Auf diese Weise will die Linke von der NSU-Legende profitieren

In den letzten Artikeln beschrieb ich meine Verwunderung, dass linke Politiker die Aufklärung des NSU-Komplexes hintertreiben. Dies trifft auch auf Politiker anderer Parteien zu, aber linke Politiker präsentierten sich in der Öffentlichkeit als behördenkritisch. Warum könnten sie beim NSU-Komplex darauf verzichten?

Die Politik verwendet für Böhnhardt, Mundlos die Wörter: Sie wären die „mutmaßlichen Haupttäter“ (Bundestag) gewesen, oder sie hätten mit Beate Zschäpe das „Kerntrio“ (Linke Bundestagsvize-Präsidentin Petra Pau) gebildet. Für eine maßgebliche Täterschaft der beiden erschossenen Männer gibt es jedoch keine Hinweise, auch die angebliche Selbstbezichtigung in dem sogenannten NSU-Bekennerfilm steht auf wackligen Beinen. 

Folgender Artikel, der in der Internetseite „Behördenstress“ veröffentlicht wurde, zeigt die Hintergründe:

Der Artikel geht von dem (angeblichen) Tatmotiv „Rassismus“ aus, sowie von den „mutmaßlichen Mördern“ Böhnhardt, Mundlos. Darauf aufbauend wird auf die Bedeutung hingewiesen, nicht ablehnend gegenüber Flüchtlingen und gegen den Islam zu sein. Umfragen bewiesen jedoch das Gegenteil.

„56 Prozent der Bayern sind Muslimen gegenüber ablehnend eingestellt. 32 Prozent sind es Flüchtlingen gegenüber, 21 Prozent lehnen Juden ab, 19 Prozent Schwule und Lesben.“

Wegen diesen vorhandenen Rassismus könnten sich jederzeit neue Böhnhardts und Mundlos radikalisieren und wieder mordend durch die Straßen ziehen.

„Keine Frage: Mit Sicherheit war es nicht allein der Einfluss der sie umgebenden Szene, der Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt zu mutmaßlichen Mördern machte. Es ist ein weiter Weg vom pubertären Grölen rassistischer Lieder bis zum gezielten Schuss auf einen Menschen mit ausländischen Wurzeln. Aber es ist von dort eben auch ein weiter Weg hin zu einer toleranten und mitfühlenden Gesellschaft.“

Gegen dieses hohe Ziel ist nichts einzuwenden, eine tolerante und mitfühlende Gesellschaft, aber dagegen, dass sie mit einer Lüge propagiert wird. Die Opfer der sogenannten „NSU-Verbrechen“ werden damit für politische Zwecke instrumentalisiert, stattdessen verdienen die Hinterbliebenen endlich die Wahrheit, echte Ermittlungen ohne politische Einflussnahmen. Die bittere Wahrheit ist, dass bisher nichts aufgeklärt wurde.

4 Gedanken zu „Auf diese Weise will die Linke von der NSU-Legende profitieren“

  1. Diese Analyse trifft den Nagel vermutlich auf den Kopf. Sie ist aber trotzdem absolut inakzeptabel, nein, hochkriminell.
    „Gegen dieses hohe Ziel ist nichts einzuwenden, eine tolerante und mitfühlende Gesellschaft“
    Das ist ein gutes Ziel in einer Gesellschaft, die stabil ist und ihre Grenzen kennt. Toleranz und Mitgefühl können aber nicht unter den Bedingungen eines Zustroms „ohne Grenze“ existieren. Eine Zustrom ohne Grenze kann letztlich nur dadurch zum Stillstand kommen, dass die Bedingungen im Zielland so schlecht werden wie im Herkunftsland. Die Linke sollte deutlich sagen, ob es das ist, was sie anstrebt. Davor drückt sie sich natürlich, denn es ist in der Politik ein fundamentaler Fehler, irgendetwas zu unterstützen, das grenzenlos ist. Grenzenlose Spekulation, grenzenlose Ausbeutung, grenzenloses Wachstum, grenzenlose Eroberung, grenzenlose Abholzung, grenzenlose CO2-Emission (huch) lösen ja auch keine Begeisterung aus. Warum eigentlich nicht?
    Dabei macht ein wenig CO2-Produktion doch schön warm im kalten Winter. Warum also nicht beliebig viel davon?
    „nicht ablehnend gegenüber Flüchtlingen und gegen den Islam zu sein“
    Und was ist jetzt mit der gerade noch beschworenen Toleranz? Mit der Toleranz gegen Leute die den Islam kritisieren oder sogar total Scheiße finden? Warum können die nicht dieselbe Toleranz erhalten wie diejenigen, die den katholischen Glauben durch den Kakao ziehen und sein Scheidungs- oder Abtreibungsverbot Scheiße finden?
    Ablehnend gegenüber dem einzelnen Flüchtling sind wenige, wenn er denn ein harmloser Flüchtling ist, der froh und ein wenig dankbar ist, dass er in Sicherheit ist. Wie aber sieht es mit Kriminellen aus, die im Strom mitschwimmen? Und wie sieht es mit denjenigen aus, die in grenzenlosen Massenlagern erst kriminell werden, was kein Kunststück ist? Diese Lager wären längst geplatzt, wenn die bösen Balkanesen die Grenzen nicht geschlossen hätten.
    Schon gemerkt: die mächtigen Bösen sitzen immer im Ausland, neuerdings nicht mehr nur im Osten, sondern auch wieder im Westen, in England zum Beispiel. Bei uns gibt es, gottseidank!, nur böses Pack, aber die Mächtigen sind alle gütig und der Gütste ist Bischof Bedford-Strohm, kein selbstgerechter Pfaffensack in des fetten Luther unseligster Tradition, der jeden Pfarrer hochkant aus seiner intoleranten Sekte wirft, wenn er auch nur öffentlich seiner Linie in nichtreligiösen Fragen widerspricht. Da kann man sie besichtigen, die totale, pfaffenaffige Toleranz.

  2. Stimme hintermbusch voll zu.

    Insinuiert wird in der Überschrift die Linke würde von der NSU Legende profitieren, was nur im Hinblick auf Rechthaberei bezüglich des offensichtlich „Bösem“ bis hin zum angeblich rassistischem Mord von Nazis tatsächlich der Fall ist, sich aber nicht als Profit in Bezug auf Wählerstimmen
    herausstellt.

    Da ist das genaue Gegenteil ist der Fall, weil man mit Angstmache , Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz (vgl. AfD) quasi aus dem Stand heraus in Deutschland mehr Wähler „aktivieren“ kann als z.B. die Linke hat und die SPD völlig zahnlos geworden ist.

    Eine klassische Faschismus Konstellation!

    Das Prekariat bzw. die Kleinverdiener (und nicht nur die!) verstehen nicht w i e sie von der Banken-und Finanzwirtschaft, den daran verbandelten Politikern und dem Komplex genasführt werden.

  3. Das Thema kannst du in Thüringen konkret auf den Punkt bringen. Die Linke klammert sich affenartig an ihr Phantom von rechts, während die organisierte Kriminalität in Erfurt eine Zentrale installiert hat.
    Alles das was die Rechten gemacht haben sollen, machen die Clans wirklich in echt. Eine terroristische Vereinigung, leicht über drei Mann. Thüringen als Eldorado.
    http://www.mdr.de/thueringen/dossier-provinz-der-bosse-die-mafia-in-mitteldeutschland100_dosArtContext-dossier-provinz-der-bosse-die-mafia-in-mitteldeutschland100_zc-a5dd8a43.html

    Nichts zeigt die ideologische Heuchelei der Linken so deutlich, wie Königs Phantasiegefahren im Gegensatz zur kriminellen Banden-Realität ausländischer Clans vor ihrer Haustür.

    Wenn man alle Dossiers durcharbeitet, kommt man natürlich auch auf den Trichter, inwieweit die BMZ Zelle da vielleicht ihre Nase reinhalten sollte und deshalb entsorgt wurde. Die Ermittlungen des BKA gegen die OK liefen seit vielen Jahren in Thüringen …

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