Archiv der Kategorie: Zschäpe, Böhnhardt – Spitzel der thüringer Polizei?

Thüringer SPD-Innenminister Maier verweigert NSU-Untersuchungsausschuss Namen von Polizei-Informanten

Es gibt den begründeten Verdacht, dass das „NSU-Trio“ als Informanten für die thüringer Polizei beschäftigt war, siehe Artikel „Führte die thüringer Polizei ein NSU-Mitglied als Spitzel?“ oder  „Im NSU-Untergrund: Uwe Böhnhardt benutzte abgehörtes Handy„. Daher passt es ins Bild, dass es einen (inszenierten?) Streit zwischen dem thüringer Innenminister Georg Maier (SPD) und dem thüringer parlamentarischen NSU-Untersuchungsausschuss gibt. Es dreht sich um die Klarnamen der Informanten der thüringer Polizei.  Warum ist dies auch 7 Jahre nach der sogenannten „NSU-Selbstentarnung“ nicht überprüft? Kam vorher niemand auf den Gedanken, dass die sogenannten „NSU-Verbrecher“ vielleicht gar keine Informanten des Geheimdienstes sondern der Polizei gewesen sein könnten? Thüringer SPD-Innenminister Maier verweigert NSU-Untersuchungsausschuss Namen von Polizei-Informanten weiterlesen

Teil 11) Führte die thüringer Polizei ein NSU-Mitglied als Spitzel?

Der zweite parlamentarische NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages befragte am 11.05.16 den damaligen Polizeichef von Gotha Michael Menzel. Menzel, der zum Referatsleiter im SPD-geführten thüringer Innenministerium aufgestiegen ist, war einer der ersten Polizisten, die am 04.11.11 das Wohnmobil mit den erschossenen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt betraten. Seine Entscheidungen und Aussagen führten dazu, dass die Staatsanwaltschaft Meiningen gegen ihn Ermittlungsverfahren führt, wegen Mordverdachts an Mundlos/Böhnhardt! Teil 11) Führte die thüringer Polizei ein NSU-Mitglied als Spitzel? weiterlesen

Corinna G. – ist sie die Doppelgängerin von Beate Zschäpe und Geheimdienst-Informantin?

Mitte 2012 berichtete ich bereits über eine „Werbeakte“ des Geheimdienstes „Verfassungsschutz“. Die Charaktereigenschaften der vom Geheimdienst angesprochenen Person würden perfekt zu Beate Zschäpe passen: Eine katzenvernarrte Frau, die viel mit ihrer Oma macht, mit Kontakten zur Führungsriege des sogenannten „Thüringer Heimatschutzes“. Corinna G. – ist sie die Doppelgängerin von Beate Zschäpe und Geheimdienst-Informantin? weiterlesen

Gab Thüringer Innenministerium dem Sächsischen einen Tipp, so dass Beate Zschäpe angerufen wurde?

Gegen 16:32 begann ein Anrufer, „dessen Handynummer auf das Landesinnenministerium in Dresden zugelassen ist“ (stern), Frau Zschäpe anzurufen. Laut der Behörden wäre es ein polizeiliches Diensthandy gewesen. Polizisten hätten Frau Zschäpe angerufen, die Nummer hätten sie vom Hausmeister bekommen. Bis heute ist unklar, welcher „Polizist“ um 16:32 den Anruf tätigte. Erst gegen 18:00 hätte es der Ermittler benützt, und:

Der Hausmeister dementierte, Zschäpes Nummer der Polizei gegeben zu haben, er hätte ihre Nummer gar nicht gehabt: Gab Thüringer Innenministerium dem Sächsischen einen Tipp, so dass Beate Zschäpe angerufen wurde? weiterlesen

Wird Beate Zschäpe bald freigelassen?

Beate Zschäpe wirkte gestern entspannt, zufrieden lachend begrüßte sie ihren neuen Anwalt Mathias Grasel. Dabei beging sie gestern „prozessualen Selbstmord“, wie die „welt“ zurecht schrieb. Ihr Anwalt bestätigte größtenteils die NSU-Version der Bundesanwaltschaft der mordenden und bombenden Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. Dafür ist die Beweislage mehr als dünn, aber Tote können sich nicht verteidigen. Gleichzeitig behauptete Beate Zschäpe, dass ihr Freund Mundlos und ihr Liebhaber Böhnhardt sie immer nur nachträglich über ihre Verbrechen informiert hätten. Von deren Terror-Organisation „NSU“ oder vom sogenannten „Bekennerfilm“ hätte sie nichts gewusst. Wird Beate Zschäpe bald freigelassen? weiterlesen

Die verschwundenen Kinder des NSU

Die Wohnmobil-Anmietungen des so genannten Zwicker Trios sind von zentraler Bedeutung für die Anklage der Bundesanwaltschaft im NSU-Prozess. Vor allem von Wohnmobilen aus hätten Böhnhardt,  Mundlos und Zschäpe operiert, als sie angeblich die Ceska-Morde, den Heilbronner Polizistenüberfall und die Banküberfälle begingen. Gerade im Komplex der Anmietungen gibt jedoch eine ganze Reihe von schwerwiegenden Ungereimtheiten, die zur Frage führen, wofür wirklich die Wohnmobile eingesetzt wurden.

Exemplarisch dafür wird hier die letzte fragliche Wohnmobil-Anmietung analysiert, die im Zusammenhang mit dem Auffliegen der so genannten Terrorzelle am 4.11. 2011 steht. Die Enthüllungen sind möglich, weil der  Blogger „fatalist“ Ermittlungsakten veröffentlichte. Die verschwundenen Kinder des NSU weiterlesen

Im NSU-Untergrund: Uwe Böhnhardt benutzte abgehörtes Handy

Drei Wochen nach Uwe Böhnhardts Flucht hörten Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) dessen Handy ab, vom 18.02.98 bis 17.03.98. In vier Wochen etwa 100 Telefonate (mdr).  Herr Böhnhardt telefonierte mit „wichtigen mutmaßlichen Fluchthelfern“. Die aufgezeichneten Gespräche mussten auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Gera am 18.03.98 gelöscht werden, „obwohl nicht einmal alle Gesprächspartner identifiziert“ worden waren (ebd).  Im NSU-Untergrund: Uwe Böhnhardt benutzte abgehörtes Handy weiterlesen