Immer mehr Polizisten beim Ku Klux Klan!

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über einen Geheim-Bericht des Verfassungsschutzes. Er handelt um den Ku-Klux-Klan und seine “Nähe” zu “zeitweise bis zu sechs Beamte” (SZ).

Das Baden-Würtembergische Innenministerium bestätigte nur die Mitgliedschaft von zwei Polizisten beim Ku Klux Klan.

Aufhorchen lässt, dass “auch eine Polizistin Kontakt zum Klan” hatte, die “früher für das Drogendezernat gearbeitet und einen starken Hass auf Schwarze gehabt” hätte. Michèle Kiesewetter wäre auch als verdeckte Ermittlerin in diesem Bereich eingesetzt und vom rechtsextremistischen NSU ermordet worden sein.

In der Verfassungsschutz-Akte steht weiter, dass andere Ku Klux Klan Mitglieder die Polizisten als zu rechtsextremistisch für die Gemeinschaft einstuften:

“Bemerkenswert ist, dass die von den bekannt gewordenen Polizeibeamten vertretenen Ansichten als extrem rechtsextremistisch eingestuft und deshalb von den meisten Mitgliedern abgelehnt wurden.”

Nichtsdestoweniger verbreiten die staatlichen Behörden weiter ihr Mantra, dass der NSU eine “Einzelzelle” gewesen wäre – ohne einen größeren Unterstützerkreis, auch in staatliche Ebenen hinein.

8 Gedanken zu „Immer mehr Polizisten beim Ku Klux Klan!“

  1. In diesem Ku-Klux-Klan-Ableger des Achim Schmid waren mindestens 6 Polizisten und der Verfassungsschutz war gut informiert:

    Laut Spitzel suchten zeitweise bis zu sechs Beamte die Nähe zu dem rassistischen Geheimbund. Bei fünf stand für den Verfassungsschutz die Zugehörigkeit zur Polizei fest, von vier Beamten kannte er die Namen.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/rassistischer-geheimbund-radikale-beamte-beim-ku-klux-klan-1.1548927

    Dieser spezielle Ku-Klux-Klan-Ableger soll auch nur eine ganz geringe Anzahl Mitglieder gehabt haben, manche sagen nur 10 oder 20 insgesamt.
    Wenn davon dann auch noch 6 Polizisten sind und Achim Schmid der Verfassungsschutz-Spitzel ist, dann kann man die echten Mitglieder buchstäblich und wortwörtlich an einer Hand abzählen.

    Jedenfalls ist die Spur von Kiesewetter über P1 zu Achim Schmid und den Verfassungsschutz sehr kurz und damit auch sehr verdächtig.
    Von Achim Schmid gibt es über “Corelli” (Thomas Richter) eine Verbindung zur NSU und vom Verfassungsschutz gibt es eine Verbindung über die bei der NSU gefundene Jan-Werner-Vernehmungsakte zur NSU.
    Also kann man annehmen, dass der Verfassungsschutz seine Finger bei der Ermordung von Michelle Kiesewetter drin hatte.

    Ein mögliches Motiv kann man aus dem Artikel in der Süddeutschen Zeitung ableiten:

    Im November 2001 notierte ein Verfassungsschützer in einem Vermerk, beim Ku-Klux-Klan seien “in der letzten Zeit wiederholt Kontakte zu Polizeibeamten bekannt geworden” Es deute sogar einiges darauf hin, dass der Klan “gezielt” Werbung bei Polizisten mache.

    Nach Angaben des V-Mannes suchte auch eine Polizistin Kontakt zum Klan. Sie soll früher für das Drogendezernat gearbeitet und einen starken Hass auf Schwarze gehabt haben, berichtete der Spitzel, der bei vielen Treffen des Geheimbunds selbst dabei war.

    Angenommen Michelle Kiesewetter hat von den Umtrieben ihrer Polizeikollegen im Ku-Klux-Klan erfahren oder war gar selber diese Polizistin im Ku-Klux-Klan (etwa als verdeckte Ermittlerin, die sie vorher bereits im Drogenmillieu war) und wollte ihre Kollegen verpetzen. Die Polizeikollegen befürchteten berufliche Konsequenzen und deshalb hat P1 dann über Achim Schmid und Corelli die NSU aktiviert, um die Petze aus der Welt zu schaffen oder aber Michelle Kiesewetter wurde direkt von P1 und Kollegen umgebracht und damit das nicht auffliegt wurde zurst das Wattestäbchen-Phantom zur Verschleierung erfunden und später hat man die “NSU” als Sündenböcke missbraucht und die Tatwaffen bei denen post mortem deponiert.

  2. Nicht gerichtsverwertbar, aber eigentlich doch eine gute Grundlage für die Ermittlungsarbeit, sollte man denken…

    Der Mannheimer Morgen nennt noch einige andere Details:
    “Erst jetzt wurde bekannt, wie nahe das Landesamt für Verfassungsschutz den Umtrieben des KKK-Ablegers auf der Spur war. Dessen Chef Achim S. war bis zum Jahr 2000 V-Mann für die Behörde. Offenbar wurde die Zusammenarbeit beendet, als Achim S. zum Gruppenchef aufstieg. “Ein V-Mann darf nach den Regeln grundsätzlich keine Führungsposition in einer beobachteten Organisation haben”, bestätigt indirekt der Ministeriumssprecher. ”

    Eine Stellungnahme des Innenministeriums gibt es auch schon:
    “Das Innenministerium kann die Zahlen nicht nachvollziehen. Neben den zwei Bereitschaftspolizisten habe es Hinweise auf drei weitere Beamte aus dem Südwesten gegeben. “Da ist aber nichts übrig geblieben”, sagt ein Sprecher. Ob vielleicht Polizisten aus anderen Bundesländern Verbindungen zum Schwäbisch Haller KKK hatten, ließ er offen. Mehrfach gab es auch Gerüchte, dass sich Soldaten mit dem Geheimbund eingelassen hätten.”

    ImmerhiN:
    “Insider rechnen mit weiteren Enthüllungen: In der nächsten Woche werden die kompletten KKK-Akten dem NSU-Ausschuss des Bundestages übergeben”

    Quelle: http://www.morgenweb.de/nachrichten/sudwest/neue-verwicklungen-bei-der-polizei-1.838823

  3. Hier weitere Details:
    http://www.swp.de/ulm/nachrichten/politik/Spuren-des-Ku-Klux-Klan-aus-Schwaebisch-Hall-fuehren-zu-NSU-Terroristen;art4306,1769794

    “Generalbundesanwalt Harald Range, der den Fall Zschäpe untersucht, sieht derzeit keinen Zusammenhang zwischen NSU und KKK. Ausschließen möchte dies aber auch keiner. Behörden reagieren ohnehin vorsichtig, wenn Anfragen zu den Kapuzenträgern eingehen – stehen sie doch wegen des laxen Umgangs mit der Affäre in der Kritik. Denn ungeklärt ist, wie viele Polizisten tatsächlich mitgemischt haben.”

    “Dann gibt es noch eine Polizistin aus Stuttgart, die wegen ihres Hasses gegen Schwarze, wie Spitzel “Corelli” dem Verfassungsschutz steckte, Mitglied werden wollte. Sie habe ihren Antrag zurückgezogen, da es ihr zu brenzlig wurde. “WIR HABEN DAMALS VIELE ANFRAGEN ERHALTEN”, sagt Peter M. Radikale Bewerber seien aber abgelehnt worden, “weil wir ein gewisses Niveau halten und keine saufenden Schläger haben wollten.”"

    “Eine schlechte Figur machte auch Verfassungsschutz-Chefin Beate Bube, die noch im August erzählte, dass der Geheimdienst 2003 taktisch vorgegangen sei, um die Auflösung des Klans zu provozieren. Dazu seien Mitglieder über Abhörmaßnahmen informiert worden. Tatsächlich war es der Geheimnisverrat eines Verfassungsschutzmitarbeiters in sensibler Position. Er informierte den Ober-Kapuzenmann über die Beschattung.”

    “Die Gruppe löste sich 2003 auf, weil Klan-Chef S. Gelder veruntreut hatte. “Nicht wegen dem Verfassungsschutz”, so der Aussteiger. Der damalige Anführer S. lebt heute in Schleswig-Holstein. Laut Günter Loos, Sprecher des Innenministeriums, gibt es seit 2003 keinen KKK-Ableger mehr in Hall.”

    (Von wegen aufgelöst!)

    “Vor einigen Wochen tauchte aber auf der US-Webseite der “United Northern and Southern Knights of the Ku Klux Klan”, der Name “Didi White” als Europachef auf. Gemeint ist Dietmar B. Er wohnt in derselben Straße wie früher Achim S. Gall spricht von einer “One-Man-Show”. Aus dem linken Spektrum heißt es, dass regelmäßige Treffen “mit mehreren Fahrzeugen” stattfänden. Auch eine amerikanische Bar in Hall diene als Treffpunkt. Loos sagt: “Der Verfassungsschutz hat ein Auge auf diesen Herrn.”

  4. Am Montag, 17. Dezember, war der stellvertretende Präsidenten des Landesamtes für Verfassungsschutz, Olaf Vahrenhold, zur Zeugenvernehmung im NSU-Untersuchungsausschuss geladen.
    Kerstin Köditz von der Linken dazu in der Leipziger Internetzeitung zur Frage, warum eine mögliche rechtsterroristische Gefahr “nicht nur” vom sächsischen Verfassungsschutz seit 2001 gar nicht mehr erwähnt wurde und dafür nicht einmal eine Erklärung zu liefern, weshalb zu diesem Zeitpunkt ein solcher Wechsel der Einschätzung erfolgt ist.“

    “… Aufschlussreicher als die von ihm gelieferten Darstellungen, die in der minutenlangen Wiedergabe von Zitaten aus den jährlichen Verfassungsschutzberichten gipfelten, war derjenige Teil der Fakten, die er den Ausschussmitgliedern verschwieg.

    Köditz: „Vahrenhold sieht nach seiner Aussage keine neonazistischen Strukturen, die die Mitglieder des NSU in Sachsen gestützt haben. Allein schon dieses gravierende Fehlurteil verdeutlicht, dass die Analysefähigkeit in der von ihm verantworteten Abteilung des Landesamtes als bestenfalls schwach ausgebildet beurteilt werden muss.“
    “….
    Als deutlichen Affront gegen den Untersuchungsausschuss wertet sie es, dass Vahrenhold GERADE BEIM KOMPLEX „Blood & Honour“ versucht hat, den Untersuchungsausschuss hinters Licht zu führen. „So behauptete er wider besseres Wissen, bei den 1998 aus der sächsischen Sektion Ausgetretenen habe es sich danach nur um einen losen Zusammenhang gehandelt. In Wirklichkeit hatte es regelmäßige Treffen mit gemeinsamen Planungen, die Herausgabe von Zeitschriften und die Veranstaltung von Konzerten gegeben“, so Köditz. Und das Netzwerk unterstützte die drei erst in Chemnitz, dann in Zwickau abgetauchten weiterhin.”

    Alle Hinweise auf dieses internationale rechtsterroristische Netzwerk werden meiner Meinung nach gezielt abgewürgt, siehe auch Thomas S. in Berlin.
    Bin mittlerweile fest davon überzeugt, daß es eine gut vernetzte Internationale des rechten Terrors in Europa gibt, bis hinein in mächtige Kreise.
    In dm Zusammenhang finde ich auch es bemerkenswert, daß der “Deal” der norwegischen Justiz mit Breivik, ihn ,wie von ihm gewünscht, als zurechnungsfähig zu erklären, ja darin bestand, ihn dazu zu bringen, AUSGERECHNET von Kontakten zu einer Internationale von “Tempelrittern” abzuschwören.

    In dem Zusammenhang vielleicht ganz interessant.
    Wenn man nach bfe 523 googelt, findet sich “Der Führer der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) 523 aus Böblingen versah seinen Dienst äußerst engagiert, manche sagen: brutal. “.

    Man stösst auch auf die Teilnahme der bfe an einem Military Cross der Offiziersgesellschaft Bellinzona. Dort treffen sich Polizeikorps, Grenzwachtkorps, Feuerwehr, Formationen des Zivilschutzes (Lategorie C) und Einheiten und militärische Truppenkörper, Rekruten- und Kaderschulen, Formationen der Militärischen Sicherheit, militärische und paramilitärische Vereine (Kategorie A) aus D, CH, It, SLowenien jährlich zu einem internationalen Militärsportwettkampf.
    bfe 523 sind dort als drittbeste 2010 gelistet in Kategorie C.

    In den Begrüßungsschreiben schwärmt Div Robe
    rto Fisch, Kommandant der Führungsunterstützungsbasis der Armee, von der “einmalige Gelegenheit um mit allen internationalen Teilnehmern die gemeinsamen Werte und die Freundschaft zu teilen”.

    Es ist ein Staffellauf mit Läufern und Velofahrern, in welcher Wurf- und Schiessprüfungen (Wurfkörper und Schiessen am Simulator siehe Pkt 4) absolviert werden müssen. Jede Mannschaft mit je 4 Wettkämpfern muss der Stab, die sie am Start übernimmt, ins Ziel bringen.
    In Sonderprüfungen geht es darum: Die Teilnehmer des 1. und 2. Streckenabschnitts müssen einerseits eine Prüfung mit einem Handgranaten-Übungswurfkörper und eine Schiessprüfung am Schiesssimulator absolvieren.”

    Kategorie A&C sollen das Ganze im Tarnanzug absolvieren

    Zu Fuß oder mit Mountain Bike, zwischendurch kurze Attentate, das Ganze im Tarnanzug. Liest sich eigentlich wie … wie ein Mordswettkampf.

    Der Beitrag von Andreas Popp ist übrigens klasse.
    Frohe Weihnachten

  5. Hier der informativste Artikel über neue Infos zu NSU-Verbindungen ins Ländle, den ich bisher gefunden habe:
    NSU-Kontakte auch im Rems-Murr-Kreis?

    FDP-Bundestagsabgeordnete Hartfrid Wolff bestätigt Hinweise, dass es neben Heilbronn auch Verbindungen nach Schwäbisch Hall und Ludwigsburg gegeben habe. “Wolff wollte aber keine genaueren Angaben zu den NSU-Kontakten machen. ”
    “Auch gegenüber dieser Zeitung zeigte sich Hartfrid Wolff am Freitag zugeknöpft: „Wir müssen die Indizien erst prüfen und vor allem die UNGEHEUER ZAHLREICHEN Akten durchforsten, um konkreter werden zu können. Im Moment ist alles weiterhin nur sehr vage.“

    “Insider gehen davon aus, dass der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) zum Beispiel über das im September 2000 verbotene „Blood&Honour“-Netzwerk Verbindungen in den Südwesten pflegte. Auch im Rems-Murr-Kreis sind „Blood&Honour“-Aktivisten aktiv (gewesen). Nach Informationen dieser Zeitung existieren zudem Briefe des NSU-Terroristen Uwe Mundlos, in denen dieser Besuche in Baden-Württemberg erwähnt. Zum Beispiel beschreibt er, wie er ein GEHEIMES WAFFENLAGER in Ludwigsburg besichtigt haben will.”

    1993 hat auch “der Urvater der Rechtsrockszene Ian Stuart, kurz vor seinem Tod, und seine Gruppe Skrewdriver vor etwa 400 Zuhörern bei einem „musikalischen Grillfest“, veranstaltet von den „Kreuzrittern für Deutschland“. Wo? Auf dem Grillplatz Lämmle nahe der Wasserstubensiedlung in Waiblingen.
    Stuart hatte in den 80er Jahren Blood&Honour gegründet…”

    “Warum kommt die Schlüsselfigur des Rechtsrocks ins Remstal? Die Antwort ist wohl im Umfeld der deutschen Stuart-Jünger von der Gruppe Noie Werte (offiziell 2010 aufgelöst) zu suchen. Nach der Veröffentlichung ihres ersten Albums „Kraft für Deutschland“ 1990 haben sie mehrere Konzerte mit Skrewdriver gespielt, ein reger Kontakt zu Blood&Honour ist entstanden. Die Musiker der Noien Werte kommen aus dem Großraum Stuttgart; zu den Mitgliedern gehörte seit 1989 auch Oliver H., der heute in Althütte lebt, sich jedoch inzwischen öffentlich distanziert hat.
    Die Bezüge blieben stabil über Stuarts Tod hinaus. 1994 hatten Oliver H. und der Noie-Werte-Sänger Steffen Hammer aus Reutlingen ein Platten-Label namens „G.B.F.-Records“ gegründet, zeitweise mit Vertriebs-Postfach in Winnenden. G.B.F. steht für German British Friendship. G.B.F. organisierte deutsche Konzerte britischer Bands aus dem Blood&Honour-Dunstkreis wie Skullhead oder Stigger, besorgte den Deutschland-Vertrieb ihrer Tonträger und vermittelte deutsche Combos auf die Insel.

    Wofür die Band Noie Werte nicht zwangsläufig etwas kann, was aber zumindest ideologisch bezeichnend ist: Auf einem Vorläufer-Bekennervideo des Nationalsozialistischen Untergrunds aus dem Jahr 2001 sind bereits vier Morde an türkischstämmigen Männern aufgeführt sowie der Bombenanschlag in Köln. Zur Untermalung dienten die Lieder „Kraft für Deutschland“ und „Am Puls der Zeit“ der Noien Werte.

    Übrigens: Steffen Hammer ist einer der Verteidiger der mutmaßlich rechtsradikalen Angeklagten im gerade laufenden zweiten Prozess um den Winterbacher Gartenhütten-Brandanschlag.

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