Der vertuschte Mord an Uwe Böhnhardt

Die Bundesanwaltschaft „füttert“ nun schon seit Jahren dankbare Journalisten mit (angeblichen) Beweisen gegen den sogenannten NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt. Diese Scheinbeweise lösen sich langsam in Luft auf, nachdem seit Monaten die offiziellen NSU-Ermittlungs- bzw. Gerichtsakten im Internet veröffentlicht werden. Exemplarisch für diesen Prozess steht Böhnhardts zunächst propagierter Selbstmord, der dann von der Behauptung einer Erschießung durch seinen Freund Uwe Mundlos abgelöst wurde.

In den Tagen nach dem 04.11.11 berichteten die Medien  sehr unterschiedliche Versionen, wie Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt umgekommen sein sollten. Eine Leiche [die von Böhnhardt] wäre laut eines Zeugen der Berufsfeuerwehr „mit einem großen Loch in der Stirn“ am Tisch gesessen. Tatortfotos der Polizei zeigen Böhnhardt jedoch in unterschiedlichen Lagen liegend auf dem Boden des Wohnmobils. Eine Speicherkarte mit den ersten Tatort-Fotos der Feuerwehr ließ Einsatzleiter Michael Menzel von der Kripo Gotha an Ort und Stelle beschlagnahmen. Bis heute ist diese Speicherkarte nicht wieder aufgetaucht.

Eine Zusammenstellung der unterschiedlichen medialen Darstellungen über die Umstände Böhnhardts Erschießung:

[spoiler]Die erste Meldung am 04.11. um 14:51 von Bild.de:

“Sprengten sich Täter in die Luft? Zwei Leichen nach Bankraub in Eisenach gefunden! (bild)

Am 5. November 2011 wurden in Jena die Leichen obduziert (focus). Laut vorläufigem Obduktionsbericht wäre Mundlos‘ Schädelhöhle „zerstört und weit aufgerissen“, der Rachen „zerfetzt“ vorgefunden worden. In der Mundhöhle und auf der Zunge fand sich angeblich Schmauch, „typische Kriterien“ für einen Mundschuss (focus).

Am 08.11. gab die Polizei bekannt: „Selbstmord“ (TA). Ein Sprecher der Polizei Gotha:

“Die Männer haben sich definitiv selbst getötet (…) Das habe die gerichtsmedizinische Untersuchung ergeben.” (welt)

Spiegel Online berichtete am 09.11.2011, dass die Männer „an einem Brust- und einem Kopfschuss“ starben. Am 12.11 wurde der Thüringer Innenminister Gebiert damit zitiert, dass sich Mundlos und Böhnhardt „nach damaligem Stand der Rechtsmedizin mit Langwaffen getötet“ hätten. Am 12.11. zitiert Spiegel-Online einen Polizisten,   “die Spurenlage in dem Wohnmobil, in dem die Leichen der beiden gefunden wurden, [würde] nicht unbedingt auf einen gemeinsamen Suizid hin[deuten]”  (SPON).

Während Mundlos auf dem Boden lag, hielt ..

“… Böhnhardt (…) im Tod eine Waffe in der Hand, aus der kein Schuss abgefeuert worden war.” (SZ)

Auch Welt.de bestätige am 13.11.2012: “Der eine Tote hatte eine Schusswunde in der Brust, der andere im Kopf.” (Welt). Am gleichen Tag gibt jedoch der Staatsanwalt Thomas Waßmuth von der zuerst zuständigen Staatsanwaltschaft Meiningen bei Spiegel-TV bekannt, dass aufbauend auf der Obduktion sich beide Täter jeweils durch Kopfschüsse das Leben nahmen (SPON).

Am 15.11. schreibt “Bild”, weiter, dass “einer der beiden Männer (…) durch einen Schuss in die Brust gestorben sein” [soll] (…). Außerdem starben die beiden durch Gewehrkugeln (…).” (Bild)

Am 17.11. schreibt Bild, dass einer …

“… der Killer (…) zu einer Pistole [griff]. Er führt sie zu seinem Kopf und erschießt sich. Der andere wählt eine Pumpgun: Er steckt sich das schwere Gewehr in den Mund und drückt ab.” (Bild)

Am 18.11. werden die Leichen dann freigegeben und sollen eingeäschert werden. (focus)

Am 19.11. beruft sich die Zeitung “Thüringer Allgemeine” auf einen Zeugen der Berufsfeuerwehr, der aussagte, dass er eine Leiche „mit einem großen Loch in der Stirn“ am Tisch sitzen sah und eine weitere im Gang liegend mit einer Schusswunde „wahrscheinlich im Oberkörper” (TA).

Am 21.11.2012 widersprach schließlich auch das Bundeskriminalamt (BKA) der Darstellung der Staatsanwaltschaft: Mundlos hätte zuerst seinen Kameraden Böhnhardt mit einem Kopfschuss getötet. Darauf hätte er Feuer gelegt und sich mit derselben Waffe dann selbst erschossen. Dies würde naheliegen, da bei der Obduktion nur in der Lunge von Mundlos Rußpartikel des Feuers gefunden wurde (FAZ).

Am 21.11. beruft sich “inSüdthüringen” auf “Informationen der «Süddeutschen Zeitung» aus dem Obduktionsbericht. Mundlos soll “seinen Komplizen durch einen Schuss mit einer Pistole in die Schläfe getötet haben. Dann soll er die Waffe selbst gegen sich gerichtet haben.” (inS)

Der Vater von Uwe Mundlos bringt die sterblichen Überreste seines Sohnes selbst zu einem Gutachter. Der “habe geurteilt, Uwe sei nicht, wie vom BKA behauptet, durch einen Pistolenschuss gestorben, sondern durch eine großkalibrige Waffe.” (welt)

Drei Wochen nach der ersten Obduktion, am 24. November, wird eine zweite Obduktion durchgeführt. Der Leiterin der Rechtsmedizin wäre beim Sichten der Akten aufgefallen, dass Mundlos und Böhnhardt „nicht auf der Rückseite geöffnet“ worden wären. „Um jegliche Zweifel an den Todesumständen auszuschließen“, beantragt die “Professorin eine erneute Untersuchung.”

“Das BKA konnte die bereits geplante Einäscherung gerade noch stoppen, die Bundesanwaltschaft veranlasste die erneute Untersuchung der Leichen.” (focus)

Der Blog “Bitterlemmer” schreibt.

“Instituts-Chefin Gita Mall, Stammlesern meines Blogs aus zahlreichen Artikeln bekannt, musste die beiden Leichen vom Begräbnis zurückrufen, weil ihre Spitzenkräfte (oder sie selbst?) unfassbarerweise vergessen hatten, auch die hinteren Seiten zu öffnen und zu schauen, ob da vielleicht Projektile stecken.” (Bitterlemmer)

Vier Tage später “analysierten Jenaer Rechtsmediziner die beim ersten Mal nicht untersuchten Körperteile Nacken, Rücken (…).” Fazit: „keine Einblutungen, keine Verletzungen von Weichteilgewebe und Muskulatur, keine weiteren Knochenbrüche“.

Der Focus weist auf die “beiden ausgeworfenen Patronenhülsen der Marke Brenneke (…) jeweils 70 Millimeter lang” hin.

Am 01.12.11 berichtete die “junge Welt”, dass der Innenausschuss des Bundestages in “geheimer Sitzung” zusammenkam. Laut “gut unterrichteten Kreisen” wären “neue Erkenntnisse zum Tod von Mundlos und Böhnhardt präsentiert worden”. Es hätte sich nicht “um aufgesetzte Schüsse” gehandelt (jw), sondern um Distanzschüsse.

Am 27.12. meldete sich Herr Leyendecker von der Süddeutschen zu Wort und schrieb Näheres …

“Anders als es in frühen amtlichen Papieren steht, wurde Böhnhardt nicht durch einen aufgesetzten Schuss in die Schläfe getötet, sondern durch einen Schuss aus kurzer Entfernung, einem “relativen Nahschuss”. Eine Stanzmarke, die bei einem “absoluten Nahschuss” entsteht und dann den Abdruck der Schusswaffe zeigt, konnte, anders als zunächst behauptet wurde, nicht festgestellt werden.” (SZ)

Trotz all dieser Veröffentlichungen nahm der Bundesgerichtshof Ende Februar 2012 Stellung und blieb bei der ersten Version:

“Dann setzten sie das Wohnmobil in Brand und töteten sich durch Schüsse in den Kopf.” (BGH).[/spoiler]

Schließlich belogen der Chef des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, und Generalbundesanwalt Harald Range am 21.11.11 den Bundestags-Innenausschuss. Mundlos habe Böhnhardt zuerst erschossen, dann Feuer gelegt, bevor er sich selbst die Kugel gab, hieß es. Nur in Mundlos‘ Lunge sei Brandruß gefunden worden.

Das Problem bei der Darstellung – sie entspricht nicht der Wahrheit! … siehe: „NSU ist Staatskrise: Generalbundesanwalt Range belog Bundestag“

Ziercke sagte außerdem dem Innenausschuss, Böhnhardt sei durch einen „aufgesetzten Schuss“ gestorben. Das heißt, dass die Schusswaffe direkt an seinem Kopf angesetzt gewesen war …

„Wir haben eine Waffe gefunden, die tatsächlich eingesetzt worden ist. Daraus ergibt sich im Grunde zwangsläufig, wenn der eine mit einem aufgesetzten Schuss stirbt und der andere sich in den Mund schießt, dass man dann im Grunde rekonstruieren muss.“  (friedensblick)
..

Am 01.12.11 berichtete die “junge Welt”, dass der Innenausschuss des Bundestages in “geheimer Sitzung” zusammenkam. Laut “gut unterrichteten Kreisen” wären “neue Erkenntnisse zum Tod von Mundlos und Böhnhardt präsentiert worden”. Es hätte sich nicht “um aufgesetzte Schüsse” gehandelt (jw), sondern um Distanzschüsse.

Die seitens des Bloggers „fatalist“ jüngst veröffentlichten Ermittlungsakten erweitern nochmals die Dimension der Vertuschung.

Eine von Böhnhardts zwei Tätowierungen wäre laut Polizei auf seinem Unterschenkel gewesen, die Obduktionsfotos zeigen sie jedoch nicht dort sondern auf seinem Oberschenkel.

Laut Darstellung der Bundesanwaltschaft seien beide Männer, Mundlos und Böhnhardt, jeweils durch einen Kopfschuss mit einer Langwaffe („Pumpgun“), gestorben. Es wären zwei Hülsen gefunden worden. Von den zwei „Hülsen“ in den Akten ist jedoch eine zweifelsfrei eine volle Patrone.

..Wie starb Böhnhardt?

Die Frage ist also, an welchem Schuss Böhnhardt tatsächlich gestorben sein konnte? Tatsächlich fanden Ermittler eine zweite Hülse, jedoch von der auch im Wohnmobil gefundenen Maschinenpistole Pleter 912.

In den Ermittlungsakten ist sie in Bildtafel 12 auf der verschmorten Sitzecke liegend zu sehen. In einem Protokoll „über kriminaltechnische Tatortarbeit“ vom 09.11.11 sind die im Wohnmobil in Stregda gefundenen Schusswaffen aufgelistet. Es fehlt dort die Maschinenpistole! Erst später wurde sie „bei einer fortführenden Spurensicherung“ gefunden und zwar „im Fahrerhaus“, nicht auf der Sitzbank! Warum schreibt das Landeskriminalamt Thüringen, sie wäre „eine weitere Maschinenpistole“ gewesen?

„Bei einer fortführenden Spurensicherung am Wohnwagen wird im Fahrerhaus durch Kriminaltechniker der KPI Gotha eine weitere Maschinenpistole sowie eine Granate aufgefunden.“

Der „NSU-Arbeitskreis“ analysierte die Akten und grub das folgende Fundstück aus – „1.3.45 Teilstück/Mantel eines Projektils, auf Fahrersitz“.

Das Teil stammt von einer Kugel. Das Projektilteil wurde offenbar erst im März 2012 kriminaltechnisch untersucht, im „kriminaltechnischen Institut“ des Bundeskriminalamtes! Der Auftrag:

„Es wird gebeten die Art der Munition zu bestimmen und im Rahmen des Schusswaffenerkennungsdienstes, insbesondere mit im BAO-Trio-Komplex sichergestellen Waffen abzugleichen. Ebenso wird geben, dass Ass. 1.3.45 in die waffentechnischen Untersuchungen einzubeziehen.“

Am 20.03.2012 lag das Gutachten vor. Das Ergebnis war, dass …

„… die auf dem Mantelteil erkennbaren Verfeuerungsspuren (…) keine Aussage zu dem bei der Tatausübung benutzen Waffensystem [erlauben].

Der Grund war vorgeblich, dassderartige Laufmerkmal von originalen Waffenläufen (…) hier nicht bekannt [sind].“

Bei dem gefundenen Tatmunitionsteil …

„… handelt es sich um den Restkörper eines messingfarbenen, nicht magnetischen Mantels eines  Vollmantelprojektils des Kalibers 9 mm Luger. Gemäß hier vorhandener Unterlagen werden derartige Projektile in Patronen des Fabrikats Sellier & Bellot (…).“

Am 21.03. konnte das Institut das Projektilteil der Maschinenpistole aus dem Wohnmobil dann plötzlich zuordnen, anhand von Vergleichshülsen und -geschossen!

„Damit ist nachgewiesen, dass das Geschoss (…) als Patrone aus dem Lauf der oben genannten Waffe „Machinenpistole, Modell Pleter 912, Kaliber 9 mm Luger“ verfeuert wurde.“

Weitere Geschossteile in Böhnhardts Kopf

Sechs weitere Projektilteile wurden im Kopf Böhnhardts gesichert. Stammen sie auch vom gleichen Maschinenpistolen-Schuss?

Diese Frage wurde nicht erörtert! Es gab keine kriminaltechnische Auswertung der sechs Teile, es bestände „keine Verfahrensrelevanz“! Entschieden vom Bundeskriminalamt am 06.02.2012. Ungenau spricht das BKA-Schreiben zudem über „Projektilteile aus dem Körper.

„2. Asservaten-Nr.: Objekt 1/Wohnmobil
1.1.41; 1.1.42; 1.1.43; 1.1.44; 1.1.45; 1.1.46

3. Asservaten-Beschreibung:
Es handelt sich um Projektilteile aus dem Körper des BÖHNHARDT, die in der Rechtsmedizin gesichert wurden.

4. Auswertung:
./.

Fazit:

Es besteht keine Verfahrensrelevanz.“

Die Asservatenliste gibt nähere Auskunft

1.1/40.0 Schussspur, Schmauch, Rechtsmedizin Jena, Sektion, U1, Einschuss linkes Jochbein, Abtupfen mit REM-Tab (05. 11. 2011 Rath, KKin TOG)

1.1/41.0 sonstige Spur, Metallteil, Rechtsmedizin Jena, Sektion, U1, Jochbeingegend, im Original gesichert in Pergamintute (05.11. 2011 Rath, KKin, TOG)

1.1./42.0 sonstige Spur, Metallteil, Schädel innen; (dito.)

1.1/43.0 sonstige Spur, Metallteil, Stirnbereich innen, (dito.)

1.1 /44.0 sonstige Spur, Metallteil, Stirnbereich innen; (dito.)

1.1./45.0 sonstige Spur, Metallteil, rechte Schläfe; (dito.)
1.1./46.0 sonstige Spur, Metallteil, rechte Schläfe; (dito.) (nsu-arbeitskreis)

Das Mitglied im NSU-Arbeitskreis „kobra“ fragt:

„Spuren von einem Schuss in den Kopf sollen laut Behördengutachten nicht relevant sein?

Warum eigentlich wurde (…) ungenau geredet von „Projektilspuren im Körper“ statt von „Projektilspuren im Kopf“?

Von welchem wirklichen Tathergang sollte mit dieser offensichtlichen Vernebelung klarer Tatsachen abgelenkt werden? Weil es sich dabei um Teile eines Pistolenprojektils handelt, die nicht in die konstruierte Legende passen, nach der ein massives Flintenlaufgeschoß den tödlichen Kopfschuß verursacht haben soll? Und weil man den Fragen aus dem Weg gehen wollte:

Wer, wann und wo hat auf Uwe Böhnhardt mit einer kroatischen Kriegs- und Söldnerwaffe, einer Pleter MP 91 geschossen?“

„Fatalist“ ergänzt:

„Das ist die Frage. Passt das Munitionsteil auf dem Fahrersitz, gefunden im März 2012, zu den Munitionsteilen in Böhnhardts Kopf? Ist das der Grund, dass es kein Gutachten dazu gibt, zu den 6 Teilen im Kopf? Obwohl man die seit 5.11.2011 hatte?“ (nsu-arbeitskreis)

Die Projektilteile in Böhnhardts Kopf können kaum vom (zugeschriebenen) Pumpgun-Schuss herrühren. Das von der Pumpgun (angeblich) abgefeuerte Projektil verließ als ganzes das Wohnmobil-Dach. Das untere Foto zeigt das Ausschussloch. Übrigens wurden die zwei Pumpgun-Projektile in Stregda nicht gefunden.

Eine weitere Ungereimtheit ist, dass an Böhnhardt Schmauch von einer Polizeimunition festgestellt wurde.

Fazit

Eine weitere Vorverurteilung von Uwe Böhnhardt als Terrorist verstößt gegen ein grundlegendes Gebot des Rechtsstaates, die Unschuldsvermutung. Seriöse Ermittlungen zur Ermordung der Person werden verweigert und politisch bisher auch nicht gefordert, offenbar um die Legende des „NSU-Terroristen“ Böhnhardt nicht zu gefährden. In einem zivilisierten Staat würde so etwas nicht vorkommen.

Der Fall Böhnhardt steht exemplarisch für eine Bundesanwaltschaft, die mal wieder federführend für die Vertuschung eines Mordfalles verantwortlich zeichnet. Die offene Frage ist, wer ihr die Weisungen gibt.

11 Gedanken zu „Der vertuschte Mord an Uwe Böhnhardt“

  1. Samstag, 11. Oktober 2014

    Waffen-Manipulation im Wohnmobil. Verschwand die Mordwaffe Uwe Böhnhardt?

    wer-nicht-fragt-bleibt-dumm.blogspot.com/2014/10/waffen-manipulation-im-wohnmobil.html

  2. das wird Dir gefallen, Georg!

    Hülse und Patrone Brenneke original.
    wer-nicht-fragt-bleibt-dumm.blogspot.com/2014/10/kann-man-eine-volle-patrone-brenneke.html

  3. W i e vertragen sich die Aussagen der beiden Polizeibeamten vor dem thüringischen Untersuchungsausschauss mit den vorgenannten Widersprüchen?

    https://haskala.de/2014/03/31/ticker-zum-nsu-untersuchungsausschuss-31-03-2014/#vierter

    Polizist Mayer:
    „Der Zeuge erklärt, dass er gar nicht viel beitragen könne. Er habe im Zuge der Fahndung das Wohnmobil festgestellt und durchgefunkt. Dann habe man sich dem Fahrzeug genähert, es seien Schüsse gefallen. Dann kamen Rauch bzw. Flammen raus und es kamen noch zwei weitere Schüsse. Danach habe man auf weitere Kräfte gewartet.“

    Aus der Akte geht auch bei der Befragung des 2. Polizisten [Anmerkung Hr.Seeland] hervor: “Ich bin mir sicher, dass es sich bei diesen drei Knallgeräuschen um Schussgeräusche gehandelt haben”, er sei Jäger und könne diese daher zweifelsfrei identifizieren. Alle drei Geräusche waren gleich. Auch Herr Mayer gibt auf Nachfrage an, dass er 3 Schüsse hörte.

    „Der Zeuge ordnet die Schüsse so zu: 1. Schuss auf die Polizisten. Mit dem 2 +3 Schuss richten sich die Täter selbst. “

    Es gab keinen Schuss auf die Polizisten und 2+3 sind natürlich Spekulation.

    Polizist Seeland
    „Der Zeuge Seeland berichte nochmal aus seiner Perspektive. Da andere Fahrzeuge zu nah am Wohnmobil standen musste man weiter ranfahren, um das Kennzeichen zu erkennen. Die Kabine vorne schien leer. Beim Fahresitzs/Beifahrersitz war nach hinten hin eine Decke reingezogen.“

    „Nach der Weitergabe des Kennzeichens erhielt man dann die Info, dass es sich um eine Mietfirma handelte. Daraufhin habe man das Fahrzeug zurückgesetzt und abgestellt. “Wir sind dann an das Fahrzeug herangetreten bis auf 2-3 Meter”. Dann folgte der Schuss, man ging in Deckung. Dann der 2. Schuss. Kurz darauf der dritte Schuss, „dann konnte festgestellt werden, dass das Fahrzeug im Wohnbereich brennt“, aus Dach trat Rauch aus. Aus der Deckung habe man sofort eine Meldung abgesetzt. Der dritte Schuss ging wohl oben durch das Dach durch, der Zeuge hat beobachtet, dass da ein Stück der Dachisolierung weggeflogen ist. Auf Nachfrage der Vorsitzenden ob es zutrifft, dass man hinterher die Umgebung absuchte und dort nichts gefunden wurde kann der Zeuge nichts sagen. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr vergingen wohl ca. 10 Minuten.“

    „Vor dem 1. Schuss nahm der Zeuge Seeland im Inneren des Wohnwagens Bewegungsgeräusche wahr, es hörte sich so an, wie “wenn ein Stuhl geschoben worden wäre”.“

    „Die Vors. Abg. Marx macht nochmal auf den Bericht aufmerksam. Am 4.11. berichtete sein Kollege Mayer von 3 Schüssen. In seiner eigenen Vernehmung spricht der Zeuge Seeland auch von drei Schüssen. In seiner Vernehmung sprach er von Knallgeräuschen, die er als Schüsse werten würde. Dort äußerte er konkret auch: “Ich bin mir sicher, dass es sich bei diesen drei Knallgeräuschen um Schüsse handelte”, er sei Jäger. Etwas widersprüchlich verhalten sich noch zwei Aussagen von ihm, einerseits waren es drei gleiche Schüsse, andererseits habe sich ein Schuss nach einem kleineren Kaliber angehört, als die anderen beiden. “Das ist dann ein hellerer Ton” gibt er im Ausschuss an. Als der 1. Schuss kam, suchte er [Anmerkung: ca. 1,90m groß, stämmig] Schutz hinter einem Mülleimer. Dann folgten die beiden anderen Knall/Schuss-Geräusche.“

    Aus Knallgeräuschen Protokoll vom 4.11.2011 wurden also vor dem Untersuchungsaussuss am 31.3. 2014 – Schüsse, seltsam oder normal bei Zeugenaussagen?

      1. An diesem Punkt, 4.11.2011 Auffindesituation der beiden Uwes, Schüsse oder Knaller, Ablauf der Ereignisse, Sichtung dritte Person, hängt aber die ganze NSU Geschichte.

        Dass der Verfassungsschutz tief drinsteckt und jede Menge zu verbergen hat, dass die Schlapphüte lügen, „Beweise“ unterschieben, fälschen und mauern, ist jedem klar. (vgl. z.b. auch jüngste Aussagen zu MH17)

        Ist bekannt w a s die beiden Polizisten dazu am 4.11. zu Protokoll gaben bzw. in die Dienstbücher schrieben?

        1. Der Verfassungsschutz ist logistisch und technisch weder in der Lage, eine umfangreiche Beweismittelmanipulation wie die Tatorte in Eisenach und Zwickau zu organisieren, noch die Auswertungen und Ermittlungen derselben in die gewünschte Richtung zu lenken, zu überwachen und zu kontrollieren.

          Die Fokussierung auf den Verfassungsschutz geht an der tatsächlichen Problematik des begründeten Verdachtes einer staatlich organisierten Verschwörung unter Einbeziehung der Polizeien, Dienste, Strafverfolgungsbehörden, Regierungsstellen und Medien vorbei.

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