Italien – Übersterblichkeit auch durch Regierungsmaßnahmen verursacht?

Im vorherigen Artikel zitierte ich aus einer Analyse eines ehemaligen Referenten im Bundesinnenministerium. Die Maßnahmen der Regierung gegen den Coronavirus könnten zu tausenden Toten führen. Bestätigte sich diese Warnung bereits in Italien, wo die Einschränkungen noch viel härter als in Deutschland waren?

„Euromono“ zeigt,  dass die Übersterblichkeit in Italien erst ab der 11. Kalenderwoche „abhob“, also den „Normalbereich“ verließ.

Quelle: Euromono

Die Maßnahmen der italienischen Regierung begannen gleichzeitig in der 11. Kalenderwoche.

„Italien wird zur Sperrzone: Die Regierung weitet die bisher nur im Norden geltenden Maßnahmen gegen das Coronavirus auf das ganze Land aus. In allen Regionen ist nun die Reise- und Versammlungsfreiheit eingeschränkt. (…) Bis zum Montagabend wurden in Italien 1807 neue Corona-Fälle registriert, die Gesamtzahl der virusinfizierten Menschen stieg damit auf 9172. Die Zahl der Toten stieg um 97 auf 463.“ (Bericht der tagesschau am 09.03.20, Kalenderwoche 11)

Viele Menschen starben zuhause, nicht im Krankenhaus

„Das italienische Statistikamt hat im Zuge der Corona-Pandemie von Ende Februar bis März wesentlich mehr Tote gemeldet als in den Vorjahren. Vom 20. Februar bis zum 31. März seien mehr als 90.000 Menschen gestorben – fast 38,7 Prozent mehr als durchschnittlich zu dieser Zeit in den Jahren 2015 bis 2019, teilte die nationale Statistikbehörde Istat am Montag mit. Der Corona-Ausbruch wurde in Italien am 20. Februar in der Lombardei und in Venetien entdeckt. Vor allem der stark betroffene Norden meldete erheblich mehr Tote in diesen Wochen.

Das bedeute in der Periode eine „Übersterblichkeit“ von 25 354 Fällen, davon seien 13 710 diagnostizierte Covid-Fälle, teilte Istat mit. Istat legte nahe, dass es sich bei den zusätzlichen Toten um nicht diagnostizierte Covid-19-Todesfälle handeln könnte oder auch um Menschen, die wegen der Krise in den Krankenhäusern nicht in die Klinik gingen oder nicht behandelt werden konnten.“ (Frankfurter Rundschau)

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