Förderte der Verfassungsschutz Ku Klux Klan – Gruppen?

Der Verfassungsschutz förderte durch bezahlte Informanten den Ku Klux Klan (KKK). Es gibt Hinweise, dass manche offenbar mit dem Trio Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe vernetzt waren. KKK-Mitglieder waren Kollegen der ermordeten Polizistin Kiesewetter. Dabei warnte bereits 1990 der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordneter Hermann Scheer vor der Gladio -Geheimarmee, „diese sei fast wie ein Ku-Klux-Klan“ (KKK) (heise) aufgebaut. Jetzt 12 Jahre später scheint seine Warnung bittere Realität. Die Sicherheitsbehörden dementieren und vernichten Akten.

1. Ku Klux Klan (KKK)

Der terroristische Geheimbund wurde 1865 in den USA gegründet:

Unter weißen Kapuzen versteckt, greifen die gewaltbereiten Mitglieder Menschen mit nicht-weißer Hautfarbe und Politiker an, die sich gegen Rassismus einsetzen. Kennzeichen sind auch große Kreuze, die unter freien Himmel nächtens angezündet werden. Zwar verbot der US-Staat die Organisation bereits 1882, jedoch kann sie sich im Untergrund halten und auch in Europa ausbreiten (silberpapier).

2. KKK in Europa

Carsten Szczepanski (im Zeugenschutzprogramm)

Der “Klan” wäre in den 90-er Jahren zum Vorbild für deutsche Neonazis geworden. Im Jahre 1991 beschloss u. a. der frühere Leiter der „White Knights of the Ku-Klux-Klan“, Denis Mahon, am Rande eines Konzertes in Brandenburg, eine deutsche Sektion des KKK zu gründen. Carsten Szczepanski „zeigte reges Interesse an der Idee“ und bezeichnet sich als „Führer der „White Knights of the Ku Klux Klan/Germany.“ (silberpapier)

Szczepanski …

„… inszenierte im September 1991 in der Nähe von Königs Wusterhausen eine Kreuzverbrennung (…).“ (jw)

Er war auch Informant des brandenburgischen VS, Deckname „Piato“. Er hätte „die militante rechte Szene in Brandenburg von Anfang an mitaufgebaut.“ (jw). Für „Piatos“ Einsatz sprach sich eine bekannte Persönlichkeit aus, der Name wird vom Geheimdienst geheimgehalten …

„Bei wem? Schweigen. Förster sagt nur, diese Persönlichkeit, mit der Ziel befreundet gewesen sei, wäre inzwischen verstorben. Ziel attestiert seinem Ratgeber sogar internationale Bekanntheit. Wer war der Ratgeber? Nur ein Freund? Vielleicht ein Kirchenfürst? Kaum. Ziel brauchte irdische Rückendeckung. Was sagen Woidkes Akten? Nichts.“ (nsu-watch)

Laut des damaligen Brandenburgischen Innenministers Alwin Ziel (SPD) hätte sich der ehe. Vorsitzende des Zentralrates der Juden, Ignatz Bubi, für den Einsatz von „Piato“ ausgesprochen:

„Der damalige brandenburgische Innenminister Alwin Ziel von der SPD bestätigte nun, dass Ignatz Bubis vom Zentralrat der Juden ihn ermutigte, ihn als V-Mann einzusetzen. (Hajo Funke)

„Piato“ gab 1998 dem VS tatsächlichen einen Hinweis auf das flüchtige Trio …

Ein V-Mann des märkischen Verfassungsschutzes mit dem Decknamen „Piato“ hatte vor 13 Jahren berichtet, dass der sächsische Neonazi Jan W. dabei sei, Waffen für Uwe Bönhardt, Beate Zschäpe und Uwe Mundlos zu beschaffen. Mit den Waffen habe das Trio weitere Überfälle begehen und sich mit geliehenen Pässen absetzen wollen. Die Informationen leitete die märkische Behörde an die Kollegen in Sachsen und Thüringen sowie an das Bundesamt für Verfassungsschutz weiter. “ (ma)

Der Hinweis fand jedoch nicht seinen Weg zur Thüringer Zielfahndung, die nach dem Trio fahndete. Jedoch wurde von der Fahndung eine SMS von Jan W.´s Handy aufgenommen. Seine SMS ging an „Piatos“ Handy, welches beim Brandenburgischen Ministerium des Inneren registriert war: Jan W. fragte: “Wo ist die Bums?” Da jedoch die Zielfahndung nicht vom Verfassungsschutz informiert wurde, das sich das Trio bewaffnen wolle, wurde diese Spur nicht weiterverfolgt (25).

„Piato“ wurde „im Jahre 2000 als V-Mann der Verfassungsschutzabteilung des Innenministeriums des Landes Brandenburg enttarnt“ (UB) und kam in ein Zeugenschutzprogramm.(ma)

„Nach seiner Enttarnung – die von Todesdrohungen aus der rechtsextremen Szene begleitet war – tauchte Piato gemeinsam mit Frau und Kind im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms unter. Sein Aufenthaltsort wird gehütet wie ein Staatsgeheimnis.“ (ma)

3. „European White Knights of the Ku-Klux-Klan“ (EWK KKK)

Dieser KKK-Ableger wurde 2000 in Deutschland gegründet und „existierte bis etwa Anfang 2003“. Es hatte ungefähr 20 Mitglieder in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern. (Tagesspiegel). Ein V-Mann des Landesamtes für Verfassungsschutz wäre

„… Gründer und Anführer der Gruppierung European White Knights of the Ku Klux Klan – Realm of Germany“ gewesen, (…). (…) ein Beamter des Landesamtes für Verfassungsschutz stehe im Verdacht, im Jahr 2002 „anonym vertrauliche Informationen“ an den Anführer der deutschen KKK-Filiale gegeben zu haben. “ (Tagesspiegel)

„Ryan Davis“

Er erhielt offenbar den geheimdienstlichen Tarnnamen „Ryan Davis“. Er wurde im Jahr 2002 vor polizeilichen Abhörmaßnahmen durch den VS gewarnt.

„Ein Beamter des Nachrichtendienstes soll einem hochrangigen KKK-Mitglied in Schwäbisch Hall ein Dienstgeheimnis verraten haben: nämlich, dass dessen Telefon abgehört wird.“ (focus)

„Die Polizei führte wohl vor zwölf Jahren ein Ermittlungsverfahren gegen Achim S., der in der Klu-Klux-Klan-Szene unter dem Tarnnamen „Ryan Davis“ aktiv gewesen sei. Bei einer Hausdurchsuchung im Dezember 2000 hätten die Ermittler Beweise gefunden, die die Rolle von Achim S. beim KKK belegt hätten. (Südkurier)

Das ehemalige Clan-Mitglied Achim Schmid bestätigt diese Warnung: „Thorsten D. wollte Informationen, bot mir im Gegenzug Schutz für den Klan an.“ Der am Verrat beteiligte Verfassungsschützer wanderte 2006 nach Amerika aus (swp).

Seine Akten wurden vernichtet:

„Stern.de meldet nun, bei den geschredderten Personalakten des Verfassungsschutzes seien auch die Dokumente zum führenden KKK-Kader Achim S. vernichtet worden. Der Neonazi soll auch als V-Mann Informationen an den Geheimdienst verkauft haben.“ (tagesschau)

„Corelli“ (im Zeugenschutzprogramm)

Ein weiteres Gründungsmitglied war Thomas Richter, der seit 1997 Informant des Verfassungsschutzes war, Deckname „Corelli“ (Spiegel). Insgesamt erhielt er 180.000 Euro Honorar. Aus Steuermitteln wäre auch eine Reise in die USA finanziert worden, wo er zu „einem Treffen des rassistischen Geheimbunds in die USA eingeladen wurde“. (spiegel) Außerdem gibt es einen Richter belastenden Hinweis in einer Broschüre …

„Richter unterstützte auch die Neonazi-Postille Der Weiße Wolf, die schon im Jahr 2002 einen „Dank an den NSU“ druckte.“ (jw) (youtube)

4. Frau Kiesewetter und der Ku Klux Klan

Laut stern gäbe es sogar noch einen weiteren, unbekannten Informanten des Baden-Württemberger VS (stern) im EWK KKK. Von 20 Clan-Mitgliedern waren also mindestens 3 V-Personen und 5 Polizisten. Dies lässt den FDP-Bundestagsabgeordneten Wolff im Bundestags-Untersuchungsausschuss fragen:

„Gab es unter den 19 Mitgliedern beim Ku-Klux-Klan überhaupt Mitglieder, die nicht bei Sicherheitsbehörden waren?“ (stern)

Trotz all dieser Informanten fehlen die KKK-Aktivitäten in den Jahresberichten des Bundesamt für VS völlig (gamma). Clemens Binninger, CDU-Obmann im Untersuchungsausschuss, ist die Affäre „dubios“:

„Der KKK komme ihm vor wie ein „Testballon“, sprich: ein Projekt der Sicherheitsbehörden. Vielleicht habe man geschaut, wie weit man mit dieser Gruppierung komme und dann die Luft wieder rausgelassen, mutmaßt er.“(kontext)

 Die Polizisten und ehemaligen Clan-Mitglieder …

„Timo H. und Jörg W. gehörten zur selben Böblinger Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit, wie von 2005 an auch die später getötete Polizistin Michèle Kiesewetter.“ (swp)

„Aktenkundig ist auch ein Vorfall 2006 an einer Tankstelle, als Beamte der Einheit in ihrer Freizeit betrunken eine Schlägerei mit Ausländern angezettelt hatte. Jörg W. fiel noch 2011 mit seiner rechten Gesinnung auf. In einer Kneipe stimmte er ausländerfeindliche Lieder an. H. und W. sind heute noch im Dienst.“(ebd)

Gerade Timo H. war …

„… am Tag des Polizistenmords Verantwortlicher der Böblinger Einheit in Heilbronn. Zur Tatzeit hielt er sich nur 250 Meter entfernt auf.“(ebd)

Die Bild-Zeitung berichtet, dass er jedoch …

„… nicht für die Einteilung der Kollegin Kiesewetter in den Dienstplan zuständig [gewesen wäre]“ (Bild)

Frau Kiesewetter brach ihren Urlaub kurzfristig ab, „um für einen Kollegen einzuspringen.“  (ebd)

Weiter verteidigen sich die Polizisten, dass sie nicht geahnt hätten, dass der Geheimbund rassistisch und voller Neonazis sei:

„Erst als ein ostdeutscher Neonazi bei einem EWK-Treffen auftrat, der eintätowierte Bilder von Adolf Hitler auf dem Körper trug und betont aggressiv auftrat, sei er hellhörig geworden, berichtete einer der Polizisten.“ (Spiegel)

Laut des Informanten „Corelli“ hätte zu den KKK-Mitgliedern auch eine Beamtin aus dem Stuttgarter Rauchgiftdezernat gehört (BZ). Frau Kiesewetter war als verdeckte Ermittlerin im Drogenmilieu aktiv gewesen (focus). Auch die Abgeordneten des Untersuchungsausschusses

„… wissen aus den Akten von mindestens drei weiteren Beamten, die Kontakt zum KKK hatten, darunter eine Polizistin.„(kontext)

„Und entgegen der offiziellen Version, der rassistische Geheimbund habe sich 2003 aufgelöst, soll er noch bis mindestens Oktober 2004 aktiv gewesen sein.“

Kiesewetter war 2003 mit einer Thüringer Polizistin im Urlaub, die ab 2007 Kontakte zu rechtsextremen Kreise hatte (taz) und 2009 vom Dienst vorübergehend supendiert wurde.

„Die Polizistin beschrieb Marcel W. als guten Freund des mutmaßlichen NSU-Helfers André K., den das Trio seit Mitte der 90er-Jahre kannte. Und W. war auch mit Stefan A. bekannt – einem Cousin von Beate Zschäpe.“ (ebd)

Die Thüringer Polizistin war damals Lebensgefährtin von Kiesewetters Patenonkel Mike Wenzel (swp); 2006 an Weihnachten hätten sie sich zuletzt getroffen.“(taz) Wenzel vermutete schon kurz nach der Ermordung seines Patenkindes 2007 einen Zusammenhang zu den „Türkenmorden“ (BR). Er …

„… arbeitete beim polizeilichen Staatsschutz in Saalfeld (…). Der Vorgesetzte von Wenzel ist jener Kriminaldirektor Michael Menzel aus Gotha.“ (kontext)

Laut Aussage des pensionierte Thüringer Verfassungsschützers Herrn Wießner hätte „Kurz nach Auffinden der Leichen von Mundlos und Böhnhardt am 4. November 2011“ der Leiter der Polizeidirektion Gotha, Michael Menzel, bei ihm angerufen.  „Der Leiter habe ihm von den beiden Toten erzählt und ihn gefragt, ob er wisse, wo Zschäpe sei.“ (zeit)

5. NSU und der KKK

Die mutmaßlichen NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe waren indirekt mit Mitgliedern der „Weißen Bruderschaft Erzgebirge“ (WBE) verbunden, da es „sich (…) als Teil des internationalen rechtsterroristischen Netzwerks „Blood & Honour““ verstand (n-tv).

„Die Ende der 90er Jahre gegründete „Weiße Bruderschaft Erzgebirge“ verstand sich dem Bericht zufolge als Teil des internationalen rechtsterroristischen Netzwerks „Blood & Honour“. Die WBE soll demnach enge Verbindungen zur Thüringer „Blood & Honour“-Szene unterhalten haben, in der bis zu ihrem Abtauchen Anfang 1998 auch die vor sechs Wochen ums Leben gekommenen mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos aktiv gewesen sein sollen.“(n-tv)

„Rechtsextreme Skinheads, insbesondere aus der Blood & Honour-Bewegung, berufen sich auf das rassistische Gedankengut des Ku Klux Klan.“ (die-gruppe-md)

Beate Zschäpe und Uwe Böhnhardt wurden während einer Kreuzverbrennung fotografiert:

„Im Jahr 1996 fanden Beamte der Kripo in Jena Dutzende von Fotos bei der Durchsuchung der Wohnung von Beate Zschäpe. Die Farbbilder zeigen bekannte Köpfe – den Kameradschaftsführer von Jena, die später als Terror-Helfer verdächtigten Ralf Wohlleben und Holger G. sowie Uwe Böhnhardt. Die Neonazis posieren vor einem brennenden Holzkreuz – einem der Symbole des Ku Klux Klans.“ (mdr)

An dieser Kreuzverbrennung hätte auch „der Neonazi Markus Friedel“ teilgenommen, der später „nach Heilbronn“ zog! (kontext)

1998 wurde Beate Zschäpes Garage durchsucht, es wurde eine Telefonliste entdeckt, die Herr Mundlos zusammenstellte. Es befand sich dort der Name „Thomas Richter“, der 2000 den KKK mit-gründete.

Verfassungsschützer Günter Stengel

Im Jahr 2003 erfuhr ein Beamter des Baden-Württembergischen Verfassungsschutzes von einer „Thüringer Neonazi-Gruppe mit dem Kürzel NSU“. Sein Informant „Stauffenberg“ hätte auch den Namen „Mundlos“ genannt. Der Kontext schreibt, dass nach dem Gespräch der Verfassungsschützer Günter Stengel einen Bericht fertigte. „Doch dann forderten seine Vorgesetzten ihn auf, diesen Bericht zu vernichten.“ Als Begründung sagte Stengel vor dem Bundestag-Untersuchungsausschuss (UE):

„Mein Vorgesetzter sagte, das muss alles gelöscht werden. NSU sei als Organisation nicht bekannt und Einzelpersonen beobachten wir nicht. Ich löschte alles.“ (FR)

„Die Sache mit dem Informanten Stauffenberg schien erledigt. Doch im Jahr 2005, so Stengel weiter, habe er einen Anruf von einem Verfassungsschutzkollegen des Bundesamts bekommen. Der habe nach Stauffenberg und dessen Informationen gefragt. Er, Stengel, habe sie daraufhin nach Köln geschickt. „Das war ein großer Fehler“, weiß er heute: „Ich wusste nicht, dass das BfV das nicht wissen durfte.“ Er bekam im LfV eine offizielle Rüge. Das bedeutete Beförderungsstopp, den Anfang vom Ende seiner Karriere. Zwei Jahre später wurde er, 55 Jahre alt, wegen „Dienstunfähigkeit“ in den Ruhestand versetzt. (…)“ (kontext)

Stengel: Doch als „November 2011 alles aufflog, meldete ich mich beim BKA. Daraufhin hieß es, ich mache mich wegen Verletzung des Dienstgeheimnisses strafbar.“ (FR) Der Verfassungsschutz dementierte vor dem UE diesen Bericht. Auch der Informant „Stauffenberg“ bestätigte die Aussagen Stengels nicht. (kontext)

Ludwigsburg-Verbindungen

Laut Thomas Wüppesahl, Bundessprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft kritischer Polizistinnen und Polizisten (wiki) e.V., wären „Ende der 90er“ bis 2003  …

„… weit über ein Dutzend, wenn nicht Dutzende Polizeibeamte aus Baden Württemberg mit dem NSU in Kontakt gewesen (…).“ (friedensblick).“

Sie hätten in der Nähe des späteren Tötungsortes Kiesewetters in Heilbronn zusammen gefeiert (ebd.). In der Nähe von Heilbronn kaufte der Thüringer V-Mann Tino Brandt ein Haus, auch hätten dort …

„… Nach Recherchen von MDR THÜRINGEN und SWRinfo (…) drei frühere Rechtsextremisten (…) zwischen 2001 und 2006 eine Internetfirma [gehabt] (…). Einer der drei war zwischen 1996 und 1997 V-Mann des baden-württembergischen Verfassungsschutzes und später Landeschef der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“.“ (mdr)

Darüberhinaus hätten „Neo-Nazis aus Baden-Württemberg häufig die Kameraden in Jena“ (publikative) besucht.

„Da ist Andreas Graupner, ein Vertrauter des Trios, der 2001 seinen Wohnsitz von Chemnitz nach Ludwigsburg verlegte und in der Rechtsrock-Band Noie Werte mitspielte. Die NSU-Mord-DVDs sind mit Musik der Gruppe unterlegt.“ (kontext)

Ralf Wohlleben wäre für die Organisation dieser Treffen mitverantwortlich gewesen, der „seit Dezember 2011 als mutmaßlicher Terror-Helfer in Untersuchungshaft.“ (publikative)

Desweiteren taucht „eine besondere Person auf: Thomas Starke, ebenfalls Kontaktmann zum Trio und spätestens ab 2000 Informant des Landeskriminalamts Berlin.“

„Was Starke, die „V-Person 562“, alles berichtete, ist nicht ganz klar. Auch in Berlin wurden Polizeiakten in den Reißwolf gesteckt. Der VP-Führer wurde im Ausschuss unter Ausschluss der Öffentlichkeit befragt. Eine Information Starkes vom August 2003 verweist auf einen Ludwigsburger, der mit Waffen handelte. In einem Brief an Starke schwärmte Mundlos von einem Waffenladen in Ludwigsburg. Insgesamt eine regelrechte „Ludwigsburg-Connection“, so der Ausschuss.“ (kontext)

6. Der NSU-Wohnwagen

Im unmittelbaren Anschluss an den Kiesewetter-Mord wurde während der Ringfahndung am 25. April 2007 ein Kennzeichen eines Wohnmobils registriert, “das das NSU-Mitglied Uwe Böhnhardt angemietet [mit seinem Alias-Namen Holger Ge.] hatte und mit dem die mutmaßlichen Täter geflüchtet sind.“ (Kontext) Böhnhard und Mundlos sollen nach einer kurzfristigen Dienstplanänderung Kiesewetters die Mietzeit ihres Wohnmobils verlängert haben (taz).

„Tagelang hatten Böhnhardt und Mundlos ihrem Opfer offensichtlich vergeblich aufgelauert. Was sie wohl nicht wussten: Kiesewetter machte kurzfristig Urlaub bei ihrer Mutter in Thüringen.

Telefonisch bat sie bei ihrer Dienststelle in Heilbronn, am 25. April doch Streife fahren zu dürfen, obwohl sie ursprünglich noch frei machen wollte. Prompt verlängerten die NSU-Mörder den Mietvertrag für ihr Wohnmobil.“ (bild)

Die Sicherheitsbehörden glauben, dass u. a. Frau Zschäpe kurz vor dem Kiesewetter-Mord am Heilbronner Bahnhof gefilmt wurde. Das Fotos zeigt, „ein junges Paar auf, das durch die Bahnhofshalle läuft. Die Frau, die in Zs Alter ist und schwarze schulterlange Haare trägt, und der fast glatzköpfige Mann unterhalten sich und verlassen dann das Gebäude.“ (lichtstadt)

foto: lichtstadt-blog

7. Strategie der Sicherheitsbehörden „Akten-Vernichten & dementieren“

Die Tagesschau meldet am am 09.11.2012:

„(…) bei den geschredderten Personalakten des Verfassungsschutzes seien auch die Dokumente zum führenden KKK-Kader Achim S. vernichtet worden. Der Neonazi soll auch als V-Mann Informationen an den Geheimdienst verkauft haben. (…) insgesamt 94 Personalakten im Reißwolf gelandet, darunter mehrere, die beim NSU-Komplex durchaus relevant erscheinen (…).“ (tagesschau)

Während der Ermittlungen hätten sich bisher „keinerlei Hinweis darauf ergeben, dass es eine Verbindung zwischen dem deutschen Ableger des KKK und dem NSU gab oder gar die Polizisten etwas mit den Taten zu tun haben.“

Es gibt keinen einzigen Anhaltspunkt, dass andere Personen oder Organisationen außer den NSU-Mitgliedern an der Tat beteiligt sein könnten, in welcher Form auch immer“, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft (…). (taz)

Eingehende Informationen über das Gladio-Netzwerk.

13 Gedanken zu „Förderte der Verfassungsschutz Ku Klux Klan – Gruppen?“

  1. Korrekturvorschlag für obigen Artikel:

    Der letzte Link (ma) in folgendem Abschnitt funktioniert nicht richtig:

    “Piato” wurde “im Jahre 2000 als V-Mann der Verfassungsschutzabteilung des Innenministeriums des Landes Brandenburg enttarnt” (UB) und kam in ein Zeugenschutzprogramm.(ma)

    falscher Link:
    http://friedensblick.de/3433/ku-klux-klan-vom-verfassungsschutz-gefoerdert/M%C3%A4rkischer%20V-Mann%20gab%20Hinweise

    ehemals korrekter Link:
    http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12228766/62249/
    bzw
    http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12228766/492531/Maerkischer-V-Mann-gab-Hinweise-Piato-warnte-schon.html

    Allerdings hat die Märkische Allgemeine diesen Link inzwischen auch gelöscht bzw den Artikel ins Archiv verschoben.

    Wenn man allerdings im dortigen Archiv nach dem Artikel sucht, dann findet man ihn nicht wieder.
    Hast du diesen Artikel auch noch bei dir lokal gespeichert und einen Screenshot gemacht?
    Man sollte immer alle Seiten zum jeweiligen Thema lokal als html und als Screenshot sichern.

    1. Danke, leider habe ich keine Sicherung der verlinkten Websiten gemacht. Es wäre wirklich sehr notwendig. Jedoch fand ich den Artikel im kostenfreien online Archiv der Zeitung.

  2. Du hattest in zwei Artikeln mal die Namen der Opfer erfragt, deren Bild im NSU-Video zu sehen sind.

    Diese Frage ist jetzt geklärt.

    http://friedensblick.de/1349/email-an-mitglieder-des-untersuchungs-ausschusses-nsu/#comment-217
    http://friedensblick.de/3390/identitaet-der-ermordeten-im-nsu-bekennerfilm

    Antwort:
    Die 3 Fotos im NSU-Video stammen von den Opfern Enver Simsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Taskörpü.

    Am 9. September 2000 töteten sie in Nürnberg den türkischen Staatsangehöriger Si. in seinem mobilen Blumenverkaufsstand durch mehrere Schüsse. Von dem niedergestreckten Opfer fertigten sie Bild-aufnahmen.
    – Am 13. Juni 2001 töteten sie in Nürnberg den türkischen Staatsangehörigen Ö. in den Räumlichkeiten seiner Änderungsschneiderei durch zwei Kopfschüsse. Auch hier lichteten sie das Opfer nach der Tat ab.
    – Am 27. Juni 2001 töteten sie in Hamburg den türkischen Staatsangehörigen T. in den Räumlichkeiten seines Gemüsehandels durch drei Kopfschüsse. Vom Opfer fertigten sie nach der Tat ebenfalls Bildaufnahmen.

    Quelle:
    BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS
    vom 28. Februar 2012
    in dem Ermittlungsverfahren gegen Beate Z s c h ä p e
    http://nsu-watch.apabiz.de/files/2012/03/BGH-Haftbeschwerde-Zschaepe.pdf
    Seite 6

    Es wurden also die ersten 3 Opfer fotografiert und alle weiteren Opfer wurden nicht fotografiert.

    Jetzt müsste man noch abgleichen, ob Andreas Temme für die ersten drei Morde ein wasserfestes Alibi hat.

  3. Zu dem Patenonkel, der einen Zusammenhang zwichen dem Mord an Michelle Kiesewetter und den Döner-Morden vermutete:

    Dieser Patenonkel kam wohl gar nicht selber auf diesen Zusammenhang, sondern er wurde von einem Kollegen darauf aufmerksam gemacht.
    Der Zusammenhang besteht erstens im Kaliber der Tatwaffe und in der Verwendung eines Fahrrades.
    Es hatte also gar nichts mit einer möglichen rechtsradikalen Verbindung von Kiesewetter zu tun.
    Diese Spur ist tot.

    Zitate:

    Der Patenonkel, selbst Polizist, sprach bereits am 3. Mai 2007 von einem möglichen Zusammenhang zu den „Türkenmorden“, einer Mordserie an Migranten, wie es in der Ermittlungsakte protokolliert wurde. Demnach sei er damals von einem Kollegen angesprochen worden, der einen Zusammenhang gesehen habe.

    http://www.morgenweb.de/nachrichten/politik/so-komplex-war-noch-kein-fall-1.723221

    Darin sagt der bei der Thüringer Polizei beschäftigte Patenonkel aus, dass seiner Meinung nach aufgrund der Tatwaffen und der Kaliber „ein Zusammenhang mit den bundesweiten Türkenmorden“ bestehe; auch ein Fahrrad solle eine Rolle spielen. Ein weiterer Kollege habe ihn daraufhin angesprochen.

    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.neonazi-terror-patenonkel-der-toten-polizistin-wusste-bescheid.785ffd14-3bc2-4b1a-8ae0-9fcb9963f2c0.html

    http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.neonazi-terror-patenonkel-der-toten-polizistin-wusste-bescheid.785ffd14-3bc2-4b1a-8ae0-9fcb9963f2c0.html

  4. Man vergleiche mal folgende beide Aussagen über die Polizisten im Ku-Klux-Klan.

    1.
    Die Polizisten verteidigen sich, dass sie nicht geahnt hätten, dass der Geheimbund rassistisch und voller Neonazis sei:

    „Erst als ein ostdeutscher Neonazi bei einem EWK-Treffen auftrat, der eintätowierte Bilder von Adolf Hitler auf dem Körper trug und betont aggressiv auftrat, sei er hellhörig geworden, berichtete einer der Polizisten.“

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/polizisten-aus-baden-wuerttemberg-waren-bei-ableger-des-ku-klux-klan-a-847685.html

    2.
    Polizisten angeblich extrem radikal

    An anderer Stelle heißt es in der geheimen Verfassungsschutz-Akte: „Bemerkenswert ist, dass die von den bekannt gewordenen Polizeibeamten vertretenen Ansichten als extrem rechtsextremistisch eingestuft und deshalb von den meisten Mitgliedern abgelehnt wurden.“ Die Polizisten waren angeblich sogar anderen im Klan zu radikal.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/rassistischer-geheimbund-radikale-beamte-beim-ku-klux-klan-1.1548927

  5. Das Rätsel um die beim Banküberfall benutzte Schreckschusswaffe könnte ebenfalls gelöst sein.
    Es handelt sich vermutlich um die zur scharfen Waffe umgebaute Schreckschusspistole „Bruni 315 Auto“.

    Zitat:
    Am Morgen des 7. September hatte es einen Überfall auf eine Sparkasse in Arnstadt (Thüringen) gegeben.
    Die Täter waren mit einer Schreckschuss-Waffe und einer scharfen Waffe ausgestattet
    http://www.bild.de/news/inland/nsu/was-geschah-beim-tod-von-mundos-und-boehnhardt-21238262.bild.html

    Zitat:

    In Verfolgung der gemeinsam beschlossenen Ziele begingen im Ein-zelnen nicht ermittelte Mitglieder der Gruppierung unter Verwendung einer Pis-tole Ceska 83 Kaliber 7,65 mm – am 9. September 2000 und am 27. Juni 2001 auch einer zur scharfen Waffe des Kalibers 6,35 mm umgebauten Schreckschusspistole Bruni 315 Auto – jedenfalls die nachfolgend aufgeführten Mord-anschläge gegen in der Bundesrepublik Deutschland wohnhafte Personen aus-ländischer Herkunft:

    Quelle:
    BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS
    vom 28. Februar 2012
    in dem Ermittlungsverfahren gegen Beate Z s c h ä p e
    http://nsu-watch.apabiz.de/files/2012/03/BGH-Haftbeschwerde-Zschaepe.pdf
    Seite 6

  6. Zitat:

    Um dies zu verhindern, entschloss sie sich, die Gegenstände, die in der von ihr sowie Böhnhardt und Mundlos zuletzt gemeinsam genutzten Wohnung im 1. Obergeschoss des Mehrparteienwohnhauses in Z. , F. straße , verblieben waren und die Rückschlüsse auf ihre Identität und den Umfang ihrer Tatbeteiligung erlaubten, insbesondere die Tatwaffen, die zum Versand vorbereiteten DVDs und persönliche Papiere, dadurch zu beseitigen, dass sie die Wohnung durch Brandlegung zerstörte.

    Quelle:
    BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS
    vom 28. Februar 2012
    in dem Ermittlungsverfahren gegen Beate Z s c h ä p e
    http://nsu-watch.apabiz.de/files/2012/03/BGH-Haftbeschwerde-Zschaepe.pdf
    Seite 9

    Dann die folgenden Zitate, die die angebliche Vernichtung der DVDs ad absurdum führt:

    Einen Teil der versandfertigen DVDs nahm sie mit.

    Die mitgenommenen DVDs gab sie zur Post;

    Im Anschluss daran tauchte die Beschuldigte zunächst unter. Die mitgenommenen DVDs gab sie zur Post; zwölf Sendungen konnten später bei den vorgesehenen Empfängern sichergestellt werden. Am 8. November 2011 stellte sich die Beschuldigte schließlich in Jena der Polizei.

    Warum sollte Beate denn gleichzeitig die DVDs vernichten und veröffentlichen wollen?
    Merken die Juristen gar nicht, dass sie sich selber widersprechen?

    Es erklärt auch nicht die DVD in Nürnberg:

    Zitat:

    Allerdings konnten an keinem der sichergestellten Umschläge Fingerabdrücke oder DNA-Spuren von Zschäpe gesichert werden.
    Ob sie die Umschläge wirklich verschickt hat, ist daher fraglich. Zumal in mindestens einem Fall, in Nürnberg, das Video in einem unfrankierten Umschlag den Adressaten erreicht hatte.

    http://www.ksta.de/politik/nsu-indizien-und-luecken,15187246,16840254.html

    Außerdem war Beate Zschäpe nachweislich gar nicht in Nürnberg, denn ihr Fluchtweg wurde minutiös rekonstruiert:

    Flucht von Beate Zschäpe:

    04.11.2011 15:08 Haus in Zwickau explodiert

    04.11.2011 15:19 bis 15:34: Beate Zschäpe ruft 4 mal auf dem Handy von Andre Eminger an.
    Nur beim dritten Mal kommt ein Gespräch zustande.

    5.11.2011 07:06 Uhr: Beate Zschäpe ruft von einer öffentlichen Telefonzelle die Auskunft an und ruft danach die Eltern von Mundlos und Böhnhardt an.

    5.11.2011 08:32 Uhr: Chemnitz Hauptbahnhof. Entweder um 08:32 Uhr oder eine Stunde später steigt Beate Zschäpe in einen Zug nach Leipzig ein.

    5.11.2011 11:37 Uhr: Leipzig Hauptbahnhof. Beate Zschäpe kauft an einem Automaten eine Guthabenkarte für einen Intenret-Hotspot. Sie sitzt in einer Burger-King-Filiale und surft über eine Stunde im Internet.

    5.11.2011 13:11 Uhr: frühestens um 13:11 Uhr fährt Beate mit dem Zug nach Eisenach.

    5.11.2011 nachmittages wird Beate in Eisenach Stregda am Tatort des Wohnmobilbrandes gesehen.

    5.11.2011 21:02 Uhr: Eisenach Hauptbahnhof. Spätestens um 21:02 Uhr nimmt Beate den Zug nach Bremen.
    An diesem und am folgenden Tag werden in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt 6 der insegsamt 12 DVDs aufgegeben.
    Alle Umschläge sind mit der Briefmarke „1.100 Jahre Limburg a.d. Lahn“ frankiert.

    6.11.2011 03:48 Uhr bis 04:19 Uhr: Bremen Hauptbahnhof. Beate kauft für diesen Sonntag am Automaten ein Schönes-Wochenend-Ticket für 39 Euro. Um 04:19 Uhr fährt sie nach Hannover.

    6.11.2011 05:38 Uhr: Hannover Hauptbahnhof. Beate kommt mit 17 Minuten Verspätung an.

    6.11.2011 15:02 Uhr: Uelzen Hauptbahnhof. Auf unbekanntem Weg ist Beate nach Uelzen gelangt. Sie fährt um 15:02 Uhr nach Magdeburg weiter. 1 Stunde und 49 Minuten dauert die Fahrt.

    6.11.2011 19:22 Uhr: Halle Hauptbahnhof. Abfahrt um 19:22 Uhr nach Eisenach. Um 21:44 Uhr kommt der Zug mit 2 Minuten Verspätung an.

    7.11.2011 03:51 Uhr: Weimar Hauptbahnhof. Beate zeiht am Automaten eine Bahnkarte für eine Fahrt nach Halle an der Saale. Das Ticket kostet 15,80 Euro. Ihr Zug geht um 04:16 Uhr und kommt pünktlich um 05:50 Uhr an.

    7.11.2011 11:45 Uhr: Halle, Innenstadt. Beate läuft am Franckenplatz vor eine Straßenbahn. Sie springt im letzten Moment nach hinten.
    Eine Passantin kümmert sich um die Frau. Beate nennt sich „Beate“. Um 17 Uhr gehen beide zum Gahnhof.

    7.11.2011 20:30 Uhr: Halle Hauptbahnhof. Ein Zeuge sieht Beate. Sie blättert in Fahrplänen Halle-Braunschweig und Halle-Dresden. Eine halbe Stunde später geht sie in Richtung der Gleise 1,2 und 3.

    7.11.2011 22:11 Uhr: Halle Hauptbahnhof. Wahrscheinlich um 22:11 Uhr nimmt Beate den letzten Zug nach Dresden und kommt um 00:16 Uhr dort an.

    8.11.2011 02:12 Uhr: Dresden Hauptbahnhof. Beate sucht an einem Automaten die nächsten Verbindungen nach Chemnitz heraus. 13,90 Euro kostet das Ticket. Sie druckt sich den Fahrplan aus und steckt ihn ein. In dieser Nacht fährt sie vermutlich über Chemnitz nach Jena.

    8.11.2011 08:45 Uhr: Jena, Schützenhofstraße. Vor einem Supermarkt spricht Beate eine Schülerin an. Sie wolle mit deren Handy die Polizei anrufen. Sie will wählen, aber die Hände zittern zu sehr. Deshalb wählt die Schülerin die 110.

    8.11.2011 08:49 Uhr: Jena, Schützenhofstraße. Beate telefoniert mit dem Polizeinotruf. „Hier ist Beate Zschäpe“ „Ich bin diejenige weswegen Sie hier sind.“ Die Polizisten verstehen nicht worum es geht. Besate legt wieder auf.

    8.11.2011 08:51 Uhr: Jena, Schützenhofstraße. Beate fährt mit der Straßenbahn in Richtung Stadt.

    8.11.2011 13:00 Uhr: Jena, Polizeidirektion. Beate betritt gemeinsam mit ihrem damaligen Anwalt die Polizeidirektion. Um 13:09 Uhr wird sie festgenommen.

    http://www.stern.de/politik/deutschland/neonazi-mord-an-polizistin-war-beate-zschaepe-doch-am-tatort-1872189-infographic.html

    Beate Zschäpe war also nicht in Nürnberg, wo eine DVD unfrankiert persönlich abgegeben wurde.

  7. „…Beate Zschäpe war also nicht in Nürnberg, wo eine DVD unfrankiert persönlich abgegeben wurde….“

    Es war ja nicht nur die DVD in Nürnberg. Auch von derjenigen im saarländischen Völklingen weiß ich definitiv, dass sie unfrankiert von Hand beim dortigen Moscheeverein eingeworfen wurde, auch wenn das später in der FAZ bestritten wurde (derjenige, der sie gefunden hat, ist mir bekannt).

  8. Zum Heilbronner Mordanschlag 2007 möchte ich noch auf diesen Beitrag des Journalisten Franz Feyder (Stuttgarter Nachrichten), der aber nur als Kommentar bei Bietigheim-Bissingen Online unter „Dies und Das“ zu finden ist.

    Er ist insgesamt lesenswert, finde ich und er enthält ziemlich viele Details.
    Es betrifft u.a. die Beobachtungen von sechs Zeugen und es stehen dort auch genaue Angaben dazu, wann und wo das Wohnmobil des Trios entdeckt wurde.
    „Zwischen 14.37 und 14.39 Uhr notieren sich im Südosten von Heilbronn zwei Polizisten in der beginnenden Ringfahndung das Kennzeichen C – PW 87. Gut 19 Kilometer vom Tatort entfernt passiert bei Oberstenfeld das Wohnmobil die Streife, das Uwe Böhnhardt Tage zuvor anmietete.“

    Der Mosbacher Audi 80 soll auch in südöstiche Richtung davongefahren sein.

    Quelle:
    http://www.bi-bi-online.de/showthread.php/1223-Staatsanwaltschaft-Heilbronn-im-NSU-Untersuchungsausschuss

  9. Das hier am Ende von Punkt vier klang ja interessant „…Der Vorgesetzte von W. ist jener Kriminaldirektor Michael Menzel aus Gotha.”
    Was ist denn die Quelle dafür? In den Links davor und danach hatte ich es nicht gefunden und hoffentlich nicht übersehen. War Menzel mal in Saalfeld? Man findet was über ihn zu Weimarer Cranach-Bildern, aber Saalfeld? Man könnte ins Überlegen kommen mit Blick darauf, dass die Polizeidirektion Gotha eine Datei zu Sprengstoffhinweisen zu Böhnhardt endlos lange speicherte.

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