Wolfgang Schorlau wirft Katharina König (Linke) vor, die Augen vor NSU-Ungereimtheiten zu verschließen

Die thüringer Landtagsabgeordnete der Linken Katharina König lieferte sich einen harten Schlagabtausch mit dem Autor Wolfgang Schorlau während des diesjährigen „Fest der Linken“ in Berlin. Der Blogger „fatalist“ veröffentlichte audio-Mitschnitte einer schier unglaublichen Aussage Königs, die dort gefallen ist: Der Fokus auf Todesermittlungen von Böhnhardt und Mundlos würde vom Rassismus in der deutschen Gesellschaft ablenken und ist deshalb abzulehnen.

Jahrelang bezweifelte König die offizielle Darstellung des Ablebens von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, sie bezeichnete den angeblichen Selbstmord von Mundlos als „Quatsch“. In der ZDF-Doku „Tod im Wohnmobil: Wie starben die NSU Terroristen wirklich?“ sagte sie:

„Niemand erschießt sich wegen den beiden kommenden Polizisten und erst recht erschießt sich niemand, wenn er, ich weiß gar nicht wie viele Waffen im Wohnmobil hat. Und erst recht erschießt sich niemand, wenn er die ganze Zeit über den Polizeifunk abhört und sozusagen weiß, das der Standort des Wohnmobils entdeckt wurde und zumindest theoretisch die Chance hat a, mit Fahrrädern oder b, mit dem Wohnmobil noch einen Fluchtversuch zu wagen.“

Irgendwann in diesem Jahr vollzog sie eine unglaubliche Kehrtwende und behauptet nun, dass fast alle offene Fragen geklärt wären. Der Blog „Machtelite“ schreibt:

„Im April 2016 vollzieht die Kennerin des NSU-Komplexes im FSK Interview plötzlich eine Kehrtwende. (…) Das nachfolgende Transkript des FSK Interviews verdeutlicht, dass die Thüringer Landtagsabeordnete trotz widersprüchlicher Aussagen, unlogischer und unüblicher Ermittlungsmethoden, ungeklärter Fragen, Tatortmanipulation und offensichtlicher Geheimdienstakteure am Tatort, den 4.11.für weitestgehend aufgeklärt hält:“

Während der Diskussion mit Wolfgang Schorlau nennt sie den Grund ihres Sinneswandels: Der Fokus auf den 04. November, vor allem auf den Tod von Mundlos und Böhnhardt, würde vom Rassismus in der deutschen Gesellschaft ablenken! Ihre Worte:

„Zunächst ist der Schwerpunkt des NSU-Komplexes der Rassismus. Für mich ist der Schwerpunkt des NSU-Komplexes, dass Neo-Nazis mit Unterstützung des Verfassungsschutzes sich so radikalisieren konnten und dann eben zehn Menschen umgebracht haben, mehrere Banküberfälle begangen haben, bei denen übrigens auch Menschen verletzt wurden, und die Sprengstoffanschläge in Köln und Nürnberg.

Und es spielt hier überhaut keine Rolle. Und wird der Fokus meines Erachtens, der entscheidende Fokus, nämlich auf den Rassismus der deutschen Gesellschaft zu gehen, auf die Verwicklung des Verfassungsschutzes innerhalb der Naziszene zu gehen, der wird weg-geschoben und wird hin-geschoben zu einer Theorie und ich sage Verschwörungstheorie rund um den 4. November, weil zwei komme irgendwas Gramm Kilo Nazihirn fehlen.

Also Entschuldigung, ob Nazihirn im Sondermüll ist oder nicht, ist mir am Ende egal. Mir geht es darum an den Rassismus heranzugehen [Protestruf Schorlau?] und den NSU-Komplex aufzuklären und mir geht es darum, die entscheidenden Antworten auf die Fragen der Opferangehörigen zu geben und die haben nicht die Fragen, wieviel Nazihirn wurde im Wohnmobil gefunden.“

Der Hintergrund ist, dass die sogenannte Spuren“sicherung“ die Gehirnmasse von Böhnhardt, Mundlos einfach weggeschmissen hat.

Wolfgang Schorlau warf daraufhin König vor, „im Augenblick“ die Augen vor offensichtlichen Ungereimtheiten zu verschließen. Zum Beispiel sieht man auf Tatortfotos einen Toten liegen [Mundlos an einer hochgeklappten Matraze], der sich das Gehirn rausgeschossen haben soll, „aber hinter ihm sieht man nicht einmal ein Fitzelchen Blut. Und das ist ja auch nur ein Mosaik in dieser ganzen Reihe.“

Katharina König empfiehlt den Internetauftritt von „Lecorte“, einem Unterstützer der Selbstmord-Darstellung. 

Hieraus zwei Kostproben:

Sogar „Lecorte“ fallen die fehlenden Blutspuren hinter Mundlos auf. Daher nimmt er an, dass …

„… Mundlos sich also mit dem Rücken zur Nasszelle und nicht zur hinteren Wand/Matratze des Aufenthaltsraumes erschoss.“

Aber warum fiel Mundlos dann nicht rückwärts in Richtung der Nasszelle, sondern liegt mit dem Rücken an der gegenüberliegenden Wand/Matratze, mit den Füßen zum Aufenthaltsraum hin?

Lecorte fällt ebenso auf, dass Mundlos Gehirnmasse an der falschen Stelle liegt. Wenn er sich mit Kopf zur Nasszelle erschossen hätte, warum liegt es dann vor seinen Füßen, vor der Nasszelle? „Lecorte“ hat eine Idee: Löschwasser der Feuerwehr könnte es dorthin gespült haben.

„In diesem Fall müsste diese entweder – vielleicht durch Löschwasser – am Boden nach vorne gespült worden sein, oder der „Krönlein-Schuss” erfolgte nicht hinten an der Wand, sondern deutlich weiter vorne und Mundlos sackte dann nach hinten.“

8 Gedanken zu „Wolfgang Schorlau wirft Katharina König (Linke) vor, die Augen vor NSU-Ungereimtheiten zu verschließen“

  1. Das ist doch nicht nur König.
    Gestern im TUA hat Menzel wieder die Pferde gewechselt. Erste identifizierte Waffe ist die von Kiesewetter. Aus Rücksicht auf die Hinterbliebenen hat er angewiesen, erst mal nichts der StA zu sagen.

    Jetzt hätten sofort alle Abgeordneten einhaken müssen.
    Weil, alle anderen Thüringer Vopos haben dann nämlich eine uneidliche Falschaussage gemacht.
    Marx tut beschäftigt, nichts gehört. Menzel ist frech und erzählt es dann eben mehrmals.
    Dittes und Henfling, die Menzel befragen, vermeiden daraufhin den Namen Arnold und sprechen von der Pistole eines Polizisten …

    Im übrigen findest du diese Menzelaussage in welchen Medien?
    Der Teil und damit das Problem, wurde weggelassen. Zumindest was ich gesehen habe.

    1. Echt? Hat Menzel jetzt wieder gesagt, es wäre die Waffe Kiesewetter zuerst identifiziert worden?
      Das ist ja lächerlich, was dort vor sich geht.

      Hast Du einen Mitschnitt oder Protokoll zur Hand?

      1. Mitschrift mit Kommentaren.

        Menzel hat die Feststellung „Waffe-Kiesewetter“ den Friseuren im Ausschuss wie eine Torte genüsslich ins Gesicht geschmiert. Die haben still gehalten und so getan, als wenn es gar keine Torte gibt.

        Das sind jetzt schon Grotesken.

        Das keiner die Nummer sofort gebracht hat, wundert auch. Keine Zeitung kein Blogger. Die hängen doch da alle rum?

        Die Waffennummer ist damit allerdings eine simulierte Legende. Die haben eine Waffe gemeldet ohne eine zu haben und dabei wohl die zwei vorgegebenen Waffen- Nummern nicht synchron gehändelt.

  2. Es geht Frau König nur darum, sich für weiter Pöstchen, und zwar im Bund nach der Wahl 2017 zu positionieren bzw. qualifizieren, nichts sonst ! Dabei sind solche Dinge wie Fakten oder Logik natürlich nur bedingt verwendbar. Da die Linke in Thüringen ihre „Regierungsfähigkeit“ bewiesen hat, dürften jetzt für Frau König und ihr Umfeld neue Aufgaben warten, sollte es mit der offensichtlich geplanten CDU/CSU/AfD Koalition nicht hinhauen und man auf Plan B Rot/rot/Grün zurückgreifen muss.
    Daher der 180 Grad Wandel der Frau König, deren Überzeugungen offensichtlich verhandelbar sind. Diese Frau glaubt an das, was für sie persönlich und materiell von Vorteil ist, ist also im Polit Establishment angekommen. Und da ist die offizielle NSU Religion sakrosankt !

    MfG

  3. „Lecorte“ ist eine Sockenpuppe der Schlapphüte und „Verschwörungstheorie“ lautet sein ständig wiederholtes Mantra. [1]
    Wenn die König nichts Besseres bzw. Anderes gegen Schorlau vorzubringen hat, kann Schorlau sich bestätigt fühlen und den Ball zurückspielen: Marschiert die König Hand in Hand mit „Lecorte“ auf Seiten der behördlichen Vertuscher? Und warum?

    Wenn ihr die Erziehung der Ostdeutschen wichtiger ist als die Wahrheitsfindung in Sachen NSU / BMZ, dann sollte sie keine faulen Kompromisse eingehen, sondern konsequent den PUA verlassen und Vorträge in Jugendzentren und Schulen halten.

    Es ist das gleiche Spiel wie bei toten Roten:
    Wahrheits-Unterbindung statt Wahrheits-Findung schafft bei toten Braunen nur Märtyrer und Märtyrer-Legenden.
    Und eigentlich noch schlimmer (für sie selbst jedenfalls): Die Wahrheits-Unterbinder untergraben ihre eigene Glaubwürdigkeit – keine gute Ausgangslage für den angemaßten Volkserziehungs-Auftrag.

    Aber sie ist ja Politikerin und will vermutlich gar nicht erziehen, sondern aus der bloß dargestellten eitlen Pose der Erzieherin heraus ihre Machtposition verbessern.
    Da passt es natürlich wieder gut, wenn sie sich mit den wirklich Mächtigen zusammentut.

    Auch wenn sie neuerdings zu fehlenden Nazi-Hirnen nur noch Kalauer statt kriminalistische Fragen übrig hat [2]:
    Sie ist nicht dumm, sondern weiß (und verplappert gelegentlich), dass die Uwes schon ein bis vier Stunden tot waren, als um 12 Uhr (und auch nur in den Ohren „flanierender“ Polizisten) ihre offiziellen „Suizid“-Todesschüsse erklangen. [3]

    Mit kokettem Zynismus offenbart sie sich damit endgültig als willige Komplizin der staatlichen Vertuschung. Gute Morde zählen halt einfach nicht als Morde – das ist die Moral der Geschichte und der Zugang zu Königs Märchenwelt.

    [1] http://friedensblick.de/19376/herr-lecorte-im-kampf-gegen-verschwoerungen/
    [2] http://friedensblick.de/21418/katharina-koenig-fragen-zum-nsu-nein-danke/
    [3] http://das-blaettchen.de/2016/09/%E2%80%9Ebesenrein%E2%80%9C-%E2%80%93-oder-%E2%80%9Ewie-viel-staat-steckt-im-nsu%E2%80%9C-37111.html

    1. Frau König muss offensichtlich dem „antideutschen Einfluss“ in der Linken Rechnung tragen, sich dem staatlichen Narrativ unterordnen. Da sich diese antideutsche Strömung ganz offensichtlich vom Staat finanzieren lässt, was als „Kampf gegen Rechts“ gilt, sind König die Hände gebunden. Aus der Perspektive der Schlapphüte ist die Förderung des Staates ein Instrument, um die Linke in das Fahrwasser staatlicher Narrative zu zwingen.

      Was die Antideutschen sind, und wie sie entstanden, zeigt dieser Artikel aus 2010 im hintergrund, der einen guten Überblick gibt, wie die Linke funktioniert:

      http://www.hintergrund.de/20100317759/politik/inland/die-linke-von-innen-umzingelt.html

      Dass diese antideutsche Strömung in der Linkspartei wohlwollend vom „Verfassungsschutz“ beurteilt wird, da es sich um die „progressiven Kräfte“ in der Linken handele, ergibt sich dann von selbst. Zitate des ehemaligen Referatsleiter Linksextremismus finden sich in einem Beitrag im Blog von Norbert Häring aus 10/2016:

      http://norberthaering.de/de/27-german/news/700-gute-antideutsche#weiterlesen

  4. die Zeugin, die verbranntes Plastik roch, BEVOR die beiden Polizisten kamen und fragten, wo ein brennendes Wohnmobil sei!!, wird ebenfalls fleissig unterdrückt! … …

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