiziellen“ Berichterstattung und die Hinwendung zu den Fakten zielführend sein kann!
    Wenn, wie ich meine, die Dreier- Gruppe nur als Bauernopfer im Bedarfsfall in Reserve gehalten wurde ergibt das Ganze Sinn.
    Die Lancierung der P.P. CDs bei linksorientierten Medien trägt aufgrund ihrer Skurilität zur allgemeinen Verwirrung bei und
    lenkt das Volk von den Hintergründen ab.
    Will sagen das der Phantasie ein Köder hingeworfen wurde mit dem man sich trefflich beschäftigen kann.
    Alle Assesscoires werden zum passenden Zeitpunkt präsentiert.
    Wobei Ungereimtheiten wie die 3. ausrepetierte Patronenhülse, die völlig unsinnigen Behauptungen das die sog. schwerbewaffnete NSU zwecks Ergatterung von 2 PoPis hunderte von KM durch die Gegend fahren würden und das diese als vollkommen kaltblütige Polizisten- Killer Bezeichneten sich schon beim Anblick von 2 Streifenpolizisten gegenseitig meucheln soll von der Fülle der unsinnigen Details überdeckt werden.
    Auch könnte das Faktum das die Profi Killer unüblicherweise Trophäen als Beweismittel gegen sich selbst sammelten und sogar die Banderolen von zurückliegenden Banküberfällen in neu angemieteten Wohnmobilen malerisch drapierten etc. stutzig machen.
    Der Gipfel ist die seit Jahren ungewaschene Sporthose mit den passenden DNAs!
    Genauso wie das Fehlen von Logik verwundert das Fehlen von DNA und Fingerabdrücken an benutzten Waffen und Gegenständen und die Abwesenheit glaubhafter Zeugen.
    Wogegen ein gutes Dutzend Zeugen im Polizistenmordfall, die ALLE sich gegenseitig ergänzende Aussagen machen, negiert werden!
    Betrachtet man aber das ganze Geschehen von Anfang an als aus 2 Ebenen bestehend, einmal die immer wieder nachgebesserte amtliche NSU Version die versucht das Beweismaterial den Erfordernissen anzupassen und zum Anderen die tatsächlich als sicher geltenden Fakten, so sieht man einen „Roten Faden“!
    Wurden die 3 „NSU“ Gangster lediglich z.b.V. in der Hinterhand gehalten um sie in einer prekären Situation zu opfern?
    Und ist die uns vermittelte Legende des Ganzen vielleicht nur aus der Not geborene Improvisation um weit schlimmere Verbrechen, die eventuell unter Verwicklung höchster Stellen begangen wurden, zu vertuschen?
    Haben die türkischen Ermittler mit ihren seriösen Hinweisen auf Mafiamorde doch recht?

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