Warum gibt der Staat uns die Grundrechte nicht zurück, obwohl Risikogruppe durchgeimpft ist?

Die meisten unbedarften Menschen gehen davon aus, dass mit der Impfung die Corona-Pandemie vorbei ist. So verstanden sie Angela Merkel. Viele geimpfte Menschen stellen aber jetzt verwundert fest, dass auch für sie manche Einschränkungen weiter gelten, etwa die Maskenpflicht. Außerdem verstehen sie nicht, warum die Grundrechte für alle weiter eingeschränkt bleiben, obwohl sie, die Risikogruppe der über 70-jährigen Menschen, ja geimpft sind.

Es ist tatsächlich unverständlich, denn für die jüngeren Menschen (ohne schwere Vorerkrankungen) besteht keine Gefahr einer schweren Erkrankung, geschweige denn Lebensgefahr. Statt uns aber die Freiheit zurückzugeben, wird jetzt sogar über eine Impflicht für Schulkinder über 12 Jahre diskutiert!

Der Druck in Deutschland steigt und die nächste Grippewelle kommt im Herbst. Merkel: „Die Pandemie ist erst besiegt, wenn alle Menschen auf der Welt geimpft sind.“ (Bundesregierung) Ohne eine zumindest indirekte Impfpflicht kann dieses Ziel nicht erreicht werden. Das heißt, dass geimpfte Menschen mehr Rechte haben als ungeimpfte. Stehen bald auf Parkanlagen Schilder mit der Aufschrift: „Zutritt nur für Geimpfte, Kontrolle der Impfausweise“.

Auch werden die Grundrechte an Geimpfte nur unter Vorbehalt zurückgegeben, solange nämlich keine gefährliche Coronavirus-Mutation auftritt, Merkel: „Das setzt natürlich voraus, dass die Impfstoffe wirksam sind, also keine Mutationen auftreten und die Impfstoffe nicht mehr wirksam sind. (…) Ziel ist es, allen Menschen alle Lebensmöglichkeiten, sprich die Grundrechte und Nutzungen ihrer bekannten Lebensmöglichkeiten, schnellstmöglich wiederzugeben, also die Einschränkungen möglichst geringzuhalten.“  (Deutschland)

Wie könnte das Vorgehen mit dem Grundgesetz vereinbart sein? Dort steht, dass unsere Grundrechte „unveräußerlich“ sind und die Würde des Menschen „unantastbar“! In Deutschland geht die Entwicklung aber trotzdem in Richtung eines Kontroll- und Überwachungsstaates chinesischen Vorbildes. Hoffnung besteht dagegen in anderen Ländern, wie Russland, England oder in den 22 US-Bundesstaaten, die teilweise sogar Impfausweise verboten haben. Offenbar haben wir Deutsche einen Hang zum staatlichen Totalitärismus.

2 Gedanken zu „Warum gibt der Staat uns die Grundrechte nicht zurück, obwohl Risikogruppe durchgeimpft ist?“

  1. „Wir“ Deutschen haben auch einen Hang zum uneingeschränktem Untertanentum, der weder durch die 68er Bewegung, den Feminismus oder was auch immer nennenswert eingeschränkt werden konnte. Merke ich tagtäglich z-B. am Arbeitsplatz.

    MfG

  2. US-Präsident Biden vor zwei Wochen:
    „Wenn Sie vollständig geimpft sind, müssen Sie keine Maske mehr tragen.“
    Die CDC hatte zuvor Richtlinien veröffentlicht, nach denen vollständig geimpfte Personen nicht nur draußen, sondern auch in geschlossenen Räumen meist keine Maske mehr tragen müssen,
    https://www.rnd.de/politik/biden-gluecklich-ueber-teil-aufhebung-der-maskenpflicht-in-den-usa-EKYJOKMZLHKYSOT4YDUNTND7OA.html

    Bei uns dagegen „werden zur Zeit tausende Testzentren aus dem Boden gestampft“. Obwohl die Testerei laut Gesetzgebung nur eine kurze Übergangslösung sein soll und für häufig genutzte Nahkontakt-Zonen im Innenbereich (ÖPNV; Einzelhandel) nicht gilt. Warum soll sie dann in Außenbereichen wie z.B. im Zoo oder Biergarten mehr (epidemiologischen) Sinn machen?
    Die „Welle“ ist vorbei, es ist Frühjahr!

    Jens Berger fragt sich daher: Ist die Testpflicht letzten Endes nur das, was in der Verhaltensökonomik als „Nudging“ bezeichnet wird, d.h. eine verdeckte Verhaltens-Dressur?
    Wenn es keine Testpflicht gäbe, würden Geimpfte nämlich gar nichts spüren von ihren vielgepriesenen „Privilegien“.

    Für ihn geht es „nicht um die Verhinderung von Infektionen, sondern darum, die Menschen mürbe zu machen und ihre Impfbereitschaft zu erhöhen“,
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=72827

    Als einzig lauteren Zweck hielte er für denkbar, wenn man die Dunkelziffer der Infektionen ermitteln wollte (allerdings hat man sich für diese vermutlich neun Zehntel ein ganzes Jahr nicht interessiert, warum dann jetzt).
    „Aber das stünde in keinem Verhältnis zum wirtschaftlichen Schaden für die Betriebe, denen durch solche Schikane-Maßnahmen die Kunden wegbleiben. Denn wer stellt sich schon eine halbe Stunde vor einem Testzentrum an, wenn er spontan mit einem Freund ein Bier trinken gehen will? Dann trifft man sich halt daheim – ohne Maske, ohne Abstandregelung und Hygienekonzept. Zumindest aus epidemiologischer Sicht ist das sogar kontraproduktiv“.

    Der Bankkaufmann mit Ministerrang hat derweil „eine Corona-Inzidenz von unter 20 als Voraussetzung für einen unbeschwerten Sommer genannt“ – wenigstens wird er für diese eigenmächtige Erfindung neuer Hürden von anderen Politikern hart kritisiert,
    https://www.rnd.de/politik/spahn-will-inzidenz-unter-20-kritik-von-fdp-und-gruenen-XM6D4EBZWQM2MNDATMG7ILD7WI.html

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