NSU-Informant „Corelli“ könnte an Rattengift gestorben sein! Was wusste SPD-Justizminister Kutschaty?

Der NSU-Untersuchungsausschuss in Nordrhein-Westfalen (NRW) hörte Anfang Juni 2016 den Diabetologen Prof. Scherbaum. Er erstellte 2014 ein Gutachten zum diabetischen Schock an dem NSU-Informant „Corelli“ starb. Prof. Scherbaum sagte, dass er eine Aussage wie in seinem Gutachten 2014, wo er Fremdverschulden so gut wie ausschloß, heute nicht mehr treffen würde. Er stellte weitere Recherchen an: Rattengift könnte die Pankreas-Insel in der Bauchspeicheldrüse zerstören, diese Schädigung sei nach dem Tod nicht mehr feststellbar.

Es stellen sich zwei Fragen:

Januar 2015: Der damalige Vorsitzende des Innenausschuss  des Bundestages, Wolfgang Bosbach (CDU), bereitet die Befragung des Gutachters vor und wird von NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) brüskiert: Prof. Scherbaum bekommt keine Aussagegenehmigung!

„Der Gutachter Prof. Dr. S., teilte dem Innenausschussvorsitzenden Wolfgang Bosbach (CDU) mit, dass ihm der Paderborner Oberstaatsanwalt telefonisch mitgeteilt habe, dass er keine Aussagegenehmigung bekommen hat. Er könne nicht wie vorgesehen an der Sitzung des Ausschusses am 2. Februar teilnehmen.“

Der Mediziner durfte sich auch nicht vor Abgeordneten aus NRW zum Fall äußern.

„Über den Ablauf und die Gründe für den frühen Tod des V-Mannes könnte ihnen nur der maßgebliche Gutachter, Prof. Dr. S., ein umfassendes Bild verschaffen. Doch diesen dürfen die Abgeordneten nach dem Willen des Justizministers nicht befragen.“

  • Warum verhinderte Justizminister Kutschaty lange den Austausch zwischen parlamentarischen Gremien und Professor Scherbaum?

Der Grünen-Politiker Jerzy Montag wurde daraufhin vom parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestages beauftragt, die Todesumstände Corellis zu untersuchen. Heraus kam eine Weißwaschung der Sicherheitsbehörden!

Montag erhielt verschiedene Obduktionsprotokolle ausgehändigt und kam zum Schluss, dass Richters Tod „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf eine Diabeteserkrankung zurückzuführen“ sei. Hinweise auf Fremdverschulden haben sich nicht feststellen lassen.

  • Warum schrieb Sonderermittler Jerzy Montag in seinem Gutachten nichts über die neue Erkenntnis von Prof. Scherbaum? Montag gab lediglich die alte, verworfene Darstellung wieder. Suchte Montag den Kontakt zu Prof. Scherbaum?

Statt dem Skandal selbst mit aller Macht nachzugehen, beauftragte vor zwei Tagen das parlamentarische Kontrollgremium des Bundestags Jerzy Montag, ein Nachtragsgutachten anzufertigen.

Wie feige: Die Parlamentarier stehlen sich aus ihrer Verantwortung. Wie soll Sonderermittler Montag etwas schaffen, wo parlamentarische Kontrollgremien scheitern? Am Ende wird Montag wieder von den Behörden mit passenden Informationen gefüttert werden, so dass das Ergebnis eigentlich schon feststeht. Weißwaschung.

Hier ist ein aktueller Bericht:

Rattengift bei Corelli todesursächlich? from fatalist on Vimeo.

14 Gedanken zu „NSU-Informant „Corelli“ könnte an Rattengift gestorben sein! Was wusste SPD-Justizminister Kutschaty?“

  1. Folgendes wurde geschrieben.
    „Rattengift Varcor kann hyperglykämisches Koma auslösen, an dem #Corelli verstarb. 0,4-0,7mg Dosis ausreichend.“

    Problem: ein angebliches Rattengift namens Varcor ist (über googeln) nicht aufzufinden.

    Weiteres Problem: fast alle Rattengifte wirken über die Einflußnahme auf von Blutgerinnungsfaktoren und damit Lahmlegung der Blutstilllung. Es kommt zu inneren Blutungen und die führen zum Tod.

    Wer weiß mehr über „Varcor“?

  2. Das mit der anfangs verweigerten Aussagenehmigung durch Oberstaatsanwalt, resp. Innenministerium ist natürlich der Hammer, zeigt wiederum überdeutlich, dass die ganze (NSU) Sache stinkt und zwar vom Kopfe her.

  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Montagsstück

    Daher nehme ich an, dass der Name „Montag“ die Qualifikation ausmacht^^

    Mal abwarten was noch kommt im Zusammenhang „Mel… Mar…“. Bei „Flo… Hei…“ waren auch Medikamente dabei.
    War da nicht mal was mit einem Arzt im Klinikum der das „P.P.-Video“ vor Release kannte?

    „Dengler, übernehmen sie“

  4. Habe nun Informationen zu Vacor (nicht Va r cor) gefunden, es handelt sich um
    Pyriminil
    https://hazmap.nlm.nih.gov/category-details?id=6918&table=copytblagents
    auch Pyrinuron (Pyriminil, Vacor) https://en.wikipedia.org/wiki/Pyrinuron
    „Detroys pancreatic beta cells; In human poisoning cases after ingestion, caused orthostatic hypotension,autonomic dysfunction, encephalopathy, peripheral neuropathy, hyperglycemia, and ketoacidosis; Systemic poisoning not reported after inhalation or skin absorption; A dose as low as 19 grams may be fatal; [HSDB] Humans who survive poisoning have developed insulin-dependent diabetes mellitus; [CAMEO]“

    Die Angabe daß 0,4 bis 0,7 mg ein diabetisches Koma auslösen können ist offensichtlich nicht richtig. Man benötigt (wesentlich) mehr:

    https://toxnet.nlm.nih.gov/cgi-bin/sis/search2/r?dbs+hsdb:@term+@rn+53558-25-1
    CASE REPORTS/ A dose as low as 780 mg was fatal within 150 days. A dose of 2340 mg was fatal within 1 day, but a patient survived 40 days after ingesting 7020 mg. One patient survived 2340 mg, & at least two survived 1560 mg but not without characteristic, persistent illness. The smallest dose known to have produced characteristic illness was 390 mg (about 5.6 mg/kg).
    [Krieger, R. (ed.). Handbook of Pesticide Toxicology. Volume 2, 2nd ed. 2001. Academic Press, San Diego, California., p. 1804] **PEER REVIEWED**

    Es existieren auch einige doktorarbeiten wo Vacor und sein makrophagen- stimulierender Effekt (der die Pankreasinselzellen angreift) erwähnt wird:
    http://www.zhb.uni-luebeck.de/epubs/ediss400.pdf
    http://www.zhb.uni-luebeck.de/epubs/ediss940.pdf
    http://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-7415/Dissertation_de_Rosa.pdf

    Auch die
    http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=41783
    berichtet neben betazell- schädigenden Arzneimitteln unter der Rubrik
    Diabetogene Chemikalien von Vacor (Pyriminil).

    Zusammenfassung: es damit sehr wahrscheinlich daß „Corelli“ Thomas Richter von interessierten Kreisen mit Vacor vergiftet wurde.
    Dafür spricht, daß er während der beiden Tage als er noch lebte keine ärztliche Hilfe (telefonisch) in Anspruch nahm, was bei einer sich „normal“ anbahnenden Überzuckerung so gut wie immer noch möglich ist.

    Das Rattengift, welches in den 70er bis in die 80er jahre v.a. in Amerika eingesetzt wurd, macht charakteristische Ausfallserscheinungen.

    „SIGNS AND SYMPTOMS/ Clinical findings. The principal manifestations of poisoning with vacor are hypotension & hyperglycemia. Symptoms & signs: (From ingestion.) … diffuse abdominal pain, lightheadedness, chest pain, weakness, blurred vision, polyuria, thirst, numbness of legs, lethargy, ataxia … tremor, muscle cramps, sluggish pupillary responses, areflexia, loss of muscle stretch reflexes, dysphagia, postural hypotension … bladder atony, impaired intellect, disturbances of balance, & delirium or stupor. B. Lab findings: The ECG shows ischemic changes in the myocardium. Blood analysis reveals hyperglycemia & hyponatremia. Ketotic acidosis may be present.
    [American Conference of Governmental Industrial Hygienists. Threshold Limit Values and Biological Exposure Indices for 1988-1989. American Conference of Governmental Industrial Hygienists, Cincinnati, Ohio. 1988., p. 135] **PEER REVIEWED** „

  5. Zunächst, das was ich heute vor dem Fatalisten Gedöns recherchierte und was auf Freischaltung wartete:

    Juni 4, 2016 um 8:58 am

    Dein Kommentar wartet auf Freischaltung.

    Habe nun Informationen zu Vacor (nicht Va r cor) gefunden, es handelt sich um
    Pyriminil
    https://hazmap.nlm.nih.gov/category-details?id=6918&table=copytblagents
    auch Pyrinuron (Pyriminil, Vacor) https://en.wikipedia.org/wiki/Pyrinuron
    „Detroys pancreatic beta cells; In human poisoning cases after ingestion, caused orthostatic hypotension,autonomic dysfunction, encephalopathy, peripheral neuropathy, hyperglycemia, and ketoacidosis; Systemic poisoning not reported after inhalation or skin absorption; A dose as low as 19 grams may be fatal; [HSDB] Humans who survive poisoning have developed insulin-dependent diabetes mellitus; [CAMEO]“

    Die Angabe daß 0,4 bis 0,7 mg ein diabetisches Koma auslösen können ist offensichtlich nicht richtig. Man benötigt (wesentlich) mehr:

    https://toxnet.nlm.nih.gov/cgi-bin/sis/search2/r?dbs+hsdb:@term+@rn+53558-25-1
    CASE REPORTS/ A dose as low as 780 mg was fatal within 150 days. A dose of 2340 mg was fatal within 1 day, but a patient survived 40 days after ingesting 7020 mg. One patient survived 2340 mg, & at least two survived 1560 mg but not without characteristic, persistent illness. The smallest dose known to have produced characteristic illness was 390 mg (about 5.6 mg/kg).
    [Krieger, R. (ed.). Handbook of Pesticide Toxicology. Volume 2, 2nd ed. 2001. Academic Press, San Diego, California., p. 1804] **PEER REVIEWED**

    Es existieren auch einige doktorarbeiten wo Vacor und sein makrophagen- stimulierender Effekt (der die Pankreasinselzellen angreift) erwähnt wird:
    http://www.zhb.uni-luebeck.de/epubs/ediss400.pdf
    http://www.zhb.uni-luebeck.de/epubs/ediss940.pdf
    http://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-7415/Dissertation_de_Rosa.pdf

    Auch die
    http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=41783
    berichtet neben betazell- schädigenden Arzneimitteln unter der Rubrik
    Diabetogene Chemikalien von Vacor (Pyriminil).

    Zusammenfassung: es damit sehr wahrscheinlich daß „Corelli“ Thomas Richter von interessierten Kreisen mit Vacor vergiftet wurde.
    Dafür spricht, daß er während der beiden Tage als er noch lebte keine ärztliche Hilfe (telefonisch) in Anspruch nahm, was bei einer sich „normal“ anbahnenden Überzuckerung so gut wie immer noch möglich ist.

    Das Rattengift, welches in den 70er bis in die 80er jahre v.a. in Amerika eingesetzt wurd, macht charakteristische Ausfallserscheinungen.

    „SIGNS AND SYMPTOMS/ Clinical findings. The principal manifestations of poisoning with vacor are hypotension & hyperglycemia. Symptoms & signs: (From ingestion.) … diffuse abdominal pain, lightheadedness, chest pain, weakness, blurred vision, polyuria, thirst, numbness of legs, lethargy, ataxia … tremor, muscle cramps, sluggish pupillary responses, areflexia, loss of muscle stretch reflexes, dysphagia, postural hypotension … bladder atony, impaired intellect, disturbances of balance, & delirium or stupor. B. Lab findings: The ECG shows ischemic changes in the myocardium. Blood analysis reveals hyperglycemia & hyponatremia. Ketotic acidosis may be present.
    [American Conference of Governmental Industrial Hygienists. Threshold Limit Values and Biological Exposure Indices for 1988-1989. American Conference of Governmental Industrial Hygienists, Cincinnati, Ohio. 1988., p. 135] **PEER REVIEWED** „

    Der link den fatalist nurn bringt ist voll daneben, weil
    „The Farco Rapid Kill Rat & Mouse Bait Pellet formulation contains difenacoum, a second-generation rodenticide, which is effective even where rodents have become resistant to Warfarin and other rodenticides.“
    Bei Vacor (und nicht Varcor wie der fatalist verbreitete) handelt es sich um ein vom Markt genommenes Rattengift, welches nicht über die Störung der Blutgerinnung funktionierte und (über Spezialkanäle) immer noch erhältlich ist.
    Z.B.
    http://www.chemicalbook.com/ProdSupplierGWCB7105795_EN.htm

  6. haette NSU watch NRW nicht „varcor“ getwittert, wir wüssten überhaupt nicht, welches Rattengift gemeint war. Pyriminil. Das wird noch heute verwendet.

  7. Vacor (Pyriminil) wird ausweislich der ausführlichen vorgenannten Informationen (aus gutem Grund) heute nicht mehr verwendet und ist nicht mehr im allgemeinen Handel.

    Das es trotzdem noch höchstvermutlich (z.B. von den Schlapphüten oder den von Corelli Verratenen) verwendet wird (im Gegensatz zum Cumarin der zweiten Generation welches im fatalist link, zusammen mit unbegründeten Anschuldigungen, fälschlich benannt wird) zeigt ja Fall T.Richter.

  8. Der Journalist Andreas Förster erweckt den Eindruck, der Gutachter wäre erst in den letzten Monaten zu einer neuen Bewertung gekommen:
    „Nachdem er sich in den vergangenen Monaten noch einmal mit dem Thema befasst habe, sei er nun sicher, dass das Rattengift Vacor sehr wohl ein solches diabetisches Koma auslösen könne, sagte er.“ http://www.berliner-zeitung.de/politik/nsu-terror-v-mann–corelli–koennte-auch-vergiftet-worden-sein-24182250

    Es bleibt abzuwarten, ob es sich um eine richtige Darstellung handelt oder um Staatsschutz.

  9. In den USA verwendetes Rattengift. Überhaupt weisst vieles am NSU in diese Richtung. Kann ich mir gut vorstellen dass da Cia Auslandsbullen mit Pumpguns, Brandbeschleuniger und Rattengift bewaffnet Leute in Womos erschiesst und später Zeugen abfackelt und vergiftet.

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