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Vorstellung des Buches „Mordfall Kiesewetter – der Tod einer verratenen Polizistin“

In den letzten Monaten schrieb ich das Buch „Mordfall Kiesewetter, der Tod einer verratenen Polizistin“. Grundlage sind die 54 Hauptordner der Sonderkommission, die im Internet veröffentlicht wurden. Ich konnte sie aus dem Internet herunterladen und die offizielle Darstellung überprüfen, ohne mich auf Medienberichte stützen zu müssen.

80% der rund 900 Fußnoten im Buch basieren auf Darstellungen in Polizeidokumenten, weitere 15% auf Aussagen von Polizisten und Staatsanwälten in parlamentarischen NSU-Untersuchungsausschüssen.

Ich bedanke mich bei „Freigeist“ für die Überarbeitungen, sowie „Riemenkarl“ und dem Blogger „Hintermbusch“ für die kostenfreie Überlassung von Texten, die sie im Internet veröffentlichten. Dank gebürt auch Hariolf Reitmaier für seine Hinweise auf Hintergründe.

Ich verzichte im Moment auf eine komplette Veröffentlichung auf meinem Blog, weil ich einen Verlag suche. Deshalb werde ich morgen lediglich das erste Kapitel ins Internet stellen. Sehr gerne können sich interessierte Verlage bei mir melden.

Am 17.01.2019 erhielt die Staatsanwaltschaft Heilbronn meine Anzeige gegen Unbekannt wegen Beihilfe zum Mord. Ich habe bis heute, 24.04.19, keine Antwort erhalten. Daher gehe ich davon aus, dass kein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde, da ich offenbar der Staatsanwaltschaft keinen Anfangsverdacht ausreichend begründen konnte. Einer Veröffentlichung dürfte daher nichts im Wege stehen.

Kapitel eins …

… beginnt wie alle kriminalistische Untersuchungen mit den Opfern. Wer war Michèle Kiesewetter (MK)? Wer ist Martin Arnold (MA)? Was ist über den Tatort bekannt? Besonderes Augenmerk kommt ungeklärten Sachverhalten zu, die auch beim Überfall eine Rolle spielten. MK war beispielweise in „schwarzen Einsätzen“ beteiligt, die nicht in den offiziellen Einsatzlisten stehen.

Kapitel zwei …

… gibt die letzten Tage der überfallenen Polizisten wieder.  MK war (wahrscheinlich) bereits Montag und Dienstag eingesetzt und am Tattag an eine andere Einheit ausgeliehen gewesen.

Kapitel drei …

… informiert, was am Tattag bis zum Überfall passierte. Es wird deutlich, dass am Vormittag ein Sondereinsatz auf der Theresienwiese stattfand.

Kapitel vier …

… rekonstruiert den Hintergrund und den Ablauf des Überfalls sowie den Raub der Ausrüstungsgegenstände. Warum fuhren MK und MA nochmals zur Theresienwiese, obwohl der Einsatz dort vorbei war?

Kapitel fünf …

… zeigt auf, dass am Einsatz beteiligte Kollegen früher als angegeben vom Überfall und vom Täterkreis informiert waren. Handelte es sich bei den blutverschmierten Männern zum Teil um Kollegen, bei den Fluchtfahrzeugen um zivile Fahrzeuge der Polizei?

Kapitel sechs …

… erklärt wie die Vertuschung des Sondereinsatzes seitens der Sonderkommission (Soko)-alt konkret durchgeführt worden sein könnte. Von Beginn an wäre eine Aufklärung des Verbrechens unmöglich gewesen.

Kapitel sieben …

… zeichnet die Ermittlungen der Soko-neu nach, die von 2009 bis 2011 vom Landeskriminalamt durchgeführt wurde. Die sogenannte „Selbstenttarnung des NSU“ beendete ihre Tätigkeit.

Kapitel acht …

… diskutiert: Was spricht dafür, dass es dem „Staatswohl“ dienlich sein könnte, einen Polizistenüberfall zu vertuschen?

Kapitel neun …

…zählt die Hinweise auf, dass der heilbronner Polizistenüberfall beim NSU „entsorgt“ worden sein könnte. Wie könnten die Ausrüstung und die Tatwaffen von Heilbronn nach Eisenach bzw. Zwickau gelangt sein?

Kapitel zehn …

… fragt, ob das „NSU-Trio“ bereits seit 1998 als Sündenböcke der Ceska-Mordserie eingeplant war.

Inhaltsverzeichnis

Mordfall Kiesewetter – die Ermordung einer verratenen Polizistin 4

Abkürzungsverzeichnis 5

Übersicht 6

Vorwort 7

Einführung) Der tiefe Staat in Deutschland 9

Teil I) Vorstellung der Opfer, ihres Umfeldes und des Tatortes 14

1. Michèle Kiesewetter und Martin Arnold 14

2. Einsätze von Kiesewetter bei der Bereitschaftspolizei (Bepo) Böblingen 15

2.1. „Russen-Mafia“ in Heilbronn und Neckarsulm 16

2.2. Gefährliche Situationen 17

2.3. Schutz von US-Kasernen und Gerichtsprozessen vor islamistischen Terroristen 19

3. Der Tatort Theresienwiese 19

4. Ungeklärte Hintergründe 20

4.1. Private Kontakte zwischen Kriminellen und Kiesewetters Einheit BFE-523 20

4.2. In welchen Übungen war wann Kiesewetter beteiligt? 24

4.3. War Arnold bei einer anderen Einheit oder am Tattag bei der Bepo Göppingen? 27

4.4. War Theresienwiese „Rückzugsraum“ für Bereitschaftspolizisten? 31

Kapitel II) Die letzten Tage vor dem Überfall 34

5. Die Planung des Einsatzes am Mittwoch, 25.04.2007 34

6. Ein Sonderauftrag am Vormittag? 35

7. Waren Kiesewetter und Arnold für die BFE 522 im Einsatz? 36

8. Rekonstruktion der letzten Tage Kiesewetters 41

8.1. Ungereimtheiten in den Aussagen der Kollegen 41

8.2. War Kiesewetter am Montag, Dienstag für die EG Sonnenreiter eingesetzt gewesen? 42

9. Was passierte unterdessen in Heilbronn? 44

9.1. Kontrollen, Festnahmen, Drohungen 44

9.2. Aufbau des Volksfestes auf Theresienwiese 45

10. Hypothese: MK und MA waren am Tattag an die BFE 522 ausgeliehen 45

Teil III) Was passierte am Tattag? 47

11. Geheimoperation auf der Theresienwiese am Vormittag 47

11.1. Sichtungen von Streifenwagen 47

11.2. Im nördlichen Bereich keine geparkten Autos 53

11.3. Im Opferfahrzeug war Amokkiste mit Maschinenpistole 55

12. Aktivitäten unterschiedlicher Polizeieinheiten am Tattag 55

12.1. Heilbronner Polizei „nichts gesehen und gehört“ 55

12.2. Großübung der Bepo Bruchsal, Tontaubenschießen des Gruppenführer-Lehrganges 57

13. Ungereimtheiten beim Einsatz der böblinger Bereitschaftspolizisten in Heilbronn 58

13.1. Der taktische Einsatzzug 514 war ab 12:30 in Heilbronn 58

13.2. Einsatz der BFE 523 in Heilbronn 61

13.2.1. Keine nachweisbare Kontrollen und Aktivitäten, Erinnerungsverluste 61

13.2.2. Inwieweit war die BFE 523 an Geheimoperation beteiligt? 65

14. Einsatz der BFE-522 in der Nachbarstadt Neckarsulm ab 10:00 66

15. Heilbronner Polizisten verstricken sich in Widersprüche über Einsatzbesprechung 67

16. Kiesewetter und Arnold waren am Vormittag getrennt unterwegs 67

16.1. Was machte Martin Arnold? 67

16.2. Kontrollen und Eintragungen im Notizbuch Kiesewetters 69

16.3. Bewegungsprofil von Michèle Kiesewetter 70

16.4. Wer war Kiesewetters Gruppenführer, wer war ihr Streifenpartner? 73

16.5. Nächträglich konstruierte Streife Kiesewetter/Arnold? 74

16.6. Vortatphase – Hypothese 75

IV) Wie lief der Überfall ab? 77

17. Rekonstruktion des Überfalls 77

17.1. Was hörten und sahen die Zeugen? 77

17.2. Wurde MK zuerst angegriffen, erst danach MA? 78

17.3. Gab es eine körperliche Auseinandersetzung? 80

17.4. Drei tatverdächtige Männer, die in Richtung Norden wegliefen 83

17.5. Zeugen sahen blutverschmierte Männer und dunkelblauen Audi 84

17.6. Laut Europol verdächtige Handynummern in und an Funkzelle Theresienwiese 89

17.7. Der Zeuge Chehade 90

17.8. Haupttatablauf-Hypothese 91

Teil V) Reaktion der Polizei auf den Überfall 92

18. Michèle Kiesewetter wird von Radfahrern entdeckt 92

19. Erste Polizisten erreichen Tatort 93

20. Spitzen der heilbronner Polizei am Tatort, Frank Huber wird Chef der Soko 95

21. Reaktionen, der in Heilbronn und Neckarsulm eingesetzten Polizisten 97

21.1. Steffen B., Polizeirevier Neckarsulm 97

21.2. Bereitschaftspolizisten der Einheit BFE 522 98

21.3. Was machten BFE 523 – Mitglieder nach dem Überfall? 99

22. War die BFE 522 bei der Entwendung der Ausrüstung verwickelt? 100

22.1. War vertuschter blauer Audi ein Zivilfahrzeug der BFE 522? 100

22.2. Warum könnten Kollegen die Ausrüstung der Opfer mitgenommen haben? 101

23. Nachtatablauf-Hypothese 103

Teil VI) Vertuschte Heilbronner Polizei die Hintergründe des Überfalls? 104

24. Flüchtender Mann schmiss Handy in Neckar 104

25. Ungereimtheiten bei der Auswertung der Opferhandys 104

25.1. MK hielt privates Handy „noch in der Hand“ 105

25.2. Private Handys galten als gestohlen 105

25.3. Dienstliches Handy bleibt zwei Tage im Dienstauto liegen 106

25.4. Private Handys erst am 29.04. und 30.04. auslesbar 107

25.5. Wurde Kiesewetters Handy noch am Abend des 25.04. ausgelesen? 108

25.6. Manipulierte Soko-alt SMS-Nachrichten? 109

25.8. Ungereimtheiten bei Handy-Auswertung von Martin Arnold 111

25.9. Funkzellen, SMS-Daten stimmen nicht mit Verbindungsdaten des Arnold-Handys überein 112

26. Handys kamen nicht in die Asservatenkammer 114

27. Wurde Michele Kiesewetter ein Doppelleben angedichtet? 115

28. Waren Sinti und Roma (Landfahrer) bei Geheimoperation beteiligt gewesen? 121

28.1. Schickte heilbronner Polizei Zeugen weg? 121

28.2. Sechs verdächtige Landfahrer um 14:18 in Tatortnähe kontrolliert 121

28.3. Ermittlungsbericht der „Soko-alt“ gibt Zeugenaussage falsch wieder 122

28.4. Auch „Soko-neu“ stellt Zeugenaussagen falsch dar 123

28.5. Landfahrer haben nichts gesehen, nichts gehört 125

28.6. Die „Chico“-Spur 126

29. Von 2007-2009 hält Frank Huber am DNA-Phantom fest 127

30. Hypothese: Musste Überfall vertuscht werden? 131

Teil VII) Ermittlungen der Soko-neu ab 2009 132

31. Staatsanwaltschaft verhinderte Veröffentlichung der Phantombilder 132

32. Staatsanwaltschaft ging von zwei Tätern aus, Soko-neu von vier bis sechs 133

33. Drogen-Transport aus Kirgistan 134

34. DNA-Untersuchungen erst ab 2009 überhaupt durchgeführt? 139

35. 2009 begann DNA-Krimi gegen Kollegen 142

36. Beeinflussten Kollegen Aussagen des überfallenen Polizisten Martin Arnold? 146

37. Auch „Soko-neu“ wertete Kreuztreffer, Funkabfragen und Handydaten nicht komplett aus 149

38. Wer glaubt an „Pleiten, Pech und Pannen“? 151

38.1. Videokameras am Bahnhof defekt, GPS-Gerät kaputt, Handydaten verloren gegangen 151

38.2. Videoaufzeichnungen falsch mit Erledigungsvermerk „bearbeitet/erledigt“ versehen 151

38.3. Kennzeichen „NSU-Wohnmobil“ falsch abgespeichert 152

Teil VIII) Hypothese: Warum könnte es dem Staatswohl dienlich sein, den Überfall zu vertuschen? 154

39. Hinweise auf Anwesenheit islamistischer Terroristen 154

Teil IX) Hypothese: Ist die „NSU-Selbstenttarnung“ ein Entsorgungsgeschäft? 161

40. Besaßen Kiesewetters Kollegen einen Teil der Ausrüstungsgegenstände? 161

40.1. Mike Wenzel hatte Kiesewetters dienstlich genützte Handschuhe 161

40.2. Kiesewetters Taschenmesser – geraubt, zurückgeben und in die NSU-Wohnung verbracht?  162

40.3. Anreise baden-württemberger LKA-Ermittler nach Eisenach, Zwickau und Hannover 163

Teil X) War das „NSU-Trio“ seit 1998 als Sündenböcke eingeplant? 166

41. Fernsehen zeigte Fotos des NSU-Duos, als gesuchte Sexualverbrecher, Terroristen 166

42. Robert Ryczko und die Garagendurchsuchungen 1998 167

43. War Michael Menzel seit 1998 dem „NSU-Trio“ auf der Spur? 168

44. Wurde die Ceska-Mordserie mit einer PLO-Waffe durchgeführt? 172

45. Ließ Norbert Deterding das NSU-Trio gleich zweimal entkommen? 176

46. Warum kam es 2008 nicht zur „Selbstenttarnung des NSU“? 179

47. Ryczko, Menzel, Löther und die „Selbstenttarnung des NSU“ 181

49. War das „NSU-Trio“ Teil der organisierten Kriminalität und spitzelte für die Polizei? 183

50. Ungeklärte Verbindungen zwischen dem Polizistenüberfall und der Ceska-Mordserie 186

51. Deswegen misslingt Aufklärung 187

Fazit 189

Thüringer SPD-Innenminister Maier verweigert NSU-Untersuchungsausschuss Namen von Polizei-Informanten

Es gibt den begründeten Verdacht, dass das „NSU-Trio“ als Informanten für die thüringer Polizei beschäftigt war, siehe Artikel „Führte die thüringer Polizei ein NSU-Mitglied als Spitzel?“ oder  „Im NSU-Untergrund: Uwe Böhnhardt benutzte abgehörtes Handy„. Daher passt es ins Bild, dass es einen (inszenierten?) Streit zwischen dem thüringer Innenminister Georg Maier (SPD) und dem thüringer parlamentarischen NSU-Untersuchungsausschuss gibt. Es dreht sich um die Klarnamen der Informanten der thüringer Polizei.  Warum ist dies auch 7 Jahre nach der sogenannten „NSU-Selbstentarnung“ nicht überprüft? Kam vorher niemand auf den Gedanken, dass die sogenannten „NSU-Verbrecher“ vielleicht gar keine Informanten des Geheimdienstes sondern der Polizei gewesen sein könnten? Thüringer SPD-Innenminister Maier verweigert NSU-Untersuchungsausschuss Namen von Polizei-Informanten weiterlesen

Können Enteignungen den Mietwucher beenden?

Seitens des linken politischen Spektrums wird im Moment vorgeschlagen, dass Immobilieneigentümer ihren Grund und Boden an den Staat verkaufen müssen. Dann könnte der Staat günstigen Wohnraum garantieren. Die Richtung stimmt zwar, aber es gibt eine ganze Reihe von Problemen, die sich bei falscher Umsetzung ergeben könnten. Können Enteignungen den Mietwucher beenden? weiterlesen

Bundesregierung forderte nicht Freilassung von in Venezuela inhaftierten deutschen Journalisten „Billy Six“

Folgender Text stammt aus der Beschreibung des Interviews, welches „Billy Six“ bei „SchrangTV“ gab, Link zu youtube:

„Der deutsche Journalist Billy Six, der über 3 Monate in venezolanischer Haft war, gab exklusiv bei SchrangTV Talk ein explosives Interview. Brisant dabei ist, dass das Auswärtige Amt zu keinem Zeitpunkt die Freilassung vom freien Journalisten Billy Six gefordert hatte. Was unterscheidet ihn von dem deutsch-türkischen Mainstream-Publizist Deniz Yücel, für dessen Freilassung 2018 sich die Bundeskanzlerin sowie der Bundespräsident höchstpersönlich, als auch Intellektuelle und Künstler einsetzten?“

Zwei Zeuginnen sahen Rebecca am Tag ihres Verschwindens

Der Fall des verschwundenen 15-jährigen Mädchens Rebecca wird immer verworrener. Die berliner Polizei vermutet, dass sie nicht freiwillig die Wohnung ihrer Schwester verließ, und verdächtigt den Schwager dafür verantwortlich zu sein.

Journalisten recherierten vor Ort und befragten Nachbarn. Zwei Zeuginnen stellten sich vor die Kamera und teilten ihre Beobachtungen mit, sie hätten Rebecca am Tag ihres Verschwindens am Montag gesehen. Beide sprachen bereits mit der Polizei.

„Gundula“, 54 Jahre, Krankenschwester, hätte sie am Vormittag mit einer rosa Decke auf der Straße gesehen.

„Das Mädchen Rebecca habe ich auch gesehen genau und auch mit ihrer rosa Wolldecke. Das war ungefähr, müsste es 11:30 oder 12:00 sogar gewesen sein. (…) Aber es war irgendwann um mittag.“ Siehe: https://www.bild.de/video/clip/berlin-regional/rebecca-ist-verschwunden-bild-auf-spurensuche-60474192.bild.html

Samantha sah sie an der Bushaltestelle gegen 18:00: „Ja, eigentlich stand sie ganz normal an der Bushaltestelle und hat da auch mit jemanden telefoniert gehabt. Das habe ich jedoch leider nicht mitbekommen, mit wem sie gesprochen hat.“ https://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Augenzeugin-will-Rebecca-an-Bushaltestelle-gesehen-haben-article20890715.html

Unverständlich erscheint, dass die Polizei ein Foto Rebeccas veröffentlicht, in dem ihre Lippen und Augen mit einem Bildbearbeitungsprogramm größer gemacht wurden. 

NSU-Komplex: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Polizisten, Bundesanwalt Diemer – aktualisiert am 24.03.19, 24.04.19

Aktuell sind im Zusammenhang mit dem NSU folgende Verfahren anhängig.

  • 227 Js 22943/17 – wegen Mordverdachts gegen Michael Menzel
  • 227 Js 9836/18 – wegen Verdachts der Beihilfe zum Mord gegen einen Angehörigen der KPS Eisenach
  • 227 Js 20232/18 – wegen Verdachts der Beihilfe zum Mord gegen zwei weitere Angehörige der KPS Eisenach
  • 227 Js 2767/19 – wegen Verdachts der Rechtsbeugung gegen Bundesanwalt Herbert Diemer (Aktenzeichen der Staatsanwaltschaft München I liegt noch nicht vor)
  • [gelöscht, da eingestellt, siehe Aktualisierung 24.03.19]
  • 227 Js 2772/19 – wegen Verdachts des Parteiverrats gegen die Zschäpe-Verteidiger; Grasel, Sturm, Stahl, Borchert und Heer (Aktenzeichen der Staatsanwaltschaft München I liegt noch nicht vor) [Eingestellt siehe Aktualisierung 24.04.19]
  • TH1103-021874-17/2 – Aktenzeichen einer Strafanzeige wegen Verdachts der Falschaussage gegen 12, vom Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss 6/1 vernommene Zeugen (Staatsanwaltschaft Erfurt hat bisher auf schriftliche Anfragen zur Übermittlung des dortigen Aktenzeichens nicht reagiert.

Weitere Auskünfte können erst erteilt werden, wenn das jeweilige Verfahren eingestellt ist. (§ 353d Nr. 3 StGB) Die Veröffentlichung der Aktenzeichen und der Verfahrensgegenstände erfolgt wegen des mittlerweile auch höchstrichterlich festgestellten, erheblichen Aufklärungsinteresses der Öffentlichkeit.

Der Blogbetreiber ist nicht Verfasser der Anzeigen!

„Aktualisierung 24.03.2019

227 Js 2791/19 – Geschäftszeichen StA München I – 127 Js 122398/19 – gegen Götzl, Lang, Kuchenbauer, Odersky, und Feistkorn wegen Verdachts der Rechtsbeugung – am 18.03.2019 gemäß § 152 Abs. 2 StPO eingestellt. Ergänzend wurde darauf verwiesen, dass es sich bei den Ausführungen des Anzeigeerstatters um bloße Spekulationen handelt, da die schriftliche Begründung des betroffenen Urteils noch nicht vorliegt.

Der Anzeigeerstatter wird gegen den Bescheid keine Beschwerde einlegen. Denn die Begründung der Verfahrenseinstellung ist aus Sicht eines nicht näher mit dem Gesamtgeschehen befassten Juristen plausibel. Insofern wird der Sachverhalt nach Vorliegen der schriftlichen Urteilsbegründung gegebenenfalls erneut zur Anzeige gebracht.“

Aktualisierung 24.04.19

„Von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wg. Verdachts des Parteiverrats gegen die Zschäpe-Verteidigung wurde mit Verfügung vom 11.04.2019 abgesehen.

Begründung: Keine tatsächlichen Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Straftat. Vielmehr handele es sich um den Vorwurf einer sog. Schlechtverteidigung. Diese aber sei nicht strafbar.“


Ende 2018 war TV-Premiere des Dokudramas „Wunder von Wörgl“

Das schweizer Fernsehen produzierte, in Kooperation mit dem bayerischen und österreichischen, eine historisch fundierte Erzählung über das sogenannte „Wunder von Wörgl“. Die kleine österreichische Stadt Wörgl konnte Anfang der 30er Jahre die Folgen der Weltwirtschaftskrise überwinden, indem die Vorschläge des Geldreformers Silvio Gesell umgesetzt wurden. Die Stadt führte eine umlaufgesicherte Parallelwährung ein. Statt das Geld zu horten, wurde es ausgegeben oder investiert. Als es „drohte“ sich herumzusprechen, beendete die Zentralbank das Geldexperiment. Der Bürgermeister Unterguggenberger wurde seines Amtes enthoben und bestraft.

Das Geldexperiment von Wörgl beweist, dass die Vorschläge Gesells erfolgreich umgesetzt werden könnten, im Gegensatz zu denen von Karl Marx. Trotz vieler schlecht ausgegangener Versuche, dessen Sozialismus umzusetzen, in unterschiedlichen Ländern der Welt, wird weiterhin Marx hochgehalten, die Reformvorschläge von Silvio Gesell oder Henry George ignoriert. Das große Problem der Linken ist, dass sie nicht zwischen Investoren und Spekulanten unterscheiden.

„Wenn Geld die Welt ruinieren kann, kann es sie vielleicht auch reparieren. Ein hoffnungsvolles Experiment vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus. Es gibt immer eine Alternative! SRF-Koproduktion mit dem ORF. Regie führte der Schweizer Urs Egger.

Als Vorlage diente die reale Geschichte des Tiroler Bürgermeisters Michael Unterguggenberger, der sich während der Weltwirtschaftskrise Anfang der dreissiger Jahre des vorigen Jahrhunderts an einem gewagten Experiment versuchte. Inspiriert vom Werk des Ökonomen Silvio Gsell, kreierte der Bürgermeister eine eigene Währung, um die Pleite seiner Gemeinde abzuwenden und die stillstehende Wirtschaft anzukurbeln.

In kurzer Zeit blühte der verarmte Ort dadurch wieder auf und erregte in der Presse grosses Aufsehen. Dies rief die Vertreter der Nationalbank in Wien auf den Plan. Durch Intrigen wurde eine grosse Bürgermeisterversammlung zum Thema «Schwundgeld» einberufen. Diese wurde von der Polizei gesprengt und Michael Unterguggenberger wegen Vergehens gegen das österreichische Geldmonopol festgenommen, verurteilt und inhaftiert. Zwei Jahre später brach in Österreich der Bürgerkrieg aus.“ Zitat aus https://www.srf.ch/sendungen/schweizer-film/das-wunder-von-woergl-tv-premiere

Im Portal „youtube“ ist der Film im Moment noch zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=86lEsnsnTcA

Wikipedia informiert auch über den Film: https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Wunder_von_W%C3%B6rgl

Ist ein Ermittler des Heilbronner Polizistenmordes, Autor von Buch „immer wieder töten“?

Das Buch „immer wieder töten“ stammt vom Autoren Peter F.. Es handelt über Serienmörder und wurde im September 2000 im Polizeiverlag veröffentlicht. Laut eines Kommentatores im Forum „jacktheripper“ soll es von einem Heilbronner Polizisten geschrieben worden sein. Bei „amazon“ bezeichnete ihn der DNA-Spurenforscher Mark Brenecke als „KOK F.“, was ebenfalls für einen Polizisten sprechen würde. Brenecke kommentierte das Sachbuch positiv, es würde „Theorien, Statistiken und Tatsachen aus dem Bereich des Serienmordes“ vorstellen. Ist ein Ermittler des Heilbronner Polizistenmordes, Autor von Buch „immer wieder töten“? weiterlesen

Führt neo-Liberaler Präsident Macri Argentinien in den zweiten Staatsbankrott?

Nachdem Mauricio Macri im Wahlkampf wie ein Sozialist klang („Armut null“), drückt er als Präsident ab 2015 eine knallharte neoliberale Wirtschaftspolitik durch, die im Interesse der Soja-exportierenden Großgrundbesitzer ist: Kürzung der Staatsausgaben, Streichung der Sondersteuern („retencionen“) für Agrarexporte, Liberalisierung des Arbeits- und Kapitalmarktes. Das Verhältnis der neoliberalen Regierung zum Internationalen Währungsfond (IWF) ist denkbar gut. Die Medien preisen die Regierung, dass sie das Land in die westliche „Werte“gemeinschaft re-integriert hat.  Führt neo-Liberaler Präsident Macri Argentinien in den zweiten Staatsbankrott? weiterlesen

Hessischer NSU-Untersuchungsausschusses findet keine Hinweise auf NSU-Haupttäter bei kasseler Ceska-Mord

Dem Untersuchungsausschuss des hessischen Landtages gelang es erwartungsgemäß nicht, den Mord an Halit Yozgat aufzuklären. Im über tausend Seiten zählenden Abschlussbericht wird deutlich, dass sich die Abgeordneten darauf beschränkten, die dubiosen Ermittlungen der Polizei darzulegen und zu verteidigen, als selbst aktiv aufzuklären. So bleiben die Widersprüche und Ungereimtheiten in der offiziellen Version bestehen, die stichpunktartig umrissen werden. Dadurch wird auch das Versagen der Abgeordneten klarer  – sie waren nicht bereit, die vorgegebene Version zu hinterfragen. Dabei stützen sich die Abgeordneten auf die (angebliche) NSU-„Selbstaufdeckung im Jahr 2011“ (S. 22).

Am 06.04.2006 erschossen bis heute Unbekannte zwischen 17:01 und 17:03 Halit Yozgat, in seinem Internetcafe in Kassel, als er hinter der Theke stand. In einem Nebenraum surfte während der Tat oder kurz danach der Geheimdienst-Agent Andreas Temme, genauso wie mehrere andere Zeugen. Es wäre ein großer Zufall, wenn der Mord nichts mit seiner Anwesenheit zu tun gehabt hätte, genau das legt jedoch der Abschlussbericht der schwarz-grünen Regierung nahe. Hessischer NSU-Untersuchungsausschusses findet keine Hinweise auf NSU-Haupttäter bei kasseler Ceska-Mord weiterlesen