Polizei in Las Vegas veröffentlicht Bericht zu Schusswaffen-Massaker mit zweifelhaften Aussagen

Der öffentliche Druck, auch von den Hinterbliebenen, die kritischen Nachfragen von Journalisten des Senders „fox-news“ führten dazu, dass die Polizei in Las Vegas gestern einen Zwischenbericht zum Schusswaffen-Massaker veröffentlichte. Polizeichef Lombardo betonte, dass die Veröffentlichung ein außergewöhnlicher Vorgang gewesen sei. Der Bericht bestätigt die seit Beginn der Ermittlungen wiederholte Vermutung, Stephen Paddock hätte als Einzeltäter gehandelt. Der Bericht enthält jedoch einige Punkte, die das Ausmaß der Ungereimtheiten sichtbar machen. Sie werden hiermit nochmals vorgestellt.

War Paddock Waffenhändler?

Bereits am 17.09. traf Stephen Paddock in Las Vegas ein und buchte bis zum 28.09 ein Zimmer im Hotel „The Ogden“. In der Zeit fand das Musikfest „Life is Beautiful“ statt. Auch sein Tagesablauf war ähnlich zu der Zeit gewesen, die er ab 25.09. im Mandalay Hotel verbrachte.

Vom Hotelpersonal wurde er lange Zeit nicht gesehen. In der Zeit kehrte er zu seiner Wohnung in Mesquite, Nevada, zurück, flog mit seinem Privatjet nach Reno, überwies regelmäßig Geld in die Philippinen, reiste nach Arizona. Seine Aktivitäten in Las Vegas bestanden in Glücksspielen, außerdem verbrachte er immer wieder Koffer von seinem Auto auf seine Zimmer. Bis heute veröffentlichte die Polizei nicht die Videoaufnahmen, die ihm beim Transport zeigen. Wer ist dort noch zu sehen?

„Paddock left for long periods of time, returning to Mesquite, Nevada, flying to Reno, Nevada and traveling to Arizona. Paddock was observed numerous times gambling at downtown Las Vegas casinos. Paddock was also observed moving numerous suitcases from his vehicle to the various units he rented.“

„At approximately 1535 hours, Paddock completed a wire transfer in Mesquite, Nevada of $50,000 from his Wells Fargo account to an account in the Philippines.“

Diese Aktivitäten würden zu Waffenhandel passen, die er in den Hotels abwickelte. Tatsächlich sprechen auch seine emails dafür. Das Geld könnte durch Glücksspiel „gewaschen“ und zum Teil in die Philippinen überwiesen worden sein. Dort hielt sich zum Tatzeitpunkt Paddocks Freundin Marilou Danley auf. Im Bericht steht dagegen, dass laut ihr Paddock Waffen als Hobby sammelte.

„Over the course of the last year Paddock began to buy firearms and Danley believed it was a hobby of his.“

25.09. buchte Paddock in „Mandalay BayHotel“ ein Zimmer mit der Nummer 32-135. Am 29.09. buchte er zusätzlich das danebenliegende Zimmer, 32-134. Beide Räume waren mit einer Zwischentüre verbunden. Von den Zimmern konnte man auf die darunter feiernde Menschenmenge schießen. In beiden Räumen waren dazu die Fensterscheiben herausgebrochen. Folgende Grafik zeigt den Gebäudeplan.

Hier sitzen Stephen Schuck, Jesus Campos und die Moderatorin „Ellen“ in ihrer Talkshow. Ausschnitt aus youtube

Schüsse auf Hotelangestellte Campos, Schuck

Die ersten Schüsse hätte Paddock gegen 22:06 auf den Hotelangestellten Jesus Campus abgegeben, der sich zu dem Zeitpunkt im Hotelflur befand. Der trotz der Schüsse dort eintreffende Hotelangestellte Schuck wurde ebenfalls beschossen. Er hätte die Schüsse als Geräusche eines Presslufthammers bewertet.

Der Bericht wiederholte, im Gegensatz zu früheren Aussagen von Polizisten, nicht, dass Paddock durch die Hoteltüre hindurch-geschossen hätte! Das sagte jedoch der Augenzeuge Campos aus …

„Ellen: He shot through this door, right?

Campos: Yes, from behind the door. (…).

Einerseits steht im Bericht, dass Paddock mehrere hundert Projektile in den Hotelflur abgefeuert hätte, andererseits zeigt die Hoteltüre nur rund 30 Einschusslöcher! Das würde heißen, dass „nur“ ein Magazin abgefeuert wurde.

„Located throughout the 100-wing hallway from the double doors of room 32-135 to the alcovewall of room 32-105 were over 200 bullet strikes. The bullet strikes consisted of actual impactsand holes. These strikes were caused by approximately 35 rounds fired down the 100-wing frominside of room 32-135.“ Eine Runde („round“) besteht aus 35 Projektilen bei einem halbautomatischen Waffenmagazin.

Die Eingangstüre bestand aus zwei Türen. Eine Türe zerbrach, die zweite Türe blieb in den Angeln. Es gibt auch Fotos von dieser Türe. Sie zeigen sie jedoch mit keinen bzw. vereinzelten Einschusslöchern, siehe google-suche. Der Bericht enthält ansonsten keine Fotos, die die Darstellung stützen könnte, etwa die 200 Einschlagslöcher auf der anderen Seite des Flurs.

Polizeieinsatz

Die Polizei in Form eines Sondereinsatz-Kommandos („strike-team“, „Swat“) betrat das Zimmer von Paddock erst eine Stunde nachdem die letzten Schüsse aufhörten, gegen 23:20. Ein Zutritt wäre notwendig gewesen, um festzustellen ob der Verdächtige sich noch in den Räumen befindet, und um weitere Angriffe zu stoppen.

„It was decided entry was necessary to the room to determine if the suspect was still inside and to stop any further shooting from the room.“

Diese Gefahr bestand jedoch schon vorher! Bereits 20 Minuten nach dem Beginn des Massakers zeigte der Hotelangestellte Schuck Polizisten Paddocks Hoteltüre. Statt sofort den sich dort aufhaltenden Schützen anzugreifen, evakuierte man stattdessen die Hotelgäste aus der 32. Etage, durchsuchte die anderen Räume. Dabei sind die Regeln bei Amokläufen klar: Polizisten müssen den Amokläufer so schnell wie möglich ausschalten. Tatsächlich sagte Polizeichef Lombardo noch in der Tatnacht, dass die Polizei den Schützen angegriffen hätte, und er jetzt tot sei. Er benützte das Wort „engaged„.

„We determined that there was a shooter on the 32nd floor of the Mandalay Bay. Officers Responded to that location and engaged the suspect at that location. He is dead… currently.“

Die heutige Erklärung, warum dies doch nicht gemacht wurde, lautet: Die Polizisten im Hotelflur vor Paddocks Zimmer hörten keine Schüsse und gingen davon aus, dass sich der Schütze verbarrikadiert hätte.

As LVMPD officers arrived on the 32nd Floor, they proceeded up the 300 wing, officers made entry into rooms and searched for occupants. Engineer Schuck redirected the officers to the 100 wing where the shooting had been coming from. The sound of gunfire had ceased so the officers conducted slow and methodical evacuations as they moved up the hallway.“

Unglaublicherweise taucht diese entscheidende Zeit -nicht- in der Chronologie auf! Die ersten Sicherheitsleute des Hotels, Polizisten bewegten sich zwischen 22:12 und 22:16 in Richtung Tatort, dann reißt der Faden ab. Erst wieder um 22:41 geht die Chronologie weiter, mit dem Eintreffen des Sonderkommandos in Treppengang. Was passierte in der Zwischenzeit?

„Approximately 2212 hours
Two armed Mandalay Bay security officers exited the guest elevator on the 32nd floor and went to the Center Core. (…)

Approximately 2216 hours
LVMPD Officers Varsin and Hendrex along with Mandalay Bay security officers made entry into the stairwell on the 31st floor.

Approximately 2218 hours
The heat detection indicator from inside room 32-135 detected no further readings from inside of the room.

Approximately 2241 hours
A Strike Team which included K9 Sergeant Bitsko, K9 Officer Newton, SWAT Officer Hancock and Detective Walford ascended the stairs from the 30th floor. The Strike Team made entry and cleared the 31st floor.“

Dabei hätte dieses Eintreffen laut Lombardo dazu geführt, dass sich Paddock selbst erschossen hätte.

Warum nicht direkt zu Flur 32?

Wenn Campos bereits vor den eigentlichen Massaker im Hotelflur beschossen wurde, gegen 22:06, und er das Hotel über die Schüsse informierte (wie der Bericht behauptet), ist die Frage, warum es dann 10 Minuten dauerte, bis die zwei im Hotel anwesende Polizisten und die Sicherheitsleute des Hotels im Flur vor Paddocks Zimmer auftauchten? Der Grund wäre gewesen, dass „widersprüchliche Informationen“ vorgelegen hätten, in welchen Hotelflur die Schüsse stattfanden. Deswegen wurde erstmal der 31. Flur durchsucht. 

„Security Manager Oelke ran to the Center Core guest elevators of the Mandalay Bay and met with Security Managers Sottile, Umstott and LVMPD Officers Hendrex and Varsin. As they arrived at the elevators, Engineering Supervisor Shannon Alsbury was holding the elevator door open. Engineer Alsbury was using a key to lock out the elevator and keep it from being stopped by guests trying to get on. There was conflicting information on the exact location of the shooter(s) whether it was on the 31st, 32nd, or the 33rd floors. While on the elevator they decided to check all three floors.“

Unglaublicherweise nahm das Sondereinsatzkommando gegen 22:46 den Treppenaufgang, um in den 100-er Flügel des 32. Flurs zu kommen. Dies wäre eine „taktische Entscheidung“ gewesen, sich nicht vom Flur aus dem Zimmer zu nähern. Dabei wusste das Hotel von Campos und Schuck, dass der Zugang von der Treppe blockiert war. Die Zwischentüre zwischen Treppenhaus und dem 32. Flur war mit einer Klammer zugeschraubt. Während die Polizei die 32. Etage räumte, stand das Kommando gegen 23:00 vor der zugeschraubten Türe im Treppenaufgang und erreichte nicht den Flur. Das Kommando musste erst diese Klammer aufstemmen.

„A team ofofficers including a Special Weapons and Tactics (SWAT) Operator reached the 32nd  floor viathe stairwell in the 100 wing. Officers did not hear gunfire coming from room 32-135. Officerswere able to manually breach the “L” bracket on the stairwell door and gain access to the hallway.“

„Approximately 2257 hours
K9 Sergeant Bitsko and SWAT Officer Hancock manually breached the door barricaded with the “L” bracket“

Eine Sondereinheit verschaffte sich schließlich zwanzig Minuten später Zugang zu Raum 32-135, dort fand sie den toten Paddock auf dem Boden liegend. Die Eingangstüre wurde aufgesprengt: Sie zerbrach dabei in zwei Teile und wurde aus den Angeln gerissen, siehe Fotos oben. Die Zwischentüre zum zweiten Hotelzimmer 32-134 war ebenfalls verschlossen, deswegen wurde sie ebenfalls aufgesprengt. In dem Tatortfoto sieht die Zwischentüre jedoch unbeschädigt aus.

„“Team 1 moved through the living spaceup to Team 2 near the closed connector door. SWAT Officer Hancock and Officer Walfordattempted to kick the door open but determined it was a solid wood door inside a metal frame.It was decided a second explosive breach was needed to gain entry into the adjoining room.SWAT Officer Hancock breached the door. Immediately following the explosive breach, SWAT Officer O’Donnell, had one negligent discharge of a three round burst from his rifle.“

Obwohl das Zimmer durchsucht worden wäre, zeigt das obige Tatortfoto geschlossene Koffer!

„A complete recheck of the rooms was made to ensure a person was not hiding under anyfurniture. Several suitcases were observed throughout the rooms. Many of the suitcasescontained several loaded magazines.“

Weitere Ungereimtheiten

Während des Massakers hätte Polizist Bolenk das Mandalay-Hotel mit seinem Fernglas beobachtet. Er sah durch die zerbrochene Scheibe einen Mann in Schussstellung ein Meter hinter dem Fenster stehen, außerdem Schmauchwolken, aber (genauso wie sämtliche Augenzeugen) kein Mündungsfeuer!

„(…) is binoculars from his vehicle andscanned the north facing tower of Mandalay Bay. Approximately three-quarters of the way upthe tower on the north end, Detective Balonek observed a silhouette of a male standing in ashooting position several feet back from a window. Detective Balonek could see the smoke from the male shooting, however, no muzzle flashes were observed. Detective Balonek could not get on the radio so he switched to the Northeast Area Command channel and broadcasted theshooters location.“

Es gibt auch keine Videoaufnahmen von Mündungsfeuer aus den Fenstern, obwohl tausende Kameras filmten. Es gab zwar Augenzeugen über Mündungsfeuer, sie hingen jedoch mit einem flackernden Licht an einer anderen Stelle des Hotels zusammen.

Die Aufnahmen zeigen keine leeren Magazine

In den ersten 31 Sekunden allein wurden  280 Schüsse abgefeuert. Wenn der oder die Schützen so über tausend Schüsse abfeuerten, dann müssten mindestens 33 leere 30-er Magazine in den Zimmern verteilt gewesen sein, oder 10 leere 100-er Magazine. Es ist jedoch nur ein einziges leeres 30-er Magazin zu sehen. Bei sämtlichen dreizehn halbautomatischen Gewehren sind zudem die (leeren?) Magazine angebracht. Angenommen sie wären alle leer gefeuert worden, dann käme man auf maximal 360 Schüsse.

Hier sind die Bilder aus dem Bericht zusammengestellt.

Im Bericht wird nicht erwähnt, ob die verfeuerten Projektile, die etwa in den Körpern der Opfer gefunden wurden, aus den gefundenen Waffen stammen.

War es IS-Terror?

Der republikanische Kongressabgeordnete Scott Perry kritisierte die bisherigen Ermittlungen, „I can smell a rat“. Er berichtete dem Sender „Fox news„, dass die Abgeordneten nicht den Autopsie-Bericht von Paddocks Leiche erhalten hätten und, dass sie über Grenzübertritte von IS-Terroristen informiert worden wären, die mit dem Massaker zusammenhingen. Die Terroristen wären von Mexiko in die USA eingereist. Perry legte den Schluss nahe, dass es sich bei dem Schusswaffen-Massaker tatsächlich um einen IS-Terroranschlag gehandelt hätte. Mehr dürfe er aber nicht sagen. Daraufhin griffen ihn verschiedene auflagenstarke Zeitungen wie die „Washington Post“ an, „Verschwörungstheorien“ in die Welt zu setzen.

Bis heute ist kein Motiv bei Paddock gefunden worden oder war er gar nicht der Schütze?

Ein Gedanke zu „Polizei in Las Vegas veröffentlicht Bericht zu Schusswaffen-Massaker mit zweifelhaften Aussagen“

  1. Habe Das schon mal geschrieben!
    Warum sollte ein Mann der absolut sorgenfrei und mit den
    nötigen Kapital in seinen Alter eine solche Tat begehen?
    Der hatte das Pech zur falschen Zeit am falschen Ort zu
    sein und wurde als das Ideale „Täterprofiel“benutzt während
    die tasächlichen Täter scheinbar genug Zeit hatten den
    Tatort zu verlassen und es so ausehen zu lassen das Paddock
    der als in Frage kommender Täter erscheinen musste.
    Diese Tat ist lange vorher geplahnt und logistisch vorbereitet
    worden. Davon bin ich überzeugt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.