Italien hat lediglich 7000 Betten auf Intensivstationen

Die angespannte Lage in Italien ist schockierend. Es fehlen Beatmungsgeräte. Das Land ist auf keine Grippewelle vorbereitet.

Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Gerald Gaß sagte dem „Handelsblatt„: „Die extreme Situation in Italien liegt vor allem an den sehr geringen Intensivkapazitäten. Auch hier hat Deutschland eine deutlich bessere Ausgangslange. Wir haben viermal so viele Intensivbetten.“ „Wir haben in Deutschland rund 28.000 Intensivbetten und etwa 20.000 Beatmungsgeräte. Diese Betten sind zu rund 80 Prozent belegt. „

Das heißt: Deutschland hat nur 20% mehr Einwohner als Italien, aber 400% mehr Betten auf den Intensivstationen! Wenn die 7.000 Betten in Italien wie in Deutschland mit 80% besetzt sind, dann wären für die Grippewelle 1.400 Betten frei!

Auch deswegen, weil die medizinische Infrastruktur besser ist, gibt es hierzuland wesentlich weniger Tote als in Italien: 8,2 % aller erkrankten Patienten mit dem Coronavirus sterben, zu 0,3 in Deutschland. Trotzdem ist die hohe Sterberate in Italien weltweit einzigartig. In China beträgt sie rund 4%.

Italien muss schnellstmöglich geholfen werden!

4 Gedanken zu „Italien hat lediglich 7000 Betten auf Intensivstationen“

  1. Obwohl in den vergangenen Jahrzehnten besonders auf dem Land schon viele (kleinere) Krankenhäuser dicht gemacht wurden, habe Deutschland nach Meinung der neoliberalen Vorkämpfer von der Bertelsmann-Stiftung (Juli 2019) immer noch zu viele Krankenhäuser. „Mit weniger Kliniken könnte sich sogar die Gesundheitsversorgung hierzulande verbessern“, meinten die dortigen forschen „Forscher“.

    Sie schwärmten regelrecht von ihrem „Allheilmittel Knausern“, denn es würde sowohl „Engpässe bei Ärzten und Pflegepersonal abfangen“ als auch zu einer „zu einer besseren medizinischen Versorgung der Patienten“ führen.
    Viele Krankenhäuser in Deutschland würden nicht über die nötige Ausstattung und Erfahrung verfügen, um lebensbedrohliche Notfälle „angemessen zu behandeln“,
    https://www1.wdr.de/nachrichten/krankenhaeuser-studie-100.html

    Die mit dem durchsichtigen falschen Lob überschütteten Ärzte, Verbände und die Kliniken selbst übten damals massive Kritik an der Bertelsmann-Studie,
    https://www.tagesschau.de/inland/krankenhaeuser-qualitaet-103~_origin-a34d6ea0-9236-41f5-bdf1-d5e3fc2048ea.html

  2. Auf der einen Seite eine ansich nicht übermäßig gefährliche Massenerkrankung, auf der anderen Seite die Maßnahmen der Verwaltung damit umzugehen.

    Der Amtsarzt bildet hier die funktionale Schnittstelle beider Ebenen.

    Insofern noch einmal der Hinweis, dass mir bei Dr. Wodarg als ehemaligem Amtsarzt auffällt, dass die Ebene der Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems kaum thematisiert wird. Es scheint zumindest nicht fernliegend anzunehmen – siehe auch bekirs Antwort oben – dass bestimmte Kräfte ein Interesse daran haben eine Situation zu schaffen, in welcher sie die Bürger dazu bringen können, Maßnahmen wie den Ausnahmezustand zu akzeptieren.

    1. Mir macht Angst, dass Politiker nun „freie Hand“ haben. Ein großer Teil der Bevölkerung würde sogar eine totale Ausgangssperre begrüßen, Abschaffung des Bargeld, Dronenüberwachung der Straßen, Zwangsimpfungen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass missliebige Personengruppen / kritische Stimmen als „Gefährder der Volksgesundheit“ oder Virusträger diffamiert und bestraft werden.

      Vor allem verstellt die Angst den Blick auf die ökonomischen Konsequenzen, an denen vor allem die Mittelschicht leiden wird. Das heißt, dass sie gesparte Vermögensbestände auflösen müssen, um Hartz4-Hilfe zu erhalten.

  3. Billionen für die (angebliche) Rettung der Wirtschaft gegenüber ein paar Milliarden, welche – rechtzeitig investiert -, ein leistungsfähiges Gesundheitsssystem sichergestellt und die Rettung der Wirtschaft überflüssig gemacht hätten. Die Bankster lassen schön grüßen

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