27 Gedanken zu „NSU-Pannen: Täuschen Polizisten nur Blödheit vor?“

  1. Eine kriminelle Elite ging beim „Sachsensumpf“ sofort zum Gegenangriff über und lies gegen Verfassungsschützer, Journalisten und Zeugen ermitteln. Dazu werden Bewegungsprofile erstellt, Handy- und Computerdaten ausgewertet. Unliebsame Journalisten werden brutal durch kleine rechtsradikale Zellen ausgeschaltet. Die Beamten die sich getraut hatten zu ermitteln wurden versetzt. Man weiß also bei den Ermittlungsbehörden, dass es eine kriminelle Elite gibt, gegen die man nicht ankommt und die äußerst brutal gegen Aufklärer vorgeht.

    Dazu noch die Bildschlagzeilen von 2006/2007 mit den gefunden Asservaten im Zwickauer Terrornest abgleichen und man mutmaßt ganz schlimmes…..

  2. Edathy war Vorsitzender des NSU Untersuchungsausschuß und wurde der Pädophilie bezichtigt.
    Das Hochladen Kinderpornographischer Bilder von außerhalb auf einen Laptop ist eine der leichtesten Übungen von Geheimdiensten.
    M.M. nach mußte Edathy weg.

    Terror geht immer vom Staat, System oder von Obrigkeiten aus.

  3. „…im Jahr 2003 die Fahndung nach Uwe Böhnhardt verhindert hätte.“

    Wenn man unterstellt, daß dieses Trio 1998 im Staatsauftrag „untergetaucht“ ist, ist diese Vorgabe nicht überraschend. Welchen Sinn sollte es ergeben, seine ehemaligen Spitzel festzunehmen … wg. einer „Rohrbombe“, die viwlleicht nur der Legendenbildung diente ?

    @wolfswurt, wäre Edathy an einer Untersuchung im Untersuchungsausschuß interessiert gewesen, wäre er wohl nicht Vorsitzender dieses nicht untersuchenden Untersuchungsausschusses geworden.

  4. Habe schon des öfteren darauf hingewiesen, dass Zeugenaussagen das schwächste Glied einer Beweiskette darstellen. Man sollte deshalb bei Würdigung eines beliebigen Ereignisses, auf Beweise durch Zeugnis nichts, oder nur sehr wenig geben.

    Presseberichte sind z.B. grundsätzlich nur Zeugnisse von Hörsagen – jedem müßte klar sein, dass Presseberichte damit im Sinne einer Beweisführung praktisch bedeutungslos sind.

    Menzel hat das durchgängig sehr gut im Griff. Selbst von den Fahrrädern der Uwes im Fahrradraum des WoMos hat er nur von Dritten erfahren. Selbst reingeguckt hat er vor Ort nicht – und das Gegenteil kann ihm keiner beweisen.

    Das ganze Gelaber rund um die Zeugenvernehmung in Stuttgart ist mithin ebenfalls nichts als heisse Luft. Dabei kommt nichts raus – ist auch so gewollt. Eine Lüge, welche bereits auf einer Lüge aufbaut, ist schwerlich beizukommen.

  5. Im Grunde ist das doch klar.
    Wer will sich denn vor den hohen Herrschaften um Kopf und Kragen reden und dazu noch seine Spezis mit reinreißen?
    So machen es nun mal nicht nur die kleinen Lichter, wenn sie nicht gerade auf den Kopf gefallen sind.
    Es gibt überall ein berufs- und firmentypisches Rudelverhalten.
    Ob Beamter oder nicht.
    Das ist in jedem Laden so.
    Es ist nur nicht jeder gleich geschickt.

    1. Es ist auch ein Trauerspiel, dass die Politiker bei dem Spiel mitmachen. Im Fall Florian Heilig reden sie zum Beispiel von unglaublicher „Schlamperei“.
      Es müsste seitens des Innenministers eine klare Weisung erteilt werden und zwar öffentlich, dass sie endlich die Wahrheit sagen, auch wenn es Kollegen und Politiker belasten würde.
      Es müssten dann, konsequenterweise, weiter lügende Beamte und Politiker eingesperrt (Beugehaft) werden, im Rahmen der U-Ausschüsse. Das passiert aber nicht.
      Der Fisch stinkt vom Kopf oder die kleinen hängt man, die großen lässt man laufen.

      1. Und bei dem ganzen Heilig-Theater das Kernproblem nicht aus den Augen verlieren:

        Wenn Böhnhardt und Mundlos den Heilbronner Polizistenmord/Mordanschlag nicht begingen, laufen die Mörder noch immer frei herum.

  6. Bei einer Erschießung(Todesstrafe USA) wird ein Gewehr von 5 oder 6 mit einer Platzpatrone geladen, um den Schützen das Gewissen zu erleichtern. Die Anzahl an freiwilligen Schützen, die sich zur Vollstreckung der ersten Hinrichtung – nach langer Zeit – mit dieser Exekutionsart meldeten, war dann doch“ überraschend hoch“. Und ich habe meinen Zweifel daran, dass sie wussten, dass eine Kugel nicht ins Schwarze trifft… .

    Für den Henker klebt das Blut an den Händen der Richter. Für den Richter an den Händen der Gesetzgeber und dem Henker, so wie an denen des Delinquenten… . Die Gesetzgeber wiederum sehen den Angeklagten in der Pflicht sich solchen Situationen fernzuhalten.

    Was der Angeklagte denkt, lass ich hier mal weg.
    Es geht nur um die kleinen Zahnräder, die sich nicht für einen Befehl verantwortlich fühlen wollen …. .

    Kann man ein bisschen nachvollziehen, wenn es im Ganzen betrachtet wird – macht es aber nicht besser.

  7. Die Frage aus der Überschrift könnte man auch so stellen :

    Täuscht der Fatalist nur Blödheit vor?

    Sein aktuelles Rührstück nennt sich „Die Schlampe und der Fatalist“ und ich möchte auf die herzergreifende Handlung dieser Liebesgeschichte nicht näher eingehen. Früher wurden halt Basteiheftchen gelesen, heute liest man Fatalist. Schauen wir einfach da mal rein, wo es um die Sache gehen soll. Wir lesen also, Zitat :

    „Warum wurden die BfV-Akten der T-Spitzel nicht schon vor dem 4.11.2011 geschreddert, sondern erst am 8. oder 9.11.2011 im BfV zusammen gesucht? Weil man dann erst beschlossen hatte, den 2 Leichen auch die Dönermorde anzuhängen? Am 9.11.2011 findet man die Ceska mit Schalldämpfer, am 10.11. die Paulchen-Videos im Schutt, das PDS Halle-Exemplar (Referenzversion) taucht auf, am 10.11.2011. Geht an den Spiegel…

    Das ist doch keine Planung, das stinkt nach Improvisation. “ Zitat Ende

    Wir müssen uns nicht damit befassen, was alles nachgefunden wurde – bis zum 01.12.2011. Da darf man sich nicht nur das rauspicken, was einem gerade mal wieder das verwirrte Hirn ruhigstellt. Nö, dann muss man sich schon fragen, warum wichtige Dinge erst am 26.11. oder sogar am 01.12. gefunden wurden – wo doch da die Geschichte schon fast gegessen schien – denkt man sich mal unsere Aktenkenntnis weg. Gut, also logisch denken kann der Fatalist nicht und wenn ihm im AK jemand damit kommt, dann schmeisst er ihn einfach raus.

    Aber lassen wir das und wenden uns obigem Zitat wieder zu. Darin taucht die folgende Frage auf , Zitat :

    „Weil man dann erst beschlossen hatte, den 2 Leichen auch die Dönermorde anzuhängen?“ Zitat Ende

    Nö werter Herr Oberklugscheisser! Veräppeln kannste den Arbeitskreis und in die Tasche lügen kannst Du Dir selbst. Hier beginnt eben das Denken in Zusammenhängen und das kannst Du nicht und wirst es nie können. Möglicherweise hilft Dir ja der AK-NSU weiter. Da gibts genug Leute, die über die Frage nachsinnen können, was an obiger Frage völlig daneben ist. …und dann ist man auch relativ schnell beim Auslöser der Schredderei im BfV.

    Banküberfall und Kiesewetter hast Du ja schonmal aussen vor gelassen. Sehr schön! Hab ich Dich letztens erst gelobt – nur 6 Monate und schon war der Drops gelutscht. Nun also die Schredderaktion. Fein. Lass Dir Zeit. Versuch über das Stöckchen zu springen, welches Du Dir selbst im Oktober 2014 so hoch gelegt hast, dass Du immer an Deinem Ego scheitern wirst!

    Ein schönes Wochenende allen.

    1. Ist die alte Metadiskussion, die sich seit dem HPF bis heute durchzieht und an der konsequenten Ignoranz einer simplen Wenn-dann-Aussage scheitert. Ergebnis: Selbstblockade.

      Diese Wenn-dann-Aussage lautet:

      Wenn sich behördliches Vorwissen zeigte und also gab, das für Vorbereitung und Inszenierung des Showdowns am 04.11.2011 zwingend nötig war (Bereithaltung von Einsatzkräften der PD Gotha), dann gab es auch eine Planung des NSU-Spektakels durch BRD-Behörden und Absicherung durch Verwaltungshandeln.

      Also: entweder gab es einen staatlichen NSU-Plot/Plan und staatliches (behördliches) Vorwissen zum Showdown 4/11 ODER es gab keinen staatlichen NSU-Plan und kein Vorwissen zum Showdown. Beides kombiniert geht nicht.

      Die These, die da „alternativ“ mit Zähnen und Klauen verteidigt wird, ist: Die Leichen B&Ms wurden von einem befreundeten Dienst (oder sonstigen Dritten) im Wohnmobil abgelegt und der NSU entstand als improvisierte staatliche Reaktion durch Zugzwang erst NACH dem 04.11.11. Als „Beweis“ gilt eine gefühlte Hektik und die Aktenschredderei.

      Eigene planlose und unkoordinierte Arbeitswut wird auf komplexes staatliches Handeln projiziert, so dass dann auch dem Staat wenige Tage für den NSU genügen müssen.

      Um diese These herum werden alle Fakten aufgebaut, notfalls eben auf Kosten einfachster Logik.

      Eines ist klar: die großen Unbekannten, die B&M vor die Füße der BRD „abgekippt“ haben, sind dann selbstredend noch schwerer fassbar, als reale Personen innerhalb behördlicher Weisungsstruktur und politischer Verantwortung. Die staatlichen Behörden erscheinen bei dieser Lesart quasi selbst als Opfer (fremder Mächte).

      Auch da übrigens, wo die BRD den Ball der „Kaporeshähnchen“ B&M engagiert aufnahm und genauso weiterspielte, wie es sich die befreundeten Initiatoren – hoffentlich? – gewünscht hatten.

      (Beate Z. passt übrigens in dieses Szenario ebenfalls nicht hinein, in das erstere – staatlicher NSU-Plot schon.)

      1. Beate Zschäpes Verhalten schon im Vorfeld des 04.11. macht mehr als misstrauisch. Aber warum spielt sie mit, wenn sie dafür jahrelang im Knast endet?

        1. Ist das wirklich wichtig? Hier kann man nur spekulieren und begibt sich auf zu dünnes Eis.

          Die „aufklärerische“ Standard-Antwort wäre, dass sie Angst um ihr Leben hat – und nicht „vergeselbstmordet“ – werden will (und wie dergleichen kreative Wortschöpfungen mehr sind) . Siehe auch „Zeugensterben“.

  8. Ich verstehe kaum die Zielrichtung der Argumentation, auf beiden Seiten.
    Die Leute sind tot!
    Das einzige, was mich in diesem Zusammenhang interessiert ist,
    ob die Beate Zschäpe (die sich freiwillig gemeldet hat) nun die ganzen Jahre unschuldig einsitzt oder nicht.
    Eine Tatbeteiligung konnte ihr jedenfalls nicht nachgewiesen werden. Das ist Fakt. Bliebe Mitwisserschaft.
    Ich bin kein Jurist- aber wieviel Jahre gibt es denn auf blose Mitwisserschaft? Die allerdings kann man sicher annehmen.

  9. @ brain freeze

    Du hast dich gedanklich leider noch keinen Schritt bewegt, obwohl im HPF ausführlich erläutert. Mach mal, bist doch ein schlaues Kerlchen und sonst logisch stark.

    Es wurden nicht nur zwei Leichen vor die Tür gelegt, sondern auch der Plot, was damit zu tun ist. Der Plot ist vor gedacht aber nicht vorbereitet, weil es offensichtlich im Vorfeld keinen Weisungszugriff auf die Dienste gab. Erst mit den Toten läuft die Befehlskette und nun wird nach Regieanweisung Butter bei die Fische gemacht. Erst jetzt werden Beweise zu den Tatorten geschleppt, falsche Spuren gelegt und Akten vernichtet. Mit dem entsprechendem Chaos, was aber nicht wirklich stört. Die organisierte Politik- und Medienwalze macht die Fehlerwahrnehmung einfach platt. Fatalist ist da genau der richtige Typ, mit dem man das Thema Widerstand überschaubar isoliert und diffamiert. Egal was er mit viel Fleiß rausholt, seine Person ist gewähr dafür, das gefundene Fehler makelbehaftet das Licht der Welt erblickt und damit breitenwirksam tot sind.

    1. “ Fatalist ist da genau der richtige Typ, mit dem man das Thema Widerstand überschaubar isoliert und diffamiert. Egal was er mit viel Fleiß rausholt, seine Person ist gewähr dafür, das gefundene Fehler makelbehaftet das Licht der Welt erblickt und damit breitenwirksam tot sind.“ Zitat Ende

      Genau! Deswegen sitzt der auch auf den Akten und deswegen wird jeder ernsthafte Versuch, aus dem Umfeld des AK-NSU friedlichen Widerstand zu leisten, vom Fatalisten abgeschmettert. Eigentlich ist das jedoch nicht der Fatalist, sondern seine im Hintergrund agierende Schlampe, welche ihn, gleich einer kybernetischen Maus, vor sich herlaufen läßt!

      Denn bis zum Auftritt der Schlampe, war der Fatalist durchaus umgänglich und offen. Die Wendung dort, trat erst mit dem Aufschlagen der Schlampe ein – ich würde sagen, so ab Beginn des 2. Forums. Da war mit Widerstand auf einmal Schicht und es kamen Nachrichten wie :…mein lieber Freund und Mitstreiter xy, ich kann nicht zulassen, dass du dich in Gefahr begibst und deswegen werde ich dich in dieser Sache nicht unterstützen.“….

      Eigentlich ganz clever gemacht, denn die Schlampe ist – ob wissentlich oder unwissentlich – der direkte Kontakt zum Führungsoffizier! Ich tippe aber bei der Schlampe auf wissentlich, denn ein Profiler in einem beliebigen Amt, hat aufgrund der Fatalistschen Persönlichkeitsstruktur in 5 Minuten raus, wie er die Sache kontrolliert.

      Nicht wahr, die „Geheimdienstmänner“ nehmen die Gabeln mit, um zu zeigen, das sie ein und ausgehen. Sicher doch Schlampe! Auf solche Geschichtchen stehen die im Arbeitskreis :))

      Der Blog samt Forum und Arbeitskreis hat sich schon lange ins Abseits geschossen. So einen Senf, vermischt mit Fakten, bitte wer in Herrgottsnamen soll damit was anfangen?! 1100 Blogbeiträge und 20 oder 30tausend Kommentare – Da feixen die doch mittlerweile in den Behörden, wenn der Name Fatalist fällt. Klar lesen die alle dort! Aber nicht wie früher, weil sie Schiss hatten und auf der Hut waren. Schlampe hat den Laden dort im Griff, das merkt man.

        1. Muss ich gerade rücken.
          Bei mir kommen die Begriffe Mossad und CIA gar nicht vor. Als gute Fee sowieso nicht.
          Ich habe nur darauf verwiesen, das im Vorfeld keine harten Fakten zur NSU Story geschaffen wurden sondern ab Doppelmord alles nachgereicht wurde.

          Das ist Fakt und das hat dann auch Ursachen. Meine Antwort lautet, der NSU Plot stammt nicht aus der Feder der offiziellen deutschen Dienste. Sie wurden erst ab Doppelmord planmäßig vor den Karren gespannt.

          Das können nur wenige Strukturen so planen und veranlassen.

          1. das ist falsch, siehe die nicht vorhandenen Ü-Cameras in Zwickau am 24.10.2011, die am 26.10.2011 ein Womo filmten, angeblich.

            siehe die Mordwaffe Kiesewetters, die Radom 9mm im Haus. Die Handschellen samt DA im Haus.

            der Rest wurde draufgesattelt. Kiesewetter war vorbereitet.

  10. „Der Staat“ verkauft uns zwei Ermordete als Selbstmörder und könnte dafür m.E. zwei alternative Motive gehabt haben:

    A. ein Interesse am Tod genau der dann gefundenen 2 Uwes
    (die evtl. durch einen Erpressungsversuch lästig wurden?)

    B. ein Interesse an passenden 1-3 Sündenböcken, um lästige Morde etc. zu entsorgen (3 braucht es als „gesetzliche Mindestbesetzung“ einer Terrorbande, 1 reicht für den „klärenden“ Schauprozess – beweistechnisch ideal ist dabei: das eigentliche Mörderduo ist tot, die eher passiv-unklare Rolle der 3. Person erlaubt endloses Stochern in Belanglosem)

    Variante A könnte die hektische Aktenvernichtung erklären: Die Getöteten sind zwar selber keine Gefahr mehr, sie könnten aber Mitwisser haben, die sich von der Exekution ihrer Freunde nicht einschüchtern lassen, sondern sich dran machen, das Erpresserwissen (jetzt ohne Gegenleistung, sondern rein aus Rache) zu veröffentlichen.

    Der Staat (im Staat) weiß allerdings, dass die Beseitigung von Problembären gründlich (hier also: inklusive Zschäpe) und mit möglichst wenig Aufsehen vor sich gehen sollte. Auch wenn sich Aufsehen nicht immer ganz vermeiden lässt (s. Schmücker 1974, Lembke 1981), weil für den klassischen Autounfall einfach keine Zeit mehr war.

    Gegen Variante A (und auch gegen eine Mischung aus beiden Varianten) spricht daher eindeutig die aufwändige Platzierung
    von Bergen an „NSU-Beweisen“ in Wohnmobil und Wohnung, die absehbar zum noch laufenden Endlos-Prozess führen musste. „Der Staat“ wird jedenfalls weder aus Faulheit noch aus Dummheit bereits beerdigte Problembären nochmals recyclen, nur um ihre Grube als Deponie für zusätzliche Geschichten zu nutzen. Sonst läuft er Gefahr, dass die Geschichten sich wechselseitig endlos am Köcheln halten und insbesondere über die Problembär-Geschichte nie endlich mal Gras wächst.

    Wenn die 2 Toten aber keine Problembären waren, sondern Sündenböcke (variante B), dann spricht nichts dagegen,
    möglichst viele lästige Morde (solche die bereits – mit Status ungeklärt – publik waren) in die Grube mit rein zu packen.
    Hauptsache, sie sind einigermaßen als kompatibel (hier also: braun) darstellbar und können künftig als „gelöst“ abgehakt werden.

    Die hektische Aktenvernichtung erklärt sich problemlos (d.h. auch ohne Variante A zu bemühen) als Teil des Schauspiels,
    das für die Öffentlichkeit inszeniert wird. (Alt-)Akten werden nämlich in allen Behörden fortlaufend geshreddert.
    Wenn dann alle „Dienste“ zeitgleich einen auffälligen Shredder-Ehrgeiz zeigen (den sie eigentlich bequem verschleiern könnten), dann wird allen Wahrheitsliebenden gezielt klargemacht: Eine sehr breite Mauer solidarischen Schweigens und stillen Vertuschens wird Euch dauerhaft den Blick verstellen für das ganze Ausmaß und das wahre Zentrum des Übels.

    Und so wie lapidar einfach alte „Pannen“ eingeräumt werden, so werden bei Bedarf eben „brandneue“ nachgereicht. Bei der oberflächlich lesenden Öffentlichkeit mit Hauptinteresse Fußball & Promi-Tratsch wird sowieso alles nur als „Fahndungspanne“ hängenbleiben. Dafür sorgen schon unkritische Mainstream-Medien und Politiker – die Thüringer Parlamentarier mal ausgenommen, die in ihrem Abschlussbericht parteiübergreifend ausdrücklich davon sprachen, dass oft „Sabotage“ statt „Panne“ das naheliegendere Wort ist.
    Sollte dann immer noch jemand mit einer Rolle als Snowden-Nachahmer liebäugeln, dann werden „brandneue“ Zeugenleichen ihn von „Dummheiten“ abhalten.

    Die alte Juristen-Weisheit, dass „Zeugenaussagen das schwächste Glied einer Beweiskette darstellen“, trifft in diesem Prozess übrigens ganz und gar nicht zu – zumindest nicht in der ursprünglich gemeinten Bedeutung von (Beweiskraft-)“Schwäche“.
    Zeugen scheinen hier nämlich eher das brisanteste, da „brennbarste“ Glied zu sein. Deutlich brennbarer jedenfalls als viele heikle Papiere in der Zschäpe-Wohnung.

  11. Bei der Untersuchung von Florian Heiligs Auto gab es nicht nur „übersehen – vergessen – blöd gewesen“ – sprich: die ganz normalen Pannen und solche Kombinations-Probleme, die nur Beamte lösen können, die über besonders viel Scharfsinn verfügen.

    Nein, es lohnt sich, mal im Wortlaut anzuhören, wie die befassten Beamten selber ihre Scheuklappen beschreiben und besonders, wie sie sogar noch innerhalb des Autos an Zuständigkeits-Grenzen stießen, die sie – ganz sensibles Pflichtbewusstsein in Person – auf keinen Fall verletzen wollten.

    „Eine Kriminalhauptkommissarin, die den Zündschlüssel im Brandauto suchen sollte, tat es nach eigenen Angaben nur oberflächlich im Bereich des Fahrersitzes. ‚Ich war nicht zuständig‘, so Astrid B. lapidar. Drexler ärgert sich: ‚Ich bin zunehmend überrascht über die Frage der Zuständigkeit. Können Sie mir erklären, wieso Sie nicht auf die Idee gekommen sind, hinten zu suchen? Das hätte sich doch bei einer Explosion aufgedrängt.‘ Nikolaos Sakellariou (SPD) hat mittlerweile rund ein Dutzend Ermittler nach einem College-Block gefragt, der im Auto lag. Keiner hatte darin nach einem Abschiedsbrief gesucht. Astrid B. sagt dazu: ‚Es stand für mich nicht zur Debatte, da drin zu wühlen. Ich war zu keinem Zeitpunkt mit tiefergreifenden Maßnahmen befasst.‘ Allerdings hat sie als Sachbearbeiterin die Protokolle unterschrieben.
    Achim K., der das Fahrzeug untersuchen sollte, hatte nach eigenen Angaben nur den Auftrag, die Brandursache aufzuklären. ‚Ich darf nicht einfach irgendwo suchen. Waffen oder Schlüssel hätten diese Grenze überschritten.‘ Daher sei plausibel, dass die Familie von H. Machete, Schlüssel und Pistole gefunden haben, nachdem das Auto von der Polizei freigegeben worden war.“
    http://www.swp.de/schwaebisch_hall/lokales/schwaebisch_hall/art1188139,3166880

    Eine Knarre hinter der Leiche führt zu keiner Verbrennung, wer wollte da Achim K. widersprechen? Und einfach etwas Irrelevantes finden, das geht ja gar nicht für einen anständigen Brandursachen-Sucher. Unakzeptable Grenzüberschreitung!

    So viel Realsatire entwaffnet jeden Kabarettisten. Vielleicht ist das ja eine der Absichten, die dahinter stecken.

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