NSU: Nur „390 Euro aus Überfällen“!

Bisher wurde medial stets propagiert, dass sich die (angebliche) NSU-Kleinstzelle bestehend aus Böhnhardt, Mundlos, Zschäpe aus Banküberfällen finanzierte. Auch in ihrem Zwickauer Wohnhaus wären “weitere Geldbanderolen von Banküberfällen in Sachsen” gefunden worden (FR).

Durch das NSU-Gerichtsverfahren kam jetzt heraus, dass diese Darstellung nicht aufrechterhalten werden kann. Von den im Haus gefundenen fast 200.000 Euro, würden lediglich „390 Euro aus Überfallen“ stammen!

In der Frühlingsstraße in Zwickau, Zuhause beim #nsu, fanden die Ermitller bloß 390 Euro aus Überfällen. (twitter)

Diese Klarstellung müsste eigentlich zu kritischen Nachfragen seitens Journalisten und Redaktionen führen. Vor allen Dingen wie das Trio die (angeblich) erbeuteten 600.000 Euro ausgeben konnten, obwohl die Geldscheine registriert wurden (clever)! Wie wurde das Geld gewaschen?

Die Frage stellt sich weiter:

NSU: Wie wurde der Terror wirklich finanziert?

3 Gedanken zu „NSU: Nur „390 Euro aus Überfällen“!“

  1. Gisela Friedrichsen berichtet vom NSU-Prozess, dass lediglich 390 Euro in der Zwickauer Wohnung gefunden worden wären.

    „Im Schutt der vermutlich von Zschäpe in Brand gesetzten letzten Wohnung des Trios in der Zwickauer Frühlingsstraße fanden die Ermittler nur 390 Euro. Heißt das, dass die beiden Uwes den Hauptteil ihrer Beute bei sich hatten, ihre Gefährtin aber nur mit einem Handgeld zurückblieb? Oder verbrannte Geld in der Frühlingsstraße, weil Zschäpe es unbeachtet zurückließ?“
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/nsu-prozess-zeuge-zur-tatwaffe-ceska-83-a-928210.html

  2. Gisela Friedrichsen hat „aus Überfällen“ entweder akustisch nicht verstanden oder die Bedeutung nicht kapiert.

    Jedenfalls stehjt in der Zusammenfassung bzw der Anmerkung der FDP zum Untersuchungsausschuss die Gesamtsumme drin:

    Zitat:
    die Geldfunde in der ausgebrannten Wohnung in der Frühlingsstraße in Höhe von mindestens 190.315 Euro
    (MAT_A_GBA-4-3 (DVD), Vorl. SA 12, S. 426, 509)
    S. 67
    http://www.hartfrid-wolff.de/files/hwolff/uploads/files/stellungnahme_fdp_zu_nsu-ausschuss.pdf

    1. Kriminaloberkommissar Jens Merten wurde zu den Banküberfällen seitens des Bundestags befragt:

      Clemens Binninger (CDU/CSU): Gut. – Können Sie uns sagen, wie hoch die Gesamtsumme war, die die Täter erbeutet haben bei den Banküberfällen? Mal ohne Eisenach, den letzten beiden. Das waren dann 87 000. Aber davor? (Der Zeuge blättert in seinen Unterlagen)

      Zeuge Jens Merten: Ich habe eine Gesamtsumme von 504 169,73 Euro.

      Clemens Binninger (CDU/CSU): Rund 500 000, kann man sagen, ja?

      Zeuge Jens Merten: Ja.

      Clemens Binninger (CDU/CSU): Davon wurden ja, soweit wir den Akten entnehmen konnten, rund 190 000 noch gefunden. Das heißt, ausgegeben haben die über all die Jahre etwas über 300 000 Euro. (…)

      Zeuge Jens Merten:

      Also, ich muss erst mal sagen: Ich höre das erste Mal, dass so viel Geld gefunden wurde.

      Clemens Binninger (CDU/CSU): Das haben wir entnommen – – Liege ich falsch?

      (StA Andreas Christeleit (BMJ): Nein!) –

      Nein. Okay.

      Zeuge Jens Merten: Also gut, ich will bloß sagen: Für mich ist es jetzt schwierig, so ad hoc zu sagen. Wir haben fünf Jahre, drei Mann, die Waffen gekauft haben, Wohnmobile anmieten, finanzieren mussten, wir haben 300 000 – passt das oder nicht? Ich denke, das wäre jetzt reine Spekulation. Also, da kann ich Ihnen jetzt keine genaue Auskunft geben. (…)
      http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/CD14600/Protokolle/Protokoll-Nr%2043.pdf

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