Schmauch aus Polizei-Munition an Uwe Böhnhardt festgestellt

Wenn eine moderne Schusswaffe abgefeuert wird, verbrennen in der Patrone Zünder und Treibladung. Abfallprodukt ist ein weißer Rauch, der „Schmauch“, der  an Händen und Kleidung anhaftet. Das Vorliegen von Schmauch an Händen deutet im Allgemeinen auf die Benutzung einer Schusswaffe hin.

Nach Darstellung der Bundesanwaltschaft hat Uwe Mundlos in einem Wohnwagen in Stregda zwei Schüsse mit einer Pumpgun abgegeben. Eine Kugel soll dabei Uwe Böhnhardt und eine zweite Mundlos selbst getroffen haben. Unmittelbar davor soll Böhnhardt versucht haben, mit einer Maschinenpistole auf zwei Polizisten zu schießen, wobei nur ein Schuss gefallen sein soll, da die Waffe angeblich eine Ladehemmung aufwies.

Offenkundig bereits in der Absicht, dieses Szenario zu unterfüttern wurden die Hände von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt  auf Schmauchspuren hin untersucht. Die Analyse zeigte jedoch, dass Uwe Mundlos Schmauch lediglich am rechten Handgelenk und dies auch in sehr geringen Mengen hatte, etwas mehr Schmauch fand sich an den Händen von Uwe Böhnhardt.

Es hätte gar keinen Schmauch an den Händen sein müssen. Bei der Schussabgabe mit einer Langwaffe könne sich Schmauch nur dann an den Händen anhaften, „wenn sich diese beim Schuss in unmittelbarer Nähe der Treffstelle befunden haben.“

Das Gutachten betont gleichzeitig, dass die „geringe Schmauchmenge“ an den Händen „in erster Betrachtung nicht schusshandtypisch“ erscheint.

„Wenn es schusshandtypische Beschmauchungen gegeben hat, sind diese mit Sicherheit durch die Begleitumstände (Brandausbruch, Hitzeeinwirkung, massive Brandschuttantragungen an den Händen, starke Löschwasserbeeinflussung der Hände) so verändert worden, dass eine Schussabgabe kriminaltechnisch nicht mehr eindeutig nachgewiesen werden kann. Der Nachweis von mehreren Schmauchsorten ist durch den Umgang mit unterschiedlichen Waffen erklärbar.“

Eine Schmauchuntersuchung „im Wohnmobil oder an der Kleidung der Täter“ wäre „nicht erfolgversprechend“ gewesen, da …

„… das Wohnmobil bereits nach der Tatortarbeit mit einem Hochdruckreiniger ausgespült wurde und die Kleidung der beiden Täter neben Löschwasser auch mit Brandschutt behaftet war, so dass die Untersuchungsvoraussetzungen nicht mehr gegeben waren.“

Die anonym zugespielte Schmauchspurenanalyse nährt noch weitere Zweifel, denn an Böhnhardts Händen wurde Schmauch von Polizeimunition festgestellt! Bisher gibt es keine nachvollziehbare offizielle Erklärung für dieses Spurenbild, noch weniger für die Herkunft dieser Art von Schmauch.

Zündete das Feuer im Wohmobil unkontrolliert Patronen, die so die Hände von Böhnhardt kontaminierten? Diesem wohl etwa weit hergeholten Szenario wäre zu entgegnen, dass Augenzeugen von 3 Schüssen oder Knallgeräuschen aus dem Wohnmobil berichteten. Das heißt, dass keine einzige Patrone unkontrolliert im Feuer losgegangen sein konnte.

Die durchgestochene Schmauchspuren-Analyse hält noch eine weitere Überraschung bereit: Auf den Leichen von Mundlos und Böhnhardt wurden 4 verschiedene Typen Schmauch festgestellt (darunter auch die oben erwähnte Polizeimunition), was auf  vier verschiedene Arten von verfeuerter Munition hindeutet. Siehe Analyseergebnis:

Die einzige noch mögliche (abwegige) Erklärung könnte noch sein, dass es  zu einer nachträglichen Schmauch-Verunreinigung bei der Analyse kam, zu einer „Panne“.

„Seit Mai 2006 wird die Schmauchspur-Analyse beim FBI nicht mehr angewandt. Es wurde in einer Untersuchung nachgewiesen, dass eine hohe Anzahl von Personen, die nachweislich keine Waffe abgefeuert hatten, mit Schmauchspuren an Kleidung und Körperteilen kontaminiert waren. Schmauchspuren wurden z. B. durch den Kontakt mit Polizeibeamten bei der Abnahme von Fingerabdrücken übertragen.“ (wiki)

Es stellt sich die Frage, ob man eine solche Möglichkeit hier als sinnvolle Wahrscheinlichkeit in Betracht ziehen und an die 1001erste Panne im Kontext der Ermittlungen zum NSU glauben will. Zumindest kann nicht von einem abschließenden zwingenden Beweis gesprochen werden, dass im Umfeld des „Auffliegens des NSU“ Wohnmobil Polizeimunition verwendet wurde.

Die oben dokumentierte Schmauchspuren-Analyse schwächt jedoch weiter die Darstellung der Bundesanwaltschaft über die Vorgänge am 04.11.11.

Die Analyse liegt „Friedensblick“ vor und kann hier eingesehen werden.

4 Gedanken zu „Schmauch aus Polizei-Munition an Uwe Böhnhardt festgestellt“

  1. Sehr gut, Georg!

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    Es gibt ein 2. Ceska 83-Gutachten, gleiches Datum wie das Bekannte, und in diesem JETZT veröffentlichten BKA-Gutachten ist die Ceska keine Mordwaffe, wurde ausgiebig getestet, mit und ohne Schalldämpfer.

    Eingang der Waffe beim BKA 11.11.2011, DER TAG an dem der GBA sie als Mordwaffe verkündete.

    Das ist doch ein deutlicher Fingerzeig, der nicht weiter erklärt werden muss, oder nicht?

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    Die Schwaben haben 2011 das Heilbronner WOmo durchsucht, das von 2007, und nichts gefunden.

    Aber das 2 Monate zuvor ausgeliehene Womo von Arnstadt haben sie nicht durchsucht…

    Das ist wieder so ein “unwichtiges Detail”, welches deutlich macht, dass die Sache gefakt ist.

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    wer-nicht-fragt-bleibt-dumm.blogspot.com/

  2. Zum Ersten, doch bitte keine Beweise mit Wikipedia als Quelle. Das ist unwissenschaftlich, da bei Wikipedia viel zu viele ohne entsprechende Kompetenz und zudem noch bezahlt schreiben.
    Zum Zweiten, na ja der Verfassungsschutz will vielleicht vertuschen, daß die NSU eine ihrer eigenen Gruppen war, um eine rechte Bedrohung in Deutschland zu beweisen. Oder vielleicht ist es auch nur eine Gruppe im Verfassungsschutz mit Verbindung zu einer gewissen Pädophilenpartei. Aber das sind Spekulationen oder wie es die Mainstreammedien ausdrücken würden, Verschwörungstheorien.

    1. Ich würde sogar noch weitergehen in der Verschwörungstheorie und es für möglich halten, dass man in solchen Kommentarbereichen fast ausschließlich Leuten begegnet die interessengeleitet handeln. Sie Ihren eigenen Beitrag.

  3. Montag, 4. August 2014

    Warum hat die Ceska 83 mit SD 2 Beschusszeichen? Das ist Eins zuviel !

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    Die Gutachten des LKA Stuttgart: Echte falsche Papiere
    Problem:

    Dieser Pass von Gerlach taucht bei rd. 55 Fahrzeuganmietungen
    wo er hätte auftauchen müssen,
    der Rest ist „neuer Schmuh 2011“,
    oder Emingers Ausleihen,

    ganz genau 1 Mal auf:
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    PKK Killer wurde von Bundesregierung geschützt?
    Bitte an die Leser:

    Wer ist dieser Mann, der in Erfurt einen Dönerladen betrieben haben soll?

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