Argentiniens Geldpolitik nach dem Crash 2001 – Vorbild für Europa?

Im Zuge wachsender Verschuldung verlieren Staaten ihre Handlungsfähigkeit. Das tritt im Kapitalismus immer ein, denn die Kehrseite der Schulden sind umso mehr wachsende Guthaben bei 10% der Bevölkerung. Diese Minderheit gibt die Kredit-Bedingungen vor: Wenn keine Sozialkürzungen und Privatisierungen von Staatseigentum durchgeführt werden, bekommen Staaten keine Kredite mehr. Aufgrund dessen fallen ganze Volkswirtschaften in Depressionen. Ein gutes Beispiel dieser Geld-Diktatur gibt im Moment Griechenland. Aber bereits vor 15 Jahren war ein Land in einer ähnlichen Lage: Argentinien. Das Land hatte eine zu starke Währung und hielt sich an die Vorschläge des Internationalen Währungsfonds (IWF). Deshalb rutschte es Anfang 2000 in eine Wirtschafts- und Währungskrise, die in der Sperrung der Bankkonten 2001 gipfelte. Massenunruhen im ganzen Land brachen aus und zwangen die Regierung zum Rücktritt. 2003 kamen Nestor und Christina Kirchner an die Macht und verweigerten die weitere Aufnahme sogenannter IWF-Rettungskrediten. Inwieweit könnte Argentinien heute als Vorbild dienen, die Verschuldungskrise zu lösen?

Die populistische Kirchner-Partei „Frente para la victoria“ konnte in den letzten Jahren dank der sich verbesserten Wirtschaftslage beeindruckende Wahlerfolge erzielen. Diese Erfolge begründen sich auf massive Staatsausgaben, Verstaatlichungen einst privatisierter Staatsunternehmen sowie der Reglementierung des Finanzmarktes. Die Kirchners sehen sich in der Nachfolge der bis heute populären Juan Domingo Peron und seiner Frau Eva, die in den 50er Jahre das Präsidenten-Ehepaar waren.

Grafiti an einer Hafenmauer, mit folgender übersetzter Aussage: „Die soziale Gerechtigkeit wird unerbittlich durchgesetzt, ohne Rücksicht auf Verluste, was es auch kosten möge.“ 

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Das Haushaltsdefizit des Staates wird über die Zentralbank finanziert. Die Zentralbank druckt Geld, welches der Staat ausgibt. Die Bargeldmenge wird nicht durch einen Leitzins kontrolliert.

Nebengebäude der Zentralbank in Buenos Aires

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Die jährliche Inflation liegt bei ca. 30%. Die genaue Höhe ist Gegenstand der öffentlichen Diskussion.

Die Regierung gibt geringere Inflationsraten als die Opposition an. Anhänger der Kirchner verweisen auf das staatliche Programm „precios cuidados“ („geschützte Preise“). Im Rahmen des Programms vereinbarte die Regierung mit Herstellern, Groß- und Einzelhändlern die Preise für einzelne Produktmarken. Bei diesen einzelnen Marken liegt die jährliche Inflation bei 15%. Die Preise vergleichbarer Produkte liegen höher. Kontrollen zeigen, dass die große Supermarkt-Ketten die Vereinbarungen zeitweise unterlaufen. Beispielsweise sind die preislich „geschützten“ Produkte in den Regalen manchmal ausverkauft. Zuletzt stellten Kontrolleure fest, dass sich die Ketten zwar an die festgeschriebenen Preise hielten, jedoch die Mengen in den Verpackungen geringer als in den Vorgaben waren.

Kirchner-Kritiker schätzen die Inflationsrate auf 40% bis 60%. Es gibt regierungs-unabhängige Institute, die dies teilweise bestätigen.

Die Lohnerhöhungen bewegen sich um die 25%. Am 31.03.15 gab es einen Generalstreik. Die Beschäftigten protestierten gegen die Inflation und forderten, dass die Regierung die Lohnsteuer-Untergrenze anhebt. Immer mehr Beschäftigte zahlen wegen gestiegener Löhne auf einmal Einkommenssteuer, obwohl ihre Kaufkraft nicht genauso gestiegen ist. Immer mehr Argentinier rutschen außerdem in höhere Steuerklassen.

Es ist ein Problem, dass die Regierung und ein großer der Teil der Bevölkerung die Inflationshöhe unterschiedlich bewerten. Die Abgeordneten und Senatoren des argentinischen Parlaments erhöhten übrigens in partei-übergreifender Einmütigkeit ihre Einkommen und Aufwandsentschädigungen im Jahr 2013 um bis zu 40% (la nacion).

Die Folge der hohen Inflation ist, dass Argentinier in Devisen sparen, vor allen Dingen US-Dollar (USD). Die Landeswährung Peso ist unterbewertet und außerhalb Argentiniens wertlos.

Die Argentinier sparen zudem weder mittel- noch langfristig, auch weil sie kein Vertrauen in die Banken des Landes haben. Es gibt beim Peso sogar eine negative Real-Verzinsung bei kurzfristigen Einlagen. Die Inflation ist höher als die Guthabenzinsen.

  • Bei Sichtguthaben liegen die Zinsen bei 0%. Sie teilen sich auf in Sparkonten, etwa für Gehaltszahlungen, und Girokonten. Sie machen 60% aller Guthaben aus.
  • Es gibt zwar auch Konten mit festen Laufzeiten – die liegen jedoch nur bei durchschnittlich 44 Tage! Dafür bekommt der „Sparer“ 23% Zinsen. Sie machen 40% aller Guthaben aus.
  • Die Bank hat durchschnittlich 10% Kosten.

Diese festverzinslichen Guthaben erklären sich auch durch ein Programm der Regierung: Käufer von Konsumgütern können Zahlungen auf 12 Monate verteilen, ohne Zinsbelastung! Der Käufer kann sein Bargeld, statt es auszugeben, kurzfristig auf einem Konto anlegen und Zinsen dafür kassieren.

Zum Beispiel: Ein Argentinier kauft einen Fernseher für 7000 Pesos über das Regierungs-Programm. Die Zahlungen werden auf 12 Monate verteilt. Die monatliche Zahlung per Bankeinzug beträgt 583 Pesos. Die Guthaben-Zinsen für die angelegten 7000 Pesos betragen allein für den ersten Monat 315 Peso. Es ist also möglich, den Fernseher zum Teil mit Zinsen zu bezahlen.

Ein Angebot auf zwölf Monatsraten „ohne Zinsen“ zu zahlen.

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Fehlende Investitionen

Die Auswirkung der verfehlten Geldpolitik sind mangelnde Investitionen. Argentinien gelingt es nicht, sich entsprechend des vorhandenen Potenzials wirtschaftlich zu entwickeln. Die Regierung kann nicht unbegrenzt Peso drucken und ausgeben, gleichzeitig findet sie nur schwer Gläubige, die ihr mittel- und langfristig Geld leihen.

Letztes Jahr gab die Regierung einjährige Staatsanleihen in Peso heraus, die sie sogar in Dollar zurückzubezahlen verspricht. Für 11.440 Peso erhält der Investor nach einem Jahr 1.000 USD. Für diese Anleihe nimmt die Regierung die Reserven der Zentralbank in Anspruch.

Hohe Zinsen für Kreditnehmer

Dazu im Gegensatz liegen die Zinsen, die die Bank Kreditnehmern abverlangt, über der Inflation. Außerhalb staatlicher Programme ist es Unternehmern und Privatpersonen nur bei extrem hohen Zinsen möglich, einen Kredit bei der Bank aufzunehmen. Anders als in Euro-Zone ist das Bankenwesen in Argentinien jedoch reglementiert.

  • Die Regierung verpflichtet Banken, 20% ihrer Kredite für 22% Zinsen an Unternehmer zu vergeben. Diese Kredite sind an konkrete Investitionen gebunden. Es gibt jedoch Fälle, dass Krediteure lieber das Geld zu höheren Zinsen weiterverleihen, als selbst zu investieren. Das System ist korruptionsanfällig.
  • 30% der Kredite gehen an Exporteure, die in Pesos Geld ausbezahlt bekommen, bevor die Zentralbank den Zahlungseingang des ausländischen Käufers gutschreibt. Dieses Programm geht von der Regierung aus. Die Zinsen für den Vorschuss liegen bei 26%

Andere Kreditmöglichkeiten

  • Private Kredite für Konsumzwecke oder an Privatunternehmer vergibt die Bank ab 50% Zinsen. Das Segment macht 45% aller Kredite aus.
  • Weiter gibt es Hypotheken-Kredite für 25% zum Hausbau. Sie machen nur 5% aller Kredite aus.

Durchschnittlich werden also Kredite für 36,75 % Zinsen vergeben. Die Kosten liegen jedoch bei 10%. Die Banken machen einen Gewinn oder „Spread“ von 26,75%. Ein sicheres Geschäft.

Auch in Argentinien werden die größten Gebäude der Innenstädte von Banken belegt.

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Dollar-Hortung

Wenn, dann wird in ausländischen Devisen „gespart“, vor allen Dingen in Dollar. Die Größenordnung der in Devisen gewechselten Pesos liegt bei monatlich ca. 600 Millionen Dollar, davon fließt in den Schwarzmarkt  ca. 180 Millionen USD (30%) ab.

Obwohl Argentinien Exportüberschüsse mit dem Ausland erwirtschaftet, kommen die Devisen nur zum Teil bei den Banken und der Zentralbank an. Ein anderer Teil verschwindet.

Reiche Argentinier haben Dollar-Konten im Ausland. Obwohl es verboten ist, Devisen unangemeldet ins Ausland zu verbringen, sind selbst linke Politiker oder Gewerkschaftsführer mit hohen Beträgen auf schweizer Nummernkonten bekannt.

Unternehmen, die im Ausland einkaufen und importieren wollen, leiden unter der Devisennot. Sie müssen erst mit der Zentralbank und Regierungsorganisationen verhandeln und teilweise lange auf die Genehmigungen warten. Beispielsweise gibt es Listen, welche Produkte, Anlagen oder Ersatzteile überhaupt importiert werden dürfen.

Legal an Dollar kommen

Die Regierung legt den offiziellen Umtauschkurs fest und eröffnet Privatpersonen eine Möglichkeit, legal Devisen umzutauschen.

Banken können Kunden anbieten, bis 20% der Gehälter von Peso in Dollar zu wechseln. Die von der Regierung festgelegten Kurse für Dollar und Euro sind wesentlich günstiger als die auf dem Schwarzmarkt.

Ein Umtausch ist erst ab einem Einkommen von 9000 Pesos möglich. Es können zwischen 200 USD und max. 1800 USD monatlich zum offiziellen Kurs von 8,80 Pesos getauscht werden. Was machen die Menschen mit den Devisen?

  • 30% der Leute zieht die Dollar sofort von den Konten ab. Viele wechseln sie im Schwarzmarkt zum bessern Kurs von 13,00 in Pesos wieder um. Etwa 30% der Dollar landet im Schwarzmarkt.
  • 40 % der Dollar liegen in Sichteinlagen und werden mit 0 % verzinst.
  • 30 % werden auf kurze Laufzeiten angelegt, durchschnittlich zwischen 60 und 90 Tagen. Dafür erhalten die Anleger 2 % Zinsen.
  • Die Bank hat also feste Kosten in Höhe von weniger als 1 %.

Was machen die Banken mit den Dollar?

Die Banken erhalten 5-7 % Zinsen, wenn sie Exporteure vorab ausbezahlen: Sobald die exportierte Ware das Land verlässt, erhält der Exporteuer sein Geld und braucht nicht zu warten bis die Zentralbank das Geld aus dem Ausland ihm gutschreibt.

Normalerweise wechseln die Export-Unternehmen ausbezahlte Dollar sofort in Pesos, um Ausgaben zu tätigen. Der Dollar verliert aber durch die Anbindung auch an Kaufkraft: Die monatliche Preissteigerung in Peso liegt zwischen 2,5 % – 3,0 %, die Abwertung des Pesos zum Dollar beträgt jedoch geringere 1,2%. Je später der Umtausch und Ausgabe erfolgt, desto mehr verliert das Unternehmen.

Die Bank kann auch der Zentralbank die Dollar ausleihen zum Zinssatz von 2,80 %.

Schwarzmarkt Dollar

Es gibt die Möglichkeit in eigentlich illegalen Wechselstuben Pesos in Dollar oder Euro umzutauschen. Der Kurs ist für Argentinier wesentlich schlechter und liegt bei 13 Pesos für einen Euro oder Dollar.

Diese Devisen werden dem Bankensystem entzogen. Die Dollar werden privat gehortet, ins Ausland verbracht oder sie fließen in die Schwarzwirtschaft, die etwa 35% der Wirtschaftsleistung ausmacht.

Auch daraus erklären sich die steigenden Bodenpreise und Immobiliengeschäfte, die meist in Dollar abgewickelt werden. Grund und Boden als Spekulation. Die Rechnungen sind zwar auf Pesos ausgestellt, aber mit einem geringeren Preis als vereinbart. Die Zahlung des vereinbarten Preises erfolgt in Dollar. Wenn Dollar oder Peso stattdessen in der Bank eingezahlt werden würden, müsste sich der Einzahler auf Nachfragen vom Finanzamt einstellen.

Politik zwischen Inflation und Deflation

Die Kirchner-Regierung verweist darauf, dass sich die wirtschaftliche Lage des Landes im Vergleich zu 2001 verbesserte und sie in die Infrastruktur investierte. Es wurden Arbeitsplätze geschaffen, trotzdem liegt die Arbeitslosenquote bei 7%. Auch die Armutsrate konnte gesenkt werden, die Elendssiedlungen sind jedoch augenscheinlich nicht kleiner geworden.

Argentinien wäre mit allem gesegnet, was ein Land reich machen könnte. Eine gebildete Bevölkerung, ein funktionierendes Bildungs- und Gesundheitssystem, natürliche Rohstoffquellen, Erdöl und Erdgas, fruchtbare Äcker, die „Pampa“, Seen, breite Flüsse.

Der Fluss „Uruguay“ in der Provinz Entre Rios.

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Es gab Zeiten in denen Argentinien wirtschaftlich Frankreich ebenbürtig war und aus eigener Kraft den Energiekonzern YPF aufbaute oder ein dichtes Eisenbahnnetz. Heute dagegen kommen die Züge aus China.

Wegen fehlender Investitionen verstaatlichte Präsidentin Kirchner eine ganze Reihe einst privatisierten Staatsunternehmen: Die Fluglinie „Aerolinias Argentina“, YPF, Eisenbahn-Unternehmen. Inzwischen fängt das Land an, Züge wieder selbst zu bauen. Die Fluglinie hat die modernsten Flugzeuge Lateinamerikas. Das erklärte Ziel ist, dass Argentinien sich re-industrialisiert.

Trotz der staatlichen Impulse fehlen dem Land jedoch weiter Investitionen. Beispielsweise wird immer wieder in Teilen von Buenos Aires tagelang der Strom abgeschaltet oder es bilden sich zeitweise Schlangen vor Tankstellen wegen Lieferengpässen.

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Durch die verfehlte Geldpolitik bremst sich das Land selbst aus.

Opposition noch schlechter?

Die konservative Opposition kritisiert dementsprechend die Politik der Kirchner-Regierung. Aber sind deren Rezepte besser oder vielleicht sogar noch schlechter? Der Spitzenkandidat Mauricio Macri kündigte an, Beschränkungen im Umtausch von Peso in Dollar aufzuheben. Mit ihm würde es auch „keine Inflation mehr geben“.

Es gab einen Präsidenten, der tatsächlich die Inflation in einstellige Bereiche senkte. Der Musterschüler des IWF und damaliger Präsident Carlos Menem deckte in den 90er Jahren die Landeswährung mit Dollar, im Verhältnis 1:1. Es konnten nur soviel neue Pesos von der Zentralbank gedruckt werden, wie gleichzeitig Dollar-Reserven vorrätig waren.

Das vom IWF unterstützte Ziel war, einen freien Handel zu ermöglichen. Die argentinische Währung war jedoch überwertet. Der Staat verkaufte und privatisierte Staatsunternehmen und nahm Dollar ein. Damit wurden auch die Importe und das Handelsbilanz-Defizit mit dem Ausland finanziert. Durch den Kurs 1:1 waren argentinische Produkte nicht konkurrenzfähig. Menems Regierung erlaubte als erste Lateinamerikas den Anbau von gentechnisch verändertem Soja von Monsanto.

Sein konservativer Nachfolger Fernando de la Rua setzte die neoliberale Vorschläge des IWF weiter um. Seine Politik setzte auf Sparen und Kürzen. Der IWF knüpfte die sogenannten Rettungskredite an diese Reformen. Das Haushaltsdefizit bestand jedoch weiter, da es zu einer Wirtschaftskrise kam. Der Staat hatte gleichzeitig sein Tafelsilber verkauft; es kamen keine neuen Dollar auf das Konto der Zentralbank. Als die schlechten Wirtschafts-Nachrichten und die Dollar-Flucht zunahmen, neigten sich die Dollar-Reserven der Zentralbank dem Ende zu. 2001 musste der damalige Finanz- und Wirtschaftsminister Domingo Cavallo (bereits unter Menem hatte er zeitweise diesen Posten) das Abheben von Bargeld auf 250 Peso / Woche einschränken. Daraufhin brachen Unruhen aus. Wegen des stockenden Geldumlaufes stürzte die Volkswirtschaft noch tiefer in die Rezession.

Dementsprechend plakatieren Macri-Gegner derzeit eine unterstellte Verbindung von ihm zu Cavallo:

macri-cavallo-wahlkampf

Quelle: infonews

Nach dem Crash 2001 mussten folgende Regierungen das einst garantierte Verhältnis 1:1 zurücknehmen. Die Sparer verloren ein Großteil ihrer Ersparnisse.

Es ist zweifelhaft, ob die Politik der konservativen Opposition andere Ergebnisse erzielen würde als in der Vergangenheit!

Lösung der Krise unwahrscheinlich

Eine Lösung der Krise ist sehr schwierig, da ausländische Kapitalgeber seit langer Zeit schlechte Erfahrungen mit der argentinischen Währungspolitik machten. Die Argentinier selbst haben kein Vertrauen in ihre eigene Währung „Peso“ und Banken.

Grafiti an Bankgebäuden mit Aussagen wie „raus aus Argentinien, Geierfonds“ oder „Regierung, Opposition, die gleichen Räuber“ sind oft anzutreffen.

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Die Vorschläge des Geld- und Bodenreformers Silvio Gesell, gestorben 1930, sind der Öffentlichkeit unbekannt. Linke Intellektuelle geben oft an, das kleinere Übel, die Kirchners, zu wählen. Dabei schrieb der deutsche Einwanderer Gesell einen Teil seiner Werke in Argentinien!

Abschließend kann gesagt werden, dass Argentinien wegen der Inflation und mangelnden Investitionen nur bedingt als Vorbild für überschuldete Euro-Länder gelten kann. Auf den Straßen geben die Menschen jedoch übereinstimmend an, dass es ihnen jetzt besser geht als 2001.

Trotzdem würde ein Euro-Ausstieg für Griechenland wahrscheinlich nur mit Unruhen möglich sein. Genauso wie in Argentinien 2001 würden die Sparer und Rentner protestieren, dass die Kaufkraft der Ersparnisse und Renten zurückgeht.

Wer der Gewinner der verfehlen Geldpolitik ist, zeigt der Fall Argentinien: Die USA. Die Vereinigten Staaten von Amerika können ihre Staatsverschuldung mit Dollar-Drucken finanzieren. Dies funktioniert ohne Inflation, weil die Dollar nicht in die US-Wirtschaft zurückfließen sondern als eine Art Zweitwährung und Sparmittel weltweit genützt werden.

18 Gedanken zu „Argentiniens Geldpolitik nach dem Crash 2001 – Vorbild für Europa?“

  1. bitte versteht doch, das auch gesell ein „linker intellektueller“ war. der markt wählt für das geld eine ware, deren wert sehr wenig schwankt, wie edelmetalle. sozialreformer wählen ein papiergeld, dass sie manipulieren bei dem versuch, die logik des handelns außer gefecht zu setzen und das individuum so zu steuern wie sie es für wünschenswert halten. das papiergeld muss natürlich mit annahmezwang versehen werden, während das (mehr oder weniger) wertstabile geld OHNE irgendwelche gebühren darauf freiwillig akzeptiert wird. lasst die wirtschaft in frieden, verschont sie mit weiteren manipulationen durch zentralbanken, regulierungsbehörden und „sozial“politik, und die menschen werden ihre probleme alleine zu lösen wissen.

  2. Allein schon die am anfang des Beitrags von Georg Lehle aufgestellte Behauptung, die Guthaben der Vermögenden würden immer höher, ist, bezogen auf die aktuelle Situation,
    eindeutig falsch. Die Wahrheit sieht anders aus: die Vermögen sinken je höher die Inflation ist. Derzeit beträgt diese „Entsparrate“ (Begriff ist von mir) etwa 1,5 bis 2 % jährlich.
    Die Zinseinnahmen, die nicht nur ein Lohn für die Verwendung des Geldes durch Andere ist, sondern auch die Preissteigerungen abfedern soll, liegen teils unter der Preissteigerungsrate. Deshalb steigen weltweit die Aktienkurse, quasi zwangsweise oder induziert durch die Niedrigzinspolitik der Notenbanken.
    Damit werden Vermögen weltweit vernichtet, bzw. umgeschichtet in vermeintlich sicherere Vermögensformen.

    1. hallo „kuno“,
      haben Sie auch eine Quelle für Ihre Behauptung, dass die mittel- und langfristig angelegten Geldguthaben im Moment wegen der Inflation an Kaufkraft verlieren?

  3. Natürlich habe ich dafür einen Beleg!
    Nämlich die Logik. Wenn Sparguthaben mit 0,5 % Guthabenzins brutto, vor Abzug der Steuerm vergütet werden und die Inflationsrate bei 1,5 bis 2 % liegt, dann kann jeder die Verlustrate mit dem Taschenrechner ausrechnen. Bei mir gehts auch ohne Taschenrechner.
    Deshalb, lieber Georg Lehle, steigen seit einiger Zeit genau deshalb die Aktienmärkte. Weil dort die Verzinsung (Dividende) noch günstiger ist. Fällt die Dividende aus, sieht es wieder anders aus. Die Aktienmärkte werden weiter steigen bis zum finalen Ende. Wann, ist völlig offen.
    Irgendeiner muss doch die derzeitigen Exztremzinsen, die weder zum Umfeld noch zum gestiegenen Schulderrisiko passen, bezahlen. Nicht wahr?
    Außerdem ist der Buchmarkt voll von dieser einfachen Feststellung. Der, der nichts hat, kann auch nichts verlieren.

  4. @ Georg Lehle

    Ja, kann ich. Es ist die Logik, aber auch eine große Zahl von Büchern, Aufsätzen etc.
    Aber beschränke ich mich mit der Logik.
    Diese ist in meinem obigen Beitrag bereits enthalten. Aber gut nochmal: Wenn ein Sparer 100.000 Euronen auf dem Bankkonto hat, dann erhält er wieviel Bruttozinsen? 0,5 % wenn er Glück hat. Negativzinsen auch für mittlere Guthaben sind bereits im Gespräch. Also bleiben ihm nur die Aktienmärkte. Deshalb steigen diese ja, weil dort die Dividenden zwar im Durchschnitt deutlich gesunken sind, aber immer noch über den Bank- oder Anleihezins liegt.
    Wie hoch ist unsere Inflationsrate? Ich behaupte mal: gefühlte 1,5 bis 2 %. In Teilbereichen gibt es Deflation, aber auch das ist regional begrenzt. Einigen wir uns doch auf die von mir gefühlte Inflation. Taschenrechner zur Hand und zwei Stunden gerechnet. Ergebnis ist dann brutto, nicht netto.
    Entsparrate netto? Wer wenig hat, kann auch nicht viel verlieren. Wer garnichts gespart hat, verliert garnichts.
    Und die Aktienmärkte steigen bis zum finalen Ende!
    Ich sehe jetzt schon die schadenfrohen Meldungen in der Linkspresse über die Dummis die mit Aktien hohe Verluste eingefahren haben! Dabei ist der Aktienmarkt die hauptsächliche und demokratischste Finanzierung der Unternehmen, kurz: der Wirtschaft schlecht hin.
    Irgendwelche Einwände?

  5. Gut, Georg Lehle
    dann nehme ich die o,5 % zurück. Jedenfalls bei längerer Anlage.
    Bei kurzfristigen Anlagemöglichkeiten und guter Bonität der Bank (Einlagensicherungsfonds) lag ich aber nicht weit daneben.
    Die Inflationsrate, die angegeben wird, ist seit Jahren immer zu niedrig angesetzt. Das ist doch bekannt. Je nach politischem Gusto.

  6. @ Georg Lehle

    Nachsatz: Die Onlineausgabe der Deutschen Wirtschaftsnachrichten (DWN) melden am 9.4.2015, dass die deutschen Sparer infolge der Niedrigzinspolitik bisher insgesamt 190 Mrd. Euro verloren haben.
    Leider gelingt es mir noch nicht den Link hierhin zu setzen.

    1. Hier ist der Link mit der Kernaussage:
      Denn seinerzeit fiel der durchschnittliche Nominalzins aller verzinslichen Vermögensbestandteile der Bürger unter die Inflationsrate: «Für letztes Jahr lässt sich lediglich dank einer extrem niedrigen Inflationsrate ein leicht positiver Realzins errechnen», schreiben die Experten. http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/04/09/die-grosse-umverteilung-ezb-erleichtert-deutsche-sparer-um-190-milliarden-euro/

      „Aller“ heißt mit den Beständen der Sichtguthaben, wo es einen negativen Real-Zins gibt. Die Experten haben wahrscheinlich die positiven Realzinsen der anderen Anlagen dann hinzugezählt und kamen so auf einen negativen (durchschnittlichen) Realzins aller Geldbestände.

      Übrigens merkt man bei den Artikel deutlich, dass die DWN auf Seiten der Geldhabenden steht, die Geld für sich arbeiten lassen wollen, und nicht auf Seiten der Verschuldeten, die im Moment weniger in der Tretmühle rennen müssen.

      1. Herr Lehle,
        darf ich vermuten, dass Sie sich stramm links einordnen?
        Das muss ja kein Fehler sein und ich akzeptiere das durchaus.
        Aber wenn die DWN Sympathien für die „Geldhabenden“ hegt, d.h. für alle Sparer, so ist das doch völlig in Ordnung!
        Oder leben Sie oder die Mehrheit in diesem Land von der Hand in den Mund? Soeben verabschieden sich die EU Staaten vom Sparerschutz (auch in DWN nachlesbar, neueste Meldung). Dann bürgen nur noch die Banken für die Einlagen und die „Merkelgarantie“ aus 2008 ist dann auch vergessen. Wann beginnt denn „Reichtum“?
        Laut dem Grünen Trittin bereits ab € 25.000 Sparguthaben.
        Dafür bekommt man gerade ein preiswerteres Mittelklasseauto. Alles was darüber ist, z.B. die Bankgarantie bis 100.000 Euro, soll dann zusätzlich kräftig besteuert werden. Das nenne ich eine leistungslose Bereicherung durch den Staat! Wobei der Staat unsere Angestellten sind. Aber er verhält sich teilweise wie ein Obrigkeitsstaat.
        Woher kommen denn übrigens die Ersparnisse der „Geldhabenden“? Es sind, ganz überwiegend Ersparnisse aus dem Berufsleben, Auszahlung von Lebensversicherung etc. Alle diese Beträge wurden bereits versteuert.
        Aber ich weiß genau, was Ihnen im Kopf herumschwirrt: Zinseinnahmen aus dem Verleihen von Erspartem seien „leistungslose Einnahmen“.
        Das halte ich, mit Verlaub, für völlig falsch.
        Selbst Sahra Wagenknecht wird das für ihren eigenen Privatbereich nicht gelten lassen. Und, zu Ende gedacht, bedeutet die Kritik am Zins das Ende des Geldsystems an sich und damit das gewollte Ende des Kapitalismus.
        Also Neuauflage des Sozialismus. DDR 2.0 ?
        Glauben Sie mir: Der Zins ist absolut unverzichtbar, noch nicht mal der Iran verzichtet darauf und die Saudis bezeichnen den Zins nur anders. Auch die DDR kannte, selbstverständlich einen Bankzins. Ohne dem geht es nicht.
        Oder man experimentiert wieder einmal- und alles zu Lasten der kleinen Leute.

        1. “Heute führt nicht Leistung zum Aufstieg sondern Beziehungen, Herkunft, Vermögen, im Zweifel Erbschaften. 80 % der Gemeinwohllasten werden heute von den ganz normalen Menschen getragen, nur 12 % der Gemeinwohllasten tragen die Einkommensbesitzer von Kapital und Vermögen.” Sigmar Gabriel, 2013 (noch als Oppositionspolitiker)

          Das Problem ist, dass Geldvermögen z. B. in die Schweiz flüchten kann oder im Tresor gehortet. Besteuerung ist im momentanen System schwierig. Mit einer Umlaufsicherung jedoch wäre dieser Vorgang mit Kosten verbunden und nicht mehr rentabel. Die Währung müsste im Währungsraum verbleiben und ausgegeben werden.

          Linke Politiker sehen in der kapitalistischen Zinswirtschaft normalerweise kein Problem, sondern in den Produktionsmitteln. Deswegen gab es ja im „real existierenden Sozialismus“ Millionäre / Milliardäre, die von ihren Zinseinkommen gelebt haben. http://friedensblick.de/5453/warum-auch-die-linke-in-der-finanzkrise-versagt/

          Übrigens ist heute ein interessanter Artikel bei „telepolis“ über Islam-Banking.

  7. Wenn Geld in Tresoren, also unter Verzicht auf mögliche Zinseinnahmen, verschwindet oder in die Schweiz verbracht wird, hier beachte man das Doppelbesteuerungsabkommen, so liegt der „Fehler“ nicht beim Sparer, sondern beim Staat oder den Bedingungen, die genau dieses Verhalten provozieren.

    1. Es ist der Egoismus der Geldhabenden, ihre Möglichkeiten maximal auszuschöpfen, ihr Geld für sich arbeiten zu lassen. Damit fuhren sie in der Vergangenheit auch nicht schlecht:
      Der Wirtschaftsanalytiker Helmut Creutz berechnete, dass deutsche Geschäftsbanken von 1990 bis 2010 4.460 Milliarden Euro an ihre Anleger zahlten. Die Zinseinnahmen der Sparer entsprechen mehr als die Hälfte der Geldvermögens-Bestände. (sozialökonomie) Im Kapitalismus wird Geld zunehmend aus Geld verdient und nicht durch ehrliche Arbeit von Unternehmern oder Arbeitern.
      Das Problem dabei ist, dass die Geldhabenden immer mehr Geld anhäufen und Macht erlangen. Die Verschuldeten immer mehr mehr werden. Die dritte Welt kommt langsam über das Mittelmeer zu uns. Noch merken es die meisten Deutschen nicht und wählen weiter die kapitalistischen Blockparteien (CDUCSUSPD mit einem grünen Punkt drin), aber spätestens wenn der Euro-Rettungsschirm fällig wird, wird Deutschland auch zum sparen und privatisieren anfangen, zum Wohle der Geldhabenden.

      1. Der Egoismus der Geldhabenden?
        Welcher Egoismus treibt denn den Angestellten ins Lohnbüro, soweit überhaupt vorhanden, um sein Geld auf sein Konto zu fordern?
        Nicht vergleichbar? Oh doch.
        Der Handwerker, der 3, 4 oder 5 Mitarbeiter beschäftigt ist in keiner anderen Situation! Wenn die Kunden nicht pünktlich oder überhaupt nicht bezahlen, ist das dann kein Egoismus der Geldhabenden? Bitte genau analysieren! Ohne jede Klassen- oder Rasseneinteilung!
        Und ohne Diskriminierung des sozialen Status.
        So einfach ist die Welt nämlich nicht gestrickt.
        Wieviel Prozent der Unternehmen, egal ob groß oder klein, sind denn wirklich „geldhabend“? Eine große Zahl derer hat Schulden! Genau wie der Angestellte, der sich seinen neuen BMW oder Toyota mit geliehenem Geld der Bank gekauft hat. Das ist absolut keine andere Situation.
        Wenn der Staat aus politischen Gründen (Systemkampf nach 1948) die Kreditaufnahme von Privaten und von Unternehmern wünscht und erleichtert (früher gab es sogar mal einen Steuerabzug für Kreditzinsen), wer ist dann daran „schuld“? Und warum überhaupt schuldig?
        Das Problem war der Systemkampf mit dem Kalten Krieg und die weitere Aufschuldung seitdem- und diese Schulden hat der Staat gemacht. Aber fordern Sie deshalb die Abschaffung des Staates, insbesondere der Sozialdemokraten?
        Man sollte endlich aufhören, nach Schuldigen und Opfern zu suchen, statt anzuerkennen, dass dieser Staat (und auch alle anderen wichtigen Staaten) ganz genau wissen, was jetzt zu tun ist! Enteignung durch zu niedrigen Zins!

        1. Ihre Wehklagen über zu geringe Zinsen sind übertrieben. Durch die hohen Zinsen der Vergangenheit haben wir ja jetzt das Verschuldungsproblem. Die angesparten Geld-Vermögen sind nicht sicher. Das jüngste Eingreifen der Zentralbank rettete die Geschäftsbanken vor der Pleite und den Total-Verlust der angesparten Geldvermögen. Ihre Klagen gegen die Zentralbank sind also unbegründet. Der Kapitalismus hat einen Selbstzerstörungsmechanismus, da sind weder Staaten noch Zentralbanken schuld.

          Die Freiwirtschaft schützt Sparguthaben, eben weil die Guthaben-Zinsen sich um 0-1 Prozent bewegen. Dafür gibt es keine Inflation.

          Der Zinses-Zins-Effekt verrückt Menschen von der Realität, macht sie größenwahnsinnig, dass sehe ich an Ihrem Beitrag.

  8. Noch etwas, weil ich gerade so schön in Fahrt bin: dr SPD Politiker Gabriel ist für mich nicht das Maß aller Dinge!
    Er scheint auch Staatsausgaben, die wohlweislich nicht mit den Steuerzahlern besprochen werden, mit „Gemeinwohllasten“ zu verwechseln. Nehmen wir nur die horrenden Summen der sogenannten Griechenlandhilfe. Diese wurden, wie bekannt, verfrühstückt und müssen nun wiederholt werden.
    An eine Rückzahlung ist nicht zu denken. Letztens wurde eine kleine Summe den Gläubigerstaaten „gezeigt“ und im selben Atemzug 280 Mrd. Euro für Schäden des letzten Weltkrieges von Deutschland gefordert. Warum nicht von Italien? Es war Mussolini, der Griechenland im Herbst 1940 angriff, angeblich weil die Griechen ihre Neutralität aufgkündigt hatten. Aber die wissen ganz genau, dass von einer italienischen Regierung kein Geld zu bekommen, geschweige denn zu fordern ist!

    1. Griechenland ist überschuldet und pleite. Die sogenannte „Griechenlandhilfe“ bestand darin, die (u. a. deutschen) Geschäftsbanken vor der Pleite zu bewahren. Jetzt liegt das Kreditausfall-Risiko Griechenlands beim Steuerzahler und nicht mehr bei den Geldvermögens-Besitzenden, also 10% der Bevölkerung. Griechenland ist nur der Anfang, es kommen weitere Staaten, am Ende sind wir dran. Gegen den Zinses-Zins-Effekt kommt keiner an.

  9. 1. Nicht der Zins ist, wenn die Gesetze der Logik beachtet werden, verantwortlich für die extrem hohen Schulden, sondern die Höhe der Schuldenaufnahme. Nicht die Verschuldung an sich,
    sondern deren Höhe. Die Zinshöhe beschleunigt dieses oder verlangsamt. Ursache und Wirkung!
    2. Es ist richtig, dass am Beginn der Griechenlandhilfe die kreditgebenden Banken Geld bekamen. Und zwar in erster Linie französische Banken, denn diese hatten mehr als doppelt soviel Geld nach Griechenland verliehen, wie deutsche Geschäftsbanken. Und es wurden auch nur die Kredite bedient, die zu diesem Zeitpunkt fällig waren.
    3. Den „Selbstzerstörungseffekt“ des Kapitalismus gibt es nicht. Auch diese Krise wird letztlich gelöst werden und zwar zu Lasten der Sparer (die bei Ihnen aber Geldbesitzer genannt werden). Der Zinseszinseffekt funktioniert immer und ewig.
    Die Freiwirtschaft müsste sich erst in der Praxis bewähren.
    Wenn es schief geht, wer bezahlt dann? Diejenigen, die dieses Experiment jetzt befürworten, werden sich dann mit ihrem Rollador oder Rollstuhl, in dem diese dann voraussichtlich sitzen werden, aus dem Staube machen.

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