Der „Spiegel“ berichtet erstmals über Maidan-Scharfschützen!

Am 20. Februar erschossen in Kiew Scharfschützen über 50 Demonstranten und Polizisten. Es dauerte fast ein ganzes Jahr (!), bis der „Spiegel“ und die „Zeit“ die Existenz von Scharfschützen der damaligen „Maidan“-Opposition einräumen und ihre Leser über deren Mitschuld am Blutbad informieren. Bisher nahmen deutsche Medien stets den „Maidan“ in Schutz, stattdessen wurde der geputschte Präsident Janukowitsch angeschwärzt. Eine Rolle spielte sicherlich ein vor kurzem veröffentlichter Bericht des britischen Staatssenders „BBC“. Ein weiteres Verschweigen mit Verweis auf (angebliche) russische Propaganda erschien offenbar nicht mehr möglich. Natürlich kommen die Berichte nicht ohne Lügen und Auslassungen aus.

„Gespräche mit Offizieren zeigen nun, dass auch die Demonstranten scharf schossen.“ (Der „Spiegel“ am 18.02.2015)

Die „Spiegel“-Journalisten Moritz Gathmann und Matthias Schepp berichten, dass zuerst die Polizisten von Scharfschützen der Opposition angegriffen wurden. Erst nachdem sich die Polizisten zurückzogen und die Aktivisten sie verfolgten, hätte die Polizei das „Feuer“ eröffnet, um den Rückzug zu sichern. Sie hätten das Massaker verübt. Diese Darstellung ist jedoch falsch: Nicht nur Polizisten auf dem Rückzug schossen auf die Aktivisten, sondern nachweislich auch die eigenen Maidan-Scharfschützen!

„Zwei Tage später, am Morgen des 20. Februar 2014, gerät Andrejs Berkut-Stoßtrupp massiv unter Feuer, fünf seiner Leute werden verletzt. Andrej hat 23 Jahre bei Berkut gedient, und er ist sich sicher, dass aus einer Kalaschnikow auf seine Männer geschossen wurde. Ein halbes Dutzend Berkut-Leute stirbt an diesem Morgen. Panisch ziehen sich die Einheiten zurück. Oberst Zoj und 50 Innenministeriumssoldaten werden dabei von Maidan-Aktivisten umzingelt und gefangen genommen.

Kurz darauf eröffnen Berkut-Einheiten, die den Rückzug zum Regierungsviertel decken, das Feuer auf die Maidan-Aktivisten. Es kommt zu einem Massaker, wie es Europa seit den Tagen des jugoslawischen Bürgerkriegs nicht gesehen hat. Mehr als 50 Demonstranten sterben“ (spiegel)

Dagegen stellt Steffen Dobbert den Beginn des Feuergefechts falsch dar. Es wäre nicht klar, „wer den ersten Schuss“, „auf welche Seite abfeuerte“. Dass die Polizisten von ihren Positionen flohen, räumt Dobbert immerhin noch ein. Auch Dobbert macht die Polizei für das anschließende Massaker verantwortlich. Auch er verschweigt die Tatsache, dass Maidan-Scharfschützen den eigenen Leute in die Rücken schossen.

„Wer den ersten Schuss am 20. Februar 2014 auf welche Seite abfeuerte und wer die Scharfschützen beauftragt hatte, ist noch nicht bewiesen. Was danach geschah schon: Zum ersten Mal seit Beginn des Volksaufstandes gelingt es den Demonstranten, die Beamten zu verjagen. Erst weichen die Einheiten einige Meter zurück, dann rennen sie die Straße hinauf Richtung Regierungsviertel. Von dort bekommen sie Feuerschutz. Dutzende Polizisten schießen auf die hinterherstürmenden Protestler. Einer nach dem anderen sackt zu Boden.“ (zeit)

Das späte Eingeständnis ist jedoch unerheblich. Die Masse der Menschen kann den Sachverhalt nicht mehr geschichtlich zuordnen und sieht inzwischen nicht mehr in Janukowitsch sondern in Putin den Bösewicht. So funktioniert Propaganda.

2 Gedanken zu „Der „Spiegel“ berichtet erstmals über Maidan-Scharfschützen!“

  1. Nach dem 2. WK rekrutierte die USA so viele Nazisgrößen wie möglich und viele Ostblockkenner gingen in die CIA. In Europa bauten die USA die Gladio auf, die aus Neofaschisten bestand und Anschläge verübten. Die Anschläge wurden von den Konservativen den Linken in die Schuhe geschoben und später oft als rechtsextremistisch motiviert, aufgedeckt. Es gab Selbstmorde in Gefängnissen, tote Zeugen, unbefragte Zeugen und „verwirrte“ Einzeltäter, oder die Gerichtsakten wurden geschlossen, wenn die Spuren zu heiß wurden.
    Auch der NSU-Fall läßt Zweifel aufkommen, was den Willen zur Aufklärung betrifft. Die NSU war ja wohl wie die NPD durchsetzt mit Verfassungschützern.
    Praktisch werden alle diese neofaschistischen Strukturen von einem tiefsitzenden Antikommunismus beherrscht, der von den USA ausgeht und bis zu den Vasallen in die Bundesregierungen reicht.
    Der Antikommunsmus ist nichts anderes als die Abwehr von Verstaatlichung. Alle von den USA gestürzten Regierungen hatten sich der Verstaatlichung „schuldig“ gemacht; Mossadeque, Allende usw. So auch Putin.
    Wenn wir jetzt an der Front in der Ukraine auf Neofaschisten treffen, dann drücken sich da lediglich die seit 1945 herrschenden Strukturen und typischen Denkgewohnheiten der Wertegemeinschaft durch.
    Die Privatisierungsorgien in Europa bildet den direkten Zusammenhang mit der Angst vor dem „Kommunismus“.

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