Es gab niemals Brandruß in der Lunge von Uwe Mundlos

Die höchsten Repräsentanten der Sicherheitsbehörden in der BRD  informierten den Bundestag offenkundig falsch; bei diesen Repräsentanten handelt sich um Generalbundesanwalt Harald Range und den Chef des Bundeskriminalamtes (BKA) Jörg Ziercke. Beide stellten es dem Innenausschuss des Bundestages am 21.11.2011 so dar, dass in Uwe Mundlos Lunge Brandruß gewesen wäre. Diese Darstellung war aber nicht nur sachlich unrichtig sondern ist auch offenbar wider besseres Wissen getroffen worden, was im Folgenden belegt werden soll.

Die nationalkonservative Wochenzeitung „Junge Freiheit“ fragte nach dem Auffliegen dieser Tatsachen Anfang April 2014 bei den Behörden nach. Die Bundesanwaltschaft und das BKA verteidigten ihre Chefs damit, dass den beiden zum fraglichen Zeitpunkt nur „vorläufige“ Obduktionsergebnisse des Landeskriminalamts Thüringen vorgelegen hätten.

„Der BKA-Präsident habe sich damals auf den LKA-Bericht bezogen, in den vorläufige Obduktionsergebnisse eingeflossen seien. Der abschließende Obduktionsbericht habe dem BKA zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorgelegen.” (friedensblick)

Tatsächlich sind die Leichen von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt bereits am 18.11. 2011 durch die Gerichtsmedizin freigegeben worden (focus).

Der Journalist Andreas Förster streute daraufhin Mitte Mai 2014 öffentlich Gerüchte, es gäbe zwei Obduktionsberichte, einen mit und einen ohne Brandruß (Quelle).

Ende Mai 2014 sagte der Sachverständige Dr. Reinhard Heiderstädt im Münchner NSU-Prozess aus und räumte mit diesen Legenden auf.

Heiderstädts Aussage wurde von Mitarbeitern des antifaschistischen Vereins „Apabiz“ protokolliert und auf der Internetseite „NSU-watch“ veröffentlicht. Aus dem Protokoll der Aussage geht klar hervor, dass die Obduktionen am 05.11. keine Hinweise auf Einatmung von Brandruß ergaben.

Es lässt sich daher mit sachlicher Berechtigung feststellen, dass Range und Ziercke am 21.11.2011 den Bundestagsausschuss belogen haben.

Uwe Böhnhardt

„Götzl fragt, was die Todesursache sei, ob es eine zentrale Lähmung gewesen sei. Heiderstädt bejaht und sagt, es habe sich um eine Kopfdurchschussverletzung mit Handlungsunfähigkeit und sofortigem Tod gehandelt. (…) Götzl sagt, Heiderstädt habe von Handlungsunfähigkeit gesprochen und fragt, ob noch Einatmung möglich sei in dieser Situation und es irgendwelche Befunde im Blick auf Einatmung gebe. Sie hätten keine Spuren von Rauchgaseinatmung und keine Rußbestandteile in den Atemwegen gefunden, so Heiderstädt, so dass sie keinen Hinweis hätten, dass da noch eingeatmet wurde. Götzl fragt, ob es denn noch möglich wäre. Heiderstädt verneint das, dann hätte Böhnhardt vor dem Tode einatmen müssen. Götzl sagt, es gehe ihm um die Funktionsmöglichkeiten bei zentraler Lähmung. Heiderstädt sagt, es gebe keine Atmung mehr.“

Uwe Mundlos

Auch hier hätten sie keine Rauchgas- oder Rußeinatmung. (…) Heiderstädt sagt, es habe auch nach den chemisch-toxikologischen Untersuchungen keinen Beleg für eine Rauchgaseinatmung gegeben, es sei kein CO {im Blut, Anm. G.L.} gefunden worden, damit gebe es keinen Beleg für eine Rauchgasvergiftung. Auf Frage sagt er, Todesursache sei ein Kopfdurchschuss mit völliger Zerstörung des Gehirns, sofortigem Tod und Handlungsunfähigkeit gewesen. (…)

NK-Vertreter RA Hoffmann fragt, ob Heiderstädt persönlich Erfahrungen mit der Untersuchung von Ruß in der Lunge und Untersuchungen auf Rauchvergiftungen habe, was Heiderstädt bejaht, Brandleichen seien bei ihnen nicht selten. Hoffmann sagt, er versuche das mit seinem laienhaften Wissen so genau wie möglich zu formulieren, und fragt, ab welcher Intensität von Rauch in einem Raum man denn überhaupt Rückstände finden würde, ob man das schon finde, wenn jemand neben einem Brand gestanden hat oder er sehr stark Ruß ausgesetzt gewesen sein müsse beim Einatmen. Heiderstädt sagt, es müsse Ruß in der Atemluft vorhanden sein, der komme in die Atemwege und bleibe zumindest in diesem Zeitraum liegen. Nun könne ja Rauchgas ohne Ruß vorhanden sein. Den Ruß würde man erkennen, so Heiderstädt, und wiederfinden. Aber Ruß sei nicht gefunden worden.

Das CO, der wichtigste Bestandteil des Rauchgases, könne eingeatmet werden, und solange Leben da ist, auch wieder abgeatmet werden. Er könne, so Heiderstädt, nicht ausschließen, dass Rauchgas und CO eingeatmet und wieder abgeatmet wurde. Erst zum Zeitpunkt des Todes würde die Konzentration dann so bleiben. Das schließe eine kurzfristige CO-Einatmung nicht aus.“ (nsu-watch)

Die Sachlage bezüglich der fraglichen Obduktionsergebnisse und der falschen Aussagen der leitenden Beamten der Sicherheitsbehörden am 21.11.2011 vor dem Innenausschuss des Deutschen Bundestages stellt sich also eindeutig dar.

6 Gedanken zu „Es gab niemals Brandruß in der Lunge von Uwe Mundlos“

  1. Aber sie werden natürlich keinerlei Massnahmen fürchten müssen, die machen einfach was sie wollen. Dieser Fall stinkt so zum Himmel, wird spannend, wie sie es wieder hinbiegen wollen. Zschäpes Prozess geht ebenfalls in Richtung Einstellung, wegen mehreren Verfahrensfehlern bzw. Hindernissen.
    Politiker + Behörden … man muss sie einfach gern haben, wie sie uns :))

  2. „Die Sachlage“:
    https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=4K–rVYe01k
    .
    John F. Kennedy:
    .
    „Überall in der Welt stellt sich uns eine monolithische und unbarmherzige Verschwörung entgegen, die in erster Linie mit verdeckten Aktionen ihre Einflusssphäre vergrößert – mit Unterwanderung statt Invasion, mit Subversion statt Wahlen, mit Einschüchterung statt freier Entscheidung, mit Guerilla bei Nacht statt Armeen am Tag. Es ist ein System, das gewaltige personelle und materielle Ressourcen gesammelt hat, um eine engmaschige, hocheffiziente Maschine zu bauen, die militärische, diplomatische, geheimdienstliche, wirtschaftliche, wissenschaftliche und politische Operationen kombiniert.“

  3. Wir müssen uns besser vernetzen, Georg.

    Es sind 2 einfach verständliche Sachstandsberichte im Blog, ganz neu, die die Fakten zusammenfassen und genau das benennen, was ermittelt werden muss, aber bisher nicht ermittelt wurde.

    Einmal zur Vorgeschichte, und zur Ceska.

    Was ist zu tun, wo muss ermittelt werden?

    wer-nicht-fragt-bleibt-dumm.blogspot.com/

  4. wir haben die Fahrräder mit “Bombenkoffer” heile, unzerstört, NACH der Explosion, und wir haben einen Zivilbewaffneten der aussieht wie der Fahrradschieber…

    wer-nicht-fragt-bleibt-dumm.blogspot.com/

  5. Wir haben den PASS gefunden, den Reispass von Uwe Böhnhardt auf den Namen Gunter Frank Fiedler von 1998.

    Seit Anfang 2012 bekannt, und komplett vertuscht.
    Es ist zu vermuten, dass die Uwes gar nicht in Deutschland waren, als die ersten Dönermorde geschahen.

    Schau mal in den Blog!!!
    und maul nicht wieder „falsche Kategorie“ 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.