NSU: Verwirrung um Phantombilder der Kiesewetter-Mörder

Am 25. April 2007 wurden zwei Polizisten in einer Heilbronner Festwiese überfallen, die Polizei-Beamtin Michele Kiesewetter starb. Erst 2013 wurden Phantombilder der möglichen Täter veröffentlicht. Jedoch gibt es begründete Verdachtsmomente, dass diese Veröffentlichungen zum Teil auf falschen Angaben der polizeilichen Ermittlungsakten beruhen.

Ein im internet-Forum „politikforen“ teilnehmender Diskussionsteilnehmer namens „fatalist“, hätte Einblick in die polizeilichen Ermittlungakten genommen. Er zitiert daraus sinngemäß einen Augenzeugen-Bericht. Es hätte sich um einen männlichen Zeugen gehandelt, der sich unverzüglich am Abend bei der Polizei meldete. Laut Polizeibericht hätte er einen Mann mit blutverschmierten Arm und einer Tätowierung „Kreuz auf Hügel“ gesehen. Laut „fatalist“ hätte er insgesamt drei Personen gesehen und ausgesagt, …

„… dass er 2 Männer und eine Frau gesehen hat, ein Mann mit blutigem Arm sei zu einem Auto, MOS-Kennzeichen gelaufen und reingesprungen/schnell eingestiegen, und das Auto sei weggefahren.“ (politikforen)

Die Heilbronner Zeitung „die Stimme“ berichtete am 25.04.07 offenbar von diesem Zeugen:

Leider wurde diese Meldung gelöscht.

Die sächsische Zeitung schreibt am 26.04.07:

„Ein Zeuge hatte einen blutverschmierten Mann in der Nähe des Tatorts beobachtet. Der Unbekannte soll eine Radfahrerin beinahe umgerannt haben und auf den Rücksitz eines davonfahrenden Autos gestiegen sein.“ (sächsische-Zeitung)

Eine andere Meldung von 28.04.07 bestätigt, dass ein Zeuge einen „blutverschmierten Mann“ sah, „der in der Nähe des Tatorts“ gesehen hätte (stern).

Am 14.05.07 schreibt „die Stimme“:

„Ein Zeuge will nach eigener Aussage am Mittwoch vergangener Woche einen blutverschmierten Mann am Tatort gesehen haben, der eine Frau mit Kopftuch beinahe umgerannt hätte.“ (die-stimme)

Laut „fatalist“ hätte die Polizei nach den Angaben des Zeugen Herrn Moser ein Phantombild der Frau angefertigt, jedoch seltsamerweise nicht des Mannes mit dem blutigen Arm; er fragt:

„3 Tage danach hätte das Phantombild dieses blutverschmierten Mannes längst in allen Zeitungen sein müssen. War es aber nicht. Was bedeutet das? (…) Es gibt 3 weitere Zeugen für das Auto mit MOS-Kennzeichen, die alle 1 oder 2 Männer, davon immer einer mit blutigem Arm, in das Auto springen sahen.“ (politikforen)

Es liegt ein Phantombild vom Jahr 2007 von einem Mann vor, der in ein Auto hineinsprang.

„Bild 9: Dieser Mann soll kurz nach der Tat in ein Auto mit laufendem Motor gesprungen sein. Sein rechter Arm und sein T-Shirt seien mit Blut befleckt gewesen.“ (Hajo Funke)

Desweiteren liegen zwei Phantombilder von 2007 vor, die auf einer Zeugin zurückgehen. Sie sah einen Mann, dessen „linke Seite sei blutverschmiert gewesen.“(Nr.3+4)

Andere Darstellung des „Kontext“

Die Wochenzeitung „Kontext“ veröffentlichte am 17.07.2013 u.a. das Phantombild der Frau und nahm dabei Bezug auf Ermittlungsakten – doch in einem komplett anderen Zusammenhang! Der Zeuge hätte sich erst 2009 gemeldet, von einer beobachteten Flucht in ein Auto wird in diesem Zusammenhang nicht berichtet!

„Im Februar 2009 übernahm das baden-württembergische Landeskriminalamt (LKA) dann den Fall. Kurz darauf erwies sich die DNA-Spur als Riesenpleite. Die Wattestäbchen zur Aufnahme von DNA-Spuren waren mit der DNA jener Frau kontaminiert, die sie bei der Herstellerfirma verpackt hatte.

Nun bekamen die Phantombilder wieder Bedeutung. Zumal sich nach der Veröffentlichung der Ermittlungspanne ein neuer Zeuge meldete. Er berichtete, dass er kurz nach der Tat wenige 100 Meter südlich des Tatorts zwei Männern und einer Frau begegnet sei. Einer der Männer habe sich im Neckar seine blutverschmierten Hände abgewaschen.“ (kontext)

Mit diesem „neuen Zeugen“ hätte die Polizei ein Phantombild der Frau angefertigt. Die Wochenzeitung „Kontext“ veröffentlichte das Bild 2013.

Laut „Fatalist“ würde dieses Phantombild jedoch auf den Zeugen zurückgehen, der sich 2007 meldete. Dieser Zeuge wäre nicht identisch mit dem Zeugen aus dem Jahr 2009. Die Datum-Aufschrift auf dem Bild widerspricht „fatalist“, dort steht 2009!

Phantombild Nr. 1

Der Zeuge der „kontext“-Darstellung

Er hätte sich erst 2009 bei der Polizei gemeldet, da er fürchtete, dass die Polizei ihm nicht geglaubt hätte! Seine unglaubliche Version:

„So gab ein heute 59 Jahre alter Mann aus dem Süden Heilbronns im Mai 2009 bei der Polizei zu Protokoll – zweieinhalb Jahre, bevor der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) bekannt wurde –, dass ihm am Tattag gegen 14 Uhr nahe der Otto-Konz-Brücke, nicht weit vom Tatort entfernt, zwei Männer und eine Frau mit weißem Kopftuch entgegengekommen seien.“

Er habe seine Beobachtungen nicht gleich bei der Polizei gemeldet, weil er dachte, ihm glaube niemand, gibt der Zeuge im Gespräch mit der Heilbronner Stimme an. „Meine eigene Familie hat mir nicht geglaubt“, sagt er. Aber als zwei Jahre später die Ermittlungen der Polizei mit der Wattestäbchen-Panne ins Leere liefen, konnte er eigenen Angaben nach nicht mehr anders.“ (stimme)

Desweiteren hätte die Polizei laut „Kontext“ durch diesen „neuen Zeugen“ auch ein Phantombild des „blutverschmierten“ Mannes anfertigen lassen.

„Auch die neuen Phantombilder (Phantombilder Nr 1 und 2), die auf den Angaben des neuen Zeugen fußten, wurden nicht veröffentlicht.“(kontext)

Weiter ließ die Polizei im Mai 2011 …

„… von einer Zeugin, die unmittelbar nach der Tat an der Heilbronner Theresienwiese einen blutverschmierten Mann in ein Auto einsteigen sah, ein zweites Mal ein Phantombild erstellen (Bild 3 und 4).“ (kontext)

Tatsächlich hat das Phantombild 3 das Datum 2007, Nr. 4 trägt keine Datumsangabe.

Laut Aussage von „fatalist“ wären jedoch diese Phantombilder (2-14) nicht identisch mit denen der Ermittlungsakten, die er sah!

„Bild 3: Eine Version eines Mannes, den eine Zeugin in der Nähe des Tatorts gesehen haben will. Seine linke Seite sei blutverschmiert gewesen.“(kontext)

Das Magazin „Kontext“ schrieb in ihrem Artikel nicht über die männlichen Zeugen von 2007. Stattdessen schreibt es nur über eine „Zeugin„. Wenn diese „Kontext“-Aussage stimmt, dann gäbe es sogar zwei Zeugen, die einen blutverschmierten Mann in ein Auto einsteigen sahen. Laut „fatalist“ hätte es dafür sogar 4 Zeugen gegeben!

Die über allen stehenden Frage ist jedoch, warum die Zeugen-Beschreibungen nicht unverzüglich 2007 erstellt und veröffentlicht wurden. „Durfte der Kiesewetter-Mord nicht aufgeklärt werden?“

Ein Untersuchungsausschuss wäre das Mindeste, was die Demokratie machen könnte. Bisher passiert nichts in der Richtung.

Sind der Grün/Roten Koalition in Baden-Württemberg kurzfristige Machtkalküle wichtiger als die Aufklärung des Mordes an der 22-jährigen Polizistin Kiesewetter?

Foto: DDP

8 Gedanken zu „NSU: Verwirrung um Phantombilder der Kiesewetter-Mörder“

  1. Und friedensblick nuss sich fragen lassen warum es nun ein Sprachrohr von Fatalist sein will, eigentlich könnte man es dem mit seinen 19000 politkforen-Beiträgen doch selber zutrauen. Also, die Phantombilder wurden auch noch bei Hajo Funke veröffentlicht, mit Beschreibungen :
    http://hajofunke.wordpress.com/2013/07/18/gesucht-werden-wegen-des-mordes-an-michele-kiesewetter-hinweise-bitte-an-die-polizei/
    Es gibt drei verschiedene blutverschmierte Phantome, eines davon wäscht sich die Hände(2009, Nr.2), bei einem anderen soll eine Seite blutverschmiert sein, von dem gibts 2 Bilder(2007, Nr.3+4) und wieder ein anderes soll blutverschmiert in ein Auto gestiegen sein(2007, Nr.9). Bei drei Bildern steht das Datum drauf. Wo genau ist da das Problem ? Und dieser Fatalist meint nun nur er kennt die echten Phantombilder ? Warum soll der sie nun kennen, wenn er jeden Tag ein halbes Dutzend Beiträge schreibt, wo nimmt er dann noch die Zeit fürs investigative her ? Also, ich weiss nicht…

    Nr.9 könnte identisch mit der Person sein die als letztes das NSU-Mordopfer Theodoros Boulgarides(2005, München) lebend gesehen haben soll :
    http://www.spiegel.de/fotostrecke/neue-spuren-doener-morde-spur-im-rechtsextremen-milieu-fotostrecke-75064-5.html
    Der Mund ist scchon ziemlich auffällig…

    1. ich stehe den furchtbaren politischen ansichten von „fatalist“ diametral entgegen. soll das aber dazu führen, ihn zu ignorieren? schwierige entscheidung. laut seinen angaben hätte er zugang zu ermittlungsakten und bietet mir daraus informationen an. nach meiner prüfung erscheinen die informationen glaubhaft und machen sinn.

    2. Hajo Funkes Artikel über die einzelnen Phantombilder habe ich nicht berücksichtigt, da mir nicht bekannt. Der Artikel geht auf alle Phantombilder ein.
      Ich werde es in meinem Artikel einfügen.

  2. Also es gibt drei blutverschmierte Phantome, daher verstehe ich jetzt nicht wo da genau das Problem ist. Es werden zwei mal Frauen mit Kopftüchern erwähnt, da gibt es aber keinen Hinweis das die identisch sein sollen.
    Es gibt noch ein weiteres Heilbronner Phantom :
    http://news.bbc.co.uk/2/hi/7341360.stm
    Ich denke das werden sie gemacht haben weil sie unbedingt diese Wattefee finden wollten, von Marin A.’s Angaben haben sie lediglich übernommen das es eine dunklere Person war, und ihren Wattefantasien freien Lauf gelassen und sich vorgestellt eine Frau hätte sich mit Stäbchenbart als Mann verkleidet.
    Leute wie Fatalist wollen ja üblicherweise das Mevlüt K. auf Martin A. geschossen hat. Ich hielt das für Unsinn-bis ich die Phantombilder sah. Ausgerechnet die nach A.’s Angaben gefertigte Nr.14 hat Ähnlichkeit( bis auf den Mund, den hat die Nr. 6 ). Aber auch dieses Bild soll ja laut Fatalist gar nicht echt sein. ( Das hätte der sich mal vorher überlegen können )

    Also bei den Informationen die da aus der Ecke kommen, da les ich lieber Bild, da ist dieser manipulative Ansatz nicht so…

  3. Bei den echten Phantombildern gibt es keinen Wladimir Putin.
    Was also wollte die Kontextwochenzeitung mit dem Putin-Phantombild mitteilen?
    Warum werden Fantasie-Zeichnungen als Phantombilder der Polizei ausgegeben?
    Die Frau ist aus den Akten, die 13 Männer nicht.

    „Die Öffentlichkeit hätte ein Anrecht darauf, die Bilder endlich zu sehen“, so wurde die Veröffentlichung begründet. Und dann 13 falsche Bilder?

  4. Also, zu den Phantomen, ich hatte schon mal was dazu geschrieben, ich mach mal so eine aktualisierte Betrachtung, soweit wie ich das zusammmenkriege. Ich vergleiche die Phantome, schreib auch was dazu, einiges klingt bestimmt erstmal abgehoben. Aber betrachten und vergleichen kann ja jeder selber. Das ganze fängt schon recht stimmungsvoll an :
    “ Martin A. erklärte sich damit einverstanden, dass Experten ihn unter forensischer Hypnose befragen, eine Praxis, die in Deutschland äußerst selten angewandt wird. Bei dem Termin am 22. April 2008 schilderte der Polizist erstmals Einzelheiten der Bluttat. “
    http://www.focus.de/panorama/reportage/report-fahnder-setzten-auf-hypnose_aid_708080.html (30.01.2012)
    Am 17.07.2013 wurden dann 14 Phantombilder von der Kontext-Wochenzeitung und einen Tag später von Hajo Funke veröffentlicht. Da ist aber kein Phantom dabei wo Datum und/oder Beschreibung passsen. Das Hypnosephantom müsste einen der Attentäter zeigen. Vorher(2008) wurde auch schon mal ein Phantombild veröffentlicht, aber seit dieser Wattestäbchengeschichte ist das wohl out. Dieses Wattestäbchenphantom( WSP ) ist eine Mischung aus Phantom Nr.5 und Nr.6 :
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=151499891723684&l=69cb25040f
    Links Nr.5, Mitte WSP, rechts Nr.6
    Nr.5&6 wurden am gleichen Tag nach Angaben des selben Zeugen erstellt. Man nahm Nr.5 als Basis, da man weibliche DNA gefunden hatte schien der besser zu passen, machte einen dunkleren Typen wie Nr.6 draus, bei Nase und Mund ging man Kompromisse ein, die Ohren sind von Nr.6. Demnach müssten Nr.5, Nr.6 oder beide unter Hypnose nach Angaben von Martin A. erstellt worden sein. Allerdings 2007, steht auf den Bildern, zu einem Zeitpunkt wo der sich offiziell im Krankenhaus befand. Aber dann zweieinhalb Wochen lang von einem krankenhaus ins andere verlegt wurde( Kontext berichtete darüber ). Martin A. war natürlich traumatisiert, die Hypnose war nicht legal, deshalb gibt man 2008 als Datum dafür an und fügt ein paar undatierte extra-Phantome der Sammlung zu, darunter Putin( der unten rechts signiert ist ).
    Soweit erstmal zum WSP.
    Nach Angaben von Martin A. wurde aber 2010 noch ein weiteres Phantombild gefertigt, das ist das letzte in der Sammlung, die Nr.14. Auch wieder ein dunklerer Typ, wie schon die Nr.6. Der hat nun Ähnlichkeit mit Mevlüt K., der in dem DIA-Observationsprotokoll erwähnt wird( in einer türkische Zeitung ist er abgebildet ). Nur der Mund passt rein gar nicht, der Rest kommt mehr oder weniger hin, je nach Detail. Dem schon verlinkten Fokus-Artikel ist zu entnehmen :
    “ Martin A. erklärte weiter, er habe instinktiv nach links zur Fahrerseite geschaut und dabei den Oberkörper und die Mundpartie eines Mannes erkannt….Die Hypnosevernehmung musste abgebrochen werden, weil es Martin A. gesundheitlich schlecht ging. “
    Wenn also Nr.5 oder 6 Hypnosephantome sein sollten, und tatsächlich K. geschossen hat, dann müsste eines einen passenden Mund haben, der Rest dürfte weitgehend unbrauchbar sein. Aber siehe da : die Nr.6 hat passenden Mund, Nase, Ohren und Frisur( aber die Haarlänge stimmt nicht ). Gesichtskontur und Augen passen nicht. Wenn man nun die passenden Teile der Nr.6 der Nr. 14 einsetzt sieht das so aus wie der rechts( links zum Vergleich Mevlüt K. ):
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=139302589610081&l=8e69a4f866
    Vor kurzem kam raus das der VS am Tag der Hinrichtung in Heilbronn eine Quelle treffen wollte, und da wird auch gleich wieder gemauert. Man kann einen ganz brauchbaren K. aus zwei Phantombildern rekonstruieren, und die zusammenzufügen macht Sinn. Aber das DIA-Protokoll ist natürlich eine Fälschung ?
    Soweit zu K.
    Der eine oder andere mag oha denken, aber was solls, in der Keupstrasse sieht es aus wie bei MIB, wie die geblitzdingst werden, und mit der Hypnose hat ja der Fokus angefangen.
    Also noch mal zu Phantom Nr.5. Es sieht ja keines der Phantome aus wie einer der NSU-Uwes. Bis auf Nr.5, der blonde Junge hat Ähnlichleit mit Mundlos Anfang der 90er :
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=151505158389824&l=77d26aeecf
    ( Führerschein-Abbildung ist aus dem spiegel Nr.15 diesen Jahres, S.17 )
    Der Unterkiefer stimmt exakt überein. Das WSP basiert auf Mundlos als Teenager, er war so dicht dran das sie aus ihm und K eine Person machten. Aber wieso hat er sich verjüngt, wieso hat er eine Stupsnase, wieso dieser Mund ? Wieso reicht sein kurzes Haar so tief ins Gesicht, das WSP hat etwa die gleiche Haarlänge, da ist der Haaransatz ja auch nicht mitten auf der Stirn ? ich denke Nr.5 könnte von unten betrachtet worden sein, die Einzelteile wurden dann aber in eine Frontalansicht eingefügt. K schoss Martin A. nieder, K ging und Mundlos kam und nahm die Trophäen an sich. Martin A. war bewustlos, seine Augen konnten nicht mehr scharf stellen, unter Hypnose wird ein diffuser Eindruck heraufgeholt, aber die Optik ist wie im Vollrausch. Daher ist Mundlos so jung.
    Zugegeben etwas spekulativ, ich weiss tatsächlich nicht wie weit da die Möglichkeiten der Hypnose gehen.
    Ich komme mal etwas runter, ich hatte im vorigen Beitrag erwähnt das ein Phantombild das den letzten Kunden von Theodoros Boulgarides(NSU-Opfer Nr.7) zeigt, Ähnlichkeit mit Phantom Nr.9 hat. Ersterer ist rechts zu sehen, letzterer links :
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=151505371723136&l=84a7935080
    Und einen hab ich noch, vergleichsweise vage, aber na ja :
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=151564361717237&l=91b6d79bd3

  5. Die von der SOKO PARKPLATZ im Frühjahr 2011 zur Veröffentlichung vorgesehenen 3 Phantombilder (aus 14) werden in den Akten wie folgt bezeichnet:

    „Die nachfolgend numerisch bezeichneten Phantombilder entsprechen der
    Bezeichnung innerhalb der Lichtbildmappe 22.“

    Bild Nr. 5
    Zeuge M., Frührentner, Russlanddeutscher, zeigt einen Mann mit blutverschmiertem Arm, der ein Tattoo auf dem Unterarm hat, „ein Kreuz auf einem Hügel“.

    Bild Nr. 7
    Zeuge Martin A., Polizist, das Bild zeigt den Mann, den er im Aussenspiegel sah, bevor er von dem Täter in den Kopf geschossen wurde. (Ergebnis der Rekonstruktion, Video-Dokumentation vom 18.11.2010)

    Bild Nr. 8
    der Eheleute K. der im Wertwiesenpark gesehen wurde, und als ein Hubschrauber sich näherte in ein Gebüsch hechtete. Das wurde als Fluchtverhalten interpretiert.

    Nach der Besprechung mit dem Staatsanwalt Meyer-Manoras wurde das Bild Nr. 8 überarbeitet und wurde neu zu Bild Nr. 11. Dieses neue Bild ging am 11.5.2011 an den Staatsanwalt.

    Am 26.5.2011 wurde eine Besprechung mit Martin A. bei LKA BW wegen der geplanten Veröffentlichung seines Phantombildes Nr. 7 (erstellt am 2.11.2010) durchgeführt, in der der Zeuge der Veröffentlichung NICHT zustimmte.
    2 Tage zuvor gab es dazu bereits ein 4-stündiges Gespräch bei der Staatsanwaltschaft Heilbronn. Ergebnis des Gespräches am 24.5.2011 mit Herrn Meyer und Herrn Koch: A. habe klar zum Ausdruck gebracht, dass er Angst vor einer Veröffentlichung habe und dass er im Falle einer Veröffentlichung das Land verlassen werde.

    Dieses wiederholte er beim Gespräch beim LKA am 26.5.2011.

    Am 2.8.2011, also nur 3 Monate vor dem 4.11.2011, untersagte der EStA Meyer-Manoras dem Soko-Chef Mögelin am Telefon mündlich die Veröffentlichung der Phantombilder Nr. 5, 7, 11.

    Mögelin musste die Begründung am Telefon mitschreiben, da eine schriftliche Begründung NICHT kommen würde (und auch nie kam).

    Das steht in den Akten.

    Frage: Warum haben die von Kontext veröffentlichten Phantombilder ganz andere Nummern und orientieren sich nicht an den Nummern in den Ermittlungsakten?
    Warum gibt es dort einen Putin?
    Warum sind 13 Männerzeichnungen nicht die aus den Akten?

    Bild Nr. 11 zeigt denselben Mann wie Bild Nr. 8, es ist eine Modifikation von Nr. 8.
    Warum steht das alles nicht bei Kontext?

    Warum unterstützt der Journalist Rüdiger Bässler von der Stuttgarter Zeitung die Putin-Zeichnung, indem er von einem „running gag“ innerhalb der SOKO berichtete, den es gar nicht gab, weil ja Putin gar nicht auf den echten Phantombildern abgebildet ist?

    Warum hat Böhnhardt das Wohnmobil für Heilbronn mit dem Personalausweis von Holger G. ausgeliehen, den Böhnhardt gar nicht hatte?

    Warum war das beim letzten Wohnmobil für Eisenach ebenso?
    Ausgeliehen mit Führerschein und BPA (Bundespersonalausweis) von Holger G.?
    Samt Adresse, Strasse, Hausnummer. In Pässen stehen keine Adressen 😉

  6. Da ich auf der Seite von Interpol die Fotos von Mevlüt K.[1] gesehen habe setze ich das mit dem Vergleich mal fort. Ein Foto ist auch in der Zeitung ensonhaber abgebildet[2], das nehme ich auch wieder dazu, ausserdem das Wattestäbchenphantom( WSP ), sowie in der Kontext-Wochenzeitung veröffentlichte.
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=172539266286413&l=8bf703c814
    Hier sind in der Mitte die beiden Fotos von Mevlüt K. zu sehen, das links ist von Interpol, es dürfte K. bei seiner Verhaftung 2002 zeigen. Das rechts ist aus der ensonhaber, der Artikel stammt von 2012. Demnach liegen maximal 10 Jahre zwischen den Aufnahmen, und K. hat sich in dieser Zeit verändert, nicht nur der Haaransatz ging zurück, die Gesichtszüge scheinen auch härter, soweit die Bildqualität einen Vergleich zulässt. Links ist das WSP zu sehen, wahrscheinlich war der androgyne Ausdruck gewollt, denn man suchte zu der Zeit eine weibliche Täterin, da man die DNA einer Wattestäbchenverpackerin an diversen Tatorten gefunden hatte. Und als sich das als Fehler herausstellte verwarf man wohl auch dieses Phantom. Es sieht femininer aus als Interpol-K. daneben, aber abgesehen vom Kinn kommt es ansonsten in etwa hin. K. hat im Profil( Interpol-Link ) eine markante Nase, und das WSP sieht danach aus als ob das auch der Fall sein sollte. Das Phantom Nr.14 rechts, welches nach den Angaben von Martin A. angefertigt wurde, hat etwas Ähnlichkeit mit dem ensonhaber-K. daneben, mit dem jüngeren K. eigentlich nicht. Die Kontur kommt noch in etwa hin, der ältere K. liegt irgendwo zwischen beiden Phantomen.
    Noch ein Phantom weist gewissen Ähnlichkeit auf, allerdings nur in einer bestimmten Region :
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=172540292952977&l=a8a54f601a
    In der Mitte ist Phantom Nr.6 zu sehen, gesäumt links von dem jüngeren und rechts von dem älteren K.. ( ich denke dies ist das Hypnosephantom, zwar sollte es laut Datum das WSP sein, aber A. wird in dem Zustand wohl nicht darauf geachtet haben den Schützen möglichst feminin darzustellen )

    [1] http://www.interpol.int/en/UN/%28un_id%29/4551592
    [2] http://www.ensonhaber.com/abdnin-teror-listesinde-bir-turk-2012-01-28.html

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