Propaganda-Alarm „Mitten in Deutschland – NSU“

Die ARD wird in den kommenden Wochen eine Spielfilm-Trilogie namens „Mitten in Deutschland – NSU“ senden. Die Werbung zum Film lässt befürchten, dass es sich um ein übles Machwerk handeln könnte. Im Werbefilm wird die widerlegte These einer Haupt-Täterschaft von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt verbreitet!

ARD: „Erstes NSU-Ziel ist der Blumenhändler Enver Simsek, den Böhnhardt und Mundlos töten, nur weil er Türke ist.“

Für eine Täterschaft von Böhnhardt und Mundlos gab es an sämtlichen 29 NSU-Tatorten keine Beweise. Sichergestellte verdächtige DNA und Fingerabdrücke stimmten in keinem einzigen Fall mit dem Trio überein! Übrigens war Simsek ein Kurde.

Auch die Zeugenaussagen vor Ort entlasten das Trio eher.

Die Beweismittel-Sicherung im Wohnmobil und in der Zwickauer Wohnung ist wegen sich widersprechender Ermittler, haarsträubender „Pannen“ und fehlender Dokumentation unglaubwürdig. Wie kann es sein, dass an sämtlichen Waffen keine Fingerabdrücke des Trios sind, dass dort DNA-Spuren unbekannter Personen festgestellt wurden?

Desweiteren wird suggeriert, dass Simsek aus Rassismus ermordet wurde. Auch für diese Darstellung gab es nicht „nur“ bei Simsek, sondern bei sämtlichen Tatorten keine Beweise, zum Beispiel Drohungen, Aufmärsche, Angriffe von Neo-Nazis, Bekenntnisse, Aussagen im Vorfeld oder danach. Es wurden bei vier Morden zwei verdächtige Radfahrer beobachtet, die zum Teil als dunkelhaarige Südländer beschrieben wurden.

Im Gegenteil “nahezu alle“ Opfer wurden vor ihrer Ermordung bedroht – aber nicht von glatzköpfigen Nazis, sondern meist von dunkelhäutigen und -haarigen Männern. Manche der beobachteten Drohungen fielen in einer Fremdsprache. Teilweise stellten die Angehörigen sogar Verhaltensänderungen bei den späteren Opfern fest.

Die Angehörigen Simsek haben tatsächlich viel mitgemacht. Es muss fürchterlich gewesen sein, verdächtigt zu werden und gleichzeitig den Verlust des geliebten Familienmitglieds zu betrauern. Doppelt schlimm ist, dass sie bis heute die (wahren) Hintergründe nicht erfahren.

Damals war es jedoch die erste Untat der Mord-Serie. Daher ermittelte die Polizei zuerst im direkten persönlichen Umfeld des Opfers und ging dann nach Außen. Das ist ein normaler Ermittlungsvorgang, auch bei deutschen Mordopfern. Zuerst wird die Familie durchleuchtet, dann der Freundeskreis, das weitere Umfeld. Von Innen nach Außen.

In der Website zur Film-Triologie wird außerdem die widerlegte Behauptung verbreitet, Mundlos und Böhnhardt hätten sich am 04.11.11 umgebracht. Die Beweise vor Ort deuten dagegen klar auf einen behördlich vertuschten Doppelmord hin.

„Im November 2011 werden zwei junge Männer aus Ostdeutschland in einem ausgebrannten Camper tot aufgefunden: Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. Offenbar haben sie Selbstmord begangen. Ein Bekennervideo wird gefunden, der NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) fliegt auf. Vier Tage später stellt sich die Dritte im Bunde, Beate Zschäpe, freiwillig der Polizei. “ (ARD)

Am 04.11. wurde nicht der „Bekennerfilm“ gefunden, in dem Böhnhardt, Mundlos, Zschäpe übrigens gar nicht selbst auftreten. Laut Aktenlage wurden die Filme erst einige Tage später in einem nagelneuen Rucksack im verbrannten Wohnmobil nachträglich gefunden sowie nach fast einer Woche im Schutthaufen vor der Zwickauer Wohnung Zschäpes. Es besteht der begründete Verdacht, dass Beweise untergeschoben wurden. Weiter ist bis heute unbekannt, wer den Film erstellte und verteilte. Es besteht der Verdacht, dass Polizeifotos im Bekennerfilm enthalten sind.

Für wie dumm hält die ARD eigentlich ihre Zuschauer?

Nachdem bis 1998 Böhnhardt, Mundlos, Zschäpe bei verschiedenen kleineren Straftaten erwischt, verurteilt, teilweise eingesperrt wurden, wären sie nach 1998 nicht nur Zielfahndern entwischt, nein sie hätten 12 Jahre unentdeckt morden, bomben und rauben können, ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen. 

Höchstwahrscheinlich dient das Trio als Sündenböck, um das dahinterliegende kriminelle Netzwerk zu schützen. Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe waren dort höchstens kleine Lichter gewesen. Einen dementsprechenden Eindruck einer Befehlsempfängerin macht Beate Zschäpe im Gerichtsverfahren, indem sie die Anklage im wesentlichen bestätigt.

3 Gedanken zu „Propaganda-Alarm „Mitten in Deutschland – NSU““

  1. Ich denke nicht, dass die Angehörigen der „NSU Opfer“ nicht wissen, wer für den Tod ihrer Angehörigen verantwortlich ist, sondern, im Gegenteil, genau wissen, wer das war. Da sich aber ein bequemer Sündenbock anbot und man sich wohl als zu ohnmächtig empfand, den wahren Tätern die Schuld eindeutig nachzuweisen und der Repession dafür zuzuführen, hat man sich der „NSU“ Story angeschlossen.
    Diese ARD Machwerke sind offensichtlich deshalb verfasst worden, um der Generation Kukident und der obrigkeitshörigen unteren Mittelschicht das staatliche Narrativ einzuhämmern. Und das ist so ineffektiv auch wieder nicht. Wie oft habe ich am Arbeitsplatz im Kollegenkreis den Satz gehört : „es kam im Fernsehen, es stand in der Zeitung“, neuere Variante bei den Jüngeren ,“ich habs aus dem Internet“.

    MfG

  2. @dilldoldi hat vermutlich recht. Bei der Mehrheit der ARD oder ZDF-Zooschauer wird genau diese Desinformation hängen bleiben, dass es dieses schlimme Trio gewesen wäre und niemand sonst solche Taten verübt hat. Die Gegenöffentlichkeit ist immer noch marginal. Der Kampf um die Deutungshoheit könnte sich noch jahrelang hinziehen und solange werden wir solche Filmchen sehen. Also Obacht bei den „Rechten“, den Nazis und der AFD, aber bitte, bitte nicht beim Verfassungsschutz und der Justiz.

  3. Man sollte immer hellhörig werden wenn ein Staat etwas verfilmen lässt bei dem noch nicht einmal ein Urteil feststeht. Auch die Länge des Prozesses sollte zu denken geben.

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