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Tagesschau – Intensivbettenlüge reloaded

Unvorsichtigerweise hatte ich heute Abend noch die Website der Tagesschau aufgerufen und wurde mit diesem Unsinn konfrontiert:

https://www.tagesschau.de/inland/zahl-der-intensivpatienten-steigt-101.html

Blick ins DIVI-Intensivregister von heute (4. April 2021):

Am 4. April 2021 werden 4048 COVID-19 „Fälle“  intensivmedizinisch behandelt, bei insgesamt 19764 intensivmedizinisch betreuten Patienten.

Blick ins DIVI-Intensivregister vom Vortag (3. April 2021):

Am 3. April wurden 3870 COVID-19 „Fälle“ intensivmedizinisch behandelt, bei insgesamt 20093 intensivmedizinisch betreuten Patienten.

Was ist also passiert? Die Gesamtauslastung der Intensivstationen hat sich vom 3. zum 4. April um 329 Patienten verringert! Die Auslastung der Intensivstationen ist also gesunken und nicht gestiegen, wie uns die Tagesschau weismachen will! Ist das Leid eines intensivmedizinisch behandelten COVID-19-„Falls“ anders zu bewerten als das Leid der anderen intensivmedizinisch betreuten Patienten? Wohl kaum! Da kann man den als Lügnern verkleideten Journalisten bei der Tagesschau nur empfehlen, sich mit gruppenbezogener Diskriminierung einmal ernsthaft zu beschäftigen. 

Aber schauen wir uns doch noch einmal den postulierten „Belegungshöchststand“ an, welchen die Intensivstationen erstmals seit 2 Monaten wieder erreicht haben sollen.  Hier der Screenshot vom 3. Februar 2021:

Insgesamt waren am 3. Februar 2021 also 20913 Intensivbetten belegt, gegenüber 19764 am heutigen Tag belegten Intensivbetten. Demzufolge ist die Gesamtbelegung der Intensivstationen im Vergleich sogar um satte 1149 Intensivbetten gesunken. Was die Tagesschau hier also berichtet und wie die Zahlen verdreht und aus dem Zusammenhang gerissen „aufbereitet“ werden, dient zu nichts anderem, als im Vorfeld des Mega-Lockdowns  die nötige Panik zu verbreiten um die Akzeptanz zu erhöhen.

Das Ammenmärchen von den fremdländischen SARS-CoV-2 Mutationen – Heute erzählt von Prof. Wendtner

Die Tagesschau berichtet heute um 11.24 Uhr im „Corona-Liveticker“ unter der Überschrift „Bayern: Infektiologe warnt vor Ausbreitung von Mutationen“, Zitat:

„Neu aufgetretene Varianten des Coronavirus haben sich in Bayern offenbar bereits weiter ausgebreitet als im Bundesschnitt. Bereits jetzt würden in Bayern bei deutlich mehr als zehn Prozent der Infizierten Mutanten festgestellt – mehr als doppelt so viel wie insgesamt in Deutschland, sagte der Münchner Infektiologe Clemens Wendtner. Er warnte vor allem vor einem Einschleppen der gefährlichen südafrikanischen Coronavirus-Variante aus Tirol. Das sei nur mit einem strikten Vorgehen an der Grenze zu verhindern, sagte der Chefarzt für Infektiologie an der München Klinik Schwabing.

Wenn lückenlose Kontrollen nicht funktionierten, bleibe nur eine Schließung der Grenzen. „Wir haben es mit der südafrikanischen Variante zu tun. Die ist nach bisherigem Wissen noch einmal gefährlicher als die britische Variante“, sagte Wendtner der Nachrichtenagentur dpa. Sie sei nicht nur infektiöser, sondern ersten Erkenntnissen nach auch tödlicher – und zusätzlich wirkten manche Impfstoffe weniger gut dagegen. Auch wer schon Corona hatte, könne sich wahrscheinlich erneut anstecken. Die Rate der Zweitinfektionen werde daher wahrscheinlich steigen. Die britische Variante hat wiederum in einigen ostbayerischen Regionen bei Einpendlern aus Tschechien bereits die Oberhand gewonnen.“ Zitat Ende

https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-freitag-197.html

Ich bin mit mir insofern im Reinen, als das ich in meinem Leben noch nicht einen Pfennig/ Cent GEZ-Gebühren gezahlt habe. Ansonsten könnte ich im Angesicht der sich täglich aufs Neue in Absurditäten ergehenden „Corona-Berichterstattung“ nicht mehr ruhig schlafen.  Trotzdem gestatte ich mir zu diesem neuerlichen Unsinn eine kurze Anmerkung. 

Auch die Variante von SARS-CoV-2, welche irgendwann im Frühjahr 2020 Deutschland erreichte, war bereits eine Mutation der ursprünglich in China/ Wuhan klassifizierten SARS-CoV-2-Variante. SARS-CoV-2 mutiert täglich und ein großer Teil der Deutschen ist bereits mit SARS-CoV-2 und seinen vielen Mutationen infiziert.

Wie man also auf die Blödsinn verfallen kann, unter diesen Umständen eine Abriegelung von Grenzen „für eine lückenlose Kontrolle“ zu fordern, erschließt sich dem geistig Gesunden bereits nicht mehr. SARS-CoV-2 und seine vielen Mutationen sind ja schon bei Millionen Menschen in Deutschland zu Hause. Das Virus mutiert auch dort. Täglich kommen auch in Deutschland neue Mutationen hinzu. 

Von nicht mehr zu unterbietender intellektueller Unredlichkeit ist aber die Aussage, Zitat:

„Er warnte vor allem vor einem Einschleppen der gefährlichen südafrikanischen Coronavirus-Variante aus Tirol.“ Zitat Ende

Hat die „gefährliche südafrikanische Coronavirus-Variante“ bereits halb Tirol hinweggerafft, sodass von dort die Schreckensnachrichten über ein Massensterben der Bevölkerung  nicht mehr nach außen dringen können?

Es handelt sich hier auch nicht um Ebola-Erreger, welche durch solche Maßnahmen eingedämmt werden mögen, weil sie um ein Vielfaches tödlicher sind als SARS-CoV-2 und eben nicht bereits bei nahezu jedermann, der nicht bei drei auf den Bäumen ist,  durch einen PCR-Test nachgewiesen werden können.  

Eine ungefähre Vorstellung von dem gefährlichen Unsinn, welchen Prof. Wendtner via Tagesschau verbreitet, kann sich auch der medizinische Laie machen, wenn er den Stammbaum von SARS-CoV-2 in Augenschein nimmt:

https://nextstrain.org/ncov/global

Durch eine Abriegelung von Grenzen und lückenlose Kontaktverfolgung ein „Übergreifen“ von SARS-CoV-2-Mutationen nach Deutschland verhindern?! Nachdem man seit nahezu einem Jahr erfolglos „das Einschleppen“ und die weltweite Verbreitung der angeblich harmloseren „Wuhan/China-Mutation“ u.a. auch mit Grenzschließungen nicht verhindern konnte, beginnt nun also eine Neuauflage dieses offensichtlichen Unsinns.  Und wieder stehen Wissenschaftler als willige Helfer bereit, diesem Blödsinn Geltung zu verschaffen.