NSU-Selbstmord Florian Heilig: Zeuge macht brisante Aussagen!

Am 5. Dezember meldete sich hier der Zeuge Andreas U. Er musste am 16. September 2013 den (angeblichen) Selbstmord von Florian Heilig direkt mit-ansehen. Seine brisanten Aussagen sind wichtig, auch von der Polizei wird er als entscheidender Zeuge für den Selbstmord angeführt: “Wenn ein Zeuge sieht, wie ein Auto in Flammen aufgeht und keine weitere Person in der Nähe ist, dann ist die Sache für uns klar.” So klar sind jedoch seine Aussagen bei weitem nicht. Die drängenden Fragen sind: Wie wurde der Brandbeschleuniger im Auto gezündet; der Zeuge sah eine 25 cm große Stichflamme verbunden mit einen Knall und eine anschließende Explosion, Bruchteile vor den eigentlichen Verpuffungen und der Flammenhölle. Daher wäre eine genaue Untersuchung des Tatortes vonnöten gewesen, genauso wie eine Autopsie. Angesichts der unzähligen polizeilichen „Pannen“ bei den NSU-Ermittlungen kann nicht damit gerechnet werden. Ist Innenminister Reinhold Gall (SPD) über den Sachverhalt informiert und drängt wirklich auf Nachforschungen?

Der Zeuge war auf seinem Fahrrad „auf dem Weg zur Arbeit“, gegen 09:00. Er hatte „das Fahrzeug ca. 30 sek. vor der Explosion im Blick und niemanden gesehen.“

„Als ich das Fahrzeug das Erste Mal sah, war ich (lt. Google) 230 m weg. Als ich ca 80 – 100 m dran war, fing es an zu brennen. Ich bin dann weitergefahren auf 20-30 m heran, dabei brannte das Fahrzeug schon lichterloh und es gab Verpuffungen.“

„Ich war auf der Zufahrt vom Campingplatz Richtung Talstr. unmittelbar neben der Einfahrbahn vom Daimler. Parallel zur Mercedesstr. auf der anderen Seite des Wasens.“

Es gab weitere Zeugen!

„Die 3 Leute vom Krandienst waren etwa 100m weg vom Fahrzeug ziehmlich genau die Hälfte zwischen Mercedesstr. und Zufahrt Campingplatz. Ein weiterer Zeuge mähte Rasen an der Böschung der Talstr. zum Wasen.“

Er dementierte ausdrücklich gesehen zu haben, wie „Florain Heilig ins Auto stieg“, auch „keiner der 5 Leute die gesehen haben wie das Fahrzeug gebrannt hat.“

„E. Krüger“ wies in einem Kommentar in diesem Zusammenhang auf eine Meldung der „Heilbronner Stimme“ hin (Friedensblick):

”Nach Angaben von Thomas Ulmer, Pressesprecher der Stuttgarter Polizei, hatte ein Zeuge am Montag gesehen, wie der 21-Jährige alleine in sein Auto gestiegen war. (stimme)
Ich hatte einen mail-Austausch mit einem Journalisten, der meinte am 21.Oktober das eben dies von den Behörden nie bestätigt worden sei. Ich fragte nach, er kannte den Artikel seiner Kollegen nicht, und hatte eben wegen dieses Details Thomas Ulmer gefragt: ”Angesprochen darauf, ob Florian H. erst kurz zuvor eingestiegen war, sagte Ulmer: Dazu haben wir keine Erkenntnisse. ” ( mail vom 22. Oktober ) Für den Journalisten sah es dann so aus als sei dieses Detail unbekannter Herkunft gewesen.“

Eine knallartige Zündung mit Stichflamme

Der Zeuge „sah unmittelbar“ vor dem Brand „vorher von vorn eine Art Stichflamme auf der Fahrerseite kurz über dem Lenkrad. Die Flamme war größer als ein Streichholz oder Feuerzeug, unmittelbar danach brannte das Fahrzeug lichterloh (…).“

Der „Funken oder Blitz“ war verbunden mit einem „Knall“.

„Ich sah den Funken, die Stichflamme etwa über dem Lenkrad und hörte den Knall. Ob es der Airbag war, eine Schreckschusspistole – die ja hätte gefunden werden müssen oder irgendetwas was eine vielleicht 20-30 cm lange Flamme erzzeugt, weiss ich nicht.“

„Ich empfand den Knall nicht besonders laut, die anderen Zeugen beschrieben ihn als sehr laut. Aber ich glaub da sind wir auf der Ebene der subjektiven Wahrnehmung, da wird es schwer Aussagen zu vergleichen. Meine nächste Wahrnehmung war, “Scheiße der brennt ja ….” Der Knall war etwa wie der Korken einer Sektflasche, aber dumpfer und lauter. Zum riechen war ich zu weit weg.“

Der Zeuge hat „als einziger das Fahrzeug beobachtet bevor es brannte“; die vier anderen Zeugen …

„… sind erst nach dem Knall zum Fahrzeug gelaufen. Die Kranleute brachten einen Feuerlöscher mit, der aber angesichts der Größe des Brandes und der zahlteichen Verpuffungen nicht viel brachte.“

Gab es eine Explosion nach der Zündung?

Hier gibt es mehr Tatort-Fotos: Swp. @7aktuell

„Alles“ begann mit einer „Explosion“, „auf manchen der “Tatortbilder” sieht man die hintere Seitenscheibe, diese flog ca. 15 m weit vom Fahrzeug. Es gab danach mehrere Verpuffungen, keine Ahnung wieviele.“

„Ich würde sagen ausser der hinteren rechten Seitenscheibe, sie wurde ca 15m vom Fahrzeug weggeschleudert, hat die Feuerwehr beim Löschen alle Scheiben eingeschlagen. Sie sind nicht durch die Verpuffungen kaputt gegangen.“

 „Friedensblick“ fragte nach:

Hörte sich das „erste Geräusch der “Knall” anders an „als die „anschließenden Verpuffungen“, ist die folgende Zusammenfassung richtig? „Sie ordnen diesen ersten “Knall” eindeutig dem Erscheinen einer “Flamme” zu. Erst darauf verpuffte es “richtig” im Auto.“

Der Zeuge antwortete:

„Ich würde sagen ja. Das Ganze begann mit einem lauteren Knall. Ob dabei schon die hintere Seitenscheibe rausflog kann ich nicht sagen. Das würde vielleicht erklären warum die anderen Zeugen den Knall als lauter empfunden haben.“

Der Brand

Der anschließende Brand im Inneren muss so stark gewesen, dass die Zeugen „bis zu einem Löschversuch“ davon ausgingen, „das das Fahrzeug leer ist.“ Es wäre „Sekunden nach der Zündung klar“ gewesen, „das das niemand überlebt.“

„Noch eins, der Brandbeschleuniger muss sich im vorderen Teil des Fahrgastraumes befunden habe. Man sieht es an dem verbrannten Lack an den Türen. Nach hinten hin wurde die Hitze geringer, so das dort noch der Lack bis fast ans Fenster geht. Das Benzin im Tank, bei diesem Fahrzeug unter dem Rücksitz, hatte mit dem Brand nichts zu tun.“

„Der Zeuge der mit dem Feuerlöscher da war, wurde immer wieder durch herumfliegende Funken und starken Rauch gestört. Selbst die Feuerwehr hatte nach ca. 4 min noch mit den Verpuffungen kämpfen. Allerdings brauchten sie keine halbe Minute um den Brand zu löschen.“

„Zwischendurch spielten Lampen und Hupe verrückt und der Anlasser drehte leer, daher bin ich sicher das im Fahrzeug kein Gang eingelegt war.“

Erst bei ihrem Löschversuch, noch vor Eintreffen der Feuerwehr, wurde Ihnen klar, „das sich jemand im Fahrzeug befindet.“

„Es gab vorher und während des Brandes keinerlei Anzeichen das sich eine Person im Fahrzeug befindet. D.h. für mich entweder war Florian Heilig sofort nach der Explosion tot oder vorher nicht bei Bewusstsein.“

In diesem Sinne, frag ich mich ob es Zufall oder Kompetenz von Florian Heilig war, das er das so “professionell” hingekriegt hat. Ich traue mir nicht zu die Menge einzuschätzen um ein Fahrzeug so abzubrennen und das Ganze dann auch noch entsprechend sicher zu zünden. Was wäre mit Florian Heilig passiert, wenn das Ganze nicht “sauber” gezündet hätte und er den Versuch überlebt hätte.“

Spekulation

Der Zeuge wundert sich über den Ort. Bei einem Mord hätte man sich doch eine abgelegenere Stelle suchen können!

„Die Strasse selbst ist relativ häufig genutzt, von Radfahrern wie mir und Campern, die auch oft vor dem Campingplatz übernachten. Es ist nicht ungewöhlich das hier Fahrzeuge auch mehrere Tage stehen. Aber unbeobachtet ist der Ort fast nie. hätte man einen abgelegenen Platz gebraucht gibt es das Güterbahnhofgelände, wo das Fahrzeug abgebrandt wäre, ohne das es Zeug gab.“

Aber das könnte gerade das Ziel gewesen sein: Das Auto hätte genau dann in Feuer aufgehen sollen, wenn ein Zeuge gerade anwesend war und bezeugen hätte können, dass keine verdächtige Person am Auto war.

Zeitliche Einordnung

„Mein Handy sagt, das ich 9:04 angerufen hab, in der Zeitung stand irgendwas von 9:02. Das kommt ungefähr hin. Ich selbst hab erst ca. 9:20 auf die Uhr geschaut, da war alles vorbei, der Brand war gelöscht, Presse und Polizei waren vor Ort.“

Seine polizeiliche Vernehmung

„Die Polizei hat nicht so genau gefragt. Wir wurden kurz gefragt was wir gesehen haben, das Protokoll kritzelten 2 Beamte auf ein A4 Blatt wir hatten Gelegeneheit unsere Aussage zu checken und unterschrieben das Blatt. Unsere Personalien wurden aufgenommen. Am Nachmittag rief mich nochmal einer der Polzisten an und fragte ob ich wirklich niemanden gesehen hab. Seit dem hab ich von der Polizei nichts mehr gehört.
Andererseits würde ich heute auch nichts anderes beitragen können als in dem Protokoll steht. Vier Tage später war der Fall als Selbstmord bei den Akten.
Ansonsten hat mich keiner so genau gefragt. Es war auch ziehmlich hektisch, verständlicherweise.“

Die Leiche

„Die Leiche saß auf dem Fahrersitz. Der Beifahrersitz war komplett abgebrannt. Soweit ich sehen konnte war der Körper nach hinten gestreckt. Was wohl mit dem Spannen der, dem Feuer abgewandten, Muskeln zusammenhängt (Stichwort Fechterstellung). Ob die Leiche angeschnallt war oder nicht konnte ich nicht sehen.“

„Ich habe nicht viel mehr als einen nach hinten gekrümmten verkohlten Haufen auf dem Fahrersitz gesehen (…). Ob der Gurt benutzt wurde oder nicht kann ich nicht sagen.“

Daimler-Teststrecke

Foto @7aktuell

„Hinter diesem Zaun befindet sich die Einfahrbahn von Daimler. Ein Stück weiter vorn ist die Steilkurve durch die die Testfahrzeuge mit ca 100 km/h. fahren. Sie sind vor allem auf der linken Seite direkt am Zaun eher schneller. An diesem Tag war dort Verkehr. An diesem Zaun ist es von der Seite der Teststrecke recht unübersichtlich und die Fahrer fahren dort recht schnell durch. Mindestens nach dem Brand sind dort Fahrzeuge mehrfach durchgefahren. Ich glaube nicht das die Fahrer viel von dem Ganzen mitbekommen haben. Das Tor kann man öffnen, aber dann wird die Strecke gesperrt.“

9 Gedanken zu „NSU-Selbstmord Florian Heilig: Zeuge macht brisante Aussagen!“

  1. Zitat:
    25 cm große Stichflamme
    [/Zitat Ende]

    Da die Flamme am Lenkrad begann konnte sie wegen des Daches auch gar nicht wesentlich höher als ca 25 cm sein.

    Frage an den Zeugen Andreas:
    Ging die Flamme bis zum Dach oder endete sie deutlich darunter?

    1. Ich hab mal versucht nachzuschauen. Die Höhe über dem Lenkrad ist tatsächlich nicht sehr groß. Wir reden hier von einem Sekundenbruchteil. replay geht nicht.
      Die Stichflamme (oder was es auch immer war) nahm ca. ein Drittel bis maximal die Hälfte der sichtbaren Scheibe ein. wobei ich die komplette Scheibe meine, ab dem Armaturenbrett.
      Was ich behaupte, beweisen kann ich es nicht ist: Es gab eine Stichflamme (Funken oder was auch immer) die deutlich größer als ein Streichholz oder ein Feuerzeug war. Die Farbe war eher bläulich, nicht wie bei einem Streichholz gelblich. Das Ganze war auf der Fahrerseite.
      Ich denke die Polzei hat herausgefunden mit was das Fahrzeug gezündet wurde. Ich kann da nur spekulieren. Die bläuliche Farbe und die Größe sprechen nicht für ein Streichholz. Vielleicht war es /Spekuation on, ein eine Schreckschußpistole, eine richtige Waffe?, der Airbag – wie zündet man den als Laie? Ist er dann in der Lage den Rest der brennbaren Mischung zu zünden? eine Leuchtpistole – Leuchtkugeln sah ich nicht, es wurde mit einem Streicholz gezündet – dafür war die Flamme zu groß /Spekulation off
      Vielleicht gibt es ja sowas wie einen Katalog von Stichflammen, womit man dann auf die Ursache kommt.
      Zum Wetter, es war trüb. Normalerweise würde einem an dieser Stelle direkt gegen die Sonne blicken, war aber an diesem Tag nicht der Fall.

      1. ——————————————-
        1. Orange: fettes (zuviel Benzin) Gemisch
        2. Bunsenblau: richtiges Benzin-Luft-Gemisch
        3. Weißlich-Blau: mageres Gemisch
        4. Keine oder stark aussetzende Flamme: kein Zündfunke oder zu mageres Gemisch
        5. Aussetzende, grellweiße Blitze: defekter Kondensator
        6. Bunsenblau mit grüner Farbe wechselnd, grüne Farbblitze: mitverbrennendes Öl im richtigen Benzin-Luft-Gemisch
        7. Bunsenblau mit rot-violetter Farbe oder Farbblitzen: mitverbrennendes Öl im richtigen Benzin-Luft-Gemisch
        http://www.zephyr-garage.de/colortune/colortune.htm
        ———————————-
        So ein Benzin-Luft-Gemisch sollte sich gebildet haben, sonst wäre die Scheibe wohl nicht so weit geflogen( wurde jedenfalls so bei der zwickauer Wohnung erklärt ). Vielleicht lässt sich das so erklären.

          1. Also es war eher keine „normale“ Airbag-Explosion, weil es eine Stichflamme war und keine Wolke, sowie weil die Flamme bläulich und kleiner war als die Wolke auf dem Foto. Aber der Knall erinnerte Sie an eine Airbag-Explosion?

  2. Der erste Knall muss sich lauter als die folgenden anhören weil da ja Druck dahinter ist, die Scheibe ist vorher noch drin( die könnte der „Korken“ gewesen sein ), es ist auch eine Verpuffung, aber stärker als die folgenden.
    Die Stichflamme am Anfang(25cm, etwa eine Kopflänge) könnte auch dadurch entstanden sein das sich Flüssigkeit oder vielleicht auch Gas entzündet hat, ich denke das ist schwer zuzuordnen. Die Assoziation mit dem Airbag kommt von dem ersten Knall( „wie der Korken einer Sektflasche, aber dumpfer und lauter“ ) und herumfliegenden Fetzen :
    „Der Funken war größer als ein Streichholz oder Feuerzeug, im Ersten Moment dachte ich ein Airbag knallt es war auch von einem entsprechenden Knall begleitet.
    Die nachträglichen Verpuffungen deute ich als Airbag. Es flogen dadurch brennende Stofffetzen herum aber die Flammen wurden nicht größer, also nichts was das Feuer weiter anheizt.“
    (Andreas December 6, 2013 at 8:16 am)
    Die Fetzen fielen Andreas anscheinend erst auf als es schon gebrannt hat, sie müssen also nichts mit dem ersten Knall zu tun gehabt haben. Das liegt ja zeitlich alles sehr dicht beieinander, Stichflamme, Knall, Feuer, die Entfernung beträgt 80m. Das Geräusch der abplatzenden Scheibe wird sich mit dem der ersten Verpuffung vermengt haben. Die Fragen von Georg Lehle lassen eine Art Knallzünder erahnen, ich denke da ist zu viel reininterpretiert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.