Gab es wirklich ein terroristisches NSU-Netzwerk?

Dank Veröffentlichung und kritischer Analyse der Ermittlungsakten im Internet sprach es sich in den letzten Jahren bei informierten Zeitgenossen herum, dass die Beweislast gegen Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe,  verschiedene Verbrechen begangen zu haben, gering bis nicht-existent ist. Beispielsweise gibt es keine DNA, Fingerabdrücke der Drei an den 29 Tatorten, sondern teilweise von unbekannten Personen.

Ernstzunehmende Journalisten wie Thomas Moser melden daher deutliche Zweifel an der 3-Täter Theorie an, die geteilt werden seitens des momentan tagenden zweiten NSU-Untersuchungsausschusses des Bundestages sowie seitens eines Teils der Anwälte der Nebenklage im NSU-Prozess. Es müsste ein NSU-Netzwerk geben, mit anderen Tätern.

Im Falle der Untersuchungsausschüsse und der Nebenklage scheitert dieser Ansatz jedoch an einem wichtigen Punkt: Es wird nicht die sogenannte „NSU-Selbstenttarnung“ ab dem 04.11.11 massiv in Frage gestellt. Dazu gehört der angebliche Selbstmord von Böhnhardt, Mundlos, die Beweismittelsicherung in Wohnmobil und Zwickauer Zschäpe-Wohnung sowie die Erstellung und Verteilung des sogenannten NSU-Bekennerfilmes.

Vorausgesetzt bei der „Selbstenttarnung“ wäre es mit rechten Dingen zugegangen, dann würde es keinen Sinn machen, von einem terroristischen NSU-Netzwerk auszugehen, aus folgendem Grund:

  • Der Inhalt des „Bekennerfilms“ und die Auffindeorte der DVD´s belasten indirekt Böhnhardt und Mundlos als Haupttäter der Verbrechensserie. Zwar sind die Männer in dem Film weder zu hören noch zu sehen, doch anhand verschiedener Punkte werden sie massiv belastet, vor allem Mundlos, der als Paulchen Panther dargestellt wird. Die erzählte Geschichte im Film ergibt ansonsten keinen konkreten Verdacht, dass eine andere Person die Verbrechen begangen haben könnte.
  • Es gibt einen geraden Weg von Zschäpes Garage, polizeilich ausgehoben 1998, dem dort sichergestellten Gedicht „Ali muss weg“, dem Untertauchens der Drei, hin zu Dateien der Vorgängerversion des Bekennerfilmes, gefunden 2011 auf einer mobilen Festplatte, mit dergleichen Aussage „Ali muss weg“. http://friedensblick.de/21715/standen-bereits-1998-boehnhardt-mundlos-als-nsu-suendenboecke-fest/

Angesichts der fehlenden Beweise an den Tatorten, wäre es sinnvoller davon auszugehen, dass das Trio 1998 gezielt in den Untergrund geschickt wurde, um ihnen später als NSU-Terroristen Verbrechen unterzuschieben. Laut Aussage des damaligen thüringer Geheimdienst-Chefs Helmut Roewer könnte es sich bei der „Selbstenttarnung des NSU“ um ein „Entsorgungs-Geschäft“ gehandelt haben.

Wenn also andere Personen als Mundlos und Böhnhardt die Haupttäter gewesen wären, müsste die Authentizität des Filmes in Zweifel gezogen werden. Gerade dies wird jedoch nicht gemacht, weil dadurch die NSU-Geschichte massiv in Zweifel gezogen werden würde. Wenn es schon keine Beweise an den Tatorten gibt, dass Böhnhardt, Mundlos die Täter waren, dann muss wenigstens der „Bekennerfilm“ echt sein! Das Kartenhaus würde ansonsten zusammenbrechen.

Warum wird dies nicht gemacht?

Die an der Macht sich befindenden Systemparteien, CDU/CSU, SPD, hinterfragen selbstverständlich nicht die offizielle Darstellung. Anders verhält es sich bei linken Politikern und Aktivisten, die kritischer sind. Dort wird jedoch die rechtsextreme  NSU-Terrorzelle, die Immigranten ermordet, politisch ausgeschlachtet, um Andersdenkende verbal als potentielle NSU-Terroristen zu diffamieren.  Nicht nur dort: Ein Treffen der „facebook“-Chefin Sheryl Sandberg mit US-Präsidenten Trump reizte den stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Ralf Stegner derart, dass er sie mit Beate Zschäpe verglich!

Aufgrund dessen ist inzwischen bei linken Politikern eine „Selbstimmunisierung“ auf Einwände eingetreten. An die aufgetischte NSU-Geschichte wird fest geglaubt, als sei sie eine Religion. Beispielsweise informierte die linke Bundestags-Abgeordnete Martina Renner darüber, dass der hessische Geheimdienst der linken Terrororganisation RAF den Herrhausen-Anschlag in die Schuhe schieben wollte, gleichzeitig sprach sie von Böhnhardt, Mundlos als „Haupttätern“ einer rechtsextremistischen Anschlagsserie. Dabei störte es sie nicht im geringsten, dass im jeweiligen (geheimdienstlichen) Hintergrund dieselbe Person wirkte: Peter Nocken.

nocken-nordmann-nonne-alfred-herrhausen

Quelle: youtube

8 Gedanken zu „Gab es wirklich ein terroristisches NSU-Netzwerk?“

  1. Die am 4.11.11 gefundenen Leichen lösten genau deshalb eine Lawine an Enthüllungen über staatliche Stellen aus, weil genau diese staatlichen Stellen (bzw. ihr Überbau) dies wollten.

    Da sowie offensichtlich an allen Ecken und Ende frisiert und inszeniert wurde (und auch vorm Münchner Gericht folgenlos gemauert werden kann), hätten die staatlichen Stellen nämlich einfach alles Vertuschen der eigenen Rolle gleich zu Beginn konzentrieren und perfektionieren können, indem sie die Leichen zu Opfern einer mutmaßlichen Abrechung innerhalb einer Mafia erkären, was sie vielleicht auch tatsächlich waren.

    Einer Mafia, die in diesem Alternativ-Narrativ leider sowohl an den Leichen als auch hinsichtlich ihrer eigenen Existenz perfekt Spuren vermeidet, aber wohl völlig unpolitisch ist – wie die Toten, die irgendwann in ihrer Jugend mal rechts waren, dann untertauchen mussten und im Untergrund von politischen zu unpolitischen Verbrechern mutierten.

    Man hätte dies so haben können – wenn man wirklich an einer unspektakulären, raschen Abwicklung der zwei Todesfälle interessiert gewesen wäre. Und an einem schnell erlahmenden Interesse der Medien und der Öffentlichkeit, am Unterbleiben des Münchner Endlos-Prozesses sowie der unzähligen und wiederholten Parlaments-Ausschüsse in Bund und Ländern.

    Man hätte diesen im Ergebnis bequemeren Weg auch auf der Durchführungsseite viel einfacher realisieren können:
    Die Ceska als nicht ganz unproblematische Smoking Gun und als (neues und außer der dümmlichen DVD einziges) Verbindungsglied von den Uwes zu den Döner-Morden wurde nicht von irgendwelchen Enthüllungs-Journalisten gefunden.

    Und im überreich mit „Beweisen“ gepflasteten Wohnmobil (plus Wohnung) haben auch immer nur die Behörden (mal vorzeitig, mal nachgefunden) reichlich gefunden , was sie fürs Narrativ brauchten und selber dort platziert hatten. Denn kein Täter, sei er noch so bescheuert, würde dort wichtige und brisante Gegenstände ohne Not in diesen Massen lagern (das Wohnmobil war dem Narrativ nach ja zum einen erst kurz geliehen, zum anderen als Tat- und Fluchtfahrzeug beim Bankraub höchst verlustgefährdet).

    Man stopft auch nicht die eigene Wohnung mit Brisanten voll und stellt dann für den eindeutig erkannten Schutzbedarf einfach in die Besenkammer einen Kanister Benzin – dessen Entzündung ohne Fernzünder und ohne Eigenschaden immer noch nicht plausibel dargelegt, geschweige bewiesen ist.

    So verliert man sich schnell in einem Meer von Absurditäten (was ja vielleicht mit ein Zweck der Übung ist), muss aber zum roten Faden zurückkehren: Die Uwes drängten sich nicht in die Rolle, die das Narrativ ihnen jetzt zuweist und auch keine nicht-staatliche Stelle konnte bis zum 4.11.11 die Uwes (oder wenigstens einen bekennungsfaulen NSU) den Döner-Ceska-Morden zuorden. Eine SPIEGEL-Reportage analysierte noch 2011 (ausschließlich innertürkische) Mafia- und Tiefe-Staat-Verflechtungen.

    Die Behörden selber machten (2005) aus mehreren Döner-Morden eine Ceska-Serie. Sie hatten weder Täter noch Tatwaffe, aber einen Tatwaffen-Typ, der (da geheimdienstlich bestellte Miniserie) bereits damals den Verdacht in die eigenen Reihen lenkte. Weg von innertürkischen Rivalitäten, aber auch noch in keinster Weise hin zu braunen Bezügen.

    Erste zaghaft braune Bezüge und noch mehr Geheimdienst-Selbstbelastung (jetzt aber regierungsfreundlich, da konzentriet auf einen Einzelgänger) ergaben sich bereits ein Jahr später in Kassel mit Temme und dem finalen Ceska-Mord.

    2011 wurde dann noch stärker vom Staat weggeschoben hin zu Neonazis ohne Staatsbezug – eben den beiden Uwes und ihrer Beate, angeblich so isoliert wie ein Temme unter seinesgleichen. Kleine Zellen machen der großen Politik eben nur kleine Probleme; man kann sich ja schließlich nicht um alles kümmern. Große Netzwerke und Sümpfe darf es dagegen gar nicht geben, denn diese könnte die Politik nicht übersehen haben, sondern muss die Verantwortung dafür tragen, dass sie sie geduldet bzw. sogar gefördert hat.

    2011 war ein Jahr des Umbruchs: Gaddafi starb und sein von der NATO zerbombtes Land versinkt im Chaos und ermöglicht die Massen-Flucht aus Schwarzafrika nach Europa. Syrien wird mit von außen trainierten und finanzierten „Rebellen“ in einen jahrelangen „Bürgerkrieg“ gestürzt, der sich zum Stellvertreterkrieg zwischen USA und Russland auswächst.

    Und in der Türkei reinigt der damals noch als Saubermann geltende Erdogan den Apparat im Rahmen der Egernekon-Prozesse (ab 2007, Höhepunkt 2011) gegen die laizistischen Kemalisten und ihren tiefen, NATO-verbundenen Staat.
    Man musste den ungeliebten, offensichtlich nicht einfach weg-putschbaren Islamisten (d.h. den türkischen Staat, der immer mehr in seine Hand geriet) irgendwie zurück ins NATO-Boot holen.

    Man kann die (ansonsten sehr merkwürdigen) deutschen Inszenierungen m.E. nicht ohne diese Hintegründe sehen.
    Dass es ein (zudem staatlich kontrolliertes und finanziertes) Netzwerk gibt, scheint klar, ist aber weniger wichtig als die Dinge, von denen damit abgelenkt werden soll.

    1. Was Wetzel da behauptet, ist doch bestenfalls in Nuancen qualifizierter als das offizielle NSU Märchen. Die ach so kernige Überschrift soll wohl kritisches journalistisches Recherchieren implizieren. Dabei ists „same procedure as every year“, der durch nichts bewiesene ominöse NSU wird als Fakt dargestellt, dessen deutschlandweitem Netzwerk man halt nur durch inkompetentes Nichtstun der parlamentarischen Ausschüsse bzw. perfidem Hintertreiben der politischen und/oder polizeilichen hochrangigen Verantwortlichen nicht auf die Spur kommen sollte/durfte. Ist ja ganz was Neues !
      Solange aus dieser Ecke nicht endlich zugegeben wird, dass irgendwelche Rechtsextreme erst Jahre nach der „Dönermord“ Serie auf einmal wie der berühmte Phönix aus der Asche als einzige und alleinige Täter präsentiert wurden, die im Rahmen der zeitnahen Ermittlungsarbeit der polizeilichen Behörden eben nicht aus „rassistischen“, sondern aus schlicht und einfach spurentechnischen Aspekten nicht ins Täterprofil kamen, solange mag man seine Zeit mit irgendwelchen NSU Netzwerken, die es aufzudecken gilt, verbraten, mit Aufklärung welcher Art auch immer hat das garantiert nichts zu tun. Aber dem anvisiertem Publikum soll es offenbar als echte Aufklärung, als authentischer Journalismus verkauft werden. Scheint ja auch zu klappen.

      MfG

      1. Du hast schon Recht: Die Qualität der Beiträge von Wetzel in den Nachdenkseiten ist vom ersten zu Stregda, den ich noch sehr gut fand, kontinuierlich gefallen. Im vierten hat er nicht nur die Erwartungen verfehlt, sondern auch die eigene Ankündigung im Titel. Wo waren die Überraschungen? Nirgends. Wofür die lange Vorrede über polizeiliche Ermittlungsmethoden? Für fast nichts, also ein Scheinangriff. Auffällig ist nur, dass er sich sehr explizit auf Schorlau bezieht.

        Lass uns mal ein Fazit der vierteiligen Serie versuchen:
        Wetzel hat die ganze Geschichte auf so eine Art nochmals durchgekaut, dass er den Stand zu Stregda integriert, den Schorlau sehr vehement vertritt und aktiv verbreitet hat. Schorlau hätte nicht viel weiter gehen können, ohne ausgemeindet zu werden. Er war auch bei Themen sehr mutig, die mit dem NSU nichts mehr zu tun haben, bei Bränden zum Beispiel, die immer im Dachstuhl anfangen, wenn es schöne Bilder geben soll.
        Wetzel hätte schon noch ein paar zusätzliche Bäume im Zauberwald fällen können. Er hätte sich ja eine andere Ecke vornehmen können. Aber er hat lieber den restlichen Wald mit viel Nebel konserviert. Er ist ein Förster aus dem luftigen Grün, kein kerniger Holzfäller.
        Immerhin hat er Schorlaus Erkenntnisse zu Stregda aus dem Roman herausgeholt, in dem Realität und Fiktion schwer zu trennen waren. Das ist aber viel weniger, als ich nach Teil 1 erwartet hätte.

  2. Wetzel spricht von der „Selbstbekanntmachung des NSU“, aber ohne Anführungszeichen und ohne das Bei-Wort „angebliche“.

    Er bezweifelt also weder die Existenz des angeblichen NSU in Gestalt von BMZ noch den blitzschnell-panischen angeblichen Doppelselbstmord seiner angeblich zwei wichtigsten Mitglieder. Seine Kritik beschränkt sich darauf, dass staatliche Stellen die Größe des NSU auf die drei Mitglieder beschränken und somit das Netzwerk aus V-Leuten außerherum leugnen, indem sie u.a. deren Akten sofort reihenweise schredderten.

    Er theoretisiert dann ausführlich über Grundsätze polizeilicher Ermittlungsmethoden und will anhand der konkreten Abweichungen einerseits „die allermeisten Ermittlungsergebnisse im Fall NSU demontieren – mit ihren eigenen Waffen“. Andererseits könne man „mithilfe dieser Ermittlungsmethode die politische Einflussnahme auf polizeiliche Ermittlungen sehr genau kenntlich machen und extrahieren“.

    In seiner Person, so will er uns wohl einprägen, haben wir so etwas wie einen begabten Profiler mit großem Unterscheidungsvermögen vor uns.
    Gleich anschließend bei der ersten praktischen Anwendung versagt das pfiffige Kerlchen mit seiner „sehr genauen Kenntlichmachung“ aber kläglich, indem er Schily und Bouffier in einen Topf schmeißt.

    Schily hatte 2004 angebliche Behörden-Erkenntnisse (Kriminelle statt Terroristen als Bombenleger in Köln) ungeprüft an die Öffentlichkeit gebracht. Fürs naive Sich-Anlügen-Lassen hat er sich später öffentlich geschämt.
    Insgesamt eher ein einmaliger und passiver Ausrutscher (des damals längst pensionsreifen 73-jährigen) als eine „politische Einflussnahme auf polizeiliche Ermittlungen“.

    Ganz anders die Rolle des viel jüngeren und immer noch aktiven Bouffier: Ein verstockter Dauertäter seit 2006, ohne jegliche Selbstkritik, der seine (und Temmes) Machenschaften hinter dem undurchdringlichen, aber ganz legalen Mäntelchen „Staatswohl“ verbirgt und gegen Ermittlungen schützt.
    Er wird nicht von Untergebenen hintergangen und vor vollendete Tatsachen gestellt, sondern inszeniert Hand in Hand mit, so dass das Steh-Auf-Männchen Temme bei Bedarf immer wieder skandalisierend und ablenkend in die Medien-Öffentlichkeit gebracht werden kann, um dann wieder zuverlässig unter Bouffiers Schutzglocke zurückzukehren.

    So wie der gehörnte Schily sich 2004 überhaupt nicht als „ermittlungslenkend“ erwies, so ist Bouffier viel mehr als nur ein heimlicher Lenker: Er blockiert die Ermittlungen ganz offen, legal und langfristig. Wenn das für Wetzel „ähnlich“ ist, dann können wir von ihm weder vertiefte Erkenntnisse erwarten noch überhaupt die Absicht dazu.

    Laut Wetzel fehle es „am Beispiel der NSU-Aufklärung – nicht an Beweismitteln“, aber gleich im nächsten Satz bemängelt er „die Tatsache, dass viele dieser Beweismittel verschwunden sind“, was unausgesprochen zur bereits bekannten Leier führt, es werde (nur) in die Polizeiarbeit eingegriffen, um V-Leute außen vor zu halten.

    Dass die „Beweismittel“ vielleicht gerade deshalb so überreichlich vorhanden sind, weil sie vorher fabriziert und platziert wurde, zieht er nicht in Erwägung.
    Denn warum (als perfekte Spuren-Vermeider berüchtigte) Täter in einem jederzeit verlustgefährdeten Fluchtfahrzeug überhaupt unsinnige und brisante Beweise gehortet haben sollen – von Beute-Resten aus Alt-Überfällen bis hin zu kompletten Waffenlagern – das fragt er sich nicht.

    Die brand-resistenten Papiere, Schusspatronen, Benzinspuren und -kanister aus der Hausruine, ignoriert er ebenso wie das wiederholte Nachfinden solcher „Beweismittel“.
    Er erweist sich als pseudo-kritischer Pseudo-Aufklärer, der fest ans BMZ-Wohlleben-Ceska-Märchen glaubt und die Enthüllungen auf das V-Leute-Milieu beschränkt.

    1. „aber ohne Anführungszeichen“
      Im vierten Teil ja, aber im ersten Teil hat er den „Selbstmord“ x-fach in Anführungszeichen gesetzt. Wie geht „Selbstbekanntmachung“ von jemandem, der ermordet wird?

      1. Das geht natürlich nicht, daher bot es sich wohl an, die Anbiederung an kritische Geister auf verschiedene Teile einer Artikel-Serie zu verteilen:
        Schmeißt man sich im ersten Teil an die Selbstmord-Bezweifler ran, dann kümmert man sich im aktuellen Teil um die Schorlau-Fans (und „vergisst“ dabei die bisherigen – eigenen? – Suizid-Zweifel).

        Dennoch gelang es Wetzel im aktuellen Teil noch oft genug, sich selber und der Nachrichtenlage zu widersprechen.

  3. Das Netzwerkthema hat einen ganz dicken Pferdefuß.
    Das NSU-Märchen hängt existenziell davon ab, das es kein NSU Netzwerk gibt.

    Die BAW wirft den Uwes nicht direkt vor, die Mörder zu sein.
    Das ist nicht darstellbar. Aus dem Grund erfolgt ein Anklagekonstrukt über Zirkelschluss.
    Die Morde hat der NSU begangen, Beweis Video. Der NSU, das wiederum sind BMZ.
    Es können nur BMZ sein, weil es nicht mehr Mitglieder gibt.

    Uwe und Uwe sind also Mörder per Ausschlussverfahren!
    Es ist tatsächlich der einzige „Beweis“ … 😉
    Dünnes Eis ist dagegen eine Panzerplatte.

    Mit einem Netzwerk stirbt das Ausschlussverfahren sofort und damit die behauptete Täterschaft.
    Jedes anerkannte Netzwerkmitglied, ist dann gleichberechtigt verdächtig.
    „Der NSU war es“, braucht dann die Antwort, wer von den vielen Mitgliedern und warum.
    Das geht dann nur noch über Tatortspuren oder alle können nach Hause gehen.

    Nur einer mehr ist also der Gau für die BAW.
    Deshalb bekämpft die BAW verbissen jede Helfertheorie im Ansatz.
    Kein Mann mehr, sonst platz das Gesicht des rechten Terrors.

    Es ist wie in der Schlußzene vom Spartacusfilm.
    Die Niederlage sollte ein Gesicht bekommen und Spartacus ans Kreuz.
    Es gab nur noch keine Fahndungsfotos.
    Einer nach dem anderen der besiegten Gefangenen stand auf und rief, „ich bin Spartacus“!
    Schöne Scheiße … 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.