Stuttgart 21: Eine „Verschwörungstheorie“ wird wahr!

Im Jahr 2011 fuhr Bahnchef Rüdiger Grube durch Baden-Württemberg und warb in der Volksabstimmung für „Stuttgart 21“: Die Menschen sollten nicht auf die „Verschwörungstheorien“ hören, die die Gegner des kostspieligen, unterirdischen Bahnhofsprojekte vorbrächten. Mit Erfolg – 60% schenkten den Beschwichtigungen Glauben. Wie in anderen Bereichen (etwa 911-Terror) konnte durch dieses einzige Totschlags-Wort, von kritischen Zusammenhängen abgelenkt werden.

Jetzt im Jahr 2012 kommt heraus, dass die Bahn bereits 2009 wusste, dass der Kostenrahmen wohl gesprengt werden würde. Interne Gutachten der Deutschen Bahn sprechen jedoch davon, dass die

… Mehrkosten von einer halben Milliarde Euro (…) durch Einspar- und Optimierungspotenziale in Höhe von 900 Millionen Euro aufgefangen werden können (…).“ (tagesschau)

Doch das Gutachten wies den Bahn-Aufsichtsrat, mitsamt den Vertretern des Bundesverkehrsminister, ausdrücklich darauf hin, dass diese Einspar- und Optimierungspotenziale „nicht auf einer vertieften Planung, sondern nur auf einer groben Kostenschätzung“ beruhten. (ebd)

Der grüne Vorsitzende des Verkehrsausschuss des Bundestages, Anton Hofreiter, kommentiert:

„Das ist skandalös, weil die Deutsche Bahn ihre Projektpartner und die Öffentlichkeit offenbar arglistig getäuscht hat.“

Egon Hopfenzitz, Vorsteher Hauptbahnhofes Stuttgart (1981 – 1994)

„Es ist kein Bahnprojekt, es ist ein Immobilienprojekt!“

S21 – Kopfbahnhof versus Filz und Korruption

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