Der Film „Idiocracy“ warnt vor einer verdummten Gesellschaft

„Idiocracy ist eine im Jahre 2006 erschienene Science-Fiction-Komödie des US-amerikanischen Regisseurs Mike Judge. Er zeigt eine Dystopie der Welt des Jahres 2505, in der eine geistig degenerierte Gesellschaft vor ihrem Ende steht.“ (wikipedia)

Folgende Punkte stechen hervor:

1. Die Menschen sind durch Werbung vollkommen manipulierbar und glauben jeden Versprechungen. Der aus der heutigen Zeit stammende Armee-Bibliothekar Joe Bauers ist durch einen jahrhundertelangen Kälteschlaf in diese Zeit hinein-katapultiert worden. Angesichts des Disasters will er wieder in die Vergangenheit zurück. Schnell bekommt er wegen seiner höheren Intelligenz Schwierigkeiten und wird sogar zu einer Gefängnisstrafe verurteilt; er konnte die Krankenhaus-Rechnung nicht bezahlen. Bauer kann jedoch dank der Blödheit seiner Wächter aus dem Gefängnis fliehen. Sein „Anwalt“ weiß, wo eine Zeitmaschine wäre. Jedoch will der Anwalt lieber fernsehen, als Bauer zur Zeitmaschine zu führen. So überredet Bauer ihn mit der Eröffnung eines Bankkontos.

„Du bringst mich zur Zeitmaschine und wenn ich zuhause bin, dann eröffne ich ein Sparkonto auf Deinen Namen und 500 Jahr später, erwarten uns da Milliarden. Wegen der Verzinsung wird das Vermögen immer größer und größer.

„Oh ja ich stehe auf Kohle. Wieviele Milliarden?“

Quelle, zum Film: ecostream

2. Die Ökonomisierung umfasst auch die Politik.

Als der US-Präsident eine Rede vor dem Parlament hält, ist die Werbung für Kreditkarten-Unternehmen und Softrinks zu sehen.

3. Der US-Präsident machte Bauer zum Innenminister, wegen seiner großen Intelligenz. Er soll das Problem lösen, dass auf den Feldern kein Korn mehr wächst. Schnell sieht Bauer die Ursache: Die Menschen bewässern die Feldern nicht mit Wasser, denn Wasser wäre nach ihrer Meinung nur für die Kloo-Spülung. Sie trinken selbst kein Wasser, selbst Neugeborene werden mit Softrinks gestillt. Softrinks werden auf die Böden geschüttet, da es „Elektrolit“ hätte, was Pflanzen schmeckte. Es weiß zwar keiner warum, aber das stört niemanden. Völlig entgeistert nimmt das US-Kabinett so Bauers Vorschlag auf:

„Augenblick mal, Du hast also vor, die Pflanzen mit Wasser zu bewässern?“

„Wasser, das aus der Toilette?“

„Also ich habe noch nie von Pflanzen gehört, die aus dem Kloo wachsen.“

4. Schließlich kann sich Bauer doch durchsetzen und alle Felder werden mit Wasser bewässert.

Doch daraufhin fallen die Aktien des Softrink-Hersteller „Browndo“ auf Null und die Hälfte der Bevölkerung wird arbeitslos. Bauer wird im weißen Haus von aufgebrachten Demonstranten belagert. Sie forderten Bauers Kopf.

Die Macht von „Browndo“ beruht darauf, dass es während einer Haushalts-Krise …

„… einfach die Nahrungsmittelbehörde [kaufte], und die Rundfunkaufsichtsbehörde auch gleich mit dazu, nun konnte das Unternehmen alles sagen, tun und verkaufen, was es wollte.“

Im Film besteht die Ernährungspyramide der US-Lebensmittelbehörde „FDA“ aus Junk-Food und Softrinks.



Auch die Medien schossen sich auf ihn ein.


„Er setzte auf das Wasser aus den Toiletten, aber jetzt steckt Minister „Nicht Sicher“ selbst ganz tief in der Toilette.“

Die Parallelen zur heutigen Entwicklung sind offensichtlich:

Der Kabarettist Georg Schramm spricht über die systematische Verblödung eines Teils der Bevölkerung. Er redet über das Bildungssystem, nimmt die Qualität der Medien treffend aufs Korn und fragt “Was hat das zu bedeuten? (…) Soll das ein Versehen sein? Nein” [7:30] und fragt “Was ist wichtig für das Land”:

“Wachstum! (…) Wir brauchen sie nur als Konsumenten (…) – ein gerütteltes Maß an Dummheit kann da nur nützlich sein! Wir züchten sie vielleicht. Überlegen Sie mal, dann lösen sich die ganzen Widersprüche auf. Die Wut wird noch größer, aber die intellektuelle Verwirrung lässt nach. (…)

Der Pöbel soll doch nicht nachdenken, zögern und vergleichen, er soll den erstbesten Dreck kaufen, der angeboten wird in der Werbepause zwischen zwei Schönheits-chirurgisch-optimierten Elendsgestalten, Heidi Klum und Verena Feldbusch, “Du kannst mich essen ich bin ein Spinat-Blubb.” (youtube)

Ein Gedanke zu „Der Film „Idiocracy“ warnt vor einer verdummten Gesellschaft“

  1. Der Film ist nicht nur sehr amüsant, sondern auf der anderen Seite auch erschreckend real.
    Der Regierung wird es freuen, wenn die Menschheit weiter verdummt.
    Die Fernsehsender spielen der Regierung mit ihrem Verdummungsprogramm wundervoll in die Hände.
    Nicht Deutschland schafft sich ab sondern die Menschheit schafft sich ab, vorher die Intelligenz.

    Gruß,
    ein Nicht-TV-Programm-Gucker

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