Italien – Übersterblichkeit auch durch Regierungsmaßnahmen verursacht?

Im vorherigen Artikel zitierte ich aus einer Analyse eines ehemaligen Referenten im Bundesinnenministerium. Die Maßnahmen der Regierung gegen den Coronavirus könnten zu tausenden Toten führen. Bestätigte sich diese Warnung bereits in Italien, wo die Einschränkungen noch viel härter als in Deutschland waren?

„Euromono“ zeigt,  dass die Übersterblichkeit in Italien erst ab der 11. Kalenderwoche „abhob“, also den „Normalbereich“ verließ.

Quelle: Euromono

Die Maßnahmen der italienischen Regierung begannen gleichzeitig in der 11. Kalenderwoche.

„Italien wird zur Sperrzone: Die Regierung weitet die bisher nur im Norden geltenden Maßnahmen gegen das Coronavirus auf das ganze Land aus. In allen Regionen ist nun die Reise- und Versammlungsfreiheit eingeschränkt. (…) Bis zum Montagabend wurden in Italien 1807 neue Corona-Fälle registriert, die Gesamtzahl der virusinfizierten Menschen stieg damit auf 9172. Die Zahl der Toten stieg um 97 auf 463.“ (Bericht der tagesschau am 09.03.20, Kalenderwoche 11)

Viele Menschen starben zuhause, nicht im Krankenhaus

„Das italienische Statistikamt hat im Zuge der Corona-Pandemie von Ende Februar bis März wesentlich mehr Tote gemeldet als in den Vorjahren. Vom 20. Februar bis zum 31. März seien mehr als 90.000 Menschen gestorben – fast 38,7 Prozent mehr als durchschnittlich zu dieser Zeit in den Jahren 2015 bis 2019, teilte die nationale Statistikbehörde Istat am Montag mit. Der Corona-Ausbruch wurde in Italien am 20. Februar in der Lombardei und in Venetien entdeckt. Vor allem der stark betroffene Norden meldete erheblich mehr Tote in diesen Wochen.

Das bedeute in der Periode eine „Übersterblichkeit“ von 25 354 Fällen, davon seien 13 710 diagnostizierte Covid-Fälle, teilte Istat mit. Istat legte nahe, dass es sich bei den zusätzlichen Toten um nicht diagnostizierte Covid-19-Todesfälle handeln könnte oder auch um Menschen, die wegen der Krise in den Krankenhäusern nicht in die Klinik gingen oder nicht behandelt werden konnten.“ (Frankfurter Rundschau)

12 Gedanken zu „Italien – Übersterblichkeit auch durch Regierungsmaßnahmen verursacht?“

  1. In Japan – ein Land mit hoher Bevölkerungsdichte – erfolgte am 25. Mai die vollständige Aufhebung des Corona-Notstands, der sowieso „keine harten Ausgangsbeschränkungen wie in Europa bedeutete“ und dennoch „viel weniger Tote und Betroffene mit schweren Symptomen“ mit sich brachte,
    https://www.rundschau-online.de/news/politik/japan-hebt-den-corona-notstand-vollstaendig-auf-36748988

    Es brauchte also gar nicht den (erst gescholtenen und dann bewunderten) harten Zugriff wie in China und auch nicht eine gut organisierte Hightech-Kontrolle im etwas freieren und westlicheren Südkorea.

    Als Erklärung gilt dem Mainstream „ein seit jeher hohes Hygiene-Bewusstsein“ der Japaner (Verbeugen statt Händeschütteln, Mundschutz als freiwillige Eigenmaßnahme war schon vor Corona verbreitet). Dies ist allerdings eine schwache Erklärung, denn da weltweit vorwiegend in Smog-Gebieten gestorben wurde, ist es mit persönlicher Hygiene nicht getan. Sonst müsste man doch glatt unterstellen, unsere europäischen Bewohner von Smog-Gebieten neigten dazu, sich auf persönlicher Ebene wie „Schmutzfinken“ zu verhalten?

    Der entscheidende Punkt dürfte woanders liegen: „Kritiker hatten Japan Regierung vorgeworfen, viel weniger zu testen als andere Länder“ – in der Widerlegung dieser Kritik durch die weitere tatsächliche Entwicklung steckt eine späte Bestätigung des Dr. Wodarg. Der hatte nämlich von Anfang an darauf verwiesen, dass ein Pandemie-Erlebnis mit Killer-Virus ausbleiben wird, wenn man nicht krampfhaft genau danach sucht.

    Zum Beispiel mit fehlerbehafteten Testmethoden, die viel zu viele falsch positive Ergebnisse liefern.
    Schon „ohne einen einzigen neuen Infizierten würden allein aufgrund der Fehlerquote des Tests tausende neue ,Fälle‘ gemeldet. Werden die derzeit verwendeten Kriterien nicht geändert, kann die Pandemie – scheinbar – endlos anhalten“,
    https://multipolar-magazin.de/artikel/warum-die-pandemie-nicht-endet

    Ähnlich wie im reichen Japan ist nämlich auch im bitterarmen Afrika die Katastrophe ausgeblieben – sprich: es wird zu wenig getestet und (im Sinne von Corona) zu wenig gestorben.
    Dabei wurde noch vor Wochen „der Kontinent als ,tickende Zeitbombe‘ bezeichnet, Forscher skizzierten ein Horrorszenario mit Millionen Toten“,
    https://orf.at/stories/3167492/

    „Einer ersten Analyse zufolge könnte das mit der demografischen Struktur des Kontinents zu tun haben. (…) Ältere Menschen tragen aber ein höheres Risiko, nach einer Infektion ernsthaft zu erkranken und zu sterben.“

    Auch dies ist nicht gerade eine analytische Meisterleistung.
    In sozialeren Zeiten wurde einst unter Minister Norbert Blüm die Benachteilung von Kassenpatienten mit dem Slogan
    „Weil du ARM bist, musst du früher sterben“ angeprangert.
    Reicht es heutzutage nur noch zu Binsen-Weisheiten wie
    „Weil du ALT bist, musst du früher sterben“?

    Starben die deutlich reicheren Europäer also gar nicht am Virus, sondern an Überalterung? Und warum blieben dann die ebenfalls reichen und überalteten Japaner verschont?
    Je genauer man hinschaut, weicht die propagierte Virus-Not einer peinlichen Deutungs-Not.

    Bill Gates muss vielleicht doch noch mal in sich gehen und das von ihm als „Pandemie 1“ getaufte Ereignis in „Schweinegrippe 2“ umbenennen.
    Das Panik stiftende Spiel mit Infizierten- und Toten-Zahlen war zwar weltweit generalstabsmäßig organisiert (von einer plötzlich allgegenwärtigen Johns Hopkins University und dem Psychoterror ihres täglichen Todes-Tickers), aber dennoch (oder eher: gerade deshalb – sprich gezielt?) dilletantisch unter wissenschaftlichen, d.h. statistischen Kriterien (keine repräsentative Zahlen / Relationen, worst-case-Unterstellungen statt Obduktionen etc.).

    1. Afrika und Japan ähneln sich in Sachen Corona („aus den Augen, aus dem Sinn“), obwohl sie in Sachen Reichtum und Bildung zwei verschiedenen Welten angehören: „Dritte“ bzw. „Erste Welt“.

      Als „Dritte-Welt“-Kontinente drängen sich dagegen Afrika und Südamerika zum direkten Vergleich auf – und könnten unterschiedlicher kaum sein.

      Schon Mitte März (eine Woche vor Merkels Kontaktverbot) war z.B. innerhalb von Peru ein Reisen über Provinzgrenzen hinaus kaum noch möglich, nicht einmal für Touristen, die dringend zum Ausreise-Flughafen mussten. Und nicht nur Behörden machten Probleme – die kurz zuvor noch gastfreundliche Bevölkerung stand z.B. einer Einquartierung gestrandeter Urlauber in ein Hotel ihres Viertels extrem feindselig gegenüber und verhinderte sie, so panisch war ihre Angst vor Fremden als mögliche Infektions-Überträger, [1] [2].

      Dass die reale Seuchenlage nicht der geschürten Panik entsprach, zeigte sich am deutlichsten in Ecuador, wie bereits am 07.04.2020 (also noch vor Ostern) gemeldet wurde:
      „Bilder von Leichen auf den Straßen von Guayaquil gingen letzte Woche um die Welt. Doch lange nicht alle Toten waren Covid-19 Opfer, sondern auch ganz ,normal‘ Verschiedene. Etliche Bestattungsunternehmen hatten ihre Arbeit eingestellt, sodass es zu traumatischen Zuständen kam“, [3].

      Die apokalytischen Fotos und Youtube-Videos waren also echt – aber sehr viel deutlicher als etwa in Spanien oder Italien als Folge der Virus-Panik (nicht des Virus selber) zu erkennen.

      Was unsere Panik-Manager wohl veranlasste, gezielt mit Bildern aus Italien hausieren zu gehen, deren (Fehl-)Deutung für Otto Normalverbraucher eben nicht so leicht durchschaubar war: Nicht weil sie so zahlreich waren, wurden die italienischen Toten vom Militär aus den Krankenhäusern abgeholt, sondern weil statt überwiegend Erdbestattung (=wie bis dahin) auf einmal alle verbrannt werden sollten und die nicht dafür eingerichteten Krematorien überlastet waren (und die Krankenhäuser den Leichenstau nicht auffangen konnten / wollten).
      Ob zusätzlich die Bestattungsunternehmer sich aus Angst verkrümelt hatten wie in Lateinamerika (und Spanien?), werden wir vielleicht noch aus künftigen Medienberichten erfahren.

      [1] https://www.badische-zeitung.de/zwei-junge-frauen-aus-stegen-sitzen-seit-tagen-in-peru-fest–184504227.html
      [2] https://www.badische-zeitung.de/raus-aus-bolivien-bevor-s-zu-spaet-ist–184543814.html
      [3] https://blickpunkt-lateinamerika.de/artikel/coronavirus-in-ecuador-die-toten-auf-den-strassen-von-guayaquil/

      1. Im extrem Corona-panischen Südamerika sticht ein Land mit dem Gegenteil hervor:
        in Uruguay ist „von Krise keine Spur“, titelt aktuell sogar die staatsnahe Tagesschau,
        https://www.tagesschau.de/ausland/uruguay-coronakrise-pandemie-101.html

        Noch erstaunlicher (für ein Mainstreammedium) sind die aufgelisteten Gründe:
        Verantwortlich dafür sei en robustes Gesundheitswesen und ein niedrigeres Sozialgefälle. Uruguays linke Vorgänger-Regierungen hätten mehr als 15 Jahre lang in den Sozialstaat (und in Bildung) investiert, ohne dabei wie Argentinien in eine Schuldenfalle zu geraten und anders als in Brasilien, wo diese Bereiche „kaputtgespart“ worden seien.

        In Uruguay konnte der Schulunterricht längst wieder losgehen und als einziges Land in Südamerika war es von den Einreisesperren der Europäischen Union ausgenommen.

      2. „Peru war eines der ersten Länder in Lateinamerika, das rigorose Maßnahmen zur Corona-Eindämmung ergriff. Jetzt hat es Belgien als Land mit der weltweit höchsten Corona-Sterberate abgelöst. Vor allem Kinder und Jugendliche verbreiten das Virus“, [1].

        „Die Zahl der Todesfälle dürfte demnächst 30.000 überschreiten, wobei mehr als 10.000 Verstorbene mit Corona-Verdacht gar nicht in der Statistik festgehalten sind.“

        Übrigens: Grund für die hohe Rate der Belgier – so hatte sogar der Mainstream (und zwar schon im April) angegeben – „ist unter anderem die Zählweise im Land“, [2].

        „Außerdem sind Pflegekräfte nicht ausreichend geschützt“ – diese zweite Klage hat man allerdings auch aus anderen Ländern gehört, nicht nur aus Belgien.

        Die Gründe für die anhaltende Verbreitung in Peru sieht die FAZ allerdings nicht nur im Sozialleben der Peruaner (sprich den bösen Kindern). Die in dem bitterarmen Land mit prekärem Gesundheitswesen lebenden Peruaner arbeiteten mehrheitlich ohne festen Vertrag und könnten sich daher nämlich keine Quarantäne leisten.

        Aber des einen Leid ist des anderen Freud:
        „Fachleute sind sich einig, dass die Pandemie in Lateinamerika nur mit einer Impfung unter Kontrolle zu bringen ist. Peru hat sich nun auch in die Liste von lateinamerikanischen Ländern eingereiht, in denen klinische Tests von Impfstoffen durchgeführt werden. Demnächst beginnen die Versuche mit zwei Impfstoffen des chinesischen Unternehmens Sinopharm“.

        Trotz leichtem Lockdown und gefährlicher Nähe zu Belgien geht es dagegen uns Deutschen erstaunlich gut – und mental vielleicht viel zu gut, um noch für ein ordentliches Pan(ik)demie-Management erreichbar zu sein. Doch da gibt es ja noch die unheimlichen Superspreader, die unsere Idylle bedrohen und vor denen man uns entsprechend mit erhobenen Zeigefinger warnen muss.

        Zum Beispiel die böse Urlaubsrückkehrerin nach Garmisch, die die trotz positivenTests dort durch die Kneipen zog und eine Infektionswelle auslöste, so dass sogar Söder persönlich von einem Musterfall für Unvernunft sprach und ein hohes Bußgeld für angemessen hielt (in Bayern sind bis zu 2.000 Euro möglich), [3].

        Jetzt stellte sich allerdings heraus, dass die gute Frau weder Kneipen-Tour war noch überhaupt irgendjemand nachweislich angesteckt hat – außer vielleicht ihre Kollegen am Arbeitsplatz. Bei denen weiß man aber noch nicht einmal, ob nicht vielleicht in Wirklichkeit umgekehrt sie diejenigen waren, die die vermeintliche Superspreaderin angesteckt haben! [4]

        Die Schuld für die unberechtigte Hexenjagd wird derzeit noch hin und geschoben zwischen Twitter-Shitstormern, dem Landratsamt und den Qualitätesmedien.
        Na, da wenigstens keine Corona-Leugner oder andere von vorneweg als Verschwörungstheoretiker eingestufte Menschen beteiligt waren, wird die Angelegenheit bestimmt bald vergeben und vergessen sein.

        [1] https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/peru-hat-jetzt-weltweit-die-hoechste-corona-sterberate-16932597.html
        [2] https://www.rnd.de/gesundheit/covid-19-sterberate-warum-ist-sie-in-belgien-so-hoch-4BE3PG5YAJGC3NQGUTAS5RZXZM.html
        [3] https://www.n-tv.de/panorama/Soeder-fordert-Strafe-fuer-Superspreaderin-article22036272.html
        [4] https://www.heise.de/tp/features/Von-der-Superspreaderin-die-keine-Superspreaderin-war-4904762.html

    2. Während China, Japan und Südkoreo in unseren Medien ausführlich behandelt werden, ist dies bei Kambodscha, Vietnam und Thailand weniger der Fall.

      Ein Rubikon-Artikel beschäftigt sich mit ganz Südostasien, wo 11 Länder mit einer Gesamtbevölkerung von 655 Millionen Menschen laut offiziellen Statistiken nur etwas über 5.000 Tote durch Corona zu beklagen haben,
      https://www.rubikon.news/artikel/die-vergessene-welt

      In Kambodscha, einem der ärmsten Länder der Welt, gab es keinen Lockdown – die niedrigen Infektionszahlen in diesem China-zugewandten Land werden im Westen ignoriert, die ebenfalls niedrigen Zahlen im westlich orientierten Vietnam dagegen als großer Erfolg gefeiert – die Vietnamesen hatten jedoch einen Lockdown dafür benötigt. Das von westlichen Touristen stark frequentierte Thailand hatte auch einen (hinsichtlich Infektionszahlen) „erfolgreichen Lockdown“, aber erhebliche wirtschaftliche Schäden.

      Autor Daniel Wechselberger merkt an:
      „Es ist bemerkenswert, dass Corona offenbar die entwickelten Länder mit den höheren Einkommen wesentlich stärker trifft und dass es scheinbar eine regelrechte Korrelation zwischen dem durchschnittlichen Einkommen von Menschen und der Sterblichkeit durch Corona gibt. Die Johns Hopkins Universität hat Zahlen veröffentlicht, die zeigen, dass im weltweiten Vergleich 86 Prozent der Corona-Toten auf die reichsten Länder der Welt (highest income countries) und nur 0.1 Prozent der Corona-Toten auf die ärmsten Länder (lowest income countries) fallen. Diese bemerkenswerten Unterschiede sollten wirklich zum Denken anregen und es ist schade, dass diese Zusammenhänge bis jetzt nicht näher untersucht wurden.“

    3. „In Pakistan hatte Premierminister Imran Khan von Anfang an erklärt, sein Land könne sich einen totalen lockdown wie in westlichen Ländern wegen der vielen Armen nicht leisten – Bangladesch ging einen ähnlichen Weg.
      In beiden Ländern sind ebenfalls keine Hundertausenden von Toten zu beobachten“, so Gilbert Kolonko auf
      https://heise.de/-4858715

      „Indien ist von Corona durchseucht – Na und!“,
      lautet die Überschrift dieses gestern veröffentlichten Artikels, der der indischen Regierung Modi zwar vielfache Zahlentricksereien vorwirft, aber auch für Indien annimmt, dass eine Pandemie nur sichtbar ist, wenn man sie sehen will:

      „Laut einer Studie, die im letzten Dezember 2019 im Lancet Global Health veröffentlicht wurde, sterben in Indien jeden Tag mehr als 4.500 Menschen an folgenden Krankheiten: 938 an einer Infektion der Atemwege (nicht Covid-19); 1421 Menschen an Durchfall; 928 an Fieber unbekannter Herkunft; 1.026 an Tuberkulose; und 508 Menschen jeden Tag an Malaria.
      Wer will in Indien also genau sagen können, ob ein Mensch an Covid-19 gestorben ist, oder an einer anderen Krankheit, wenn er vorher an Fieber oder einer Lungeninfektion gelitten hat, was für viele Menschen in den smogverseuchten indischen Großstädten ein Dauerzustand ist.“

      Anders als die ganz überwiegend armen Staaten Pakistan und Bangladesch gibt es in Indien neben großer Armut jedoch auch großen Reichtum – und eine ehrgeizige Regierung:
      „Es war Narendra Modi, der glaubte, Indien könne es wie der Westen machen, doch die aktuellen Studien zeigen, dass dies nicht der Fall war. Nun hat Indien neben Corona einen riesigen wirtschaftlichen Schaden unter denen die Armen doppelt und dreifach leiden und noch lange leiden werden.“

      Schon am 24. April hatte Kolonko berichtet,
      „In Indien bestätigt sich, was viele von Anfang an gesagt haben: Die knallharte Ausgangssperre ohne Plan und Vorbereitungszeit hat großen Schaden angerichtet“,
      https://heise.de/-4708321

      Trotz gewaltiger Kolletaralschäden hatte die Ausgangssperre im unübersehbar chaotischen Indien ihren offiziellen Zweck aber verfehlt: Corona hat sich dennoch ausgebreitet.

      Letzteres allerdings auf eine (zumindest auch) vorteilhafte Weise – eine Weise, die hierzulande das Quartett Merkel, Spahn, Wieland, Lauterbach gar nicht gerne hören und nicht wahrhaben wollen: „Herdenimmunität in Delhi in Sicht“, titelte Kolonko letzte Woche auf
      https://heise.de/-4850422
      „In der Hauptstadt Indiens wurden nämlich bei 23 Prozent der Getesteten Antikörper des Corona-Virus gefunden. (…) Der Epidemiologe Jayaprakash Muliyil geht davon aus, dass in ein paar Wochen die Hälfte der Bevölkerung Delhis mit dem Virus infiziert sein könnte und damit die Herdenimmunität eintritt.“

      Im gestrigen Artikel setzen sich die Erfolgsmeldungen fort:
      „Eine Studie nach der anderen zeigt auf, dass immer größere Teile der indischen Bevölkerung Covid-19-Antikörper in sich tragen: Bei Slumbewohnern in Mumbai ist das sogar bei 57 Prozent der Getesteten der Fall.“

    4. Auch der SPIEGEL wunderte sich vergangene Woche:
      „Warum ist Indiens Todesrate so niedrig?
      Indien ist das am drittstärksten von Corona betroffene Land der Welt, doch die Zahl der Todesfälle ist vergleichsweise gering“,
      https://www.spiegel.de/politik/ausland/corona-warum-ist-indiens-todesrate-so-niedrig-a-40fef356-ec7d-4675-ae3b-c9c6b65848a1

      „Drittstärkstes Land“ bezieht sich allerdings nur auf die absoluten Fallzahlen (1,5 Mio Infizierte) – auf je 100.000 gerechnet liegt das Riesenland bei den erfassten Infektionen weit hinten.

      „Auch Pakistan und Bangladesch melden niedrige Todesraten“ – gleich unter dieser Teilüberschrift wird klargestellt, dass die offiziellen 33.000 indischen Corona-Toten mit großer Sicherheit falsch (sprich: zu niedrig) seien.

      Der Artikel endet folglich mit der Weisheit, dass so gut wie nichts klar sei : „Denn dafür bräuchte Indien endlich, was sich in dieser Pandemie als essenziell herausgestellt hat: verlässliche Zahlen.“ Ein Leserkommentator fragt sich, was der SPIEGEL-Artikel überhaupt soll, wenn er (gemäß Überschrift) angeblich eine Zahl analysieren will, die er (wie er aber erst am Schluss verrät) doch von vorneherein für unbrauchbar hält.

      Der Zahlenverriss aus dem fernen Deutschland heraus ist daneben auch noch ganz schön selbstverliebt:
      Sind denn in Deutschland die ach so akkurat erfassten Zahlen wirklich „verlässliche Zahlen“? Weiß der von Bill Gates mitfinanzierte SPIEGEL inzwischen, wieviel der 9.000 hier Verstorbenen nicht nur „im Zusammenhang mit“ dem Coronavirus, sondern tatsächlich „am“ Virus gestorben sind?
      Es ist zu vermuten, dass er es nicht mal wissen wollen darf, um den großen Bill nicht zu verärgern und seine großzügigen Zuwendungen zu verlieren.

      Dagegen ist das (fürs deutsche Inland) selbst auferlegte Nicht-Wissen-Wollen ganz schnell vergessen, wenn gegen es gegen ein Ausland geht, das nicht ausreichend Panik-Zahlen liefert:
      Eine mögliche (Sach-)Ursache (statt reine Statistik-Mängel) könnte laut SPIEGEL „Indiens junge Bevölkerung sein – nur fünf Prozent der Inder sind älter als 65“.

      An Corona gestorben wird also ganz überwiegend bei den alten und damit sowieso todesnahen Menschen – diese längst bekannte, für Mainstreammedien aber meist mit einem Aussprech-Tabu (siehe das Boris-Palmer-Bashing) belegte Binsenweisheit darf beim Wegerklären der unerwünschten indischen Zahlen also durchaus mal zum Zuge kommen.

      Dass man im vergleichsweise überalterten Deutschland dann aber erst recht schauen müsste, ob die Senioren an oder nur mit Corona gestorben sind, ist kein Thema für den SPIEGEL – weil der gute Bill es nicht will?

      17,5 Millionen (=21%) der Deutschen sind über 65 Jahre alt – in Indien entsprechen die „nur“ 5% (von insgesamt 1,3 Mrd.) der stolzen Anzahl von 65 Millionen Senioren. Mit offiziell rund 33.000 hat Indien also exakt 3,7 Mal so viele Corona-Tote wie Deutschland mit 9.000 – bei einer Seniorenzahl, die ebenfalls 3,7 Mal so hoch ist. Und die Krankenhäuser hier wie dort sind durch die „Pandemie“ nicht überlastet, siehe unten.
      Der ärmere Staat mit der schlechteren Umwelt und der schlechteren medizinischen Versorgung hält also Schritt mit uns – das kann natürlich nicht sein. Falsch sein können dabei nur die Zahlen der anderen – wir unterscheiden schließlich nach „mit“ und „an“ Corona gestorben oder etwa nicht?

      Um die Meinungsführerschaft nicht ganz zu verlieren, muss man in einem (ansonsten völlig überflüssigen) Artikel aber zeigen, dass man die fürs eigene Narrativ problematischen Fakten aus dem merkwürdigen Ausland wenigstens kennt:
      „die große Angst, dass Indiens Krankenhäuser unter der Last zusammenbrechen könnten, hat sich bislang nicht erfüllt“.

      Atemnot ist nämlich Atemnot und ins Krankenhaus geht man nicht nur, wenn das Zauberwort Corona erklingt und die Statistiker richtig erfassen, sondern auch bei der ganz altbackenen (aber ebenfalls gefährlichen) Lungenentzündung. „Selbst in normalen Zeiten stellt bei rund 80 Prozent aller Todesfälle kein Arzt einen Todesschein aus (…) Es liegt daher nahe, dass viele Corona-Tote nicht erfasst werden“ – auch diese indischen Besonderheiten ändern nichts daran, dass vorm Sterben erst mal der Gang ins Krankenhaus (oder in die dortige Warteschlange) steht.

      Genau an diesem kritischen Punkt scheinen die Inder einen genial einfachen Trick sowohl zur Stau-Vermeidung als auch zur Senkung der Sterblichkeit gefunden zu haben:
      Messehallen, Stadien etc. seien in „Isolierstationen“ umgewandelt worden (das Bett-an-Bett-Bild aus dem Stadion in Neu-Delhi ähnelt allerdings eher dem US-„Notlazarett“ aus dem Bild darüber, das vor 100 Jahren anlässlich der Spanischen Grippe entstand). „Einmal am Tag müssen Patienten ihre Sauerstoffsättigung und Puls-Werte durchgeben. Nur wer schwer erkrankt, wird ins Krankenhaus eingewiesen. Sobald ein Patient keine Symptome mehr zeigt, wird er entlassen. Dadurch haben es zum Beispiel Delhis Behörden geschafft, die Betten in den Krankenhäusern freizuhalten“.

      Da werden die Italiener ganz schön blöd aus der Wäsche schauen – wenn ihnen das nur mal einer vorher gesagt hätte, dass sie ihre Sporthallen halt nicht in Leichenhallen umwandeln sollen, sondern in „Isolierstationen“ für noch lebende Patienten!
      Italien ist reich – insbesondere der Corona-Schwerpunkt Lombardei – und hatte nicht gebacken bekommen, was die viel ärmeren Inder mit etwas Grips aus dem Ärmel schütteln?

      Auch die von den Billy-Boys tabuisierte Herdenimmunität wird vom SPIEGEL-Artikel kurz (und mit einer gewissen Ungläubigkeit) gestreift:
      „Vor Kurzem stellte der Indische Rat für medizinische Forschung eine Antikörper-Studie vor, die für Aufsehen sorgte – und für Skepsis: Danach sollen sich mehr als 23 Prozent der Einwohner Delhis bereits mit dem neuen Coronavirus infiziert haben. Das wären zwischen vier und fünf Millionen Einwohner – anstatt der rund 130.000 bislang bekannten Fälle“.

      Dass seit der Heinsberg-Studie von Prof. Streeck vor dreieinhalb Monaten auch für Deutschland mal dringend flächendeckende Forschungen zum (möglicherweise bereits ebenfalls schon hohen?) IST-Zustand der Herdenimmunität angesagt wären (was aber Merkels angeblich höchst besorgte Mannen nicht die Bohne interessiert), kommt dem SPIEGEL jedoch nicht in den Sinn. Schon gar nicht, dass diese Herdenimmunität auch bei uns als so wünschenswert gelten sollte, wie sie bei den indischen Offiziellen schon ist.

  2. „Hat Spanien seine kränksten und schwächsten Menschen während der Coronazeit bewusst sterben lassen?
    Wurden zum Beispiel demente oder krebskranke Covid-19-Patientinnen und -Patienten gar nicht erst in ein Spital eingewiesen?“
    Denn „während der Hochphase der Pandemie, als in den Notaufnahmen die Menschen teilweise auf Bettlaken auf dem Boden lagen, gab es die Anweisung an Altersheime, schwer kranke Patienten nicht mehr in die Spitäler zu bringen. (…)
    Es ist ein Riesenskandal und wird auch ein juristisches Nachspiel haben. 26 Familien klagen gegen die Madrider Regionalregierung“.

    Weil sie den hoffnungslos überlasteten Krankenhäusern keine Vorwürfe machen wollen, ist für Altenheim-Verantwortliche der eigentliche Skandal, „dass keine Ärzte in den Heimen vorbeigekommen sind. Eine Leiterin eines Altersheims sagte mir: «Wir haben nur Morphium bekommen, und das war der süsse Tod.» Das heisst, es gab keine Therapien, nur Morphium. Und wer Morphium bekam, war nach drei Tagen tot.“

    Allerdings müssten die Altenheim-Betreiber auch vor ihrer eigenen Türe kehren – und vor der Tür ihrer Finanziers:
    „Altersheime bekommen in Madrid 55 Euro pro Patient und Tag. Es ist schwer, damit eine 24-Stunden-Versorgung von hoher Qualität aufrechtzuerhalten.“ [1]

    Und schon im März war bekannt geworden:
    „’Das Militär hat völlig verlassene alte Menschen, darunter bereits verstorbene, in Betten vorgefunden‘, bestätigte Verteidigungsministerin Margarita Robles entsprechende Berichte. Sie seien vom Pflegepersonal verlassen worden und hätten unter ‚extremen Bedingungen und schlechten gesundheitlichen Bedingungen mit Toten‘ im Zimmer überleben müssen“.
    Als Ursache hierfür stellte sich schon damals ein „Mangel an Personal heraus. Viele Beschäftigte im Gesundheitssystem haben sich wegen noch immer fehlender oder unzureichender Schutzkleidung selbst angesteckt.“ [2]

    Hierbei unausgesprochen, aber naheliegend:
    Der nicht infizierte, aber dennoch geflüchtete Rest des Pflegepersonals hatte vermutlich einfach nur eine panische Angst vor Ansteckung – aus einem verständlichen Argwohn gegen die (kommentarlos?) fernbleibenden Ärzte mussten sie sich selber in höchster Gefahr wähnen (Motto: Bevor ich mir den Tod einfange, begeb ich mich lieber eigenmächtig in Vorab-Quarantäne).

    Da sie vor ihrer Flucht bestimmt nicht noch lange auf Tests und damit auf gesichertes Wissen über den Infektionsstand ihrer Pflegeheimbewohner warten wollten, könnte es etliche Corona-freie Heime gegeben haben, in denen das große Bewohnersterben ausschließlich auf fliehendes Personal und ausgebliebene Ärzte zurückzuführen ist – Panikfolgentote statt Virustote.

    Ebenso ist anzunehmen, dass bei den dann zahlreich aufgefundenen Senioren-Leichen sowohl Militär- als auch Bestattungsbedienstete große Infektionsangst, aber kein vertieftes Interesse an einer Erforschung der konkreten Todesursachen hatten – so wenig wie die den Totenschein ausstellenden Ärzte. Alle hatten ein großes Eigeninteresse, möglichst ohne Kontakt die Leichen schnell loszuwerden und unbürokratisch ans Krematorium weiterzuleiten.

    Schnell wird dann aus einem verdursteten Senior ein „Kranker“, der halt „im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben“ war. Diese auch im übersichtlichen Deutschland gerne geglaubte (da vom ranghöchsten bundesdeutschen Viehdoktor Wiehler abgesegnete) Phrase dürfte im chaotischen Spanien noch viel mehr dankbare Anwender gefunden haben.

    Als sich die angestoßene Panikspirale erst mal drehte, wurden merkwürdigerweise überall (auch bei uns in Deutschland) die nur „mit“ Corona Gestorbenen zur Gruppe der „an“ Corona Gestorbenen hinzugeschlagen.

    Anders die Panikfolgen-Toten: Diese laufen bei uns so eindeutig separat, dass unsere führenden Panik-Manager sie aus nachvollziehbaren Gründen lieber ganz ignorieren und quasi zur Allgemeinsterblichkeit zählen.
    In Ländern wie Spanien (wo sozusagen Panik auf Chaos trifft) hat dagegen das unüberschaubare Corona-Chaos mit dazu geholfen, dass Panikfolgen-Tote kaum oder gar nicht mehr aus dem großen Haufen der „im Zusammenhang mit Covid-19 Gestorbenen“ ausgefiltert werden können. Und weil sich an dieser Tatsache sehr viele Menschen ganz konkret mitschuldig fühlen müssen oder werden, dürfte auch ein großes Interesse an einem Schlussstrich bestehen – Leichenaschen können schließlich nicht mehr petzen.

    Man muss sich dabei auch vor Augen halten: Helden wie Prof. Püschel, der bei uns zum Aufklärer („an oder nur mit?“) wurde, weil er sich als erster an Obduktionen ranwagte, hätten im spanischen Chaos von vorneherein keine Chance gehabt. Püschels Bundesland Hamburg hatte eine überschaubare Zahl von Toten bei zugleich quantitativ und qualitativ bestmöglicher Ausstattung.

    Dabei ist im perfekten Deutschland längst nicht alles perfekt, schon gar nicht im Bundesland des vermeintlich so toughen, Lockdown-verliebten Kanzler-Anwärters Söder:
    „Annähernd die Hälfte aller Verstorbenen in der Covid 19-Pandemie stammt – nicht nur in Bayern – aus Alten- und Pflegeheimen. In vielen Orten sind diese Einrichtungen Hotspots. Zehn bayerische Städte und Kreise dominieren die bundesweite Statistik der relativen Todeszahlen. Dabei überragen einige das vielgescholtene Schweden bei diesen Zahlen deutlich. Doch anders als in Schweden findet in Bayern und Deutschland darüber so gut wie keine Debatte statt“, [3].

    [1] https://www.srf.ch/news/international/altersheimbewohner-in-madrid-wer-morphium-bekam-war-nach-drei-tagen-tot
    [2] https://www.heise.de/tp/features/Danteske-Szenen-in-Spanien-Alte-Menschen-zum-Sterben-zurueckgelassen-4689706.html
    [3] https://www.regensburg-digital.de/sterben-unter-verschwiegenheitspflicht/08062020/

  3. Eigentlich weiß man schon seit 17. März – eine Woche vor Merkels Kontaktverbot – hochoffiziell von der obersten italienischen Gesundheitsbehörde, dass die dortigen „Corona-Toten“ (damals schon über 2.500) recht betagt, nämlich mit durchschnittlich 79,5 Jahren gestorben waren und dies auch nicht gerade kerngesund, sondern zur einen Hälfte drei oder mehr ernsthafte Vorbelastungen gehabt hatten, zur anderern Hälfte ein bis zwei. Ebenso, dass Corona bei Frauen bis 40 (und damit bei allen Schwangeren) sowie bei Kindern nicht ausbricht – so „schonend“ verhält sich nicht mal ein nur normales Grippevirus, [1]. Auch die Tatsache der viel zu wenigen Intensivbetten sowie die Problematik, dass alles was nur irgendwie „mit“ Corona gestorben war, gezählt wurde als „an“ Corona gestorben, waren schon bestens bekannt.

    Dennoch dienten Schilderungen und (teils manipulierte) Bilder aus Italien als Warnung vor einer angeblich auch in Deutschland anstehenden Katastrophe, vor die uns nur Merkels Lockdown retten könne. Die Angst und Widerstandslosigkeit, mit der die sonst legeren Italiener den harten Lockdown hinnahmen, war Wasser auf die Mühlen der deutschen Panik-Macher, um die „schweigende Mehrheit“ entgegen den verfügbaren Fakten zu überzeugen, dass die Gefahr riesengroß sei und man einfach auf Nummer Sicher gehen müsse. Auch von einem Widerstand in Italien seitens Fachleuten war in den Massenmedien ja nichts zu hören.

    Dies scheint sich jetzt zu ändern: Eine Gruppe medizinischer Experten (darunte zwei Professoren) fordert in einem Aufruf an die Politik die Aufhebung der immer noch zahlreichen (und teils unsinnigen) Verbote und Auflagen sowie Aufklärung über das Panik-(Miss-)Management und Rechenschaft für die getroffenen Maßnahmen.

    Insbesondere verlangen sie eine genaue Darlegung der Gründe und Rechtsgrundlagen bzw. Herkunft für
    – die Einschränkung der Autopsien
    – die Anordnung, Leichen einzuäschern
    – die Daten, Studien, Szenarien auf derer Grundlage die verschärften Eindämmungsmaßnahmen angeordnet wurden
    (und warum landesweit statt nur im betroffenen Norden).

    Während bisher immer Deutsche (mit erhobenem Zeigefinger) auf Italien verwiesen, beginnt man jetzt in Italien, kritische deutsche Geister wie Prof. Püschel zu zitieren und die Relevanz seiner Argumente auch für Italien zu entdecken.

    [1] https://www.bloomberg.com/news/articles/2020-03-18/99-of-those-who-died-from-virus-had-other-illness-italy-says
    [2] https://www.rubikon.news/artikel/italiens-medizin-rebellen

  4. F. William Engdahl prangert das angebliche sommerliche Wiederaufflammen von Covid-19 in den USA als Ergebnis massiver politischer Manipulation an und befürchtet, dass die Gesundheitsbehörden (CDC) evtl. eine „Agenda skrupelloser Demokraten erfüllen, die willens zu sein scheinen, mit allen Mitteln die Wirtschaft zu schwächen, um am 3. November eine Niederlage des republikanischen Präsidentschaftskandidaten zu erzwingen“:
    https://www.rubikon.news/artikel/die-dauerwelle

    – Unter „ILI“ packen die CDC jegliche „influenzaartige Erkrankung“ – der Sammelbegriff sei somit eine Mogelpackung, hinter der das Coronavirus stecken kann oder auch nicht, steigende Zahlen könnten also zum Beispiel auch eine anschwellende Sommergrippe abbilden
    – Außerdem: „Die CDC haben äußerst gewieft Tode entweder durch Lungenentzündung, Grippe oder COVID-19 zu einem ordentlichen Päckchen von Todesursachen verschnürt, das sie als PIC — Pneumonie, Influenza oder COVID-19 — bezeichnen“. Pneumonie (Lungenentzündung) gilt aber auch in Westeuropa traditionell als die tödlichste unter den Infektionskrankheiten (d.h. von der Anzahl der Toten her) und ist auf verschiedene Erreger zurückzuführen, die sich nicht so epidemieartig verbreiten wie Grippeviren, sondern eher Dauergäste sind (Stichwort Krankenhauskeime).

    Beide Verneblungs-Phänomene hatten wir ja auch in Deutschland kennengelernt:

    Zum einen wurden und werden alle positiv Getesteten gleich als „Erkrankte“ bezeichnet, obwohl immerhin rund 80% der Infizierten keine Symptome zeigen.
    (Dass manche ein falsch positives Testergebnis bekamen, fällt sowieso unter den Tisch.)
    Drohend werden die jemals positiv Getesteten (bzw. angeblich „Corona-Erkrankten“) aufsummiert, als trügen sie bis ans Ende ihrer Tage ein unauslöschliches Kainsmal – dabei verlieren die meisten nach 14 Tagen das Virus samt Ansteckbarkeit.
    Und da sie laut Panik-Drosten & Co. ja auch ihre Immunität angeblich nicht dauerhaft behalten, wäre doch eigentlich die viel wichtigere Zahl die der Menschen mit noch akut AKTIVEN Virus.
    Diese (bei uns recht winzige, nicht panik-taugliche) Zahl muss man sich aus den aufwändig gestalteten interaktiven Internet-Seiten aber meist mühsam selber ausrechnen:
    jemals Infizierte minus Tote minus (falls überhaupt angegeben) „Geheilte“.

    Zum anderen riet RKI-Wieler lange von Obduktionen ab, damit alle „im Zusammenhang mit Corona“ Gestorbenen möglichst lange als „an Corona gestorben“ durchgewunken werden – ein Versteckspiel, das der Hamburger Gerichtsmediziner Prof. Püschel dann im April für sein Bundesland abrupt beendete, indem er direkt an den Coronaleichen nachwies, dass die übergroße Mehrheit nicht oder nicht hauptsächlich dem Virus zu Opfer gefallen waren. Die ebenfalls von unseren „Seuchenexperten“ angeratene Feuerbestattung aller „Corona-Leichen“ hat einerseits den Vorteil einer Spurenbeseitigung (Obduktion ist nicht nachholbar) und lieferte andererseits aus Italien die einschüchternden Bilder sich stapelnder Särge. Dass in einem katholischen „Erdbestattungsland“ viel zu wenig Kremtorien vorhanden sind, um plötzlich und reibungslos die Bestatttungsart zu wechseln, wurde unserem Otto Normal-Tagesschauer nicht oder nur am Rande mitgeteilt – sollte er doch ruhig glauben, dass Wartezeiten und demonstrativ eingesetzte Militärlaster der direkte Beweis für die „Übersterblicheit“ seien, die sich in den Statistiken nicht so richtig zeigen will.

    Engdahl stellt für die USA fest, was man als eine Anleitung zur statistischen Erschaffung einer Pandemie bezeichnen könnte:
    „Alle PIC-Tode werden nun praktischerweise gemäß CDC-Vorgaben auf Totenscheinen COVID-19 zugeschrieben.“

    „Selbst mit diesem raffinierten Taschenspielertrick kann das CDC die Tatsache nicht verbergen, dass die Gesamtzahl der PIC-Tode überall in den USA mittlerweile zwölf Wochen in Folge fällt“.

    Das (somit im Sinne der Panik-Manager notwendig werdende) Drehen an der Panikspirale funktioniert in den USA wie auch anderswo: „Etwa Mitte Juni, als die meisten Staaten zurecht Öffnungen hin zu normaleren Bedingungen vornahmen, drängte das CDC auf eine massive Steigerung der Testaktivität.“

    Zwei weitere Tricks:
    a) „Nach Angabe von Beamten in Texas, die mit dem ehemaligen US-Kongressmitglied Ron Paul, selbst Arzt, in Kontakt stehen, hat das Texas State Department of Health Services die Definition dafür, was als ,COVID-Fall‘ zu betrachten ist, Mitte Mai geändert, als die Fallzahlen signifikant fielen.“
    Um als Fall gezählt zu werden, braucht es jetzt statt einem bestätigten Testergebnis nur noch eine gewisse „Wahrscheinlichkeit“ – für die auch noch die Schwelle abgesenkt wurde.
    Letztlich können Sie, wenn Sie Fieber und Kopfschmerzen haben, auch ohne einen Coronatest als „wahrscheinlicher COVID-19-Patient“ geführt werden, folgert Engdahl.

    b) „Auf der Grundlage von möglicherweise nicht im Zusammenhang stehenden, subjektiven Kriterien, wurden bis zu 15 Personen, die möglicherweise Kontakt zu einem ,wahrscheinlichen‘ Fall hatten, ebenfalls als ,wahrscheinliche Fälle‘ gelistet.“

    Und wenn Tricks nicht mehr reichen, greift man zu plumpem eindeutigem Betrug:
    Zunächst in Florida, dann in den ganzen USA, stellte sich heraus, dass bei einer großen Zahl von Laboren 100 Prozent aller Tests „positiv“ ausfielen, weil negative Ergebnisse gar nicht erst weitergemeldet wurden. Ein Labor in Orlando korrigierte beim Nachhaken eines TV-Senders die Quote ganz schnell von 98 Prozent auf nur noch 9,4 Prozent.

    1. Handelsblatt-Journalist Norbert Häring ist seit langem ein kritischer Beobachter in Sachen der u.a. von Bill Gates und Konsorten betriebenen Bargeld-Abschaffung, hinter der er vor allem Bestrebungen zum Aufbau eines Überwachungsstaates und der Verfestigung der Herrschaft der Konzerne sieht.

      Im April beschrieb er auf seinem Blog
      „Wie Covid-19 den USA in der Konkurrenz mit China um die globale Vorherrschaft hilft“,
      unter der Teil-Überschrift „Dem Glück wurde nachgeholfen“ interessante Details der P(l)andemie,
      https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/nscai/

      Er stützt sich dabei auf einen Bericht der Nachrichtenagentur REUTERS vom März,
      https://www.reuters.com/article/us-health-coronavirus-secrecy-exclusive/exclusive-white-house-told-federal-health-agency-to-classify-coronavirus-deliberations-sources-idUSKBN20Y2LM

      Demnach hat der Nationale Sicherheitsrat der USA „schon im Januar angeordnet, dass alle Diskussion über Themen wie Infektionsraten, Quarantäne und Reisebeschränkungen in Hochsicherheits-Konferenzräumen im Department of Health & Human Service (HHS) stattfinden mussten und geheim waren. So etwas ist üblich, wenn es um biologische Kriegsführung geht, aber nicht bei ansteckenden Krankheiten. Dadurch konnten nur Behördenvertreter mit entsprechenden Sicherheitseinstufungen teilnehmen. Das schloss, dem Bericht zufolge, viele wichtige Experten aus. Dutzende geheime Besprechungen soll es seit Januar dort gegeben haben.“

      Die dubiose Rolle der Gesundheitsbehörden (CDC), die F. William Engdahl in seinem o.g. Artikel (nur) als parteipolitische Wahlkampfhelfer der Demokraten gegen Trump betrachtet, bekommt hier eine (vermutlich angemessenere) „tiefenstaatliche“ Dimension:
      „HHS hat die Oberaufsicht über eine Reihe von Gesundheitsbehörden, darunter die US Centers for Disease Control and Prevention (CDC), die die Infektionszahlen erheben. Die Geheimhaltung dieser Diskussionen dürfte sehr dazu beigetragen haben, dass viele für die Prävention und Bekämpfung der Pandemie zuständige Leute im Dunkeln blieben, was auf sie zukam, darunter die Regierungen der Bundesstaaten, Kreise und Kommunen.“

      Waren nicht auch wir im März verwundert, wie der tägliche Ticker mit „Corona-Fällen“ und „Corona-Toten“ nicht von einer landeseigenen Statistik- oder Gesundheitsbehörde gepflegt wurde, sondern von der urplötzlich weltweit allgegenwärtigen (US-)Johns-Hopkins-Universität? Eine Spezial-Uni für Medizin und „Public Health“ einerseits und für für den Bereich der internationalen (Geo-?)Politik. Letzteres ist bekanntlich auch so ein Bereich, bei dem die geheimen Wünschen der Mächtigen eine größere Rolle spielen als die (wissenschaftliche) Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit.

      Und eine „Auswahlrunde“ zur Bestimmung zuverlässiger Experten wird es wohl auch bei uns in Deutschland gegeben haben. Sonst wäre der Schweinegrippen-Versager Drosten nicht als Stehauf-Männchen wieder zu Merkels Hofvirologen geworden und könnte uns nicht wie der andere bekannte Lobbyist (Karl „Fliegenkalle“ Lauterbach) auf allen Kanälen nerven.

  5. „Ein ganz normales Jahr – Die Gesamtmortalität in Italien im ersten Quartal 2020 liegt in der Größenordnung der Vorjahre“,
    https://www.rubikon.news/artikel/ein-ganz-normales-jahr

    Italien als Schreckensbeispiel der Panik-Macher – das kann inzwischen jedes Kind mit den warnend erwähnten und sehr suggestiven Bildern sich stapelnder Särge in Verbindung bringen.
    Was letztlich zählt, sind aber „harte“ Sterbezahlen.
    Artikel-Autor Dr. Pasquale Aiese ist Chirurg, Biologe und Spezialist für Epidemiologie und hat nachgerechnet.

    Die Gesamtmortalität in Italien im ersten Quartal 2020 beträgt 189.355 und liegt nur minimal (ca. 1.000 – 5.000) über der des jeweiligen 1. Quartals in den Jahren 2015, 2018 und 2019. Ausreißer nach unten (166.965) war 2016 und Top-Jahr bleibt 2017 mit 192.045.

    Innerhalb des Quartals gibt es zwar 2020 einen starken Mortalitätsanstieg im Monat März (72.158), aber hierzu zitiert er den jüngsten Bericht des ISTAT-Präsidenten Gian Carlo Blangiardo: 2020 habe es in den Monaten Januar und Februar (wohl aufgrund des milden Winters?) quasi ein „Sterbedefizit“ von 8-9 % gegeben.

    Der März 2020 war hingegen in Italien außergewöhnlich kalt, was dort zumindest zu einem guten (Corona-unabhängigen) Teil ein quartalsinternes „nachholendes Sterben“ plausibel macht.
    Löst man sich außerdem vom strengen Korsett, immer nur gleichnamige Monate zu vergleichen und stellt z.B. ähnlich kalte Wintermonate gegenüber, dann gehört zum März 2020 der Vergleichsmonat Januar 2017, der mit 75.623 Verstorbenen den Corona-März 2020 um fast fünf Prozent überragte.

    Auch für Deutschland kann nicht oft genug wiederholt werden, dass die angeblich ganz „neue Lungenkrankheit“, die so oft angst-heischend durch die Medien geisterte, auch laut RKI-Definition nichts anderes ist als die altbekannte Lungenentzündung (Pneunomie), die von verschiedenen Erregern ausgelöst werden kann – darunter auch vermeidbare wie die (in Deutschland im Gegensatz zu den Niederlanden) immer noch skandalös häufig auftretenden Krankenhauskeime.

    Im Vergleich zu Corona (bisher unter 10.000) kostet die Lungenentzündung jedes Jahr 30.000 Tote – und dies so gut wie unverändert seit 70 Jahren, wie die Morgenpost vor zwei Jahren in einem Artikel der Rubrik Gesundheit festhielt,
    https://www.morgenpost.de/ratgeber/article214817225/Lungenentzuendung-30-000-Tote-jedes-Jahr-in-Deutschland.html

    Auf Seite 1 schaffte es diese Nachricht nicht, denn sie war kein Politikum, sondern nur Experten störten sich an dem Zustand.
    „Es gibt immer wieder junge Patienten mit einer Lungenentzündung, bei denen wir alles richtig machen und trotzdem alles schiefgeht“ – diese Aussage von damals zeigte die Grenzen ärztlichen Könnens, juckte aber kaum jemanden.

    Dieses Jahr – und garniert mit dem Schlüsselwort „Corona“ – kann man mit so einer Aussage neue Panikschübe und Lockdowns auslösen.

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