Risiken experimenteller Corona-Impfstoffe

Bekir schrieb: „In den heutigen Corona-Zeiten hat man ja keine Zeit mehr für sorgfältige mehrjährige Prüfungen vo Impfstoffen; die sinnvollerweise hintereinander liegenden Test-Phasen werden „teleskopiert“, d.h. man lässt sie parallel laufen und verkauft das als intelligente und problemlose Zeitspar-Lösung.

Manche scheinen den erbarmungslosen Zeitdruck und die Gier der Politik nach schnellen Ergebnissen als Einladung zu verstehen, ihre Studienprotokolle ebenfalls zu „teleskopieren“, hier aber im Sinne von „stauchen und weglassen“.

Peter Doshi, Spezialist für Medikamentensicherheit beim Britisch Medical Journal (BMJ) prangerte im Januar an, der (Pfizer-)Impfstoff Comirnaty sei statt zu 95 bloß zu maximal 29 Prozent wirksam, [1] [2]. Von 40.000 Teilnehmenden hatte die Hälfte den Impfstoff, die andere Hälfte ein Placebo erhalten – doppel-verblindet, d.h. weder Impfling noch sein Impfarzt wissen, was in der Spritze war und zu welcher der beiden Gruppen er / sie folglich gehört.
„Nach zwei Monaten meldete Pfizer 170 an Covid-19 Erkrankte. Acht von ihnen gehörten zu den Geimpften und 162 zu den Ungeimpften der Placebo-Gruppe. Aufgrund dieses Verhältnisses von 8:162 Erkrankungen meldete Pfizer eine relative Wirksamkeit von 95 Prozent.“

Das klingt zwar wissenschaftlich, aber schon hier denkt man als Laie an die Auszählung von Wahllokalen: Die wenigen, die ganz schnell ausgezählt haben und im TV gemeldet werden, liefern oft ein anderes Ergebnis als eine halbe Stunde später, wenn schon deutlich mehr ausgezählt sind und von da an zum Endergebnis kann es auch nochmals Abweichungen geben.

Aber sei’s drum, man hatte für das magere halbe Prozent Infizierter unter allen Probanden immerhin zwei Monate gewartet – und 8 zu 162 hört sich doch zumindest nach einem eindeutigen und starken Trend Richtung „Impfung wirkt“ an.

Die Sache hat aber einen gewaltigen Haken:

1.594 Personen in der Gruppe der Geimpften auf und 1.816 in der Placebo-Gruppe der Ungeimpften hatten sich mit Corona-Symptomen gemeldet, wurden aber „aussortiert“!

Für den Wirksamkeitsexperten Peter Doshi ist klar: „Mit zwanzigmal mehr Verdachtsfällen als bestätigten Fällen können diese Covd-19-Verdachtsfälle nicht einfach ignoriert werden, nur weil es kein positives PCR-Testergebnis gab.“ Schließlich kann man solche Menschenmassen weder als Hypochonder betrachten noch kann man in Zeiten einer Corona-Pandemie, in der die normalen Grippe- und Erkältungs-Viren vom neuen Virus nahezu verdrängt wurden, „Verwechslungen“ im ganz großen Stil zum Opfer gefallen sein.

Rechnet man alle Testteilnehmenden mit Covid-19-Symptomen mit ein, beträgt die Wirksamkeit des Pfizer-Impfstoffs Comirnaty nur noch 19 Prozent; Doshi rechnete aber großzügig die Leute heraus, die sich in den ersten sieben Tagen mit Corona-ähnlichen Symptomen gemeldet hatten, denn bei diesen könnte es sich evtl. um reine Impfreaktionen (statt Infektionen) gehandelt haben. So kam er zum wieder etwas besseren Wert von 29 Prozent – was aber immer noch von den für die Zulassung erforderlichen 50 Prozent weit entfernt ist.

Doshi bemängelt, dass genaue Angaben darüber fehlen, wie die PCR-Tests durchgeführt und ausgewertet wurden. Die Resultate hängen von den Probenahmen und der Zahl der Test-Zyklen (CT-Wert) ab. Und natürlich davon, dass ALLE Auszusortierenden überhaupt einem PCR-Test unterzogen werden:

„Die Studienprotokolle für die Studien von Moderna und Pfizer enthalten jedoch explizite Formulierungen, die die Prüfärzte anweisen, ihr klinisches Urteilsvermögen zu nutzen, um zu entscheiden, ob Personen zur Testung überwiesen werden sollen. (…) Dies läuft darauf hinaus, dass Prüfärzte aufgefordert werden, Vermutungen darüber anzustellen, in welcher Gruppe sich die Probanden befinden.“

Das kommt doch einer „Entblindung“ der eigentlich doppelt-verblindeten Gruppen-Zugehörigkeit nahe, sprich: ist von einer verkappten Anleitung zur Manipulation kaum mehr zu unterscheiden.

Oder ist das schon eine Verschwörungstheorie?

Pfizer hätte ja wenigstens klarstellende Erläuterungen machen können, verschwieg in seinen Unterlagen die 3410 nur vermuteten Covid-19-Fälle aber einfach – Doshi stieß auf die einzige Quelle für diesen Umstand in Gestalt des Berichts der US-Zulassungsbehörde FDA über den Impfstoff.

Während die riesige Gesamtzahl der Aussortierten fast ein 1:1 -Patt ergibt, der Wirkungsnachweis also bedeutungslos wird, findet Doshi es ausgesporchen beunruhigend, dass in der wichtigen Schlussphase nach dem zweitem Impfgang viel mehr Geimpfte mit Symptomen (nämlich 311) rausgeschmissen wurden als aus der Placebo-Gruppe, wo nur 36 Symptom-Träger rausfielen. Dass da die verbleibenden 8 zu 162 eine Mogelpackung sind, drängt sich schier auf:

Denn addiert man die zuletzt rausgeschmissenen hinzu, hat man 319 Geimpfte mit (mutmaßlichem) Corona- Ausbruch gegeüber 198 Ungeimpften – die Impfung hätte demnach nicht x Prozent Schutz zu bieten, sondern macht die Geimpften 50 Prozent eher krank im Vergleich zu Ungeimpften!

„Um die vielen offenen Fragen zum Impfstoff von Pfizer zu klären, wünschte Doshi Zugang zu den Rohdaten der Studien. Doch vergeblich. (…) In den Studienprotokollen heisse es, dass Pfizer die Daten erst 24 Monate nach Abschluss der Studie zur Verfügung stellen werde.“

Dies entspreche [1] der geltenden (Schweizer?) Gesetzeslage, die sogar eine Sperrung der Unterlagen bis zu 10 Jahren vorsieht, wogegen Doshi für eine Sperre keine wissenschaftliche, aber nicht einmal eine betriebliche Berechtigung sieht:

„Studien über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln geben weder Geschäftsinteressen noch Industriegeheimnisse preis. Alle Studienunterlagen gehören an die Öffentlichkeit, damit andere Wissenschaftler sie kontrollieren und allenfalls wiederholen können.“

Aktuell kommt neues Ungemach über Pfizer:
„Beim Vergleich von Impfdosen, die in den klinischen Studien eingesetzt wurden, mit solchen, die für den Verkauf bestimmt waren, fanden sich eklatante Unterschiede im Anteil intakter mRNA-Moleküle. Der Anteil intakter mRNA betrug in den Vakzinen, die in Studien eingesetzt wurden, ,etwa 78 Prozent‘, in Vakzinen jedoch, die für den Verkauf vorgesehen waren, nur 55 Prozent“, [3].

Das klingt wie beim Dieselskandal, wo ja auch zu Gunsten der (Tempo-orientierten) Kunden gemogelt wurde – Motto: Wenn die Pfizer-Biontech-Plörre schon gefährlich (statt nützlich) ist, kann eine Verdünnung ja nicht schaden, Hauptsache man bekommt den Impfpass und die damit verbundenen Corona-Hafterleichterungen.

AstraZeneca steht in Sachen fehlender Wirksamkeit bzw. Schädlichkeit den Kollegen von Pfizer-Biontech in nichts nach: Bekanntlich hatte man festgestellt, dass die Wirkung umso besser ist, je kleiner die (Erst-)Dosis – und auch dies ergab sich mehr oder weniger nur zufällig aufgrund einer peinlichen Studien-Panne, weil manche Impf-Testpersonen nur die halbe Dosis abbekommen hatten.
Diese irritierende Erkenntnis ist bis heute nicht dementiert, obwohl sich die Anchluss-Frage nach einer „Dosis Null“ als beste Lösung ja förmlich aufdrängt.

Prof. Walch hatte zu AstraZeneca im Oktober gefragt [4]:
„Ein immunschwächender Impfstoff?
Die grippe-ähnlichen Symptome sind als Nebenwirkung ja verkraftbar, aber die Tatsache, dass bei fast der Hälfte der Freiwilligen eine deutliche Reduktion der Neutrophilen festgestellt wird — einer Fraktion der Lymphozyten, die für die unspezifische Abwehr zentral sind — das sollte uns zu denken geben. Denn das heißt:
Wenn in diesem Zeitfenster von einigen Tagen bis zwei Wochen, in denen die Abwehr eingeschränkt ist, ein anderer Erreger des Weges kommt, dann sind wir während dieser Zeit schlecht geschützt. (…)
War das nicht eines der wichtigsten Argumente für dieses Impfszenario? Man will, dass die Verbreitung des Virus verhindert wird? Wird sie aber nicht. Und nicht vergessen: In der klinischen Studie waren lauter junge Leute, keine Alten, Kranken und Risikopatienten.“

[1] https://www.infosperber.ch/gesundheit/public-health/die-pfizer-impfung-ist-viel-weniger-wirksam-keine-transparenz/
[2] https://www.bmj.com/sites/default/files/pd_opinion_bmj_deutsch_die_korr13.12_ukas_clean_docx_-_google_docs.pdf
[3] https://www.infosperber.ch/gesundheit/public-health/hackerangriff-offenbart-ein-problem-mit-dem-mrna-impfstoff/
[4] https://www.rubikon.news/artikel/das-impf-mantra

2 Gedanken zu „Risiken experimenteller Corona-Impfstoffe“

  1. Ob jemand an oder trotz der Impfung stirbt, ist weitgehend Interpretationssache.
    Besonders, wenn man Zusammenhängen im Einzelfall nicht nachgeht, weil man schon von vorneherein einen starken Glauben an einen großen Nutzen der Impfung hat und sich damit tröstet, dass schädliche Zusammenhänge unbewiesen und sowieso sehr selten seien.

    Von 10 Millionen Geimpften in Großbritannien starben kurze Zeit später 244 – viel oder wenig?
    Zu erwarten gewesen wären wären nach Zahlen der WHO aus
    2013 für Großbritannien nur 5,75 auf zehn Millionen Geimpfte – ein Vierzigstel, [1].
    Diese Mitte Februar veröffentlichte statistische Auffälligkeit kann man allerdings in Frage stellen, weil die WHO nicht nach Altersklassen unterschied, während in Großbritannien vor allem ältere Menschen geimpft wurden.

    Ebenfalls Mitte Februar schlagzeilte die ZEIT zum Biontech-Einsatz in Israel krass Gegenteiliges: „523.000 Geimpfte, keine Corona-Toten“, [2], was ebenso bzw. noch dringender zu hinterfragen war.

    Anfang März dann zeigte eine (nach Altersgruppen getrennte) Analyse der vom israelischen Gesundheitsministerium veröffentlichten Daten der impfstoffbedingten Todesfälle, dass während der dreiwöchigen Periode zwischen den beiden Dosen (d.h. nach der ersten Impfung) etwa 40 Mal mehr ältere Menschen starben als ohne: etwa 200 unter 100‘000 Geimpften über 65 Jahre im Vergleich zu den 4,91 Toten unter 100‘000, die ohne Impfung an Covid-19 starben, [3].

    „Dieser beängstigende Befund ist für Personen unter 65 Jahren noch erschreckender, so die Forscher weiter. Während der fünfwöchigen Impfung starben 0,05 Prozent, also 50 unter 100‘000. Dies ist zu vergleichen mit den 0,19 [Personen] auf 100‘000, die ohne Impfung an Covid-19 sterben. … Daher stieg die Sterberate dieser Altersgruppe während der fünfwöchigen Impfperiode um das 260-fache gegenüber ihrer natürlichen Covid-19-Todesrate.“

    Der israelisch-luxemburgische Forscher Dr. Hervé Seligmann, senior researcher an der medizinischen Fakultät der Universität Aix-Marseille und von Haim Yativ, betrachte wie seinen Kollegen laut IsraelNationalNews (INN) das Ergebnis wegen des starken Drucks der israelischen Behörden auf die Bevölkerung, sich impfen zu lassen, als „neuen Holocaust“.

    Dazu passend, verlinkt der Artikel von „corona-transition.org“ auf eine Mitteilung der „America’s Frontline Doctors“ (AFLDS), wonach die durch den mRNA-Impfstoff erzeugten Covid-19-Antikörper eine schwere oder tödliche Krankheit verursachen können, wenn die Person später SARS-CoV-2 ausgesetzt wird. Der Impfstoff verstärke also die Infektion, anstatt Schäden zu verhindern.
    Auch für Pfizer-Biontech (=mRNA) gilt also Ähnliches, was Prof. Walach bereits im Oktober für den Vektor-Impfstoff von AstraZeneca festgestellt hatt („Ein immunschwächender Impfstoff?“ – siehe oben, am Ende des Artikels).

    [1] https://corona-transition.org/der-skandal-hat-jetzt-eine-sichere-zahl-mrna-impfungen-sind-40-mal-gefahrlicher
    [2] https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2021-02/biontech-impfstoff-wirksamkeit-studie-israel-corona-impfung-virusvarianten
    [3] https://corona-transition.org/geimpfte-in-israel-haben-eine-40-mal-hohere-mortalitat-als-ungeimpfte

  2. Antibiotika sind wertvoll, denn sie wirken oft lebensrettend gegen Bakterien – langfristig aber nur, wenn man ihren Einsatz nicht übertreibt und dadurch resistente Stämme heranzüchtet. Coronaviren sind keine Bakterien, aber jetzt gibt es bei ihnen wohl ein ähnliches Problem.

    Virologe Geert Vanden Bossche ist grundsätzlich ein Befürworter von Impfstoffen und war im Bereich der Infektionsforschung und Impfstoffentwicklung für mehrere Pharmaunternehmen und Stiftungen tätig, darunter Novartis, GlaxoSmithKline sowie die Organisation GAVI und die Bill & Melinda Gates Stiftung.

    Jetzt fordert er in einem offenen Brief die WHO auf, die Corona-Impfkampagnen weltweit „sofort“ zu stoppen.

    „Die Impfung gegen das Coronavirus mitten in einer Pandemie wird laut dem Virologen dazu führen, dass das Virus ansteckender wird. Damit werde auch die Resistenz der Viren gegen die Impfstoffe weiter zunehmen. Zudem wird laut Bossche die Massenimpfung gegen das Coronavirus ,höchstwahrscheinlich die adaptive Immunflucht weiter verstärken‘. Dies, weil keine der aktuellen Impfstoffe die Übertragung der viralen Varianten verhindere.

    Eine Immunflucht bedeutet, dass ein mutiertes Virus die angeborene Immunität des Körpers überlistet. Gegen das mutierte Virus hilft dann auch die Corona-Impfung nicht mehr. Und da immer mehr Menschen gegen Corona geimpft werden, würden solche Varianten, die bereits im Umlauf sind, verstärkt auftauchen und eben immer infektiöser“, [1].

    Die Frage ist auch Gegenstand einer Frag-den-Staat-Initiative, die hinter einer Login-Schranke steckt [2]; man stößt auf sie bei Google zumindest mit dem informativen Snippet
    „18.03.2021 – Was sagt das Bundesministerium für Gesundheit zum eindringlichen Appell von Geert Vanden Bossche – ehemaliger Bill and Melinda Gates …“

    In Südafrika zeigte sich das Problem bereits früh, da zwischen Juni und November 2020 mit dem Impfstoff AZD1222 von Astrazeneca die Phase-1/2-Studie durchführt wurde:
    „Die südafrikanische Variante B.1.351 bereitet (neben der brasilianischen Linie P.1.) derzeit die größten Sorgen. Sie besitzt nicht nur (wie die britische Variante B.1.1.7) die Mutation N501Y, die die Bindung am ACE2-Rezeptor verstärkt und damit die Infektiosität erhöht. 2 weitere Mutationen in der Rezeptorbin­dungs­stelle, E484K und K417N, scheinen auch den Zugriff der Antikörper zu erschweren, die bei der Impfung erzeugt werden. Dieses ,Immunescape‘ könnte bei der Variante B.1.351 noch durch 5 weitere Mutationen am N-terminalen Ende des S-Gens verstärkt werden. Denn diese Mutationen verändern die Spitze des Spikeproteins, die ein wichtiger Angriffspunkt für neutralisierende Antikörper sind“, [3].

    Auf Deutsch: Beim bereits kreisenden Virus führt der Impfstoff ziemlich schnell zu Mutationen, die dann immun sind genau gegen den Impfstoff, der das bereits kreisende Virus eigentlich in Schach halten sollte. Auch als Laie kann man nachvollziehen: Impft man einen gesunden Menschen mit einem Virus-Ersatz, dann hat das Immunsystem genug Zeit, Abwehrkräfte ungestört aufzurüsten.
    Impft man dagegen einen bereits infizierten Menschen, dann gerät das Immunsystem in Zeitnot, weil der bereits anwesende und angreifende echte Feind gleichzeitig mit dem Aufbau der Immunkräfte (=gerade aus dieser Aufbau-Tätigkeit, sozusagen aus erster Hand) dazulernt und Gegenmaßnahmen ergreift.

    Nicht umsomst hatte Südafrika das Astrazeneca-Mittel mangels (Haupt-)Wirkung bereits aus dem Verkehr gezogen – lange bevor man sich in Europa um die Nebenwirkungen sorgte. Man erinnere sich auch an die traditionellen Impfhinweise zur Grippe-Impfung: Sie sollte vor der Grippe-Saison erfolgen, nicht erst mittendrin.

    Währenddessen wird in Europa mit lautem Tam-Tam weiterhin großer Impf-Optimismus verbreitet und viele Deutsche schauen neidisch rüber zu den Briten mit ihrem großen Impf-Vorsprung – doch hinter den Kulissen sieht es ganz anders aus:
    Denn „eine neue Studie zeigt: Die neuen Virusvarianten könnten den Traum von einer baldigen Herdenimmunität zunichtemachen“ – ausgerechnet auch bei den Briten.
    Den Forschern „zufolge ist eine ausreichende Immunisierung der britischen Bevölkerung mithilfe der Corona-Impfstoffe kaum noch möglich. Das Land müsse weiterhin mit zahlreichen Neuinfektionen rechnen, sagen die Wissenschaftlerinnen der britischen Universität Warwick. Der Grund: Die Schwelle einer Herdenimmunität durch Impfungen liege höher als durch Erkrankungen. Denn die aktuelle Welle der B.1.1.7-Mutation durchseuche vor allem die bislang ungeimpften jüngeren Bevölkerungsgruppen rasant“, [4].

    Dies führt zu wichtigen Fragen:

    a) Wenn selbst bei den Briten die Impfung dem Virus und der akutellen B.1.1.7-Mutation nicht mehr hinterherkommt, dann können wir Deutsche die Impferei doch eigentlich gleich abbrechen, die Sommer-Sonne nutzen (Vitamin D!) und allenfalls im Herbst mit neuen Impfstoffen gegen die dann relevanten (aber noch nicht so stark verbreiteten) Neu-Mutationen angehen?

    b) Sollte man nicht doch noch auf das Geheimrezept früherer Zeiten zurückkommen und über den Sommer (zumindest bei den kaum gefährdeten jungen Leuten) eine natürliche Immunisierung anstreben (d.h. einfach: zulassen)?
    Denn was der Artikel (mit etwas verstohlener Sympathie) „Herdenimmunität durch Erkrankungen“ nennt, wird einem noch deutlich sympathischer beim Gedanken, dass dies für die jungen Leute in Wirklicheit lediglich eine nahezu symptomfreie Infizierung bedeutet, im Sommer sowieso noch viel mehr als im Winter. Warum zwanghaft-nutzlos verhindern wollen, was anscheinend nicht mal die stärker durchgeimpften Briten noch verhindern können?

    c) N-tv hat sich wohl von dem ebenfalls befragten Wegschließ-Fachmann Karl Lauterbach beeindrucken lassen und stellt sich nicht die eingangs erwähnte Frage des Geert Vanden Bossche:
    Sind die neuen und bedrohlich wirkenden Mutanten eigentlich „trotz“ oder „wegen“ der Impfung entstanden?

    Mutationen gibt es ja in der Tat unzählige; negativ auffällig sind offenbar besonders die Mutanten aus Südafrika, Großbritannien und Brasilien.
    Also ausgerechnet aus den Ländern, die besonders früh und ausgiebig (probe-)impften – was stark für die Thesen des Geert Vanden Bossche spricht:
    Zum damaligen Hoffnungsträger und heutigen britisch-schwedischen Problem-Impfstoff Astrazeneca wurde nämlich bereits Anfang September gemeldet: „Der Kandidat werde aber auch bereits in Großbritannien, Brasilien, und Südafrika am Menschen getestet“, [5].

    Entgegen allen Bolsonaro-Schlagzeilen ist Brasilien ein Paradies auch für andere Impf-Tester: Bereits im Juli erteilte die brasilianische Arzneimittelbehörde Anvisa für den Coronaimpfstoff­kandidat Sinovac aus China die Genehmigung zum Beginn der Studien [6], die allerdings Anfang November unterbrochen wurden, [7].
    Im August plante die inzwischen von den Konkurrenten abgehängte Tübinger Firma Curevac Phase III in Brasilien, [8].
    Der Pfizer-Biontech-Impfstoff wurde in Brasilien und Südafrika erprobt, [9]. Zwar auch in USA, Argentinien, Deutschland und Türkei, aber vermutlich (nach alter Tradition; Zahlen werden nicht genannt) bevorzugt in den armen Ländern, wo unerwartete Zwischenfälle erfahrungsgemäß weniger Wellen schlagen als in reichen Staaten.

    [1] https://corona-transition.org/appell-an-die-who-geert-vanden-bossche-warnt-vor-steigenden-todesfallen-wegen
    [2] https://fragdenstaat.de/account/login/?next=%2Fanfrage%2Fcorona-impfung-in-der-pandemie%2F
    [3] https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/122168/Variante-B-1-351-Warum-die-Astrazeneca-Vakzine-in-Suedafrika-nicht-mehr-vor-COVID-19-schuetzt
    [4] https://www.n-tv.de/wissen/Studie-B-1-1-7-torpediert-Herdenimmunitaet-article22442808.html
    [5] https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Naechster-COVID-Impfstoff-Kandidat-geht-in-Phase-III-412500.html
    [6] https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/07/07/covid-19-impfstoffe-ein-kandidat-in-phase-3-zweiter-folgt
    [7] https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/118208/Brasilien-unterbricht-klinische-Studien-mit-Coronaimpfstoffkandidat-aus-China
    [8] https://www.pharmazeutische-zeitung.de/curevac-plant-phase-iii-in-brasilien-119464/
    [9] https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/Phase-III-Studie-zu-Corona-Vakzine-BNT162b2-jetzt-publiziert–415503.html

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