Aggressionen in der Ukraine begannen nicht am 24. Februar

Die Bilder des russischen Angriffs schockierten mich gleichfalls. Die Aggressionen in der Ukraine begannen allerdings nicht am 24. Februar. Seit 8 Jahren leben viele Ost-Ukrainer unter Beschuss ihrer eigenen Regierung. Es gab 16.000 Tote. Wo war die Empörung unserer Politiker und Medien? Sind Ost-Ukrainer “Untermenschen”, weil sie mit Russland verbunden sind? Wo war der Protest unserer Politiker und Medien, als die ukrainische Regierung das Völkerrecht brach, als sie nicht die Minsker Vereinbarung umsetzte? Wo war der Protest, als den Menschen auf der Krim das Wasser abgedreht wurde?

Der Mangel an Mitgefühl mit dem politischen “Widersacher” wird gerade am Ukraine-Konflikt sichtbar. Die Trennung zwischen der West- und Ost-Ukraine ist für mich die einzige Lösung, damit das Land zu Frieden kommt.

3 Gedanken zu „Aggressionen in der Ukraine begannen nicht am 24. Februar“

  1. Wann und durch wen die Aggressionen begannen, wie heuchlerisch der Westen von Werten faselt und weiter seine Doppelmoral pflegt (Zerschlagung Jugoslawiens durch Unterstützung und Anerkennung für Separatisten, Loslösung des Kosovos von Serbien durch NATO-Bomben auf Belgrad)
    … und weiteren Fragen widmet sich seit Jahren der taz-Mitgründer, Blog- und Buchautor Mathias Bröckers.

    Er beschreibt einerseits die tieferen Hintergründe:
    Wie besessen arbeiten die angelsächsischen Seemächte seit über 100 Jahren am Erhalt ihrer maritimen Weltherrschaft, indem sie mit allen Mitteln ein Zusammenwachsen Eurasiens hintertreiben, aktuell in Gestalt der neuen Seidenstraße.

    Dies ist keine geheime oder nur vermutete Strategie – Regierungsberater wie Halford Mackinder am Anfang und Zbiginew “Zbig To Jail” Brzezinski am Ende des 20. Jahrhunderts haben ganz offen und ausführlich die geopolitische Strategien ihrer Staaten beschrieben,
    https://www.broeckers.com/2019/11/05/der-schlussel-zur-weltherrschaft/

    … und andererseits die 10 Gründe, aus denen man Verständnis haben kann für die aktuelle russische Aktion,
    https://www.broeckers.com/2022/02/25/warum-ich-noch-immer-putinversteher-bin/

    Bei den deutschen Massakern an ukrainischen Juden im Zweiten Weltkrieg konnte man auf reichlich willige Helfer aus der Westukraine zurückgreifen – von dort stammen auch die heutigen Neonazis, die als Freischärler seit 2014 die Ost- und Südukraine “entrussifizieren” wollten und die in Odessa mehrere Dutzend Menschen bei lebendigen Leib verbrannten.

    Der schlimmste ukrainische Nazi-Kollaborateur, Kriegsverbrecher und Judenschlächter war Stepan Bandera, der 1959 im Exil in München starb und dort (nach dem Motto: der Feind meines Feindes ist mein Freund) immer noch ein vom deutschen Staat behütetes bzw. bewachtes Ehrengrab hat,
    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-waldfriedhof-bandera-grab-ukraine-polizei-1.5513993?reduced=true

    Schon unter dem westlich orientierten Präsidenten Juschtschenko begann ab 2005 die Diskriminierung der Russisch-Sprachigen im Osten und Süden der Ukraine.
    Juschtschenko ernannte Bandera 2010 zum “Held der Ukraine”. Juschtschenko verlor im gleichen Jahr die Wahl gegen Janukowitsch, der dann bekanntlich 2014 dem westlich gesteuerten Maidan-Putsch zum Opfer fiel, als er nicht wie vom Westen gefordert, pro-westlich und anti-russisch agierte.

  2. Ich bin durch eine Internet-Recherche auf Ihren Artikel “UKRAINE: SO VERDREHEN MEDIEN UND POLITIK DIE WAHRHEIT” von 2014 gestoßen: https://friedensblick.de/11109/ukraine-unsere-medien-verdrehen-systematisch-die-wahrheit/

    Diese Zusammenstellung hat mir sehr dabei geholfen, die damaligen Vorgänge wieder in Erinnerung zu rufen. Dafür herzlichen Dank.

    Es ist gruselig, wie schwarz-weiß alles gezeichnet wird. Es ist heute noch schlimmer als 2014. Ukraine: Aufrechte Freiheitskämpfer, die keiner Fliege etwas antun würden. Russland/Putin: Größenwahnsinniger Aggressor, der auch vor Zivilisten nicht halt macht.

    Danke für Ihre Aufklärungsarbeit.

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