Heilbronner Polizistenmord: Zeugen sahen verdächtigen blauen Audi – Zivilfahrzeug der Bereitschaftspolizei?

Zeugen beobachteten vor, während und nach dem Heilbronner Polizistenmord ein verdächtiges blaues Auto. Es wurde meist als ein Audi A4 mit Mosbacher Kennzeichen geschildert, die Insassen wurden z. T. als Russen bezeichnet. Trotzdem spielt dieser Wagen in den Ermittlungsakten kaum eine Rolle. Im Gegenteil – es wurde sogar eine Nachfrage beim Kraftfahrtbundesamt falsch gestellt. Warum? 

Die Bereitschaftspolizei Böblingen hatte wahrscheinlich einen blauen Audi im Fuhrpark. Am Tag des Überfalls war ein Audi in Neckarsulm als Zivilfahrzeug eingesetzt gewesen. Sollte vertuscht werden, dass beim Überfall ein Zivilfahrzeug der Polizei verwickelt war? Wie könnte es in die Hände von Schwerkriminellen gelangt sein?

Dieser Artikel stellt sämtliche Zeugenaussagen vor, die während der Tatzeit 14:00 und kurz danach bis 14:30 getätigt wurden.

Ein dunkelblauer Audi wurde nördlich der Theresienwiese bereits um 11:30 gesehen! Etwa 1,5 km vom späteren Tatort entfernt radelte Mehmet C. am nördlichen Ende der Hafenstraße entlang. Ihm fielen drei sich streitende Männer auf, die er für Russen hielt. Sie befanden sich in einem Parkplatz an der Hafenstraße, neben ihnen stand ein dunkelblauer Audi A4 mit Mosbacher Kennzeichen!

„Riemenkarl“ fasst wiefolgt grafisch die Beobachtungen zusammen, stellt sie vor und kommentiert. Er konzentrierte sich auf die Zeugenaussagen, die zum Zeitpunkt des Überfalls und kurz danach gemacht wurden. Jede Zeugenaussage hat eine Nummer, zweimal einen Buchstaben.

13:58 UHR, diverse Ohrenzeugen hören Schüsse

14:00 UHR, Ehepaar F. (11)
Beide beobachteten wie ein dunkelblauer Audi A 4 mit LB-Kennzeichen in schneller Fahrt auf die Theresienwiese, an der Zufahrt Schlachthof fuhr. Fahrer blond, Kurzhaarschnitt, weiterer Mitfahrer.

Auch hier wird wieder ein blauer Audi beschrieben. Was sehr auffällig ist, dass dieser in unmittelbarer Tatortnähe gesehen wurde! Zwar ist hier das Nummernschild ein anderes, aber die Fahrzeugbeschreibung passt weitgehend mit den anderer Zeugen überein! Diese Aussage findet in den Akten nur geringe Erwähnung. Personenbeschreibungen könnten vielleicht mit den Phantomen übereinstimmen. Unklar.

Gegen 14:00 UHR, Andrei F. (12)
Der Zeuge hört gegen 14:00 UHR zwei Schüsse und sah auch das Polizeifahrzeug. Im Anschluss sah er einen blauen Ford Kombi mit Mosbacher Kennzeichen schnell in Richtung Süden davon fahren. Seine Beobachtungen machte er vermutlich auf Höhe des alten Schlachthofes in der Theresienstraße.

Seine Aussagen befinden sich nicht im Ermittlungsbericht (Ordner 1) und sind leider in den Ermittlungsakten nur dürftig geschildert. Vermutlich ist bei dem Polizeifahrzeug das Opferfahrzeug gemeint.

Auch bei diesem Zeugen taucht wieder der ominöse blaue PKW auf, der hier aber als Ford Kombi bezeichnet wird. Trotzdem wird hierbei wieder das Kennzeichen als Mosbacher Nummer angegeben. Die Polizei schätzte seine Aussagen in weiteren Vernehmungen als unglaubwürdig ein. Ein Aktenvermerk dazu:

„In einer Folgevernehmung am 27.04.09 erklärte der HWG, dass damals alles gelogen war: Er sei unter Drogen gestanden und wollte schnelles Geld verdienen. Das Handy des HWG war nicht in der Funkzelle.“

Wie dieser Aktenvermerk und seine Aussagen im Einklang zu sehen sind, ist fraglich. Tatsächlich wurde gegen den Zeugen sogar ein Ermittlungsverfahren wegen Drogenmissbrauch geführt. Wurde er erpresst, seine Aussage zurückzuziehen?

14:00 UHR (ungefähr), Lieselotte W. (13 und B)
Die Zeugin befuhr von Nordheim her kommend die Neckartalstraße. 150 m bis 200 m bevor sie die Otto-Konz-Brücke befuhr, hörte sie ganz deutlich zwei Schüsse. Als sie an der Kreuzung anhielt, sah sie einen Mann, der sowohl am linken Arm als auch an seiner komplett linken Seite blutverschmiert war. Es sah so aus als ob zufällig ein Auto dem Mann entgegen kam. Dieses Auto hielt an, der Mann stellte sich vor die Beifahrertüre, schaute um sich herum und stieg anschließend hinten im Fahrzeug ein. Die Person wird wie folgt beschrieben:

Männlich, mittelgroß, 170- 175 cm, nicht dick aber gut genährt, breite Schultern, rundes Gesicht, glatte und dunkelblonde Haare. Er wird als Russe oder Pole beschrieben. Der Mann war ca. 30 – 35 Jahre alt. Er trug ein blau-grün gemustertes Hemd. Er trug keinen Bart und keine Brille.

Das Fluchtfahrzeug beschreibt sie als dunkle Limousine, möglicherweise blau. Die Erscheinung des Fahrzeuges beschreibt sie als ungepflegt und runter geritten (sinngemäß). Das Fahrzeug soll aus der Theresienstraße an der Ecke zur Karlsruher Straße gehalten haben und in Richtung Böckingen gefahren sein.

Bei einer ergänzenden Vernehmung im Oktober 2009 sagte die Zeugin zu dem Fahrzeug aus, dass es sich hierbei um eine Limousine handelte die hell, vielleicht beige war. Ähnlich wie ein Taxi, aber ausdrücklich war es kein Taxi. Es soll sich hierbei um einen Mercedes („oder sowas“, Ausdruck der Zeugin) mit Mosbacher Kennzeichen gehandelt haben. Bei dem Kennzeichen sei sie sich absolut sicher. Dieses Szenario soll sich nun an der Kreuzung Frankfurter Straße zur Theresienstraße zugetragen haben. Diese Örtlichkeit liegt circa 280m nördlich von der zuerst gemachten Beobachtung (Theresienstraße Ecke Karlsruher Straße) entfernt.

Sehr auffällig ist es, dass die Zeugin die Angaben zu dem Fahrzeug und zum Standpunkt ihrer Sichtung im Oktober 2009 ändert. Wie soll sie diese Beobachtung gemacht haben (die sich in der zweiten Darstellung im nördlichen Teil abgespielt haben soll), wenn sie doch aber am südlichen Teil der Theresienwiese entlang fuhr? Das dunkle/blaue Fahrzeug mit Mosbacher Kennzeichen, meist von anderen Zeugen als Audi 80 oder Audi A4 beschrieben, wird nun von ihr als ein völlig anderes Fahrzeug angegeben! Warum macht sie nach einem so langen Zeitraum plötzlich und ohne jede erkennbare Notwendigkeit völlig andere Angaben zum Fahrzeug und zum „Ort des Geschehens“?

Angeblich soll sie diese Aussage aus Eigenantrieb gemacht haben, da ihr die Sache keine Ruhe lassen würde. Ein Vermerk zu ihren Vernehmungen lautet, dass die Zeugin einen „unsicheren“ Eindruck in ihren (zweiten) Zeugenaussagen übermitteln würde. Im Vernehmungsprotokoll findet sich keine Unterschriften – weder von den vernehmenden Beamten noch von der Zeugin! Dadurch wäre Manipulation Tür und Tor geöffnet gewesen, bis hin zur Frage ob diese Vernehmung überhaupt so stattfand.

Diese nachträgliche Änderung von Zeugenaussagen zu der Fahrzeugbeschreibung findet sich hier zum zweiten Mal.

14:00/05 UHR, Jürgen N. (14)
Der Zeuge befuhr am Tattag die Hafenstraße in südlicher Richtung. Er fuhr gegen kurz vor 14:00 Uhr von seinem Wohnort los und parkte sein Fahrzeug gegen kurz nach 14:00 UHR auf der Höhe des Eros-Centers in der Hafenstraße, kurz vor der Eisenbahnunterführung. Anschließend ging er dann von der Hafenstraße, unter der Unterführung hindurch und auf die andere Straßenseite in die Theresienstraße. Dort fiel ihm auf der nördlichen Einfahrt zur Theresienwiese ein dort geparktes Polizeifahrzeug auf. Ein Polizist kontrollierte eine Frau. 

14:02-14:05 – Zeugen entdecken den Tatort.

13:55/14:15 UHR (zwischen beiden Uhrzeiten), Thorsten B. (C)
Der Zeuge befuhr vermutlich gegen kurz nach 14:00 UHR die Hafenstraße in südlicher Richtung (in Richtung Theresienwiese). Auf der Höhe der Bahnunterführung sah er rechts von sich drei Männer die Böschung hinunter laufen. Für ihn hatte es den Eindruck als würden sie vor etwas davon laufen. Er vermutete eine Kontrolle von Schwarzarbeitern. Als er auf der Höhe der Theresienwiese war bemerkte er, dass sich dort schon Polizeifahrzeuge befunden haben. Seine Verlobte Tina K. bestätigte die Uhrzeit und die Erzählung ihres Verlobten, da dieser sie unmittelbar nach der Sichtung angerufen habe. Die Uhrzeit wird hierbei auf kurz nach 14:00 UHR eingegrenzt.

Hier wird von drei flüchtenden Männern gesprochen. Waren dies eventuell dieselben Männer, die auch der Zeuge Thomas K. zuvor gesehen hatte, welche die Frankfurter Straße in Richtung Theresienwiese entlang gingen? Möglich wäre es, da Thomas K.s Darstellungen sich auf nur wenige Minuten zuvor beziehen. Somit könnte es auch möglich sein, dass diese drei Männer kurz nach den Schüssen weggerannt sind. 

In einem Aktenvermerk steht zu den drei Personen, dass es sich hierbei womöglich um Zivilbeamte gehandelt habe. Außerdem wird der Zeitpunkt auf 14:48 festgelegt. Aktenauszug:

„Laut Telefonverhalten müsste es sich bei der Beobachtungszeit um ca. 14:48 Uhr handeln. Laut Kollege B. vermutlich Polizeibeamte“

Die Uhrzeit wird von beiden Zeugen mit zwischen kurz vor 14:00 Uhr bzw. kurz danach angegeben. Als Bestätigung der zeitlichen Eingrenzung diente dem Zeugen das Telefonat mit seiner Verlobten, die er kurz nach seiner Beobachtung angerufen haben will. In dem Aktenvermerk steht dagegen, dass die Verbindungsdaten des Anrufes auf 14:48 UHR datiert sind. 

Warum sollten Zivilbeamte (gegen 14:48 UHR) vor etwas davonrennen? Um diese Uhrzeit wäre der Zeuge außerdem im Stau gestanden und hätte gar nicht an der Theresienwiese vorbeifahren können. Die Darstellung der Polizei ist unglaubwürdig.

Der Zeuge gibt klar mehrere Polizeifahrzeuge an, die kurz nach 14:00 UHR auf der Theresienwiese standen. Offiziell kamen die ersten Beamten aber erst gegen 14:18 UHR, was später auf 14:22 UHR umgeändert wurde (wegen des Funkspruches und der langen Anfahrzeit der ersten Kollegen).

Da offensichtlich mehrere Polizeifahrzeuge (Opferfahrzeug plus X?) vor 14:15 UHR von ihm gesehen wurden, kann es somit -nach der offiziellen Darstellung- unmöglich die Streife von PMin Kerstin K., PHK Joachim T. oder PHK Jörg H. gewesen sein. Wie schon erwähnt trafen diese nach offizieller Darstellung erst gegen 14:22 UHR ein (PMin Kerstin K. gab an als erste Streife gegen 14:22 UHR am Tatort eingetroffen zu sein)!

Wer waren dann diese Polizisten, so es denn mehrere gewesen sein sollten? Möglich wäre auch die Streife die der Zeuge Jürgen N. an der Einfahrt der Theresienwiese gegen 14:05 UHR sah.

Sollten seine Schilderungen stimmen (wonach es aussieht), dass die Polizei schon kurz nach 14:00 UHR vor Ort war, so wie es die Zeugen Jürgen N. und Thorsten B. beschrieben, dann stimmt nicht nur die offizielle Version nicht, sondern dann gab es Polizisten, die vor den „Offiziellen“ am Tatort waren. Dafür gibt es mehr Indizien.

Teil 5: War Polizei bereits um 14:00 vom Überfall informiert?

14:10 UHR, Michael Karl W.
Der Zeuge sah gegen 14:10 UHR den Streifenwagen am besagten Tatort stehen. Die Fahrertür war geöffnet und aus dieser hing ein „sackähnlicher“ Gegenstand, den er nicht näher beschreiben konnte. Er befuhr die Strecke mit seinem Fahrrad. Genauere oder andere Beobachtungen konnte er nicht machen.

14:10 UHR (ungefähr), Jamil CHEHADE. (15)
Kam gegen 12:45 UHR schon einmal am späteren Tatort vorbei. Zu diesem Zeitpunkt stand der Streifenwagen noch nicht dort. Vermutlich kurz vor 14:10 UHR läuft er die Bahnhofsstraße zur Frankfurter Straße entlang in Richtung Theresienwiese. Folgende Beobachtung machte er auf Höhe des Stellwerkes: Dabei bemerkt er ein heran eilendes Fahrzeug welches mit hoher Geschwindigkeit auf die Theresienwiese auffährt, auf das Trafo-Häuschen zusteuert und hinter diesem anhält. Während er den Fahrradweg weiter zur Theresienwiese läuft, fährt das helle Fahrzeug nach circa 20 Sekunden mit hoher Geschwindigkeit auf die Theresienstraße in Richtung Süden weg. Es wird in den Akten angegeben, dass es sich hierbei um ein Taxi handelt.

Angegeben wird, dass das helle Fahrzeug ein Taxi gewesen sein soll.
Dieser Sachverhalt kann aus zwei Gründen NICHT stimmen!

  1. Die Taxis kamen erst Minuten später an, fast zeitgleich als die ersten offiziellen Polizisten eintrafen. Anschließend blieben die Taxis so lange, bis sie von den Polizisten weg geschickt wurden!
  2. Der Zeuge Chehade spricht an anderer Stelle von einem silbernen Fahrzeug welches mit hoher Geschwindigkeit auf die Theresienwiese auffuhr und nach wenigen Sekunden wieder davon raste. Diese Sichtung wird auch in der Doku „Tod einer Polizistin“ (2017-ARD) von ihm so dargestellt.

Ein anonymer Hinweisgeber beschreibt ebenfalls ein silberfarbenes Fahrzeug, möglicherweise ein Mercedes E-Klasse, welches mit hoher Geschwindigkeit von der Theresienstraße in Richtung Otto-Konz-Brücke und weiter in Richtung B-27 fuhr. Auch der Zeuge Heiko N. spricht von einem silbernen Fahrzeug, das unmittelbar vor dem Polizeifahrzeug gestanden haben soll. Dies habe er beim vorbei fahren mit der S-4 gesehen. 

14:12 UHR, „Ring 30“ LPP Stuttgart ruft Ringfahndung innerhalb 30km aus.

14:15 UHR (vermutlich gegen 14:10 UHR) Heiko N. (16)
Der Zeuge fuhr mit der Straßenbahn S-4 zur ungefähr genannten Zeit von Böckingen kommend in Richtung Heilbronn. Während dessen sah er beim Vorbeifahren auf der Brücke den Streifenwagen am Backsteingebäude stehen. Dabei sah er wie ein Polizist aus der geöffneten Fahrertür heraushing. Auf der Beifahrerseite saß ebenfalls ein Polizist. Beide Türen waren geöffnet. Unmittelbar vor dem Polizeiwagen, ungefähr drei Meter schräg davor, stand ein silberner, viertüriger PKW. Weitere Personen fielen dem Zeugen nicht auf. Die Türen des silbernen Autos waren geschlossen.

Früher als 14:13 UHR deshalb, da die Taxifahrer nach dem Notruf von Zeugen Mustafa K. / Peter S. losfuhren. Fahrdauer vom Bahnhof zur Theresienwiese circa 1 Minute.

Hier wird eine Analogie zu den Zeugenaussagen von Jamil Chehade und Herbert M. deutlich, worin beide einen hellen/silberfarbenen PKW beschrieben, der auf die Theresienwiese bzw. zum Trafohaus mit hoher Geschwindigkeit auf und wieder ab fuhr.

14:00/:10 UHR + weiter Minuten. (ungefähre Zeitangabe) Herbert M. (17)
Der Zeuge sah wie ein silberfarbener Mercedes, vermutlich E-Klasse, mit hoher Geschwindigkeit aus der Theresienstraße auf die Otto-Konz Brücke und weiter in Richtung B-27 fuhr. Seine Angaben beziehen sich auf ungefähr 14:00 UHR oder kurz danach.

Hierbei könnte es sich um dasselbe Fahrzeug handeln, dass auch die Zeugen Jamil Chehade und Heiko N. sahen. Der Zeuge Jamil Chehade beschrieb das Fahrzeug als einen hellen Wagen. In seiner Aussage von Ordner.1 steht jedoch, dass dies ein Taxi war. Kann aber nicht sein, da die Taxis nachweislich Minuten später ankamen (siehe seine Aussage oben). Der Zeuge Heiko N. wird womöglich dasselbe Fahrzeug gesehen haben. Er sagt dazu es sei ein silbernes viertüriges Auto gewesen. Die Zeiten von Jamil Chehade und Heiko N. stimmen ungefähr überein.

Um 14:30 wurde wieder der blaue Audi gesehen!

„Ein weiterer Passant gab noch am Abend des Tattages an, er habe gegen 14.30 Uhr am südlichen Ende des Wertwiesenparks, unweit der Einmündung Kolpingstraße/Sontheimer Brücke auf dem Grünstreifen, ein in Fahrtrichtung geparktes Auto von hinten gesehen. Es handelte sich dem Zeugen zufolge um ein älteres Modell eines Audi 80 mit dunkelblauer Farbe und MOS-Kennzeichen. Er habe weiter bemerkt, dass ein Mann auf diesen Audi zulief, als der Zeuge nur noch wenige Meter vom besagten Audi entfernt war. Dieser rennende Mann sei direkt auf den Zeugen und den geparkten Audi zugelaufen. Er sei aus dem Wertwiesenpark gekommen und müsse, bevor er die Straße überqueren konnte, zunächst die Böschung hinaufgeklettert sein.(. ..) Der rechte Arm des Mannes sei bis über den Ellbogen blutverschmiert gewesen. Der Fahrer des geparkten Audi habe den rennenden Mann mit den Worten „Dawai, dawai“ zur Eile angetrieben.“ (phon. Russisch=schnell schnell)

Phantombild links

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Nach dem blauen Audi ging am  26.04.2007 eine Suchanfrage beim Kraftfahrbundesamt in Flensburg. Jedoch spezifizierte die Soko noch am gleichen Tag die Recherche und schränkte sie damit nur auf Dieselfahrzeuge ein! Sie teilte in einem Fax „Eilt“ dem Kraftfahrbundesamt mit:

„(…) PKW Audi Limousine, Farbe blau, a. K MOS-?? ??? wird mitgeteilt, dass es sich bei dem Fahrzeug um ein Dieselfahrzeug handeln muss. Es wird gebeten, diesen Umstand bei der Recherche entsprechend zu berücksichtigen. Vielen Dank für Ihre Bemühungen.“

Kein einziger Zeuge erwähnte jedoch einen Dieselkraftstoff, wie auch. Am 10.05.2010 fragte die Sonderkommission „Parkplatz“ erstaunt:

„Warum wurde beim KBA auf Dieselfahrzeuge begrenzt? Der Zeuge macht hierzu keine Angaben.“

Der für die diese Zuschreibung verantwortliche Beamte Dieter K. ist inzwischen verstorben!

Laut des Bereitschaftspolizisten Patrick S. könnte es sein, dass die Böblinger Bereitschaftspolizei im Fuhrpark sowohl einen dunkelblauen Audi, wie auch einen Ford Fiesta gehabt hätte.

„Frage;
Gab es auch einen dunklen Audi ?
Antwort:
Weiß ich nicht mehr. Der Fuhrpark war recht groß. Wir hatten einen Audi, der hatte recht viel PS, kann sogar sein, das der dunkelblau war. (…)“

Am Tattag war die Bereitschaftspolizei Böblingen in Heilbronn und in der Nachbarstadt Neckarsulm eingesetzt gewesen, mit vier Zivilfahrzeugen, u. a. einem Mercedes, Audi und Ford Fiesta. Kiesewetters Gruppenführer Timo H. war zivil in einem Ford Fiesta in Heilbronn unterwegs gewesen.

„1. GP-3464, BMW 5’er, Opferfahrzeug (BFE 523)
2 GP-3183, Opel Omega, Zivilfahrzeug (EZ 514)
3. GP-3392, Ford Fiesta, Zivilfahrzeug (BFE 523)
4. GP-3595, VW-T4, Streifenfahrzeug (EZ 514)
5. GP-3046, Audi, Zivilfahrzeug (BFE 522, eingesetzt in Neckarsulm)
6. GP-3268, Daimler Benz, Zivilfahrzeug (BFE 522, eingesetzt in Neckarsulm)“

Welche Farbe der Daimler Benz hatte, ist unbekannt.

Ein Gedanke zu „Heilbronner Polizistenmord: Zeugen sahen verdächtigen blauen Audi – Zivilfahrzeug der Bereitschaftspolizei?“

  1. Wie immer exzellent zusammengetragen. Wie schon gesagt, am sinnvollsten wäre es zu versuchen die protokollierten Zeugen zu erreichen und direkt nach ihren Beobachtungen zu fragen. Im Rahmen der Recherchearbeit braucht man davor auch keine Scheu haben, denn dass die offizielle Darstellung Käse ist und auch andere Aussagen manipuliert wurden ist ja belegt.

    Kann mir kaum vorstellen, dass keiner der Zeugen ein komplettes Nummernschild notiert hat oder mehr als nur „LB“ oder „MOS“ nennen kann.
    Da würde sicher erstaunliches zutage kommen.

    Man kann jedenfalls sicher sagen, dass da schon ab morgens irgendeine Aktion stattfand. Entweder mit diesen ominösen Russen, oder gegen sie.

    Interessant auch, dass niemand die radelnden Uwes gesehen hat… 😀

    Anstatt bei den Zeugen Funkzellenabfragen zu machen, hätten die Pappnasen mal lieber bei den BFE-„Kollegen“ hartnäckig nachforschen sollen.

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