Staatsgeheimnis Bankenrettung

Der Wirtschaftsjournalist Harald Schumann gibt in seiner Dokumentation „Staatsgeheimnis Bankenrettung“ Einblick in die neo-liberale Politik der europäischen Zentralbank und fragt: Wer bekommt eigentlich das Geld? Die finanziellen Nutznießer der staatlichen Übernahme privater Bank-Verluste sind die Vermögenden aus Deutschland und Frankreich. Nutznießer ist nicht die Bevölkerung in Südeuropa. Das Rettungs-Geld fließt durch das gerettete Land durch: „Oft wurde das Geld benutzt, um die Gläubiger aus-zu-bezahlen, Leute, die den Banken Geld geliehen haben.“ (14:30)

Die Vermögenden „investierten“ zuvor ihr Geld bei Banken, Versicherungen und Fonds und erhielten auch jahrelang aus Süd-Europa beträchtliche Renditen ausbezahlt. Jedoch platzten die Immobilien-Blasen in Spanien, Irland, das Geld war verzockt. Jetzt wäre es im Sinne der Marktwirtschaft, dass die Investoren diese Verluste nicht tragen müssen. Die Verluste werden sozialisiert, staatlich übernommen. Das würde „Vertrauen“ der Vermögenden und Investoren wecken. Finanzminister Wolfgang Schäuble verteidigt dieses Vorgehen –  auch mit der Angst vor einer Kettenreaktion, in der eine Bank nach der anderen pleite gehen würde. Für den spanischen Finanzminister bestünde dann sogar die Gefahr einer neuen Weltwirtschaftskrise ala 1929.

http://www.youtube.com/watch?v=Du7moCxj-Do

mehr Info:

Friedensblick: Verschuldungskrise: Wir sind gegeneinander ausgespielt!

Querschuss: Staatsgeheimnis Bankenrettung?

Auszug:

„Volkswirtschaftliche Ziele, Menschen, deren Lebensstandard und sozialen Sicherungssysteme wurden einer verkappten Finanzdiktatur geopfert, währenddessen sich Spekulanten und Finanzmarktakteure per unlimitierter Liquiditätszufuhr via EZB und mittels der Finanz- und Kapitalmärkte weiter die Taschen füllen, selbst angesichts der Tatsache, dass die Volkswirtschaften der Südperipherie und Irlands, sogar der ersten Kernländer der Eurozone ungebrochen abschmieren. Skandalös und eine Schande für Europa.“

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