BKA: Wo bleiben André E.´s Handydaten?

Die „Auswertung von mehreren Millionen Handy-Daten“ würde laut Akten des Bundeskriminalamtes (BKA) „keine Hinweise auf weitere Helfer der rechtsextremistischen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU)“ erbringen.

„Es konnten keine Personen ermittelt werden, die eine Verbindung zum NSU erkennen lassen.“ (finanznachrichten)

Es wäre an der Zeit, dass BKA an die ausbleibenden Handy-Daten von André E. zu erinnern. Der im NSU-Prozess angeklagte Mann wäre telefonisch noch am 04.11.11 im Kontakt mit Frau Zschäpe gewesen und hätte ihr bei der Flucht geholfen. Bisher ist jedoch nichts von seinen Handy-Daten ins Licht der Öffentlichkeit gedrungen.

“Auffällig sei, dass sich für die Tage nach dem 4. November 2011, an dem sich Uwe Mundlos und Böhnhardt in einem Wohnwagen umgebracht hatten, keine Nachrichten auf den Handys der Familie E. fanden. Am selben Tag hatte E. die Hauptangeklagte Beate Zschäpe zum Bahnhof in Zwickau gebracht. Zschäpe war dann mehrere Tage scheinbar ziellos mit der Bahn in Deutschland unterwegs. Die Ermittler vermuten, dass sie auch von unterwegs Kontakt zu André E. und seiner Frau hielt. Nachrichten seien offenbar nachträglich gelöscht worden.” focus.de/regional/muenchen/prozesse-nsu-prozess-handy-daten-sollen-terrorhelfer-entlarven_id_3878738.html

Nach dem 4. November 2011 waren aber nahezu alle Daten bis zum 11. November von Emingers Handy gelöscht. Das ging aus einer Auswertung des BKA aus den von der forensischen Abteilung gewonnenen »Rohdaten« hervor. Eine Spezialeinheit der Bundespolizei hatte in Amtshilfe für das BKA von einem der Handys die Daten ausgelesen. Als das erfolgt war, soll von seiten des BKA sofort die Anweisung zum Löschen dieser Dateien auf dem Rechner der Bundespolizei ergangen sein. Einer der Ermittler stellte dies als normale Anweisung dar. Nebenklageanwalt Sebastian Scharmer hakte nach. Es sei nicht klar, ob sich in den Prozeßakten wirklich alle Daten befinden. Auf die Nachfrage an einen der Experten, ob er wisse, ob der Angeklagte Eminger eine Vertrauensperson des BKA gewesen sei, antwortete dieser, das wisse er nicht.”
http://www.jungewelt.de/2014/05-30/016.php

Laut des früheren Abteilungsleiters bei der Bundespolizei, Heinz-Dieter M., hätten sie zwar E.´s Handy-Daten analysiert und die Daten an das BKA übermittelt, anschließend die Sicherheitskopie aber löschen sollen (welt). M. hätte in diesem Zusammenhang

“… gegenüber ranghohen Beamten des Ministeriums offiziell den Verdacht geäußert, das Bundeskriminalamt (BKA) könne einen Informanten „im Umfeld des Trios“ geführt haben – ein schwerer Vorwurf.“ (friedensblick)

„In den Akten des Ausschusses findet sich die Aussage eines früheren Abteilungsleiters bei der Bundespolizei, wonach die Behörde im Dezember 2011 im Auftrag des Bundeskriminalamts eine Sicherungskopie mit den Handydaten eines Verdächtigen aus dem Umfeld der Zwickauer Terrorzelle gelöscht habe. Der Abteilungsleiter hatte das als ungewöhnlich bezeichnet und angedeutet, das BKA habe damit möglicherweise einen Informanten decken wollen.“(welt)

Ein Gedanke zu „BKA: Wo bleiben André E.´s Handydaten?“

  1. „Auffällig sei, dass sich für die Tage nach dem 4. November 2011, an dem sich Uwe Mundlos und Böhnhardt in einem Wohnwagen umgebracht hatten, keine Nachrichten auf den Handys der Familie E. fanden. Am selben Tag hatte E. die Hauptangeklagte Beate Zschäpe zum Bahnhof in Zwickau gebracht. Zschäpe war dann mehrere Tage scheinbar ziellos mit der Bahn in Deutschland unterwegs. Die Ermittler vermuten, dass sie auch von unterwegs Kontakt zu André E. und seiner Frau hielt. Nachrichten seien offenbar nachträglich gelöscht worden.“ focus.de/regional/muenchen/prozesse-nsu-prozess-handy-daten-sollen-terrorhelfer-entlarven_id_3878738.html

    „Nach dem 4. November 2011 waren aber nahezu alle Daten bis zum 11. November von Emingers Handy gelöscht. Das ging aus einer Auswertung des BKA aus den von der forensischen Abteilung gewonnenen »Rohdaten« hervor. Eine Spezialeinheit der Bundespolizei hatte in Amtshilfe für das BKA von einem der Handys die Daten ausgelesen. Als das erfolgt war, soll von seiten des BKA sofort die Anweisung zum Löschen dieser Dateien auf dem Rechner der Bundespolizei ergangen sein. Einer der Ermittler stellte dies als normale Anweisung dar. Nebenklageanwalt Sebastian Scharmer hakte nach. Es sei nicht klar, ob sich in den Prozeßakten wirklich alle Daten befinden. Auf die Nachfrage an einen der Experten, ob er wisse, ob der Angeklagte Eminger eine Vertrauensperson des BKA gewesen sei, antwortete dieser, das wisse er nicht.“
    http://www.jungewelt.de/2014/05-30/016.php

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.