Berliner Polizei misshandelt Abgeordneten des Deutschen Bundestages

Soweit ist es also gekommen in diesem Staat:

Der Bundestagsabgeordnete trug keine Maske, sein Attest wurde von der Berliner Polizei nicht aktzeptiert. Soweit so schlecht.

Einerseits ist im Video zu sehen, dass ein Abgeordneter des Deutschen Volkes – also ein ordentlicher Angehöriger der Legislative – von der Exekutive brutal misshandelt wird. Das allein ist schon widerlich. 

Aber das ein Abgeordneter welcher Immunität genießt,

https://www.bundestag.de/services/glossar/glossar/I/immunitaet-245460

durch den Einsatz unmittelbarer körperlicher Gewalt durch die Polizei zu Boden gebracht und also misshandelt wird, ist eine Ungeheuerlichkeit. Denn das Nichttragen einer Maske stellt keine Straftat, sondern wenn überhaupt eine Ordnungswidrigkeit dar. 

Wie unverhältnismäßig  das brutale Vorgehen der Berliner Polizei aber tatsächlich ist, eröffnet sich schlaglichtartig vor dem Hintergrund der aktuellen Maßnahmen zum Infektionsschutz. Denn es ist eine offensichtliche Tatsache, dass der Infektionsschutz erst durch das Vorgehen  der brutal agierenden Polizeibeamten ad absurdum geführt wurde – und eben noch nicht deswegen, weil der Bundestagsabgeordnete keine Maske trug. 

Die unmittelbare körperliche Nähe der Polizeibeamten in Verbindung mit der Anwendung körperlicher Gewalt – schnelles Atmen, Schreien, Anfassen etc. – hätte alle daran beteiligten Personen durchseucht, wenn auch nur eine davon infiziert gewesen wäre. 

Und das führt automatisch zur nächsten Schlussfolgerung. Denn keiner der dort so brutal vorgehenden Polizeibeamten war innerlich davon überzeugt, dass von SARS-CoV-2 für ihn persönlich irgendeine Gefahr ausgehen würde. Sonst hätten die den Bundestagsabgeordneten nämlich garnicht nicht angefasst, sondern selbst Distanz gewahrt. Niemand von denen ist schließlich lebensmüde.

Denkt man das aber weiter, dann drängt sich der starke Verdacht auf, dass die aus purer Lust an der Ausübung von Gewalt gegen vermeintliche oder tatsächliche politische Gegner so vorgehen. Wohin uns das führen wird kennen wir in Deutschland ja nun zur Genüge. 

3 Gedanken zu „Berliner Polizei misshandelt Abgeordneten des Deutschen Bundestages“

  1. Als ich die Räumung des Platzes im live-stream beobachtete, sah ich immer wieder wie die Polizei in Berlin vorging: Sie zogen willkürlich einen Demonstranten aus der Masse heraus, hielten den Menschen fest, warfen ihn zu Boden. Dort wurde der Mensch an den Händen gefesselt. Da der Festgenommene auf den Kopf fiel, trugen viele Platzwunden davon, einer blutete aus dem Mund. Nachdem der Demonstrant zu Boden geschmissen wurde, stellten sich andere Polizisten gezielt um ihre Kollegen herum und versperrten so die Sicht, was am Boden vor sich ging.
    Da in keinem einzigen Fall der Demonstrant irgendwas machte oder sich wehrte, sehe ich keine Verhältnismäßigkeit in dem harten Vorgehen. Warum muss der Mensch immer zu Boden geschmissen werden? Wenn ich festgenommen werden würde, dann würde ich mich freiwillig auf den Boden legen, um nicht verletzt zu werden.

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