NSU-Ausschuss deckt mangelhafte Todesermittlungen bei NSU-Informanten Corelli auf

Die Gruppe „nsu-watch“ veröffentlichte gestern eine inhaltliche Zusammenfassung zweier Zeugen-Aussagen, die im NSU-Ausschuss von Nordrhein-Westfahlen getroffen wurden: Es handelte sich um den Diabetes-Experten Prof. Scherbaum und den Vermieter der Wohnung, in der am 04.04.2014 der NSU-Informant Thomas Richter, Deckname „Corelli“, an einem Zuckerschock verstarb. Die Aussagen zeigen, dass die Todesermittlungen der Staatsanwaltschaft Paderborn mangelhaft waren.

Vorab ist anzumerken: Genauso wie bei den „nsu-watch“ – Protokollen vom NSU-Prozess ist auch bei der Zusammenfassung das Problem, dass es kein Wort-Protokoll ist. Deshalb ist es offen für Auslassungen (siehe Protokolle von Katharina König) und inhaltliche Verfärbungen der Aussagen durch die Verfasser.  Da Medien erst gar nicht detailliert über kritische Ausführungen von Zeugen berichten, stellt jedoch meist einzig „nsu-watch“ tiefergehende Informationen bereit.

Prof. Dr. Werner Scherbaum begutachtete die Ergebnisse der medizinischen Untersuchungen von „Corelli“. Im Gegensatz zu 2014 könne er jetzt „nicht mehr 100%ig ausschließen (…), dass Thomas Richter an dieser verabreichten Substanz verstorben ist, weil 2014 die passenden toxikologischen Untersuchungen nicht durchgeführt wurden.“

Das heißt: Der Körper von „Corelli“ wurde nicht ausreichend toxikologisch untersucht, denn die Substanz, die Prof. Scherbaum meint, ein Rattengift, war bereits 2014 als mögliches Mordmittel bekannt.

Prof. Schmerbaum verteidigte sich im Ausschuss offenbar damit, dass ihm die Wirkung des Rattengifts 2014 noch nicht bekannt gewesen wäre.

„… ob er dieses vorgetragene Wissen schon 2014 gehabt habe, gestand der Zeuge ein, dass sich sein Wissen durch neue Recherchen vermehrt habe.“

Leider fehlt hier in der Zusammenfassung die Begründung, warum er damals nicht ausreichend recherierte. Ihm wäre 2014 die Dimension des Falls nicht bewusst gewesen. (wdr)

Es gab nicht nur eine mangelhafte toxikologische Untersuchung und Begutachtung. Insgesamt waren die Nachforschungen mangelhaft:

Keine Informationen hätte Prof. Scherbaum über eventuelle ärztliche Behandlungen und Medikamentenverbrauch gehabt, auch nicht über Kontaktpersonen, die etwa einen Gewichtsverlust in den Wochen vor dem Tod hätten bezeugen können.

„Der Zeuge teilte auch mit, dass dem sozialen Umfeld einer an Typ 1 Diabetes erkrankten Person deren starker Gewichtsverlust von 6-10 Kilo in wenigen Wochen auffallen müsste.“

Versteckter Text/Bild Zeigen

Die Angabe des Bundestags-Gutachters Jerzy Montag, „Corelli“ wäre seit 2010 nicht mehr beim Arzt gewesen, schränkte er ein: Ihm wären keine Krankenakten vorgelegen, er hätte auch nicht danach gefragt:

„Der Vorsitzende Sven Wolf führte aus, dass Jerzy Montag in seinem Bericht die Aussage getroffen habe, dass Richter seit 2010 nicht mehr beim Arzt gewesen sein soll. Der Zeuge Scherbaum bestätigte, dass ihm damals keine Krankenakten von Thomas Richter vorgelegen hätten. Er habe aber auch nicht nach den Krankenakten gefragt.“

Die wichtige Frage ist: Warum äußerte Prof. Scherbaum offenbar erst jetzt seine Einsichten? Deshalb wäre erst jetzt eine neue Untersuchung seitens der Staatsanwaltschaft angeordnet worden. Die Dimension des Falles „Corelli“ muss ihm spätestens 2015 bekannt gewesen sein, als der Bundestag-Innenausschuss mit ihm reden wollte, er aber keine Aussagegenehmigung seitens des SPD-Justizministers Thomas Kutschaty erhielt.

Die taz-Journalistin Astrid Geisler hinterfragte den ganzen dubiosen Vorgang genauso.


Der Ausschuss-Vorsitzende Sven Wolf (CDU) beantwortete meine darauf abzielende Frage nicht:

Auch der Vermieter Markus Grimme nahm Stellung.

Er hätte „Corelli“ am 01.04.2014 das letzte Mal gesehen und hätte keinen Gewichtsverlust oder einen Krankheitsverlauf bemerkt.

„Das letzte Gespräch mit Richter habe zirka eine Woche vor dem Auffinden seiner Leiche am 7.04.2014 stattgefunden. Zu diesem Zeitpunkt habe er Richter auch das letzte Mal lebend gesehen. (…) Auf Frage erklärte der Zeuge, dass Richter auf ihn nicht krank gewirkt habe , er habe auch nicht bemerkt, dass er stark an Gewicht abgenommen habe. (…) Ob Richter krank gewesen sei, sei ihm nicht bekannt gewesen, so der Zeuge.“

Von der Dachluke wäre möglich gewesen, aus der Wohnung „Corellis“ auszusteigen und ins Treppenhaus zu gelangen.

„In der Wohnung habe sich eine Dachluke befunden. Richter habe ihn danach auch gefragt, so der Zeuge. Er habe gesagt, die Luke führe nach oben zu einem Raum seines Sohnes. Diesen Raum, in den die Luke von Richters Wohnung aus führe, könne man auch vom Treppenhaus aus betreten. Die Luke sei aber stets komplett verriegelt gewesen.

Auf Frage führte der Zeuge aus, es gebe am Haus einen Nebeneingang, der sei hinten. Aber für diesen Eingang habe niemand einen Schlüssel. Einen Balkon gebe es nicht.“

Interessant ist hier die Darstellung des CDU-Landtagsabgeordneten Heiko Hendriks, der auch Mitglied des Ausschusses ist. Ich fragte ihn, was er damit meint, dass die Dachluke zu Corellis Wohnung „nur bedingt für anderen Zutritt geeignet“ war. Seine Antwort: „Schwer zugänglich…..da darüberliegender Dachboden keinen weiteren Zugang hat.“

Die Darstellung von Hendriks scheint nicht mit der Aussage des Vermieters übereinzustimmen! Wurde Hendriks im Vorfeld falsch informiert?

Es wäre höchste Zeit, dass die Parlamentarier eigene medizinische Gutachter und Untersuchungen durchführen. Sie können sich offensichtlich nicht auf ihre Parteikollegen in Bund und Land, die Ministerämter bekleiden, und der von ihnen weisungsgebundenen Staatsanwälte verlassen.

14 Gedanken zu „NSU-Ausschuss deckt mangelhafte Todesermittlungen bei NSU-Informanten Corelli auf“

  1. @ Georg Lehle

    Aus gesundheitlichen Gründen sollte ich eigentlich die Finger von der Tastatur lassen, doch ihre Corelli- Artikel amüsieren mich.

    Glauben Sie wirklich dem Sachverständigen ist der Unfug mit dem Rattengift, welches seit 1980 in der EU nicht mehr verkauft werden darf, in Form des Heiligen Geistes zu Pfingsten als Erkenntnis in seine angebliche ursprüngliche Unwissenheit zugefallen und ihm sind – entgegen aller bisherigen Erfahrungen – vor dem PUA- NRW – Eier in der Hose gewachsen?

    Wenn ja, dann glauben Sie sicher auch an den Zaubertresor im BfV, an die Wundertütenrecherche einiger Journalisten zur Qualität der Auswertungen der Corelli- Mobiltelefone…. usw.

    Es gibt nur eine Frage die sich lohnt: „Von was wird abgelenkt, zum jetzigen Zeitpunkt und warum?

    Wäre erstaunt, wenn in dem noch vorhandenen Gewebe toxische Spuren nachweisbar wären, denn der Herr Sachverständige sprach von einer theoretischen Möglichkeit, die er nicht überprüft habe. Also von einer Leimrute, einem Orakel.

      1. @ fatalist

        Moimoin, weshalb so agressiv? 🙂 Pitman hat doch gar nicht so UNRECHT. Unterstellt, Corelli wäre vom BfV ermordet worden, glaubst Du wirklich die DNA der Asservaten stimmten dann noch mit denen von Corelli überein?

        Vacor wurde verboten, weil es sich auch in Fressfeinden von Ratten fand. Curamine und ihre Derivate haben i.d. R. eine Halbwertzeit von etwa 150 Stunden. Vacor ist die große Ausnahme. Mörder wissen so etwas oder sie sitzen im Knast.

    1. Hallo Bärlaus,
      Vacor gehört nicht zu den Cumarinen (also den Antikoagulatien, Vit.K Antagonisten) sondern (Oberlehrermodus an) zu den Scillirosiden, also den chemischen Derivaten der weissen Meerzwiebel die in geringer Dosierung gut für das Herz sein können, in Konzentration und hochdosiert wie Vacor die bekannten Vergiftungserscheinungen auslösen.

  2. S. Kommentar von Fatalist. Etwas googeln lohnt sich. Vacor ist (war) ein Mix verschiedener Wirkstoffe, wenn ich richtig liege. (Sicher nicht im Moment. Hier gewittert es gerade. ?) Unabhängig davon: Vacor ist nachträglich fest zustellen. Warum so ein Risiko? Es ginge mit Adrenalin ebenso wie mit Schilddrüsenhormone und vieles anderem mehr. G. Lehle hat Recht. Die haben schlampig in der Gerichtsmedizin gearbeitet, unter dem Druck des V-Mann-Hintergrundes. „Teststreifen habe sich verfärbt, also Diabetiker.“ So wörtlich ein Staatsanwalt. Das ist bisher der dümmste Spruch, also ist sein Urheber ein …. – bin ich geneigt zu sagen. Für eine Überzuckerung mit Koma wird ein Blutzuckerspiegel von mindesten 500 benötigt. In der Regel von 1.000. Ein solcher braucht einige Zeit. Tage vielleicht sogar Wochen. Vor dem Koma war er im Internet. Suchte nach einem Arzt. Ha, ha – vor dem Koma kommen Sehstörungen. Aber er war ja angeblich im Internet. Und so geht es weiter. Hatte sich angeblich sogar ein Medikament besorgt, gegen Magenschmerzen
    Für mich klingt das mehr nach einem Verschluss des Zugangs zur Bauchspeicheldrüse, infolge einer Magenentzündung, Leber oder Gallenentzündung. Dies hätte eine Obduktion feststellen müssen. Hat sie aber nicht. Fazit: Sein angebliches Verhalten und die Diagnose sind nicht in Einklang zu bringen. Und noch etwas. Bevor ich in Ohnmacht falle wähle ich in Berlin 112 oder 110. Hat er auch nicht. Und so geht es weiter. Blutzuckerspiegel, Alkohol, Drogentest – bleibt unter Verschluss. Es riecht, nur nach was? Sicher nicht nach Nagellackentferner. Sie wissen vermutlich was ich damit andeuten will. Vermutlich soll es riechen. Die Musik spielt im Moment in und um ein Wohnmobil. Ablenkung tut da offensichtlich NOT. (So Gewitter ist vorbei. Lesebrille ins Handschuhfach und zurück an den See. ) ?

  3. „S. Kommentar von Fatalist. Etwas googeln lohnt sich. Vacor ist (war) ein Mix verschiedener Wirkstoffe, wenn ich richtig liege.“
    Falsch gelegen, es handelt sich um
    https://en.wikipedia.org/wiki/Pyrinuron
    mal informieren!
    “ Es ginge mit Adrenalin ebenso wie mit Schilddrüsenhormone und vieles anderem mehr“
    Auch das ist falsch. Erklärung gerne bei Bedarf.

    “ Für eine Überzuckerung mit Koma wird ein Blutzuckerspiegel von mindesten 500 benötigt. In der Regel von 1.000. Ein solcher braucht einige Zeit. Tage vielleicht sogar Wochen.“
    Tage ist möglich, aber nicht Wochen und wenn man wie vermutlich geschehen, die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse mit einem Gift wie Vacor zerstört geht alles schneller.

    „Für mich klingt das mehr nach einem Verschluss des Zugangs zur Bauchspeicheldrüse, infolge einer Magenentzündung, Leber oder Gallenentzündung. Dies hätte eine Obduktion feststellen müssen. Hat sie aber nicht.“

    Eine akute Pankreatitis mit Selbstverdauung der Bauspeicheldrüse macht andere Symptome als Richter/Corelli sie hatte und bringt die Betroffenen auf jeden Fall in die Notaufnahme und eine Pankreatitis wäre sowohl im Blut als auch bei einer Obduktion fest gestellt worden.

    „Und noch etwas. Bevor ich in Ohnmacht falle wähle ich in Berlin 112 oder 110. Hat er auch nicht. “

    Weil man Hellseher ist und weiss dass man in Ohnmacht fällt oder wie ? Nachdenken ist angesagt.

    „Fazit: Sein angebliches Verhalten und die Diagnose sind nicht in Einklang zu bringen. “
    Grober Unsinn, das Gift plus ein schnell metabolisierbares (Beruhigungs) mittelchen plus „Kontaktsperre“ zur Aussenwelt können erklären, dass Corelli keine Hilfe suchte.

    Im übrigen gibt es prinzipiell zwei Parteien die für den Tod von Corelli verantwortlich sein können, entweder der VS oder seine von ihm verratenen Freunde. Nicht umsonst war er ja für zwei oder drei Jahre vom VS im Ausland untergebracht und der VS gab ihm eine neue Identität.

  4. @ Johannes

    Bringt uns dies weiter?

    Die einzigen zeitlichen Punkte die wir haben sind seine Krankmeldung und der Zeitpunkt seines mutmaßlichen Ablebens.

    Gehe ich von einer erheblich reduzierten Nahrungsaufnahme (wegen Magenschmerzen) aus, wenig Bewegung (Muskelzellen brauchen zur Zuckerverbrennung kein Insulin), erhöhte Flüssigkeitsaufnahme (wäre völlig normal in dieser Situation und wegen der vielen Wasserflaschen), häufigem Harndrang (Nieren scheiden über den Urin Teile des überflüssigen Zucker aus) und zähle die mutmaßlichen Broteinheiten zusammen, dann ging alles sehr schnell, bei vollständigem Ausfall der Insulinproduktion.

    Halte ich mich an die obigen zeitlichen Vorgaben muss ich von einer reduzierten Insulinproduktion ausgehen. Diese kann natürliche Ursachen haben – aber auch toxischer Natur sein. Daraus ergeben sich Fragen:

    • Kann z.B. mit Vacor – mittels Dosierung – nur Teile der vier Körperzellen der P. oder L. Insel geschädigt werden? Ich habe dazu nichts gefunden.
    • Standen die Magenschmerzen tatsächlich in einem Zusammenhang mit der Überzuckerung? Meine Vermutung haben Sie ja als Unsinn bezeichnet.

    Zum Hellseher:

    Mit einer Überzuckerung fehlt mir die Erfahrung. Die Symptome sind aber in etwa gleich wie bei einer Unterzuckerung. Und mit dieser habe ich relativ viel Erfahrung (Langzeitwert 5.7). Die Sehstörungen haben es in sich. Es ist nicht so wie wenn Sie die Brille abnehmen und dann halt unscharf sehen. Wenn die Fliesen in meinem Badezimmer wieder in Schlangenlinien oder im Zickzack verlegt sind, dann überlasse ich den Harndrang der Blase und gehe erst zum nächsten Traubenzuckerdepot. Danach sind die Fliesen wieder ordentlich verlegt.

    Ständig zunehmende Schmerzen, Sehstörungen dieser Art – nein – Hellseher musste er nicht sein um den Notarzt anzurufen. Auch der Dümmste merkt bei den Sehstörungen, dass er Hilfe braucht.

    Bei der Unterzuckerung bin ich zeitlich noch relativ weit vom Koma entfernt, wenn meine Fliesen Zickzack laufen. Wie weit (zeitlich) wäre ich bei einer Überzuckerung vom Koma entfernt?

    Ohne die Magenschmerzen(über Tage) hätte er halt – wie so viele vor ihm – die Warnungen des Körpers übersehen, wenn er vorher nichts über die Zuckerkrankheit wusste, was ich aus bestimmten Gründen bezweifle. . Entweder hat er bar jeden Wissen den starken Jungen gespielt oder es kam – für ihn überraschend – zu einer völlig veränderten Situation. Nur als Beispiel: langsamer Rückgang der Insulinproduktion und dann völliger Ausfall verbunden mit einem sprunghaften Anstieg des Blutzuckerwertes.

    Aus diesem Grund ist es mir völlig gleich, ob Vacor – wie ich meine – ein Cumarin- Derivat ist oder nicht. Ich würde gerne Wissen wie das Zeug genau wirkt in der Bauchspeicheldrüse. Langsam zerstörerisch oder sofortiger Totalausfall dieser vier kleinen Zellen?

    Beibringung:

    Festgehalten – das ist reine Spekulation, ohne jegliches Indiz. Heimliche Beibringung erscheint mir im Moment plausibler

  5. Kaffeesatzleserei… die nichts bringt. Fakt ist: Es gibt ein Gerichtsmediziner-Problem bei Florian Heilig, beim Doppeltod im Womo (Amnesie), bei Michele Kiesewetter (Schussabstand vom Kopf) und auch bei Corelli. Junk science.

  6. @ fatalist

    Kaffeesatzleserei ist etwas anderes.
    • Bei den Uwes stimme ich Dir zu.
    • Bei Florian H. wurde die Gerichtsmedizin durch einen unwilligen Staatsanwalt und später durch einen die Öffentlichkeit täuschenden PUA ausgebremst.
    • Bei Corelli konterkariert ein SV nachträglich sein eigenes Wissen und zaubert das Rattengift Vacor aus dem Hut. Aus Frust? Weil er damals ein Gefälligkeitsgutachten abgeben musste oder weil er sich damals wirklich irrte? Oder aber er lenkt ab.

    Musste er ein Gefälligkeitsgutachten abgeben, dann würde dies deutlich machen, das staatliche Behörden Einfluss auf Ermittlungen der Justiz nahmen Der Vorgang würde dann für mich zum Politikum.
    Den Irrtum kann und will ich ihm nicht abnehmen. Lesen kann ein deutscher Professor und Fachliteratur gab es schon damals.
    Bleibt die Ablenkung. Bei dieser wären wir wieder bei den Uwes und der dortigen Gerichtsmedizin.

    Es wäre daher wichtig zu wissen, ob dieses Vacor theoretisch in Frage kommt. Ich wage dies zu bezweifeln. Er hatte Tagelang Magenschmerzen, beschaffte sich angeblich ein Medikament, recherchierte nach einem Facharzt im Internet und dann fiel plötzlich der Vorhang.

    Überzuckerung ist keine so seltene Todesursache. Sie trifft oft Personen zwischen 30 und 50 wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Bei Corelli gingen Tagelange Magenschmerzen voraus. Warum, wenn keine Magen-, Leber- oder Gallenentzündung den Zugang zur Bauchspeicheldrüse blockierte, wie Johannes meint? Die Ursachen dieser Magenschmerzen interessierte damals entweder nicht oder sie wird uns verschwiegen.

    Vacor musste als zugelassenes Rattengift schnell und definitiv wirken. Es sollte die Schädlinge vernichten, ohne diese zu quälen, weshalb ich Vacor nicht für die Ursache halte.

    1. @fatalist
      > Einzelheiten und exaktes Wissen (soweit möglich) um Dinge auszuschliessen sind wichtig und keine Kaffeesatzleserei.
      > Festgefahrerene Feindbilder (wie bei Dir) sind einer Sachaufklärung ebenfalls nicht förderlich.
      > Whistleblower sind wichtig und ich ziehe da den Hut (auch vor dir), allerdings sollte man relativ neutral über Akten urteilen und keine Feindbilder pflegen.
      >
      > @bärlaus:
      > „Bringt uns dies weiter?“
      > Korrekturen von falschen Aussagen und Wissenserweiterung bringen uns in der Sache grundsätzlich weiter.
      >
      > Wie man hier sehen kann:
      > http://friedensblick.de/20903/nsu-informant-corelli-koennte-an-rattengift-gestorben-sein-was-wusste-spd-justizminister-kutschaty/
      > glaubte ich anfangs auch Rattengifte seien alle auf Vitamin K antagonismus aufgebaut, wo dann bei Vergiftungen (wegen der inneren Blutungen) leicht per Obduktion die Ursache herausgefunden wird.
      > In der Folge finden sich in den Kommentaren auch viele Informationen zu Vacor.
      > Vor dem o.g. Artikel hatte ich diesen
      > http://friedensblick.de/18528/interview-mit-mediziner-tod-von-nsu-informant-corelli-grosser-zufall/
      > Wissensstand, wo ich noch mit Schilddrüsenhormonen und Cortison rätselte, die aber eigentlich wegen ihrer Nachweisbarkeit (wenn danach gesucht wird) ausfallen.
      >
      > Zum Hellseher:
      > Man darf von Ihrem Fall Unterzuckerungserscheinungen bei bekannter Zuckerkrankheit nicht auf den Fall Corelli (keine Zuckerkrankheit bekannt, Überzuckerung) rückschliessen.
      > Es gibt Leute die nehmen bei jeder kleinen Gesundheitsstörung ärztliche Hilfe in Anspruch und andere warten ab und werden dann ohnmächtig oder sterben gar.
      >
      > Corelli hatte also mit Sicherheit ein ketoazidotisches Koma, dessen Leitsymptome sind:
      > http://www.pflegewiki.de/wiki/Ketoazidotisches_Koma
      > „Symptome der beginnenden Ketoazidose sind:
      >
      > großer Durst, vermehrtes Wasserlassen (insbesondere auch nachts), Schwäche und Müdigkeit, Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit und Erbrechen, Blutzuckerwerte zwischen 300 und 500 mg/dl, Kussmaul-Atmung, Zucker im Urin durch Überschreiten der Nierenschwelle, Azetongeruch der Atemluft (wie reife Äpfel), Ketonkörper in Blut und Urin
      >
      > später: Bewußtseinseintrübung bis hin zum Koma, der Glucosewert im Blut kann dann bis zu 1000mg/dl betragen “
      >
      > Es gehören also Schmerzen im Oberbauch (Magenschmerzen) zu diesen Leitsymptomen dazu.
      >
      > „Aus diesem Grund ist es mir völlig gleich, ob Vacor – wie ich meine – ein Cumarin- Derivat ist oder nicht. Ich würde gerne Wissen wie das Zeug genau wirkt in der Bauchspeicheldrüse. Langsam zerstörerisch oder sofortiger Totalausfall dieser vier kleinen Zellen? “
      > Der Totalausfall dieser vielen kleinen Zellen, die sog. Betazellen der Bauchspeicheldrüse führt innerhalb von 2-x Tagen zum ketoazidotischen Koma.
      > Teilweiser Ausfall dieser Zellen verlängert x.
      > Wie das Zeug wirkt hatte ich hier:
      > http://friedensblick.de/20903/nsu-informant-corelli-koennte-an-rattengift-gestorben-sein-was-wusste-spd-justizminister-kutschaty/
      >
      > mit links nachgewiesen. Ausschnitte :
      > “ Extensive destruction of pancreatic beta cells appears histologically on autopsy, “
      >
      > „Several metabolites of pyriminil have been identified including aminopyriminil, acetamidopyriminil, p-aminophenyl urea, p-acetamidophenyl urea, p-nitroaniline, p-phenylenediamine, p-acetamidoaniline, nicotinic acid, nicotinuric acid & nicotenamide. Most of these metabolites were found in the urine of poisoned rats, dogs & people, but in different concentrations“
      >
      > “ It /has been/ shown that pyriminil specifically inhibits the NADH:ubiquinone reductase activity of complex I in mammalian mitochondria.“
      >
      > Die Wirkung ist dosisabhängig. Die orale LD 50 (also die lethal dosis 50, das is die Dosis bei der die Hälfte , 50 % der das Gift oral Aufnehmenden sterben) liegt bei der Ratte
      > http://chemyq.com/En/xz/xz5/46544mhbuq.htm
      > bei 4,75 mg/kg Körpergewicht , beim Menschen d ü r f t e (nicht sicher) die orale LD 50 (analog zum Strychnin) bei rund einem Zehntel dieser Dosis sein, also ca. 0,5 mg/kg Körpergewicht, damit für einen 100 Kilo Menschen rund 50 mg, um sicher zu gehen die doppelte orale LD 50 das sind dann 100 mg Pyriminil (Vacor).
      >
      > Vacor ist ein geschmackloses gelbes Pulver kann also leicht unbemerkt verabreicht werden.

  7. Wir sollten Begriffe wie: „Kreuz- und Wechselwirkung“ nicht gänzlich vernachlässigen. Es stört mich nicht, wenn die Öffentlichkeit keine Anleitung in die Hand gedrückt bekommt, wie Scheidungsanwälte überflüssig werden^^ Allerdings stört es mich, wenn es „Gutachtern“ nicht schwer fällt, solche „Gutachten“ -ungeprüft- zu veröffentlichen!

    Ihr habt Euch sehr informativ darüber ausgetauscht, welche Substanz für das bekannte Ergebnis verantwortlich sein könnte…

    Mich persönlich interessiert die Herkunft des „Mittels gegen Übelkeit(MCP-Tropfen?)“.
    Denn dieses „Wirksame-Plazebo“ könnte dazu beigetragen haben, dass „unser“ Opfer die Situation komplett falsch eingeschätzt hat. „Du, das kann schon sein… . Mir haben die Tropfen geholfen- ja, kennste die auch von der Bundeswehr, ha… . Nee, das dauert 3 bis 5 Tage, dann geht es bergauf. Die Übelkeit ist dann weg…“

    Ob die gefundenen Pillen soo astrein waren, trotz(?) der Herkunft – oder nur ein Ausweichplan waren… ich weiß es nicht.

    Aber „Corelli“ war nicht unerreichbar für äußere Einflüße. Und es braucht kein Medizinstudium um Böses zu tun- es reicht ein vergleichbarer Fall in der Familienchronik; am Arbeitsplatz als Pfleger etc. …;
    Aber die heißen Spuren sind – mal wieder – gewollt erkaltet.
    Ob der MCP(?)-Bringer auch den Tod gebracht hat, dass ist offen. Aber mir fehlt, wie so oft, die Einsicht auf die Krankenkassenabrechnungen(vgl. BMZahnarztbesuche… zusammen 39Jahre Flucht und nie krank?) um z.B. festzustellen welche Vorgeschichte denn berücksichtigt werden dürfte.

    Wir werden sehen, dass wir nichts sehen – bei der Untersuchung des Gewebes. Dann haben „die“ ihre Schuldigkeit getan und die „Verschwörungsfakten“ ein weiteres mal als solche offenbart. Ist doch die verkündete Agenda.

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