Beate Zschäpe – Teil des Mordkomplotts gegen Böhnhardt, Mundlos?

Der Kommentator „bekir“ wies auf einen entscheidende Punkt hin: Das dramatische, seltsame Verhalten von Beate Zschäpe während eines Treffens mit ihrer Freundin Heike K. Ihr Treffen fand kurz vor dem 04.11.11 statt; an dem Tag hätten sich Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos nach einem Banküberfall selbst getötet.

„Nach Meinung dieser Heike R. wirkte Zschäpe unruhig bzw. verändert und verabschiedete sich mit einer langen Umarmung und Tränen in den Augen. Sie vermutet (aber wohl erst im Nachhinein), dass Zschäpe ihr etwas sagen wollte und die Drei miteinander abgestimmt aus dem Leben scheiden wollten. “ (Bekir)

Bekir kommentiert:

„Die Sorge oder Verzweiflung, die Zschäpe umtrieb, kann sich jedenfalls nicht auf den bevorstehenden x-ten Routine-Banküberfall bezogen haben (von dem sie ja im Zweifel immer erst im Nachhinein erfuhr).

Die Uwes könnten am 1.11.11 aber schon in den Händen oder im wenigstens Dunstkreis ihrer späteren Mörder gewesen sein – und Zschäpe mehr über Mordgefahr bzw. Mordkomplott gegen die Uwes gewusst haben und vor allem viel früher als die  sowieso ominöse “Radionachricht” glauben machen soll.“ (ebd)

Die Schilderung der Freundin ist nur ein Hinweis, es gibt noch mehr Zeugen. Deren Aussagen bestätigen den Verdacht, dass Beate Zschäpe Teil eines Mordkomplotts gegen Böhnhardt und Mundlos gewesen sein könnte, der „Selbstenttarnung des NSU“.

Die ungeklärte Rolle von Beate Zschäpe bei der NSU-Selbstenttarnung 

Dazu würde passen, dass Beate Zschäpe zusammen mit einem bisher nicht identifizierten Mann das Wohnmobil anmietete, in welchem Böhnhardt und Mundlos erschossen aufgefunden wurden.

Auch wenn weiter zurückgegangen wird, entsteht dieser Verdacht. 

1996 nahm sie bei einer Kreuzverbrennung des Ku Klux Klan teil. Während einer polizeilichen Befragung schrieb sie auf bei ihr sichergestellten Fotos die Namen der beteiligten Rechtsextremen, darunter auch den von Uwe Böhnhardt, mit dem sie laut ihrer Aussage beim NSU-Prozess seit 1994 zusammen war und den sie „liebte„.

“Insgesamt 13 Tatverdächtige identifiziert die Sonderkommission Rechtsextremismus (“SoKo REX”) des Thüringer Landeskriminalamts später. Dabei half der Polizei vor allem Beate Zschäpe. Sie erzählte in ihrer Vernehmung am 28. September 1996 alles und schrieb die Namen der Beteiligten neben die sichergestellten Fotos.” (mdr)

Beate Zschäpe mietete die Garage an, in welcher Anfang 1998 eine Bombenwerkstatt gefunden worden wäre, die überhaupt erst zum Untertauchen des Trios führte; angemietet von einem Polizisten! 

Genau dieses verdächtige Verhalten führte sie auch nach dem 04.11. fort:

Sie „informierte“ beispielsweise die Eltern der getöteten Männer über die (angeblichen) Selbstmorde ihrer Söhne. Beate Zschäpe begab sich auf eine mehrtägige „Flucht“ während derer sie die NSU-Bekennerfilme verteilt haben soll. Bekennerfilme, die laut Bundesgerichtshof das Trio „Anfang November“ versandfertig gemacht hätte!

Anfang November 2011 trafen sie Vorbereitungen zu deren Versendung insbesondere an Zeitungsredaktionen und an religiöse und kulturelle Vereinigungen türkischstämmiger Personen in Deutschland.” (BGH)

… und dann töten sich Böhnhardt und Mundlos Anfang November und Beate Zschäpe versendet (natürlich in deren Auftrag) die vorher versandfertig gemachten Bekennerfilme?

Während des Prozesses unternahmen Zschäpes Anwälte kaum etwas, trotz eklatanter Schwächen der Anklage, die Vorverurteilungen gegen Böhnhardt und Mundlos zu entkräften. Prozessbeobachter fragten: „Wen verteidigen die eigentlich?“ Jetzt bestätigt Zschäpe sogar größtenteils die Anklageschrift und klagt Böhnhardt und Mundlos als alleinige Mörder und Bombenleger an. Sie bestätigt ihre (angebliche) Brandstiftung (natürlich im Auftrag der Männer) und wird zur Kronzeugin der Bundesanwaltschaft. Eine bessere Informantin könnte sich theoretisch kein Geheimdienst der Welt wünschen. 

11 Gedanken zu „Beate Zschäpe – Teil des Mordkomplotts gegen Böhnhardt, Mundlos?“

  1. Der Polizist und Garagen-Vermieter heißt Apel – wie Zschäpes Geburtsname. Vor Gericht war er sehr „ahnungslos“, was sich in „seiner“ Garage 1997-99 abgespielt hat – die Kollegen hatten ihn wohl weder befragt noch informiert, so dass er erst aus den Medien (d.h. ab 2011!) so richtig „aufgeklärt“ wurde.

    Und er hat einen Sohn Stefan / Stephan Apel – gleicher Name wie Zschäpes Cousin, beide um 1973 geboren, aber angeblich nicht identisch. Ihr Cousin brachte sie jedenfalls mit dem Langzeit-V-Mann Thomas Starke zusammen, der ab 1997 ein angeblich nur kurzes Techtel-Mechtel mit ihr hatte, aber dessen Abkömmlings-DNA 2011 in der Wohnung Frühlingsstraße gefunden wurde.

    Während Zschäpe den V-Mann, Kinderschänder und Ex-THS-Boss Tino Brandt anprangert (der aber eher wenig mit Gewalttaten in Verbindung steht, zumindest nicht mit denen unter „NSU“ laufenden), unterschlägt sie den V-Mann, Böhnhardt-Ersatz (=als Lover), Sprengstoff-Lieferant, Fluchthelfer und Wohnungsbeschaffer Thomas Starke völlig.

    Auch dies passt prima zum Konzept der Anklagebehörde: Offiziell gilt Starke noch als Beschuldigter, der „irgendwann“ sein eigenes Verfahren bekommen soll, aber sämtliche Kindergarten-Bekanntschaften von Zschäpe sind für Anklage und Gericht wohl wichtiger als die Verflechtung von Zschäpe und Starke zeitnah (d.h. VOR dem Zschäpe-Urteil) zu beleuchten.

    Zschäpes eigene Anwerbung als V-Frau war ja im Juli 2012 ein heißes Thema [1], so dass ein halbes Jahr später die wenig überzeugende Meldung „Zschäpes Drogenkonsum verhinderte Karriere als V-Frau“ nachgereicht werden musste, [2].
    Warum die Sicherheitsbehörden da plötzlich so wählerisch gewesen sein wollen, bleibt ebenso offen wie die Frage nach den angeblichen Drogenquellen und warum niemanden sonst dieser angebliche Konsum auffiel.

    „Polizei verliert Daten zu NSU-Unterstützer“ (=Thomas Starke) meldete der Spiegel zeitgleich zu Zschäpes „Drogen-Story“ [3].

    Das dies alles von Zschäpe / Verteidigern einerseits und Anklage / Gericht andererseits ausgeklammert wird, zeigt eine Harmonie und Übereinstimmung, bei der die gelinkten Nebenkläger nur noch mit den Zähnen knirschen können.

    [1] http://friedensblick.de/1591/unglaublicher-zufall-oder-desinformation-zschaepes-v-doppelgaengerin/
    [2] http://www.spiegel.de/panorama/justiz/beate-zschaepe-drogen-und-anwerbung-des-verfassungsschutzes-a-878377.html
    [3] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/polizeidaten-zu-nsu-unterstuetzer-thomas-s-verschwunden-a-877258.html

  2. Es gibt ja erhebliche Zweifel, wie oft die Uwes im letzten Zwickauer Jahr (oder schon zuvor) überhaupt noch bei ihrer Beate gewohnt haben. Manche Nachbarn hielten sie schon für eine Prostituierte, weil sie weder nach Arbeit noch nach Hartz 4 aussah und nur gelegentlich (und dann verschiedene?) Männer bei ihr vorbeikamen.

    In den Sommerurlauben 2010 und 2011 auf Fehmarn gaben sie sich als nicht liierte „platonische“ Freunde aus, von denen jeder für sich zu Hause eine eigene Wohnung habe.
    http://www.spiegel.de/panorama/nsu-prozess-zeugen-beschreiben-urlaube-auf-fehmarn-a-938526.html

    Das wird in den Medien meist als Teil der Tarnlügen betrachtet, könnte aber durchaus der Wahrheit entsprechen. Urlaub in der Clique, deren Mitglieder Paarbeziehungen haben oder in der Vergangenheit hatten (auch mehrfach wechselnde) dürfte in deutschen Landen bei jungen Leuten keine Seltenheit sein; warum sollte das hier nicht auch so sein.

    Im Prozess wurde bei den Campingzeugen ja immer vorwiegend auf die Zschäpe-Dominanz (sowohl über die Uwes als auch über die Finanzen) geachtet. Angesichts des nun vorliegenden „Geständnisses“ einer angeblich liebestollen und Böhnhardt-hörigen Zschäpe muss man sich fragen, warum sie ausgerechnet auf dem Campingplatz ihre großen Gefühle geleugnet haben soll, wo doch Böhnhardt gegenüber Camping-Nachbarn einräumte, dass die beiden (halt platonisch) „im Doppelbett schliefen. Denn Liese schlafe nicht gern allein.“

    Tarn-Erfordernisse für ein Leugnen auf dem Campingplatz sind nicht ersichtlich, daher scheint es der Wahrheit entsprochen zu haben. Eher wurden die ganzen Camping-Geschichten von der Anklage benutzt, um zu „tarnen“, dass im Alltag die von Zschäpe beklagte häufige und lange Abwesenheit der Uwes eigentlich der Normalzustand war und ihre Anwesenheit mehr „Besuch“ als „Heimkehr“.

    Bei den DNA-Spuren 2011 in der Zwickauer Wohnung („99,85 % Wahrscheinlichkeit“ ) ging es ja auch um ein evtl. Kind von Thomas Starke, nicht von Uwe Böhnhardt. Dass die Mutter dieses Kindes nicht die aktuelle Partnerin von Starke ist, wurde bald festgestellt und veröffentlicht. Ob die Spuren aber auf eine Mutterschaft von Zschäpe geprüft wurde, war nie so richtig Thema – die Spuren wurden schnell als Eigenspuren einem schlampigen Ermittler bzw. Laboranten in die Schuhe geschoben und für irrelevant erklärt.

  3. Ich halte das auch alles für im wesentlichen nicht ganz falsch, was sie im Prozess ausgesagt hat. Egal, sie „mußte“ aus irgendeinem existentiellen Grund heraus das Spiel mitmachen, hat aber immer ihre Freiräume und Situationskontrolle gefunden. Da darf , wer robust ist, auch mal etwas mehr trinken. Jetzt wirft sie den „Knochen „Brandstiftung“ dem Gericht hin, um woanders viel wichtigere Freiräume zu bekommen.

  4. Offensichtlich hat sich Grasel als erster ihrem persönlichem Schicksal jenseits von Justiz und NSU zugewandt. Die Verlesung und das Erbitten von schriftlichen Antworten zeigt deutlich: Hier kämpft jemand immer noch mit einem einer (lebens)gefährlichen Situation.

  5. Zur Vita der Beate als V-Frau gehört noch ein anderer wichtiger Baustein, der oft vergessen wird.
    Sie ist zur Anmeldung des Thüringer Heimatschutzes angetreten!

    Das heißt das Einrichten der wichtige Spielwiese der Dienste, wo nichts schief gehen durfte, da taucht in der eigentlichen Männerwelt Beate auf und überwacht vor Ort in der Behörde, das es klappt und die richtigen Worte gewählt werden um keine Ablehnung zu fangen.

    Danach ist sie wieder Heimchen im Dritten Glied des TH.

  6. Dass Zschäpe dem Gericht den “Knochen Brandstiftung” hinwirft, zeigt überdeutlich, dass sie sich nicht einmal bei Punkten verteidigen will, bei denen sie gute Karten hätte, zentrale Bausteine des NSU-Märchens zu erschüttern.

    Das Agreement mit der Justiz sieht halt wohl nicht vor, dass die lästige Frage nach der konkreten Brandstiftung (ohne Fernzünder, aber auch ohne Selbstverletzung, dafür mit einem kaum verrußten Benzinkanister im Flur und „verspäteten Benzingerüchen“ in der Brandruine) nochmals aufgewärmt wird.

    Denn dann müsste man auch nochmals Existenz, Inhalt und Zeitpunkt der „Radionachricht“ analysieren, in denen der „Selbstmord“ (oder damals noch: „Schusswechsel-Tod“?) zweier noch namenloser Menschen verkündet wurde, die Zschäpe nicht nur irgendwie, sondern hundertprozentig als ihre Uwes erkannt haben musste, bevor sie „den Benzinkanister öffnete“.
    Zwei unbekannte tote Männer, die die Polizei ermittlungstaktisch doch bestimmt nicht sofort als „die Bankräuber“ outen wollte, solange sie den von Anwohnern gesichteten 3. Mann nicht als „zweifelsfrei nicht-existent“ einstufen und von den Strapazen einer Fahndung freistellen konnte?

    Zweifel an der Brandstiftung (oder an der „Radionachricht“) würden auch wieder die lästige Frage nach den ominösen Anrufern aus dem „Innenministerium“ (sprich: VS) aufwärmen, die der angeblich niemals angeworbenen V-Frau Zschäpe ausgerechnet am diesem 4.11.11 irgendwas ganz Dringendes mitteilen wollten. Was so dringend mitzuteilen war, will Richter Götzl angesichts der „geklärten“ Brandfrage gar nicht mehr wissen – und dass zumindest die Nebenkläger sich brennend für diese Frage interessieren könnten, kümmert die doch so redselige Angeklagte anscheinend nicht – sorry, euer Fragerecht ist in diesem Drehbuch nicht vorgesehen.

    Und da gelangen wir dann wieder zur Frage des Vorwissens im Zusammenhang mit Zschäpes tränenreich-stummen Abschied von Freundin Heike K. einige Tage vor dem 4.11.11.
    Und der Frage, wie oft und wann zuletzt die Uwes überhaupt noch bei ihr wohnten, wann sie zuletzt (mit wessen Handys?) telefonierten – und von welchen Tätigkeiten / Einnahmen die Uwes denn nun wirklich lebten und was eigentlich ihr eigener Job als (ehemalige? erneut angeworbene?) V-Frau beinhaltete.

    Nicht zu vergessen: Warum vermeidet ein Untergrundler-Trio perfekt Tatort-Spuren, hortet aber ausgerechnet in der eigenen Wohnung Berge von Beweisen, wenn es doch deren „jederzeit“ notwendig werdende schnelle Verbrennung erkennt und vorbereitet?
    Ahnt man denn als perfektionistischer Untergrundler nicht, dass eine Razzia oftmals so überraschend ist (im Morgengrauen oder während einer kurzen Abwesenheit), dass ein jederzeitig-rechtzeitiges Abfackeln gar nicht mehr möglich ist?

    Dass Zschäpes „Geständnis“ nicht nur einem (abgesprochenen) Drehbuch folgt, sondern dieses Drehbuch auch noch ein sehr jämmerliches ist, zeigt sich in ihrer angeblichen Rolle als Böhnhardts „Nachlassverwalterin“:
    Einerseits vernichtet sie Beweise in seinem Namen (und unter eigener Lebensgefahr!), andererseits verbreitet sie in seinem Namen ein ganzes Beweis-Archiv auf DVD an verschiedene Empfänger, auf dass die Öffentlichkeit die Schuld der toten Uwes (und die Verstrickung ihrer flüchtigen Beate) garantiert mitbekomme. So eine (aus Sicht von Böhnhardt wie auch von Zschäpe) schräge Motiv-Logik kann man täterseitig beim schlimmsten Psychopathen nicht erwarten – anklageseitig scheint man mangels kreativer Fantasie auf so einen bescheuerten Drehbuch-Baustein angewiesen zu sein.

    Der (zeitschindende) Hick-Hack um Zschäpes alte Anwälte scheint ebenfalls zum Drehbuch zu gehören, wie deren Abwimmeln von Nebenkläger-Fragen, die eigentlich nur für die Anklage lästig gewesen sein können, nicht für die Verteidigung („Wen verteidigen die eigentlich?“). Denn auch die neuen, scheinbar „loyalen“ Anwälte hätten nämlich Zschäpe – zumindest in einem normalen Prozess – von so einem lausigen Geständnis abraten müssen.

    Das anwaltliche Wechsel-Drama lenkt jedenfalls perfekt davon ab, dass die Prozess-Regie nach jahrelanger „Prozess-Verschleppung“ jetzt auf „beschleunigte Prozess-Beendigung“ umschalten will. Ganz zufällig zu einer Zeit, wo so langsam die Nebenkläger-Fragen zur NSU-Verstrickung verschiedener deutscher Behörden auf die Tagesordnung kommen sollten.
    Und nicht nur „Geständnisse“ stellen sich an diesem (verhinderten?) Wendepunkt ein, sondern auch eine „plötzlich entlarvte“ fingierte Nebenklägerin sorgt für Rufschädigung der gesamten Nebenklägerschaft, was die „Volksmeinung“ hinsichtlich eines endlich bevorstehenden Prozess-Endes zusätzlich stimuliert.

  7. Es ist natürlich Schade, dass momentan noch keine Beiträge veröffentlicht werden.
    Ich denke, dass beim NSU-Prozess nie etwas Bedeutendes veröffentlicht worden wäre: 1. Zschäpe dürfte eine V-Frau sein, 2. der Staat schützt sich und seine Institutionen selbst. Konnte man zu oft nachlesen: Manipulationen am Tatort, Fingieren von Beweisen, Schreddern der Akten… Wenn jemand auspacken will, wird es einen Unfall, Herzversagen geben, siehe Förster Lembke (Attentat Münchner Oktoberfest-Gladio). Die Mainstream-Medien, wie Radiosender manipulieren im Sinn der herrschenden Eliten, selbst erlebt: „hammerhart“… „Verhörhammer“ [Zitate], da Pol. Staatsschutz, Geheimdienste in mehreren befreundeten Staaten solche illegalen Methoden benutzten: „ulovlig og grusom“ [ungesetzlich und grausam, norsk].
    Die Justiz verschleiert… verschleppt, wie auch in Bezug auf CIA-Folterzentren in Polen. Ich wurde gewarnt, z.B. von Arbeitskollegen: „du weist nicht, in welcher Gefahr du schwebst“ (Heilbronn), „bis zum politischen Mord“ (Halle) und der Zuruf an einer Total-Tankstelle: „du bist Tod“ passt zu erlebten Aktionen.

  8. Nur warum sollte Beate Zschäpe Teil eines Mordkomplotts gegen Böhnhardt und Mundlos sein? Weswegen überhaupt wurden dann Mundlos und Böhnhardt ermordet und von wem?

  9. Als (mitwirkenden) „Teil“ eines Mordkomplotts an den Uwes sehe ich Zschäpe auch nicht, eher als hilflos-verzweifelte „Zeugin“ bzw. „Angehörige“, die keine Gelegenheit mehr hatte, die Uwes zu warnen bzw. zu retten. Und die nach eingetretenem Fiasko zur Vertuschungs-Mithilfe gezwungen ist.

    Vielleicht wusste sie von einem „lebensgefährlichen Geschäft“ der Uwes (Erpressung o.ä.), konnte die beiden aber nicht von ihrer Dummheit abhalten (mangels Zeit? mangels Überzeugungskraft?) und ahnte nach erfolglosen Kontaktversuchen, dass der „worst case“ wohl tatsächlich eingetreten sein musste?

    Jedenfalls dürften die Uwes sich am 1.11.11 bereits in der Gewalt ihrer künftigen Mörder befunden haben, die sie evtl. nicht gleich umbrachten, sondern zuvor erst noch Infos aus ihnen rausfoltern (oder einfach zunächst eiskalt Tag und Ort der Platzierung der künftigen Leichen auswählen) wollten oder – bei einem größeren „Verband“ – auf Anweisungen „von oben“ warteten?

    Möglicherweise hatte Zschäpe neben großer Ungewissheit noch einen winzigen Rest von Hoffnung auf eine „Wende zum Guten“ – ihre Hoffnung auf „reguläre Behörden“ setzen konnte sie allerdings aus mehreren nachvollziehbaren Gründen nicht; ihr blieb nur stilles Leiden und phlegmatisches Abwarten.

    Das untätige Warten endete dennoch vermutlich schon vor dem 4.11.11, da man sie weder als Brandstifterin, noch als Katzenkorbfrau und in den letzten Monaten wahrscheinlich nicht mal als Bewohnerin der Frühlingstraße 26 betrachten kann. „Man“ hat sie wohl an einen „sicheren Ort“ gebracht, um ungestört Brandstifung, „Flucht“, irre Deutschland-Bahn-Tournee und DVD-Verteilung inszenieren zu können. Weil das Drehbuch hierzu (ebensoso wie das „Gesamt-Narrativ“) zu guten Teilen erst im Werden bzw. in einem größeren Anpassungsprozess war, durfte es auch erst nach „tagesaktueller“ Fixierung und Implantierung ihrer eigenen künftigen (und „rückdatierten“) Rolle eine „narrativ-konforme“ Verhaftung geben. Obwohl sie doch 2011 (wie schon 1998) stark zum schnellen Sich-Stellen neigte und – anders als angeblich 1998 – keine Uwes sie mehr davon abhielten.

    Auch das ihrer Natur widerstrebende Schweigen (sichtbar und selber eingeräumt) konnten 2011 keine Uwes mehr erzwungen haben. Das konnten nur Leute, die ihr klarmachten, dass (unkontrolliertes) Reden ebenso wie (sofortige) Freiheit tödlich für sie sein würden und Hoffnung für sie nur in einer neuen Identiät besteht, die sie sich mühsam (d.h. jahrelang) wird verdienen müssen.
    Ironie der Geschichte: Die dramaturgisch ausgearbeitete Fluchtgeschichte konnte und brauchte die (real nicht vorhandenen) Verhaftungsängste nicht einarbeiten, verweist aber gerade dadurch umso mehr unfreiwillig auf die (real stattdessen durchaus plausiblen) Ermordungsängste während Zschäpes „Fluchtphase“ und damit auf einen der Pferdefüße des Zwickauer Show-Downs.

    Kaum glaubhaft, dass der deutsche Staat mit seiner mutmaßlichen V-Frau so schäbig umspringt? Oder dass er mit einer so blutrünstigen „Mafia“ so eng kooperiert, dass er die vollzogene (=Uwes) bzw. drohende (=Zschäpe) Ermordung eigener V-Leute nicht unterbindet, sondern aufwändig vertuscht (=Uwes) bzw. schamlos ausbeutet (=Zschäpes jahrelange U-Haft)?

    Nun, eine im Staatsapparat selbst wuchernde „Mafia“ vermutet u.a. Andreas Hauß in Form eines pädokriminellen Rings aus Staatsbediensteten und (u.a. „NSU“-)Unterwelt,
    http://www.medienanalyse-international.de/ring.html

    Für diese These spricht, neben den allgegenwärtigen „Pädo“-Bezügen (s. Link), das gehäufte schnelle Sterben von lästigen Zeugen (was stark an Belgiens elite-lastigen Dutroux-Skandal erinnert) sowie die anscheinend wohl fast restlose Durchnetzung der britischen Elite mit Dauer-Pädo-Skandalen (die Täter bei den dortigen Leichen – Kinderskelette aus den 60ern im Kellerboden von Kinderheimen – sind nicht weniger grässlich als die in Belgien, allerdings überwiegend (?) selber bereits tot und damit „vergeschichtlicht“) .

    In unserem gegenwärtigen Dauer-Anti-Terror-Krieg mit immer lausiger inszenierten (aber vom abgestumpften Publikum wie z.B. in Paris dennoch akzeptierten) Terror-Fakes brauchen „Geostrategen“ dagegen kaum noch über die Ermordung lästiger Zeugen nachdenken; ignorieren oder gelegentlich diffamieren reicht da meist völlig. Ein Geostratege frönt nämlich keiner persönlichen Sucht, sondern dient immer, wenn auch noch so blutig, „selbstlos“ seinem Staat, der ihn umgekehrt verlässlich schützen muss.

    Allerdings sind in Heilbronn (USA) und bei den Döner-Morden (Türkei) klare Bezüge sichtbar ins Ausland, von wo nachvollziehbarer Handlungsdruck auf den deutschen Staat wirkte, wo „Ausland“ also nicht für bloße Attrappe und getürkte Fehlspur zwecks Ablenkung steht, sondern für echte und brisante geopolitische Zusammenhänge.

    Da am 4.11.11 mehrere Handlungsstränge zusammenlaufen (bzw. zusammengewoben wurden), scheint mir ein Zusammenspiel von „Ring“ und „Geopolitik“ am plausibelsten.
    Der NSA-Überwachungswahn ist ja Beleg genug dafür, dass für unseren großen Bruder die lückenlose Überwachung (und damit Erpressbarkeit) seiner Vasallen-Eliten ein wichtiges Ziel ist. Je schmutziger dabei der Vasall, desto manipulierbarer.

    Und wenn Zschäpe Teil des „Rings“ war oder auch nur sein Wirken als Zeugin mitbekommen hat, dann wird sie „einsehen“, dass die belasteten und von Entdeckung bedrohten Mächtigen unbedingt einen (dauerhaft zementierten) NSU-Popanz brauchen und daher äußerst „nervös“ auf Enthüllungsversuche reagieren würden. So dass man, bei aller von ihr als V-Frau beanspruchbaren Dankbarkeit, leider leider – aber natürlich auch in ihren ureigensten Interesse (Schutz vor Verselbstmordung) – ein nicht ganz kleines Opfer verlangen müsse …

    Nicht jeder Staatsdiener, der ein solches Spiel mitspielt, ist damit gleich Mitglied oder williger Diener des „Rings“. Aber am Beispiel des „sex-süchtigen Mordverdächtigen“ Temme kann jeder studieren, dass hinter einem aufgezogenen und nicht näher begründungspflichtigen Vorhang „Staatswohl“ jeder Schmutz, jedes Kapitalverbrechen als nachrangig eingestuft und der polizeilichen Ermittlung sowie Strafverfolgung entzogen werden kann (und muss)!

    Denn dieses Tabu wird bekanntlich ganz bestimmt nicht vom Münchner Vorsitzenden eines „Staatsschutz“-Senats, gebrochen: Richter Götzl, der den „Zeugen“ Temme zwar äußerst kritisch betrachtet, wird aber tunlichst die „Mitteiung“ unterlassen, Temme sei in seinen Augen der Täter. (Der Richter kann nicht die Klage erzwingen, aber der unwilligen Anklage durchaus öffentlich sagen – wie im Fall Harry Wörz tatsächlich geschehen – wer in den Augen des Gerichts der wahre, noch nicht angeklagte Täter sei.)

  10. Die von bekir genannte Theorie kann natürlich auch stimmen, aber ich habe gestern eine andere NSU-Theorie gelesen, die ich gar nicht so unwahrscheinlich finden würde. Mundlos, Böhnhardt, Zschäpe und vielleicht auch noch andere Personen sind eigentlich „nur“ Bankräuber, denen man die Morde und Bombenanschläge angehängt hat. Wer auch immer das gemacht hat und im November 2011 ist irgendwie etwas schief gelaufen. Ich meine, BMZ hatten ja genügend Geld, um wochenlang in den Urlaub zu fahren.

  11. Das Duo Verdecken und Bekennen macht nur aus Staatssicht irgendeinen Sinn. Ohne die spektakulären Brandbilder aus Stregda und Zwickau hätte man rein gar nichts fürs kollektive NSU Gedächtnis und ohne Bekennervideos analog der Raf keinen Namen für den gewünschten Rechtsterrorismus.

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