Schlagwort-Archive: Bombenanschlag 2004 in Keupstraße

NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages: „Gerri“ ist Böhnhardt – trotz Größenunterschied!

Der (zweite) NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages schreibt in seinem Abschlussbericht, dass das Foto „gerri auf kamera.avi“ Uwe Böhnhardt darstellt – das Bundeskriminalamt hätte dies festgestellt. Dabei ist diese Zuschreibung wegen der Größendifferenz unhaltbarNSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages: „Gerri“ ist Böhnhardt – trotz Größenunterschied! weiterlesen

NSU-Tribunal in Köln: Aufklärung oder Desinformation?

Das Internetportal „Rubikon“ veröffentlichte am 15.05.17 den Artikel „Aufklärung statt Desinformation“ von Wolf Wetzel. Er macht darin Werbung für das sogenannte „NSU-Tribunal“-Treffen, welches vom 17. Mai bis zum 21. Mai in Köln stattfinden wird. In dem Artikel sind einige irreführende Darstellungen enthalten, denen hiermit widersprochen wird. Folgt Wetzel einer vorgegebenen Linie, sogar gegen besseren Wissens? NSU-Tribunal in Köln: Aufklärung oder Desinformation? weiterlesen

„Welt“ zeigte 2009 Foto von blaulackierten Bomben – Ähnlichkeit mit Keupstraßen-Bombe

Im Jahr 2009 berichtete die „welt“ über die 20 ausgehobenen Waffendepots, die (nach Regierungsversion) allein der rechtsextreme und psychisch kranke Obdachlose Michael Krause angelegt hätte; ich berichtete hier und hier bereits.  „Welt“ zeigte 2009 Foto von blaulackierten Bomben – Ähnlichkeit mit Keupstraßen-Bombe weiterlesen

NRW-Parlamentarier auf der Jagd nach dem NSU-Netzwerk

In Nordrhein-Westfalen (NRW) untersuchte ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss Verbrechen, für die behördlich eine rechtsterroristische Kleinstzelle namens „National Sozialistischer Untergrund“ (NSU) verantwortlich gemacht wird. Der Ausschuss stellte kürzlich seinen Endbericht der Öffentlichkeit zur Verfügung. Er konzentriert sich auf drei Tatorte, die in NRW liegen: Die Kölner Bombenanschläge in der Probsteigasse am 19.01.2001 und Keupstraße, 09.06.2004, sowie die Erschießung von Mehmet Kubasik in Dortmund am 04.04.2006.

Es wird deutlich, dass die Parlamentarier parteiübergreifend, der seit dem 22. November 2011 geltenden Marschroute folgen: Damals beschloss der Bundestag einstimmig, dass die Täter aus Fremdenhass handelte Neo-Nazis gewesen wären. Diese Theorie steht jedoch auf wackligen Beinen. NRW-Parlamentarier auf der Jagd nach dem NSU-Netzwerk weiterlesen

Woher hatte Bundeskriminalamt am 08.11.11 Wissen über kommende „Selbstenttarnung des NSU“

Als „Selbstenttarnung des NSU“ (National-Sozialistischer-Untergrund) wird oftmals angeführt: Aufgrund ihres Ablebens hätten sich Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos selbst als NSU-Terroristen enttarnt, indem Beate Zschäpe ihren sogenannten „Bekennerfilm“ am 04.11.11 verschickte. Bereits am 08.11.11 ging das Bundeskriminalamt (BKA) von einem rechtsextremistischen Hintergrund verschiedener Verbrechen aus, obwohl dem BKA zu dem Zeitpunkt noch keine Bekennerfilme vorlagen!  Handelt es sich um Vorwissen? Woher hatte Bundeskriminalamt am 08.11.11 Wissen über kommende „Selbstenttarnung des NSU“ weiterlesen

NSU Keupstraße: Bombenleger „Gerri auf Kamera“ ist nicht Uwe Böhnhardt

Auf dem Computer von Beate Zschäpe befand sich eine Kopie des sogenannten NSU-Bekennerfilmes, außerdem verschiedene Dateien, die auch aus dem Täterkreis stammen. Der Name einer abgespeicherten Datei stellt Uwe Böhnhardt als einer der Keupstraßen-Bombenleger dar, obwohl das dazugehörige Bild ihn nicht zeigt. Der dort gezeigte Mann ist zu klein. Offensichtlich sollte Böhnhardt angeschwärzt werden. NSU Keupstraße: Bombenleger „Gerri auf Kamera“ ist nicht Uwe Böhnhardt weiterlesen

Türkischer Armee-Offizier war beim NSU-Bombenanschlag anwesend

Immer neue Fragen zur Nagelbombe in der kölner Keupstraße.

NSU und kein Ende. Ende Januar starteten die neuen Untersuchungsausschüsse in Düsseldorf und Stuttgart mit ihrer Arbeit. Und am 12. Januar begann im NSU-Prozeß vor dem OLG München die Beweisaufnahme zum Nagelbombenanschlag in der Keupstraße in Köln-Mülheim. Dafür hat der Strafsenat mehrere Wochen veranschlagt. Gleichzeitig werden die Rätsel und Fragen um den Mordkomplex mit dem Namen „Nationalsozialistischer Untergrund“ nicht weniger – im Gegenteil. In der Keupstraße hielt sich zum Zeitpunkt des Anschlages zum Beispiel ein pensionierter türkischer Offizier auf. Doch auch beim Prozeß in München selber gibt es dazu Merkwürdigkeiten. – Ergänztes Manuskript einer WDR-Radiosendung vom 22.1.2015. Türkischer Armee-Offizier war beim NSU-Bombenanschlag anwesend weiterlesen

Tatort-Zeugen entlasten eher Mundlos und Böhnhardt

Die Anklage gegen die beschuldigte NSU-Haupttäterin Beate Zschäpe steht auf wackligen Beinen. Es besteht der begründete Verdacht, dass Beweise in ihrer Wohnung und im Wohnmobil der toten Uwe Mundlos (UM) und Uwe Böhnhardt (UB) untergeschoben wurden. Darüberhinaus sicherte die Polizei zwar bei den NSU-Tatorten verdächtige DNA und Fingerabdrücke – die passen jedoch nicht zu denen des Trios. Daher stützt sich die Anklage stark auf Zeugen, die UB oder UM gesehen hätten. Aber auch hier schaut es schlecht für die Version der Bundesanwaltschaft aus.

Kriminalhauptkommissar Rainer Grimm, Bundeskriminalamt (BKA), war einer der Ermittler der „EG Ceska“.  Im Bundestag-Ausschuss sagte er: Bei „den wenigen Hinweisen aus der Bevölkerung …

… sei nie von „rechten Erscheinungstypen die Rede gewesen“. Neben den fehlenden Bekennerschreiben sei das einer der Gründe dafür gewesen, warum das Bundeskriminalamt (BKA) bis zur Enttarnung des NSU im November 2011 nie in Richtung Rechtsterrorismus ermittelt habe. „Uns haben harte Fakten gefehlt, um ein solches Motiv belegen zu können“. (Bundestag)

Mehr Informationen über die Phantombilder und Hintergründe der Verbrechen finden Sie im folgendem Artikel: „NSU-Opfer wurden vor Hinrichtung bedroht„.

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NSU: Gibt es Videomaterial vom Bombenanschlag aus der Kölner Keupstraße?

Über die Nagelbombe in Köln vom 9. Juni 2004 wurde bisher in München nicht verhandelt. Termine gibt es noch nicht. Im Juni steht zunächst die Sprengfalle in der Probsteigasse in Köln vom Januar 2001 an. Der Bombenanschlag in der Keupstraße ist komplex und wirft unverändert Fragen auf – auch zehn Jahre danach. Inzwischen mehren sich die Stimmen, die auch in Nordrhein-Westfalen einen Untersuchungsausschuss zum NSU-Komplex fordern. – Manuskript eines Radiobeitrages des WDR, Sendung Westblick, vom 3. April 2014. Autor: Thomas Moser. NSU: Gibt es Videomaterial vom Bombenanschlag aus der Kölner Keupstraße? weiterlesen