Schlagwort-Archive: Eva Högl

Selbstimmunisierung gegen Einwände auf offizielle NSU-Darstellung

Die Aufklärung der sogenannten „Ceska-Mordserie“ (2000-2006) wird massiv behindert durch politische Einflussnahme in die Ermittlungen. Seit dem Auftauchen des sogenannten NSU-Bekennervideos Ende 2011 verbreiten Politiker und Medien unkritisch, dass die Verbrechen einen rechtsextremistischen Hintergrund gehabt hätten, und dass das Trio Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe die „Haupttäter“ gewesen wären. Obwohl viele Beweise dagegen sprechen, wird stur weiter die Propaganda in die Köpfe der Menschen gehämmert. Dadurch ist dort eine Selbstimmunisierung auf sachliche Einwände gegen die offizielle Darstellung aufgetreten.

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NSU-Opfer wurden vor Ermordung bedroht!

Fallanalytiker der Ceska-Morde berichteten, „dass nahezu alle Geschädigten Tage bis Monate vor der Tat von unbekannten Personen bedroht bzw. zumindest angegangen wurden. Bei einzelnen Opfern wurde durch nahestehende Personen nach solchen Besuchen eine gewisse Wesensveränderung beobachtet.“ (Sonderkommission „Bosporus“) Knüpften die (angeblichen) Todesschützen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos Kontakt zu den Erschossenen? Die damaligen Ermittlungen und der NSU-Prozess ergaben keinerlei Hinweise. Die Bundesanwaltschaft bleibt trotzdem dabei, dass das Trio die Taten aus rassistischen Gründen und Hass gegen Polizisten verübte und eine „Kleinstzelle“ gewesen wäre. Die Opfer wären nur deshalb ausgewählt worden, weil sie Ausländer bzw. Polizisten gewesen wären. Sie schließt kategorisch aus, dass eine kriminelle Organisation bei der Auswahl beteiligt war. War also alles nur ein großer Zufall?  NSU-Opfer wurden vor Ermordung bedroht! weiterlesen

Verfassungsschutz-Informant „Corelli“ war beim NSU

Thomas Richter, Deckname „Corelli“, war fast zwei Jahrzehnte Informant des Geheimdienstes „Verfassungsschutz“. 2012 kam in ein Zeugenschutzprogramm. Trotz gegenteiliger Hinweise stritt er jeden Kontakt zum Trio Mundlos, Böhnhardt, Zschäpe ab sowie eine Beteilung beim National-Sozialistischen-Untergrund (NSU). Im März 2014 (sz) tauchte jedoch eine „NSU-CD“ mit vielen seiner eigenen Fotos auf, die das Gegenteil nahelegte. Daraufhin verstarb er ohne noch aussagen zu können. Verfassungsschutz-Informant „Corelli“ war beim NSU weiterlesen

Baden-Württemberg: SPD versagt bei NSU-Untersuchung

Im Gegensatz zum Grünen-Landeschef Oliver Hildenbrand zeigt SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel keine Sympathie für die Einrichtung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses in Baden-Württemberg. Genauso wie auf Bundesebene: Gegen eine neue Untersuchung ist die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Eva Högl (SPD). Sie sagte, man solle „aus der Sache keine never ending story“ machen. Die Hinterbliebenen der NSU-Opfer sehen das anders. Baden-Württemberg: SPD versagt bei NSU-Untersuchung weiterlesen

NSU: Beim 9. Mordopfer Yozgat – kein Rassismus?

Die Obfrauen im NSU-Bundestag-Untersuchungsausschuss (UA) Eva Högl (SPD) und Petra Pau (die Linke) erklären die sogenannten Ermittlungs-„Pannen“ mit „rassistisch geprägte Vorurteilsstrukturen“ (BZ). Gleichzeitig betonen die Mitglieder des Ausschusses, dass sie „keinerlei Ansatzpunkte“ gefunden hätten, dass Behörden wussten, „wer die Täter sind und sie geschützt haben“ (mainpost), beide distanzieren sich von „Verschwörungstheorien“. Mit der Fallstudie des 9. Mordopfers Halit Yozgat wird diese Argumentation widerlegt und gefragt, wem sie nützt und wer damit entlastet wird. NSU: Beim 9. Mordopfer Yozgat – kein Rassismus? weiterlesen

Die Vernichtung der NSU-Akten, ein Überblick

Hans-Peter Friedrich (CSU) trägt als damaliger Bundesminister des Innern Mitverantwortung an der Vernichtung von Beweismaterial, NSU-Aktenbeständen des Verfassungsschutzes. Statt Einhalt zu gebieten wurde ein „Vernichtungserlass“ gegeben, die Öffentlichkeit im Unklaren gelassen. Scheibchenweise kommt jedoch die Wahrheit ans Tageslicht. Die Frage drängt sich auf: Hatte Friedrich sein Ministerium im Griff oder war er nur eine Marionette des tiefen Staates? Ein chronologischer Überblick über die Akten-Vernichtung von November 2011 bis Ende 2012. Die Vernichtung der NSU-Akten, ein Überblick weiterlesen

Durfte der Kölner Bomben-Anschlag nicht aufgeklärt werden?

Die Polizei ermittelte erfolglos und auf höchst stümperhafte Weise die Hintergründe des Bomben-Anschlages von Köln 2004. Wichtige Spuren wurden einfach nicht nachgegangen, unbequeme Zeugenaussagen ignoriert. Dies könnte mit politischen Druck erklärt werden und mit einer Verwicklung der Geheimdienste. Durfte der Kölner Bomben-Anschlag nicht aufgeklärt werden? weiterlesen