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Heilbronner Polizistenmord: Die vertuschte „3-Männer-Spur“

Heilbronner Polizistenmord, 25.04.2007: Bis heute unbekannte Personen überfallen gegen 14:00 auf der heilbronner Theresienwiese die Böblinger Bereitschaftspolizisten Michele Kiesewetter (MK) und Martin Arnold und rauben dienstliche Ausrüstungsgegenstände. Der Sicherheitsapparat versucht seit Ende 2011 vergeblich, den Polizistenmord dem National-Sozialistischen-Untergrund (NSU) anzudrehen. In einem Bericht des Bundeskriminalamtes (BKA) steht, dass es „keinen eindeutigen Nachweis“ gibt, „dass Böhnhardt und Mundlos am Tattag in unmittelbarer Tatortnähe Theresienwiese waren.“ Fehlgeleitete Ermittlungen begannen jedoch schon kurz nach dem Überfall: Es tauchte das „Heilbronner Phantom“ auf, eine dubiose DNA-Spur, die alle anderen Ermittlungsrichtungen über Jahre verdrängte. Erst als sie sich als DNA-Trugspur auflöste, begannen ab 2009 endlich ernstzunehmende Ermittlungsanstrengungen, die jedoch von der „Selbstenttarnung des NSU“ gestoppt wurden. Eine heiße Spur ergab sich aus Hinweisen einer Vertrauensperson. Laut ihr wäre der Heilbronner Polizistenüberfall von drei Männern begangen worden, die Teil der Russen-Mafia gewesen wären. Tatsächlich tauchen in den Ermittlungsakten bereits 2007 immer wieder drei Männer auf, teilweise in Verbindung mit einem dunkelblauen Audi. Die Zeugenaussagen aus den Polizeiakten werden im folgenden dargestellt. Heilbronner Polizistenmord: Die vertuschte „3-Männer-Spur“ weiterlesen

Teil 2: War Martin Arnold am Vormittag in Heilbronn eingesetzt?

In Teil 1 stellte die offene Frage dar, ob sich Michele Kiesewetter rechtzeitig zum Heilbronner Einsatz anmeldete, oder ob sie stattdessen mit einem Kollegen die Dienste tauschte, eventuell gegen einen Wachdienst an der Schranke der Böblinger Kaserne der Bereitschaftspolizei. Auch über die Einsatzzeiten gibt es Ungereimtheiten und, ob Martin Arnold (MA) dem Vormittag über überhaupt in Heilbronn war.

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Teil 1: Wurde Michele Kiesewetter zufällig Opfer des Heilbronner Polizistenüberfalls?

Am 25.04.2007 kam es zum Heilbronner Polizistenüberfall. Unbekannte überfielen eine Polizeistreife in der Theresienwiese in Heilbronn. Die 22-jährige Michele Kiesewetter (MK) starb sofort gegen 14:00, ihr Streifenpartner Martin Arnold (MA) überlebte schwer verletzt. Zu diesem Zeitpunkt waren eine Vielzahl Kollegen in der Innenstadt von Heilbronn und in Neckarsulm im Einsatz.

In neun Teilen wird anhand von Polizeiakten und Protokollen des baden-württemberger Untersuchungsausschusses der Polizistenmord analysiert und versucht, Ungereimtheiten zu klären.

Für den Heilbronner Polizistenüberfall wird seit Ende 2011 der National-Sozialistische-Untergrund (NSU) verantwortlich gemacht, siehe Gedenktafel an der Theresienwiese. Teil 1: Wurde Michele Kiesewetter zufällig Opfer des Heilbronner Polizistenüberfalls? weiterlesen

Teil 9: TEZ 514 machte gerade am 25.04.07 keine Pause in der Theresienwiese

Am 25.04.07 war ab 12:30 eine zweite Einheit der Bereitschaftspolizei Böblingen in Heilbronn im Einsatz, neben der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) 523: Der Taktische Einsatzzug (TEZ) Nummer 514. Die Abfahrt von Böblingen war um 11:45, das Einsatzende um 19:00. Teil 9: TEZ 514 machte gerade am 25.04.07 keine Pause in der Theresienwiese weiterlesen